Forschungsarbeit zu Kontinuitäten der (Zwangs-)Psychiatrie erschienen

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Werner-Fuss-Zentrum

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Jul 14, 2008, 4:22:16 PM7/14/08
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Wir freuen uns, die Veröffentlichung der Forschungsarbeit von Alice
Halmi bekannt geben zu können:

Kontinuitäten der (Zwangs-)Psychiatrie. Eine kritische Betrachtung

http://www.irrenoffensive.de/kontinuitaeten.htm

In einer umfangreichen Arbeit von 221 Seiten beschreibt Alice Halmi
die wesentlichen Merkmale der Zwangspsychiatrie: eine radikale
Ausgrenzung- und Entwertungsideologie in unmittelbarer Nähe zu
Rassismus und Biologismus. Sie bilden die legitimatorischen Grundlagen
für schwerste Misshandlungen, Folter und in brutalster Konsequenz
Zwangssterilisation und systematischer Mord von 1939-1949 als Teil des
Holocausts zur endgültigen Vernichtung.

Der besondere Wert der Arbeit von Alice Halmi liegt in dem mit
zahlreichen Quellen belegten Nachweis, dass es ein Märchen, eine
Schutzbehauptung ist, wenn von zwei großen Brüchen der psychiatrischen
Praktiken vor und nach der politischen Nazi-Herrschaft die Rede ist,
sondern im Gegenteil sind die Grundstrukturen kontinuierlich die
gleichen geblieben. In der Arbeit von Alice Halmi wird der insofern
logische Schluss belegt, dass die Shoah, der systematische Massenmord
an den Juden Europas, eingebettet ist in ein wissenschaftlich-
ideologisches Konzept der biologischen Ungleichwertigkeit der
Menschen, wie sie gerade die Psychiatrie hervorgebracht und die
Eugenik dann radikalisiert hat.
In einem Teil der Arbeit werden anhand der Schriften und Taten des
Präsidenten der deutschen Psychiatervereinigung, Prof. Karl
Bonhoeffer, dessen Verbrechen aufgezeigt, die als Zwischenstücke
notwendig waren, damit aus den überall praktizierten psychiatrischen
Grausamkeiten die besonderen von Gasmordfabriken werden konnten.

Eine Mitteilung des Werner-Fuß-Zentrum
im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
http://www.psychiatrie-erfahrene.de

Steff Böckler

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Jul 14, 2008, 6:24:17 PM7/14/08
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Werner-Fuss-Zentrum schrieb:

> Wir freuen uns, die Veröffentlichung der Forschungsarbeit von Alice
> Halmi bekannt geben zu können:
>
> Kontinuitäten der (Zwangs-)Psychiatrie.

So, ihr freut euch, peinlich genug!

> Sie bilden die legitimatorischen Grundlagen
> für schwerste Misshandlungen, Folter und in brutalster Konsequenz
> Zwangssterilisation und systematischer Mord von 1939-1949 als Teil des
> Holocausts zur endgültigen Vernichtung.

Nicht ein Minimum an Geschichtskenntnis kann man euch bescheinigen
(Zwangssterilisierung hat schon vorher angefangen und ist etwas völlig
anderes als der Holocoust, und dass das politisch motiviert
kontinuierlich bis 1949 fortgesetzt worden sein sollte entzieht sich
jeden historischen Belegs)

> In einem Teil der Arbeit werden anhand der Schriften und Taten des
> Präsidenten der deutschen Psychiatervereinigung, Prof. Karl
> Bonhoeffer, dessen Verbrechen aufgezeigt, die als Zwischenstücke
> notwendig waren, damit aus den überall praktizierten psychiatrischen
> Grausamkeiten die besonderen von Gasmordfabriken werden konnten.

Ich weiß nicht ob ihr selbst versteht, was ihr das schreibt und in die
Welt stetzt. Bitte lest das für euch selbst langsam und laut vor. Ich
hoffe, daß das unverzüglich dementiert wird, ansonsten können wir das
gerne auch vor Gericht austragen.

Gruss

spam...@mailinator.com

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Jul 15, 2008, 10:23:39 AM7/15/08
to
> Ich weiß nicht ob ihr selbst versteht, was ihr das schreibt und in die
> Welt stetzt. Bitte lest das für euch selbst langsam und laut vor. Ich
> hoffe, daß das unverzüglich dementiert wird, ansonsten können wir das
> gerne auch vor Gericht austragen.
>
> Gruss

Die Voyeurin

Werner-Fuss-Zentrum

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Jul 15, 2008, 5:07:03 PM7/15/08
to
On 15 Jul., 00:24, Steff Böckler <rursil...@arcor.de> wrote:

> > In einem Teil der Arbeit werden anhand der Schriften und Taten des
> > Präsidenten der deutschen Psychiatervereinigung, Prof. Karl
> > Bonhoeffer, dessen  Verbrechen  aufgezeigt, die als Zwischenstücke
> > notwendig waren, damit aus den überall praktizierten psychiatrischen
> > Grausamkeiten die besonderen von Gasmordfabriken werden konnten.
>
> Ich weiß nicht ob ihr selbst versteht, was ihr das schreibt und in die
> Welt stetzt.

