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Kompass auf der Südhalbkugel

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Victor Wolter

unread,
Sep 7, 2002, 10:10:22 AM9/7/02
to
Hallo Leute,
in einer Globetrotter-Zeitschrift stand neulich ein Interview, in dem ein
Expeditinsausrüster davon berichtete, dass er sehr seriös sei und keinem
Menschen für die Reise auf der Südhalbkugel einen Kompass verkaufen würde -
denn der könnte da ja nicht funktionieren.
Ist das wirklich so? Wenn ja, warum?

Vielen Dank schon jetzt,

Victor


sebastian busch

unread,
Sep 7, 2002, 12:45:39 PM9/7/02
to
"Victor Wolter" <V.Wo...@web.de> schrieb
> ...

> Südhalbkugel einen Kompass verkaufen würde -
> denn der könnte da ja nicht funktionieren.
> Ist das wirklich so? ...

Hallo Victor!

Das ist nicht wirklich so. Die magnetischen Feldlinien sind ja quasi einmal
um die Erde gewickelt, und nach denen richtet sich der
Kompass. »gewickelt« ist eigentlich falsch... z.b. bei
http://www.asn-ibk.ac.at/bildung/faecher/physik-hs/MagnetfeldderErde.htm
findest Du ein Bild... Im Süden ist nichts anders als im Norden.

Grüße,
Sebastian.

P.S.: ich würde da nicht mehr einkaufen... :)


Thomas Schmidt

unread,
Sep 7, 2002, 6:01:10 PM9/7/02
to
Victor Wolter schrieb:

> in einer Globetrotter-Zeitschrift stand neulich ein Interview, in dem ein
> Expeditinsausrüster davon berichtete, dass er sehr seriös sei und keinem
> Menschen für die Reise auf der Südhalbkugel einen Kompass verkaufen würde -
> denn der könnte da ja nicht funktionieren.
> Ist das wirklich so? Wenn ja, warum?

Es ist nicht so, daß ein Kompass auf der Südhalbkugel generell nicht
funktioniert, es ist nur so, daß ein für die Nordhalbkugel konstruierter
Kompass möglicherweise auf der Südhalbkugel nicht funktioniert (und
umgekehrt). Wenn du dir einmal die Feldlinien des Erdmagnetfeldes
ansiehst, dann tauchen sie nur an den magnetischen Polen senkrecht
in die Erde ein; an allen anderen Stellen sind sie mehr oder weniger
flach zur Oberfläche geneigt (Inklination), in der Nähe des magnetischen
Äquators verlaufen sie horizontal.

In unseren Breiten würde eine ohne Magnetfeld exakt ausbalancierte Nadel
sich nach der Magnetisierung mit der nordweisenden Spitze leicht nach
unten neigen, da sie der Neigung (und natürlich der Richtung) der
Magnetlinien folgt. Man kann das durch ein Gegengewicht kompensieren,
aber auf der Südhalbkugel würde das Gegengewicht auf der falschen
Seite sitzen und die Neigung verstärken.

Ein Zitat aus der Bedienungsanleitung zu meinem RECTA Kompass:

| Auch die vertikale Intensität des Magnetfeldes ist nicht überall
| gleich (Inklination)[,] was die Horizontallage der Nadel beeinflußt.
| Dank einem RECTA-Patent genügen zwei verschieden justierte Kompass-
| kapseln (N/S) zur Korrektur dieses Effektes, eingebaut je nach
| Hemisphäre (N/S), in die der Kompass geliefert wird.
| Er kann trotzdem - ohne Genauigkeitseinbusse - weltweit verwendet
| werden, solange Sie die Nadel frei schwingen lassen können. Ein
| Austausch der Kapsel empfiehlt sich nur i[n] Bereiche[n], die
| von der N- bzw. S- Hemisphäre extrem weit weg sind (z.B. Australien,
| Alaska).

Also kein Grund, keinen Kompass auf die Südhalbkugel mitzunehmen,
es muß gegebenenfalls nur der richtige sein.

Tschau,
Thomas

--
-------------------------------------------------------------------
Thomas Schmidt e-mail: sch...@hoki.ibp.fhg.de

Victor Wolter

unread,
Sep 8, 2002, 5:58:57 AM9/8/02
to
Hallo Sebastian,
vielen Dank für Deine Antwort; ich konnte mir das auch nicht vorstellen. Die
Erklärung von Thomas Schmidt ist aber durchaus plausibel.

Victor

"sebastian busch" <sebasti...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:aldafo$1p96r5$1...@ID-115834.news.dfncis.de...

Victor Wolter

unread,
Sep 8, 2002, 6:06:16 AM9/8/02
to
Hallo Thomas,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Dass in einem Kompass
Ausgleichsgewichte an den Nadeln befestigt sind, um die Inklination zu
kompensieren, wusste ich nicht. Das erklärt die ganze Geschichte. Somit ist
die Aussage, dass Kompasse auf der Südhalbkugel nicht funktionieren ja
eigentlich falsch - man braucht sie ja nur etwas schräg halten.
Im übrigen habe ich auch schon an die Zeitschriftenredaktion geschrieben,
aber noch keine Antwort bekommen.

Tschüss und noch einen schönen Sonntag

Victor

"Thomas Schmidt" <sch...@hoki.ibp.fhg.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3D7A7726...@hoki.ibp.fhg.de...

