Das Landen ohne nennenswerten Computer, ohne Fallschirm, ohne
Echolot und ohne zu rotieren stelle ich mit schwerer vor.
Das Mutterschiff k�nnte man anpingen.
Gr��e,
Joachim
Das Landen ohne nennenswerten Computer, ohne Fallschirm, ohne
Echolot und ohne zu rotieren stelle ich mir schwerer vor.
Das Mutterschiff k�nnte man anpingen, und jenes k�nnte
bremsen, wenn es zu schnell ist.
Gr��e,
Joachim
> Das Mutterschiff k�nnte man anpingen, und jenes k�nnte
> bremsen, wenn es zu schnell ist.
Ich habe den leisen Verdacht, dass Du von Bahnmechanik nicht allzu viel
verstehst. ;)
Chris
> Dabei gibt es vermutlich drei Phasen: Einmal erst einmal
> ohne Sicht grob die Richtung zum Mutterschiff finden und auf
> dessen Bahngeschwindigkeit beschleunigen. Dann fein
> navigieren, wobei man das Mutterschiff eventuell schon sehen
> kann. Schlie�lich noch eine Feinstnavigation, um genau
> anzukoppeln
so ungef�hr...
http://history.nasa.gov/afj/loressay.htm
--
Matthias
Stefan Ram schrieb:
> Wie wurde dabei die Position der Mondlandef�hre und des
> Mutterschiffs bestimmt (insbesondere in der ersten Phase)?
> (Ich nehme einmal an, es gab damals kein GPS auf dem Mond.
> Es w�rde ja vielleicht reichen, wenn man die relative
> Position eines der beiden Gef�hrte und m�glichst auch die
> relative Geschwindigkeit bestimmen k�nnte.)
Hallo,
die Mondlandef�hre hatte doch gleich zwei Radarger�te, eines f�r den
Abstand zum Mond bei der Landung, das andere f�r den Abstand zum
Mutterschiff bei der R�ckkehr. Mit den Radarger�ten konnte man ja nicht
nur den Abstand messen, sondern durch Benutzung des Dopplereffekts auch
die Relativgeschwindigkeit zwischen beiden.
�brigens gab es damals auch auf der Erde kein GPS, sondern nur Omega,
Decca und Loran zur Positionsbestimmung mittels spezieller Karten mit
aufgedruckten Hyperbelscharen. Das erste Satellitennavigationssystem
Transit http://de.wikipedia.org/wiki/Transit_(Satellitensystem) gab es
allerdings schon.
Bye
Stefan Ram schrieb:
> Dabei gibt es vermutlich drei Phasen: Einmal erst einmal
> ohne Sicht grob die Richtung zum Mutterschiff finden und auf
> dessen Bahngeschwindigkeit beschleunigen. Dann fein
> navigieren, wobei man das Mutterschiff eventuell schon sehen
> kann. Schlie�lich noch eine Feinstnavigation, um genau
> anzukoppeln (eventuell mit einer kleinen Restgeschwindigkeit
> zum �Einrasten� in eine Haltemechanik? Oder ohne
> Restgeschwindigkeit mit manuellem Ausl�sen einer
> Haltemechanik?)
Hallo,
vermutlich gibt es vorher noch zwei wichtige Phasen, die Landef�hre mu�
genau zum richtigen Zeitpunkt starten damit das Mutterschiff in der
optimalen Position f�r das Rendezvous ist und sie mu� in die richtige
Bahnebene starten sowie die gleiche Bahnform erreichen.
Bye
> vermutlich gibt es vorher noch zwei wichtige Phasen, die Landefähre muß
> genau zum richtigen Zeitpunkt starten damit das Mutterschiff in der
> optimalen Position für das Rendezvous ist und sie muß in die richtige
> Bahnebene starten sowie die gleiche Bahnform erreichen.
Es ist wichtig, dass dieselbe Bahnebene (Knoten und Inklination)
erreicht werden. Die Phase (d.h., die Position auf der jeweiligen
Bahn), braucht nicht ganz identisch zu sein, das lässt sich dirch
Wahlt einer geringfügig kleineren oder groeßeren Bahnperiode der
Landefähre ausgleichen. Ganz unterschiedlich sollte die Phase aber
auch nicht sein.
Michael Khan schrieb:
> Es ist wichtig, dass dieselbe Bahnebene (Knoten und Inklination)
> erreicht werden. Die Phase (d.h., die Position auf der jeweiligen
> Bahn), braucht nicht ganz identisch zu sein, das l�sst sich dirch
> Wahlt einer geringf�gig kleineren oder groe�eren Bahnperiode der
> Landef�hre ausgleichen. Ganz unterschiedlich sollte die Phase aber
> auch nicht sein.
