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wieviel wasser ist in 1m3 Luft

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Terry Schmidt

unread,
Sep 22, 1998, 3:00:00 AM9/22/98
to
Das ist bei maximaler luftfeuchtigkeit von 100%. Wieviel waer es bei
50%.

--
My real email address is < schmidt at smartt dot com >

Hilmar Preusse

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
Terry Schmidt <sch...@smartt.com> wrote:
> Das ist bei maximaler luftfeuchtigkeit von 100%. Wieviel waer es bei
> 50%.

Die H"alfte. Oder wie war die Fragestellung?

> --
Sigabtrennung:
--<space>

> My real email address is < schmidt at smartt dot com >

Ein Gl"uck, da"s die auch im Header steht...

H.
--
http://www.phy.tu-dresden.de/~preusse/

Henry Leyh

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
Terry Schmidt schrieb:

>
> Das ist bei maximaler luftfeuchtigkeit von 100%. Wieviel waer es bei
> 50%.

Die maximale Wassermenge hängt sehr stark von der Lufttemperatur ab.
Bei 10°C sind es 9.4 g Wasser/Kubikmeter, bei 20°C sind es 17.3 g/m^3,
bei 30°C schon 30.3 g/m^3. Bei 50% Luftfeuchtigkeit ist es jeweils die
Hälfte.

--
Gruß,
Henry

Juergen Boemmels

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
Terry Schmidt <sch...@smartt.com> writes:

> Das ist bei maximaler luftfeuchtigkeit von 100%.

Das ist Temperaturabhaengig.
100% relative Luftfeuchtigkeit bedeutet, das die Luft mit Wasserdampf
gesaettigt ist, also das der Partialdruck von Wasser gleich dem
Dampfdruck ist, welcher sehr stark Temperaturabhaengig ist.
-> Dampfdruckkurve, Taupunkt.

Bei Zimmertemperatur liegt der Dampfdruck in der Gegend von 30 mbar.
Aus pV=nRT folgt, dass 3000Pa*1m^3/8,8(J/Kmol)*300K = 1.1 mol Wasser
in einem Kubikmeter sind. (Ich weiss ideales Gasgesetz ist bei
Daempfen nicht so gut, aber als Abschaetzung wirds doch wohl reichen)
Mit dem Gewicht von H(1u) und O(16u) folgt, das es etwa 20g sind.

> Wieviel waer es bei
> 50%.

Die Haelfte ?

Achtung alles was da steht sind groessenordnungsmaessige
Abschaetzungen, die KEINEN Anspruch auf Akkuratesse haben. Saemtliche
Zahlen entstammen nur meiner oft schlechten Erinnerung. Also bevor man
das als Hausaufgabe abgibt, die richtigen Zahlen nachsehen, und sich
noch mal ueber das ideale Gasgesetz Gedanken machen!

cu
boemmels
--
Juergen Boemmels boem...@physik.uni-kl.de
Fachbereich Physik Tel: ++49-(0)631-205-2817
Universitaet Kaiserslautern Fax: ++49-(0)631-205-3906
PGP Key fingerprint = 9F 56 54 3D 45 C1 32 6F 23 F6 C7 2F 85 93 DD 47

klaus kaltenmaier

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
Hi Terry

Anbei einen Auschnitt aus meinem Posting zur Dachdämmung, Dampfsperre
etc.
Hope that helps (a little)

1. Exkurs Luftfeuchte

ABSOLUTE LUFTFEUCHTE
Luft kann Wasser in Form von gasförmigem Wasserdampf aufnehmen.
Die Luft unserer Umgebung ist immer mit Wasserdampf beladen.
Den Gehalt an Wasserdampf (man nennt das die absolute
Luftfeuchte oder Luftfeuchtigkeit) kann man in Gramm
Wasser pro Kubikmeter Luft oder in Liter Wasser pro
Kubikmeter Luft angeben Übliche Werte in Innenraeumen
(20 °C) liegen bei 50 ml/m3 bzw. 50 g/m3.
Sehr selten ist auch eine ABSOLUTE Luftfeuchtigkeit
(xH2O) in % angeben.
Diese bezeichnet dann den Anteil des gasförmigen
Wassers in der feuchten Luft
(Volumenanteil Wasser/ Volumenelement Luft.) Die Wert
liegen in der Größenordnung unter 2%.

Wenn hier von Wasserdampf die Rede ist, bedeutet das
gasförmiges Wasser (ohne Tröpfchen oder Nebel).

RELATIVE LUFTFEUCHTE
Prinzipiell kann Luft nur eine begrenzte Menge an
Wasserdampf aufnehmen.
Diese Menge hängt nun stark von der Temperatur ab.
Kalte Luft kann wenig,
warme Luft sehr viel mehr Wasserdampf aufnehmen.
Gemeinhin wird die relative Feuchte oder rH (relative
Humidity ) in % angeben. Hierbei wird die aktuelle
absolute Feuchte auf die maximal mögliche Feuchte (für
die aktuelle Temperatur) bezogen.
D.h. die relative Luftfeuchte ändert sich sowohl dann
wenn der Wasserdampfgehalt, ODER auch nur die
Temperatur der Luft geändert wird

Läßt man bei einer Temperatur(hoch) Th Luft durch
Wasser blubbern, hat sie anschließend die für die
aktuelle Temperatur Th maximale Menge Wasserdampf
aufgenommen. Kühlt man die Luft auf eine niedrigere
Temperatur(tief) Tt ab,
schlägt sich solange Kondensat an kalten Oberflächen
nieder bzw. es bildet sich Nebel, bis die maximale
Feuchte für diese niedrigere Temperatur Tt erreicht ist.
Wird wieder erwärmt, bleibt die absolute Feuchtigkeit
erhalten, obwohl die Luft nun mehr Wasserdampf
aufnehmen könnte. Die relative Luftfeuchte sinkt also.

