Wo sind die abgeblieben? ( meine nicht die langweiligen derzeitigen
Projekte.)
Da gabs riesige Weltraum Ringwelten in Zeitschriften zu bestaunen.
(glaube das war P.M: bin mir aber nicht sicher).
Habe vor einiger Zeit in einer P.M. (beim Arzt gibts die noch ;-) ),
einen Kohlefaser Lift gesehen welcher vom Erdboden bis in den Weltraum
reichen soll um Nutzlasten so in die erdnahe Umlaufbahn zu bringen.
Ist mit dieser Umsetzung in den nächsten 1 bis 2 Jahren zu rechnen?
> Wo sind die projekte fᅵr zukᅵnftie Raumstationen geblieben.
> In den 60'er, 70'ern gabs deutlich mehr output.
>
> Wo sind die abgeblieben? ( meine nicht die langweiligen derzeitigen
> Projekte.)
> Da gabs riesige Weltraum Ringwelten in Zeitschriften zu bestaunen.
> (glaube das war P.M: bin mir aber nicht sicher).
Die letzte Steuererhᅵhung war eigentlich dafᅵr da, ein paar Ringwelten zu
finanzieren, dann kam aber die Finanzkrise dazwischen.
> Habe vor einiger Zeit in einer P.M. (beim Arzt gibts die noch ;-) ),
> einen Kohlefaser Lift gesehen welcher vom Erdboden bis in den Weltraum
> reichen soll um Nutzlasten so in die erdnahe Umlaufbahn zu bringen.
> Ist mit dieser Umsetzung in den nᅵchsten 1 bis 2 Jahren zu rechnen?
1 bis 2 Jahre? Ganz sicher - der wird derzeit gerade unterirdisch
zusammengebaut und soll nᅵchstes Jahr am 1. Mai aufgestellt werden. Es
werden noch Helfer gesucht!
--
Viele Grᅵᅵe,
Matthias
> Wo sind die projekte für zukünftie Raumstationen geblieben.
> In den 60'er, 70'ern gabs deutlich mehr output.
Ja, Output in Form von Worten. Ich lese gerade die Ringworld von Larry
Niven bzw. dessen Fortsetzung (The Throne of the Ringworld) und das ist
so unterhaltsam, dass ich ständig leise vor mich hin kichere...
> Wo sind die abgeblieben? ( meine nicht die langweiligen derzeitigen
> Projekte.)
So langweilig sind die gar nicht, wenn man mal genau hinsieht. Vor allem
gibt es die wirklich. Gerade gibt es übrigens den ersten europäischen
Kommandanten auf einer Raumstation! Ein Däne! Gab es in den 70ern Dänen
im Weltraum? -- Siehste!
> Habe vor einiger Zeit in einer P.M. (beim Arzt gibts die noch ;-) ),
> einen Kohlefaser Lift gesehen welcher vom Erdboden bis in den Weltraum
> reichen soll um Nutzlasten so in die erdnahe Umlaufbahn zu bringen.
> Ist mit dieser Umsetzung in den nächsten 1 bis 2 Jahren zu rechnen?
Nein. Komm in hundert Jahren oder so nochmal wieder. Wie Du bis dahin
überlebst lies bitte in einer P.M. nach, ich glaube die hatten dazu mal
was.
Jochem
--
"A designer knows he has arrived at perfection not when there is no
longer anything to add, but when there is no longer anything to take away."
- Antoine de Saint-Exupery
> Habe vor einiger Zeit in einer P.M. (beim Arzt gibts die noch ;-) ),
> einen Kohlefaser Lift gesehen welcher vom Erdboden bis in den Weltraum
> reichen soll um Nutzlasten so in die erdnahe Umlaufbahn zu bringen.
> Ist mit dieser Umsetzung in den nᅵchsten 1 bis 2 Jahren zu rechnen?
Aber ja. Die Kohlefasern werden gerade aus der Kohle
der inszenierten Wirtschaftskrise gewonnen.
jk
--
no sig
> Da gabs riesige Weltraum Ringwelten in Zeitschriften zu bestaunen.
> (glaube das war P.M: bin mir aber nicht sicher).
Die riesigen Ringwelten wirst du auch weiterhin nur in P.M. finden.
Mittlerweile hat man rausgefunden, dass die unvermeidbaren
Coriolisbeschleunigungen von Astronauten nicht zu ertragen w�ren.
Rainer
> Coriolisbeschleunigungen von Astronauten nicht zu ertragen wᅵren.
Aber in "2001" hat doch der Astronaut sein Lauftraining im rotierenden
Ring gemacht...
