Als Hauptnachtwache einer 30-Betten-Station bin ich kürzlich von
meinen Kolleginnen und Kollegen gebeten worden, mehr Patienten im
Nachtdienst zu waschen.
Meines Wissens gibt es diesbezüglich einen Absatz im Krankenpflegegesetz
der besagt, daß die Übernahme der Körperpflege eines Patienten vor
6:00 Uhr morgens nicht gestattet ist.
Leider finde ich im Netz nichts darüber.
Könnt Ihr mir einen Link geben oder sagen wo ich Infos bekomme,
ab wann gewaschen werden darf???
Vielen Dank im Voraus
Daniela
über einen Absatz im Krankenpflegegesetz ist mir im Augenblick nichts
bekannt, es klingt aber logisch für mich.
Die Nacht ist der Nachtruhe der Patienten gewidmet. Außerdem kannst Du
Deinen Aufgaben als Nachtwache nicht gerecht werden, wenn Du für einen
gewissen Zeitraum mit dem Waschen von Patienten be
schäftigt bist.
Noch vor etwa 3 Jahren haben wir das auch gemacht (eine sogen. B-Station
= halb-Intensiv in einer neurologischen Rehaklinik). Das war auf einer
Station mit 24 Betten, davon vier Betten Bewtmung bzw. Überwachung.
Man ist davon abgekommen!
Ich weiss ja nicht, wie viele Pflegepersonen durchschnittlich auf Deiner
Station morgens im Frühdienst Dienst tun. Und ich weiss nicht, wie viele
Pat. gewaschen werden müssen. Meistens ist es reine Faulheit seitens
ders Frühdienstes. Ich wasche höchstens einmal einen Patienten im
Nachtdienst, wenn er komplett eingestuhlt hat oder wenn der Pat am
nächsten Morgen sehr früh = vor 06:00 h entlassen oder zu einer
Untersuchung oder Konsil gefahren wird.
Als Nachtwache bin ich alleine auf Station und für meine Station
verantwortlich und zwar für alle Patienten. Das ist Verantwortung genug.
Als Hauptnachtwache ist man meines Wissens noch mehr in die
Verantwortung genommen. Da ist es reiner Egoismus der Kollegen vom
Frühdienst zu verlangen, dass der Nachtdienst Patienten wäscht!
So, das war meine Meinung.
Grüße
Karlfried Schenk
>über einen Absatz im Krankenpflegegesetz ist mir im Augenblick nichts
>bekannt, es klingt aber logisch für mich.
Nein, für mich nicht. Ein solcher Paragraph müßte zudem Ausnahmen
zulassen, denn einen eingekoteten Pat. kann man ja schlecht so liegen
lassen.
>Die Nacht ist der Nachtruhe der Patienten gewidmet.
Richtig. Auch im Krankenhaus greift das jeweilige
Landesimissionsschutzgesetz (Nachtruhe 22:00 - 06:00).
Wird aber weder der Pat. noch die Mitpat. dadurch gestört (weil man
sie z.B. vorher um Erlaubnis gebeten hat) dann ist das kein Problem.
>Außerdem kannst Du
>Deinen Aufgaben als Nachtwache nicht gerecht werden, wenn Du für einen
>gewissen Zeitraum mit dem Waschen von Patienten be
>schäftigt bist.
Wieso das nicht?
>Als Hauptnachtwache ist man meines Wissens noch mehr in die
>Verantwortung genommen. Da ist es reiner Egoismus der Kollegen vom
>Frühdienst zu verlangen, dass der Nachtdienst Patienten wäscht!
Bist du nicht der Meinung, daß das auf die aktuelle Situation ankommt?
Ich erinnere mich an ein Wochenende auf der Neurologie.
24 Pat., davon 20 Pflegefälle (im Bett zu waschen), etwa der Hälfte
mußte die Nahrung gereicht werden und wir waren mit einer
Examinierten, einem Mittelkurschüler (ich) und eine
Unterkursschülerin.
