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Physik-Studium und Beruf (Physik vs. Ingenieur)

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Jan Korger

unread,
Dec 4, 2002, 2:45:58 PM12/4/02
to
Hi all,
ich mache gerade Zivildienst und möchte ab WS 2003 studieren, bin mir
jedoch noch nicht sicher was. Ich habe mein Abi mit den LKs Mathe und
Physik gemacht und hatte damit keine größeren Probleme. Von den
tausenden Möglichkeiten habe ich mir Physik (Diplom) oder
Wirtschafts-Ingenieurwesen (z.B. in Karlsruhe) ausgeguckt.

Zu folgende Überlegungen würde ich gerne Meinungen hören:

1. Mit einem Physik-Studium ist man näher an der Forschung, arbeitet
(eher) in Bereichen, über die die wenigsten Bescheid wissen. Ein
Physik-Studium ist daher inhaltlich spannender als ein Studium in
Ingenieur- oder Wirtschafts-Wissenschaften.

2. Ein Physik-Studium gilt als sehr anspruchsvoll und ist schon allein
deshalb genau das Richtige für mich. ;-) Ich mag es irgendwie, wenn
Leute sagen "Was, Physik? Ich glaub du spinnst"

3. Es gibt mehr Physik-Studienplätze als Studenten, daher weniger
Probleme einen Platz zu bekommen. Außerdem eine gewisse Knappheit an
Physikern nach dem Studium.

4. Die Gefahr besteht, irgendwann auf einen Lehramtsstudiengang
umzusteigen (meine größte Angst) oder abzubrechen.

5. Niemand sucht Physiker (von der Forschung abgesehen), aber man wird
schon irgendwie (in der freien Wirtschaft) überleben nach dem Studium.

6. BWL und Informatik studiert eh schon jeder zweite, ist also nichts
Besonderes.

7. Wirtschaftsingenieur ist der ideal Studiengang, um Karriere zu
machen. (Soll heißen, man hat zumindest gute Karten damit.)

8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik gibt es
prinzipiell (zu) wenig Frauen.

9. Jedes Studium ist schaffbar.

Danke

Jan

Ian Greifer

unread,
Dec 4, 2002, 3:06:13 PM12/4/02
to
Jan Korger schrub:

> Hi all,
> ich mache gerade Zivildienst und möchte ab WS 2003 studieren, bin mir
> jedoch noch nicht sicher was. Ich habe mein Abi mit den LKs Mathe und
> Physik gemacht und hatte damit keine größeren Probleme. Von den
> tausenden Möglichkeiten habe ich mir Physik (Diplom) oder
> Wirtschafts-Ingenieurwesen (z.B. in Karlsruhe) ausgeguckt.
>
> Zu folgende Überlegungen würde ich gerne Meinungen hören:

Okay...

>
> 1. Mit einem Physik-Studium ist man näher an der Forschung, arbeitet
> (eher) in Bereichen, über die die wenigsten Bescheid wissen. Ein
> Physik-Studium ist daher inhaltlich spannender als ein Studium in
> Ingenieur- oder Wirtschafts-Wissenschaften.

Richtig, hängt davon ab. Hängt von deinen Interessen ab.

>
> 2. Ein Physik-Studium gilt als sehr anspruchsvoll und ist schon allein
> deshalb genau das Richtige für mich. ;-) Ich mag es irgendwie, wenn
> Leute sagen "Was, Physik? Ich glaub du spinnst"

Korrekt, wenn du es sagst. Wieso nicht dann "Sanskritphilologie der
vedischen Zeit" (Spezialgebiet) studieren? :)

>
> 3. Es gibt mehr Physik-Studienplätze als Studenten, daher weniger
> Probleme einen Platz zu bekommen. Außerdem eine gewisse Knappheit an
> Physikern nach dem Studium.

Korrekt, korrekt. Angeblich.

>
> 4. Die Gefahr besteht, irgendwann auf einen Lehramtsstudiengang
> umzusteigen (meine größte Angst) oder abzubrechen.

Gefahr? Wieso Gefahr? Und wieso Angst?

>
> 5. Niemand sucht Physiker (von der Forschung abgesehen), aber man wird
> schon irgendwie (in der freien Wirtschaft) überleben nach dem Studium.

Nun, Taxifahrer wurden gesucht, werden gesucht und werden auch weiterhin
gesucht werden.

>
> 6. BWL und Informatik studiert eh schon jeder zweite, ist also nichts
> Besonderes.

Ähm, na und? Sooo exotisch ist Physik doch nun wirklich nicht.

>
> 7. Wirtschaftsingenieur ist der ideal Studiengang, um Karriere zu
> machen. (Soll heißen, man hat zumindest gute Karten damit.)

Muahahahaha.

>
> 8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik gibt es
> prinzipiell (zu) wenig Frauen.

Ich weiss nicht wirklich was das mit dem Studium zu tun haben sollte.

>
> 9. Jedes Studium ist schaffbar.

Bis auf endlich viele Ausnahmen.


gruss
Ian
--
When you go me on the nerven...
I'll put you into the Gully,
do the Deckel druff and
you never came back
to the Tageslicht

Raimund Nisius

unread,
Dec 4, 2002, 4:41:23 PM12/4/02
to
Jan Korger <QSPDVO...@spammotel.com> wrote:
> Ich habe mein Abi mit den LKs Mathe und
> Physik gemacht und hatte damit keine größeren Probleme. Von den
> tausenden Möglichkeiten habe ich mir Physik (Diplom) oder
> Wirtschafts-Ingenieurwesen (z.B. in Karlsruhe) ausgeguckt.

> Zu folgende Überlegungen würde ich gerne Meinungen hören:
>
> 1. Mit einem Physik-Studium ist man näher an der Forschung, arbeitet
> (eher) in Bereichen, über die die wenigsten Bescheid wissen. Ein
> Physik-Studium ist daher inhaltlich spannender als ein Studium in
> Ingenieur- oder Wirtschafts-Wissenschaften.

Ack. Das mögen andere Leute anders sehen.

> 2. Ein Physik-Studium gilt als sehr anspruchsvoll und ist schon allein
> deshalb genau das Richtige für mich. ;-) Ich mag es irgendwie, wenn
> Leute sagen "Was, Physik? Ich glaub du spinnst"

Gut. Studier's.

> 3. Es gibt mehr Physik-Studienplätze als Studenten, daher weniger
> Probleme einen Platz zu bekommen.

AFAIK jeweils kein ernstes Problem.

> Außerdem eine gewisse Knappheit an
> Physikern nach dem Studium.

Wo? Wann? Was? Du drängst in 7-10 Jahren auf den Arbeitsmarkt.
Magst Du gerne Versicherungsmanager, die nie verstehen werden, was
Energiedichte ist und Dich nach dem Schadensrisiko einer technischen
Großanlage fragen? Verbringst Du gerne die Nächte _unterm_ Genfer See?
Möchtest Du einen Haufen kreativ wilder Ings. nebst planlosen
Experimentatoren und extrem wichtigen Sachnummerngeneratoren wie einen
Sack Flöhe hüten, so daß dabei ein Naßtrockenperpetuummobilerasierer
serienreif wird während der Vorstand mittendrin das Budget und die Leute
zusammenstreicht?