Da Didi
--
Dieter Brᅵgmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
ler +57ᅵ * Puckerzuppe -21$ * Hack & Fresse +51,22% * Tentakelsex 8,36
fel 56 (-71) * Geldspeicher 53 (+10) * Raffeisen +52$ * Sexbomben 98,1
Rainer Kresken schrieb:
> Die riesigen Ringwelten wirst du auch weiterhin nur in P.M. finden.
> Mittlerweile hat man rausgefunden, dass die unvermeidbaren
> Coriolisbeschleunigungen von Astronauten nicht zu ertragen w�ren.
Hallo,
wenn die Coriolisbeschleunigungen klein genug sind, dann sind sie auch
auszuhalten. Der Radius bis zum Drehpunkt muss gen�gend gross sein und
erheblich gr�sser als die K�rpergr�sse eines Astronauten. Das
ringf�rmige rotierende Raumschiff wird man so nicht bauen k�nnen, aber
ein Raumschiff mit Gegengewicht an einem gen�gend langen Drahtseil um
den gemeinsamen Schwerpunkt rotieren zu lassen mu� doch machbar sein.
Solange ein Astronaut beim Marsflug dort so entkr�ftet ankommt wie einer
auf der Erde nach einigen Monaten Aufenthalt in der ISS braucht man
keine bemannte Marsmission zu unternehmen. Auf der Erde gibt es genug
Personal die die Astronauten aus der Landekapsel herausheben und
medizinisch versorgen, auf dem Mars m�ssen sie in der Lage sein sich
selber zu helfen.
Bye
Uwe Hercksen schrieb:
> Rainer Kresken schrieb:
>
>> Die riesigen Ringwelten wirst du auch weiterhin nur in P.M. finden.
>> Mittlerweile hat man rausgefunden, dass die unvermeidbaren
>> Coriolisbeschleunigungen von Astronauten nicht zu ertragen w�ren.
> wenn die Coriolisbeschleunigungen klein genug sind, dann sind sie auch
> auszuhalten. Der Radius bis zum Drehpunkt muss gen�gend gross sein und
> erheblich gr�sser als die K�rpergr�sse eines Astronauten. Das
> ringf�rmige rotierende Raumschiff wird man so nicht bauen k�nnen, aber
> ein Raumschiff mit Gegengewicht an einem gen�gend langen Drahtseil um
> den gemeinsamen Schwerpunkt rotieren zu lassen mu� doch machbar sein.
> Solange ein Astronaut beim Marsflug dort so entkr�ftet ankommt wie einer
> auf der Erde nach einigen Monaten Aufenthalt in der ISS braucht man
> keine bemannte Marsmission zu unternehmen.
vielleicht kann man bald k�nstliche Schwerkraft ohne Rotation erzeugen:
http://www.heise.de/tp/blogs/3/145174
hier wird es gegen die Schwerkraft eingesetzt, was aber nicht bedeutet,
dass man damit nicht auch von "oben" nach "unten" dr�cken k�nnte. Nur
die Auswirkungen auf den Menschen sind noch nicht untersucht und Strom
wird es auch eine Menge brauchen.
Liebe Gr��e
Roland
--
Die Erde ist die Heimat aller Menschen
Vielleicht sollte man etwas schneller zum Mars fliegen - d.h. das
Rueckkehrschiff und das Material was man auf dem Mars selbst
braucht vorraus schicken, und die Astronauten dann mit hoeherer Geschwindigkeit
hinterher. Gebremst wird dann in der Atmosphaere des Mars.
1. Frage: Wenn man die Marsatmosphaere mit einer Geschwindigkeit erreicht
die gleich der ist mit der die Apollo Kapsel vom Mond kommend die Erdatmosphaere
erreichte wie lange war man dann von der Erde kommend mindestens unterwegs,
wenn man unterwegs nicht mehr wesentlich beschleunigt hat ?
> Auf der Erde gibt es genug
> Personal die die Astronauten aus der Landekapsel herausheben und
> medizinisch versorgen, auf dem Mars m嚙編sen sie in der Lage sein sich
> selber zu helfen.
2. Frage: Wie lange kann man schwerelosigkeit ertragen ohne dass es solche
Folgen hat. Ein Monat ?
> Das ringf�rmige rotierende Raumschiff wird man so nicht bauen k�nnen, aber
> ein Raumschiff mit Gegengewicht an einem gen�gend langen Drahtseil um
> den gemeinsamen Schwerpunkt rotieren zu lassen mu� doch machbar sein.
Ich sehe nicht, dass sowas mal gebaut wird, denn es gibt nicht wirklich
eine Notwendigkeit dafuer.
