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Woher kommt die Zugluft in einem Zimmer bei uns im Haus?

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Eberhard

unread,
Sep 19, 2010, 10:34:00 AM9/19/10
to
Hallo,

wir wohnen in einem ca. 80 Jahre alten Haus welches natürlich nicht
über die aktuellen Isolierungsstandards verfügt. Es gibt keine im
nachhinein angebrachte Dämmung an den Wänden oder unter dem Dach, auch
die Holzfenster sind schon recht alt, es sind nocht alte
Doppelglasfenster, die man getrennt öffnen kann.

Es gibt einen Raum im Haus welcher um einiges kälter ist als alle
anderen Räume. Der Raum befindet sich im Nordwestbereich des Hauses.
Die Kälte wäre noch nich einmal das entscheidende Problem. leider gibt
es in dem Ruam auch eine Zugluft. Der Raum ist unser Wohnuzimmer und
ich habe schon extra das Sofa umgestellt, aber es hat nichts gebracht,
es zieht leider auch auf der anderen Seite. Ich konnte leider noch
nicht die Quelle der Zugluft identifizieren. Ich habe schon eine Kerze
an die Fenster gehalten und auch an die Tür. Die Flamme bewegt sich
schon ein bisschen man kann aber nicht sagen, dass es total auffällig
wäre.

Wie kann man die Quelle zuverlässig identifizieren und welche
Abhilfemaßnahmen kann man ergreifen?

Isolierungsklebebänder habe ich schon an die Fenster und an die
Zimmertüre angebrache, allerdings ohne Erfolg. Kann es sein, dass es
aufgrund eventuell vorhandener Temperaturunterschiede von einem Zimmer
zum nächsten Zimmer zu einer sehr feinen Zugluft kommt? Ich bin leider
sehr anfällig für so eine Zugluft, ich hatte das gleiche Problem schon
in einem früheren Grossraumbüro in dem ich gearbeitet habe, allerdings
war ich hier auch der einzigste der dieses Problem hatte..

Über nützliche Hilfen wäre ich sehr dankbar.

Gruß EM

Leo Baumann

unread,
Sep 19, 2010, 10:41:17 AM9/19/10
to
... ja Zugluft, nicht schlecht das Thema, das muss natürlich unbedingt in
sci.physik diskutiert werden :-)

Ingenieurbüro Baumann


Kurt Bindl

unread,
Sep 19, 2010, 10:58:55 AM9/19/10
to
Eberhard wrote:
> Hallo,
>
> wir wohnen in einem ca. 80 Jahre alten Haus welches natürlich nicht
> über die aktuellen Isolierungsstandards verfügt. Es gibt keine im
> nachhinein angebrachte Dämmung an den Wänden oder unter dem Dach, auch
> die Holzfenster sind schon recht alt, es sind nocht alte
> Doppelglasfenster, die man getrennt öffnen kann.
>
> Es gibt einen Raum im Haus welcher um einiges kälter ist als alle
> anderen Räume. Der Raum befindet sich im Nordwestbereich des Hauses.
> Die Kälte wäre noch nich einmal das entscheidende Problem. leider gibt
> es in dem Ruam auch eine Zugluft. Der Raum ist unser Wohnuzimmer und
> ich habe schon extra das Sofa umgestellt, aber es hat nichts gebracht,
> es zieht leider auch auf der anderen Seite. Ich konnte leider noch
> nicht die Quelle der Zugluft identifizieren. Ich habe schon eine Kerze
> an die Fenster gehalten und auch an die Tür. Die Flamme bewegt sich
> schon ein bisschen man kann aber nicht sagen, dass es total auffällig
> wäre.
>

Hallo Eberhard,

kann es sein dass eine Seite/Wand des Zimmers kälter ist (Aussenmauer oder
so)?
Dann entsteht Luftbewegung/Zirkulation.
Ich habe auch schon gesehen dass es aus Steckdosen oder feinen
Mauerrissen -zieht-.


Gruss Kurt

Raimund Nisius

unread,
Sep 19, 2010, 11:29:50 AM9/19/10
to
Eberhard <ebm...@gmx.de> wrote:

> Es gibt einen Raum im Haus welcher um einiges kälter ist als alle
> anderen Räume. Der Raum befindet sich im Nordwestbereich des Hauses.

D.h. die Außenwand bekommt kaum Sonne ab.

> Die Kälte wäre noch nich einmal das entscheidende Problem. leider gibt
> es in dem Ruam auch eine Zugluft. Der Raum ist unser Wohnuzimmer und
> ich habe schon extra das Sofa umgestellt, aber es hat nichts gebracht,
> es zieht leider auch auf der anderen Seite. Ich konnte leider noch
> nicht die Quelle der Zugluft identifizieren. Ich habe schon eine Kerze
> an die Fenster gehalten und auch an die Tür. Die Flamme bewegt sich
> schon ein bisschen man kann aber nicht sagen, dass es total auffällig
> wäre.

