Stein in Brunnenschacht.

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Carla Schneider

unread,
Sep 17, 2021, 6:35:26 AMSep 17
to
Man wirft einen Stein hinein, stoppt die Zeit bis man den Aufschlag hoert, hier 10 Sekunden,
und rechnet die Tiefe aus.
Aber bei groesseren Tiefen gibts da eine Komplikation, die Laufzeit des Schalls
kommt noch dazu.
Ist die Schallgeschwindigkeit im Schacht ueberhaupt genauso gross wie in der freien Atmosphaere ?

Leo Baumann

unread,
Sep 17, 2021, 7:00:36 AMSep 17
to
Nun, in Flüssigkeiten und Gasen können sich nur Druck- und Dichtewellen
ausbreiten bei denen dich die Teilchen in Richtung der Wellenausbreitung
bewegen (Longitudinalwellen). Die Schallgeschwindigkeit ist eine
Funktion der Dichte und des (adiabatischen) Kpmpressionsmoduls.

c_Flüssigkeiten_Gas = sqrt(k/p)

:)

Gernot Griese

unread,
Sep 17, 2021, 7:08:16 AMSep 17
to
Am 17.09.21 um 12:39 schrieb Carla Schneider:
Warum sollte sie es nicht sein? Es geht natürlich ein ggf. vorhandender
Temperaturgradient ein.

Gernot

--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."

Leo Baumann

unread,
Sep 17, 2021, 7:11:06 AMSep 17
to
[...]

In der Nähe der Wasseroberfläche dürfte die Dichte der Luft auch höher
sein ...

:)

Gernot Griese

unread,
Sep 17, 2021, 7:12:24 AMSep 17
to
Am 17.09.21 um 13:00 schrieb Leo Baumann:
Wäre mir neu, dass eine Orgel sich mit dem Luftdruck verstimmt. Da hört
man immer nur die Temperaturänderungen.

Hans-Peter Diettrich

unread,
Sep 17, 2021, 7:21:01 AMSep 17
to
On 9/17/21 12:39 PM, Carla Schneider wrote:
> Man wirft einen Stein hinein, stoppt die Zeit bis man den Aufschlag hoert, hier 10 Sekunden,
> und rechnet die Tiefe aus.
> Aber bei groesseren Tiefen gibts da eine Komplikation, die Laufzeit des Schalls
> kommt noch dazu.

Und die Abweichung durch die Corioliskraft.

> Ist die Schallgeschwindigkeit im Schacht ueberhaupt genauso gross wie in der freien Atmosphaere ?

Kommt vermutlich auf das Gas im Schacht an, seine Temperatur,
Feuchtigkeit...

Wobei diese Parameter vermutlich auch die Fallgeschwindigkeit des Steins
beeinflussen, via "Luft"widerstand.

DoDi

Leo Baumann

unread,
Sep 17, 2021, 7:27:36 AMSep 17
to
[...]

Ich sehe auch einen Einfluss durch die Gravitation von Sonne, Mond und
Sterne ...

:)

Dieter Heidorn

unread,
Sep 17, 2021, 11:55:55 AMSep 17
to
Carla Schneider schrieb:
> Man wirft einen Stein hinein, stoppt die Zeit bis man den Aufschlag
> hoert, hier 10 Sekunden, und rechnet die Tiefe aus.

Bei freiem Fall ohne Berücksichtigung des Luftwiderstandes ergibt sich
dann für die Fallstrecke y = d:

d = 1/2 g t^2

= 1/2 * 9,81 m/s^2 * 10^2 s^2

= 490,5 m.

> Aber bei groesseren Tiefen gibts da eine Komplikation, die Laufzeit
> des Schalls kommt noch dazu.

So ist es. Die vom Beginn des Falls bis zum Empfang des Aufschlags-
signals setzt sich dann zusammen aus Fallzeit t_F und Schall-
Laufzeit t_S:

t = t_F + t_S

> Ist die Schallgeschwindigkeit im Schacht ueberhaupt genauso gross wie
> in der freien Atmosphaere ?

Für die Schallgeschwindigkeit c in Luft gilt:

c = sqrt(kappa * (R/M) * T)

= sqrt(kappa * R_i * T)

kappa = 1,402
R_i = 287 J/(kg K)

Bei gleicher Temperatur innerhalb und außerhalb des Schachtes liegt
also gleiche Schallgeschwindigkeit vor.

