jo, sieht gekrümmt aus.
> Verursacht der Skimmer von der Seite betrachtet eine Krümmung der
> Wasseroberfläche, die wir als statisch wahrnehmen?
wenn die Saugstärke konstant bleibt und wir irgendwelche Störeffekte
vernachlässigen, sollte die Krümmung zeitlich konstant sein.
>>> Jetzt ist ein wenig Deine Vorstellungskraft gefordert:
>>> Wir begeben uns *in* ein Wasserbecken unter Wasser und platzieren dort
>>> schwebend einen kugelförmigen Skimmer, der lokal das Wasser
>>> dreidimensional homogen ansaugen kann (und analog wieder homogen und
>>> isotrop das angesaugte Wasser dem Wasserkreislauf zurückführt).
>>>
>>> Frage: Verursacht dieser Skimmer eine Krümmung des Wassers, die wir als
>>> statisch wahrnehmen?
>>
>> was soll "Krümmung des Wassers" hier bedeuten?
>>
>
> s.o.:
> Können wir die Einschätzung zum "2D-Skimmer-Fall" Wasseroberfläche
> übertragen auf den "3D-Simmer-Fall" unter Wasser?
unter Wasser haben wir keine Wasseroberfläche.
>>> Falls das Deine persönliche Einschätzung ist dann wechselwirkt bei Dir
>>> Materie mit Materie
>>
>> in einer Fernwirkungstheorie, wie z.B. Newton oder Coulomb. In einer
>> Nahwirkungstheorie, wie der Maxwellschen Elektrodynamik oder der ART,
>> wechselwirkt Materie lokal mit dem jeweiligen Feld (EM-Feld oder G-Feld).
>>
>
> Kannst Du mir näher bringen wie Du Dir das G-Feld anschaulich vorstellst?
als Krümmung der Raumzeit.
> (z.B. Was ist das?
die Krümmung der Raumzeit.
> Aus was besteht besteht es? ...)
die Krümmung der Raumzeit ist fundamental, sie besteht nicht aus etwas
noch fundamentalerem.
>> Newton (Gravitation): Fernwirkung, Kraft
>> Coulomb (Elektrostatik): Fernwirkung, Kraft
>> ART (Gravitation): Nahwirkung, keine Kraft
>> Maxwell (Elektrodynamik): Nahwirkung, Kraft
>>
>
> Keine Einwände.
dann ziehst du deine These, die Gravitation müsse eine Kraft sein, wenn
sie analog zur EM-WW eine Nahwirkung ist, also zurück?
> Erläutere mir bitte Deine anschaulichen Vorstellungen über das G-Feld:
> Da ändert sich irgendetwas an einem Ort - Diese Änderung wirkt sich dann
> auf die Nachbarorte aus und von dort wieder weiter (usw.)
die Krümmung der Raumzeit ändert sich am einen Ort, das wirkt sich auf
die Krümmung an den Nachbarorten aus.
> Was ist das, was sich da ändert?
die Krümmung der Raumzeit.
> Etwas Materielles?
ob du die Krümmung der Raumzeit als etwas materielles ansehen willst,
überlasse ich dir.
>>>>> Liegt
>>>>> ein räumlicher Abstand vor muß dieser erst überbrückt werden:
>>>>> v(max)=c.
>>>>
>>>> und genau deswegen ist deine vorherige Aussage, wonach die EM-WW eine
>>>> Fernwirkungs-WW wäre, falsch.
>>>>
>>>
>>> Diese Aussage kann nicht falsch sein da ich eine solche nicht getätigt
>>> habe.
>>
>> doch, das hast du:
>>
>> >>> Vielleicht meine Sichtweise auf den Punkt gebracht:
>> >>> a) Bei EM-WW erfolgt die WW immer zwischen Materie und Materie
>>
>
> Dein Vorwurf ist unzutreffend - So sehe ich das:
> 1. EM-WW 1: Materie 1 an Ort 1 entsendet Photon
> 2. Photon überbrückt den Abstand zwischen Ort 1 und Ort 2
> 3. EM-WW 2: Materie 2 an Ort 2 empfängt Photon
also wechselwirkt die Materie am Ort 1 mit dem EM-Feld, was zur Emission
des Photons führt. Die WW des EM-Feldes am Ort 1 mit dem EM-Feld an den
Nachbarorten von Ort 1 und die WW des EM-Feldes an den Nachbarorten mit
dem EM-Feld an den Nachbararorten der Nachbarorte usw. führt zur
Ausbreitung des Photons. Die WW der Materie am Ort 2 mit dem EM-Feld am
Ort 2 schließlich führt zur Absorption des Photons.