Dann ist der Auftrieb der Kerzenabgase weit stärker, als die Zugluft.


>
> Wie kann man die Quelle zuverlässig identifizieren und welche

Feinster Staub wird in geringen Mengen eingebracht und mit einer Lampe
beobachtet. Ich tippe auf unterschiedlich warme Zimmerwände und
Zirkulation der Luft dazwischen.

> Abhilfemaßnahmen kann man ergreifen?

Wände dämmen oder Pullover anziehen.

--
Gruß, Raimund
Mein Pfotoalbum <http://www.raimund.in-berlin.de>
Mail ohne Anhang an <Reply-To:> wird gelesen. Im Impressum der Homepage
findet sich immer eine länger gültige Adresse.

Raimund Nisius

unread,
Sep 19, 2010, 11:29:50 AM9/19/10
to
Leo Baumann <leo-b...@t-online.de> wrote:

> ... ja Zugluft, nicht schlecht das Thema, das muss natürlich unbedingt in
> sci.physik diskutiert werden :-)

Allemal interessanter als Einsteinwiderleger und Perpetuum Mobile
Erdenker.

> Ingenieurbüro Baumann
Viel zu tun hat das Büro wohl nicht?

Eberhard

unread,
Sep 19, 2010, 12:26:49 PM9/19/10
to
On 19 Sep., 17:29, usenetmu...@raimund.in-berlin.de (Raimund Nisius)
wrote:


Hallo Leute,

vielen Dank für die schnellen Rückmelungen, hätte ich nicht gedacht,
dass sich jemand und dann auch noch so schnell meldet.

Ich vermute auch, dass eine Seite/Wand des Zimmers kälter ist und
dadurch dann Luftbewegung/Zirkulation entsteht. Wie gesagt, ich habe
unser Sofa auch schon umgestellt, und das hat nichts gebracht. Daher
glaube ich, dass es im ganzen Zimmer gleichmäßige Luftbewegungen gibt.
Selbst wenn ich die Heizung voll aufdrehe und der Raum warm wird gibt
es nach wie vor noch eine Luftzirkulation.

Wer könnte denn den Test mit dem feinsten Staub durchführen? An wen
muss man sich da wenden?

Das mit dem Pullover ist ein gut gemeinter Ratschlag, aber ich habe
kein Problem mit der Kälter sonder mit der Zugluft. Selbst wenn ich
mich dick einpacke spüre ich einen sehr feinen kaum wahrnehmbaren
Luftzug im Gesicht und ich kann darauf warten, bis ich eine
Nebenhöhlenentzündung habe.

Falls es an den unterschiedlichen Temperaturen der Wände liegt, was
könnte dann gemacht werden? Gäbe es hier eine kostengünstige Maßnahme?
Wir wohnen in dem Haus zur Miete und ich glaube nicht, dass die
Vermieter noch viel investieren wollen.

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe.

Gruß Eberhard

Ernst.Sauer

unread,
Sep 19, 2010, 1:43:29 PM9/19/10
to
Am 19.09.2010 16:34, schrieb Eberhard:
> Hallo,
>
> wir wohnen in einem ca. 80 Jahre alten Haus welches natürlich nicht
> über die aktuellen Isolierungsstandards verfügt. Es gibt keine im
> nachhinein angebrachte Dämmung an den Wänden oder unter dem Dach, auch
> die Holzfenster sind schon recht alt, es sind nocht alte
> Doppelglasfenster, die man getrennt öffnen kann.
>

Wenn die Wände nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz
erfüllen (auf einen solchen hat man erst nach dem Krieg Wert
gelegt), bekommt man schnell das Gefühl, im Raum hätte man
Zugluft.

Stelle die Frage aber besser bei

de.sci.architektur oder auch
de.rec.heimwerken

In beiden Gruppen tummeln sich Leute, die sowohl
von Bauphysik als auch von baupraktischen Fragen
hinsichtlich Dämmung Ahnung haben.

Mit Gruß
E. Sauer

Heinz Blüml

unread,
Sep 19, 2010, 1:46:23 PM9/19/10
to
On Sun, 19 Sep 2010 09:26:49 -0700 (PDT), Eberhard <ebm...@gmx.de>
wrote:

>Ich vermute auch, dass eine Seite/Wand des Zimmers kälter ist und
>dadurch dann Luftbewegung/Zirkulation entsteht.

Kalte Wände "strahlen" ab.
In den alten Steinhäusern war das alltäglich und überall.
Die Kerze zeigt dir, dass es nicht "Zugluft" ist.
Mehr Test ist Unsinn.

