Am 21.08.2021 um 10:57 schrieb Robert K. August:
Nachtrag für die Doofen!
> Die Christen waren sozusagen die "Erfinder" der Gewaltenteilung.
>
> "Gebt dem kaiser was des Kaisers ist", noch nie gehört?
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"Im klassischen Islam gab es keine Trennung von Kirche und Staat. Daß es
im Christentum zwei Autoritäten gibt, geht auf dessen Gründer zurück,
der seinen Anhängern einschärfte, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers
ist, und Gott, was Gottes ist. Durch die ganze Geschichte des
Christentums hindurch finden sich immer zwei Gewalten: Gott und Kaiser,
die in der diesseitigen Welt durch sacerdotium und regnum, modern
gesprochen, durch Kirche und Staat repräsentiert wurden. Sie können
vereint oder getrennt sein, harmonieren oder im Konflikt stehen, die
eine mag über die andere jeweils herrschen, die eine mag sich
einmischen, worauf die andere protestiert. Aber immer sind es zwei, die
geistliche und die weltliche Macht. Jede der beiden ist mit ihren
eigenen Gesetzen und ihrer eigenen Rechtssprechung ausgestattet, mit
ihrer eigenen Struktur und Hierarchie.
Im Islam hingegen gab es vor seiner Verwestlichung keine zwei Gewalten,
sondern nur eine einzige, und die Frage der Trennung konnte daher gar
nicht erst aufkommen. Die Unterscheidung zwischen Kirche und Staat, die
im Christentum so tief verwurzelt ist, bestand im Islam nicht. Weder das
klassische Arabisch noch andere Sprachen, die ihr intellektuelles und
politisches Vokabular aus dem klassischen Arabisch herleiten, kennen
Wortpaare wie geistlich und weltlich, laizistisch und geistlich oder
religiös und säkular." (Bernhard Lewis, Die politische Sprache des
Islam, Seite 15)
Was der Unterschied zwischen Naturrecht und positivem Recht ist, lernen
gottlob bereits unsere Gynmasiaten.
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https://wiki.zum.de/wiki/Gymnasium_Gerabronn/2010/Ethik/K1/Recht
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> Bitte bilden! Danke!