Wenn Sie schon nicht die ganze Arbeit von Alice Halmi lesen wollen,
können Sie sich hier fortbilden: http://www.dissidentart.de/bilder_tumarkin/medizinische_genozid.htm

The Missing Link

Karl Bonhoeffer und der Weg
in den medizinischen Genozid

Die zwei von Igael Tumarkin in Israel geschaffenen Assemblagen, die er
dem Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg 1999
gespendet hat, sind ein politischer Protest wegen der Verbrechen gegen
die Menschlichkeit, die von Karl Bonhoeffer begangen wurden.

Aus innerer Überzeugung arbeitete er als Richter am
Erbgesundheitsobergericht und erzwang in dieser Position und als
Gutachter die Sterilisation psychiatrisierter Menschen. Diese Tat ist
ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie sie im israelischen
Gesetz „Verfolgung von Nazis und ihren Helfern" § 1 (A ; 2) von 1950,
beschrieben ist.
Die Bedeutung dieser Skulpturen ist, daß sie Licht in das Dunkel
bringen sollen, welches das Missing Link zwischen der rassistischen
Ideologie, die auf Biologie rekurriert, und ihrer mörderischen
Verwirklichung im Holocaust verhüllt:
Erst kommen die gewaltsamen „medizinischen" Eingriffe in die Körper
der Opfer und dann ihre Ermordung!
Diese Skulpturen weisen auf den Verbrecher hin und offenbaren seine
Schuld. Bis heute hat es keine Würdigung der Verantwortung des
medizinischen Apparats für die Errichtung der Vernichtungslager
gegeben.
Von allen Berufsgruppen hatten die Mediziner und Psychiater den
höchsten Organisationsgrad in der NSDAP.
Soziale Kontrolle ist die Grundlage des Handelns in der Psychiatrie.
Durch die Pathologisierung von Verhalten, der Zuschreibung von
Krankheit, sichert sie die herrschende Ideologie in der Gesellschaft
ab.

Tatsächlich war die Nazi - Ideologie die Erfüllung dessen, was
Psychiater schon lange gefordert hatten: Emil Kraepelin 1918: „Ein
unumschränkter Herrscher, der ... rücksichtslos in die
Lebensgewohnheiten der Menschen einzugreifen vermöchte, würde im Laufe
weniger Jahrzehnte bestimmt eine Abnahme des Irreseins erreichen
können."

Die Nazis vollendeten eine medizinisch-psychiatrische Politik die
Ernst Klee so zusammengefaßt hat: „Nicht die Nazis haben die Ärzte
gebraucht sondern die Ärzte die Nazis!"

Karl Bonhoeffer wurde niemals für seine Verbrechen zur Rechenschaft
gezogen.
In Deutschland wurde er nie angeklagt, sondern im Gegenteil, er wird
bis zum heutigen Tage verehrt: Eine Berliner S- und U-Bahnstation,
sowie die größte psychiatrische Klinik in Berlin soll nach ihm benannt
bleiben. In der Charité wird immer noch daran festgehalten, einen Raum
in der Psychiatrie zu seiner Ehrung benannt zu lassen.
Dies ist nur möglich, weil seine Opfer „die Anderen" sind:
„Homosexuelle", „Schizophrene", „Mischlinge" usw., und sie deswegen
keine Lobby haben, die seine Verbrechen angeklagt und für die
Entfernung seines Namens gesorgt hätte.
Die Gesundheitssenatorin Beate Hübner hat dem Abgeordnetenhaus am
31.8.98 auf eine kleine Anfrage der Grünen mitgeteilt: „Der
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales ist bekannt, daß Prof.
Dr. Karl Bonhoeffer in der Zeit des Nationalsozialismus Gutachten für
den Erbgesundheitsgerichtshof erstellt hat. Darüber hinaus war er
selbst Richter am Erbgesundheitsobergericht in Berlin". Karl
Bonhoeffer hat als Richter und Gutachter an mindestens 55
Sterilisationsverfahren verantwortlich mitgewirkt, die zumindest zu 26
zwangsweise durchgeführten Verstümmlungen geführt haben (siehe Antwort
auf die Kleine Anfrage Nr. 13/3883).

Dieses wertvolle Geschenk hat seine besondere Bedeutung dadurch, daß
den Skulpturen die Transformation zweier Büsten von Karl Bonhoeffer
zugrundeliegen. Die eine war bis zum Herbst 1998 im Karl Bonhoeffer
Raum in der Psychiatrie der Charité (heute Gert Postel Raum), die
andere befand sich am Zugangsweg auf dem Gelände der Lady-Diana-Clinic
(frühere Karl Bonhoeffer Nervenklinik).

Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg
in Zusammenarbeit mit Israeli Association Against Psychiatric Assault

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