>Wie gesagt, ich habe
>unser Sofa auch schon umgestellt, und das hat nichts gebracht. Daher
>glaube ich, dass es im ganzen Zimmer gleichmäßige Luftbewegungen gibt.
>Selbst wenn ich die Heizung voll aufdrehe und der Raum warm wird gibt
>es nach wie vor noch eine Luftzirkulation.
>

Von der Bauphysik her ist man der Ansicht, dass die Summe aus Luft-
und Wandtemperatur 37 C sein soll, damit Wohlbefinden eintritt.
Würdest du es schaffen, mit Heizung die (vermutlich schlecht gedämmte
Wand) merklich zu erwärmen, sollte das unangenehme Gefühl nachlassen.

>
>Falls es an den unterschiedlichen Temperaturen der Wände liegt, was
>könnte dann gemacht werden? Gäbe es hier eine kostengünstige Maßnahme?
>Wir wohnen in dem Haus zur Miete und ich glaube nicht, dass die
>Vermieter noch viel investieren wollen.
>

Ein Vollwärmeschutz (Styropor auf die Fassade geklebt) wäre eine gute
Lösung.
Frag den Hausbesitzer, ob er einen Energieausweis für dieses Haus hat.
Auch wäre zu überlegen, da kenn ich mich nicht aus, ob der Mietzins
unter diesen noch Umständen angemessen ist.
Das sollte den Hauseigentümer ev aufwecken.

h

Hans-Bernhard Bröker

unread,
Sep 19, 2010, 5:28:32 PM9/19/10
to
On 19.09.2010 18:26, Eberhard wrote:

> Ich vermute auch, dass eine Seite/Wand des Zimmers kälter ist und
> dadurch dann Luftbewegung/Zirkulation entsteht.

Du wirfst da recht munter zwei Arten von Luftbewegung durcheinander:
Zirkulation _im_ Zimmer, und Zugluft _durch_ das Zimmer.

> Selbst wenn ich die Heizung voll aufdrehe und der Raum warm wird gibt
> es nach wie vor noch eine Luftzirkulation.

Umgekehrt wird eher ein Schuh draus. Diese Art Luftzirkulation kriegst
du nicht obwohl, sondern _weil_ die Heizung auf vollen Touren läuft.
Das nennt man auch Konvektionswalze. Vereinfacht dargestellt: an der
Heizung erwärmte Luft steigt auf, streicht die Decke entlang, fällt an
der gegenüberliegenden Wand herunter, und am Boden entlang zurück zur
Heizung. Das sorgt u.a. dafür, dass es an den Füßen merklich kühler ist
als am Oberkörper.

> Wer könnte denn den Test mit dem feinsten Staub durchführen? An wen
> muss man sich da wenden?

Das dürfte jeder halbwegs seriöse Heizungs- und Lüftungsbauer können.
Die haben dafür u.a. ein kleines Raucherzeugungsgerät (sozusagen eine
maschinelle Zigarette), mit dem man Luftströme nachverfolgen kann.

> Falls es an den unterschiedlichen Temperaturen der Wände liegt, was
> könnte dann gemacht werden? Gäbe es hier eine kostengünstige Maßnahme?
> Wir wohnen in dem Haus zur Miete und ich glaube nicht, dass die
> Vermieter noch viel investieren wollen.

Umziehen in ein Haus mit ordentlicher Dämmung.

Helmut Wabnig

unread,
Sep 20, 2010, 2:42:47 AM9/20/10
to
On Sun, 19 Sep 2010 19:46:23 +0200, Heinz Blüml <k.h.b...@chello.at>
wrote:

>On Sun, 19 Sep 2010 09:26:49 -0700 (PDT), Eberhard <ebm...@gmx.de>
>wrote:
>
>>Ich vermute auch, dass eine Seite/Wand des Zimmers kälter ist und
>>dadurch dann Luftbewegung/Zirkulation entsteht.
>
>Kalte Wände "strahlen" ab.
>In den alten Steinhäusern war das alltäglich und überall.
>Die Kerze zeigt dir, dass es nicht "Zugluft" ist.
>Mehr Test ist Unsinn.
>
>>Wie gesagt, ich habe
>>unser Sofa auch schon umgestellt, und das hat nichts gebracht. Daher
>>glaube ich, dass es im ganzen Zimmer gleichmäßige Luftbewegungen gibt.
>>Selbst wenn ich die Heizung voll aufdrehe und der Raum warm wird gibt
>>es nach wie vor noch eine Luftzirkulation.
>>
>Von der Bauphysik her ist man der Ansicht, dass die Summe aus Luft-
>und Wandtemperatur 37 C sein soll, damit Wohlbefinden eintritt.
>Würdest du es schaffen, mit Heizung die (vermutlich schlecht gedämmte
>Wand) merklich zu erwärmen, sollte das unangenehme Gefühl nachlassen.
>