Jemand, der die Relativitätstheorie sauber runterbeten kann wird
nirgendwo gebraucht. Du bist hinterher Generalist, der vor nichts neuem
zurückschreckt. Und sei es das Lenkrad eines Taxis. Kein Smilie.

> 4. Die Gefahr besteht, irgendwann auf einen Lehramtsstudiengang
> umzusteigen (meine größte Angst) oder abzubrechen.

Nach der Vorrede und 2. kannst Du das vergessen.


> 5. Niemand sucht Physiker (von der Forschung abgesehen), aber man wird
> schon irgendwie (in der freien Wirtschaft) überleben nach dem Studium.

"Irgendwie" sowieso. Das gilt für alle naturwissenschaftlichen
Studiengänge.

> 6. BWL und Informatik studiert eh schon jeder zweite, ist also nichts
> Besonderes.

Aber finanziell lukrativer. Und ätzend langweilig, weil Anspruchslos.

> 7. Wirtschaftsingenieur ist der ideal Studiengang, um Karriere zu
> machen. (Soll heißen, man hat zumindest gute Karten damit.)

Ja.

> 8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik gibt es
> prinzipiell (zu) wenig Frauen.

Studiere Biologie, oder gehe dort regelmäßig in die Mensa.

> 9. Jedes Studium ist schaffbar.

Nein. Das Geschwafel der Soziologen hälst Du nicht aus.

Gruß,
Raimund
--
Mein Pfotoalbum http://home.snafu.de/nisius/

Raimund Nisius

unread,
Dec 4, 2002, 5:02:51 PM12/4/02
to
Ian Greifer <ian.g...@gmx.de> wrote:

> > 8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik gibt es
> > prinzipiell (zu) wenig Frauen.
>
> Ich weiss nicht wirklich was das mit dem Studium zu tun haben sollte.

Frauen sind zu mehr imstande, als Dir die letzten 4 Minuten vor dem
Einschlafen zu versüßen.

Dirk Bisping

unread,
Dec 4, 2002, 6:11:07 PM12/4/02
to
> Zu folgende Überlegungen würde ich gerne Meinungen hören:
>
> 1. Mit einem Physik-Studium ist man näher an der Forschung, arbeitet
> (eher) in Bereichen, über die die wenigsten Bescheid wissen. Ein
> Physik-Studium ist daher inhaltlich spannender als ein Studium in
> Ingenieur- oder Wirtschafts-Wissenschaften.

Ob das inhaltlich spannender ist oder nicht, ist ja wohl ganz klar
subjektives Empfinden. Es gibt sicher Leute die Ingenieurwissenschaften
spannender finden.

> 2. Ein Physik-Studium gilt als sehr anspruchsvoll und ist schon allein
> deshalb genau das Richtige für mich. ;-) Ich mag es irgendwie, wenn
> Leute sagen "Was, Physik? Ich glaub du spinnst"

Dann bist du der ideale Physik-Student.

> 3. Es gibt mehr Physik-Studienplätze als Studenten, daher weniger
> Probleme einen Platz zu bekommen. Außerdem eine gewisse Knappheit an
> Physikern nach dem Studium.

Das mit den Studienplätzen ist richtig, die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt
können sich ganz schnell ändern, noch Mitte der 90er hatten es Physiker gar
nicht so leicht auf dem Arbeitsmarkt. Grds. bin ich der Meinung, man
studiert nicht, um später zu arbeiten, sondern um sich persönlich weiter zu
entwickeln, finde also, dass die Arbeitsmarktsituation nicht so
auschlaggebend sein sollte für deine Studienwahl. Außerdem sind die
Aussichten in den Ingenieurwissenschaften doch auch nicht so schlecht.

> 4. Die Gefahr besteht, irgendwann auf einen Lehramtsstudiengang
> umzusteigen (meine größte Angst) oder abzubrechen.

Die Gefahr, abzubrechen besteht doch bei jedem Studiengang, und wieso sollte
man auf ein Lehramtsstudium wechseln, wenn man das nicht will? Versteh ich
nicht.

> 5. Niemand sucht Physiker (von der Forschung abgesehen), aber man wird
> schon irgendwie (in der freien Wirtschaft) überleben nach dem Studium.

Wenn man gut ist, wird man in der freien Wirtschaft überleben, egal was man
studiert hat.

> 6. BWL und Informatik studiert eh schon jeder zweite, ist also nichts
> Besonderes.

Da würde ich jetzt noch einige andere Fächer mit aufnehmen in die
Aufzählung, aber auch hier gilt: Wenn man gut ist, wird man schon glücklich
werden.

> 7. Wirtschaftsingenieur ist der ideal Studiengang, um Karriere zu
> machen. (Soll heißen, man hat zumindest gute Karten damit.)

Wieso hat man als Wirtschaftsingenieur bessere Chancen, Karriere zu machen?
Außerdem, der neue Vorstandsvorsitzende von BMW (hab den Namen vergessen)
ist übrigens Physiker, da gibt's auch noch andere Beispiele, mir fallen blos
gerade keine ein.

> 8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik gibt es
> prinzipiell (zu) wenig Frauen.

Sollte doch keine für das Studium entscheidende Kriterium sein, Frauen kann
man auch wo anders kennen lernen als in der Uni. Aber ansonsten könnte ich
Pädagogik empfehlen.

> 9. Jedes Studium ist schaffbar.

Glaube ich nicht. Es gibt sicher viele Leute, für die ein Physik-Studium
auch mit großem Arbeitseinsatz nicht schaffbar ist. Wenn du aber Interesse
an der Materie, ein bischen mathematische Begabung und Ergeiz mitbringst,
dann ist für dich das Physikstudium sicher schaffbar.

Wenn du zwischen Ingenieur- und Physik-Diplom-Studium schwankst, solltest du
dir vielleicht eine Mischform aussuchen, z.B. Nanostrukturtechnik (an der
Uni Würzburg, oder ich glaube in Saarbrücken gibt es auch sowas ähnliches)
oder Technische Physik, oder solche Sachen halt.

gruss vom dirk


Hannes Petersen

unread,
Dec 4, 2002, 7:49:15 PM12/4/02
to
Raimund Nisius schrieb:

> Ian Greifer <ian.g...@gmx.de> wrote:
> > > 8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik gibt es
> > > prinzipiell (zu) wenig Frauen.
> > Ich weiss nicht wirklich was das mit dem Studium zu tun haben sollte.
> Frauen sind zu mehr imstande, als Dir die letzten 4 Minuten vor dem
> Einschlafen zu versüßen.

Im Hörsaal?

------------------------------------------------------------------------
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Lukas-Fabian Moser

unread,
Dec 4, 2002, 6:49:41 PM12/4/02
to
Hallo,

On 4 Dec 2002 11:45:58 -0800, QSPDVO...@spammotel.com (Jan Korger)
wrote:

>3. Es gibt mehr Physik-Studienplätze als Studenten, daher weniger
>Probleme einen Platz zu bekommen. Außerdem eine gewisse Knappheit an
>Physikern nach dem Studium.

Physik? "Studienplatz bekommen" - machst Du Witze? Wenn sich in den
knapp anderthalb Jahren seit meiner Einschreibung (wenn auch in
Mathematik, aber das sollte ähnlich sein) nichts geändert hat, nehmen
die Universitäten immer noch jeden Physikstudenten mit Kußhand auf.