Bei bekannter Gesamtzeit t erhält man die Fallstrecke d wie folgt:

d = 1/2 * g * t_F^2 --> t_F = sqrt(2 d/g)

c = d / t_S --> t_S = d/c

t = t_F + t_S

= sqrt(2 d/g) + d/c

Dies führt auf die quadratische Gleichung:

d^2 + (-2 c t - 2 c^2/g)*d + c^2t^2 = 0

Für g = 9,81 m/s^2, T = 293 K (c = 343 m/s), t = 10 s sind die Lösungen

d_1 = 30'459 m ; d_2 = 386 m.

d_2 ist die physikalisch sinnvolle Lösung.

Dieter Heidorn

Promilleus

unread,
Sep 17, 2021, 12:27:53 PMSep 17
to
Am 17.09.2021 um 12:39 schrieb Carla Schneider:
> Man wirft einen Stein hinein, stoppt die Zeit bis man den Aufschlag hoert, hier 10 Sekunden,
> und rechnet die Tiefe aus.

Heutzutage nimmt man doch Laserentfernungsmesser dazu, tstststs.
Das Kaufland hat nächsten Donnerstag übrigens welche für 14,99 Euro.


Promilleus

Leo Baumann

unread,
Sep 17, 2021, 12:35:57 PMSep 17
to
Am 17.09.2021 um 18:28 schrieb Promilleus:
> Heutzutage nimmt man doch Laserentfernungsmesser dazu, tstststs.
> Das Kaufland hat nächsten Donnerstag übrigens welche für 14,99 Euro.

Schwerer systematischer Fehler!-

Wasser ist kein idealer LASER-Reflektor.

:)


Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Sep 17, 2021, 3:26:54 PMSep 17
to
Gernot Griese wrote:

> Am 17.09.21 um 13:00 schrieb Leo Baumann:
>> Am 17.09.2021 um 12:39 schrieb Carla Schneider:
>>> Man wirft einen Stein hinein, stoppt die Zeit bis man den Aufschlag
>>> hoert, hier 10 Sekunden,
>>> und rechnet die Tiefe aus.
>>> Aber bei groesseren Tiefen gibts da eine Komplikation, die Laufzeit
>>> des Schalls
>>> kommt noch dazu.
>>> Ist die Schallgeschwindigkeit im Schacht ueberhaupt genauso gross wie
>>> in der freien Atmosphaere ?
>>
>> Nun, in Flüssigkeiten und Gasen können sich nur Druck- und Dichtewellen
>> ausbreiten bei denen dich die Teilchen in Richtung der Wellenausbreitung
>> bewegen (Longitudinalwellen). Die Schallgeschwindigkeit ist eine
>> Funktion der Dichte und des (adiabatischen) Kpmpressionsmoduls.
^^^^^^
>> c_Flüssigkeiten_Gas = sqrt(k/p)
>
> Wäre mir neu, dass eine Orgel sich mit dem Luftdruck verstimmt. Da hört
> man immer nur die Temperaturänderungen.

Er hat ja oben schon richtig von der *Dichte* geschrieben, nur dafür
unglücklicherweise das Symbol für den Luftdruck verwendet – es müsste
stattdessen

c_Flüssigkeiten,Gas = √(K/ρ)

sein, wobei K das Kompressionsmodul und ρ (rho) eben die Dichte ist.

Aber Stoffe dehnen sich mit zunehmender Temperatur aus, weswegen in Gasen
bei konstantem Volumen (z. B. gleiche Orgelpfeife) ein höherer Luftdruck
herrscht (durch die schnellere Teilchenbewegung je Zeiteinheit wird von den
freien Atomen oder Molekülen ein grösserer Impuls übertragen und damit eine
grössere Kraft ausgeübt); siehe auch
<https://www.youtube.com/watch?v=nYg6jzotiAc&t=50s>

Der Einfachheit halber angenommen, es handele sich um ein ideales Gas
(van-der-Waals-Gleichung bitte selbst finden und umstellen), dann gilt
dafür die Zustandsgleichung (equation of state – EOS)

P V = N k_B T = (N/N_A) (N_A k_B) T = n R T,

wobei

P – Gasdruck (ich verwende hier zur Vermeidung von Verwechslungen einen
Grossbuchstaben) (in Pa = N/m²)
V – Volumen (in m³)
N – Anzahl Teilchen, z. B. Anzahl Moleküle
n – Stoffmenge (in mol)
k_B – Boltzmann-Konstante
T – absolute *Temperatur* (in K)
N_A – Avogadro-Konstante
R – Gaskonstante.