>
Hallo,
zur Anpassung einer stark unterschiedlichen Phase w�rde man ja zwar
nicht wesentlich mehr Energie (Treibstoff f�r Bahnkorrekturman�ver)
brauchen als die Anpassung geringer Phasenverschiebungen aber eben
wesentlich mehr Zeit, die man aber nicht hat.
Welche Instrumente konnte man denn benutzen um die richtige Bahnebene
sicherzustellen? Die vorhandenen Tr�gheitsnavigationssysteme von
Mutterschiff und Landef�hre sicherlich, das Radarger�t wird daf�r wohl
weniger hilfreich gewesen sein. War das Teleskop zur Messung von
Sternenpositionen auch daf�r hilfreich? Man brauchte ja die Resultate
ziemlich schnell um Bahnkorrekturen so fr�h wie m�glich zu machen.
Bye
> Michael Khan schrieb:
>
>> Es ist wichtig, dass dieselbe Bahnebene (Knoten und Inklination)
>> erreicht werden. Die Phase (d.h., die Position auf der jeweiligen
>> Bahn), braucht nicht ganz identisch zu sein, das l�sst sich dirch
>> Wahlt einer geringf�gig kleineren oder groe�eren Bahnperiode der
>> Landef�hre ausgleichen. Ganz unterschiedlich sollte die Phase aber
>> auch nicht sein.
>>
> Welche Instrumente konnte man denn benutzen um die richtige Bahnebene
> sicherzustellen?
Eine Uhr!
Die Bahnebene wird m.W. beim Aufstieg bzw. in dessen Endphase
(Einschwenken in den Orbit) _gew�hlt_.
Die Wahl ist allerdings nicht optional.
Wenn man einfach nur gerade hoch f�hrt, f�llt man auch genauso gerade
wieder runter. Allerdings nicht zwangsl�ufig auf die Startposition.
Der Trick ist halt den Start so zu timen, da� das Mutterschiff genau
dann ankommt wenn man den Orbit (Bahnebene, Ort und Geschwindigkeit)
erreicht hat.
> Die vorhandenen Tr�gheitsnavigationssysteme von
> Mutterschiff und Landef�hre sicherlich, das Radarger�t wird daf�r wohl
> weniger hilfreich gewesen sein.
Wie willst Du ohne Radar wissen, wann das Mutterschiff wo auf seiner
Umlaufbahn vorbeizischt? Ok, man k�nnte �ber Funk bescheid sagen, aber
das ist eher ungenau.
> War das Teleskop zur Messung von
> Sternenpositionen auch daf�r hilfreich?
Ich glaube, da� w�re als wollte man GPS als Einparkhilfe nutzen.
> Man brauchte ja die Resultate
> ziemlich schnell um Bahnkorrekturen so fr�h wie m�glich zu machen.
Der Orbit des Mutterschiffes mu� bekannt sein. Den mu� man ansteuern.
Dann fehlt noch die richtige Phase. Daf�r braucht's wie gesagt 'ne Uhr
und Radar oder was gleichwertiges.
Gr��e,
Uwe
> Welche Instrumente konnte man denn benutzen um die richtige Bahnebene
> sicherzustellen?
Zur einer am Boden vorausberechneten Zeit abheben und dafür sorgen,
dass sich das Startmodul in den richtigen Azimut neigt. Damit liegt
die Bahnmebene fest. Für erstes reicht eine Uhr, wie andere richtig
anmerkten, letzteres war eine in der Raumfahrttechnik auch schon
damals beherrschte Aufgabe.
Das konkrete Instrument, mit dem der von Michael beschriebene Einschuss
gelang, war das Traegheitsnavigationssystem inkluse Computer. Eine
phantastische technische Leistung fuer die damalige Zeit.
http://en.wikipedia.org/wiki/Apollo_PGNCS
Rainer
Und am h�chsten Punkt der Bahn sollte man den Beifahrer oder sonst was
�berfl�ssiges nach hinten rausschmei�en um die Bahn zu korrigieren sonst
titscht man nach einer Umrundung am Startpunkt wieder auf.
Gr��e,
Uwe
Uwe Klo� schrieb:
> Wie willst Du ohne Radar wissen, wann das Mutterschiff wo auf seiner
> Umlaufbahn vorbeizischt? Ok, man k�nnte �ber Funk bescheid sagen, aber
> das ist eher ungenau.
Hallo,
es ging mir um die Einhaltung der richtigen Bahnebene, das Radar kann
nur bei der richtigen Phase auf der Bahn helfen, also dem richtigen
Zeitpunkt f�r den R�ckstart.
Bye