Um überhaupt durchzukommen haben wir alle freiwillig eine Stunde
früher angefangen und gegen Mittag war der letzte Pat. fertig.
Solange man weder den Personalstand, noch die aufkommende Arbeit kennt
sollte man mit solchen Pauschalurteilen etwas zurückhaltender sein.
mfg
Jörg
--
Fachwissen über Diabetes mellitus; besonders für interessierte
Diabetiker und medizinisches Personal. BZ-Tagesprofilverwaltung und
Arbeitszeitverwaltung für Excel, sowie ein Diabetes-(Online)-Quiz
finden Sie auf meiner Homepage: http://www.diabetesinfo.de/
>> über einen Absatz im Krankenpflegegesetz ist mir im Augenblick
>> nichts bekannt, es klingt aber logisch für mich.
>
> Nein, für mich nicht. Ein solcher Paragraph müßte zudem
> Ausnahmen zulassen, denn einen eingekoteten Pat. kann man ja
> schlecht so liegen lassen.
Nicht nur bei eingekoteten, sondern auch bei verschwitzen, unruhigen
und anderen Patienten kann *in Einzelfällen*, bei denen allerdings
der Patient und nicht der Stationsablauf das entscheidende Kritierium
sein muss, nächtliches Waschen gerechtfertigt sein.
>> Die Nacht ist der Nachtruhe der Patienten gewidmet.
>
> Richtig. Auch im Krankenhaus greift das jeweilige
> Landesimissionsschutzgesetz (Nachtruhe 22:00 - 06:00).
>
> Wird aber weder der Pat. noch die Mitpat. dadurch gestört (weil
> man sie z.B. vorher um Erlaubnis gebeten hat) dann ist das kein
> Problem.
Ich denke, du weißt selber, dass Abhängige nur sehr begrenzte
Möglichkeiten haben, sich solcher Bitten zu widersetzen.
> Bist du nicht der Meinung, daß das auf die aktuelle Situation
> ankommt? Ich erinnere mich an ein Wochenende auf der Neurologie.
> 24 Pat., davon 20 Pflegefälle (im Bett zu waschen), etwa der
> Hälfte mußte die Nahrung gereicht werden und wir waren mit einer
> Examinierten, einem Mittelkurschüler (ich) und eine
> Unterkursschülerin.
> Um überhaupt durchzukommen haben wir alle freiwillig eine Stunde
> früher angefangen und gegen Mittag war der letzte Pat. fertig.
>
> Solange man weder den Personalstand, noch die aufkommende Arbeit
> kennt sollte man mit solchen Pauschalurteilen etwas
> zurückhaltender sein.
Du beschreibst eindeutig organisatorische Defizite und missbrauchst
sie als Entschuldigung für fachliche Fehler und menschenunwürdiges
Handeln.
Gruß, Walle
--
[ http://walle.net ]
> Als Hauptnachtwache ist man meines Wissens noch mehr in die
> Verantwortung genommen. Da ist es reiner Egoismus der Kollegen vom
> Frühdienst zu verlangen, dass der Nachtdienst Patienten wäscht!
Äh, Du hast zwar mehr Verantwortung, da du alleine bist, doch glaube ich
kaum, dass sich die Nachtwache wegen übermäßiger Beschäftigung beklagen
sollte. "Wachbleiben" sollte da doch das größte Problem sein, oder? Im
übrigen hat der Frühdienst und Spätdienst immer noch am meisten zu tun.