Für die sitz-Berufe gilt 22°C und eine Luftbwewegung < 0,5 m/sec.
Frauen schreien gleich wenns ihnen kalt wird,
eine Weste anziehn oder sowas gilt nicht.
Kurzärmlige Seidenblusen auch im Winter, deshalb die 22°C

Die Luftströmung beobachtet man mit Zigarettenrauch oder
Rauchpatronen.
Strömungsmeßgeräte mittels NTC Widerstand, weil Flodern
sich nicht mehr drehen.
w.

Eberhard

unread,
Sep 20, 2010, 7:23:21 AM9/20/10
to

Hallo,

so wie Du das bechreibst mit der Konvektionswalze trifft es wohl auch
die Realität. Ich denke die Umwälzung der Luft wird erst recht
unterstützt wenn ich kurzfristig die Heizung aufdrehe damit der Raum
warum wird. Wie würde es aber ausschauen wenn ich den Raum dauerhaft
etwas beheize, dass also nicht kurzfristig Temperaturunterschiede
bestehen sonder dass ich versuche kontinuierlich die Temperatur im
Raum gleichmäßig zu halen. Habe ich dann eine Chance den Effekt der
Konvektionswalze zu umgehen?

gibt es eventuell auch Anstriche die man von innen auf die Wand
anbringen kann die vermeiden dass die Temperatur der Wand abfällt?

Gruß Eberhard

Stefan Sprungk

unread,
Sep 20, 2010, 9:58:16 AM9/20/10
to
Am 19.09.2010 16:34, schrieb Eberhard:
> Hallo,
>
> wir wohnen in einem ca. 80 Jahre alten Haus welches natürlich nicht
> über die aktuellen Isolierungsstandards verfügt.
Dafür hat es bestimmt seinen eigenen Charm.

> Es gibt keine im
> nachhinein angebrachte Dämmung an den Wänden oder unter dem Dach, auch
> die Holzfenster sind schon recht alt, es sind nocht alte
> Doppelglasfenster, die man getrennt öffnen kann.

Darum beneide ich Dich.

> Es gibt einen Raum im Haus welcher um einiges kälter ist als alle
> anderen Räume. Der Raum befindet sich im Nordwestbereich des Hauses.
> Die Kälte wäre noch nich einmal das entscheidende Problem. leider gibt
> es in dem Ruam auch eine Zugluft. Der Raum ist unser Wohnuzimmer und
> ich habe schon extra das Sofa umgestellt, aber es hat nichts gebracht,
> es zieht leider auch auf der anderen Seite.

Ist es wirklich Zugluft oder nur subjektives Empfinden durch kalte Wände?

> Ich konnte leider noch
> nicht die Quelle der Zugluft identifizieren. Ich habe schon eine Kerze
> an die Fenster gehalten und auch an die Tür. Die Flamme bewegt sich
> schon ein bisschen man kann aber nicht sagen, dass es total auffällig
> wäre.
>
> Wie kann man die Quelle zuverlässig identifizieren und welche
> Abhilfemaßnahmen kann man ergreifen?

Zu 1.)
Ich würde einen Rauchgeber benutzen. Durch ihn müsste sich der Luftstrom
und auch Quelle und Senke ermitteln lassen, soweit vorhanden.

Zu 2.)
Wenn es eine Quelle und Senke außerhalb dieses Raumes gibt, helfen
einfache Abdichtmaßnahmen. Wenn es sich um eine Luftzirkualtion
innerhalb des Raumes, durch das Heizen, handelt wird es schwieriger.

Dann könnte das installieren von mehr Heizkörpern etwas bringen oder
eine bessere Deckenisolation bzw. beides. In diesem Fall tippe ich mal,
das über diesem Zimmer sich ein Flachdach oder höchstens ein ungeheizter
Bodenraum befindet. Die erwärmte Luft steigt auf, kühlt sich an der
Decke ab und fällt wieder herunter. Hierdurch hat man einen
Konvektionskreislauf aus Luft geschaffen.

MFG Stefan

Gerhard Tenner

unread,
Sep 20, 2010, 8:20:00 AM9/20/10
to
ebmayer # gmx.de@2:240/2188.911 meinte am 20.09.10
zum Thema "Re: Woher kommt die Zugluft in einem Zimmer bei uns im Haus?":

> gibt es eventuell auch Anstriche die man von innen auf die
> Wand anbringen kann die vermeiden dass die Temperatur der Wand
> abfällt?