Da für konstante Dichte

ρ = m/V
⇒ V = m/ρ

gilt, lässt sich die EOS auch schreiben als

P m/ρ = n R T,

und somit

1. P = n/m ρ R T = M ρ R T,

wobei M = n/m als „molare Masse“ definiert wird¹, und

2. ρ = P m/(n R T) = P M/(R T) = [M ρ R T] M/(R T) = M² ρ,

und mit K = κ P [κ (kappa): Adiabatenexponent] ergibt sich am Ende die Dir
bekannte temperaturabhängige Schallgeschwindigkeit

c_Flüssigkeiten_Gas = √(K/ρ)
= √(κ P/ρ)
= √(κ (M ρ R T)/(M² ρ))
= √(κ R T/M).

Siehe auch:

<https://de.wikipedia.org/wiki/Schallgeschwindigkeit#Schallgeschwindigkeit_im_idealen_Gas>


PointedEars
___________
¹ in der Astrophysik ist diese Grösse als „mittleres Molekulargewicht“
(“mean molecular weight”) μ (my) in Einheiten der Protonenmasse nützlich,
um auch ionisierte Gasgemische und Plasmen in Sternen mit der EOS für
ideale Gase beschreiben zu können
--
Q: Why is electricity so dangerous?
A: It doesn't conduct itself.

(from: WolframAlpha)

Gernot Griese

unread,
Sep 17, 2021, 3:33:51 PMSep 17
to
Am 17.09.21 um 21:26 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
In einer Orgelpfeife herrscht, völlig unabhängig von der Temperatur
immer der Außendruck.

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Sep 17, 2021, 3:51:06 PMSep 17
to
Thomas 'PointedEars' Lahn wrote:

> Aber Stoffe dehnen sich mit zunehmender Temperatur aus, weswegen in Gasen
> bei konstantem Volumen (z. B. gleiche Orgelpfeife) ein höherer Luftdruck
> herrscht (durch die schnellere Teilchenbewegung je Zeiteinheit wird von
> den freien Atomen oder Molekülen ein grösserer Impuls übertragen und damit
> eine grössere Kraft ausgeübt); siehe auch
> <https://www.youtube.com/watch?v=nYg6jzotiAc&t=50s>

Leider ist mir die Formulierung durch nachträgliche Bearbeitung verunglückt.
Ich meinte:

„[…] durch die schnellere Teilchenbewegung wird von den freien Atomen oder
Molekülen ein grösserer Impuls je Zeiteinheit übertragen und damit eine
grössere Kraft ausgeübt […]“


PointedEars
--
Q: Where are offenders sentenced for light crimes?
A: To a prism.

(from: WolframAlpha)

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Sep 17, 2021, 3:55:18 PMSep 17
to
Gernot Griese wrote:

> Am 17.09.21 um 21:26 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
>> Gernot Griese wrote:
>>>> Nun, in Flüssigkeiten und Gasen können sich nur Druck- und Dichtewellen
>>>> ausbreiten bei denen dich die Teilchen in Richtung der
>>>> Wellenausbreitung bewegen (Longitudinalwellen). Die
>>>> Schallgeschwindigkeit ist eine Funktion der Dichte und des
>>>> (adiabatischen) Kpmpressionsmoduls.
>> ^^^^^^
>>>> c_Flüssigkeiten_Gas = sqrt(k/p)
>>>
>>> Wäre mir neu, dass eine Orgel sich mit dem Luftdruck verstimmt. Da hört
>>> man immer nur die Temperaturänderungen.
>>
>> Er hat ja oben schon richtig von der *Dichte* geschrieben, nur dafür
>> unglücklicherweise das Symbol für den Luftdruck verwendet – es müsste
>> stattdessen
>>
>> c_Flüssigkeiten,Gas = √(K/ρ)
>>
>> sein, wobei K das Kompressionsmodul und ρ (rho) eben die Dichte ist.
>>
>> Aber Stoffe dehnen sich mit zunehmender Temperatur aus, weswegen in Gasen
>> bei konstantem Volumen (z. B. gleiche Orgelpfeife) ein höherer Luftdruck
>> herrscht
>
> In einer Orgelpfeife herrscht, völlig unabhängig von der Temperatur
> immer der Außendruck.

