Am 17.06.2013 00:47, schrieb Anonymous Remailer (austria):
> Wenn ich dein Geschreibe über Logik lese, bin ich manchmal hart dabei, wieder
> zum antimetaphysischen Positivismus zu konvertieren.
schade, dass du die Fundamentalität der Logik für Alles, was Welt
ausmacht, nicht erkennst.
Ohne die fundamentale Strukturierungswirkung Logik wäre nichts, wirklich
nur ein NICHTS, und nicht mal dass, einfach nur garnix. ;-)
Erst durch die strukturierende Wirkung Logik ist überhaupt Struktur,
Ordnung, Materie, Energie, und somit auch Welt möglich geworden.
!!! Ohne Logik keine Welt !!!
Die Chinesen haben das leider nur sehr diffus als Chi erkannt /
definiert, und insofern war man im Westen der Welt vor einigen tausend
Jahren schon etwas weiter.
>
> Es ist schon mal positiv, dass in dieser Textwüste das Wort "Logik" nicht ein
> einziges Mal vorkommt.
ich werds auch nicht verwenden wollen, weil es mich selber langweilt, so
erfolglos immer wieder auf diese einzigartige fundamentale
Entstehungswirkung hinzuweisen, die sogar von unseren früheren Vorfahren
als der schöpfende Geist der Welt definiert wurde, und zwar
richtigerweise, was allerdings nichts zu tun hat mit den mystischen
Verklärungen des Begriffes Geist, denen heute noch weiteste Teile der
Menschheit unterliegen.
>
> Aber fangen wir mal an:
>> Immer wenn durch technische oder/und soziale Entwicklungen es zu einem
>> Fortschritt kommt, der sich langfristig auch immer in einem
>> wirtschaftlichen Erfolg niederschlägt, entwickelt sich eine
>> Ablösungskultur, die sich zeigt in einer Differenzierung der sozialen
>> Gruppen.
>
> Fassen wir mal zusammen: Es kommt durch technische oder soziale Entwicklung
> zu einem Fortschritt. Das bedeutet ja, der Fortschritt ist seinerseits nicht
> mit dieser Entwicklung identisch.
wieso dass, jeder Fortschritt wird doch vollzogen durch die Teilnehmer,
Teilhaber dieser Entwicklung.
Allerdings unterliegen alle Teilnehmer, so wie alle Wesen, der
Thermodynamik / dem Bewusstseinsstrom (wie du es nennst), und sind nicht
die primären Initiatoren der Entwicklung.
Tatsächlich ist es so, dass ein sog. Beteiligter nur der Jenige ist, AN
dem im Fluss der Entwicklung ein sogenannter Fortschritt sichtbar wird,
sich zeigt an weiteren Veränderungen, die dann anschließend auch durch
den Teilnehmer bemerkt, realisiert und somit nachvollzogen werden.
Der Teilnehmer selber bleibt dabei immer nur der Jenige, der den
Gesetzenmäßigkeiten der Welt unterliegt, aus denen heraus er dann das
tut, was diese Gesetzmäßigkeiten ermöglichen.
Er kann also nur etwas tun, was ihm die Gesetzmäßigkeiten der Welt
ermöglichen.
Insofern bleibt er auch immer im Strom des Bewusstseins (wie du es
nennst), genauer im Ablauf der Thermodynamik, die durch die
unumgänglichen Gesetzmäßigkeiten der Natur betrieben und begrenzt ist.
Der sog. Fortschritt, der ja erst erkennbar wird durch die Beteiligten
innerhalb des Stromes der natürlichen Abläufe, entsteht dann auch erst
in den Köpfen, wenn er geschehen ist.
D.h.: wenn etwas geschehen ist, wird es erst wahrnehmbar, denn man kann
erst etwas wahrnehmen, was schon geschehen ist.
D.h., der Ablauf ist:
1. Geschehnis
2. Erkennen des Geschehnisses
3. Definierung/Beschreibung eines Geschehnisses
Daraus wird vielleicht erkennbar, dass weltliche Wesen nicht Initiatoren
von Geschehnissen sein können, da sie Geschehnisse immer erst nach dem
Geschehen wahrnehmen können, und somit auch nicht deren Initiatoren sein
können.