Eine direkte WW zwischen der Materie am Ort 1 und der am Ort 2 gibt es
also nicht. Die Emission und Absorption von EM-Strahlung ist allerdings
nur ein sehr spezieller Fall von vom EM-Feld vermittelter WW, noch dazu
ein relativ komplizierter. So kann ein elementares elektrisch
geladenenes Teilchen nur unter dem Einfluss eines externen EM-Feldes ein
Photon emittieren oder absorbieren. Noch dazu entspricht dieser Fall auf
die Gravitation übertragen der Emission und Absorption von
Gravitationswellen - ich glaube nicht, dass dies das ist, was du
betrachten willst.
Ein Hinblick auf die Analogie zur Gravitation interessanteres Beispiel
wäre die elektrostatische Anziehung oder Abstoßung.
> Zum Vergleich Gravitation:
> a) G-WW 1: Materie 1 krümmt lokal an Ort 1 den Raum
> b) G-WW 2: Materie folgt an Ort 2 den lokalen Krümmungen des Raums
die Materie folgt nicht den Krümmungen des Raumes, sondern denen der
Raumzeit. Und die Materie an Ort 1 krümmt zwar i.a. auch den Raum, für
die gravitative Wirkung relevant ist aber, dass sie auch die Raumzeit
krümmt. Und damit die Materie am Ort 1 mit der am Ort 2 unter
Vermittlung der Gravitation interagieen kann, reicht es nicht, dass die
Materie am Ort 1 die Raumzeit am Ort 1 krümmt und die Materie am Ort 2
den Krümmungen der Raumzeit am Ort 2 folgt. Vielmehr ist es
erforderlich, dass sich die Krümmung am Ort 1, die von der Materie am
Ort 1 verursacht ist, auf die Krümmung am Ort 2 auswirkt. Der
Mechanismus hierzu ist analog zu dem bei der EM-WW.
> Der Unterschied zwischen beiden ist dass es bei der Gravitation kein 2.
> gibt
wenn du in Analogie zur Emission und Absorption von Photonen (also
EM-Strahlung) die Emission und Absorption von Gravitationswellen
betrachtest, gibt es selbstverständlich bei der Gravitation auch 2. Da
überbrückt eine Gravitationswelle die Strecke zwischen Ort 1 und 2.
Wenn du bei der Gravitation die gravitostatische Anziehung zwischen zwei
gravitierenden Körpern betrachten willst, bei der EM-WW aber nicht die
korrekte Analogie der elektrostatischen Anziehung/Abstoßung, sondern die
Emission und Absorption von EM-Strahlung, kann da natürlich nichts
sinnvolles bei herauskommen.
> - Das liegt in meinen Augen daran dass EM eine Kraft ist und
> Gravitation keine.
daran liegt es aber nicht. Es liegt daran, dass du zwei Fälle als
Analogien hernimmst, die gar nicht zusammenpassen, nämlich EM-Strahlung
bei der EM-WW und gravitostatische Anziehung bei der Gravitation. Du
musst schon noch die korrekten Analogien bemühen, die da sind:
EM-Strahlung <-> Gravitationswellen
elektrostatische Anziehung/Abstoßung <-> gravitostatische Anziehung
> Bei einer Scheinkraft muß sich nichts von Ort 1 nach
> Ort 2 bewegen.
wenn du die korrekte Analogie der Gravitationswelle verwendest, dann
schon. Dann muss sich in Analogie zu Photon/EM-Welle die G-Welle ausbreiten.
>>> - Du behandelst sie wie alle anderen
>>> Grundkräfte.
>>
>> im Hinblick darauf, dass sie eine Nahwirkung ist, nicht im Hinblick
>> darauf, ob sie eine Kraft ist.
>>
>
> Beides sind Nahwirkungen.
dann kann ich deine Unterstellung also als hinfällig ansehen?
>>> Laut ART ist sie aber eine Scheinkraft - Deshalb ist Dein
>>> grundsätzlicher Ansatz, sie mit dem EM vergleichen zu wollen, falsch
>>
>> diese Argumentation ist falsch, da die Nah/Fernwirkungs-Eigenschaft
>> nichts darüber aussagt, ob es sich um eine Kraft handelt.
>>
>
> Ich rede überhaupt nicht von Nah- oder Fernwirkung
aber ich tat das - und du widersprachst mir.
>>> Das G-Feld ist ein *Kraft*feld - Richtig?
>>
>> falsch. In der ART ist die Gravitation keine Kraft, sondern die Krümmung
>> der Raumzeit.
>>
>
> Bei Dir muß sich auch bei der Gravitation etwas von Ort 1 nach Ort 2
> bewegen - Richtig?
wenn du in Analogie zur EM-Strahlung Gravitationswellen betrachten
willst sicherlich.