Gerade diesen Kollegen Faulheit zu unterstellen, wenn sie um
Unterstützung bitten, finde ich nicht ganz fair und auch nicht gerade
kollegial. Gerade bei uns im Betrieb gibt es so einen aktuellen Fall, wo
die Nachtwache das Duschen eines schom immer griesgrämigen und
waschfaulen alten Herren dem Spätdienst anlastet, wodurch man im
schlimmsten Fall länger im Dienst bleiben muss (2 Diensthabene auf 30
Leute, oft 3 Notrufe gleichzeitig; Patienten, die Windeln abreißen und
samt Kot durch die Gegend werfen). Nichts gegen den Unwillen der
Patienten (in Ausnahmefällen drückt man da mal ein Auge zu), aber
irgendwann muss jeder mal unter die Dusche und zweitens sollte jede
examinierte Kraft in der Lage sein, auf den Patienten einzureden und ihm
begreiflich zu machen, dass es jetzt doch langsam mal etwas motivierter
zugehen muss. Die Faulheit so mancher Nachtwache und etwaige persönliche
Querelen spielen da wohl eher eine entscheidende Rolle, als die
angebliche Besorgnis um das Wohlbefinden eines Bewohners/ Patienten,
denn gutes Zureden hat bisher bei jedem geistig klaren Bewohner zum
Erfolg geführt. Also ich finde es unverschämt, wenn man ohnehin die
ganze Zeit durch die Gegend hastet und sich dann noch durch die
Nachtwache Arbeit aufdrängen lassen muss, die sich scheinheilig hinter
ethischen Werten versteckt, obwohls ihr nur um das Rumkriegen der Nacht
geht. Man kann doch ganz leicht ohne Zwang eines Patienten/ des
Bewohners seinen Dienst mit etwas gutem Willen und Zuredungskunst
erfüllen. Hinsichtlich der Pflege gelten oftmals sowieso andere Zeiten,
als es die Bewohner/ Patienten von zu Hause aus noch gewohnt sind/
waren. Und solange kein Wechsel des Schlafes von der Nacht auf den Tag
droht, sehe ich wirklich keinen Anlass zur Besorgnis. Organisatorische
Defizite gibt es fast überall, das hängt mit den Finanzen der Chefetage
zusammen, welche nur soundsoviel Kräfte auf soundsoviel Patienten
einstellt, die das nötigste erfüllen. So werden oftmals Dinge erledigt,
wofür man eigentlich eine weitere Kraft bräuchte. Umso ärgerlicher sind
dann diese egoistischen Querelen aus den eigenen Reihen.
> Karlfried Schenk <ksc...@onlinehome.de> schrieb:
>>Als Hauptnachtwache ist man meines Wissens noch mehr in die
>>Verantwortung genommen. Da ist es reiner Egoismus der Kollegen vom
>>Frühdienst zu verlangen, dass der Nachtdienst Patienten wäscht!
>
> Bist du nicht der Meinung, daß das auf die aktuelle Situation ankommt?
> Ich erinnere mich an ein Wochenende auf der Neurologie.
> 24 Pat., davon 20 Pflegefälle (im Bett zu waschen), etwa der Hälfte
> mußte die Nahrung gereicht werden und wir waren mit einer
> Examinierten, einem Mittelkurschüler (ich) und eine
> Unterkursschülerin.
> Um überhaupt durchzukommen haben wir alle freiwillig eine Stunde
> früher angefangen und gegen Mittag war der letzte Pat. fertig.
>
> Solange man weder den Personalstand, noch die aufkommende Arbeit kennt
> sollte man mit solchen Pauschalurteilen etwas zurückhaltender sein.
Sorry, aber ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.
Ihr wart mittags (am Wochenende) mit dem letzten Pat. fertig.
Ist doch schön.
Einen Spätdienst habt Ihr doch auch?
Ähm die Nachtwaschungen sollten eigentlich schon seit Jahren abgeschafft
sein, da urzeitlich und dementsprechend nicht mehr zeitgmäß.
Stelle Dir mal vor, Du liegst im Krankenhaus und da kommt dann jemand um
3 Uhr mit einer Waschschüssel an.
Und zwecks Eurem Personalschlüssel kommen mir gleich die Tränen.
Wie wärs mit einem einmonatigen Arbeitsplatzwechsel ins Gebiet der
stationären Altenpflege?