Das beißt sich echt böse mit der klassischen Vorstellung, dass Mensch
sich angeblich etwas ausdenkt, und es anschließend in die Tat umsetzt,
was ja auch die Doktrin aller Geistbehauptungen ist, der bis heute sogar
der westliche Mensch im Industriezeitalter unterliegt.
Aber tatsächlich ist die buddistische Anschauung, und gleichermaßen die
thermodynamische Anschauung, die richtigere.
Eine Bestätigung dessen, die aber genauso schwer zu verstehen ist,
liefert auch die Neurowissenschaft, indem die mal genauer gemessen haben
und feststellten, dass eine Gedanke, der im sogenannten Bewusstsein
erscheint, nur eine Nachvollziehung zur Kommunikation des Ergebnisses
mit den Kollektiven ist, dass aber der eigentliche Gedanke, incl. dem
Handlungsentschluss schon vor der sog. Bewusstswerdung völlig autonom
und unabhängig davon entstand in anderen neuronalen Zentren.
Erst durch diese Untersuchungen der Neurowissenschaften war es überhaupt
möglich, die thermodynamische passive Handlungserrechnung des Menschen
anschaulich zu machen.
Vorher wurden solche Gedanken überhaupt nicht verstanden oder ernst
genommen, worüber ich schon in den 80igern viele Diskussionen hatte.
> Es besteht hier also die Gefahr, der Autor will uns verarschen, indem er nur
> das als Fortschritt zu akzeptieren bereit ist, das in sein Weltbild passt.
liegt mir absolut fern: Fortschritt ist alles, was zu energetischen
Vereinfachungen führt.
Und energetische Vereinfachungen beruhen alle auf effektiverer Nutzung
der Logischen Gesetze zur energetischen Ausbeute.
D.h., es ist das Effektiver, was mit WENIGER natürlichen
Gesetzmäßigkeiten herstellbar und nutzbar ist.
Die Gesetzmäßigkeiten der Natur werden an ihren Konstantenwirkungen, wie
z.B. den Stoffen des Periodensystems, und primär an dessen effektiven,
also hochlogischen Einsatz deutlich.
Verwendet man Eisen, um einen Ofen zu erhitzen, wird man erfrieren,
Verwendet man den Pythagoras, um ein Rad zu bauen, bleibt man stehen.
> Wenn es also nicht zu einer "Ablösungskultur" kommt, dann wars eben kein
> Fortschritt.
???
das siehts du doch nur so.
Die Realität der Geschichte zeigt das Gegenteil:
mit der Dampfmaschine entstand das reiche Bürgertum und im noch größeren
Ausmaß das sog. Proletariat, siehe Ostasien und Reichtum in Europa/USA.
Das war bei der Verbreitung der Landwirtschaft nicht anders, bei der
Frohnherren aller Art entstanden (spätere Adelige), und ist heute in der
Zeit der Kumulation leeren Kapitals genauso zu sehen (extreme
Kapitalkumulation Weniger).
Aus jedem Fortschritt entstanden immer Ablösungskulturen, egal bei
welcher Art von Fortschritt.
Ohne religiöses Sektierertum wäre nicht mal Amerika so schnell besiedelt
worden, und ohne Buchdruck gäbe es keine Evangelen, da wäre Luther in
Wittenberge verödet, zumindest kam erst durch den Buchdruck eine
ausreichende Initialisierung seiner Vorstellungen in Gang.
> So einfach kann Wissenschaft, ja Philosophie sein.
> Früher haben Adepten jahrelang an sich arbeiten müssen, sich mit bestimmte
> Lehren oder Texte beschäftigen und sich Frage-Antwort-Spielen aussetzen
> müssen, um die Reife zu erreichen, sich Philosoph nennen zu dürfen...
> .... Grade von einem Philosoph wird auch eine gewisse charakterliche Reife
> vorausgesetzt.
sehe ich auch so, denn eine wichtige Vorraussetzung dazu, ist, nicht zu
voreilig zu schließen, und erst ausgereifte Gedanken auf den Markt der
Erkenntnisse zu werfen.