Erstens mag ich das bedreifeln; schliesslich schwingt darin, wenn sie einen
Ton von sich gibt, eine Luftsäule; mithin kann der Luftdruck darin nicht
annähernd konstant sein.

Zweitens ist der Aussendruck ebenfalls nicht temperaturunabhängig. Auch die
Luftdichte ist es nicht.

Lies meine Antwort einfach mal *bis zum Ende*.

Gernot Griese

unread,
Sep 17, 2021, 4:03:39 PMSep 17
to
Am 17.09.21 um 21:55 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:

> Zweitens ist der Aussendruck ebenfalls nicht temperaturunabhängig. Auch die
> Luftdichte ist es nicht.
>

Die Stimmung einer Orgel ist unabhängig davon, ob der Luftdruck 980hPa
oder 1030hPa beträgt.

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Sep 17, 2021, 7:51:33 PMSep 17
to
Gernot Griese passte erneut nicht auf:

> Am 17.09.21 um 21:55 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
>> Zweitens ist der Aussendruck ebenfalls nicht temperaturunabhängig. Auch
>> die Luftdichte ist es nicht.
>
> Die Stimmung einer Orgel ist unabhängig davon, ob der Luftdruck 980hPa
> oder 1030hPa beträgt.

*facepalm*


PointedEars

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Sep 17, 2021, 8:08:42 PMSep 17
to
Gernot Griese passte erneut nicht auf:

> Am 17.09.21 um 21:55 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
>> Zweitens ist der Aussendruck ebenfalls nicht temperaturunabhängig. Auch
>> die Luftdichte ist es nicht.
>
> Die Stimmung einer Orgel ist unabhängig davon, ob der Luftdruck 980hPa
> oder 1030hPa beträgt.

*facepalm*

Wenn Du mein Posting *aufmerksamer* und *bis zu Ende* gelesen hättest, dann
hättest Du bemerken können, dass sich *aufgrund der Zustandsgleichung* der
Luftdruck und die Dichte so in der von Leo geposteten Gleichung (in der er
leider ein irreführendes Symbol für die Dichte verwendet hatte) so kürzen,
dass nur die Dir bekannte Temperaturabhängigkeit übrigbleibt.


PointedEars

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Sep 17, 2021, 8:29:54 PMSep 17
to
Thomas 'Ingrid' Lahn wrote:

> […], lässt sich die EOS auch schreiben als
>
> P m/ρ = n R T,
>
> und somit
>
> 1. P = n/m ρ R T = M ρ R T,
>
> wobei M = n/m als „molare Masse“ definiert wird¹, und
>
> 2. ρ = P m/(n R T) = P M/(R T) = [M ρ R T] M/(R T) = M² ρ,

Das stimmt so nicht. Es muss heissen:

M ≔ m/n.
⇒ ρ = P m/(n R T) = P M/(R T).

Und dann (auch einfacher als vorher):

> und mit K = κ P [κ (kappa): Adiabatenexponent] ergibt sich am Ende die Dir
> bekannte temperaturabhängige Schallgeschwindigkeit
>
> c_Flüssigkeiten_Gas = √(K/ρ)
> = √(κ P/ρ)
> = √(κ P/ρ)

= √(κ P/(P M/(R T))

> = √(κ R T/M).


PointedEars
--
“Science is empirical: knowing the answer means nothing;
testing your knowledge means everything.”
—Dr. Lawrence M. Krauss, theoretical physicist,
in “A Universe from Nothing” (2009)

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Sep 17, 2021, 8:30:37 PMSep 17
to
Thomas 'Ingrid' Lahn wrote:

> […], lässt sich die EOS auch schreiben als
>
> P m/ρ = n R T,
>
> und somit
>
> 1. P = n/m ρ R T = M ρ R T,
>
> wobei M = n/m als „molare Masse“ definiert wird¹, und
>
> 2. ρ = P m/(n R T) = P M/(R T) = [M ρ R T] M/(R T) = M² ρ,

Das stimmt so nicht. Es muss heissen:

M ≔ m/n.
⇒ ρ = P m/(n R T) = P M/(R T).