Man hat Dir bereits die einzig sinnvollen Varianten genannt: Selber warm
anziehen oder umziehen in eine gut isolierte Wohnung
Und auch gesagt, wer Dir Deinen Eindruck objektivieren kann - einen
Heizungsfachmann. Den wirst Du aber dafür zahlen müssen, denn er kann von
Dir keinen Auftrag die Heizung umzubauen erwarten. Den muß der Vermieter
machen.
Selber testen kannst Du mit Zigarettenqualm, auch das war schon genannt.

Außenwand nicht gedämmt und Doppelfenster mit einzeln zu öffnenden Flügeln
- Du liegst Jahrzehnte hinter dem heute üblichen zurück. Wenn das keine
negativen Folgen hätte, wäre heutige Bauweise rausgeschmissenes Geld.

Gruss Gerhard

Origin: Lohnarbeit muß sich lohnen für den, der zahlt.
Nicht Arbeit muß sich da lohnen, sondern arbeiten lassen.
---

Eberhard

unread,
Sep 20, 2010, 10:26:00 AM9/20/10
to

Hallo Stefan,

was meinst Du mit einer Senke außerhalb des Raumes?

Abdichtmaßnahmen in Form von einem Isolierungsband an der Eingangstür
zu dem Raum habe ich schon angebracht, aber ohne Erfolg.

Das Zimmer über dem besagten kalten Raum ist unser Schlafzimmer,
welches wir tagsüber nicht heizen. Allerdings ist diese Schlafzimmer
nicht total kalt, schon gar nicht bei den aktuellen Aussentemperaturen
die ja noch weit von Minusgraden entfernt sind.

Du fragst mich ob es Ist es wirklich Zugluft oder nur subjektives
Empfinden durch kalte Wände ist. Ich denke es handelt sich wirklich um
Zugluft und nicht nur um ein subjektives Empfinden, denn ich bekomme
wirklich eine Nebenhöhlenentzüdung, wenn ich mich länger in dem Raum
aufhalte. Diese Beschwerden habe ich nur in diesem Raum uns sonst in
keinem anderen von dem Haus.

Gruß Eberhard

Wolfgang Jäth

unread,
Sep 20, 2010, 12:41:41 PM9/20/10
to
Am 20.09.2010 13:23, schrieb Eberhard:
>
> gibt es eventuell auch Anstriche die man von innen auf die Wand
> anbringen kann die vermeiden dass die Temperatur der Wand abfällt?

Anstriche nicht; Du brauchst schon richtiges Dämmmaterial. Kork würde
sich da zum Bleistift anbieten. Aber das müssen schon einige Zentimeter
sein, wenn Du eine spürbare Dämmung haben willst.

Und wenn Du /das/ auf die *Innenseite* der Wand anbringst, wirst Du
damit fast unweigerlich Schwitzwasser erzeugen, was wiederum
Schimmelbildung bedeutet. Also vergiss das besser wieder. Wände müssen
von *außen* gedämmt werden.

Wolfgang
--

Volker Neurath

unread,
Sep 20, 2010, 3:11:02 PM9/20/10
to
Wolfgang Jäth wrote:

> Anstriche nicht; Du brauchst schon richtiges Dämmmaterial. Kork würde
> sich da zum Bleistift anbieten. Aber das müssen schon einige Zentimeter
> sein, wenn Du eine spürbare Dämmung haben willst.

ACK

> Und wenn Du /das/ auf die *Innenseite* der Wand anbringst, wirst Du
> damit fast unweigerlich Schwitzwasser erzeugen, was wiederum
> Schimmelbildung bedeutet.

Nicht mit Kork, den von dir beschriebenen Effekt gibt es in der Regel bei
Innendämmung mit Styropor oder Hartschaumplatten.
Bei denen ist es aber auch egal ob innen oder

> Also vergiss das besser wieder. Wände müssen
> von *außen* gedämmt werden.

macht nicht wirklich unterschied.
Durch die Hartschaumdämmung musst du mehr sorgfalt beim Lüften und Heizen an
den Tag legen (mach das mal deiner 86jährigen nachbarin jklar, dass sie eben
*nicht* mehr den ganzen Tag das Fesnter auf kipp oder ganz offen haben
soll...)
ansonsten wandert dir der Taupunkt *in* das Mauerwerk.

Sorry, ich halte exakt *nichts* von Dämmungen mit Styropor oder Hartschaum -
das ist dasselbe, als wenn ich mir einen Friesennerz (Jacke & Hose &
Gummisiefel) anziehe und mich dann vor den Ferhseher setze: irgendwann fange
ich an zu schwitzen, aber weil die Außenschale undurchlässig ist, bleibt das
Wasser: innen.
Ich präferiere, bildlich gesprochen, einen GoreTex-Mantel für das Haus
(Wärme bleibt drin, aber Wasserdampf kann raus)
Leider hab ich den noch nicht gefunden.