>
>> [Du meinst, es liegt nicht daran, dass einige weiter sind
> (Ungleichzeitigkeit)]
???
>
>> Nein, es ist ein weiterer wesentlicher Faktor wirksam, der dazu führt,
>> dass ein prosperierender Teil der Bevölkerung aus beobachtbaren
>> wirtscaftlichen und innovativen Differenziertheiten heraus, eine dazu
>> passende Ideologie menschlicher, individueller oder völkischer
>> Wertigkeiten produziert.
>
> Da kündige ich doch glatt mein Abo der lokalen Lyriker-Vereinigung. Das druck
> ich mir aus und hängst mir übern Türrahmen - äh, Moment. Was soll der Quatsch
> eigentlich bedeuten? Und "völkisch"? Du weißt schon,
ach so, wir haben schon die Weltbevölkerung, und es gibt niemanden mehr,
der sich darum kümmert, wer in welche Länder der Erde umzieht.
Klar, das haben wir ja schon hinter uns.
Ich glaube du träumst. Nicht mal in USA ist der Rassenkonflikt beendet,
bestenfalls durch sozial ausgleichende Maßnahmen unterdrückt, und wenn
ich mal in einen Atlas schaue, fallen mir immer noch Ländergrenzen auf,
ok, ich muss mir wohl nen neueren Atlas kaufen, sorry, wo keine mehr
drin sind.
>
> Was ist denn dieser Faktor, du Erleuchteter?
schrieb ich doch: Herdentiere schwätzen alles nach, was der Anführer macht.
Bist du noch ein Herdentier, oder schon etwas weiter.
Wenn ja, dann definierst du dich doch über deine Eigenschaften und
Fähigkeiten, ebenso deine Mitmenschen.
Solltest du das tatsächlich tun, dann wäre doch eine Herdentierexistenz,
wo dich nur der Leitbulle bespringen darf, aheem, doch nicht so toll, oder ?
Das hatte ich doch geschrieben.
Bist du noch das Herdentier, was sich unterordnet unter die archaische
Überlebensstrategie, die dem Stärkeren mit den dicksten Eiern den
Vorrang vorgibt, oder gehörst du schon zu denen, die auf ihre
Fähigkeiten, und die Fähigkeiten seiner Mitwesen, etwas stolz sind, und
diese für schützenswert und verbreitungswert hält.
Dann musst du dich abkehren vom Leitbullenbewusstsein, so wie ich es
schrieb.
>
>> Daraus entwickelten sich sowohl die Schützenkönige, aber genauso auch
>> Fürsten, Könige und besonders Päpste, die sozusagen die
>> versinnbildlichten Träger einer höheren Befähigung wurden
>
> Das stimmt doch hinten und vorne nicht. Der Adel wurde, soweit wir
"wir" würde ich mal weglassen, denn da gibt es genug Leute, die sich da
besser auskennen
> eruieren
> können, nicht deshalb nobiliert, weil er der Vorreiter irgendeiner neuen
> technischen Entwicklung war
Quatsch, du verwechselst Ursache und Wirkung.
Rittertum, Fürstentum, Landadel, Könige usw. entstanden erst, als die
Landwirtschaft so effektiv wurde, dass Bauern Überschüsse erwirtschaften
konnten, was doch ein FORTSCHRITT war.
Erst diese Überschüsse durch Effektivierung de Anbaumethoden
verschafften den Neuen Parasiten ein Geschäftsmodell, um sich daran zu
bereichern, wobei das Geschäftsmodell heute vergleichnbar ist mit
Schutzgeldzahlungen an mafiöse Organisationen, so wie jede Bank es im
Grunde darstellt, als Macher des eigenen zum großen Teil völlig
imaginären Mehrwertes, der Bezahlt werden muss.
Damals wurde zum Schutz vor fremden Rittern bezahlt, bei der Mafia
genauso, und bei Banken bezahlt man das Image, von diesen auf moderne
Weise abgezogen zu werden, da Banken (genauer ihre Vorstände und
Hauptaktionäre) zu den größten Kapitalsammlern gehören, was man nur
nicht zu laut sagen sollte.