Thomas Schmidt

unread,
Sep 8, 2002, 9:01:02 PM9/8/02
to
Victor Wolter schrieb:

> vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Dass in einem Kompass
> Ausgleichsgewichte an den Nadeln befestigt sind, um die Inklination zu
> kompensieren, wusste ich nicht. Das erklärt die ganze Geschichte.

Ich weiß nicht sicher, ob wirklich immer welche dran sind, oder ob sich
das z.B. auch durch eine geeignete Aufhängung der Nadel o.ä. umgehen
läßt, deshalb habe ich auch nur etwas diffus geschrieben "man kann".
(Im Physikunterricht hatten wir eine dieser großen rot-grünen Demon-
strationsnadeln, da war an einem Ende tatsächlich ein kleines Blech-
stück als Gewicht angebracht).

> Somit ist
> die Aussage, dass Kompasse auf der Südhalbkugel nicht funktionieren ja
> eigentlich falsch - man braucht sie ja nur etwas schräg halten.

Im Grunde ja, nur gibt es halt Grenzen, ab denen eine sinnvolle Benutzung
des Kompass' dann nicht mehr möglich ist. Dann braucht man einen, der
speziell für die Südhalbkugel konstruiert ist.

Thomas Schmidt

unread,
Sep 15, 2002, 9:01:24 AM9/15/02
to
Thomas Schmidt schrieb:

> > vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Dass in einem Kompass
> > Ausgleichsgewichte an den Nadeln befestigt sind, um die Inklination zu
> > kompensieren, wusste ich nicht. Das erklärt die ganze Geschichte.
>
> Ich weiß nicht sicher, ob wirklich immer welche dran sind, oder ob sich
> das z.B. auch durch eine geeignete Aufhängung der Nadel o.ä. umgehen
> läßt, deshalb habe ich auch nur etwas diffus geschrieben "man kann".

Noch ein Nachtrag:

| Die Inklination wird bereits bei der Herstellung dadurch ausgeglichen,
| dass man den Schwerpunkt der Nadel entsprechend verlagert; so ist
| bei einem in Deutschland gekauften Kompass z.B. das Südende der Nadel
| etwas schwerer als das Nordende. Einen solchen Kompass kann man nahezu
| auf der gesamten Nordhalbkugel verwenden. Wer jedoch jenseits des
| Äquators eine Tour plant, sollte sich beim Hersteller erkundigen,
| ob sein Kompass dort benutzt werden kann, und muß gegebenenfalls
| ein für die jeweilige Inklinationszone hergestelltes Modell kaufen.

(Rainer Höh: Orientierung mit Kompass und GPS, Rump)

Diese Verlagerung des Schwerpunkts läßt sich wohl am einfachsten so
erzielen, daß man die Nadel etwas exzentrisch lagert. Dann kann man
die Nadel einfach aus geeignetem Blech stanzen und muß nicht noch
mit Gewichten dran rumfummeln.

reisinger...@gmail.com

unread,
May 22, 2019, 11:38:31 AM5/22/19
to

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
May 22, 2019, 1:31:05 PM5/22/19
to
(Irgendwie fe lt da die Antwort.)

reisinger...@gmail.com wrote:
> Am Samstag, 7. September 2002 16:10:22 UTC+2 schrieb Victor Wolter:
>> in einer Globetrotter-Zeitschrift stand neulich ein Interview, in dem ein
>> Expeditinsausrüster davon berichtete, dass er sehr seriös sei und keinem
>> Menschen für die Reise auf der Südhalbkugel einen Kompass verkaufen würde -
>> denn der könnte da ja nicht funktionieren.
>> Ist das wirklich so? […]

Das halte ich für unwahrscheinlich.

Ein Kompass funktioniert auf der Südhalbkugel wahrscheinlich genauso wie auf
der Nordhalbkugel, denn auch wenn der geographische Nordpol dort weiter vom
Messgerät entfernt ist, richtet ein Kompass sich (abseits von magnetischen
Feldern, die es überlagern würden) entlang der Feldlinien des Erdmagnetfelds
aus, die zwischen den magnetischen Polen verlaufen. Dabei wird die
Magnetit-Spitze immer von demselben Pol angezogen.

Zu beachten wäre allenfalls, dass die magnetischen Pole nicht identisch mit
den geographischen Polen sind und ihre Position zeitlich veränderlich ist.
(Will man also den geographischen Nordpol finden, dann muss man irgendwann
dazu übergehen, sich an den Sternen zu orientieren.)

In der deutschsprachigen Wikipedia habe ich ausserdem Behauptungen gelesen,
dass der magnetische *Südpol* in der Nähe des geographischen *Nordpols* und
umgekehrt. Als Grund für eine falsche Bezeichnung wird angegeben, dass man
erst später verstanden hätte, dass sich bei Magneten immer *gegensätzliche*
Pole anziehen; vorher hätte man den magnetischen Pol, von dem der Nordpol
der Magnetit-Nadel angezogen wird, fälschlicherweise den Nordpol genannt.
Diese Bezeichnung habe sich bis heute gehalten. Diese Behauptungen sind
zwar nachvollziehbar, jedoch nicht mit Belegen ausgestattet.[1][2] In der
englischsprachigen Wikipedia finde ich keine derartigen Behauptungen.

Er wird vermutet, dass das Erdmagnetfeld in einer Umpolung begriffen ist.
Wenn diese abgeschlossen ist, werden alle Kompasse mit festem Zifferblatt um
180° die falsche Richtung anzeigen.

