Thomas Plehn schrub:
> wie würdet ihr die Dielektrizitätskonstante von Eisen angeben?
> Ich weiß, Eisen ist kein klassisches Dielektrikum, aber wie
> würdet ihr \epsilon_r für eine Simulation festlegen?
Oh, geht es noch anderen so wie mir? In meiner selbstgebastelten
Simulation tippe ich immer irgendwas ein, 100 hat sich
bewährt:-) Hat aber eher numerische Gründe als physikalische.
CU Rollo
Vorzugsweise gar nicht, weil sie so sonderlich konstant nicht ist. Sie
hängt von der Frequenz ab. Bei optischen Frequenzen ist sie an den
Reflexionseigenschaften des Metalls abzulesen.
> Ich weiß, Eisen ist kein klassisches Dielektrikum, aber wie würdet
> ihr \epsilon_r für eine Simulation festlegen?
1.
> wie würdet ihr die Dielektrizitätskonstante von Eisen angeben?
Das ist doch sinnlos, den Eisen ist ein Leiter. Wenn Eisen zwischen zwei
Kondensatorplatten kommen, dann ist das Ganze kein Kondensator mehr.
Michael Dahms
Aber die Kapazität ist doch dann das verdoppelt - oder?
Gruß
Manfred
Man misst in Abhängigkeit von Zustandsgrößen wie Temperatur und
Magnetisierung die Leitungseigenschaften für Wechselstron und Reflektion
und Eindringtiefe von Infrarot. Damit hat man die für diesen Bereich
komplexe Dielektrizitätskonstante und Leitfähigkeit. Für omega ->0
reicht die Kenntnis des elektischen Widerstands.
--
Roland Franzius
Gruß
Manfred
Entschuldige, aber die Gleichspannungskapazität (omega->0) ist die
zweier in Reihe geschalteter Kondensatoren gleicher Fläche und der
verbliebenen freien Abstände mit einem Leiter dazwischen. Ich dachte
eigentlich, das wenigstens sollte klar sein.
--
Roland Franzius
Und was wäre, wenn die Leitfähigkeit vom Eisen (aus irgendeinem Grund)
schrittweise immer schlechter würde und zum Schluss gegen Null ginge?
Zweimal 4pF mit einen unendlich hohen Widerstand in Reihe?
Gruß
Manfred
--| |Eisen| | --
<a> <b>
C1 C2
hat nach meiner dunkelen Erinnerung die Kapzität
C =1/(1/C1+1/C2)) = C1 C2/(C1+C2)
wobei die Kapazität eines Kondensators mit Plattenfläche F und
Plattenabstand a im Vakuum gegeben ist durch
C= eps_0 F/d [As/Vm * m = As/V ]
Damit ergibt sich die Formel für die obige Konstellation
C= eps_0 F/(a+b)
Mit eps_0 = 4pi 10^-7 As/Vm hat man bei 10^-3 m^2 Fläche in 10^-1 m
Abstand so um 12 pF Kapazität
Für die Wechselstromimpedanz muss man als Realteil den Widerstand des
Eisenblocks als Reihenschaltung mit dem imaginären des Kondensators
berücksichtigen
Z = i omega/C + R_Eisen
Da der spezifische Widerstand von Eisen unter Normalbedingungen bei etwa
dem 6-fachen von Kupfer liegt, dürfte er bei einigen mm^2
Drahtquerschnitt der Anschlüsse gegen deren Widerstand in Reihe
vollständig zu vernachlässigen sein.
--
Roland Franzius
Klingt nach einer interessanten Story, erzähl mal.
--
Roland Franzius