>4. Die Gefahr besteht, irgendwann auf einen Lehramtsstudiengang
>umzusteigen (meine größte Angst) oder abzubrechen.

Wieso Angst? Wenn Du nicht willst, mußt Du nicht auf Lehramt wechseln.
Die Abbruchsgefahr ist zwar wohl durchaus gegeben, aber meiner Meinung
nach ist es besser, nach zwei Semestern (nicht unbedingt früher) etwas
anderes zu suchen, als es nie versucht zu haben.

>8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik gibt es
>prinzipiell (zu) wenig Frauen.

Für die Physik und die Mathematik ist das auch mein Eindruck; rechnet
man die vielen Lehramtsstudentinnen weg, bleibt kaum jemand übrig.
(Das ist vollkommen wertfrei gemeint und will nur sagen: soweit ich
das sehe, studieren wenige Frauen Physik oder Mathematik auf ein
Diplom.)

>9. Jedes Studium ist schaffbar.

Ja.

Grüße, Lukas

Anselm Proschniewski

unread,
Dec 5, 2002, 1:59:04 AM12/5/02
to
Jan Korger wrote:

> 1. Mit einem Physik-Studium ist man näher an der Forschung, arbeitet
> (eher) in Bereichen, über die die wenigsten Bescheid wissen. Ein
> Physik-Studium ist daher inhaltlich spannender als ein Studium in
> Ingenieur- oder Wirtschafts-Wissenschaften.

Das kommt ganz auf das Problem an: wenn es um etwas "praktisches" geht,
das in nächster Zeit auch "gebraucht" wird, dann sind meist Ingenieure
am Werk. Physiker findet man dagegen mehr in speziellen High-Tec-
Bereichen: Luft- und Raumfahrt, Elementarteilchen, Lasertechnik etc.



> 2. Ein Physik-Studium gilt als sehr anspruchsvoll und ist schon allein
> deshalb genau das Richtige für mich. ;-) Ich mag es irgendwie, wenn
> Leute sagen "Was, Physik? Ich glaub du spinnst"

Testfrage: Aus einem Aufzug, der mit drei Personen besetzt ist, steigen
fünf Personen aus. Wieviele Personen müssen nun einsteigen, damit der
Aufzug "leer" ist. Nur ein Physiker antwortet ohne mit der Wimper zu
zucken: "Zwei" ... (duck und weg)

...

> 7. Wirtschaftsingenieur ist der ideal Studiengang, um Karriere zu
> machen. (Soll heißen, man hat zumindest gute Karten damit.)

Allerdings ist das Studium, wenn man es richtig macht, also als
Doppelstudium von Ingenieurwissenschaft und BWL auch ganz besonders
schwierig. Bei "Karriere" kommt es aber sehr auf den persönlichen
Charakter an. Nicht jeder wird als Manager oder Chef geboren. Lernen tut
man die entsprechenden Fäghigkeiten am ehesten in der BWL.

...

> 9. Jedes Studium ist schaffbar.

Aber nicht von jedem. Man sollte vorher gut abschätzen, welche Last man
sich aufbürdet. Die Tatsache, das andere ein Bündel schultern, bedeutet
noch nicht, dass man da selbst auch schafft.

---

Was hälst du von einem Industriepraktikum ? Mit der Feile Kanten von
Frästeilen entgraten, mit dem Schneidbrenner Formen aus 2 cm Blech
ausschneiden, in der Gießerei glühend heiße Gussstücke ausformen und
putzen, an einer Stanzmaschine 10000 Blechdeckel herstellen. Wenn dir
das nicht liegt, dann studier besser Physik ;-)

Anselm aus Stuttgart/Esslingen

mailto:Anselm.Pro...@DaimlerChrysler.com

Michael Dahms

unread,
Dec 5, 2002, 2:38:11 AM12/5/02
to
Jan Korger wrote:
>
> 1. Mit einem Physik-Studium ist man näher an der Forschung, arbeitet
> (eher) in Bereichen, über die die wenigsten Bescheid wissen.

Das gilt auch für Ingenieure.

> 2. Ein Physik-Studium gilt als sehr anspruchsvoll und ist schon allein
> deshalb genau das Richtige für mich.

Gilt auch für Ingenieurwissenschaften. Von BWL weiß ich, daß man das
auch nebenbei studieren kann.

> 3. Es gibt mehr Physik-Studienplätze als Studenten, daher weniger
> Probleme einen Platz zu bekommen. Außerdem eine gewisse Knappheit an
> Physikern nach dem Studium.

Gilt auch für Ingenieure.

> 4. Die Gefahr besteht, irgendwann auf einen Lehramtsstudiengang
> umzusteigen

Was ist daran gefährlich? Gute Physiklehrer werden gebraucht.

> 5. Niemand sucht Physiker (von der Forschung abgesehen),

Die Aussage ist falsch.

> 6. BWL und Informatik studiert eh schon jeder zweite, ist also nichts
> Besonderes.

Für BWL stimmt Deine Aussage.

> 7. Wirtschaftsingenieur ist der ideal Studiengang, um Karriere zu
> machen. (Soll heißen, man hat zumindest gute Karten damit.)

Man munkelt es. Aus Ingenoieursicht bist Du Schmalspur.

> 8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik gibt es
> prinzipiell (zu) wenig Frauen.

s/prinzipielle/de facto/

> 9. Jedes Studium ist schaffbar.

Aber nicht für jeden.

Michael Dahms

Hendrik van Hees

unread,
Dec 5, 2002, 4:05:07 AM12/5/02
to
Jan Korger wrote:

> Hi all,
> ich mache gerade Zivildienst und möchte ab WS 2003 studieren, bin mir
> jedoch noch nicht sicher was. Ich habe mein Abi mit den LKs Mathe und
> Physik gemacht und hatte damit keine größeren Probleme. Von den
> tausenden Möglichkeiten habe ich mir Physik (Diplom) oder
> Wirtschafts-Ingenieurwesen (z.B. in Karlsruhe) ausgeguckt.

Eins vorweg: Ich habe noch *keinen* Wirtschaftsingenieur getroffen, der sein
Studium für befriedigend empfunden hat und es nach ein paar Jahren
Berufserfahrung noch sonderlich hoch einschätzt. Je nun, allzuviele WIs
kenne ich jetzt auch nicht, aber einige Kumpels als der Schule haben das
gemacht und die dazugehörigen Erfahrungen.

Physiker haben hingegen viel Spaß am Studium und bereuen dasselbige nicht,
auch wenn sie später in auf den ersten Blick völlig physikfernen Bereichen
arbeiten. Physik hat den Vorteil, daß wenig Lernwissen aber viel
Methodenwissen vermittelt wird.


>
> Zu folgende Überlegungen würde ich gerne Meinungen hören:
>
> 1. Mit einem Physik-Studium ist man näher an der Forschung, arbeitet
> (eher) in Bereichen, über die die wenigsten Bescheid wissen. Ein
> Physik-Studium ist daher inhaltlich spannender als ein Studium in
> Ingenieur- oder Wirtschafts-Wissenschaften.

Das auf jeden Fall. Allerdings können auch die Wirtschaftswissenschaften,
werden sie nicht allzu angewandt aufgefaßt, spannende Wissenschaft
enthalten (z.B. Spieltheorie).