> Solange ein Astronaut beim Marsflug dort so entkr�ftet ankommt wie einer
> auf der Erde nach einigen Monaten Aufenthalt in der ISS braucht man
> keine bemannte Marsmission zu unternehmen.
Tatsaechlich ist das Training der Astronauten im Orbit mittlerweile so
ausgekluegelt, dass sich kaum Muskelschwund und Schwaechung einstellen.
> Auf der Erde gibt es genug
> Personal die die Astronauten aus der Landekapsel herausheben und
> medizinisch versorgen, auf dem Mars m�ssen sie in der Lage sein sich
> selber zu helfen.
Die Astronauten muessen jederzeit in der Lage sein, eine gelandete Sojus
aus eigener Kraft zu verlassen; schliesslich koennte die ja in einem
Notfall werweisswo landen. Die Hilfskraefte sind mehr eine nette Geste,
die das umstaendliche und langwierige Ablegen des Raumanzuges in der
Kapsel ersparen.
Die Anpassung an die volle Erdschwere dauert fuer die
Langzeitastronauten tasaechlich ein paar Tage, aber es spricht ja nichts
dagegen, es auf der Marsoberflaeche erst mal ruhig angehen zu lassen,
zumal dort die Schwerebeschleunigung dort nur etwa ein drittel g hat.
Rainer
Was heute noch wie ein M�rchen klingt, kann morgen
Wirklichkeit sein. Hier ist ein M�rchen von
�bermorgen:
http://blog.modernmechanix.com/category/space/
Gr��e,
Joachim
> Was heute noch wie ein M�rchen klingt, kann morgen
> Wirklichkeit sein. Hier ist ein M�rchen von
> �bermorgen:
Commander McLane, sind Sie's??
Rainer
> Habe vor einiger Zeit in einer P.M. (beim Arzt gibts die noch ;-) ),
> einen Kohlefaser Lift gesehen welcher vom Erdboden bis in den Weltraum
> reichen soll um Nutzlasten so in die erdnahe Umlaufbahn zu bringen.
Ein Weltraumfahrstuhl ins LEO? Stand das wirklich so in P.M.? Würde
mich bei dem Blatt noch nicht einmal mehr wundern.
Immerhin befassen die sich noch mit sowas. Ich dachte, die seien
mittlerweile vollkommen auf Esoterik umgestiegen.
Rainer Kresken schrieb:
> Tatsaechlich ist das Training der Astronauten im Orbit mittlerweile so
> ausgekluegelt, dass sich kaum Muskelschwund und Schwaechung einstellen.
Hallo,
vor kurzen sah ich eine Sendung in der Jesko von Puttkamer vor Ort in
Baikonur und im Sternenst�dchen einiges kommentierte, da erz�hlte er
auch das man f�r die R�ckkehrer von der ISS dort eine Party gibt an der
allerdings nur die Angeh�rigen, Freunde und Kollegen teilnehmen weil die
Astronauten dazu noch nicht fit genug sind und noch medizinisch
untersucht und behandelt werden. Sieht nicht so aus als w�ren sie nach
der Landung sofort fit und einsatzbereit.
Bye
Carla Schneider schrieb:
> 2. Frage: Wie lange kann man schwerelosigkeit ertragen ohne dass es solche
> Folgen hat. Ein Monat ?
Hallo,
der letzte Weltraumtourist auf der ISS war noch nicht mal einen Monat
dort, trotzdem wurde er im Sitz aus der Landekapsel herausgehoben und
versorgt. Mach doch mal eine private Bedrest-Studie im Selbstversuch,
zwei Wochen nur liegen ohne Aufstehen, dann wirst Du die Folgen
�berdeutlich sp�ren.
Bye
> Was heute noch wie ein M�rchen klingt, kann morgen
> Wirklichkeit sein. Hier ist ein M�rchen von
> �bermorgen:
> http://blog.modernmechanix.com/category/space/
Ein spitze Link! Danke hierf�r!
Sehr am�sant auch ein gelungenes Beispiel f�r einen Raumanzug (z.B auf
Seite 8), der aussieht wie ein Windkessel auf Beinen ;-)
Diese Scans von Zeitschriften geben sehr eindrucksvoll wieder, wie
schnell tats�chlich die Entwicklung in vielen Bereichen vorangeschritten
ist. Man neigt - wohl aufgrund von Gew�hnung und wenn eine Innovation
zur Selbstverst�ndlichkeit geworden sind - sehr leicht dazu, das allzu
schnell zu vergessen.