> - der Gedanke des Fortschritts, den man
> staatlicherseits befördern müsste, gibt es erst frühestens seit der Neuzeit -
Fortschritt ist nicht erst, wenn man ihn definiert, sondern wenn er
geschieht.
> , sonder er ist entweder schon immer Stammeshäupling gewesen oder aber er
> stand zu irgendeinen Zeitpunkt in Diensten der Krone oder einer anderen
> Institution, die nobilieren konnte. Je nach Land und Region. "Graf" (der
> Adelstitel, nicht unbedingt der Nachname) leitet sich z. B. vom Ausdruck
> "Schreiber" ab. Es waren also Verwaltungsbeamte, die für diese Zwecke einen
> Titel erhielten.
> In Russland der Zarenzeit war es seit der Aufklärung üblich, dass der
> Funktionsadel fast nur aus nobilierten Bürgerlichen bestand.
klar, weil diese den Wandel von Frohnrittertum ins Bürgertum dem Westen
nachmachen wollten, weil Russland immer fast einige Jahrhunderte in der
Entwicklung zurücklag.
Allerdings geschah das zuerst mal nur aus modischen Gründen an den Höfen
dort.
Bis die neueren Techniken Russland wirklich beschleunigten, dauerte es
erheblich länger.
>
> Päpste erhielten ihre Macht vielleicht noch am Ehesten aus so einem Prozess,
> wenn man das Christentum denn als soziale Entwicklung, die zu einem
> Fortschritt führt, ansehen will und die Bischöfe von Rom als deren Vorreiter.
eine soziale Entwicklung war das nicht, sondern aus den Effektivierungen
in der Landwirtschaft, und später auch im Handwerk, entstanden
Möglichkeiten der Ausbeutung der Bevölkerung durch die religiösen
Führer, die mit zusammengemärchtem Geistideologien der wirtschaftlichen
Sicherung der Oberschicht dienten.
Daraus ergab sich ein Gemisch aus weltlicher materieller Obrigkeit, die
aus Adel und Reichen (ehem. Rittern, Gutsherren usw.) bestand, und auf
der anderen Seite nützlichen religiösen Ideologieträgern und Entwicklern
des Geistes, mit denen die Bevölkerungen brav gehalten, tatsächlich aber
religiös reglementiert, werden konnte.
>
>> aber während ein Professor zwar anfangs
>> noch halbwegs legitimiert wird durch Leistungserbringung, wird es bei
>> Ärzten schon etwas obskurer
>
> Bei Ärzten ist es einfach obligatorisch, dass die Studenten auch einen
> Doktortitel erwerben. Nur eine Minderheit der Doktoren will dann tatsächlich
> in Forschung und/oder Lehre gehen. Daher rührt der Spott einiger Akademiker
> über die mangelnde Qualität der Dissertationen von Medizinern. Allerdings
> zweifele ich, ob diese Spötter mit den anatomischen Kenntnissen oder so gut
> Latein aufwarten können wie ein gewöhnlicher Arzt.
ich könnte dir Geschichten und Zusammenhänge aufzeigen, die einfach nur
schrecklich sind, was sich noch harmlos zwischen fahrlässiger Tötung und
Fehlbehandlung wegen vereinfachter Verdienstmöglichkeiten bewegt.
Ist aber ein anderes Thema und auch riskant, darüber zu schreiben. Die
Lobbygruppen sind einfach zu stark.
> Spätestens wenn man Krank ist, ist man froh einen Schulmediziner in der Nähe
> zu haben!
wenn du meinst, mit kostengünstigen Standartbehandlungen auszukommen,
weil der Mediziner nichts anderes machen will, weil es für ihn einfacher
und geldbringender ist, als sich mit deiner tatsächlichen Erkrankung
auseinander zu setzen.
Du hast noch Illusionen.
>
> Bei Professoren hackt eine Krähe der anderen eben kein Auge aus. Es steht bei
> manchen Fächern zu befürchten, dass der Konsens unter den Fachleuten _nur_
> unter dem Druck der Autorität aufrecht erhalten werden kann; die Frage ist,
> ob der Nutzen größer wäre, wenn wir den Druck wegnehmen.
ist immer eine Frage des Verhältnisses zwischen engagierten Fachleuten
und denen, die gerne Geld verdienen.