>
> 2. Ein Physik-Studium gilt als sehr anspruchsvoll und ist schon allein
> deshalb genau das Richtige für mich. ;-) Ich mag es irgendwie, wenn
> Leute sagen "Was, Physik? Ich glaub du spinnst"

Wie man's nimmt. Physik ist das richtige für Leute, die nicht gerne
Faktenwissen in sich hineinbüffeln, sondern wissen wollen, wie etwas
funktioniert. Man ist in der Physik bestrebt, die beobachtbaren Phänomene
auf wenige Grundprinzipien zurückzuführen.


>
> 3. Es gibt mehr Physik-Studienplätze als Studenten, daher weniger
> Probleme einen Platz zu bekommen. Außerdem eine gewisse Knappheit an
> Physikern nach dem Studium.

Es gibt keine Zugangsbeschränkung. In der Regel werden die Physiker
Neuankömmlinge mit Begeisterung aufnehmen. Wo das nicht so ist, sollte man
nicht unbedingt studieren.


>
> 4. Die Gefahr besteht, irgendwann auf einen Lehramtsstudiengang
> umzusteigen (meine größte Angst) oder abzubrechen.

Man sollte imho nicht auf einen Lehramtsstudiengang umsteigen, wenn man
merkt, daß man die Physik doch nicht mag. Dann lieber (rechtzeitig, also
nach 1-2 Semestern) abbrechen und ein neues Studienfach suchen.

>
> 5. Niemand sucht Physiker (von der Forschung abgesehen), aber man wird
> schon irgendwie (in der freien Wirtschaft) überleben nach dem Studium.

Genau.


>
> 6. BWL und Informatik studiert eh schon jeder zweite, ist also nichts
> Besonderes.

No comment ;-).


>
> 7. Wirtschaftsingenieur ist der ideal Studiengang, um Karriere zu
> machen. (Soll heißen, man hat zumindest gute Karten damit.)

Ich weiß nicht, wie gut die Karten von WIs im Vergleich zu "richtigen"
Ingenieuren und Naturwissenschaftlern ist. Überhaupt sollte man nicht allzu
sehr nach derzeitigen Berufschancen schielen, wenn es um die Wahl des
Studienfaches geht. Das ändert sich so schnell, daß es nach dem Studium
allemal ganz anders aussehen kann. Studiere, was Dir Spaß macht, scheint
die richtige Regel zu sein. Nur wenn es einem wirklich Spaß macht, kann man
auch wirklich gut sein. Das bedeutet jetzt nicht, daß das Physikstudium
ohne große Anstrengungen zu absolvieren wäre, man sollte also Spaß am
Arbeiten haben :-).


>
> 8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik gibt es
> prinzipiell (zu) wenig Frauen.

Das ist wahr (seufz). Gleichwohl schadet es nichts, wenn man auch mal mit
Nichtphysikern Kontakt hat :-).


>
> 9. Jedes Studium ist schaffbar.

Das ist sicher.


--
Hendrik van Hees Fakultät für Physik
Phone: +49 521/106-6221 Universität Bielefeld
Fax: +49 521/106-2961 Universitätsstraße
http://theory.gsi.de/~vanhees/ D-33615 Bielefeld

Michael Erwerle

unread,
Dec 5, 2002, 1:29:50 PM12/5/02
to
>> 7. Wirtschaftsingenieur ist der ideal Studiengang, um Karriere zu
>> machen. (Soll heißen, man hat zumindest gute Karten damit.)
>
>Wieso hat man als Wirtschaftsingenieur bessere Chancen, Karriere zu machen?
>Außerdem, der neue Vorstandsvorsitzende von BMW (hab den Namen vergessen)
>ist übrigens Physiker, da gibt's auch noch andere Beispiele, mir fallen blos
>gerade keine ein.
>

Angie Merkel? Oskar Lafontane? Der Ex Siemens Chef?

Als Wi Ing hast Du vor allem einen Vorteil: Du wirst ein ehrenvolles Leben
führen: viel Feind viel Ehr...

zumindest kenne ich kaum Leute in der Entwicklung die nicht einen Wi Ing sofort
als neuen Feind akzeptieren:

60% Wissen vom Ing... (also Techniker Standart)

Und

60% WIWI (der Controller ist der natürliche Feind des Entwicklers)

und dazu im allgemeinen einiges an antrainierter Arroganz (wir sind besser weil
wir ja 120% Akademische Ausbildung haben und Ihr habt nnur Eure Fachkenntnisse
bähh ihr wart nur zu faul was anspruchsvolles zu studieren...) sorgen dann
dafür das der Wirtschaftsingeniör sich nie über Feinde beklagen kann...

Ziel eines Wi Ing müßte normalerweise sein zwischen den Welten zu vermitteln,
was leider die weingsten machen...

Michael
I am not a bug I am a undocumented feature

Michael Erwerle

unread,
Dec 5, 2002, 1:35:26 PM12/5/02
to
>Was h=E4lst du von einem Industriepraktikum ? Mit der Feile Kanten von
>Fr=E4steilen entgraten, mit dem Schneidbrenner Formen aus 2 cm Blech
>ausschneiden, in der Gie=DFerei gl=FChend hei=DFe Gussst=FCcke ausformen =

>und
>putzen, an einer Stanzmaschine 10000 Blechdeckel herstellen. Wenn dir
>das nicht liegt, dann studier besser Physik ;-) =
>

Ich bin Physiker und war doch in der Lage die Meisterprobe der Schmiede (lecken
am glühenden Eisen) zu überstehen... Herr Ingeniör... übrigens habe ich auch
das herstellen einfacher Glasgeräte gelernt, Siebdruck und auch den Guß in der
verlorenen Form alles Fähigkeiten die nicht primär gefordert sind, aber auch
für Physiker dann und wann ganz hilfreich sind..


Michael von einem TIER 3 ;-)

Michael Erwerle

unread,
Dec 5, 2002, 1:40:00 PM12/5/02
to
>> 1. Mit einem Physik-Studium ist man näher an der Forschung, arbeitet
>> (eher) in Bereichen, über die die wenigsten Bescheid wissen.
>
>Das gilt auch für Ingenieure.

Das sie nicht darüber Bescheid wissen was Physiker tun oder das sie in
Bereichen arbeiten über die andere kaum bescheid wissen...

Bei einigen Ingenieuren hatte ich auch schon den Eindruck, das sie in Gebieten
arbeiten von denen sie selbst nicht Bescheid wissen...

>> 5. Niemand sucht Physiker (von der Forschung abgesehen),
>
>Die Aussage ist falsch

viele wissen gar nicht, das sie eigentlch Physiker suchen....

>> 7. Wirtschaftsingenieur ist der ideal Studiengang, um Karriere zu
>> machen. (Soll heißen, man hat zumindest gute Karten damit.)
>
>Man munkelt es. Aus Ingenoieursicht bist Du Schmalspur

grins.... Du beleidigst gerade die Schmalspur...

Michael

Michael Erwerle

unread,
Dec 5, 2002, 1:49:54 PM12/5/02
to
>> 5. Niemand sucht Physiker (von der Forschung abgesehen), aber man wird
>> schon irgendwie (in der freien Wirtschaft) überleben nach dem Studium.
>
>Genau.