Gr��e
Harald
Ich w�rde daraus nicht auf mangelnde Fittnes oder Einsatzbereitschaft,
sondern einfach auf Vernunft schlie�en. Davon abgesehen, dass ein
Langzeitaufenthalt der Gesundheit nachweislich schadet, ist jeder
Kosmonaut ist auch immer Teil eines medizinischen Forschungsprogramms.
Deshalb ist es naheliegend ihn m�glichst schnell und g�ndlich
medizinisch zu untersuchen, bevor sein K�rper sich wieder an die
Schwerkaft anpasst. Eine Party ist dagegen das letzte, wo er unmittelbar
nach der Landung hingeh�rt.
> der letzte Weltraumtourist auf der ISS war noch nicht mal einen Monat
> dort, trotzdem wurde er im Sitz aus der Landekapsel herausgehoben und
> versorgt.
Diese Beobachtung hat mit einer evtl. Schwaechung der Astronauten nichts
zu tun. Sie belegt nur, dass die Astronauten *im Druckanzug* die Kapsel
nicht alleine verlassen koennen, wie ich schon in einem frueheren
Beitrag zu erklaren versucht habe.
Schau die mal Shuttle-Besatzungen an, die nach zweiwoechigem Aufenthalt
im Orbit froehlich die Gangway runtersteigen...
> Mach doch mal eine private Bedrest-Studie im Selbstversuch,
> zwei Wochen nur liegen ohne Aufstehen, dann wirst Du die Folgen
> �berdeutlich sp�ren.
Heutzutage machen die Astronauten ein ausgekluegeltes und
zeitaufwendiges Sportprogramm im All, das diesen Vergleich mit einer
Bedreststudie nutzlos macht.
Rainer
Jochem Huhmann wrote:
> So langweilig sind die gar nicht, wenn man mal genau hinsieht. Vor allem
> gibt es die wirklich. Gerade gibt es übrigens den ersten europäischen
> Kommandanten auf einer Raumstation! Ein Däne! Gab es in den 70ern Dänen
> im Weltraum? -- Siehste!
Sm�rrebr�d, Sm�rrebr�d, r�mp�mp�mp�m... das macht bestimmt Laune bei 0
g! Da wird der B�cker glatt zum Teilchenbeschleuniger...
Bis bald im Khyberspace!
Yadgar
> Die riesigen Ringwelten wirst du auch weiterhin nur in P.M. finden.
> Mittlerweile hat man rausgefunden, dass die unvermeidbaren
> Coriolisbeschleunigungen von Astronauten nicht zu ertragen w�ren.
...und au�erdem: je gr��er der Radius einer solchen ringf�rmigen
Raumstation, desto geringer muss die Drehgeschwindigkeit sein, um 1 g zu
erreichen - dann gen�gt bereits eine leichte Bewegung entgegen der
Drehrichtung, um wieder schwerelos zu werden, w�hrend eine Bewegung des
Astronauten in Drehrichtung ihn der vielfachen Erdschwerkraft aussetzen
w�rde! (oder begehe ich da einen Denkfehler?)
> Uwe Hercksen wrote:
>
>> der letzte Weltraumtourist auf der ISS war noch nicht mal einen Monat
>> dort, trotzdem wurde er im Sitz aus der Landekapsel herausgehoben und
>> versorgt.
>
> Diese Beobachtung hat mit einer evtl. Schwaechung der Astronauten nichts
> zu tun. Sie belegt nur, dass die Astronauten *im Druckanzug* die Kapsel
> nicht alleine verlassen koennen, wie ich schon in einem frueheren
> Beitrag zu erklaren versucht habe.
> Schau die mal Shuttle-Besatzungen an, die nach zweiwoechigem Aufenthalt
> im Orbit froehlich die Gangway runtersteigen...
*So* fröhlich sehen die in der Regel auch nicht aus. Da sind immer so
einige dabei, die sehr vorsichtig laufen, sich festhalten und mit
Schweißperlen auf der Stirn verkrampft in die Kameras lächeln.
>> Mach doch mal eine private Bedrest-Studie im Selbstversuch, zwei
>> Wochen nur liegen ohne Aufstehen, dann wirst Du die Folgen
>> überdeutlich spüren.
>
> Heutzutage machen die Astronauten ein ausgekluegeltes und
> zeitaufwendiges Sportprogramm im All, das diesen Vergleich mit einer
> Bedreststudie nutzlos macht.
