"Kerstin" <
cri...@arcor.de> schrieb am Thu, 17 Nov 2011 20:31:11
+0100:
>"Klaus Schaefers" schrieb im Newsbeitrag
[ ]
>Hmmmmm. Nun haben so viele Menschen über diesen einen Mann Jesus
>geschrieben. Jesus debattierte mit den Priestern, er lehrte und
>er konnte lesen. Wer lesen kann, der kann auch schreiben.
>Hat man eigentlich jemals ein Schriftstück von ihm gefunden?
>Oder gibt es einen Hinweis darauf, dass auch er etwas
>verfasst hat?
Ob der vorgebliche Sohn eines vorgeblich Allmächtigen schreiben
konnte, wird nach meiner Meinung immer so unklar bleiben wie die
Frage, was von dem stimmt, was über einen extrem verwirrten religiösen
Eiferer und nachweislich gescheiterten Weltuntergangspropheten in der
Bibel behauptet wird.
Vielleicht solltest Du fragen: musste Jesus überhaupt etwas
schriftlich fixieren?
Jesus hatte seine Legitimationen für die Verkündigung seiner Lehre
bereits erteilt, an seine Jünger so:
"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, indem ihr diese
tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen
Geistes, und sie lehrt alles zu bewahren, was ich euch geboten habe!
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des
Zeitalters." (Matth. 28, 19+20)
Paulus, den wichtigsten Religionsmacher zu Beginn, legitimierte Jesus
so:
"Denn dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, meinen Namen zu tragen
sowohl vor Nationen als Könige und Söhne Israels." (Apg. 9, 15)
Nun ist bekannt, dass Jesus noch zu Lebzeiten einiger seiner Jünger
das Letzte Gericht abhalten wollte (Matth. 16, 27+28) und dass Paulus
davon ausging, noch zu leben, wenn die Toten zum Letzen Gericht
auferweckt werden (1. Thes. 4, 15-17). Klar, solche eindeutigen
Aussagen, die belegen, dass Jesus sich wie alle
Weltuntergangs-Rattenfänger irrte, werden "Christen" natürlich bis zum
letzten Atemzug abstreiten, damit das Kartenhaus von einem Erlöser von
einer von Verbrechern erfundenen Erbsünde nicht in sich zusammenstürzt
;-)
Dass Jesus vom ganz nahen Ende aller Dinge ausging, ergibt sich für
Menschen mit logischem Denkvermögen eindeutig aus seinen Forderungen
an seine Schäfchen. Die meisten hätten NUR dann einen Sinn ergeben,
wenn dieses Ende aller Dinge so eingetreten wäre, wie er es in seinen
Endzeitreden SEINEN Zuhörern geschildert hatte. Etwa seine
Forderungen, die Feinde zu lieben, allen Besitz zu verkaufen und mit
den Armen zu teilen, Unterdrückern zu geben, was diese fordern und die
oft unmenschlichen Gesetze bis zum Vergehen der Erde nicht aufzulösen.
Dieses Ende sollte ja ganz kurzfristig erfolgen, was hätte es da noch
groß Sinn gemacht, bessere Gesetze zu erarbeiten oder Reichtümer zu
erarbeiten oder Feinde zu bekämpfen oder sich gegen die römische
Unterdrückung zu wehren?
Wer das nicht begreift, wird NIE eine ihn befriedigende Antwort auf
die Fragen im Zusammenhang eines Forderers der Liebe zu den Feinden
finden, der sich seinerseits an Menschen mit der Ewigen Pein im Feuer
rächen will und dessen Vater der giftigste Feind der Religionsfreiheit
sein soll ;-)
Peter Zander