Ein Gedankenexperiment:
Ein Ding habe die Fähigkeit, auf eine Frage mit "Ja" oder "Nein" zu
reagieren.
Die Frage lautet: "Hast du das Merkmal X."
Es gibt drei Möglichkeiten:
1. Die Reaktion des Dings auf diese Frage erfolgt zufällig.
2. Die Reaktion des Dings auf die Frage ist determiniert.
3. Die Reaktion des Dings erfolgt aus Gründen.
Im ersten Fall reagiert das Ding ohne Bezug zum Gegenstand der Frage,
also beliebig (Zufallsgenerator).
Im zweiten Fall reagiert das Ding ohne Bezug zum Gegenstand der Frage,
nämlich vorherbestimmt (automatisch, programmiert).
Nur im dritten Fall antwortet das Ding mit Bezug auf die Frage, nämlich
mit "Ja", wenn es das Merkmal X zu haben beansprucht und mit "Nein", wenn
es das Merkmal X zu haben nicht beansprucht.
Gegeben: Das Merkmal X sei "freier Wille".
Das Ding kann diese Frage nur mit Bezug auf das Haben eines freien
Willens beantworten, wenn für es der dritte Fall gilt. Gilt aber der
dritte Fall, dann muss es mit Ja antworten, wenn es sich nicht irrt.
Wer also die Frage, ob der Mensch einen freien Willen habe, stellt, hat
sie implizit bereits mit Ja beantwortet. Nur unter dieser Voraussetzung
nämlich ist er überhaupt in der Lage, Fragen zu stellen und Antworten auf
Fragen zu geben.
MfG
Hans
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