Die Meßwerte z.B. bezüglich des Knochenabbaus sprechen da eine andere
Sprache... Das sind immer noch rund 2% Verlust an Knochenmasse pro
Monat, praktisch unverändert zu den Meßwerten damals auf der Mir. Das
Fehlen der ständigen Beanspruchung der Knochen (und auch Muskeln), die
man selbst bei alltäglicher Bewegung in der Schwerkraft nunmal hat, läßt
sich wohl auch durch ein paar Stunden Sport am Tag nicht so ohne
weiteres ausgleichen, wenn den Rest des Tages praktisch gar keine
Last dort ankommt.
> ...und au�erdem: je gr��er der Radius einer solchen ringf�rmigen
> Raumstation, desto geringer muss die Drehgeschwindigkeit sein, um 1 g zu
> erreichen - dann gen�gt bereits eine leichte Bewegung entgegen der
> Drehrichtung, um wieder schwerelos zu werden, w�hrend eine Bewegung des
> Astronauten in Drehrichtung ihn der vielfachen Erdschwerkraft aussetzen
> w�rde! (oder begehe ich da einen Denkfehler?)
Statt grosser Worte:
a_coriolis = -2*omega x v_relativ
Rainer
> High!
>
> Jochem Huhmann wrote:
>
>> So langweilig sind die gar nicht, wenn man mal genau hinsieht. Vor allem
>> gibt es die wirklich. Gerade gibt es übrigens den ersten europäischen
>> Kommandanten auf einer Raumstation! Ein Däne! Gab es in den 70ern Dänen
>> im Weltraum? -- Siehste!
>
> Smörrebröd, Smörrebröd, römpömpömpöm... das macht bestimmt Laune bei 0
> g! Da wird der Bäcker glatt zum Teilchenbeschleuniger...
Naja, die Franzosen haben immerhin eigene Menüs da oben getestet...
Übrigens ist das gar kein Däne, sondern ein Belgier. Da habe ich mich
irgendwie vertan, sorry.
> Die Meßwerte z.B. bezüglich des Knochenabbaus sprechen da eine andere
> Sprache... Das sind immer noch rund 2% Verlust an Knochenmasse pro
> Monat, praktisch unverändert zu den Meßwerten damals auf der Mir. Das
> Fehlen der ständigen Beanspruchung der Knochen (und auch Muskeln), die
> man selbst bei alltäglicher Bewegung in der Schwerkraft nunmal hat, läßt
> sich wohl auch durch ein paar Stunden Sport am Tag nicht so ohne
> weiteres ausgleichen, wenn den Rest des Tages praktisch gar keine
> Last dort ankommt.
ziemlich vorne in diesem thread wurde mal gesagt
> Solange ein Astronaut beim Marsflug dort so entkräftet ankommt wie einer auf der Erde nach einigen Monaten Aufenthalt in der ISS braucht man keine bemannte Marsmission zu unternehmen. Auf der Erde gibt es genug Personal die die Astronauten aus der Landekapsel herausheben und medizinisch versorgen, auf dem Mars müssen sie in der Lage sein sich selber zu helfen.
Das ist falsch, auch wenn bei weitem nicht alle Begleiterscheinungen
langer Aufenthalte in der Schwerelosigkeit geloest sind.
Rainer
> *So* fröhlich sehen die in der Regel auch nicht aus. Da sind immer so
> einige dabei, die sehr vorsichtig laufen, sich festhalten und mit
> Schweißperlen auf der Stirn verkrampft in die Kameras lächeln.
"froehlich" ist so ein relativer Begriff. Jedenfalls kommen die
Herrschaften problemlos ohne fremde Hilfe aus dem Shuttle.
Rainer
> Rainer Kresken wrote:
>
>> Die riesigen Ringwelten wirst du auch weiterhin nur in P.M. finden.
>> Mittlerweile hat man rausgefunden, dass die unvermeidbaren
>> Coriolisbeschleunigungen von Astronauten nicht zu ertragen wären.
>
> ...und außerdem: je größer der Radius einer solchen ringförmigen
> Raumstation, desto geringer muss die Drehgeschwindigkeit sein, um 1 g zu
> erreichen - dann genügt bereits eine leichte Bewegung entgegen der
> Drehrichtung, um wieder schwerelos zu werden, während eine Bewegung des
> Astronauten in Drehrichtung ihn der vielfachen Erdschwerkraft aussetzen
> würde! (oder begehe ich da einen Denkfehler?)
Beispiel Eisenbahn: Je größer der Bogenradius, um so schneller kann man
fahren und um so unauffälliger wirken sich Relativbewegungen längs des
Zuges auf.
Bei "Drehgeschwindigkeit" solltest Du Dir darüber klar werden, ob Du damit
die Winkelgeschwindigkeit oder die Umfangsgeschwindigkeit meinst.
