Ich bin auf der Suche nach der Permittivität und dem
Extinktionskoeffizient von Gold und anderen Metallen.
Hat da jemand vielleicht einen guten Link oder Buchtipp parat?
Der Hintergrund ist der, dass ich den winkelabhängigen Relfexionsgrad
eines (Gold)-Spiegels mit den Fresnelschen Formeln ausrechnen möchte.
Dazu wird der komplexe Brechungsindex benötigt, der sich aus
Permittivität und Extinktionskoeffizient zusammen setzt.
Schon mal danke im Vorraus:-)
Gruß
ThorstenM
ThorstenM schrub:
> Ich bin auf der Suche nach der Permittivität und dem
> Extinktionskoeffizient von Gold und anderen Metallen.
>
>
> Hat da jemand vielleicht einen guten Link oder Buchtipp parat?
>
> Der Hintergrund ist der, dass ich den winkelabhängigen
> Relfexionsgrad eines (Gold)-Spiegels mit den Fresnelschen
> Formeln ausrechnen möchte. Dazu wird der komplexe
> Brechungsindex benötigt, der sich aus Permittivität und
> Extinktionskoeffizient zusammen setzt.
Das ist ein schöner Gedanke, aber bei elektrisch leitfähigen
Materialien leider falsch. Brechungsindex, Extinktionskoeffizien
und Fresnelsche Formeln passen so richtig nur auf Nichtleiter.
Wenn du obendrein von sichtbarem Licht redest, wird es noch
komplizierter, da hilft es noch nicht mal, das Metall als
einfach nur leitfähig anzunehmen, da spielen auch noch gebundene
Elektronen eine Rolle (die machen die Farbe von Gold aus).
Erst wenn du Röntgenstrahlung meinst, hast du vielleicht eine
Chance, da werden Metalle wieder einfacher theoretisch zu
behandeln (Brechungsindex<1 und solche Späße).
CU Rollo
> Das ist ein schöner Gedanke, aber bei elektrisch leitfähigen
> Materialien leider falsch. Brechungsindex, Extinktionskoeffizien
> und Fresnelsche Formeln passen so richtig nur auf Nichtleiter.
Freilich geht das, nur ist die komplexe Brechzahl von Metallen
(erst recht Gold, welches bunt ist) recht stark von der Frequenz
anhängig und zweitens stark von der Verarbeitung (bei vielen
Metallen ist es wichtig, ob sie aufgedampft, massiv, elektrolytisch
abgeschieden oder sonstwas sind).
Vor ca. 15 Jahren hätte ich die Literatur mit den benötigten
Werten zur Hand gehabt, heute nicht mehr. Was ich noch
weiß, ist, dass man das gelbe Aussehen reproduziert bekommt.
Jedenfalls berechnet man daraus recht erfolgreich das Verhalten
von Licht in bedampften Wellenleitern, das Aussehen von
bedampften Wafern (zur optischen Schaltkreisinspektion) usw.
voraus.
> Wenn du obendrein von sichtbarem Licht redest, wird es noch
> komplizierter, da hilft es noch nicht mal, das Metall als
> einfach nur leitfähig anzunehmen, da spielen auch noch gebundene
> Elektronen eine Rolle (die machen die Farbe von Gold aus).
Deswegen fragt er nach der komplexen Brechzahl.
Eventuell bekommt man Ärger mit Excitonen usw., aber
die sollte man nur bemerken, wenn man räumlich oder
zeitlich hochaufgelöst arbeitet (weder leben sie lange,
noch wandern sie weit).
Ralf