Und dann (auch einfacher als vorher):

> und mit K = κ P [κ (kappa): Adiabatenexponent] ergibt sich am Ende die Dir
> bekannte temperaturabhängige Schallgeschwindigkeit
>
> c_Flüssigkeiten_Gas = √(K/ρ)
> = √(κ P/ρ)
> = √(κ P/ρ)

= √(κ P/(P M/(R T)))

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Sep 17, 2021, 8:31:41 PMSep 17
to
Thomas 'Ingrid' Lahn wrote:

> […], lässt sich die EOS auch schreiben als
>
> P m/ρ = n R T,
>
> und somit
>
> 1. P = n/m ρ R T = M ρ R T,
>
> wobei M = n/m als „molare Masse“ definiert wird¹, und
>
> 2. ρ = P m/(n R T) = P M/(R T) = [M ρ R T] M/(R T) = M² ρ,

Das stimmt so nicht. Es muss heissen:

M ≔ m/n.
⇒ ρ = P m/(n R T) = P M/(R T).

Und dann (auch einfacher als vorher):

> und mit K = κ P [κ (kappa): Adiabatenexponent] ergibt sich am Ende die Dir
> bekannte temperaturabhängige Schallgeschwindigkeit
>
> c_Flüssigkeiten_Gas = √(K/ρ)
> = √(κ P/ρ)

Rolf Bombach

unread,
Sep 18, 2021, 4:53:30 PMSep 18
to
Leo Baumann schrieb:
Welches Wasser? Das gerade zur Geschichte hinzuerfundene?

--
mfg Rolf Bombach

Leo Baumann

unread,
Sep 18, 2021, 5:47:06 PMSep 18
to
Am 18.09.2021 um 22:53 schrieb Rolf Bombach:
>> chwerer systematischer Fehler!-
>>
>> Wasser ist kein idealer LASER-Reflektor.
>
> Welches Wasser? Das gerade zur Geschichte hinzuerfundene?

omg - ist der Brunnen ausgetroknet?

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Sep 18, 2021, 7:45:28 PMSep 18
to
(_ausgetrocknet_)

Kann sein. Die Rede war ja nur von einem Brunnenschacht; das impliziert
noch kein Wasser (ich habe IIRC bisher mehr ausgetrocknete Brunnenschächte
als funktionierende Brunnen gesehen – YMMV.)


PointedEars
--
Q: What did the nuclear physicist order for lunch?
A: Fission chips.

(from: WolframAlpha)

Fritz

unread,
Sep 19, 2021, 5:44:42 AMSep 19
to
On 17.09.21 near 22:03, Gernot Griese suggested:
> Am 17.09.21 um 21:55 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
>
>> Zweitens ist der Aussendruck ebenfalls nicht temperaturunabhängig. Auch die
>> Luftdichte ist es nicht.
>>
> Die Stimmung einer Orgel ist unabhängig davon, ob der Luftdruck 980hPa
> oder 1030hPa beträgt.

Frage doch einen Orgelbauer
<https://www.arndt-bruenner.de/hausorgel/CalcMens.htm>

--
Fritz
Ironie, Satire, Farce, Sarkasmus, Zynismus, Persiflage, Tragikomödie,
Veräppelung, Verballhornung keinesfalls ausgeschlossen ....
ARM RISC

Fritz

unread,
Sep 19, 2021, 5:45:24 AMSep 19
to
On 18.09.21 near 02:08, Thomas 'PointedEars' Lahn suggested:
> Wenn Du mein Posting *aufmerksamer* und *bis zu Ende* gelesen hättest, dann
> hättest Du bemerken können, dass sich *aufgrund der Zustandsgleichung* der
> Luftdruck und die Dichte so in der von Leo geposteten Gleichung (in der er
> leider ein irreführendes Symbol für die Dichte verwendet hatte) so kürzen,
> dass nur die Dir bekannte Temperaturabhängigkeit übrigbleibt.

