ck
>Im Arbeitszimmer, wo ein Kaminschacht hochläuft und verputzt und weiß
>tapeziert ist, stellen sich plötzlich leicht bläulich, durchschimmernde
>Flecken ein.
Bei mir waren sie grün. Die Ursache war eine fliegende Flasche
Apfelshampoo, die vor Generationen an der Wand gelandet war. Die
Flecke waren hartnäckig und haben mehrfaches Überstreichen mit
Dispersionfarbe unbeschadet überstanden. Erst
Molto-Dingeskirchens-Wandfarbe aus der Sprühflasche hat sie wirklich
gekillt. Wie auch den Fettfleck, den eine Sommertagszugsbrezel nach
jahrelangem Hängen dort hinterlassen hatte. O tempora...
--
Lorenz (at) Borsche (de) http://www.borsche.de
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If you want to split hairs, don't use a blunt knife.
> In den sauren Abgasen sind Schwefel- und Stickoxide drin, aber keines ruft
> eine Blaufärbung hervor.
> Wer weiß Rat?
Ich würde es mal in de.sci.chemie versuchen.
Gruß, Gerhard
Schimmel unter der Tapete? Eindringende Feuchtigkeit? Kommt das periodisch
wieder (Sommer weg - Winter da)?
Sebastian
--
Tax reform means "Don't tax you, don't tax me, tax that fellow behind
the tree."
-- Russell Long
> Mein Kamin wurde am vor einigen Jahren mit einem Keramikrohr gerade wegen
> der Versottung verjüngt.
> In den sauren Abgasen sind Schwefel- und Stickoxide drin, aber keines ruft
> eine Blaufärbung hervor.
Da fallen mir 2 Varianten ein:
1. Nach der Verrohrung wird der Raum Wasserdampf nicht mehr los, den
er sonst durch die Kaminwand abgab -> Schimmel (falls das stimmt,
nichts unternehmen, sondern mit Folien abkleben und Profi rufen,
das Zeug ist extrem krebserregend und wird auch von Staubsaugern
nicht sauber gefiltert. Die oft (bevorzugt in Merkblättern
von Vermietern) zu lesenden Tips, den Schimmel abzubürsten, sind
Selbstmordrezepte.)
2. Die Säuren lösen Metalle aus den Ziegeln und Metallsalze lagern
sich an der Innenwand ab, die irgendwie dunkel sind (blau erscheint
mir auch seltsam, aber eventuell sind sie nur dunkel und scheinen
im Kontrast blau (so ähnlich wie "blaue" Flecke, die in
Wirklichkeit auch nur rotbraun sind).
Ralf
>
> 1. Nach der Verrohrung wird der Raum Wasserdampf nicht mehr los, den
> er sonst durch die Kaminwand abgab -> Schimmel (falls das stimmt,
> nichts unternehmen, sondern mit Folien abkleben und Profi rufen,
> das Zeug ist extrem krebserregend und wird auch von Staubsaugern
> nicht sauber gefiltert. Die oft (bevorzugt in Merkblättern
> von Vermietern) zu lesenden Tips, den Schimmel abzubürsten, sind
> Selbstmordrezepte.) ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
^^^^^^^^^^^^^^^^^
Ähämmm, hast Du dazu weitere Infos / Quellen? Mir wird gerade ein
bisschen übel, wenn ich daran denke, dass ich bei der Renovierung
unseres Badezimmers den Schimmel auf dem Putz mit der Spachtel
abgekratzt habe (*röchel, würg*).^
Gruss, markus
> > von Vermietern) zu lesenden Tips, den Schimmel abzubürsten, sind
> > Selbstmordrezepte.) ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^
> Ähämmm, hast Du dazu weitere Infos / Quellen? Mir wird gerade ein
Im Moment nichts konkretes (außer so einem alten Zettel von meinem
Vermieter, der das auch empfiehlt (da dir Rückseite leer war, kann er
allerdings schon Schmierpapier und dann Häcksel geworden sein)).
Einige (nicht alle) Schimmelarten bauen schöne heterozyklische
Moleküle, die im Menschen peroxidiert werden und sich dann als flache
Scheibe parallel neben ein Guanin in die DNS hängen und in diesem
Strang eine Stelle blockieren (schön zu sehen in 1AG5.pdb). Das
steigert die Vielfalt der Zelltypen im Körper ungemein.
Dazu kommen noch immungeschwächte Leute, auf denen der eventuell
wächst, sowie Allergien.
> unseres Badezimmers den Schimmel auf dem Putz mit der Spachtel
> abgekratzt habe (*röchel, würg*).^
Hier gilt wohl dasselbe wie bei Lebensmittelschimmel auch:
Höchstwahrscheinlich war es ein harmloser, aber als Nichtprofi sollte
man die vergammelte Marmelade trotzdem wegschmeißen. Wenn es beim
Spachteln nicht ganz trocken war, sind vielleicht auch kaum Sporen
geflogen. Auf nur Putz sollte (mangels Futter) auch nicht so viel
wachsen wie auf Tapete.
