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Projekt Kuiper: US-Genehmigung für Amazons mehr als 3000 Internet-Satelliten

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Fritz

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Aug 1, 2020, 1:31:54 AM8/1/20
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Die Vermüllung des Orbits schreitet 'lustig' voran.
Und alles fest in USA Hand!

Die Astronomen tun mir jetzt schon leid!

<https://www.heise.de/news/Projekt-Kuiper-US-Genehmigung-fuer-Amazons-mehr-als-3000-Internet-Satelliten-4860184.html>
Zitat:
»Neben SpaceX will auch Amazon mit Tausenden Satelliten entlegene
Regionen ans Breitbandinternet anschließen. Dazu gab es nun eine
wichtige Genehmigung.«

»Die Spitze der US-Telekommunikationsaufsicht FCC hat einstimmig Amazons
Plan genehmigt, mehr als 3000 Satelliten in einen niedrigen Erdorbit zu
platzieren, um abgelegene Orte auf dem Boden einen Internetzugang zu
ermöglichen.
Amazons Project Kuiper verfolgt damit das gleiche Ziel wie Starlink des
Konkurrenten SpaceX, von dem bereits die ersten Satelliten in der
Umlaufbahn sind. Amazon will insgesamt mehr als 10 Milliarden US-Dollar
in sein Projekt investieren und verspricht nicht nur "schnelles und
zuverlässiges Breitbandinternet in Regionen rund um die Welt", sondern
auch Arbeitsplätze und Infrastruktur in den USA.«

»Aus der Genehmigung der FCC geht nun hervor, dass Amazon 784 Satelliten
in 28 Ebenen in einer Höhe von 590 Kilometern, 1296 Satelliten in 42
Ebenen in 610 Kilometern Höhe und 1156 Satelliten in 34 Ebenen in 630
Kilometern Höhe platzieren will. Insgesamt sind das 3236 Satelliten. Die
Hälfte davon muss bis zum 30. Juli 2026 im Einsatz sein, damit die
Genehmigung bestehen bleibt, die restlichen müssen bis zum 30. Juli 2029
folgen. Außerdem muss Amazon noch einen finalen Plan für die Beseitigung
inaktiver Satelliten nachreichen, der auch auf Kollisionsrisiken
eingeht. Der Konzern plant, Satelliten spätestens 355 Tage nach dem Ende
ihrer Aktivität aus dem Orbit zu entfernen und nicht erst 25 Jahre, wie
die NASA aktuell fordert.«

»Auf der Südhalbkugel fällt da lediglich die unbewohnte Antarktis raus,
auf der Nordhalbkugel dagegen der äußerste Norden Russlands, Kanadas,
Schwedens, Finnlands, Norwegens, Grönlands und Spitzbergen – alles
Gebiete, in denen sonst sicher besonders interessierte Kunden leben. Das
gilt auch für den US-Bundesstaat Alaska, der ebenfalls zu weiten Teilen
nicht abgedeckt wird, wie Amazon eingesteht.«

»Während Amazon und SpaceX in dem Satelliten-Internet einen
Milliardenmarkt sehen, gibt es auch Kritik. Denn seit SpaceX mit dem
Start der ersten Satellitengruppen begonnen hat, ist deutlich, dass
diese teilweise merkliche Auswirkungen auf astronomische Beobachtungen
haben. Erste Astrophysiker haben bereits ein Start-Moratorium gefordert,
um die Satelliten zu überarbeiten und sie weniger sichtbar zu machen.
Zuletzt hatte der Astrofotograf Daniel López mit Aufnahmen des Kometen
Neowise für Aufsehen gesorgt, die durch Starlink-Satelliten weitgehend
unbrauchbar geworden waren. Sollten tatsächlich schon in wenigen Jahren
Tausende solcher Satelliten im Orbit sein, könnte das dramatische Folgen
für die bodengestützte Astronomie haben. Weltraumteleskope sind zu der
keine Alternative.«

<https://api.heise.de/svc/embetty/tweet/1285972780002021376-images-0>

fup2 de.sci.astronomie

--
Fritz
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