Was ein Orgelbauer dazu sagt:

Fritz

unread,
Sep 19, 2021, 5:49:13 AMSep 19
to
On 17.09.21 near 13:27, Leo Baumann suggested:
Du willst es nun ganz genau nehmen. ;-))

Nimmt denn nicht die Gravitationskraft ab, je näher man dem
Erdmittelpunkt kommen würde, im Zentrum Null? - Rein hypothetisch gäbe
es denn ein Brunnenloch quer durch den Erdball.

Fritz

unread,
Sep 19, 2021, 5:50:10 AMSep 19
to
On 19.09.21 near 01:45, Thomas 'PointedEars' Lahn suggested:
> Leo Baumann wrote:
>
>> Am 18.09.2021 um 22:53 schrieb Rolf Bombach:
>>>> chwerer systematischer Fehler!-
>>>>
>>>> Wasser ist kein idealer LASER-Reflektor.
>>>
>>> Welches Wasser? Das gerade zur Geschichte hinzuerfundene?
>>
>> omg - ist der Brunnen ausgetroknet?
>
> (_ausgetrocknet_)
>
> Kann sein. Die Rede war ja nur von einem Brunnenschacht; das impliziert
> noch kein Wasser (ich habe IIRC bisher mehr ausgetrocknete Brunnenschächte
> als funktionierende Brunnen gesehen – YMMV.)
Brunnen haben immer Wasser zu führen! ;-))

Gernot Griese

unread,
Sep 19, 2021, 6:20:28 AMSep 19
to
Am 19.09.21 um 11:44 schrieb Fritz:
> On 17.09.21 near 22:03, Gernot Griese suggested:
>> Am 17.09.21 um 21:55 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
>>
>>> Zweitens ist der Aussendruck ebenfalls nicht temperaturunabhängig. Auch die
>>> Luftdichte ist es nicht.
>>>
>> Die Stimmung einer Orgel ist unabhängig davon, ob der Luftdruck 980hPa
>> oder 1030hPa beträgt.
>
> Frage doch einen Orgelbauer
> <https://www.arndt-bruenner.de/hausorgel/CalcMens.htm>
>

Wozu? Ich bin seit rund 30 Jahren mit einem Berufsmusiker befreundet,
der im Wahlfach Orgelbau studiert hat und seine Orgel auch regelmäßig
selber stimmt. Ist übrigens eine Rieger-Orgel mit 44 Registern verteilt
auf Hauptwerk, Schwellwerk, Rückpositiv und Pedal.

Gernot

Carla Schneider

unread,
Sep 19, 2021, 6:36:20 AMSep 19
to
Fritz wrote:
>
> On 17.09.21 near 13:27, Leo Baumann suggested:
> > [...]
> >
> > Ich sehe auch einen Einfluss durch die Gravitation von Sonne, Mond und
> > Sterne ...
> >
> > :)
>
> Du willst es nun ganz genau nehmen. ;-))
>
> Nimmt denn nicht die Gravitationskraft ab, je näher man dem
> Erdmittelpunkt kommen würde, im Zentrum Null? - Rein hypothetisch gäbe
> es denn ein Brunnenloch quer durch den Erdball.

Aber wenn das Loch nicht an einem Pol ist, wird das Ding was man hineinwirft
auf die Wand treffen, aufgrund der Erddrehung.

Fritz

unread,
Sep 19, 2021, 6:43:23 AMSep 19
to
On 19.09.21 near 12:40, Carla Schneider suggested:
> Aber wenn das Loch nicht an einem Pol ist, wird das Ding was man hineinwirft
> auf die Wand treffen, aufgrund der Erddrehung.

Anyhow .... hypothetisch überlesen?

Fritz

unread,
Sep 19, 2021, 6:54:16 AMSep 19
to
On 19.09.21 near 12:20, Gernot Griese suggested:
> Wozu? Ich bin seit rund 30 Jahren mit einem Berufsmusiker befreundet,
> der im Wahlfach Orgelbau studiert hat und seine Orgel auch regelmäßig
> selber stimmt. Ist übrigens eine Rieger-Orgel mit 44 Registern verteilt
> auf Hauptwerk, Schwellwerk, Rückpositiv und Pedal.