<https://de.wikipedia.org/wiki/Erdmagnetfeld#Paläomagnetismus_und_die_Umpolung_des_Erdmagnetfeldes>


[1] <https://de.wikipedia.org/wiki/Kompass#Verwirrung_um_Nord-_oder_Südpol>
[2]
<https://de.wikipedia.org/wiki/Nordpol#Widerspruch_zwischen_physikalischer_und_geographischer_Bezeichnung_des_magnetischen_Pols>
--
PointedEars

Twitter: @PointedEars2
Please do not cc me. / Bitte keine Kopien per E-Mail.

Roland Franzius

unread,
May 22, 2019, 3:09:40 PM5/22/19
to
Seit Sonntagnachmittag, den 8. September 2002 16:10:22 UTC+2 soll
inzwischen auch die Südhalbkugel magnetisiert worden sein.

--

Roland Franzius

Uhu

unread,
May 22, 2019, 3:16:13 PM5/22/19
to
Am 22.05.2019 um 21:09 schrieb Roland Franzius:

> Seit Sonntagnachmittag, den 8. September 2002 16:10:22 UTC+2 soll
> inzwischen auch die Südhalbkugel magnetisiert worden sein.

Aber die Magnete stehen dort alle auf dem Kopf!




Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
May 22, 2019, 3:55:46 PM5/22/19
to
Roland Franzius wrote:
> [Komplettzitat]
>
> Seit Sonntagnachmittag, den 8. September 2002 16:10:22 UTC+2 soll
> inzwischen auch die Südhalbkugel magnetisiert worden sein.

Was willst Du uns damit sagen?

Roland Franzius

unread,
May 22, 2019, 4:02:40 PM5/22/19
to
Am 22.05.2019 um 21:55 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
> Roland Franzius wrote:
>> [Komplettzitat]
>>
>> Seit Sonntagnachmittag, den 8. September 2002 16:10:22 UTC+2 soll
>> inzwischen auch die Südhalbkugel magnetisiert worden sein.
>
> Was willst Du uns damit sagen?
>

Lern zitieren und lesen.

--

Roland Franzius

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
May 22, 2019, 4:22:25 PM5/22/19
to
Roland Franzius wrote:
> Am 22.05.2019 um 21:55 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
>> Roland Franzius wrote:
>>> [Komplettzitat]
>>>
>>> Seit Sonntagnachmittag, den 8. September 2002 16:10:22 UTC+2 soll
>>> inzwischen auch die Südhalbkugel magnetisiert worden sein.
>>
>> Was willst Du uns damit sagen?
>
> Lern zitieren

Sonst geht’s Dir aber noch gut? Wer von uns beiden hat hier ein
Komplettzitat und den Thread nicht beachtet – Du oder ich?

> und lesen.

Mir ist durchaus klar, dass das OP schon sehr alt ist und dass der
Google-Groups-Poster das deshalb noch gesehen hat.

Rechtfertigt das etwa Deine Vollquottelei und Deine nicht auf mein Posting
bezugnehmende alberne Reaktion in einem Follow-up auf *mein* Posting?

Alfred Kuehne

unread,
May 22, 2019, 6:46:06 PM5/22/19
to
Am 23.05.2019 um 00:08 schrieb Falk Dµebbert:
> Am 22.05.19 um 19:31 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
>> (Irgendwie fe lt da die Antwort.)
>
> Du hast schon gesehen von wann das Posting ist, das der Googliot
> ausgegraben hat? ... und die damaligen Antworten?
>
> Falk D.

Irgendwie schoss mir gerade so ein comic-hafter Gedanke im Stil der Abt.
Don Martin (ehemalige Satire-Zeitschrift MAD) durch den Kopf... Betitelt
"Neulich auf der Südhalbkugel"...

:-D

Alf

Alfred Kuehne

unread,
May 22, 2019, 6:54:17 PM5/22/19
to
'Tschuldigung, kleine Korrektur... Das amerikanische MAD gibt's noch,
nur die deutschsprachige Ausgabe nicht mehr - seit dem letzten Dezember...

Alf

Carla Schneider

unread,
May 22, 2019, 7:45:53 PM5/22/19
to
Falk Dµebbert wrote:
>
> Am 22.05.19 um 19:31 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
> > (Irgendwie fe lt da die Antwort.)
>
> Der Thread vor 17 Jahren hatte Antworten...
>
> > reisinger...@gmail.com wrote:
> >> Am Samstag, 7. September 2002 16:10:22 UTC+2 schrieb Victor Wolter:
> >>> in einer Globetrotter-Zeitschrift stand neulich ein Interview, in dem ein
> >>> Expeditinsausrüster davon berichtete, dass er sehr seriös sei und keinem
> >>> Menschen für die Reise auf der Südhalbkugel einen Kompass verkaufen würde -
> >>> denn der könnte da ja nicht funktionieren.
> >>> Ist das wirklich so? [?]
> >
> > Das halte ich für unwahrscheinlich.
>
> Kommt vielleicht in Physik II dran.
> Ansonsten haben manche noch Kartenarbeit beim Heer oder THW gelernt.
>
> > Ein Kompass funktioniert auf der Südhalbkugel wahrscheinlich genauso wie auf
> > der Nordhalbkugel,
>
> Leider nein. Während es für die Deklination (Abweichung MagnetischNord
> von GitterNord) bzw. Nadelabweichung (bei UTM-Kartenblättern) Tabellen
> gibt und der Wert auch auf jedem ernstzunehmenden Kartenblatt steht,
> führt die Inklination (Schräglage der Feldlinien) auf der Südhalbkugel
> bei flachen Kompassen zu weiterer Missweisung, deswegen haben
> Global-Systeme kardanisch aufgehängte Magnete.