Volker
--
Im übrigen bin ich der Meinung, dass TCPA/TCG verhindert werden muss

Wenn es vom Himmel Zitronen regnet, dann lerne, wie man Limonade macht

Gerhard Tenner

unread,
Sep 20, 2010, 4:32:00 PM9/20/10
to
ebmayer # gmx.de@2:240/2188.911 meinte am 20.09.10
zum Thema "Re: Woher kommt die Zugluft in einem Zimmer bei uns im Haus?":

> Du fragst mich ob es Ist es wirklich Zugluft oder nur


> subjektives Empfinden durch kalte Wände ist. Ich denke es
> handelt sich wirklich um Zugluft und nicht nur um ein
> subjektives Empfinden, denn ich bekomme wirklich eine
> Nebenhöhlenentzüdung, wenn ich mich länger in dem Raum
> aufhalte. Diese Beschwerden habe ich nur in diesem Raum uns
> sonst in keinem anderen von dem Haus.

Nebenhöhlenentzündung durch Zugluft? Sagt das dein HNO-Arzt?
Das erscheint mir absolut absurd.

Kurt Bindl

unread,
Sep 20, 2010, 5:04:54 PM9/20/10
to
Gerhard Tenner wrote:
> ebmayer # gmx.de@2:240/2188.911 meinte am 20.09.10
> zum Thema "Re: Woher kommt die Zugluft in einem Zimmer bei uns im
> Haus?":
>
> > Du fragst mich ob es Ist es wirklich Zugluft oder nur
> > subjektives Empfinden durch kalte Wände ist. Ich denke es
> > handelt sich wirklich um Zugluft und nicht nur um ein
> > subjektives Empfinden, denn ich bekomme wirklich eine
> > Nebenhöhlenentzüdung, wenn ich mich länger in dem Raum
> > aufhalte. Diese Beschwerden habe ich nur in diesem Raum uns
> > sonst in keinem anderen von dem Haus.
>
> Nebenhöhlenentzündung durch Zugluft? Sagt das dein HNO-Arzt?
> Das erscheint mir absolut absurd.
>

Ist es nicht.
Zugluft muss aber nicht die Hauptursache sein, dagegen kann man
ich -Abhärten-.
Ich würde mal auf Schwammerln, also Schimmel, unter dem Fussboden und
hinterm Schrank achten.
Das passiert gerade bei Räumen die einseitig etwas -kälter- sind (hohe rel.
Luftfeuchtigkeit) und vielleicht zu wenig Zugluft haben.


Gruss Kurt

Ernst.Sauer

unread,
Sep 20, 2010, 5:05:17 PM9/20/10
to

Müssen stimmt nicht ganz. Innendämmung ist sehr sehr problematisch,
lässt sich bei Sanierungen aber nicht immer umgehen (z.B. wenn die
Fassade erhalten werden muss).
Das muss man dann bauphysikalisch ausgetüftelt werden und man muss
Kompromisse schliessen.

Gruß
E.S.

Ernst.Sauer

unread,
Sep 20, 2010, 5:46:42 PM9/20/10
to
Am 20.09.2010 21:11, schrieb Volker Neurath:
> Wolfgang Jäth wrote:
>
>> Anstriche nicht; Du brauchst schon richtiges Dämmmaterial. Kork würde
>> sich da zum Bleistift anbieten. Aber das müssen schon einige Zentimeter
>> sein, wenn Du eine spürbare Dämmung haben willst.
>
> ACK
>
>> Und wenn Du /das/ auf die *Innenseite* der Wand anbringst, wirst Du
>> damit fast unweigerlich Schwitzwasser erzeugen, was wiederum
>> Schimmelbildung bedeutet.
>
> Nicht mit Kork,

Wieso?
Kork hat einen vergleichsweise niedrigen Wasserdampf-
Diffusionswiderstand. Wenn Innendämmung nicht zu vermeiden
ist, sollte man dafür Sorge tragen, dass möglichst wenig
Feuchtigkeit in die Wand kommt. Also Kork + ...

> den von dir beschriebenen Effekt gibt es in der Regel bei
> Innendämmung mit Styropor oder Hartschaumplatten.
> Bei denen ist es aber auch egal ob innen oder
>
>> Also vergiss das besser wieder. Wände müssen
>> von *außen* gedämmt werden.
>
> macht nicht wirklich unterschied.

Jetzt aber, das macht einen erheblichen Unterschied aus.