Erst wenn bei erneutem Kühlen die Temperatur Tt
unterschritten wird, tritt wieder Kondensation oder
Betauung auf. Die Temperatur Tt nennt man deshalb
Taupunkt/Temperatur).
Achtung! der Taupunkt (obwohl in °C angegeben) ist kein
Maß für die Temperatur der Luft, sondern ein (das dritte!)
Maß für die Feuchtigkeit.

Die maximale Feuchte entspricht einer relativen
Luftfeuchte von 100%

Einige werden sich vielleicht fragen, warum diese
komplizierte , temperaturabhängige Größe "Relative
Feuchtigkeit" überhaupt eingeführt wurde. Der Grund ist
relativ einfach. Die Relative Feuchtigkeit ist eine Maß
dafür, ob ein Gas (i.d.R. Luft) noch Wasser aufnehmen
kann, beschreibt also seine Fähigkeit
zu trocknen. Deshalb ist sie auch die entscheidende
Größe für unser Wohlbefinden (so 60 % bis 80% sind
optimal , wenn es regnet, hat man schon mal 100 %,
die bekannte Schwüle bedeutet auch nur hohe relative
Luftfeuchtigkeit).

Die folgende Tabelle gibt für einen Gesamtdruck von
1013 mbar an was eine relative Luftfeuchte von 100% bei
verschiedenen Temperaturen T bedeutet:


T/(°C) XH20 (abs) rH Beladung bei 100 % rH
-20 0,0010 100% 0,75 g(H2O)/m3(Luft)
-15 0,0016 100% 1,2 g(H2O)/m3(Luft)
-10 0,0025 100% 1,9 g(H2O)/m3(Luft)
- 5 0,0040 100% 3,0 g(H2O)/m3(Luft)
0 0,0060 100% 4,5 g(H2O)/m3(Luft)
5 0,0086 100% 6,4 g(H2O)/m3(Luft)
10 0,0121 100% 9,1 g(H2O)/m3(Luft)
15 0,0168 100% 12,6 g(H2O)/m3(Luft)
20 0,0230 100% 17,5 g(H2O)/m3(Luft)
25 0,0313 100% 23,5 g(H2O)/m3(Luft)
30 0,0418 100% 31,4 g(H2O)/m3(Luft)
35 0,0555 100% 41,6 g(H2O)/m3(Luft)
40 0,0728 100% 54,6 g(H2O)/m3(Luft)

Hinweis zum Verständnis: die letzte Zeile bedeutet, daß
bei einer wasserdampfgesättigten Luft bei 40 °C
0,0728 = 7,28% des Gemisches (Wasser + Luft)
aus gasförmigem Wasserdampf besteht.
Bei 1 l Luft ergibt das 72,8 ml.


Wie man sieht kann die Luft bei 20 °C das 23 fache an
Wasserdampf aufnehmen wie bei - 20 °C.


On Tue, 22 Sep 1998 18:01:55 -0700, Terry Schmidt <sch...@smartt.com>
wrote:

>Das ist bei maximaler luftfeuchtigkeit von 100%. Wieviel waer es bei
>50%.
Bei 50 % rH (relative Humdity genau die Hälfte)

NUR wie schion ein ein anderer Diskusioionteilnehmer vor mir
feststellte:

ist das VÖLLIG IRRELEVANT

da Du keineswegs wenige Kubukmeter Luft vollständig entwässerst

sondern

sehr viele Kubikmeter Luft, die an Deinem Kühlaggregat vorbeiströmen
teilentwässserst.

Damit wird aus einer thermodynamischen Problem ein kinetisches Problem
und das ist sehr viel schwerer zu modellieren.
Da spielen
- Stoffübergang
- Wärmeübergang
- Kondensatbildungsgeschwindgkeit
- Temperatur der Luft
- Sättigung der Luft
- Luftgeschwindigkeit
eine Rolle.

Sorry aber da streiche ich die Segel


Gruß Klaus


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Kurt

unread,
Mar 3, 2019, 4:36:43 AM3/3/19
to
Am 03.03.2019 um 04:48 schrieb one...@gmail.com:
> Am Dienstag, 22. September 1998 09:00:00 UTC+2 schrieb Terry Schmidt:
>> Das ist bei maximaler luftfeuchtigkeit von 100%. Wieviel waer es bei
>> 50%.
>>
>> --
>> My real email address is < schmidt at smartt dot com >
>
>
>
>
>

50 Grad: 100% 82,98 50% 49,79 10% 8,30

20 Grad: 100% 17,29 50% 8,65 10% 1,73

-20 Grad: 100% 0,88 50% 0,44 10 % 0,09



Kurt

anna.sey...@gmail.com

unread,
Jan 22, 2020, 9:31:19 AM1/22/20
to
[°×°]

|°∆°|

Kurt

unread,
Jan 22, 2020, 10:44:27 AM1/22/20
to
Am 03.03.2019 um 04:48 schrieb one...@gmail.com:
> Am Dienstag, 22. September 1998 09:00:00 UTC+2 schrieb Terry Schmidt:
>> Das ist bei maximaler luftfeuchtigkeit von 100%. Wieviel waer es bei
>> 50%.
>>
>> --
>> My real email address is < schmidt at smartt dot com >
>
>
>
>
>


Beispiel: in m3 Luft


50 Grad: 50% rel 41,49
100% rel 82,98


-10 grad: 50% rel 1,17
100% rel 2,34

Kurt


carla schneider

unread,
Jan 22, 2020, 10:50:22 AM1/22/20
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