>>> So, wie von Dir dargestellt, behaupte ich das nicht und habe das
>>> auch nicht getan.
>>
>> doch, hast du:
>>
>> >>>>> Ich vermute vielmehr dass mit "mathematischen Tricks" versucht
>> wird
>> >>>>> hier
>> >>>>> etwas in die ART hineinzudichten was gar nicht da ist - Dafür muß
>> man
>> >>>>> sie linearisieren
>>
>
> Ich verstehe die Argumentation nicht: Du hast wunderbar nachgewiesen das
> in einer linearisierten ART die Ausbreitungsgeschwindigkeit c ist.
und du hast behauptet, die ART *müsse* linearisiert werden, damit c als
Ausbreitungsgeschwindigkeit herauskommt, d.h. ohne Linearisierung käme
nicht c als Ausbreitungsgeschwindigkeit heraus. Deswegen habe ich
nachgefragt, ob du das nachgeprüft hast, und dich darauf hingewiesen,
dass falls du das nicht nachgeprüft haben solltest, deine Behauptung
unbegründet wäre.
> Das ist völlig logisch denn ein lineares Gleichungssystem ist
> gleichbedeutend mit Superposition und gleichbedeutend mit einer Kraft
ist es nicht. Lineare Gleichungssysteme können alles mögliche
beschreiben, sowohl Kräfte als auch anderes.
> und gleichbedeutend damit, dass etwas von Ort 1 nach Ort 2 gelangt.
das hängt ganz vom Gleichungssystem ab.
> In einm nichtlinearen Gleichungssystem (wie z.B. der vollständigen ART)
> gilt aber nicht das Superpositionsprinzip was gleichbedeutend ist mit
> dem Vorliegen der Gravitation als Scheinkraft
keineswegs. Nichtlineare Gleichungssysteme können auch etwas völlig
anderes als Scheinkräfte beschreiben. Nichts und niemand hält einen z.B.
davon ab, für ein Kraftfeld einfach eine nichtlineare Feldgleichung
aufzustellen. So sind z.B. die Felder der schwachen und starken
Wechselwirkung selbstwechselwirkend und ihre Feldgleichungen daher
nichtlinear, nichtsdestotrotz sind es Kraftfelder.
Die Eigenschaft der Linearität oder Nichtlinearität sagt rein gar nichts
dazu, ob eine Kraft beschrieben wird oder etwas anderes.
> - Eine Scheinkraft hat
> aber keine Ausbreitungsgeschwindigkeit.
die Scheinkraft an sich nicht, genausowenig wie eine Kraft an sich. Das
die Scheinkraft oder Kraft vermittelnde Feld dagegen schon.
>>> Mich würde aber in dem KOntext interessieren wie Du zu dieser
>>> Schlußfolgerung gelangst:
>>
>> du behauptetest, man müsse die ART linearisieren, um c als
>> Ausbreitungsgeschwindigkeit zu erhalten.
>
> Ja.
dazu müsstest du nachgeprüft haben, ob ohne Linearisierung c nicht als
Ausbreitungsgeschwindigkeit herauskommt. Offenbar hast du das aber nicht.
>>>> also halten wir fest: wenn du "ponderabel" sagst, meinst du "mit träger
>>>> Masse ausgestattet". Für Teilchen ohne träge Masse verstreicht
>>>> trivialerweise keine Eigenzeit, sie "bewegen" sich somit "nicht durch
>>>> die Zeit", wie du das Nichtverstreichen von Eigenzeit nennst. Was auch
>>>> immer der Grund dafür ist, dass für einen einzigen Sachverhalt mehrere
>>>> Bezeichnungen verwenden willst.
>>>>
>>>
>>> Das liegt aber glaube ich weniger an mir dass der Zusammenhang, dass für
>>> das Vergehen von Eigenzeit ponderable Materie zwingende Voraussetzung
>>> ist, nicht als Trivialität angesehen wird.
>>
>> doch, das liegt an dir. Du hattest mir eine falsche Definition von
>> "ponderabel" angegeben.
>>
>
> Wenn dann hast Du etwas falsch gelesen: Die von mir genannte Definition
> war eindeutig (s.o.).
genau, sie deutete eindeutig darauf hin, dass es um die schwere, also
eine Gravitationswirkung entfaltende Masse ging.
> Ich kann keinen materiefreien Punkt im Raum markieren
du kannst ein Bezugssystem zugrundelegen. Darin sind Punkte im Raum
definiert, einschließlich materiefreie.