Grüße
Dieter
>> Als Hauptnachtwache ist man meines Wissens noch mehr in die
>> Verantwortung genommen. Da ist es reiner Egoismus der Kollegen
>> vom Frühdienst zu verlangen, dass der Nachtdienst Patienten
>> wäscht!
>
> Äh, Du hast zwar mehr Verantwortung, da du alleine bist, doch
> glaube ich kaum, dass sich die Nachtwache wegen übermäßiger
> Beschäftigung beklagen sollte. "Wachbleiben" sollte da doch das
> größte Problem sein, oder? Im übrigen hat der Frühdienst und
> Spätdienst immer noch am meisten zu tun. Gerade diesen Kollegen
> Faulheit zu unterstellen, wenn sie um Unterstützung bitten,
> finde ich nicht ganz fair und auch nicht gerade kollegial.
> Gerade bei uns im Betrieb gibt es so einen aktuellen Fall, wo
> die Nachtwache das Duschen eines schom immer griesgrämigen und
> waschfaulen alten Herren dem Spätdienst anlastet, wodurch man im
> schlimmsten Fall länger im Dienst bleiben muss (2 Diensthabene
> auf 30 Leute, oft 3 Notrufe gleichzeitig; Patienten, die Windeln
> abreißen und samt Kot durch die Gegend werfen).
Und das ist schlagartig mit Dienstübernahme des Nachtdienstes
vorbei? Dann macht entweder euer Spätdienst etwas grundsätzlich
fsachl, oder - wovon ich eher ausgehe - an deiner Darstellung und
Logik kann etwas nicht stimmen. Warum sollte die Nachtdiensthabende
mit der von dir beschriebenen Situation alleine besser klar kommen,
als die zwei Leute des Spätdienstes?
> Also ich finde es unverschämt, wenn man ohnehin die ganze Zeit
> durch die Gegend hastet und sich dann noch durch die Nachtwache
> Arbeit aufdrängen lassen muss, die sich scheinheilig hinter
> ethischen Werten versteckt, obwohls ihr nur um das Rumkriegen
> der Nacht geht.
Arbeitet ihr alle noch mit Dauernachtwachen. Nur so kann ich mir
das Lagerdenken erklären, dass die jeweils anderen die Faulen sind.
> Man kann doch ganz leicht ohne Zwang eines Patienten/ des
> Bewohners seinen Dienst mit etwas gutem Willen und
> Zuredungskunst erfüllen. Hinsichtlich der Pflege gelten oftmals
> sowieso andere Zeiten, als es die Bewohner/ Patienten von zu
> Hause aus noch gewohnt sind/ waren. Und solange kein Wechsel des
> Schlafes von der Nacht auf den Tag droht, sehe ich wirklich
> keinen Anlass zur Besorgnis.
Erkläre mir bitte, wie das geht: Nächtliches Waschen und dabei
gleichzeitig den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus erhalten oder
wiederherstellen. (Ich meine damit ausdrücklich nicht die von
Hardy erwähnte Lösung, das Waschen am späten Abend.)
> Organisatorische Defizite gibt es fast überall, das
> hängt mit den Finanzen der Chefetage zusammen, welche nur
> soundsoviel Kräfte auf soundsoviel Patienten einstellt, die das
> nötigste erfüllen.
Diese Defizite scheinst du durch fachlich falsche Pflege und
Schuldzuweisungen innerhalb des Pflegepersonals kompensieren zu
wollen.
> Sorry, aber ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.
>
> (...)
>
> Und zwecks Eurem Personalschlüssel kommen mir gleich die Tränen.
> Wie wärs mit einem einmonatigen Arbeitsplatzwechsel ins Gebiet
> der stationären Altenpflege?
Didi, sorry, bei solchen Äußerungen kommen auch mir die Tränen. Der
Personalstand, den Joerg beschrieben hat (zur Erinnerung: eine
ausgebildete Kraft, zwei Auszubildende für 20 Pflegefälle) *ist*
beschissen. Er wird durch heldenhafte Äußerungen wie "ich kann aber
unter noch viel schlechteren Bedingunen noch viel schlechter pflegen"
nicht besser.