Es gibt genug Stellen für Physiker.... man muß sie nur finden...
und damit kann man dann recht gut überleben! Physiker sind gerngesehen
Problemlöser überall dort wo technisches Detailwissen versagt...
Ich konnte schon mehrmals Exotische Lösunge aus dem Ärmel Schütteln die dann
seltsamerweise funktionierten... weil es gelang wissen aus drei oder vier
Bereichen
(Chemie, Maschinenbau, Hydrodymnamik, Tribologie) zu kombinieren und kompromise
vorzuschlagen an die andere schlicht nicht denken konnten weil das
oberflächliche wissen und die Fähigkeit dazu fehlte dieses Wissen zu
korrelieren...

solche Dinge lernst Du im Physikstudium, aber auch im guten Ingstudium..

>> 6. BWL und Informatik studiert eh schon jeder zweite, ist also nichts
>> Besonderes.
>
>No comment ;-).

meine Frau hat ein WIWI Studium, deshalb enthalte ich mich der Kommentare

>> 8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik gibt es
>> prinzipiell (zu) wenig Frauen.
>
>Das ist wahr (seufz). Gleichwohl schadet es nichts, wenn man auch mal mit
>Nichtphysikern Kontakt hat :-).

such Dir doch die Uni nach Frauenquote aus...
Es soll mal eine Zeit gegeben haben da hatte Greifswald etwa eine Frauenquote
in der Physik bei den Studienanfängern von 50%, was aus der Dame dann wohl
geworden ist ? ;-)
Scherz beiseite: Du brauchst auch ein Nebenfach und da würde sich etwa BWL oder
Chemiue anbieten und dort ist die Frauenquote deutlich besser....

Jan Korger

unread,
Dec 5, 2002, 1:57:33 PM12/5/02
to
Danke für eure Antworten.

Lukas-Fabian Moser <l...@gmx.de> wrote in message news:<bu4tuuoshgnplih0f...@4ax.com>...

> >4. Die Gefahr besteht, irgendwann auf einen Lehramtsstudiengang
> >umzusteigen (meine größte Angst) oder abzubrechen.
>
> Wieso Angst? Wenn Du nicht willst, mußt Du nicht auf Lehramt wechseln.

Frag' mal einen (guten) Physik-Lehrer, ob er, als er angefangen hat,
zu studieren, Lehrer werden wollte und ob er heute nochmal ein
Lehramtsstudium machen würde.


Noch eine Frage:
Wie sehr unterscheiden sich denn die Universitäten bei Physik. Bei den
Ingenieuren hat jede Uni ihre spezielle Nebenfächer und
Spezialgebiete, die sie anpreist, aber welche Unterschiede gibt es bei
Physik? Oder allgemeiner: Da ich nicht in Stuttgart bleiben will und
außerhalb Stuttgarts niemanden kenne, den ich fragen könnte, außerdem
aber keine genauen Vorstellungen habe, habe ich ja eine gewisse
Auswahl. Woran orientiert man sich? Layout der Informationsbrochure,
Farbe des Studentenwohnheims, Namen der Profesoren, Sympathie der
Stadt (Kneipen, Diskos, etc)?

Und BTW, falls das hier jemand weiß: Welche Möglichkeiten bestehen
denn, im ersten Semester direkt ins Ausland zu gehen (wird
üblicherweise ja erst später empfohlen) und welche Möglichkeiten gibt
es, als Erstsemester (!) an Stipendien (nicht BAFöG) zu gelangen.

Gruß
Jan

Raimund Nisius

unread,
Dec 5, 2002, 5:36:32 PM12/5/02
to
Hannes Petersen <hannes-...@freenet.de> wrote:

> Raimund Nisius schrieb:
> > Ian Greifer <ian.g...@gmx.de> wrote:
> > > > 8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik gibt es
> > > > prinzipiell (zu) wenig Frauen.
> > > Ich weiss nicht wirklich was das mit dem Studium zu tun haben sollte.
> > Frauen sind zu mehr imstande, als Dir die letzten 4 Minuten vor dem
> > Einschlafen zu versüßen.
>
> Im Hörsaal?

...sind sie zu mehr imstande.

Moritz Karbach

unread,
Dec 5, 2002, 7:35:18 PM12/5/02
to
Hendrik van Hees wrote:

> Das ist wahr (seufz). Gleichwohl schadet es nichts, wenn man auch mal mit
> Nichtphysikern Kontakt hat :-).

phys: "Hi, lang nicht gesehn!"

norm: "ja, stimmt! Was machst du denn so?"

phys: "Ich studiere. Physik."

norm: *ungläubigstaun* "Echt? Boff, Physik konnte ich ja nie in der
Schule... ist das nicht schwer?"

phys: *überleg* sag ich ja, was angemessen wäre, aber allzu arrogant
erschiene? sag ich nein? ... "Naja, es geht. Solange es Spaß macht :-)"

norm: *lach* "Und was machst du da so?"

phys: "Äh.." soll ich ihr jetzt von Zustandsdichten erzählen? oder
lieber von kontrahierten Krümmungstensoren? oder vom Differential der
Entropie? "Wir rechnen halt viel..."

norm: "Ui... was ich immer schon mal wissen wollte: wozu braucht man
eigentlich Binomische Formeln?"

phys: *buffer_underrun* "..??.."

phys: "Oh, mein Drink ist alle. Werd maln neuen holen..."


MfG,

Moritz

--
"If you assume, a horse is a sphere, then you might be a physics major..."

Hannes Petersen

unread,
Dec 5, 2002, 9:36:35 PM12/5/02
to
Raimund Nisius schrieb:

> Hannes Petersen wrote:
> > Raimund Nisius schrieb:
> > > Ian Greifer <ian.g...@gmx.de> wrote:
> > > > > 8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik gibt es
> > > > > prinzipiell (zu) wenig Frauen.
> > > > Ich weiss nicht wirklich was das mit dem Studium zu tun haben
>sollte.
> > > Frauen sind zu mehr imstande, als Dir die letzten 4 Minuten vor dem
> > > Einschlafen zu versüßen.
> > Im Hörsaal?
> ....sind sie zu mehr imstande.

Das hört sich an, als ob sie 'auch' andere Dinge können, wie zB
studieren. Tut mir Leid, aber ich finde es nicht gerade geschmackvoll,
dass du bei 'Frauen in der Physik' gleich an 'Einschlafen zu versüßen'
denkst (oder Jan unterstellst).

Und um auf Ian zu antworten: Es ist wohl nie besonders 'gesund', wenn
die Geschlechterverteilung einer Fachrichtung zu extrem wird; daher
halte ich Jans Punkt (8) nicht für unberechtigt.
Ich habe mal eine Computerlinguistik-Vorlesung durch eine 'echte'
Linguistik-Vorlesung ergänzt (F/M-Quote 110:7). Es war nicht angenehm,
wenn die Vortragende sich persönlich bei uns sieben erkundigte, ob wir
auch mitkämen. Da war Astrophysik (10:20) akzeptabler (für beide Seiten).

Hannes
--

matthias braun

unread,
Dec 6, 2002, 3:49:34 AM12/6/02
to
Jan Korger schrieb:

> Frag' mal einen (guten) Physik-Lehrer, ob er, als er angefangen hat,
> zu studieren, Lehrer werden wollte und ob er heute nochmal ein
> Lehramtsstudium machen würde.

Also der einzig gute Lehrer an meiner Schule war Dipl.Physiker :-)


> Noch eine Frage:
> Wie sehr unterscheiden sich denn die Universitäten bei Physik.