> Und Du fragst mich daraufhin:
> >>> das Konstruieren eines Koordinatensystems soll der Nichtexistenz
> >>> eines bevorzugten Bezugssystems widersprechen?
Wahnsinn, du hast es erfasst, genau das habe ich gefragt!
> Tut mir leid - Aber ich verstehe Deine Frage immer noch nicht in diesem
> Kontext: Wie kommst Du auf sie?
du bestrittest die Möglichkeit, ein Bezugssystem zu konstruieren.
>>>>> So könnte man das sehen:
>>>>> Ich habe nicht das Modell angewandt sondern ohne Nachzudenken eine
>>>>> Beobachtung interpretiert. Ist diese Interpretation falsch?
>>>>
>>>> der RT zufolge ist sie koordinatenabhängig.
>>>>
>>>
>>> Deinen Ausführungen zu Realität_I und Realität_II folgend widerspricht
>>> sich das aber jetzt
>>
>> tut es nicht, denn wir sprechen hier jetzt nur vom Modell.
>>
>
> Also ich nicht:
> Ich sitze am Frühstückstisch und sehe meine Kaffeetasse und meinen Löffel.
und konstruierst dir ein Modell:
> Sie weisen einen gewissen räumlichen Abstand zueinander auf - Zwischen
> beiden befindet sich folglich Raum.
Dieses Modell unterstellt, im Widerspruch zur ART, dass der Raum
unabhängig von der Verwendung eines Koordinatensystems gegeben ist.
> Der Unterschied zum Modell besteht darin dass ich den konkreten Kaffee
> z.B. jemand anderem über den Kopf schütten könnte
und wieder konstruierst du dir ein Modell (dass eben die beschriebene
Möglichkeit bestünde).
> und derjenige würde
> sich dann vermutlich in der Realität ganz schön (und zu Recht) aufregen
> würde.
woran wir sehen, dass du ein Modell zur Realität erklärst: du
konstruierst das Modell, dass es Leute gibt, die sich aufregen, wenn man
ihnen Kaffee über den Kopf schüttet, anschließend nimmst du für dieses
Modell in Anspruch, die Realität sein zu können.
> Im Modell regt sowas dagegen niemanden auf:
das kommt ganz auf das Modell an. In dem Modell, dass alle Leute es toll
finden und "Jippiee!" schreien, wenn ihnen Kaffee über den Kopf
geschüttet wird, wird sich wohl niemand aufregen, das mag sein. Ich
würde aber dazu tendieren, davon auszugehen, dass dieses Modell durch
die Empirie widerlegt ist.
> Das Modell besteht nur aus
> mathematischen Gleichungen
das hängt vom Modell ab. Das Modell "alle Leute freuen sich, wenn ihnen
Kaffee über den Kopf geschüttet wird" besteht nicht nur aus
mathematischen Gleichungen. Das Modell "Materie krümmt die Raumzeit"
ebenfalls nicht. Das Modell "Das Verhältnis von Kreisumfang und
Kreisdurchmesser ist pi" schon eher.
Man könnte deine hier vorgebrachte Argumentation dahingehend deuten,
dass du, wie schon vermutet, mit Realität all das meinst, was man
unmittelbar beobachten kann, also Realität(I). Da zählst du dann Leute,
die sich aufregen, wenn sie Kaffee über den Kopf geschüttet bekommen,
zu, gekrümmte Raumzeiten aber nicht. Dann gilt jedoch, wie schon
erläutert, dass deine Frage, wie die Gravitation in der Realität
funktioniere, prinzipiell unbeantwortbar ist, da ja die Gravitation
selbst kein Teil der Realität (in diesem Sinne) ist, sondern nur Modell.
>>> (Außer Du zweifelst meine Beobachtung an).
>>
>> deine Beobachtung nicht, aber die Übereinstimmung des Modells, das du
>> dir gemacht hast, mit der RT.
>>
>
> Irgendjemand hat mir Milch in meinen Kaffee geschüttet - Dabei mag ich
> meinen Kaffee so gar nicht.
> Ich bezweifle, dass sich derjenige vorher großartig Gedanken über ein
> Koordinatensystem gemacht hat um das zu vollbringen.
dann hat er wohl nicht die RT angewandt.
> Du sagtest das Modell *ist* die Realität:
> Ich sehe aber keinerlei Koordinatensysteme in der Realität
das passt doch hervorragend damit zusammen, dass der ART zufolge
Koordinatensysteme gar keine Realität besitzen und daher nur
koordinatenunabhängige Größen wichtig sind. Ganz im Gegensatz zu deinem
Modell, in dem die Komponenten des metrischen Tensors in einem
speziellen Koordinatensystem einem real existierenden G-Potential
entsprechen sollen.