Bedingungen wie die von Joerg erwähnten haben mich im zweiten Jahr
fast meine Ausbildung abbrechen lassen, weil ich damals jeden Tag
vollkommen ausgelaugt und trotzdem mit dem Bewusstsein, nicht einmal
das Notwendigste geschafft zu haben, meinen Dienst beendet habe.
Heute könnte ich vermutlich besser damit leben - leider.
> Dieter Roewert erwähnte am 24.08.2003:
>
>> Sorry, aber ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.
>>
>> (...)
>>
>> Und zwecks Eurem Personalschlüssel kommen mir gleich die Tränen.
>> Wie wärs mit einem einmonatigen Arbeitsplatzwechsel ins Gebiet
>> der stationären Altenpflege?
>
> Didi, sorry, bei solchen Äußerungen kommen auch mir die Tränen. Der
> Personalstand, den Joerg beschrieben hat (zur Erinnerung: eine
> ausgebildete Kraft, zwei Auszubildende für 20 Pflegefälle) *ist*
> beschissen. Er wird durch heldenhafte Äußerungen wie "ich kann aber
> unter noch viel schlechteren Bedingunen noch viel schlechter pflegen"
> nicht besser.
Womit Du zweifelsohne recht hast.
Aber den zugegeben schlechten Personalschlüssel als stetigen
Rechtfertigungsgrund herhalten zu lassen ist mir auch etwas zu billig.
Meiner Meinung nach müssen Nachtwaschungen im Heim als auch im
Krankenhaus heutzutage nicht mehr sein.
Alles eine Frage der Einteilung über den gesamten *Tag*.
Denn pflege jeden so, wie Du eines Tages selbst gepflegt werden
möchtest.
Dieter
>>> Sorry, aber ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.
>>>
>>> (...)
>>>
>>> Und zwecks Eurem Personalschlüssel kommen mir gleich die
>>> Tränen. Wie wärs mit einem einmonatigen Arbeitsplatzwechsel
>>> ins Gebiet der stationären Altenpflege?
>>
>> Didi, sorry, bei solchen Äußerungen kommen auch mir die Tränen.
>> Der Personalstand, den Joerg beschrieben hat (zur Erinnerung:
>> eine ausgebildete Kraft, zwei Auszubildende für 20 Pflegefälle)
>> *ist* beschissen. Er wird durch heldenhafte Äußerungen wie "ich
>> kann aber unter noch viel schlechteren Bedingunen noch viel
>> schlechter pflegen" nicht besser.
>
> Womit Du zweifelsohne recht hast.
> Aber den zugegeben schlechten Personalschlüssel als stetigen
> Rechtfertigungsgrund herhalten zu lassen ist mir auch etwas zu
> billig.
Dem widerspreche ich auch überhaupt nicht.
> Meiner Meinung nach müssen Nachtwaschungen im Heim als auch
> im Krankenhaus heutzutage nicht mehr sein.
Sie müssen und dürfen (als Mittel der Arbeitsorganisation) nicht
sein. Nachtwaschen ist imo lediglich ein billiger Weg,
organisatorische Mängel zu kompensieren, indem man sich den am
wenigsten Widerstand, oder sogar Anerkennung (bei den Kollegen)
verprechenden Weg sucht.
>Arbeitet ihr alle noch mit Dauernachtwachen. Nur so kann ich mir
>das Lagerdenken erklären, dass die jeweils anderen die Faulen sind.
Sehe ich auch so!
In dem Haus wo ich damals gelernt habe geht man jetzt dazu über, daß
jeder auch mal einen Tag in einer anderen Abteilung hospitiert.
Das Gehen in den Schuhen des anderen kann den Blickwinkel schon
verändern.
>Stelle Dir mal vor, Du liegst im Krankenhaus und da kommt dann jemand um
>3 Uhr mit einer Waschschüssel an.