Da ist die Erklaerung aus Wikipedia aber besser:
--------
So wird bei einfachen Wanderkompassen z. B. einfach die Südhälfte der Nadel
mit einem sogenannten Reiter beschwert. Ein solcher Kompass kann auf der
Südhalbkugel nicht verwendet werden, da die Nadel schief hängt oder
schlimmstenfalls den Boden des Kompassgehäuses berühren würde.
Um weltweit Kompasse verkaufen zu können, entwickelten die
Hersteller die folgenden zwei Lösungen:

Für günstigere Kompassmodelle sind viele Hersteller dazu übergegangen,
die Welt in bis zu fünf Zonen einzuteilen[19][20] und für jede Zone eigene
Modellvarianten anzubieten. Die Varianten unterscheiden sich in ihren
Nadelschwerpunkten, sodass sie in der jeweiligen Zone ausbalanciert sind.

Bei höherwertigen Modellen werden spezielle Nadelaufhängungen
und -mechaniken verwendet, die den Kompass weltweit einsetzbar machen.[21]
---------

Wie man sieht ist also nicht nur die Suedhalbkugel ein Problem, und es ist
auch keine Missweisung die man ja korrigieren koennte, sondern die Nadel verkantet
und kann sich nicht mehr bewegen.
Ein Kompass mit symmetrischer Nadel und simpler Aufhaengung funktioniert auf beiden
Halbkugeln - aber nur in Aequatornaehe,
wo die Inklination klein ist - also nicht in Europa.

>
> ftp://ftp.ngdc.noaa.gov/geomag/images/I_map_mf_2005_large.jpeg
>
> Ein hier verkaufter "mechanischer" Kompass funktioniert also nur dann
> auch auf der Südhalbkugel einigermaßen genau, wenn er gegen Verkanten
> geschützt ist.
>
> Die kamen erst Ende der 80er als Wanderkompass oder Taschenkompass auf.
>
> Der Herr Reiseausrüster hatte damals also veralteten Quatsch erzählt.

Haengt davon ab was fuer Kompasse er verkauft.

>
> Bei Suunto haben die entsprechenden Modelle ein G für Global in der
> Modellbezeichnung. Bei Kasper&Richter ist es leider nicht so einfach.
>
> Falk D.

Uhu

unread,
May 22, 2019, 11:15:06 PM5/22/19
to
Und was Humor ist.


Falk Dµebbert

unread,
May 23, 2019, 3:45:31 AM5/23/19
to
Am 23.05.2019 um 01:50 schrieb Carla Schneider:
> Falk Dµebbert wrote:
>>
>> Am 22.05.19 um 19:31 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
>>> (Irgendwie fe lt da die Antwort.)
>>
>> Der Thread vor 17 Jahren hatte Antworten...
>>
>>> reisinger...@gmail.com wrote:
>>>> Am Samstag, 7. September 2002 16:10:22 UTC+2 schrieb Victor Wolter:
>>>>> in einer Globetrotter-Zeitschrift stand neulich ein Interview, in dem ein
>>>>> Expeditinsausrüster davon berichtete, dass er sehr seriös sei und keinem
>>>>> Menschen für die Reise auf der Südhalbkugel einen Kompass verkaufen würde -
>>>>> denn der könnte da ja nicht funktionieren.
>>>>> Ist das wirklich so? [?]
>>>
>>> Das halte ich für unwahrscheinlich.
>>
>> Kommt vielleicht in Physik II dran.
>> Ansonsten haben manche noch Kartenarbeit beim Heer oder THW gelernt.
>>
>>> Ein Kompass funktioniert auf der Südhalbkugel wahrscheinlich genauso wie auf
>>> der Nordhalbkugel,
>>
>> Leider nein. Während es für die Deklination (Abweichung MagnetischNord
>> von GitterNord) bzw. Nadelabweichung (bei UTM-Kartenblättern) Tabellen
>> gibt und der Wert auch auf jedem ernstzunehmenden Kartenblatt steht,
>> führt die Inklination (Schräglage der Feldlinien) auf der Südhalbkugel
>> bei flachen Kompassen zu weiterer Missweisung, deswegen haben
>> Global-Systeme kardanisch aufgehängte Magnete.
>
> Da ist die Erklaerung aus Wikipedia aber besser:

Sie ist falsch, weil irgendein Erstsemester ohne Praxis Katalogwissen
oder Zeitungsartikel von alten Herren aufgezählt hat.

> --------
> So wird bei einfachen Wanderkompassen z. B. einfach die Südhälfte der Nadel
> mit einem sogenannten Reiter beschwert. Ein solcher Kompass kann auf der
> Südhalbkugel nicht verwendet werden, da die Nadel schief hängt oder
> schlimmstenfalls den Boden des Kompassgehäuses berühren würde.
> Um weltweit Kompasse verkaufen zu können, entwickelten die
> Hersteller die folgenden zwei Lösungen:
>
> Für günstigere Kompassmodelle sind viele Hersteller dazu übergegangen,
> die Welt in bis zu fünf Zonen einzuteilen[19][20] und für jede Zone eigene
> Modellvarianten anzubieten. Die Varianten unterscheiden sich in ihren
> Nadelschwerpunkten, sodass sie in der jeweiligen Zone ausbalanciert sind.

Die beiden nennenswerten Hersteller mit den fünf Zonen gibt es
nicht mehr. Mit Fluxgate-Sensoren in jedem Smartphone ist der Markt auch
übersichtlich geworden. Da macht eine weitere Partitionierung keinen Sinn.

