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[Genie und Wahnsinn]Das autistische Genie

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Anonymous

unread,
Jun 13, 2013, 7:16:02 PM6/13/13
to
Beim Thema Psychopathographie in der letzten Zeit fast unvermeidlich:
Der Autismus.
An vielen Genies, ob noch lebend oder bereits tot, wurden Züge
festgestellt, die an Autismus erinnerten.

Gewissermaßen der Wegbereiter dieser Entwicklung war H. Asperger, der
wohl als erster Beobachtete, dass die sog. "autistischen Psychopathen",
die unter seiner Behandlung standen, sich oft in ihren Berufen gut in
ihr soziales Gefüge integrierten und auf den Gebiet ihrer
Spezialinteressen nicht nur gute, sondern oft auch hervorragende
Leistungen vollbrachten (1). (Wenn man bedenkt, dass diese
Habilitationsschrift im Jahre 1943 geschrieben wurde, kann diese
Feststellung für die Betroffenen wohl durchaus lebensrettend gewesen
sein. Schlimm, dass andere nicht das Glück eines solchen Fürsprechers
hatten!)

Als autistisches Genie wird immer wieder Newton erwähnt, dem in seiner
Kindheit bekanntlich die Schafe davongelaufen sein sollen, weil er sich
zu sehr auf andere Dinge konzentrierte statt auf sie aufzupassen.
Newton wird andererseits auch mit einer Manisch-Depressiven Erkrankung
oder mit Schizophrenie in Verbindung gebracht.
Für eine letztliche Abklärung solcher Diagnosen fehlen uns wohl einfach
die Informationen.
Eine andere geniale Person, die autistische Züge gezeigt haben soll, ist
Albert Einstein. Er soll viel geschlafen haben und zeigte wenig Interesse an "Smalltalk".

Die Arbeiten von Fitzgerald (2) beschäftigen sich gründlich mit einigen
genialen Persönlichkeiten und ihrer Psychopathographie. Dabei sind auch
einige nicht so geniale, sondern eher zerstörerische bis bösartige
Persönlichkeiten. Da der Link das Thema schon besser bearbeitet als
dieses Posting es je könnte, kann man das Thema eigentlich damit
beenden.

Dennoch wagen wir hinzuzufügen: Warum sollen Autisten besonders kreativ
bis gar genial sein? Wohl wegen ihrer ungewöhnlichen Art zu denken und
der starken Konzentration auf ein einziges Gebiet. So zumindest die
Quintessenz meiner Lektüre.

Vielleicht kann man der Spekulation allerdings noch etwas hinzufügen:
L. Wittgenstein käme in Betracht, insofern er: - Spezialinteressen
zeigte, erst Technik, dann Philosophie, dann Architektur,
Klostergärtnerei, dann Pädagogik usw. endlich wieder Philosophie. Diese
Interessen überkamen ihn fest gegen seinen Willen (3)
- Erst relativ spät (mit 4) zu sprechen lernte, aber handwerklich sehr
geschickt war (4), was sehr gut zu einem bestimmten Typ von Autismus
(High-functioning autism) passt
- Er Schwierigkeiten bei der Beziehung zu anderen Menschen zeigte (3)

Andererseite bleibt das natürlich pure Spekulation! Und es gibt auch
viele Aspekte, die eher nicht dafür sprechen. So müssten natürlich die
sozialen Umstände, die Erziehung, die intellektuellen Anreize usw.
berücksichtigt werden. Was bei anderen Genies selbstverständlich auch
der Fall ist.

(1) http://www.as-tt.de/assets/applets/Asperger_Hans.pdf
(2) http://de.wikipedia.org/w/index.php?
title=Michael_Fitzgerald_(Arzt)&oldid=115977470
(3) http://de.wikipedia.org/w/index.php?
title=Ludwig_Wittgenstein&oldid=116700724#Leben_und_Werk
(4) http://www.zeit.de/campus/2012/06/ehemaligenverein-philosoph-ludwig-
wittgenstein

R.H.

unread,
Jun 14, 2013, 4:54:08 AM6/14/13
to
Wittgenstein kannte ich zwar vom Namen her, habe aber niemals irgendwas
von ihm gelesen.

Nun habe ich mal ins Inhaltsverzeichnis seines Tractatus geschaut, und
verstehe nun, an was er eigentlich gedacht hat, was ihm aufgegangen war,
was er aber nicht ausreichend formulieren konnte, und er infolge große
Probleme mit der Darstellung seiner Gedanken zur Logik hatte.

Daraus erwuchsen dann natürlich entsprechende Probleme seiner Leser, die
ihn vermutlich kaum verstehen konnten, genauso, wie ich heute immer
wieder feststelle, dass es sehr schwer ist, in einer von Eindrücken des
Materiellen geprägten Welt, eine absolut unmaterielle Grundlage zu
allem, was Welt ausmacht, vermitteln zu können.