Wenn ich und meine Mitpat. vorher gefragt wurden sehe ich darin kein
Problem. Macht man das gegen meinen Willen, bekommt derjenige ein
ebensolches, aber ganz gewaltig.
>>> über einen Absatz im Krankenpflegegesetz ist mir im Augenblick
>>> nichts bekannt, es klingt aber logisch für mich.
>>
>> Nein, für mich nicht. Ein solcher Paragraph müßte zudem
>> Ausnahmen zulassen, denn einen eingekoteten Pat. kann man ja
>> schlecht so liegen lassen.
>
>Nicht nur bei eingekoteten, sondern auch bei verschwitzen, unruhigen
>und anderen Patienten kann *in Einzelfällen*, bei denen allerdings
>der Patient und nicht der Stationsablauf das entscheidende Kritierium
>sein muss, nächtliches Waschen gerechtfertigt sein.
Eben. Mir ging es ja auch darum herauszustellen, warum ein solcher
Paragraph im KrPflG wohl kaum zu finden sein wird.
>>> Die Nacht ist der Nachtruhe der Patienten gewidmet.
>>
>> Richtig. Auch im Krankenhaus greift das jeweilige
>> Landesimissionsschutzgesetz (Nachtruhe 22:00 - 06:00).
>>
>> Wird aber weder der Pat. noch die Mitpat. dadurch gestört (weil
>> man sie z.B. vorher um Erlaubnis gebeten hat) dann ist das kein
>> Problem.
>
>Ich denke, du weißt selber, dass Abhängige nur sehr begrenzte
>Möglichkeiten haben, sich solcher Bitten zu widersetzen.
Das ist falsch. Sie haben diese Möglichkeit sehr wohl und wenn sie sie
nicht nutzen ist das deren Problem. Ich argumentiere hier nicht auf
der ethischen, sondern auf der juristischen Schiene.
>Du beschreibst eindeutig organisatorische Defizite
Yep.
>und missbrauchst
>sie als Entschuldigung für fachliche Fehler und menschenunwürdiges
>Handeln.
Nö. Das ist keine Entschuldigung, das ist Realität. Fändest du es
menschenwürdiger, wenn Pat. bei solch organisatorischen Defiziten
ungewaschen und hungrig bleiben?
Die uralte Ausrede "Der ist eh verwirrt, da kann man den auch Nachts
waschen" ist Schmonzes, das wissen wir (hoffentlich) alle.
(Wenn ich ihm den Schlaf-/Wachrhythmus nehme wird er das auch bleiben)
Aber die Grundversorgung muß unter allen Umständen gewährleistet sein.
Ich rede keinesfalls davon, nächtliche Waschungen als natürlichen
Stationsablauf zu etablieren. Sowas _muß_ eine Ausnahme bleiben.
Das Problem ist in vielen Fällen weniger die Nacht, als die
Ritualisierung der Waschung selber. Warum muß ein Pat., der weder mit
Exkrementen verschmiert noch verschwitzt ist jeden Tag von Kopf bis
Fuss gewaschen werden?
Wenn das seinen persönlichen Gepflogenheiten zu Hause entspricht ist
es okay, aber ansonsten sollte eine patientenorientierte Pflege sich
doch wohl an den Gewohnheiten des Pat. orientieren.
>> Als Hauptnachtwache ist man meines Wissens noch mehr in die
>> Verantwortung genommen. Da ist es reiner Egoismus der Kollegen vom
>> Frühdienst zu verlangen, dass der Nachtdienst Patienten wäscht!
>
>Äh, Du hast zwar mehr Verantwortung, da du alleine bist, doch glaube ich
>kaum, dass sich die Nachtwache wegen übermäßiger Beschäftigung beklagen
>sollte.
Hast du auf seiner Station mal Nachtwachen gemacht oder wieso glaubst
du das beurteilen zu können?
>"Wachbleiben" sollte da doch das größte Problem sein, oder?
