In fast jedem Supermarkt gibt es diese Diebstahlsicherungen: Die Artikel
sind mit einem kleinen Metallstreifen beklebt und an der Tür stehen diese
Sensoren.
Wie funktioniert sowas?
Und wie wird der Metallstreifen beim Bezahlen "entschärft"?
TIA,
Sönke
"Sönke Petersen" <NOSPAMS...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a50t16$cgp$03$1...@news.t-online.com...
Hallo,
AFAIK folgendermaßen.
an den Ausgängen der Märkte sind Antennen aufgestellt (meistens weiß und
etwa kinnhoch), diese senden mit einer bestimmten Frequenz. Wenn man mit dem
Artikel durchgeht wird in dem Metallstreifen eine Spannung induziert, durch
die wiederum ein Signal gesendet wird (man vergebe mir die verbogene physik.
Ausdrucksweise). Dieses kann in den Antennen detektiert werden -> Alarm.
Wie die Dinger aber entschärft werden, weiß ich leider auch nicht. Evtl.
wird dadurch, daß die auf ein Magnet gelegt werden, die Frequenz des
abgestrahlten Signals geändert. Aber ich hab keine Ahnung.
mfg
Holger
Also mir fallen da spontan zwei verschiedene ein:
Die einen sind meist quadratisch und enthalten eine Art Spule und
Kondensator und damit einen Schwingkreis.
Die anderen sind so Plastikstreifen, mit zwei dünnen Metallstreifen, die
wieder eine Schwingkreis bilden.
Die Antennen Senden also kurzen Impuls auf der Frequenz der Etiketten und
lauschen dann ob vielleicht ein "Echo" von einem Etikett kommt.
> Und wie wird der Metallstreifen beim Bezahlen "entschärft"?
Bei dem ersten hat man zwischen der Spule und dem Kondensator eine Diode?
oder auch eine einfach Schmelzsicherung? oder so... sind die Dinger noch
Aktiv kann da also der Strom durch fließen und die Frequenz des
Schwingkreises paßt zu dem von der Antenne abgestrahlten Signal - an der
Kasse Befindet sich jetzt ebenfalls ein Sender oder so, der einen so starken
Impuls sendet, so daß diese Stelle "durchbrennt", damit ändert sich die
Resonanzfrequenz und deshalb geht die Alarmanlage dann auch nicht mehr los.
Die anderen Etiketten bestehen nur aus zwei Metallsteifen die isoliert
übereinander liegen. Hier wird der Schwingkreis verstimmt, indem die Länge
der Metallstreifen geändert wird. Wie das genau funktioniert stand letztes
Jahr mal in den "Physikalischen Blättern".
Falls Interesse Besteht kann ich den Artikel mal heraussuchen.
Gruß
Axel
>
> TIA,
> Sönke
>
>
>Falls Interesse Besteht kann ich den Artikel mal heraussuchen.
Bitte ja. Schonmal danke fuer die Arbeit! :-)
Ciao, Harald
In den Physikalischen Blättern war da vor ein paar Monaten mal ein
ausführlicher Artikel drin.
Tschau,
Christof
bzw unter http://www-users.rwth-aachen.de/Axel.Solbach/artikel.zip
ist dann ca. 1MB gross im TIFF-Format.
Gruss Axel
falls der Link nicht funktionieren sollte hilft evntl.
http://www-users.rwth-aachen.de/axel.solbach/artikel.zip
Gruß Axel
MfG
Arne Börs
Zum Beispiel beim Ausblick, da wird geschrieben:
" Bei den momentanen Sicherheitsetiketten handelt es sich um ein Bit -
Systeme. Das heißt es kann lediglich festgestellt werden, ob sich ein
Etikett in der Überwachungszone befindet oder nicht - zwischen einem und
mehreren Sicherheitsetiketten wird nicht unterschieden. Die Zukunft wird
Mehr - Bit - Systeme mit sich bringen, die auch noch ein Zählen und die
Identifikation ...."
Mein Problem ist jetzt der - Satz zwischen einen und mehreren
Sicherheitsetiketten....
meint der Autor da jetzt, man kann dies schon heut machen ( nur es macht
keinen Sinn) zwischen einem und mehrern zu unterscheiden - sprich zu zählen,
oder es ist heute noch nicht möglich.
Wenn nein, dann würde mich interressieren, warum man dann mit mehr - bit
ettiketten zählen könnte ( das man dann die Artikel indetifizieren könnte
ist mir schon klar) aber weshalb sollte dann die Zählung funktionieren.
Und mein andere Frage ist, bis zu welchem Frequenzbereich werden diese
Systeme eigentlich verwendet, in dem Artikel wird zwar von einer
Resonazfrequenz von 58 kHz gesprochen, es wird aber auch noch andere Systeme
geben mit anderen Frequenzen bis in welchen Bereich gehen diese Frequenzen
Gruesse Heiko
Heiko Ackermann wrote:
> Wenn nein, dann würde mich interressieren, warum man dann mit mehr - bit
> ettiketten zählen könnte ( das man dann die Artikel indetifizieren könnte
> ist mir schon klar) aber weshalb sollte dann die Zählung funktionieren.
eine Idee die in diesem Zusammenhang immer wieder genannt wird, ist die
dass man irgendwann einmal seine Waren in den Wagen wirft, damit an der
Kasse vorbei fährt und dann automatisch die ganze Ware registriet wird,
ohne dass die Kassiererin jede Ware einzeln an der Kasse verbucht. Dazu
braucht man deutlich mehr als ein Bit, die Wahre will ja unterschieden
werden.
Man könnte aber auch andere Nutzinformationen wie Haltbarkeitsdaten oder
ähnliches auf den Sicherheitsetiketten unterbringen.
Heiko
--
-- Nichts großes Geistiges wurde je durch eine Anstrengung
-- hervorgebracht; Großes kann nur von einem Großen geschaffen werden,
-- und er tut es ohne Anstrengung. (John Ruskin)
-- Heiko Bauke @ http://www.uni-magdeburg.de/bauke
Heiko
"Heiko Bauke" <heiko...@student.uni-magdeburg.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C795622...@student.uni-magdeburg.de...
> Hi Heiko,
> Vielen Dank das du mir auf meine Frage geantwortet hast.Ich habe die Antwort
> leider erst jetzt bemerkt. Tut mir leid.
> Leider habe ich deine Antwort, zwar verstanden aber ich weis jetzt noch
> immer nicht wie das Zählen funktionieren soll. Denn angenommen ich habe
> einen Artikel mehrmals, dann senden mir doch alle diese Artikel wenn ich
> durch Schranke fahre, gleichzeitig ein gleiches Signal und wie kann ich dann
> sicherstellen, das ich alle gleichen Artikel zähle. Heute ist es so, das nur
> festgestellt
> das sich mindestens ein Artikel in der Schranke befindet, und nicht wie
> viele es eigentlich sind.
> Wie könnte man dies dann machen ?
Vielleicht, indem man neben der Artikel-Identifikation auch pro
Etikett eine laufende Nummer vergibt.
Wenn sich dann sowohl "Magerquark 5703" als auch "Magerquark 8951"
meldet, dann weiß der Automat, daß zwei Magerquarks vorhanden sind.
Nur so 'ne Idee.