--
Michael
> Kann mir mal einer sagen, wie Unterwasser-Schweißen funktioniert?
Nicht so fuerchterlich anders als Schweissen an Luft. Wasser
isoliert, grosso modo, auch nicht schlechter oder besser als Luft.
Und ist der Bogen erstmal gezuendet, entwickelt er sowieso genug
Hitze, dass er sich effektiv nicht mehr in Wasser, sondern in
Wasserdampf befindet. Da ist dann gar kein nennenswerter Unterschied
mehr zum Schweissen an Luft. Und wenn das nicht von alleine klappt,
muss man halt die Schutzgas-Zufuhr beim Aufziehen des Bogens gehoerig
weit aufdrehen, um das Wasser abzudraengen.
--
Hans-Bernhard Broeker (bro...@physik.rwth-aachen.de)
Even if all the snow were burnt, ashes would remain.
> Kann mir mal einer sagen, wie Unterwasser-Schweißen funktioniert?
Kannst Du mir sagen, warum Du die Frage in dsp stelltst und nicht in
dsim? Ich leite mal um.
> Hab neulich einen Bericht darüber gesehen. Der Taucher meinte ganz lapidar
> im Nebensatz -- "dann schrauben wir halt mal den Strom höher". Da musste
> ich stutzen. Wenn da riesige Ströme fließen -- und dann auch noch im
> Salzwasser...
Unterwasserschweißen ist üblicherweise Schweißen mit Stabelektrode. Da,
wo der Lichtbogen brennt, ist kein Wasser mehr. Das Hauptproblem ist die
thermische Zersetzung des Wassers und der daraus resultierende Eintrag
von Wasserstoff ins Schweißgut.
> Könnte mir vorstellen, dass man irgendwie einen Lichtbogen dazu benutzt --
> nur wie geht's genau?
http://images.google.de/images?hl=de&q=Unterwasserschwei%C3%9Fen sollte
zur Illustration reichen.
Michael Dahms
> Und ist der Bogen erstmal gezuendet, entwickelt er sowieso genug
> Hitze, dass er sich effektiv nicht mehr in Wasser, sondern in
> Wasserdampf befindet.
Eher Plasma.
> Da ist dann gar kein nennenswerter Unterschied
> mehr zum Schweissen an Luft. Und wenn das nicht von alleine klappt,
> muss man halt die Schutzgas-Zufuhr beim Aufziehen des Bogens gehoerig
> weit aufdrehen, um das Wasser abzudraengen.
Schutzgas-Zufuhr beim Schweißen mit Stabelektrode? Du verwechselt da
wohl was.
Michael Dahms
x'f'up2 de.sci.ing.misc
Der Strom ist beim Lichtbogenschweißen meist in der Größenordnung 100 A
bis 400 A.
> Könnte mir vorstellen, dass man irgendwie einen Lichtbogen dazu benutzt --
> nur wie geht's genau?
Mit oder auch ohne Glocke ganz gut, wenn man nicht so weit unter Wasser
taucht, dass der Druck wesentlich höher als Luftdruck (rund 10 m WS)
ist, der Lichtbogen instabiler wird und die Metallurgie speziell durch
Wasserstoffaufnahme beeinträchtigt wird
E.