> Durch die Hartschaumdämmung musst du mehr sorgfalt beim Lüften und Heizen an
> den Tag legen (mach das mal deiner 86jährigen nachbarin jklar, dass sie eben
> *nicht* mehr den ganzen Tag das Fesnter auf kipp oder ganz offen haben
> soll...)
> ansonsten wandert dir der Taupunkt *in* das Mauerwerk.
>
> Sorry, ich halte exakt *nichts* von Dämmungen mit Styropor oder Hartschaum -
> das ist dasselbe, als wenn ich mir einen Friesennerz (Jacke& Hose&
> Gummisiefel) anziehe und mich dann vor den Ferhseher setze: irgendwann fange
> ich an zu schwitzen, aber weil die Außenschale undurchlässig ist, bleibt das
> Wasser: innen.

Es sein denn, Du machst das, was man allen Mietern empfiehlt:
Stosslüftung,

> Ich präferiere, bildlich gesprochen, einen GoreTex-Mantel für das Haus
> (Wärme bleibt drin, aber Wasserdampf kann raus)

Solche Klamotten wünsche ich mir für das Bergwandern schon lange.
Was da so angeboten wird, hilft bei mir nicht wirklich.

> Leider hab ich den noch nicht gefunden.
>

Schade.

Gruß
E.S.

Stefan Sprungk

unread,
Sep 21, 2010, 8:50:15 AM9/21/10
to
Am 20.09.2010 16:26, schrieb Eberhard:
>
> Hallo Stefan,
>
> was meinst Du mit einer Senke außerhalb des Raumes?
Der Ort, wo der Luftstrom den Raum wieder verlässt.

> Abdichtmaßnahmen in Form von einem Isolierungsband an der Eingangstür
> zu dem Raum habe ich schon angebracht, aber ohne Erfolg.

Dazu ist, wie bereits erwähnt, folgendes zu klären.

1. Gibt es einen nennenswerten Luftstrom?
2. Wenn ja, führt dieser durch den Raum hindurch oder befindet er sich
sogar komplett innerhalb des Raumes?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, kann man über die Ursache
nachdenken und versuchen sie abzustellen.

> Das Zimmer über dem besagten kalten Raum ist unser Schlafzimmer,
> welches wir tagsüber nicht heizen. Allerdings ist diese Schlafzimmer
> nicht total kalt, schon gar nicht bei den aktuellen Aussentemperaturen
> die ja noch weit von Minusgraden entfernt sind.

Alte Häuser, wie Deines (Ich besitze selber so eins) haben häufig
Holzbalkendecken. Unten ist sie für gewöhnlich mit Stroh und Gips
versiegelt und nach oben mit einer Holzdielung verehen. Der Raum
dazwischen ist über Gitter in den Außenwänden mit der Holschicht der
Außenwand verbunden. Das kann zur Folge haben, das eine extrem kalte
Luftzirkualtion innerhalb dieser Decke entsteht und die Gipsdecke
abkühlen kann. Für gewöhnlich müsste dort auch Feuchtigkeit entstehen.

> Du fragst mich ob es Ist es wirklich Zugluft oder nur subjektives
> Empfinden durch kalte Wände ist. Ich denke es handelt sich wirklich um
> Zugluft und nicht nur um ein subjektives Empfinden, denn ich bekomme
> wirklich eine Nebenhöhlenentzüdung, wenn ich mich länger in dem Raum
> aufhalte. Diese Beschwerden habe ich nur in diesem Raum uns sonst in
> keinem anderen von dem Haus.

Nimm oder bastel Dir ein Gerät. welches feinen Rauch erzeugt und schaue
wohin sich dieser Rauch bewegt. Teste verschiedene Punkte aus, bis Du
die Fragen oben beantworten kannst. Dein Nebenhölenproblem kann, wie von
anderen erwähnt, durchaus etwas mit Schimmel zu tun haben, der sehr gut
in kalten und feuchten Ecken gedeiht. Hast Du Möbel an den Außenwänden,
so schaue, ob hinter diesen Möbeln aufgrund mangelnder Belüftung sich
schwarze Schimmelflecken gebildet haben.

MFG Stefan

Volker Neurath

unread,
Sep 21, 2010, 2:12:42 PM9/21/10
to
Ernst.Sauer wrote:

> Am 20.09.2010 21:11, schrieb Volker Neurath:
>> Wolfgang Jäth wrote:
>>
>>> Anstriche nicht; Du brauchst schon richtiges Dämmmaterial. Kork würde
>>> sich da zum Bleistift anbieten. Aber das müssen schon einige Zentimeter
>>> sein, wenn Du eine spürbare Dämmung haben willst.
>>
>> ACK
>>
>>> Und wenn Du /das/ auf die *Innenseite* der Wand anbringst, wirst Du
>>> damit fast unweigerlich Schwitzwasser erzeugen, was wiederum
>>> Schimmelbildung bedeutet.
>>
>> Nicht mit Kork,
>
> Wieso?
> Kork hat einen vergleichsweise niedrigen Wasserdampf-
> Diffusionswiderstand. Wenn Innendämmung nicht zu vermeiden
> ist, sollte man dafür Sorge tragen, dass möglichst wenig
> Feuchtigkeit in die Wand kommt. Also Kork + ...