Geld mindert immer die Qualität in der Breite, und bei Wenigzahlern, und
erhöht ebenso die Ignoranz.
>
>> Schaut man sich dieses offenbar genetisch implementierte Verhalten der
>> Überhöhung von Personen und Gruppierungen mal genauer an
>
> Bist du schon mal auf die Idee gekommen, dass es sich dabei nur um erlerntes
> Verhalten handeln könnte?
klar, aber das ist letztlich secundär, da alle Handlungsmotive zuerst
aus unbewussten, und ursächlich aus genetischen Motivationen stammen.
D.h., das was wir lernen, entstammt aus Bewertungs- und
Wertstellungsstrukturen, die schon ohne unsere Erfahrungen vorliegen.
Denk an Hunger oder Sex, deren Reaktionen und Aktion du nicht zu lernen
brauchst.
Das, was sich Mensch einbildet an angeblich aus seinem Denken
hervorgegqangenen Handlungen, ist ausgedacht und ermärcht, und hat mit
der Realität nichts zu tun.
Wir Essen nicht, weil es uns Spaß macht, sondern weil wir essen MÜSSEN.
Und wenn wir noch ein paar Blümchen auf den Tisch stellen dabei, dann
ist das auch keine freie Entscheidung für die Schönheit, sondern ein
Imponierverhalten den Weibchen zuliebe (oder Weibchen erinnert damit an
ihre Fruchtbarkeit, die befruchtet werden könnte), oder denen gegenüber,
die noch mit uns am Tisch sitzen, die später nützlich sein könnten (die
Blümchen verschwinden vom Tisch bei Leuten, die uns nichts nützen).
Und Imponiergehabe unterliegt den genetischen Strategien der
energetischen Ressourcenerhaltung, also immer ausreichend Frauen und
Brennholz um sich herum zu versammeln, um notfalls darauf zurückgreifen
zu können.
Also Kultur ist nichts anderes als die Hochform effektiver
Ressourcenerhaltung und Erwirtschaftung über kollektive Mechanismen.
> Im Übrigen hat der Respekt vor dem Onkel Doktor auch einen strategischen
> Wert: Er kann uns vielleicht das Leben retten, der Schuhster kommt eher nicht
> in die Gelegenheit.
ein sehr großer Teil der Autorität der Ärzte stammt aus ihrem Monopol,
Medikamente verschreiben zu dürfen, und die Anderen nicht, was zu der
üblichen Bittstellerhaltung führt, die praktisch jeder hat, der zum Arzt
geht.
Bittstellerhaltungen führen zu künstlichen Autoritäten, die nur durch
ihr Monopol bedingt sind.
>
>> Höhepunkte sind u.a. Päpste, die weder gescheit sein müssen, noch von
>> Wissen oder sozialen Erfolgen getragen sein müssen.
>
> Nö. Es gibt Päpste, die werden nachher Heilig gesprochen und andere
> verschwinden in Vergessenheit, einige sind berühmt und andere Kennt man nicht
> mal mit Namen.
wieso "nö!, die Realität zeigt doch, dass nicht die Bevölkerung den
Papst wählt, sondern diese im Mächtegerangel der Kardinäle ausgekungelt
werden.
Da ist es purer Zufall, ob da wirklich ein Volksrepresentant gewählt wírd.
Nur heute im Medienzeitalter, im Gegensatz zu vor einigen Jahrhunderten,
kann man nicht jeden Möppel der Gemeinde vorsetzen, was aber früher
gerne passierte, rein aus Machterhaltungsgründen.
Heute muss man schon etwas gefälliger sein, damit die Kirchenaustritte
nicht zuviel werden, was früher ganz anders war.
>
>> Königen, Kaisern, Bankdirektoren, und erfolgreichen
>> Versicherungsvertretern
>
> Bitte schreibe einen Aufsatz in dem du den Unterschied erläuterst zwischen
> (a) Personen, die ihre Privilegien und Besitztümern den Umstand einer
> glücklichen Geburt verdanken und
> (b) Personen, die für ihr Geld tatsächlich arbeiten müssen, wie z. B.