Innerhalb Deuschlands ist das Grundstudium fast gleich, und so ist der
Wechsel nach den Grundstudium problemlos. Sich jetzt schon eine Uni mit
Hinblick auf das Diplomarbeitsthema zu waehlen geht meist in die Hose,
da Interessen waehrend des Studiums wohl noch mehrfach wechseln werden.

> Woran orientiert man sich? Layout der Informationsbrochure,

noe

> Farbe des Studentenwohnheims, Namen der Profesoren,

schon eher

> Sympathie der Stadt (Kneipen, Diskos, etc)?

wesentlich mehr

Man hat die einmalige Chance da zu leben wo man moechte, das wirds bis
zur Rente nicht mehr geben, also nutze die chance. Eine gewisse Groesse
des Fachbereiches ist natuerlich von Vorteil. Fuer 5 Studenten p.a.
werden halt recht wenig zusaetzliche Veranstaltungen angeboten, bei
150p.a. ist der Kontakt zu den Profs weng spaerlich. Die Idealgroesse
ist Geschmackssache (ich mag unpersoehnliche aber dafuer viele Vorlesungen).


> Und BTW, falls das hier jemand weiß: Welche Möglichkeiten bestehen
> denn, im ersten Semester direkt ins Ausland zu gehen

Davon wuerd ich dringend Abraten, wenn dir ein anglikanisches Land
vorstrebt. Dort ist man nach dem Abi immer noch undergratuate und muss
ins College, und darf nochmal ein Kollegstufensystem bis zum Bachelor
mitmachen. Ich weiss net, wies dir geht, aber (amerikanische) Geschichte
und Literatur ect. wuerd ich net belegen wollen. Physik hast du dann
nur als Major=Leistungskurs.

Nach dem deutschen Vordiplom+2Semester darf man dann als
Graduate-student rueber, macht Graduatekurse, die ueber Anwesentheit
benotet werden, und kann sich auf Physik (=eigene Arbeit, nicht
Vorlesungen) konzentrieren.

Das hat den zusaetzlichen Effekt, dass man im Vergleich zu den wenigen
(amerikanischen) Bachelor Leuten die weiter machen auch noch Fachlich
sehr weit ist, da man die letzten 3 Jahre halt ausschliesslich Physik
betrieb, und keine Schule. Und so wird man an vielen Unis mit Handkuss
genommen.

Des weiteren wurden mein aus Deutschland gewohntes Lehrqualitaetsniveau
in Amiland weit unterboten. Also erst alle Vorlesungen hoehren, dann ab...
Jehnseits des Teiches ist nicht alles besser, auch wenn gewisse
Politiker dies an die grosse Wahlkampfglocke haengen.

Und der 4.Effekt ist, dass man als graduate meist keine Studiengebuehren
zahlt, und oder sogar bezahlt wird. Das haengt aber von der jew.
Uni/Lehrstul ab.

Es macht also durchaus Sinn erst nach dem Vordiplom ins Ausland zu gehen.

mfg matthias

Hendrik van Hees

unread,
Dec 6, 2002, 4:57:11 AM12/6/02
to
Moritz Karbach wrote:

> Hendrik van Hees wrote:
>
>> Das ist wahr (seufz). Gleichwohl schadet es nichts, wenn man auch mal mit
>> Nichtphysikern Kontakt hat :-).
>
> phys: "Hi, lang nicht gesehn!"
>
> norm: "ja, stimmt! Was machst du denn so?"
>
> phys: "Ich studiere. Physik."

Hier ist schon das Gespräch auf völlig falsches Gleis geraten ;-)). SCNR.

--
Hendrik van Hees Fakultät für Physik
Phone: +49 521/106-6221 Universität Bielefeld

Fax: +49 521/106-2961 Universitätsstraße 25
http://theory.gsi.de/~vanhees/ D-33615 Bielefeld

Ozan Ayyüce

unread,
Dec 6, 2002, 5:19:33 AM12/6/02
to
Moritz Karbach:

So ein Gespräch würde natürlich nur mit einem Niedrigsemester
stattfinden. Der Profi-Physiker kann sich natürlich etwas besser
präsentieren:

> phys: "Hi, lang nicht gesehn!"
> norm: "ja, stimmt! Was machst du denn so?"
>
> phys: "Ich studiere. Physik."

Falsch, Moritz, ganz falsch! An dieser Stelle muss es heißen:

phys: "Ich studiere die Natur."

> norm: *ungläubigstaun* "Echt? Boff, Physik konnte ich ja nie in der
> Schule... ist das nicht schwer?"

norm: *ungläubigstaun* "Echt? Das wollte ich auch immer, aber habe jetzt
mit BWL/Jura/Medizin/... angefangen. Ich freue mich echt für dich, ist
es interessant?"

> phys: *überleg* sag ich ja, was angemessen wäre, aber allzu arrogant
> erschiene? sag ich nein? ... "Naja, es geht. Solange es Spaß macht :-)"

phys: "Oh ja, es gibt natürilich etwas langweilige Sachen, aber es macht
Spaß"

> norm: *lach* "Und was machst du da so?"

norm: "Und wo kann man das studieren? Und was machst du da so?"

> phys: "Äh.." soll ich ihr jetzt von Zustandsdichten erzählen? oder
> lieber von kontrahierten Krümmungstensoren? oder vom Differential der
> Entropie? "Wir rechnen halt viel..."

phys: "Das kann man überall studieren, an fast jeder Uni die ich kenne.
Im Grunde versuchen wir die Natur so exakt es geht zu beschreiben."
(NICHT die Mathematik erwähnen!)

> norm: "Ui... was ich immer schon mal wissen wollte: wozu braucht man
> eigentlich Binomische Formeln?"

norm: "Cool, wusste gar nicht, dass du so naturverbunden bist. Und,
machst du viele Beobachtungen?"

> phys: *buffer_underrun* "..??.."

phys: "Nun, im Moment lerne ich die Beobachtungen, die andere vor mir
gemacht haben."

norm: "Logisch. Hast du viel zu tun, oder können wir uns mal..."

> phys: "Oh, mein Drink ist alle. Werd maln neuen holen..."

falsch, ganz falsch...

Ozan

Raimund Nisius

unread,
Dec 6, 2002, 10:48:07 AM12/6/02
to
Hannes Petersen <hannes-...@freenet.de> wrote:

> > > > > > prinzipiell (zu) wenig Frauen.
> > > > > Ich weiss nicht wirklich was das mit dem Studium zu tun haben
> > > > > sollte.
> > > > Frauen sind zu mehr imstande, als Dir die letzten 4 Minuten vor dem
> > > > Einschlafen zu versüßen.
> > > Im Hörsaal?
> > ....sind sie zu mehr imstande.
>
> Das hört sich an, als ob sie 'auch' andere Dinge können, wie zB
> studieren.

Dann in --verbose: Physikstudentinnen, die ich kennenlernte, gehörten
durchweg zur Creme der Physikstudenten. Sie sind eine Bereicherung des
Studiums. Es ist zu bedauern, daß es so wenige sind.

> Tut mir Leid, aber ich finde es nicht gerade geschmackvoll,
> dass du bei 'Frauen in der Physik' gleich an 'Einschlafen zu versüßen'
> denkst (oder Jan unterstellst).

