Am 19.03.2023 um 12:18 schrieb Robert K. August:
> Am 19.03.2023 um 10:44 schrieb Robert K. August:
>
> Nachtrag,
>
>> Am 18.03.2023 um 06:57 schrieb Franz Glaser:
>>
>>> Die Synodalen möchten Demokratie in der rkK erzwingen,
>>
>> Danke für das Thema, Glaser!
>>
>> Demokratie in der katholischen Kirche erzwingen?
>>
>> Gottchen wie naiv, wie soll das denn gehen?
>>
>> Die katholische Kirche ist international, wie auch die Vereinten
>> Nationen!
>>
>> --->
>>
>> "Die Vereinten Nationen sind keine demokratische Organisation.
>> Trotzdem können sie zur Verbreitung der Demokratie beitragen."
>>
>>
https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/artikel/die-vereinten-nationen-ein-demokratisches-experiment
>>
>> Auch die katholische Kirche ist keine demokratische Organisation.
>> Und trotzdem hat sie zur Verbreitung der Demokratie beigetragen.
>
>>
>>
https://de.wikipedia.org/wiki/Sublimis_Deus
>
> --->
>
> "Paul III. erklärte, dass die Indianer „vernunftbegabte Wesen mit einer
> Seele seien“, und wies jede gegenteilige Behauptung als teuflisch
> zurück. Er verdammte ihre Erniedrigung zu Sklaven als null und nichtig.
> Dies gelte für alle Völker, auch für bisher unentdeckte"
Und warum wurde dieses päpstliche Machtwort überhaupt nötig?
Weil christliche Eroberer und Kolonisatoren die Indianer wie Vieh
behandelt und gehalten und nicht wie Menschen behandelt haben!
"Hintergrund
Mit der europäischen Entdeckung Amerikas erhoben sich Spekulationen über
die Frage, ob die indigene Bevölkerung dieser Länder „wahre Menschen“
seien oder nicht. Diese Frage war entscheidend, um die Misshandlungen
der Einheimischen durch die Eroberer zu rechtfertigen. Eine starke
Fraktion glaubte, dass diese Völker „nicht menschlich“ seien. Sie
spekulierten, dass Gott ihnen das Christentum und das Evangelium so
lange vorenthalten habe, weil es sich nicht um menschliche Wesen mit
Seelen handele und sie daher zu keiner Erlösung fähig seien. Gemäß dem
Neuen Testament wurde das Evangelium schon zu den Zeiten der Apostel
„allen Völkern“ gepredigt (Kol 1,23 EU und Röm 16,25–26 EU), so dass die
neu entdeckten Völker, die das Evangelium nicht kannten, offensichtlich
nicht als der Menschheit zugehörig gelten konnten. Nach gängiger
Auffassung der Zeit teilte man die Menschheit zudem in drei Rassen ein
(Europäer, Asiaten und Afrikaner), die den Nachkommen der Söhne Noahs
entsprachen, und die amerikanische Bevölkerung passte nicht in dieses
Schema. Stimmen, die den indigenen Bewohnern Amerikas dennoch
menschlichen Status zuerkennen wollten und damit für eine (im Grundsatz
friedliche) Missionsarbeit und „normale“ Behandlung durch die Europäer
plädierten, stießen daher auf starken Widerstand. Dieser beruhte nicht
zuletzt auch auf starken wirtschaftlichen Interessen: Erkannte man den
Indianern ihren menschlichen Status ab, so verloren sie gleichzeitig
auch jedes Anrecht auf eigenen Landbesitz, konnten wie Tiere zu Arbeiten
herangezogen werden usw.; dies war entscheidend für die Inbesitznahme
und die Wirtschaftsweise der Europäer in der Neuen Welt. "