Ich meinte, dass ich jederzeit Kork ggü. Hartschaumplatten bevorzugen würde,
weil die Schimmelproblematik bei kork nicht so hoch ist, wie bei eben den
Schaumplatten.

>> den von dir beschriebenen Effekt gibt es in der Regel bei
>> Innendämmung mit Styropor oder Hartschaumplatten.
>> Bei denen ist es aber auch egal ob innen oder
>>
>>> Also vergiss das besser wieder. Wände müssen
>>> von *außen* gedämmt werden.
>>
>> macht nicht wirklich unterschied.
>
> Jetzt aber, das macht einen erheblichen Unterschied aus.

Nein. Stoßlüftung ist bei beiden Angesagt, weil bei beiden das Wasser
maximal bis zur Dämmplatte kommt.

>> Ich präferiere, bildlich gesprochen, einen GoreTex-Mantel für das Haus
>> (Wärme bleibt drin, aber Wasserdampf kann raus)
>
> Solche Klamotten wünsche ich mir für das Bergwandern schon lange.
> Was da so angeboten wird, hilft bei mir nicht wirklich.

Merkwürdig - ich dachte, nach numehr deutlich mehr als 10 jahren sollten die
klamotten so langsam ausgereift sein..

Wolfgang Jäth

unread,
Sep 22, 2010, 4:00:48 AM9/22/10
to
Am 21.09.2010 20:12, schrieb Volker Neurath:
>
>>>> Anstriche nicht; Du brauchst schon richtiges Dämmmaterial. Kork würde
>>>> sich da zum Bleistift anbieten. Aber das müssen schon einige Zentimeter
>>>> sein, wenn Du eine spürbare Dämmung haben willst.
>>>
>>> ACK
>>>
>>>> Und wenn Du /das/ auf die *Innenseite* der Wand anbringst, wirst Du
>>>> damit fast unweigerlich Schwitzwasser erzeugen, was wiederum
>>>> Schimmelbildung bedeutet.
>>>
>>> Nicht mit Kork,
>>
>> Wieso?
>> Kork hat einen vergleichsweise niedrigen Wasserdampf-
>> Diffusionswiderstand. Wenn Innendämmung nicht zu vermeiden
>> ist, sollte man dafür Sorge tragen, dass möglichst wenig
>> Feuchtigkeit in die Wand kommt. Also Kork + ...
>
> Ich meinte, dass ich jederzeit Kork ggü. Hartschaumplatten bevorzugen würde,
> weil die Schimmelproblematik bei kork nicht so hoch ist, wie bei eben den
> Schaumplatten.

Ich stimme Dir sicherlich zu, wenn Du sagst, daß Kork das kleinere Übel
wäre; aber die Betonung müsste trotzdem auf 'Übel' liegen ... ;-)

>>> den von dir beschriebenen Effekt gibt es in der Regel bei
>>> Innendämmung mit Styropor oder Hartschaumplatten.
>>> Bei denen ist es aber auch egal ob innen oder
>>>
>>>> Also vergiss das besser wieder. Wände müssen
>>>> von *außen* gedämmt werden.
>>>
>>> macht nicht wirklich unterschied.
>>
>> Jetzt aber, das macht einen erheblichen Unterschied aus.
>
> Nein. Stoßlüftung ist bei beiden Angesagt,

Stoßlüften hilft zweifelsohne in vielen Fällen, die Kondesbildung zu
verringern. Aber es ist ein v. a. von Vermietern gerne verbreiteter,
jedoch nixdestotrotz ein Irrtum, daß Stoßlüften gegen /alle/ Arten von
Bausünden helfen würde.

>weil bei beiden das Wasser
> maximal bis zur Dämmplatte kommt.

Ja; die Frage ist nur, ob von außen, oder von innen.

Hint: In beiden Fällen ändert das Mauerwerk seine Temperatur im
Tagesrhytmus. Im Fall der Außendämmung mit der Raumtemperatur (welche
dann vielleicht mal zwischen 22° tags und 16° nachts o. ä. schwankt); im
andern Fall mit der Außentemperatur. Preisfrage: In welchem Fall ist der
Temperaturhub wohl höher, sprich es bildet sich mehr Kondenswasser
während der Abkühlungsperiode?

Wolfgang, sorry, abe das ist sogar mir als Laien klar
--

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