Ian habe ich das unterstellt.

>
> Und um auf Ian zu antworten: Es ist wohl nie besonders 'gesund', wenn
> die Geschlechterverteilung einer Fachrichtung zu extrem wird; daher
> halte ich Jans Punkt (8) nicht für unberechtigt.

Ack.

Hannes Petersen

unread,
Dec 6, 2002, 12:09:17 PM12/6/02
to
Ralf Kusmierz schrieb:
> X-No-Archive: Yes
> Hannes Petersen schrieb:

> > Raimund Nisius schrieb:
> > > Hannes Petersen wrote:
> > > > Raimund Nisius schrieb:
> > > > > Ian Greifer <ian.g...@gmx.de> wrote:
> > > > > > Jan Korger schrub:

> > > > > > > 8. Sowohl in Ingenieur-Studiengängen als auch in Physik
>gibt es
> > > > > > > prinzipiell (zu) wenig Frauen.
> > > > > > Ich weiss nicht wirklich was das mit dem Studium zu tun haben
> > > > > > sollte.
> > > > > Frauen sind zu mehr imstande, als Dir die letzten 4 Minuten
>vor dem
> > > > > Einschlafen zu versüßen.
> > > > Im Hörsaal?
> > > ... sind sie zu mehr imstande.

> > Das hört sich an, als ob sie 'auch' andere Dinge können, wie zB
> > studieren. Tut mir Leid, aber ich finde es nicht gerade
>geschmackvoll,
> > dass du bei 'Frauen in der Physik' gleich an 'Einschlafen zu
>versüßen'
> > denkst (oder Jan unterstellst).
>
> Du solltest mal Dein Wahrnehmungsvermögen adjustieren. Du gehörst
>nämlich
> zu denjenigen, die solches "finden", was nach allgemeiner Auffassung
>gar
> nicht vorhanden ist. Und glaube mir: So was nervt extrem, deshalb
>schiebt
> man Betroffenheitsfanatiker wie Berufsjuden (das sind die, die uns
> neuschreiblich "Leid" tun) normalerweise in irgendwelche religiöse
> Organisationen ab, in denen man mit so etwas rechnet.

Warum wirst du beleidigend? (Und behauptest, ich würde nerven.)
Warum äußerst du dich nicht zum Thema (Frauen im Physikstudium)? (Und
nervst dadurch selbst.)

Ian 'weiss nicht wirklich was das [Vorhandensein zu weniger Frauen] mit
dem Studium zu tun haben sollte'; das habe ich zu beantworten versucht.
Sollte ich Raimund Unrecht getan haben, täte mir das Leid.

> Raimund hat wohl so ziemlich exakt das Gegenteil von dem gemeint, was
>Du
> "gefunden" hast.

Das ist deine Interpretation. Meine ist eine andere. Wenn du mir nicht
zustimmst, steht es dir frei, eine andere Position zu vertreten. Mit
Beleidigungen wie 'Berufsjuden' herumzuwerfen, steht dir IMHO nicht zu.

> (Bist Du im RL auch ein Pointentöter?)

Wieso 'auch'?

Raimund Nisius

unread,
Dec 6, 2002, 4:18:52 PM12/6/02
to
Ottmar Ohlemacher <muello...@web.de> wrote:

> >Nun, Taxifahrer wurden gesucht, werden gesucht und werden auch weiterhin
> >gesucht werden.
> >

> Lol - die brauchen aber kein Physikstudium für ihren Job. ;-)

Wovon lebt der theoretische Teilchenphysiker _nach_ der 5.
Postdoc-Stelle auf BATIIa/2 Basis? Wer den Anschluß verpaßt, muß was
anderes machen. Eine Bekannte von mir machte eine Ausbildung zur
Verwaltungsbeamten. Mit im Kurs saß ein Dr. der Physyik.

> Würde man z.B. akzentfreies Deutsch als Zulassungskriterium einführen,
> dann wären auf einen Schlag die hälfte der Taxifaher weg vom Fenster -
> zur Freude der übriggebliebenen ;-)

Nenn mir einen akzentfreies Deutsch sprechenden Physiker.
Was ist das überhaupt?

Ina Reichel

unread,
Dec 6, 2002, 7:30:05 PM12/6/02
to
QSPDVO...@spammotel.com (Jan Korger) writes:
> Wie sehr unterscheiden sich denn die Universitäten bei Physik. Bei den
> Ingenieuren hat jede Uni ihre spezielle Nebenfächer und
> Spezialgebiete, die sie anpreist, aber welche Unterschiede gibt es bei
> Physik?

Aehnlich. Jede Uni bietet halt ein paar Spezialgebiete an. Wirklich
relevant wird das aber erst gegen Ende des Hauptstudiums insbesondere
bei der Auswahl der Diplomarbeit. Im Grundstudium ist der
Hauptunterschied, ob man in Sachen Mathematik bei den Mathematikern
mit drinsitzt oder eine eigene "Mathe fuer Physiker" Vorlesung hat
oder die Auswahl zwischen beidem.

> Oder allgemeiner: Da ich nicht in Stuttgart bleiben will und
> außerhalb Stuttgarts niemanden kenne, den ich fragen könnte, außerdem
> aber keine genauen Vorstellungen habe, habe ich ja eine gewisse
> Auswahl. Woran orientiert man sich? Layout der Informationsbrochure,
> Farbe des Studentenwohnheims, Namen der Profesoren, Sympathie der
> Stadt (Kneipen, Diskos, etc)?

Nach der Sympathie der Stadt. Es ist relativ problemlos, nach dem
Vordiplom zu wechseln. Und da man sich meist eher noch spaeter als
dann endgueltig fuer die Fachrichtung der Diplomarbeit entscheidet,
sollte man bei der Auswahl nicht so sehr wert auf die Spezialisierung
legen. Das kommt dann erst, wenn man ggfs. nach dem Vordiplom
wechselt.

> Und BTW, falls das hier jemand weiß: Welche Möglichkeiten bestehen
> denn, im ersten Semester direkt ins Ausland zu gehen (wird
> üblicherweise ja erst später empfohlen)

Nicht sehr sinnvoll. Optimale Zeit fuers Ausland ist zwischen 5. und
8. Semester.

> und welche Möglichkeiten gibt
> es, als Erstsemester (!) an Stipendien (nicht BAFöG) zu gelangen.

Studienstiftung zum Bleistift.

BTW: Zum Frauenanteil: Kann da zwar nur bedingt mitreden, aber ich
denke, das ist nicht so schlimm sofern Du Dir nicht eine Stadt
aussuchst, die eine grosse Technische Uni/Hochschule hat aber relativ
wenige Einwohner. Da ist dann das Geschlechterverhaeltnis in der
Altersgruppe 20-30 total schief. Und das halt nicht nur im FB Physik
sondern in der ganzen Stadt.

Cheers

Ina

--
Ina Reichel new address: irei...@lbl.gov

"In the quiet of the night let our candle always burn
let us never lose the lessons we have learned." B.M. 1976

Hannes Petersen

unread,
Dec 6, 2002, 9:16:20 PM12/6/02
to
Ralf Kusmierz schrieb:
> X-No-Archive: Yes
> Hannes Petersen schrieb:
> > Warum wirst du beleidigend? (Und behauptest, ich würde nerven.)
> Das dürfte ebenfalls Deine subjektive Interpretation sein.