Eventuell sind moderne Edelstaubsauger mit Allergikerfilter o.ä. fein
genug, aber die neuen Typen kenne ich nicht (meiner ist normal, aber
hat ein Blatt Löschpapier vor der Auslasssöffnung, an dem vorbei man
lustige Staubwölkchen herauskommen sieht). Vorsichtig nass abwaschen
könnte auch gehen, aber als Laie spekuliere ich lieber nicht so viel.
Ralf
Wirklich hübsches Bild. Hätte nicht gedacht, daß es andere Moleküle gibt,
die sich da so gut integrieren lassen.
Für alle, die mit AG5.pdb nix anfangen können:
http://www.biochem.ucl.ac.uk/bsm/pdbsum/1ag5/main.html
Da gibt's auch das pdb-File, das man sich z.B. mit Rasmol
(http://www.umass.edu/microbio/rasmol/index2.htm) anschauen kann.
--
jap...@linux01.gwdg.de
PGP key: http://www.math.uni-goettingen.de/appel/jappel.pgp
> Einige (nicht alle) Schimmelarten bauen schöne heterozyklische
> Moleküle, die im Menschen peroxidiert werden und sich dann als flache
> Scheibe parallel neben ein Guanin in die DNS hängen und in diesem
> Strang eine Stelle blockieren (schön zu sehen in 1AG5.pdb). Das
> steigert die Vielfalt der Zelltypen im Körper ungemein.
Da Schimmel sowohl von einigen Arbeitgebern als auch von einigen Vermietern
als harmlos betrachtet wird, würde es mir in zwei konkreten Fällen sehr
helfen, wenn Du die Namen dieser Arten und Quellenangaben für ihre Wirkung
posten könntest.
Danke.
Anja
> Da Schimmel sowohl von einigen Arbeitgebern als auch von einigen Vermietern
> als harmlos betrachtet wird, würde es mir in zwei konkreten Fällen sehr
Als Nichtbiologe kann ich Dir nur sagen, dass das oben zitierte
Molekül Aflatoxin B1 aus Aspergillus Flavus (der es allerdings gern
etwas wärmer hat und am liebsten Nüsse frisst) ist und man als Laie
(was ich auch bin -- ich schaue mir lediglch gern Bilder mit rasmol
an:-)) nicht sieht, mit *welchem* Schimmel (viele sind relativ
harmlos) man es zu tun hat. Ich würde Dir daher besser empfehlen,
Anwälte oder Sachverständige mit Baubiologie- und Mietrechtserfahrung
o.ä. zu Rate zu ziehen.
Außerdem -- selbst wenn sie nicht lebensgefährlich sind, reduzieren
sie mindestens die Arbeitsleistung, sei es psychologisch oder chemisch
bedingt. Bei Fleming in Holland sind (IIRC 1924) ganze
Bakterienkulturen durch Schimmeleinfluss eingegangen :-)
http://www.knoll-deutschland.de/knoll/html/d/finanzen/tips/recht/wmbrecht/00651/index.shtml
sagt schon mal, dass Schimmel bei normalem Lüften ein Baumangel und
nicht Schuld des Mieters ist (was Vermieter gern abstreiten).
(Mit AZ des Urteils)
hat viele Seiten über Schimmel, Fazit: Direkte Schimmelvergiftungen
durch Bewohnen befallener Räume sind nicht ausgeschlossen, aber selten
(was sich aber ändern dürfte, wenn man das Zeug abbürstet und dabei
massenhaft gifthaltige Sporen einatmet -- der Pilz gibt seine Toxine
nicht einfach so in die Luft ab, dafür sind sie ihm zu schade), in
immunschwachen Personen (Transplantationsempfänger u.ä.) kann der Pilz
weiterwachsen.
Sonstige Seiten:
http://www.baubiologie.net/docs/biozide_in_wohnungen.html
(was auf dem Server zu "Elektrosmog" liegt, klingt allerdings
weniger sinnvoll - s.u.)
http://www.bayern.de/stmlu/umwberat/ubbsi.htm
Eine "Datenbank" der Gifte mit Formeln ist:
http://www.mykotoxin.de/mycodat.pdf
(in Wirklichkeit ist es ein leicht ungechickt formatiertes Worddokument
(gibts auch dort)).
Auf dem Sanierungs-Gebiet tummeln sich auch weniger seriöse Anbieter,
die man an Angeboten zur Erdstrahlenbekämpfung erkennt.
Geschäftstüchtig sind sie fast alle, wie man an ihren
Elektrosmog-Thesen sieht (Stand der Erkenntnis dazu momentan:
Thermische Effekte sind bekannt und durch Vorschriften verhindert,
athermische sind nicht ausgeschlossen, Experimente dazu gehen aber
regelmäßig negativ aus). Wer also *bewiesene* *athermische*
Schadwirkungen behauptet, bei dem muss man zusätzliche
Geschäftsinteressen annehmen.
Ralf
Soweit ich weiß, gibt es auf der Web-Site vom Robert-Koch-Institut
(http://www.rki.de)
Informationen über Pilzinfektionen. Zumindest sollte man von da aus weitere
Informationen finden können.
Wolf-Christian