--
Es ist Zeit für Reich
Einige Zeit nach der Landung, nach dem Besuch eines Arztes, ohne schwere
Druckanzüge und eine Treppe mit Geländer herunter. Und vor laufenden
Kameras mit bereitstehenden Gästen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass
einige anschließend wie ein nasser Sack zusammensinken, wenn sie endlich
ihre Ruhe haben. Daraus schließen, dass sie wirklich fit sind und z.B.
normale Arbeit leisten oder sich auch nur ein paar Stunden länger
aufrecht halten können, würde ich jedenfalls nicht. Das ist ein PR-Stunt
und sicher nicht als irgendein Indiz für Fitness zu betrachten.
Bei einer Rotation gilt fuer die Beschleunigung:
a = r * w^2
resp.
a = v^2/r
wobei
a: Zentrifugalbeschleunigung
w: Winkelgeschwindigkeit
v: Umfangsgeschwindigkeit
r: Radius
Umgeformt erhalten wir:
w = sqrt(a/r)
v = sqrt(a*r)
Mit groesserem Radius sinkt bei gleichem a zwar die
Winkelgeschwindigkeit, es steigt aber die Umfangsgeschwindigkeit.
Alles klar?
Josef
> Daraus schließen, dass sie wirklich fit sind und z.B.
> normale Arbeit leisten oder sich auch nur ein paar Stunden länger
> aufrecht halten können, würde ich jedenfalls nicht. Das ist ein PR-Stunt
> und sicher nicht als irgendein Indiz für Fitness zu betrachten.
Ich schliesse nichts aus dieser Behauptung.
Zur Widerlegung der These, dass die Beobachtungen nach der Landung einer
Sojus das Gegenteil beweisen, ist sie allerdings ausreichend.
Rainer
Rainer Kresken schrieb:
>
> Ich schliesse nichts aus dieser Behauptung.
> Zur Widerlegung der These, dass die Beobachtungen nach der Landung einer
> Sojus das Gegenteil beweisen, ist sie allerdings ausreichend.
Hallo,
in der Sendung die ich sah hat also Jesko von Puttkamer die Situation
falsch dargestellt?
Bye
Rainer Kresken schrieb:
> Heutzutage machen die Astronauten ein ausgekluegeltes und
> zeitaufwendiges Sportprogramm im All, das diesen Vergleich mit einer
> Bedreststudie nutzlos macht.
Hallo,
man macht aber doch immer noch Bedreststudien zur Vorbereitung von
Marsmissionen.
Bye
DrStupid schrieb:
> Ich w�rde daraus nicht auf mangelnde Fittnes oder Einsatzbereitschaft,
> sondern einfach auf Vernunft schlie�en. Davon abgesehen, dass ein
> Langzeitaufenthalt der Gesundheit nachweislich schadet, ist jeder
> Kosmonaut ist auch immer Teil eines medizinischen Forschungsprogramms.
> Deshalb ist es naheliegend ihn m�glichst schnell und g�ndlich
> medizinisch zu untersuchen, bevor sein K�rper sich wieder an die
> Schwerkaft anpasst. Eine Party ist dagegen das letzte, wo er unmittelbar
> nach der Landung hingeh�rt.
Hallo,
Vernunft walten zu lassen ist immer gut. Wie aber soll das bei der
bemannten Marslandung funktionieren, woher nimmt man da die Mediziner
die die Astronauten gleich nach der Landung untersuchen? Telemedizin von
der Erde aus ist wegen der Signallaufzeiten nicht so praktikabel.
Bye
Rainer Kresken schrieb:
> Schau die mal Shuttle-Besatzungen an, die nach zweiwoechigem Aufenthalt
> im Orbit froehlich die Gangway runtersteigen...
Hallo,
f�r den Mars geht es nicht nur um zwei Wochen. Steigen die sofort nach
der Landung, ohne jede Betreung durch medizinisches Personal aus? Was
passiert nach dem sie ausgestiegen sind?
Bye
Jochem Huhmann schrieb:
> Einige Zeit nach der Landung, nach dem Besuch eines Arztes, ohne schwere
> Druckanzüge und eine Treppe mit Geländer herunter. Und vor laufenden
> Kameras mit bereitstehenden Gästen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass
> einige anschließend wie ein nasser Sack zusammensinken, wenn sie endlich
> ihre Ruhe haben. Daraus schließen, dass sie wirklich fit sind und z.B.
