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Die Hybridisierung des Schwefels ( den ich als Medizin schlucken muß ) ist mein Problem

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Major Tom

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Mar 1, 2011, 6:16:40 AM3/1/11
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Erläutert bitte mal die Bindungssituation inklusive Hybridisierung des
Schwefels im und unter Einbeziehung der d-Orbitale!

Falsch ist meiner Meinung nach folgende Theorie :

Aufgrund des Bindungswinkels von nahe 120 ° ist für das Schwefel-Atom
stets eine -Hybridisierung anzunehmen. Das verbleibende p-Orbital und
ein bzw. zwei d-Orbitale formen die π-Bindungen. Im trimeren
Schwefeltrioxid ist das Schwefel-Atom -hybridisiert, was einer
tetraedrischen Umgebung mit 4 Sauerstoff-Atomen entspricht. Hier sind
nur die d-Orbitale für die π-Bindungen verantwortlich.


Neuere theoretische Betrachtungen haben gezeigt, dass die Beteiligung
von d-Orbitalen bei Schwefel-Verbindungen mit Doppelbindungen sehr
gering ist. Vielmehr erhöht sich die Bindungsstärke durch die
Polarisierung der -Bindungen durch die erhöhte positive Partialladung
am Schwefel-Atom. Dies resultiert ebenfalls in einer Verkürzung der
entsprechenden Bindungen. Trotzdem bleibt die Strukturschreibweise mit
Doppelbindung allgemein anerkannt.


Volker Meyer

unread,
Mar 2, 2011, 6:00:59 PM3/2/11
to
Major Tom schrieb:

> Erläutert bitte mal die Bindungssituation inklusive Hybridisierung des
> Schwefels im  und  unter Einbeziehung der d-Orbitale!

Schwefel hat keine d-Orbitale. Die Elektronenkonfiguration atomaren
Schwefels ist: 3s^2 3p^4. Wie Du zutreffend (Ohne Fussnote ->
Plagiat) zitiert hast tritt ein d-Orbital im Periodensystem erstmals
beim Scandium auf.

> Falsch ist meiner Meinung nach folgende Theorie :
>
> Aufgrund des Bindungswinkels von nahe 120 ° ist für das Schwefel-Atom
> stets eine -Hybridisierung anzunehmen. Das verbleibende p-Orbital und
> ein bzw. zwei d-Orbitale formen die π-Bindungen. Im trimeren
> Schwefeltrioxid ist das Schwefel-Atom -hybridisiert, was einer
> tetraedrischen Umgebung mit 4 Sauerstoff-Atomen entspricht. Hier sind
> nur die d-Orbitale für die π-Bindungen verantwortlich.
>
> Neuere theoretische Betrachtungen haben gezeigt, dass die Beteiligung
> von d-Orbitalen bei Schwefel-Verbindungen mit Doppelbindungen sehr
> gering ist. Vielmehr erhöht sich die Bindungsstärke durch die
> Polarisierung der -Bindungen durch die erhöhte positive Partialladung
> am Schwefel-Atom. Dies resultiert ebenfalls in einer Verkürzung der
> entsprechenden Bindungen. Trotzdem bleibt die Strukturschreibweise mit
> Doppelbindung allgemein anerkannt.

Diese Theorie ist sicherlich falsch, da es beim Schwefel keine d-
Orbitale gibt. Der Bindungswinkel von 120 Grad deutet genau wie beim
Kohlenstoff auf eine Hybridisierung des s-Orbitals min zwei p-
Orbitalen hin, während wir bei tetraedrischen Anordnungen eine
Hybridisierung zwischen dem s-Orbital und allen drei p-Orbitalen
schlussfolgern.

Übungsaufgabe: Welche Schlussfolgerungen ziehst Du für Wasser?

Grüsse, Volker Meyer

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