Am 12.06.2013 08:51, schrieb HUG:
> Am Wed, 12 Jun 2013 08:13:13 +0200 schrieb Klaus Roggendorf:
>
>>> Die empirischen und menschheitsgeschichtsprägenden psychopathischer
>>> Wesensveränderung und deren leidvolle Folgen sind und bleiben
>>> vermutlich evident.
>>
>> Nochmals, wie kommen wir in der Problematik menschlicher Schwächen,
>> den offensichtlich antriebsdynamisch bedingten Maßlosigkeiten und deren
>> existentiellen Folgen weiter? Was können wir tun?
>
> Wenn es sich tatsächlich um menschliche, nicht um individuelle oder durch
> Situationen bestimmte Schwächen handelt, also um anthropologische
> Konstanten,
"anthropologische Konstanten" ist als Wortschöpfung äußerst ungünstig,
da Konstanten eben KONSTANT sind, anthropologische Entwicklungen aber
eben nur Entwicklungen sind.
Beides ist absolut unvereinbar.
"anthropologische Konstanten" gibt es deshalb einfach nicht.
> dann kommen wir nur weiter durch Überwindung des Menschen
> (Schlagwort: Transhumanismus). Mit dem Skalpell des Neurochirurgen wird
> das Böse
: das ist ja wie im Kindergarten oder wie bei naiven Kirchgängern.
Aufgeklärte Menschen sollten den Begriff "böse" deshalb in solchen
Zusammenhängen nicht verwenden.
Real aufklärbar ist der Begriff "böse" aber z.B. als:
!!! thermodynamisch local destrukturierende Vorteilsnahme durch einen
anderen localen Cluster !!!
Beispiel: Mord wird zum Vorteil des Mörders, da er zu einem eigenen
energetischen Vorteil (z.B. Geld, Nahrung, Frauen usw.) eine andere
Person, Tier oder Berg(-werk) an seinem Ort entenergetisiert, also
materiell destrukturiert.
Insgesamt verkürzt er also den thermodynamischen Ablauf eines anderen
energetischen Clusters, also Lebewesen, Teich, Sonne, Acker usw., indem
er dessen materiell energetische Ressourcen direkt destrukturiert, also
z.B. Tier brät, oder aber durch die Destrukturierung einen Vorteil
erlangt, wie z.B. einen Konkurrenten beseitigt oder einen Weg zu eoiner
energetsichen Quelle verkürzt, wie z.B. durch Diebstahl, also Raubmord.
Bei der Destrukturierung eines Berges, z.B. zur Kohlegewinnung, geht man
aber allgemein davon aus, dass dieses kein "böser" Akt sei, da ein
Berg"werk" davon nichts bemerken würde.
Genau darüber kann man aber sehr anderer Meinung sein, was aber ein
anderes Thema ist.
> herausgeschnitten und stattdessen wird ein Chip eingebaut, der
> den Menschen zum Guten befähigt.
naiv und albern
> Wenn wir dies nicht wollen, dann müssen
> wir uns wohl oder übel mit den menschlichen Schwächen abfinden.
sogenannte "menschlichen Schwächen" bestehen aus, allgemein gesehen,
unkonkreten kollektiven Regelungen, und ebenso aus nicht eindeutig
abgrenzbaren genetischen Entwicklungen, die dazu führen, dass es immer
Überschneidungen bei Besitz, in Beziehungen und besonders in Aussagen
geben wird, die niemals optimal situationsgerecht sein können.
Damit hat man schon so ziemlich alles abgedeckt, was man als
"menschliche Schwächen" bezeichnen könnte.
>
> Überdies haben die Menschen ja bereits Mechanismen entwickelt, die
> menschliche Schwächen zwar nicht ausmerzen
wie sollte man denn auch, das wäre doch pure Erwartung einer Illusion.
> , wohl aber deren unerwünschte
> Folgen einzudämmen vermögen. Die Schule zählt dazu und das Rechtswesen
> auch, nicht zu vergessen die Polizei, das Militär und die Geheimdienste.
> Manche sprechen auch den Kirchen eine lindernde Kraft in dieser Hinsicht
> zu, aber dies wage ich zu bezweifeln und befürchte eher das Gegenteil.
>
> Nichts bewirken aus meiner Sicht fantastische Lösungen, auch wenn sie
> sich auf Wissenschaft berufen, obwohl das geforderte Wissen de facto
> nicht vorhanden ist. Zu solchen Fantasmen gehören Lösungsvorschläge, die
> sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse über das Wesen des Menschen
> berufen (Genetik, Neurowissenschaften u.ä.).
klar, weil das Geistwesen Mensch mit Naturwissenschaft nicht "fassbar"
ist, ala Gresch, und Genetik ist sowieso "böse".
> Die Menschheit hatte bisher
> wenig Glück mit Biologismen aller Arten; so waren ja auch der Rassismus
> der Nazis und die Ermordung von angeblich Geisteskranken durch die (meist
> begeisterte, weil nun endlich losgelassene) Psychiatrie in dieser Zeit
> (und sogar später noch) Biologismen reinsten Wassers.
son Quatsch.
Du vermischst die realistische Verortung von Verhalten mit Genen und
Kultur, mit einer kulturellen Fehlentwicklung (Diktaturen usw.), die
historisch gesehen nicht ungewöhnlich ist, sondern sogar zu erwarten war.
ach ja, ala Gresch: Biologismen = böse
>
> Letztlich geht es um moralische Grundsatzentscheidungen, und die sind
> immer arbiträr, die lassen sich nicht durch Wissenschaft unterfüttern
> oder gar bestimmen.
Unsinn: jede Handlung jedes Lebewesens lässt sich alleine schon durch
den Ablauf der Thermodynamik weitgehends beschreiben und vorhersehen.