Mich als Fanatiker zu bezeichnen, der abgeschoben gehört, ist (meiner
Meinung nach) mindestens unfreundlich. Ich vermute, dass sehen Andere
auch so.
(Schiede ich tatsächlich getrocknete Weintrauben aus, hätte ich sicher
auch deine Sig bemäkelt.)

> > Das ist deine Interpretation. Meine ist eine andere.

> Sprachliche Äußerungen sind i. a. nicht interpretationsbedürftig, denn
>es
> ist üblicherweise die Intention des Sprechers, verstanden zu werden.

Ach! Das klappt aber nicht immer. (Siehe dazu: 'Miteinander Reden', F.
Schulz von Thun, 1981 Rowohlt)

> Aber
> manchen muß man Witze eben erklären ...

Ack.

> > ['Berufsjuden']
> Das ist keine Beleidigung [...]

Nack.

> Und zum Topic:
> Daß der Frauenanteil in den genannten Studiengängen niedrig ist, ist
> Tatsache. Man kann das bedauern, ignorieren oder nach den Gründen
>fragen,
> es ändert - kurzfristig - nichts.

Jan könnte auf Linguistik, Anglistik, oÄ umsatteln; das würde dort den
Frauenüberschuss senken und den Männerüberschuss bei den Physikern. :-)

Hannes Petersen

unread,
Dec 6, 2002, 9:22:17 PM12/6/02
to
Ottmar Ohlemacher schrieb:

> >> 5. Niemand sucht Physiker (von der Forschung abgesehen), aber man
>wird
> >> schon irgendwie (in der freien Wirtschaft) überleben nach dem
>Studium.
> >Nun, Taxifahrer wurden gesucht, werden gesucht und werden auch
>weiterhin
> >gesucht werden.
> Lol - die brauchen aber kein Physikstudium für ihren Job. ;-)
> Jede andere akademische - halbakademische - abgebrochene akademische
> Ausbildung sowie fast alle Arten der Unbildung reichen zum Taxifahren
> auch aus.

Stimmt. Neulich fuhr mich ein Inder. Ein Informatikstudium scheint auch
auszureichen.

Markus Becker

unread,
Dec 7, 2002, 7:04:27 AM12/7/02
to
Ottmar Ohlemacher schrieb am Fri, 06 Dec 2002 03:12:28 +0100:

> Würde man z.B. akzentfreies Deutsch als Zulassungskriterium einführen,
> dann wären auf einen Schlag die hälfte der Taxifaher weg vom Fenster -
> zur Freude der übriggebliebenen ;-)

In Stuttgart wären z.B. die einzigen, die übrig blieben, ein paar
aktzentfrei sprechende Ausländer. Einheimische w+rdest Du dann nicht
mehr finden.

:-)

Markus

kai-martin

unread,
Dec 7, 2002, 10:14:32 AM12/7/02
to
On Thu, 05 Dec 2002 10:57:33 +0000, Jan Korger wrote:


> Noch eine Frage:
> Wie sehr unterscheiden sich denn die Universitäten bei Physik.

Formal (fast) gar nicht. In der Realität sind die Unterschiede
überraschend groß und scheinen mir wesentlich von den
Forschungsschwerpunkten des jeweiligen Fachbereichs beeinflusst zu sein.
In Hannover gibt zum Beispiel eine starke Betonung auf alles, was mit
Lasern zu tun hat (Atomphysik, Quantenoptik, Laserbau...). Dafür wird
Teilchenphysik weitgehend ignoriert und Astrophysk ein unbeschriebenes
Blatt (abgesehen von Gravitationswellen). Das mit der Teilchenphysik
ist in Hamburg schon wegen des Desy dramatisch anders.
Außerdem spielt die Größe eines Fachbereiches eine Rolle, so können in
Heiddelberg deutlich mehr Schwerpunkte voll ausgebaut nebeneinander
bestehen als in Kiel, oder Clausthal.


> Woran orientiert man sich? Layout der Informationsbrochure,
> Farbe des Studentenwohnheims, Namen der Profesoren, Sympathie der
> Stadt (Kneipen, Diskos, etc)?

Meine Empfehlung: Hinfahren, in eine Vorlesung laufen, Leute löchern,
die Augen offen halten, eine eigene Meinung bilden. Auch wenn das
aufwendig klingt, es lohnt sich.

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak
k...@familieknaak.de

Michael Erwerle

unread,
Dec 7, 2002, 10:52:02 AM12/7/02
to
>In Stuttgart wären z.B. die einzigen, die übrig blieben, ein paar
>aktzentfrei sprechende Ausländer. Einheimische w+rdest Du dann nicht
>mehr finden.

Kerle komm Du blos her, Dir soich I den Wendor a Schleifaze vors Hauos uff dr
Trottwar dass ....

Mir Schwoba on koi doitsch kenna...

Heidanei....

Thorsten Siebenborn

unread,
Dec 7, 2002, 11:11:28 AM12/7/02
to
Michael Erwerle schrieb:

>>In Stuttgart wären z.B. die einzigen, die übrig blieben, ein paar
>>aktzentfrei sprechende Ausländer. Einheimische w+rdest Du dann nicht
>>mehr finden.
>
> Kerle komm Du blos her, Dir soich I den Wendor a Schleifaze vors
> Hauos uff dr Trottwar dass ....
>
> Mir Schwoba on koi doitsch kenna...

Entschuldigung,
bei meiner Privatübersetzung kam soviel raus:
///
Kerl, komm Du bloß her, Dir.[...]..vors Haus auf.[...].dass...

Wir Schwaben und kein Deutsch können....
///
Für die weitere Übersetzung bräuchte ich noch die beiden Klammern.
> Heidanei....

Und das auch <gg>
Thorsten

--
Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist oder
zu sein vermeinet, sondern die aufrichtige Mühe, die er an-
gewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert
des Menschen ! Lessing: Eine Duplik

Michael Erwerle

unread,
Dec 8, 2002, 4:55:09 AM12/8/02
to
>Kerl, komm Du bloß her, Dir.[...]..vors Haus auf.[...].dass...
>
pinkle ich eine eisbahn
vor das Haus auf den Gehweg, dass...

rest stimmt

Moritz Karbach

unread,
Dec 8, 2002, 1:01:58 PM12/8/02
to
Ozan Ayyüce wrote:
> So ein Gespräch würde natürlich nur mit einem Niedrigsemester
> stattfinden. Der Profi-Physiker kann sich natürlich etwas besser
> präsentieren:

Najaa, wolln mal sehn (großes smiley vorne weg :-):

> phys: "Ich studiere die Natur."

norm: "Bist du schwul?"

> phys: "Oh ja, es gibt natürilich etwas langweilige Sachen, aber es macht
> Spaß"
>

> norm: "Und wo kann man das studieren? Und was machst du da so?"
>

> phys: "Das kann man überall studieren, an fast jeder Uni die ich kenne.
> Im Grunde versuchen wir die Natur so exakt es geht zu beschreiben."
> (NICHT die Mathematik erwähnen!)

norm: "Du bist schwul. Und, machst du viele Beobachtungen?"

> phys: "Nun, im Moment lerne ich die Beobachtungen, die andere vor mir
> gemacht haben."

norm: "Logisch. Na ich werd dann mal..."

SCNR,

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