> Bei höherwertigen Modellen werden spezielle Nadelaufhängungen
> und -mechaniken verwendet, die den Kompass weltweit einsetzbar machen.[21]
> ---------
>
> Wie man sieht ist also nicht nur die Suedhalbkugel ein Problem, und es ist
> auch keine Missweisung die man ja korrigieren koennte, sondern die Nadel verkantet
> und kann sich nicht mehr bewegen.

Jein. Das Hauptproblem ist die weitere Misssweisung durch Kippen ähnlich
einem Kreisel. Aufsetzen kommt bei flüssigkeitsgelagerten Kompassen
eigentlich nicht mehr vor, weil die Kraft nicht ausreicht um die Rose im
Wasser zu kippen. Außerdem kann der Anwender diesen Vorgang verhindern,
was er instinktiv auch tun wird.

> Ein Kompass mit symmetrischer Nadel und simpler Aufhaengung funktioniert auf beiden
> Halbkugeln - aber nur in Aequatornaehe,
> wo die Inklination klein ist - also nicht in Europa.


>> ftp://ftp.ngdc.noaa.gov/geomag/images/I_map_mf_2005_large.jpeg
>>
>> Ein hier verkaufter "mechanischer" Kompass funktioniert also nur dann
>> auch auf der Südhalbkugel einigermaßen genau, wenn er gegen Verkanten
>> geschützt ist.
>>
>> Die kamen erst Ende der 80er als Wanderkompass oder Taschenkompass auf.
>>
>> Der Herr Reiseausrüster hatte damals also veralteten Quatsch erzählt.
>
> Haengt davon ab was fuer Kompasse er verkauft.

Herr Helmrich (der das Interview gegeben hat) wurde damals von Relags
beliefert. Hatte also Recta, Silva und über "Oregon Scientific" Suunto.
Wer um 1999 in seiner Filiale Bielefelder Filiale nachmittags einen
Kompass gekauft hat, dürfte ihn von mir bekommen haben.

Falk D.

Fritz

unread,
May 23, 2019, 4:01:35 AM5/23/19
to
Am 22.05.19 um 19:31 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
> Zu beachten wäre allenfalls, dass die magnetischen Pole nicht identisch mit
> den geographischen Polen sind und ihre Position zeitlich veränderlich ist.
> (Will man also den geographischen Nordpol finden, dann muss man irgendwann
> dazu übergehen, sich an den Sternen zu orientieren.)

Magnetpol der Erde wandert schneller als gedacht
<https://weather.com/de-DE/wissen/mensch/news/2019-02-07-sudpol-wird-zu-nordpol-folgen-der-bewegung-des-magnetfelds-der-erde>

Wanderung der Magnetpole: Bald mehr Polarlichter in Europa?
<https://abenteuer-astronomie.de/wanderung-der-magnetpole-bald-mehr-polarlichter-in-europa/>

--
Fritz
für eine liberale, offene, pluralistische Gesellschaft,
für ein liberales, offenes, pluralistisches EUropa!

Fritz

unread,
May 23, 2019, 4:11:54 AM5/23/19
to
Am 23.05.19 um 00:40 schrieb Falk Dµebbert:
> Leider nein. Während es für die Deklination (Abweichung MagnetischNord
> von GitterNord) bzw. Nadelabweichung (bei UTM-Kartenblättern) Tabellen
> gibt und der Wert auch auf jedem ernstzunehmenden Kartenblatt steht,
> führt die Inklination (Schräglage der Feldlinien) auf der Südhalbkugel
> bei flachen Kompassen zu weiterer Missweisung, deswegen haben
> Global-Systeme kardanisch aufgehängte Magnete.
>
> ftp://ftp.ngdc.noaa.gov/geomag/images/I_map_mf_2005_large.jpeg
>
> Ein hier verkaufter "mechanischer" Kompass funktioniert also nur dann
> auch auf der Südhalbkugel einigermaßen genau, wenn er gegen Verkanten
> geschützt ist.
>
> Die kamen erst Ende der 80er als Wanderkompass oder Taschenkompass auf.
>
> Der Herr Reiseausrüster hatte damals also veralteten Quatsch erzählt.
>
> Bei Suunto haben die entsprechenden Modelle ein G für Global in der
> Modellbezeichnung. Bei Kasper&Richter ist es leider nicht so einfach.

Schaffen das in guten Smartphones eingebaute Magnetfeldsensoren auch?

Mein Samsung beherrscht mit entsprechender App auch den Magnetkompass.

'GPS Status' zeigt sowohl die Navigationssatelliten, hat eine Libelle,
und eine 'echte' Kompassrose.

Hier neben dem Computer und Monitor wird der Kompass etwas gestört
(Lautsprecher Magnete), zudem hat der (Ikea) Computertisch einen
Metallrahmen (Stahl).

Fritz

unread,
May 23, 2019, 4:13:37 AM5/23/19
to
Am 23.05.19 um 01:50 schrieb Carla Schneider:
> So wird bei einfachen Wanderkompassen z. B. einfach die Südhälfte der Nadel
> mit einem sogenannten Reiter beschwert. Ein solcher Kompass kann auf der
> Südhalbkugel nicht verwendet werden, da die Nadel schief hängt oder
> schlimmstenfalls den Boden des Kompassgehäuses berühren würde.
> Um weltweit Kompasse verkaufen zu können, entwickelten die
> Hersteller die folgenden zwei Lösungen:

Heute verwendet man dazu ein gutes Smartphone oder ein Wander NAVI Gerät
- beide verfügen auch über Magnetsensoren und emulieren einen Kompass.

