Eine neue Meta-Studie zeigt:
42 Prozent der Websites, die sich auf "psychische Störungen" beziehen,
gehören entweder einem Pharma-Unternehmen (6 Prozent) oder werden von der
Pharma-Wirtschaft finanziert. Die von der Pharma-Wirtschaft finanziell
abhängigen Sites neigen in signifikant stärkerem Maße zu biogenetischen
Ursachen-Theorien und befürworten noch deutlicher die Behandlung mit
Psychopharmaka als die unabhängigen Sites.
(
http://goo.gl/S6XgC)
Bei uns in D ist Werbung für Psychopharmaka, die sich direkt an den
Endverbraucher ("Patienten") wendet, nicht zulässig. Der eine oder andere
empfindet dies als Mangel und es dauert ihn. Wen wundert es da, dass sich
mancher dazu berufen fühlt, unter falschem Namen in Foren und Newsgroups
als dankbarer Patient das Hohelied seiner Medikamente zu singen - völlig
unbeeinflusst und frei, versteht sich, einfach nur so, aus vollem Herzen.
Auch hier, in unserer beschaulichen kleinen Newsgroup hat ja schon dieser
und jener den Mut gefunden, sich ganz offen unter falschem Namen zu
seiner "psychischen Krankheit" zu bekennen und zu bekunden, wie lecker
ihm dieses oder jenes Präparat aus dem Füllhorn der Pharma-Industrie
gemundet, wie sehr es ihm geholfen habe. Nur zu verständlich ist es da,
dass in diesem Überschwang der Gefühle Psychiatriekritik als störend
empfunden wird.
Doch das muss nicht sein. Wenn es nur gelingt, durch Rufmord und
Beleidigungen unter der Gürtellinie die lästigen Kritiker zu vertreiben,
dann kann man wieder ungestört durch hämische Kommentare und
frevlerischen Unglauben in seinen Erfolgsgeschichten schwelgen. Also nur
Mut. Greift in die Tasten. Pro bono, contra malum ist alles erlaubt,
solange man nicht durch eine ladungsfähige Adresse unangenehm auffällt.
MfG
Hans
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http://ppsk.de **
http://psyconcept.de