Bei diesen Orgel Fachbezeichnungen verstehe ich meist nur 'Bahnhof' ;-))

<https://de.wikipedia.org/wiki/Register_(Orgel)>

Das müsste ich mir noch mindesten 3x ansehen/anhören:
Talk an der Orgel
<https://www.youtube.com/watch?v=nRksy8Njrjw&t=157s>
Ev. Verbundkirchengemeinde Maulbronn-Umland
Bezirkskantor Thorsten Hülsemann erklärt und demonstriert die
Grenzing-Orgel in der Klosterkirche im lockeren "Talk an der Orgel" -
informativ, unterhaltsam und mit vielen spannenden Details. Ein kleines
Trostpflaster der Verbundkirchengemeinde für die neuerlich ausgefallenen
Samstag-abendlichen Orgelkonzerte.
Bildregie, Schnitt und Technik: Ulrike Gaiser

So ganz kann eine (echte Kirchen-) Orgel andere Instrumente nicht nachahmen.

Wenn du mich nach harmonischen Grund und Obertönen fragst, dann schon.

Rolf Bombach

unread,
Sep 19, 2021, 4:23:57 PMSep 19
to
Fritz schrieb:
> On 17.09.21 near 13:27, Leo Baumann suggested:
>> [...]
>>
>> Ich sehe auch einen Einfluss durch die Gravitation von Sonne, Mond und
>> Sterne ...
>>
>> :)
>
> Du willst es nun ganz genau nehmen. ;-))
>
> Nimmt denn nicht die Gravitationskraft ab, je näher man dem
> Erdmittelpunkt kommen würde, im Zentrum Null? - Rein hypothetisch gäbe
> es denn ein Brunnenloch quer durch den Erdball.

Nicht monoton. Mit zunehmender Tiefe passiert erst kaum was,
die Gravitation nimmt sogar etwas zu. Erst unterhalb des
halben Radius nimmt die Schwerkraft mehr oder weniger linear
bis auf Null ab. Liegt an der hohen Dichte es Erdkerns.
Theoretiker erzählen das meist anders.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwerefeld#Erdschwerefeld_im_Erdinneren

--
mfg Rolf Bombach

HWS

unread,
Sep 19, 2021, 4:40:41 PMSep 19
to
Am 18.09.2021 um 02:08 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
> Gernot Griese passte erneut nicht auf:
>
>> Am 17.09.21 um 21:55 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
>>> Zweitens ist der Aussendruck ebenfalls nicht temperaturunabhängig. Auch
>>> die Luftdichte ist es nicht.
>>
>> Die Stimmung einer Orgel ist unabhängig davon, ob der Luftdruck 980hPa
>> oder 1030hPa beträgt.
>
> *facepalm*
>
> Wenn Du mein Posting *aufmerksamer* und *bis zu Ende* gelesen hättest, dann
> hättest Du bemerken können, dass sich *aufgrund der Zustandsgleichung* der
> Luftdruck und die Dichte so in der von Leo geposteten Gleichung (in der er
> leider ein irreführendes Symbol für die Dichte verwendet hatte) so kürzen,
> dass nur die Dir bekannte Temperaturabhängigkeit übrigbleibt.
>
>
> PointedEars
>

Wer sein eigenes posting mehrfach korrigieren muss, sollte vielleicht
einen weniger überheblichen Ton anschlagen. Aber das ist ja gegen den
Wind gepisst....

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Sep 20, 2021, 6:36:27 PMSep 20
to
Fritz wrote:

> Nimmt denn nicht die Gravitationskraft ab, je näher man dem
> Erdmittelpunkt kommen würde, im Zentrum Null?

Nein, so ist es. Unterhalb des Erdmantels ist die Massendichte annähernd
konstant, somit dann

g(r) ≈ G M(r)/r² = G ρ V(r)/r² ≈ G ρ · 4/3 π r³/r² = 4/3 π G ρ r ∝ r.
⇒ g(0) = 0.

<https://en.m.wikipedia.org/wiki/Preliminary_reference_Earth_model?fbclid=IwAR1K9xXW7ghKmb7OBDZhI9p2Iz3xJktTbRoD8UjMpESm0WkmxCB3uTH7b0c#/media/File%3AEarthGravityPREM.jpg>

> - Rein hypothetisch gäbe es denn ein Brunnenloch quer durch den Erdball.

Ein schönes theoretisches Beispiel für einen harmonischen Oszillator –
wird gern im ersten Semester als Übungsaufgabe gestellt :)


PointedEars
--
Q: What happens when electrons lose their energy?
A: They get Bohr'ed.

(from: WolframAlpha)
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