Auch hatte er offensichtlich schon erkannt, dass die Welt auf einer
absolut logischen Struktur beruht, wie aus den Überschriften der Kapitel
in seinem Tractatus hervorgeht:


5 Der Satz ist eine Wahrheitsfunktion der Elementarsätze.
(Der Elementarsatz ist eine Wahrheitsfunktion seiner selbst.)

6 Die allgemeine Form der Wahrheitsfunktion ist: [p, ξ, N(ξ)].
Dies ist die allgemeine Form des Satzes.

6.0

6.1 Die Sätze der Logik sind Tautologien.


genau, was aber zugleich bedeutet, dass er vermutlich nicht ausreichend
erkannte, dass alle Sätze zwar eine logische Struktur enthalten, ihre
Ausdrücke / Begriffe aber ebenfalls der pi-Struktur der Welt
unterliegen, und deshalb niemals eine eindeutige Zuordnung von
Weltobjekten zur ihrer zugrundeliegenden logischen Struktur möglich ist.

Dieser Sachverhalt ist so schwer zu verstehen, dass selbst Wittgenstein
daran verzweifelte, und deshalb vermutlich immer wieder lange Pausen
machen musste, um sich aus den eigenen Kreiseln des Denkens zu lösen,
die immer dann entstehen, wenn es keine ausreichenden neuen
Argumentationsketten gibt, die zur Generierung neuer neuronaler
Erklärungsstrukturen nötig sind.

Menschen wie Wittgenstein leiden unter steten Wiederholungen, und wissen
sich nicht leicht zu helfen, aus dieser am Ende "Leere im Kopf" durch
Reizarmut zu entfliehen.

Reizarmut entsteht eben nicht nur dadurch, dass die Umgebung nicht genug
Anregungen bietet, also immer neue neuronale Gedächtnisspuren bildet, an
denen neue Ortientierungen, also neue Neuronencluster sich entwickeln,
sondern der Jenige, der aus seinem Denken heraus in die Hierarchien der
Urgründe, der Herkünfte vordringt, stößt irgendwann an die Grenze der
Formulierungsmöglichkeiten, und dreht sich infolge ebenso im Kreis.

Diese Grenze der Formulierungsmöglichkeiten beruht allerdings nicht auf
einer Grenze des Vermögens oder Unvermögens, sondern sie beruht auf
einer prinzipiellen Unformulierbarkeit mit den Mitteln der energetisch
materiellen Welt.

Dies hatte er vermutlich nicht erkannt, und konnte diese Grenze auch
nicht überschreiten, da er die Technik der Übersetzungen zwischen
Logischen Strukturen und energetisch weltlicher Strukturen noch nicht
kannte.

Erst die Rückführung aller energetischer Weltobjekte auf die
Grundfunktionen der pi-Struktur, auf denen alle Weltobjekte beruhen,
hätte ihm ermöglicht, sein Trauma des "nicht formulieren könnens", zu
beenden.

Aber dazu war die Zeit für ihn noch nicht reif genug.


6.2 Die Mathematik ist eine logische Methode.
Die Sätze der Mathematik sind Gleichungen, also Scheinsätze.


auch dies konnte er noch nicht ausreichend formulieren, da er den
entitären Objektcharakter alle Logischen Objekte noch nicht ausreichend
erkannt hatte.

Logische Objekte, in der Mathematik Operanden genannt, sind eben keine
weltlichen Objekte.

Man kann zwar ersatzweise Weltobjekte stattdessen verwenden, z.B.
Steine, Zahlen oder Schrauben.

Aber dennoch entstehen damit keine Gleichungen, da Weltobjekte niemals
Logische Objekte sein können, da Weltobjekte der Quantenmechanik
unterliegen und deshalb niemals z.B. eine eindeutige Örtlichkeit
besitzen, weshalb sie nicht zur Gleichungserwirtschaftung verwendet
werden können.

In der Praxis wird das Problem der immer "unscharfen" Weltobjekte, also
alleine schon ihre Ungleichheit, dadurch gelöst, dass man Normen und
Toleranzen einführt, was ja auch folgerichtig die Grundlage aller
kollektiven Systeme ist, die nur mit ausreichenden Toleranzen
funktionieren können.

Da pi keinerlei natürlichen Orte / Vektoren ausbildet auf allen
Objektoberflächen, müssen Gesellschaften, Techniker usw. Wertebereiche
sozusagen künstlich festlegen, in denen sie Normierungen und Toleranzen
ausbilden, egal ob in der Technik (DIN) oder im Umgang der Individuen
(BGB, Nachsicht, Toleranz) untereinander.

