Analyse und Kritik der Grundlagen der psychiatrischen Rechtfertigungen zur Ausübung von Gewalt

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Werner Fuss

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Oct 7, 2022, 5:30:32 AM10/7/22
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Zwei wichtige Buchempfehlung:
Der sogenannte "natürliche Wille" und sein Verhältnis zur Patientenautonomie im Recht der ärztlichen Heilbehandlung.
Zugleich ein Beitrag zum Problem der Legitimation paternalistischer Grundrechtseingriffe
Von Justus P. Hoffmann, Peter Lang Verlag, Berlin 2021, 81,95 €, bei Amazon: https://www.amazon.de/-/en/gp/product/B091HZL3KK
Das von einem Anwalt geschriebene Buch ist die grundlegende aktuelle Analyse und Kritik der Grundlagen der psychiatrischen Rechtfertigungen für die ausgeübte Gewalt. Mit der Neuregelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in ärztliche Zwangsmaßnahmen in § 1906a BGB hat das Merkmal des „natürlichen Willens" Einzug in das BGB gefunden. Die vorliegende Arbeit versucht, diese Willensform in die bisherige Willensdogmatik des BGB einzuordnen und dabei die Frage zu beantworten, ob paternalistisch motivierte Grundrechtseingriffe durch Einschränkungen in der Willensfähigkeit legitimiert sein können.
Da das Buch nicht ganz billig ist, empfehlen wir sehr, die nächste öffentliche Bibliothek zu bitten, das Buch zu bestellen, damit es von möglichst vielen gelesen wird.

Inzwischen ist von dem dritten Autor der Begründung des DGSP Beschusses, die Forensik abzuschaffen, Martin Feißt als Coautor, dieses Buch herausgekommen und bei Amazon im Vertrieb: https://www.amazon.de/-/en/Werner-Vogd/dp/3658371307
Therapeutische Arrangements im Maßregelvollzug: Studien zur Leerstellengrammatik und den Bezugsproblemen in der forensischen Psychiatrie

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Psychiatrie im Verwirrungszustand:
Die Berliner Ober-Psychiaterin an der Charité Isabella Heuser-Collier, empfiehlt nun als neue "Therapie"möglichkeit LSD! Und das sogar in der Rentnerbravo, der Apothekenumschau, eine der meistgelesenen Illustrierten in der BRD, siehe: https://www.apotheken-umschau.de/print/au/aa22-10/drogen-als-therapie-895475.html
Die müssen so verzweifelt sein, weil es keinerlei neue Psychopharmaka mehr gibt. Isabella Heuser-Collier gibt das offen zu, wenn sie vermutet, ZItat:
„Das liegt vor allem am Innovationsstau bei der Entwicklung neuer Psychopharmaka“ :-)
Dass die nix mehr auf der Pfanne haben, sagen wir schon lange, siehe hier, Zitat daraus: Die Psychopharmaka-Forschungsgelder sind mangels Erfolgsaussichten gestrichen, die Grundlagenforschung hat gezeigt, dass grundsätzliche psychiatrische Annahmen falsch bzw. hinfällig sind.
Das nun ausgerechnet Frau Heuser-Collier bisher kriminalisierte und als hochgefährlich eingestufte Drogen zu nehmen empfehlt, überrascht, war sie doch bisher nur durch Verleumdungeb und Nachtstellungen gegen uns bekannt geworden, siehe:
Wissenschaftler damals - Wissenschaftler heute: https://www.antipsychiatrie.de/io_10/iaapa_flugblatt.htm

Zu diesem Verwirrungszustand der Psychiatrie passt perfekt diese Dokumentation des WDR: Tabletten gegen Depressionen – helfen Antidepressiva?
als Video hier: https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/tabletten-gegen-depressionen-helfen-antidepressiva-video100.html

Ärztinnen und Ärzte verordnen jedes Jahr Antidepressiva in einer Menge, die ausreicht, 80 Millionen Menschen in Deutschland für mehr als einen halben Monat zu versorgen. Die Verschreibungszahlen haben sich seit 1990 verachtfacht, obwohl es immer wieder Zweifel an der Wirksamkeit von Antidepressiva gibt. Bereits 2008 zeigte eine groß angelegte Studie, dass es bei mittelschweren und leichten Depressionen keinen Unterschied macht, ob man ein Scheinmedikament nimmt, Placebo genannt, oder das echte Medikament.

Eben, besser nur Placebos nehmen :-)

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Dies sind Nachrichten des Werner-Fuß-Zentrums
Vorbergstr. 9a, 10823 Berlin
http://www.psychiatrie-erfahrene.de
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