Falk Dµebbert

unread,
May 23, 2019, 4:25:13 AM5/23/19
to
Am 23.05.2019 um 10:11 schrieb Fritz:
>
> Schaffen das in guten Smartphones eingebaute Magnetfeldsensoren auch?
>
> Mein Samsung beherrscht mit entsprechender App auch den Magnetkompass.
>
> 'GPS Status' zeigt sowohl die Navigationssatelliten, hat eine Libelle,
> und eine 'echte' Kompassrose.
>
> Hier neben dem Computer und Monitor wird der Kompass etwas gestört
> (Lautsprecher Magnete), zudem hat der (Ikea) Computertisch einen
> Metallrahmen (Stahl).

Um zu sehen, wie rum man eine Karten halten soll: ja
um richtig zu navigieren oder Entfernungen zu berechnen: nein.

Selbst wenn man sie kalibriert, neigen kleine Sensoren in Geräten mit
Stromfluss und/oder Metallgehäusen zu unberechenbaren Missweisungen.

Aber das betrifft vielleicht 2% der Anwendungsfälle zu Fuß.



Falk D.

Carla Schneider

unread,
May 23, 2019, 5:03:03 AM5/23/19
to
Wenn du einen Kompass hast in dem die Nadel sich in alle Raumrichtungen einstellen kann,
und du guckts von oben senkrecht drauf, dann siehst du keine Missweisung,
die Abweichung der Nadel von der Waagrechten ist keine.
In

> Aufsetzen kommt bei flüssigkeitsgelagerten Kompassen
> eigentlich nicht mehr vor, weil die Kraft nicht ausreicht um die Rose im
> Wasser zu kippen.

Der Fluessigkeitsgelagerte Kompass ist sogar der erste ueberhaupt, den die Chinesen
im Mittelalter erfunden haben.
Aber er ist teurer und vor allem schwerer als eine in einem Punkt gelagerte
Magnetnadel.


> Außerdem kann der Anwender diesen Vorgang verhindern,
> was er instinktiv auch tun wird.

Ein Kompass mit symmetrischer Nadel muesste in Europa um 60° schief gehalten werden,
also mehr Senkrecht als Waagrecht - das will keiner.
Wenn er aber fuer Europa ausbalanciert ist und man will ihn in Suedafrika bei
ebenfalls 60° Inklination , aber in die andere Richtung, so halten dass er
funktioniert - wie schief muss man ihn halten ?
Kann man ihn dann ueberhaupt noch vernuenftig ablesen ?

Fritz

unread,
May 23, 2019, 12:29:19 PM5/23/19
to
Am 23.05.19 um 10:25 schrieb Falk Dµebbert:
Da bei Smartphones und Wander-/Rad-Navis der Magnetkompass nur Beiwerk
ist, kann man sich ja auf die Satellitennavigation verlassen.
Außer man befindet sich in einer engen Schlucht oder es herrschen sehr
widrige Witterungsverhältnisse welche den Satellitenempfang stören.
Bei solchen 'Wanderungen in schwierigen Gelände' oder Expeditionen
empfiehlt es sich sicherlich zusätzlich einen guten Magnetkompass mit zu
nehmen.

Der Magnetkompass dient IMHO heute großteils nur mehr als Backup anderer
Systeme.

Carla Schneider

unread,
May 23, 2019, 2:26:40 PM5/23/19
to
Fritz wrote:
>
> Am 23.05.19 um 10:25 schrieb Falk Dµebbert:
> > Am 23.05.2019 um 10:11 schrieb Fritz:
> >>
> >> Schaffen das in guten Smartphones eingebaute Magnetfeldsensoren auch?
> >>
> >> Mein Samsung beherrscht mit entsprechender App auch den Magnetkompass.
> >>
> >> 'GPS Status' zeigt sowohl die Navigationssatelliten, hat eine Libelle,
> >> und eine 'echte' Kompassrose.
> >>
> >> Hier neben dem Computer und Monitor wird der Kompass etwas gestört
> >> (Lautsprecher Magnete), zudem hat der (Ikea) Computertisch einen
> >> Metallrahmen (Stahl).
> >
> > Um zu sehen, wie rum man eine Karten halten soll: ja
> > um richtig zu navigieren oder Entfernungen zu berechnen: nein.
> >
> > Selbst wenn man sie kalibriert, neigen kleine Sensoren in Geräten mit
> > Stromfluss und/oder Metallgehäusen zu unberechenbaren Missweisungen.
> >
> > Aber das betrifft vielleicht 2% der Anwendungsfälle zu Fuß.
>
> Da bei Smartphones und Wander-/Rad-Navis der Magnetkompass nur Beiwerk
> ist, kann man sich ja auf die Satellitennavigation verlassen.

Die Satellitennavigation sagt dir nur wo du bist, aber zeigt dir
keine Himmelsrichtung, es sei denn du bewegst dich.

Roland Franzius

unread,
May 23, 2019, 3:49:34 PM5/23/19
to
Am 23.05.2019 um 20:31 schrieb Carla Schneider:
>
> Die Satellitennavigation sagt dir nur wo du bist, aber zeigt dir
> keine Himmelsrichtung, es sei denn du bewegst dich.
>

Mein Navi integriert die ABS-Signale der Räder und kennt daher sogar
seine Himmelsrichtung im Stehen.