> erfolgreiche Versicherungsvertreter, und dabei nur etwas erfolgreicher waren
> als ihre Mitmenschen.
ist doch ganz einfach: beide nutzen elementar, denn sonst kannst du
nicht Geld verdienen, Outfit- und Habitusstrategien, auch wenn diese den
Nutzer nicht immer ganz bewusst sind.
Die Werbe- und Konditionierungsbranche weiß das schon seit Jahrhunderten.
Auch Merkel und praktisch alle Führer großer Firmen haben diverse
Schulungen hinter sich, die erst zum Erfolg führende persönliche
Verhaltensoptimierungen ermöglichten.
Die gesamte Werbebranche beruht genau darauf und ist eine der
erfolgreichsten Branchen überhaupt, gerade deshalb, weil der Verbraucher
zu fast 100% (nach Umfragen) meinst, von Werbung NICHT beeinflusst zu sein.
Die Herde funktioniert immer noch, leider oder toll, je nachdem, wer was
davon hat.
> Erwähne dabei bitte auch, welche der beiden Gruppen der Neid ihrer
> Mitmenschen berechtigterweise trifft! BONUSAUFGABE: Wie sehe eine
> Gesellschaft aus, in der "erfolgreiche Versicherungstreter" und ihre
> erfolgreichen Kollegen in anderen Berufen systematisch entmutigt werden.
ich merke, du bist selber Versicherungsvertreter, also sorry ;-)
Neid kommt immer dann, wenn ein sozialer Unterschied bemerkt wird.
Kommt Rohrschlosser A. mit einen 500er, kommt Neid auf, weil man das
einem scheinbar einfachen Menschen mehr neidet, als jemanden der sich B.
in einen hohen Habitus gestellt hat, also entsprechend an seinem Outfit
gearbeitet hat, incl. Körperhaltung, Sprache und Bewegungen, was man in
teuren Kursen sehr gut lernen kann.
Merkel, einigen Bankführern, Politikern usw. neidet man das Geld nicht
so ohne weiteres, da sie sich alle Uniformieren, um ihren echten
Habitius zu verstecken.
Anzüge, Krawatten (also verlängerte Schwänze), usw. sind nur und
ausschließlich dazu da, den tatsächlichen Habitus zu verstecken.
Und das Schlimme für die, die das nicht bemerken, ist: es funktioniert.
Die Funktionen des Versteckens von Reichtum usw. sind heute so umfassend
erforscht und angewendet, dass es einfach super funktioniert, als der
schlimmste Ausbeuter, Geldarsch und Sklavenhalter durch die Welt zu
laufen, ohne dass es kaum jemandem auffällt.
> Vergleiche mit einer Gesellschaft, in der auch Adelige zur Arbeit angehalten
> werden.
heute hat der Adel kaum noch Bedeutung.
>
>> und Kopulationsvermögen, incl. großer Samenmengen
>> einzelner Herdentiere profitierten
>
> Ich will jetzt keine psychologische Deutung durchführen...
klar, imponieren oder übertäuschen, was ist es wohl ? ;-)
>
>> oder u.a. benachteiligende Bildungshierarchien zu beenden, was alles nur
>> auf dieser genetischen Herdenstrategie der Überhöhung Einzelner, ehemals
>> beruhte.
>
> Wenn du über die Sozio-Biologische oder Evolutionspsychologische Schiene
> kommen willst, bitte bedenke folgendes: Nicht Gruppen oder Lebewesen sind
> träger der natürlichen und sexuellen Selektion, sondern einzelne genetisch-
> morphologische Profile.
oh, liegen da einige sehr große Differenzen in der Beobachtung und
Begründung von Verhalten bei weltlichen Lebewesen ?
Das lebende Individuum ist doch DAS Objekt der Selektion, indem an jeder
Eigenschaft, an jeder Körperstelle, von der Evolution selektierend
sozusagen rumgeschnippelt wird, und das Dran- und Dringebliebende über
Gene und Epigene weitergereicht wird an eigene Nachkommen.
Ist das nicht so, oder lese ich was falsch ?
>
Gruß Ron.H.