> normale Arbeit leisten oder sich auch nur ein paar Stunden länger
> aufrecht halten können, würde ich jedenfalls nicht. Das ist ein PR-Stunt
> und sicher nicht als irgendein Indiz für Fitness zu betrachten.
Hallo,
gibt es zugängliche Untersuchungen darüber wie fit sie nach der Landung
wirklich sind? Wie lange brauchen sie nach der Landung bis sie durch
Training wieder fit genug für einen weiterem Start sind?
Bye
Wenn w�hrend der Mission medizinische Untersuchungen n�tig sind, f�r die
Mediziner ben�tigt werden, dann geh�ren die nat�rlich zur Crew. Ein
Bordarzt wird ohnehin mit dabei sein.
> in der Sendung die ich sah hat also Jesko von Puttkamer die Situation
> falsch dargestellt?
Ich hatte noch die die Ehre, auf einer welcome-back-Party eingeladen zu
sein. Von daher gibt's keinen Grund, von Puttkamers Aeusserung zu
bezweifeln. Warum auch topfite astronauten sinnvollerweise nicht solche
Parties beuschen solltem, wurde dir schon erklaert.
Rainer
> man macht aber doch immer noch Bedreststudien zur Vorbereitung von
> Marsmissionen.
Die laufen aber nicht so ab, wie du das mit deiner Aufforderung zum
Selbstversuch sugerieren moechtest.
Da werden parallel Gruppen gebildet, die unterschiedliche
Trainingsprogramme durchziehen und man vergleicht am Ende, wer am besten
durchkammt.
Das Ergebnis ist dann, dass man mit modernem Training Muskel- und
Knochenschwund fast komplett vermeiden kann.
Rainer
> f�r den Mars geht es nicht nur um zwei Wochen. Steigen die sofort nach
> der Landung, ohne jede Betreung durch medizinisches Personal aus?
Gibt's einen Grund sofort auszusteigen?
Ein Tag oder zwei, drei waeren sicher gut zur Eingewoehnung.
Rainer
DrStupid schrieb:
> Wenn w�hrend der Mission medizinische Untersuchungen n�tig sind, f�r die
> Mediziner ben�tigt werden, dann geh�ren die nat�rlich zur Crew. Ein
> Bordarzt wird ohnehin mit dabei sein.
Hallo,
und der Mediziner mu� sich dann zuerstmal selber untersuchen ob er in
der Lage ist die anderen Astronauten zu untersuchen....
Bye
Rainer Kresken schrieb:
> Diese Beobachtung hat mit einer evtl. Schwaechung der Astronauten nichts
> zu tun. Sie belegt nur, dass die Astronauten *im Druckanzug* die Kapsel
> nicht alleine verlassen koennen, wie ich schon in einem frueheren
> Beitrag zu erklaren versucht habe.
Hallo,
die russischen Astronauten machten doch auch ein �berlebenstraining f�r
den Fall das die Kapsel weitab vom Zielgebiet landet und sie sich
zun�chst selber helfen m�ssen. Da w�re es ja etwas absurd wenn sie im
Druckanzug die Kapsel alleine nicht verlassen k�nnen, sie m�ssten dann
ja zumindest in der Lage sein noch in der Kapsel m�hsam und langwierig
den Druckanzug abzulegen. Wenn eine Kapsel f�r die Notevakuierung der
ISS benutzt werden m�sste m�ssen sie ja auch in der Lage sein die Anz�ge
alleine anzulegen und sich in die Sitze zu zw�ngen und anzuschnallen,
ganz ohne Hilfe durch andere Personen, nur in Eigenleistung und mit der
Hilfe der anderen Besatzungsmitglieder.
Bye
> die russischen Astronauten machten doch auch ein �berlebenstraining f�r
> den Fall das die Kapsel weitab vom Zielgebiet landet und sie sich
> zun�chst selber helfen m�ssen. Da w�re es ja etwas absurd wenn sie im
> Druckanzug die Kapsel alleine nicht verlassen k�nnen, sie m�ssten dann
> ja zumindest in der Lage sein noch in der Kapsel m�hsam und langwierig
> den Druckanzug abzulegen.
Liest du eigentlich aeltere Beitraege eines Threads?
Selbstverstaendlich koennen sie selbst den Anzug ablegen und dann
alleine die Kapsel verlassen. Die Helfer sind zunmaechst mal dazu da, um
ihnen diese umstaendliche und langwierige Prozedur zu ersparen.
Im uebrigen wird eine eventuelle Landung auf dem Mars relativ wenig
Aehnlichkeit mit der Landung einer Sojus-Kapsel haben.