--

Roland Franzius

Rolf Bombach

unread,
May 23, 2019, 5:30:12 PM5/23/19
to
Fritz schrieb:
>
> Da bei Smartphones und Wander-/Rad-Navis der Magnetkompass nur Beiwerk ist, kann man sich ja auf die Satellitennavigation verlassen.
> Außer man befindet sich in einer engen Schlucht oder es herrschen sehr widrige Witterungsverhältnisse welche den Satellitenempfang stören.
> Bei solchen 'Wanderungen in schwierigen Gelände' oder Expeditionen empfiehlt es sich sicherlich zusätzlich einen guten Magnetkompass mit zu nehmen.
>
> Der Magnetkompass dient IMHO heute großteils nur mehr als Backup anderer Systeme.

Bei Wanderungen in schwierigem Gelände empfiehlt sich primär, gutes
Kartenmaterial mitzunehmen. Durchaus solches auf synthetischem Papier,
das funktioniert auch ohne Strom, Satellit, WLAN, 5G, younameit.

--
mfg Rolf Bombach

Carla Schneider

unread,
May 24, 2019, 2:50:51 AM5/24/19
to
Falk Dµebbert wrote:
>
> Am 23.05.19 um 11:07 schrieb Carla Schneider:
> >> Jein. Das Hauptproblem ist die weitere Misssweisung durch Kippen ähnlich
> >> einem Kreisel.
> > Wenn du einen Kompass hast in dem die Nadel sich in alle Raumrichtungen einstellen kann,
> > und du guckts von oben senkrecht drauf, dann siehst du keine Missweisung,
> > die Abweichung der Nadel von der Waagrechten ist keine.
> > In
>
> Jein. Beim geringsten Schräghalten um die Nord-Süd-Achse kommt
> Missweisung hinzu. Die meisten Europa-Kompasse sind auf 45°
> magnetisiert. Das funktioniert bis nach Nordafrika und kann man als
> Strangblech bestellen.

Die funktionieren dann aber nicht mehr auf der Suedhalbkugel...

>
> >> Aufsetzen kommt bei flüssigkeitsgelagerten Kompassen
> >> eigentlich nicht mehr vor, weil die Kraft nicht ausreicht um die Rose im
> >> Wasser zu kippen.
> > Der Fluessigkeitsgelagerte Kompass ist sogar der erste ueberhaupt, den die Chinesen
> > im Mittelalter erfunden haben
> > Aber er ist teurer und vor allem schwerer als eine in einem Punkt
> > gelagerte Magnetnadel.
>
> Ja in der Wegwerfpreisklasse stimmt das.

Das der schwerer ist stimmt immer. Auf einem Schiff ist das egal, aber
der Wanderer will aber einen leichten Kompass.

> Aber bei den Modellen im
> Reiseausrüstungsbereich bekommst Du wassergefüllt und damit gedämpft und
> Peil- oder Geologenkompasse, die sind in der auf Hartmetall oder Rubin
> gelagert, das sauber herzustellen kostet mehr als ein Edelstahlstift in
> einer Wasserdose.

Klar, aber ein Wanderer braucht einen leichten Kompass der funktioniert,
damit er auch bei Nebel oder im Wald bei bedecktem Himmel die Himmelsrichtungen
kennt.

>
> >> Außerdem kann der Anwender diesen Vorgang verhindern,
> >> was er instinktiv auch tun wird.
> > Ein Kompass mit symmetrischer Nadel muesste in Europa um 60° schief gehalten werden,
> > also mehr Senkrecht als Waagrecht - das will keiner.
> > Wenn er aber fuer Europa ausbalanciert ist und man will ihn in Suedafrika bei
> > ebenfalls 60° Inklination , aber in die andere Richtung, so halten dass er
> > funktioniert - wie schief muss man ihn halten ?
> > Kann man ihn dann ueberhaupt noch vernuenftig ablesen ?
>
> Schau Dir die Inklinations-Karte an, der magnetische Äquator liegt
> weiter in Süden als viele glauben.

Ich hab die Karte deren Link du gepostet hast angeschaut. In Suedafrika, Australien
und Neuseeland gibts Orte mit Inklination von mehr als 60°
Der magnetische Aequator liegt dort sogar deutlich noerdlich des geographischen
Aequators.

> Aber jemandem der überhaupt fragen
> muss, würde ich immer einen G-lobal-Kompass mitgeben. Der ist nämlich
> gegen die meisten Handhabungsfehler (außer mit Links gehalten werden)
> imun.

Der Wanderer hat es aber besser wenn er sich in dem Land einen billigen Kompass
kauft, zumindest vom Gewicht und vom Preis her.

> Bei Amundsens Südpol-Expedition hätten sie sich fast verlaufen,
> wenn sie nicht am Anfang die durch Blitzschlag magnetisierten Kochtöpfe
> entdeckt hätten.

Um den Kompass in der Antarktis nutzen zu koennen braucht man
aber auch eine Karte des Magnetfeldes dort. Der Magnetpol liegt
weit weg vom Suedpol.

> Der Sextant war ja nur bei klarer Nacht nutzbar, weil
> die Sonne dort selbst für gerußte Gläser zu stark überblendete.

Klare Nacht in der Antarktis ?
Um die Jahreszeit moechte man nicht dort sein, zumindest nicht zu Fuss.
Ammundsen war vom 13. bis 18 Dezember am Suedpol.
Dass er tatsaechlich dort war hat er sicher nicht mit einem Kompass festgestellt,
wie sollte das gehen ?
Also muessen die Sextanten doch irgendwie funktioniert haben.