Wenn man als Grundlage zu jeder Handlung auch noch die Logik und die
Konstanten der Welt einbezieht, hat man alles, woraus Handlung entsteht.
Die Erschaffer des Wortes "Arbitrarität" waren sich niemals darüber
klar, dass es ein Wollen nur gibt auf Basis von Zufall, und dass eine
sog. "Naturnotwendigkeit" beruht auf den unausweichlichen Folgen der
Thermodynamik, also letztlich der Konstanten der Welt.
Beides erkannten sie nicht oder bezogen es nicht ein und phantasierten
sich infolge so eine Entstehungsgeschichte von Verhalten, Objekten usw.
zusammen.
> Wenn man hinter dem Bösen und dem Schwachen eine
> "Antriebsdynamik" vermutet, so ist dies nur ein hohles Wort, weil mir
> durch das, was auch immer hinter diesem Wort an Fakten oder Fantasmen
> stehen mag, die Entscheidung nicht abgenommen wird, wie mit dem Bösen und
> Schwachen umgegangen werden soll.
sowas passiert ja auch nur, wenn man mit kindischen Denken an sowas
herangeht, böses Kind aber auch.
>
> Es zählt zu den Schwächen des Menschen, moralische Entscheidungen nicht
> souverän fällen zu können,
es gibt niemals perfekte Entscheidungen, weshalb die Verknüpfung von
Moral mit Entscheidung, und dazu noch mit Schwäche, schon sowieso völlig
daneben ist.
Das, was aber möglich ist, dass sind effektive Entscheidungen, die man
fällt auf der aktuellen Datenlage und der eigenen aktuellen Fähigkeit,
und von da an einfach zu seiner Entscheidung steht.
Das ist gesund, und mehr kann man letztlich nicht tun.
> sondern sich rechtfertigen zu müssen durch
> fantasierte "Fakten" und "wissenschaftliche" Erkenntnisse.
der natürliche Vorgang, besonders durch evol. Strategien bestätigt ist
die Abfolge:
1. Ereignis beobachten
2. Gefahr erkennen
3. Handlungsressourcen subsumieren
4. Entscheidung errechnen
5. Entschluss fassen
6. Handeln
7. immer enthaltende ungünstige Anteile im Ergebnis der vollzogenen
Handlung als Korrekturwert zu einer zukünftigen Entscheidung mit
einbeziehen.
Punkt 7. wird auch allgemein als LERNEN bezeichnet.
Lernen ist die GESUNDE Form anstelle einer moralische Verurteilung nach
nicht optimalen Handlungen.
Ein gesunder Mensch verurteilt nicht, sondern lernt aus Fehlern.
Verurteilen hält alle nur auf, nützt nur, wenn daraus ein Lernerfolg
entsteht, der zukünftige Handlungen korrigieren kann.
> Daher kommt u.
> a. wohl auch die zunehmende Tendenz, kriminelle als "psychisch krank"
> einzustufen.
A. "psychisch krank" ist jemand, wenn er nicht in der Lage ist, einfache
energetische Gesetzmäßigkeiten zu berücksichtigen, sich also
beispielsweise selber schädigt.
B. Wenn er Andere energetisch schädigt, z.B. durch unerfragte
Besitzverlagerung, dann kann man allgemein davon ausgehen, dass er zu
seinem Vorteil, zum Nachteil eines Anderen, handelte, also eher ein
Verbrecher ist.
Allerdings vermischt sich im Lebensalltag A. und B., wozu dann
verschiedene Möglichkeiten herangezogen werden:
1. Beschimpfung / Streit
2. Haue
3. Polizei
4. Ärzte
5. Gerichte
6. Krieg
7. Beten
zumindest in halbwegs modernen Staaten.
> Man fühlt sich dann moralisch legitimiert, sie noch viel
> grausamer zu behandeln als ordinär Böse.
in deiner Vorstellung, die von unfassbaren Erlebnissen erfüllt ist.
> Allein, ich glaube nicht, dass
> es sich dabei um eine menschliche Schwäche im Sinne einer
> anthropologischen Konstante handelt.
unsachliches Geschwafel, da es keine "anthropologischen Konstanten" gibt.
Alle Verhaltensweisen beruhen zuallererst auf dem genetischen Gerüst,
auf welchem alle biol. Lebewesen beruhen.
Folglich sind auch alle Kulturen nur langfristige (Selektion über viele
Generationen hinweg) Korrektive von Genomen, aber keine kurzfristigen,
auch wenn kinderlose Genomträger schnell aussterben, was aber bei einer
großen Individuenzahl innerhalb einer Gesellschaft keine große Rolle spielt.
> Das sind kulturelle Defekte,
> vermutlich hervorgerufen durch eine unheilvolle Allianz von Kapitalismus
> und Christentum, deren Geist nun auch in die nicht-christliche Welt
> eindringt.
damit willst du sog. Geisteskrankheiten und Verbrechen begründen ?
Verbrechen kam also erst nach Einführung des Christentums und des
Kapitalismus in die Welt, und weg war das Paradies, laut Gresch.
Du hast so naive Grundvorstellungen von der Welt.
Wieso hast du diese niemals korrigiert, einfach schon anhand von
Naturwissenschaft ?
Vor kurzem hast du noch bestritten, etwas mit Geist zu tun zu haben.
Aber das Ablehnen von Naturwissenschaft, besonders auch in Bezug auf das
Funktionieren von Denken, Handeln usw., erfordert doch am Ende wieder Geist.
Wie willst du diese Widersprüche denn in deinem Denken auflösen ?
>
> MfG
> Hans
>
Gruß Ron.H.