Rainer
> und der Mediziner mu� sich dann zuerstmal selber untersuchen ob er in
> der Lage ist die anderen Astronauten zu untersuchen....
Bei einem Raumflug zum Mars wird man sich nicht gegen alle denkbaren
Problemfaelle schuetzen koennen. Das ist was anderes als eine
Pauschalreise nach Malle.
Rainer
Oder man schickt nur Mediziner, die koennen sich dann gegenseitig
untersuchen ob sie in der Lage dazu sind...
Dazu m�ssen sie keine Mediziner sein. Es gen�gt, wenn man sie vorher
entsprechend schult und trainiert. Wissenschaftliche Experimente
durchzuf�hren, die nicht unbedingt im eigenen Fachgebiet liegen, geh�rt
in der Raumfahrt zur Normalit�t.
Rainer Kresken wrote:
> Im uebrigen wird eine eventuelle Landung auf dem Mars relativ wenig
> Aehnlichkeit mit der Landung einer Sojus-Kapsel haben.
Muss man davon ausgehen, dass mittels Airbags gelandet wird? Ich wei�
nicht, ob ich dann gerne als Astronaut dabei w�re... schon mit
Prellungen auf dem Mars ankommen stelle ich mir nicht so g�nstig vor!
Bis bald im Khyberspace!
Now playing: Kein Frieden (Novalis)
Yadgar
Rainer Kresken wrote:
> Bei einem Raumflug zum Mars wird man sich nicht gegen alle denkbaren
> Problemfaelle schuetzen koennen. Das ist was anderes als eine
> Pauschalreise nach Malle.
...deswegen wird es wom�glich vorher diverse Survivaltrainings unter
halbwegs mars�hnlichen Bedingungen auf der Erde geben... vielleicht in
der Atacama-W�ste in Chile, oder im Dasht-e Nawar in... na ja, Ihr wisst
schon!
Bis bald im Khyberspace!
Yadgar
Now playing: Neumond (Novalis)
> Muss man davon ausgehen, dass mittels Airbags gelandet wird?
Nein.
Airbags der Art, wie sie bei MER eingesetzt wurden (solche, die das
Gefährt komplett umschließen und zunächst ihren Druck behalten, auch
über mehrere Hüpfer hinweg) sind für Lander der Groeße/Masse wie bei
den MER-Rovern gerade noch sinnvoll.
Ihre Einsatzbarkeit wurde auch noch für den etwa 50% groeßeren und
schwereren ExoMars-Rover der ESA untersucht, aber für nicht sinnvoll
befunden. Das Airbag-System wäre da so groß, schwer und voluminoes
ausgefallen, dass man davon Abstand nahm.
Für ExoMars war ein Torus-foermiger Airbag vorgesehen, der sich beim
ersten Aufprall entleert, wie bei einem Airbag im Auto. Das verhindert
den Mehrfachaufprall und ist unempfindlich gegenüber scharfkantigen
Steinen. Allerdings ist es sehr wichtig, dass der Lander in genau
definierter Lage und ohne Horizontalgeschwindigkeit aufsetzt. Dennoch
ist der Aufprallschock immer noch gewaltig. Eine weiche Landung ist so
etwas nicht, allenfalls eine semi-harte.
Bei noch groeßeren Landern macht auch so ein Airbag schon keinen Sinn
mehr, weil er auch wieder zu groß und massiv würde.
Ganz bestimmt gilt das bei einem Lander der Groeße, wie er bei einer
bemannten Mission anfällt. Da wird zwingend eine weiche Landung
erforderlich, mit geregeltem Triebwerksschub und eventuell auch noch
zusätzlichen Maßnahmen wie Teleskopbeine mit einer zerdrückbaren
Füllung etwa aus einer Honigwabenstruktur, ("crushable legs") die die
Aufprallenergie über einen gewissen Weg hinweg aufnimmt und so eine
scharfe Lastspitze vermeidet.
>Solange ein Astronaut beim Marsflug dort so entkr�ftet ankommt wie einer
>auf der Erde nach einigen Monaten Aufenthalt in der ISS braucht man
>keine bemannte Marsmission zu unternehmen.
Dazu kommt die baldige (!) Zersetzung der Knochen und die nicht
absch�tzbare kosmische Strahlung (s. Thread weiter unten),
bzw. ein sehr hohes Krebsrisiko.
Arme W�rstchen, die da hin/ m�ssen/wollen ...
ich wette, das �berlebt keiner.
cu
Thomas
Selbst eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt:
http://www.newscientist.com/article/dn18122-space-elevator-wins-900000-nasa-prize.html
Grᅵᅵe,
Joachim