Frohe, gesegnete Ostern

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Bonaventura

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Apr 16, 2022, 6:52:57 PMApr 16
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Christ ist erstanden. Das ist die Botschaft des Ostersonntags. Frauen finden das leere Grab und hören die Botschaft von der Auferstehung. Sie glauben und bezeugen, was sie erlebt haben. Noch verstehen sie nicht alles, noch sind es Erinnerungen an die Ankündigung von Leid und Auferstehung. Auf das Ende folgt ein neuer Anfang. Erst später wird ihnen der Zusammenhang der vielen Schriftlesungen der Osternacht klar.

Dazu gehört die Bereitschaft Abrahams, Gott seinen geliebten Sohn zu opfern; und Gott genügt der gute Wille. Karfreitag opfert der himmlische Vater seinen Sohn. Wie grausam ist das denn? Ja, Gott wäre nicht der himmlische Vater, wenn er auf die Hingabe seines Sohnes für die Freunde nicht die Auferweckung folgen lassen würde. Christus war eins mit dem Vater im Geist: ethisch Gottes Gebot folgsam und gehorsam bis zum Tod. Darum hat Gott ihn über alle erhöht. Darin erweist sich die Einheit der göttlichen Personen im Wesen gegenseitiger Liebe.

Erst als der Auferstandene verklärt am Abend des Ostersonntags den Jüngern auf dem Gang nach Emmaus erscheint, beginnt er mit der Auslegung der Schriften, der Lesungen. In der Eucharistiefeier beim Brotbrechen gehen den Emmausjüngern die Augen auf.

So lange wartet die Liturgie der Osternacht aber nicht. Sie feiert den triumphalen Durchzug durch die Unterwelt zur Rettung der Gerechten, wie Petrus später schreibt, triumphal wie der Durchzug durch das Rote Meer, mit zahlreichen Lesungen und Triumphgesang. Die Liturgie lässt sich diesen Kairos und Wendepunkt in der Heilsgeschichte nicht entgehen. Die Kirche stimmt mit ihrem Triumphgesang ein in die Freude der ersten Zeuginnen der Auferstehung über die Erfüllung der Verheißungen. Jesus ist wirklich Gottes Sohn, besiegelt und bezeugt durch die Auferstehung. In ihr beginnt für die Geschichte Gottes mit den Menschen eine neue Zeit.
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