>
> Unter 0,25° absolute eines 360° Vollkreises kommt man mit
> Hand-gehaltenen Kompassen eh selten. Ich würde behaupten 0,5° sicher ist
> schon die Klasse Prismenkompass.
>
> Ich achte darauf, dass an Bord unseres Bootes mindestens zwei Leute mit
> Chronometer, Kompass und Sextant navigieren können.

Muss wohl noch in der vor-GPS Zeit gewesen sein .

> Falls Grosch
> Enterprises das GPS entwickelt haben sollten... (Im Ernst: Wer dass
> kann, braucht keinen Kartenplotter und kann auch über den Daumen
> erkennen ob der Frachter hinten am Horizont später doch zum Problem wird.)

Fritz

unread,
May 26, 2019, 10:22:40 AM5/26/19
to
Am 23.05.19 um 23:30 schrieb Rolf Bombach:
Das hat sicherlich wesentliche Vorteile!
Vor allem wenn man weit weg von jeglicher Zivilisation, Handymasten und
Einkaufstempeln ist!

Carla Schneider

unread,
May 27, 2019, 2:19:05 AM5/27/19
to
Fritz wrote:
>
> Am 23.05.19 um 23:30 schrieb Rolf Bombach:
> > Fritz schrieb:
> >>
> >> Da bei Smartphones und Wander-/Rad-Navis der Magnetkompass nur Beiwerk
> >> ist, kann man sich ja auf die Satellitennavigation verlassen.
> >> Außer man befindet sich in einer engen Schlucht oder es herrschen sehr
> >> widrige Witterungsverhältnisse welche den Satellitenempfang stören.
> >> Bei solchen 'Wanderungen in schwierigen Gelände' oder Expeditionen
> >> empfiehlt es sich sicherlich zusätzlich einen guten Magnetkompass mit
> >> zu nehmen.
> >>
> >> Der Magnetkompass dient IMHO heute großteils nur mehr als Backup
> >> anderer Systeme.
> >
> > Bei Wanderungen in schwierigem Gelände empfiehlt sich primär, gutes
> > Kartenmaterial mitzunehmen. Durchaus solches auf synthetischem Papier,
> > das funktioniert auch ohne Strom, Satellit, WLAN, 5G, younameit.
>
> Das hat sicherlich wesentliche Vorteile!
> Vor allem wenn man weit weg von jeglicher Zivilisation, Handymasten und
> Einkaufstempeln ist!

Fuer GPS, Kompass und Karten auf dem transportablen Computer (Smartphone)
braucht man weder Handymasten
noch Einkaufstempel, unabdingbar ist aber eine Stromversorgung.
Je laenger die Wanderung ist um so schwerer werden die Batterien,
im Sommer oder den Tropen hat man noch die Moeglichkeit
mit Solarmodulen aufzuladen, aber den stromerzeugenden Sonnenhut habe
ich noch nicht gesehen, und Mittags stundenlang warten bis das
Ding aufgetankt ist bevor man weiter gehen kann ist auch nicht
jedermanns Sache.

Fritz

unread,
May 27, 2019, 3:07:03 AM5/27/19
to
Am 27.05.19 um 08:23 schrieb Carla Schneider:
>> Das hat sicherlich wesentliche Vorteile!
>> Vor allem wenn man weit weg von jeglicher Zivilisation, Handymasten und
>> Einkaufstempeln ist!
> Fuer GPS,
^^^^ undiskutabel ....

PS: Eternal-September 'spinnt' heute irgendwie - nimmt keine Postings
an. Solani ist etwas restriktiv, vor allem was die Zitat-Länge betrifft.

Carla Schneider

unread,
May 27, 2019, 5:55:37 AM5/27/19
to
Fritz wrote:
>
> Am 27.05.19 um 08:23 schrieb Carla Schneider:
> >> Das hat sicherlich wesentliche Vorteile!
> >> Vor allem wenn man weit weg von jeglicher Zivilisation, Handymasten und
> >> Einkaufstempeln ist!
> > Fuer GPS,
> ^^^^ undiskutabel ....
>
> PS: Eternal-September 'spinnt' heute irgendwie - nimmt keine Postings
> an. Solani ist etwas restriktiv, vor allem was die Zitat-Länge betrifft.

Das erlaubt nur eine Zeile und auch nur eine ueber die du nicht
diskutieren willst ?
Das scheint mir ja der ideale Newsserver fuer dich zu sein.

Fritz

unread,
May 27, 2019, 11:24:36 AM5/27/19
to
Am 27.05.19 um 12:00 schrieb Carla Schneider:
> Fritz wrote:
>>
>> Am 27.05.19 um 08:23 schrieb Carla Schneider:
>>>> Das hat sicherlich wesentliche Vorteile!
>>>> Vor allem wenn man weit weg von jeglicher Zivilisation, Handymasten und
>>>> Einkaufstempeln ist!
>>> Fuer GPS,
>> ^^^^ undiskutabel ....
>>
>> PS: Eternal-September 'spinnt' heute irgendwie - nimmt keine Postings
>> an. Solani ist etwas restriktiv, vor allem was die Zitat-Länge betrifft.
>
> Das erlaubt nur eine Zeile und auch nur eine über die du nicht
> diskutieren willst ?
> Das scheint mir ja der ideale Newsserver für dich zu sein.
>

Willst du Alle mit deinen verkrüppelten Umlauten verarschen Carla!

fup °°°°°
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