Diese Welt ist eine pi-basierte Welt und deshalb müssen innerhalb des
weltlich energetischen Koordinatensystems immer Wertebereiche innerhalb
der pi-Oberflächen gebildet werden, um überhaupt eine Welt handhaben zu
können.

Dies war Wittgenstein unbekannt, und es ist auch heute allgemein sehr
schwer zu verstehen und zu vermitteln.



6.3 Die Erforschung der Logik bedeutet die Erforschung aller
Gesetzmäßigkeit. Und außerhalb der Logik ist alles Zufall.



völlig richtig, da Logik DIE Grundlage aller Weltstrukturen ist.

Was Wittgenstein aber noch nicht mit einbezogen hatte, war die
Quantenmechanik, was letztlich sein größter Erkenntnismangel war.

Hätte er diese berücksichtigt, hätte er erkennen können, dass alle
Objekte der Welt nur innerhalb einer, vereinfacht,
Beschreibungsunschärfe vorliegen, aus der heraus keine eindeutigen
weltlich energetischen Begrifflichkeiten ableitbar sind, weshalb er dann
allerdings nur zu dem zwar richtigen Gedanken kam, dass außerhalb der
Logik alles Zufall ist, er aber nicht erkannte, dass die QM die Ursache
für seinen Zufall war.

Die QM ist die erste Ebene weltlicher Präsens logisch konstantischer
Prinzipien, weshalb genau dort die Entstehung des sog. Zufalls wegen der
fehlenden pi-Vektoren zustande kommt.



6.4 Alle Sätze sind gleichwertig.

6.5 Zu einer Antwort, die man nicht aussprechen kann, kann man auch die
Frage nicht aussprechen.
Das Rätsel gibt es nicht.
Wenn sich eine Frage überhaupt stellen lässt, so kann sie auch
beantwortet werden.



Gerade an diesen letzten Sätzen wird deutlich, dass er die pi-Grundlage
der energetisch materiellen Welt noch nicht erkannt hatte.

Deshalb blieb er hängen an begrifflichen Betrachtungen des Problems, mit
denen aber das eigentliche Problem NICHT LÖSBAR ist.



Nun zurück zu der Psychologie sog. Genies:

Anhand von Wittgensteins Lebensdaten, soweit mir bekannt, ist er kein
typischer Autist, Psychopath o.ä..

Eine gewisse Besessenheit, die angeregt wird durch eine tiefe
Erkenntnis, die aber nicht ausreichend formuliert werden kann, auch
allgemein nicht, ist noch lange kein Autismus.

Es kann genauso gut umgekehrt sein, was besonders bei depressiven
Menschen zu beobachten ist, dass die Fähigkeit, in den Ursprung der
"Dinge" zu gehen, mit Hilfe gedanklicher Möglichkeiten, eben nur zur
Abschirmung von ausreichenden Außenreizen führt, was ebenso zu einer
neuronalen Verarmung führt, mit der Folge von Depression, was ja auch
der Hauptgrund für Depression allgemein ist, wie ich es seit Jahren hier
schreibe.

Wittgenstein hat sich also eher in Ursprungsdenken begeben, und hat
deshalb die Reizverarmung seines Gehirns in Kauf genommen, mit der Folge
neuronalen Abbaus, was wiederum Depressionen auslöst, was auch seine
Fluchten immer wieder ausgelöst hat.

Allgemein kann man solche Art der Depressionserwirtschaftung im
Endstadium auch als Kreisdenken bezeichnen, was bei Depressiven dann
vorherrscht.

Menschen, die die Fähigkeit besitzen Ursprungsdenken zu vollziehen,
versuchen, ihre Gedankenketten aus "inneren", also letztlich LOGISCHEN
Erkenntnisstrukturen zu gewinnen.

Da aber der Mensch in seiner heutigen Genetik und Kultur noch angewiesen
ist auf ausreichenden emotionalen Kontakt, also auf die Erfüllung seiner
Genetischen Erfordernisse, führt ein zu starkes Suchen in logischer,
also innerer Erkenntnis, zwangsläufig zu diversen Störungen, wie
partiellem Autismus, Depressionen, geprägte oder lernend gestaltete
Pyschopathie usw.usw.usw..

Selbstverständlich sind zusätzliche genetisch angelegte neuronale
Strukturen verantwortlich für schon von Zeugung / Geburt an bestehende
erheblich schwerer Fälle dieser Störungen.

Aber wie geschrieben: verrückt sein kann auch erlernt und gewollt sein,
nur dass der Jenige sich nicht von Anfang an darüber klar ist, wie
Wittgenstein z.B..


Gruß Ron.H.
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