Solche Nächte hatte ich auch schon. Und auch die, in denen nicht mal
Zeit für eine kleine Pause war.
>übrigen hat der Frühdienst und Spätdienst immer noch am meisten zu tun.
>Gerade diesen Kollegen Faulheit zu unterstellen, wenn sie um
>Unterstützung bitten, finde ich nicht ganz fair und auch nicht gerade
>kollegial.
Da hast du recht. Aber für deine Aussage gilt das ebenso. Hab mal 20
dekubitusgefährdete Pat., die alle 2 Stunden gelagert werden müssen,
einige müssen wegen einkotens gewaschen werden, dazu die üblichen
Schellen und der ganze andere Kram wie Dokumentation, Medikamente
austeilen, Infusionen überwachen und wechseln usw. usf., dann reden
wir weiter.
> Nichts gegen den Unwillen der
>Patienten (in Ausnahmefällen drückt man da mal ein Auge zu),
Wie großzügig...
Von patientenorientierter Pflege hält man bei euch wohl nicht viel,
hm?
>Die Faulheit so mancher Nachtwache und etwaige persönliche
>Querelen spielen da wohl eher eine entscheidende Rolle, als die
>angebliche Besorgnis um das Wohlbefinden eines Bewohners/ Patienten,
>denn gutes Zureden hat bisher bei jedem geistig klaren Bewohner zum
>Erfolg geführt.
Ich fass es nicht...
Sag mal, von Schlaf-/Wachrhythmus hast du wohl noch nichts gehört,
oder?
In _Ausnahmefällen_ kann man sicher mal anfragen, ob die Betroffenen
einverstanden sind nachts gewaschen zu werden. (_Anfragen_, nicht
zureden)
Wenn die Ausnahme allerdings zur Regel wird, dann ist es Sache der
Stations-/Abteilungsleitung da einzuschreiten.
(Stichwort: Entlastungsanzeige)
>Also ich finde es unverschämt, wenn man ohnehin die
>ganze Zeit durch die Gegend hastet und sich dann noch durch die
>Nachtwache Arbeit aufdrängen lassen muss, die sich scheinheilig hinter
>ethischen Werten versteckt, obwohls ihr nur um das Rumkriegen der Nacht
>geht. Man kann doch ganz leicht ohne Zwang eines Patienten/ des
>Bewohners seinen Dienst mit etwas gutem Willen und Zuredungskunst
>erfüllen.
Nicht wenn man eine _gute_ Pflegefachkraft ist. (Dann weiß man
nämlich, daß das Wohl des Pat. Vorrang hat)
>Hinsichtlich der Pflege gelten oftmals sowieso andere Zeiten,
>als es die Bewohner/ Patienten von zu Hause aus noch gewohnt sind/
>waren.
Miese Pflege!
>Umso ärgerlicher sind
>dann diese egoistischen Querelen aus den eigenen Reihen.
Gut. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.
>>>> Die Nacht ist der Nachtruhe der Patienten gewidmet.
>>>
>>> Richtig. Auch im Krankenhaus greift das jeweilige
>>> Landesimissionsschutzgesetz (Nachtruhe 22:00 - 06:00).
>>>
>>> Wird aber weder der Pat. noch die Mitpat. dadurch gestört
>>> (weil man sie z.B. vorher um Erlaubnis gebeten hat) dann ist
>>> das kein Problem.
>>
>> Ich denke, du weißt selber, dass Abhängige nur sehr begrenzte
>> Möglichkeiten haben, sich solcher Bitten zu widersetzen.
>
> Das ist falsch. Sie haben diese Möglichkeit sehr wohl und wenn
> sie sie nicht nutzen ist das deren Problem. Ich argumentiere
> hier nicht auf der ethischen, sondern auf der juristischen
> Schiene.
Ich denke nicht, dass es hier (= angesichts dieses Themas, des
betroffenen Personenkreises und in dieser Runde) sinnvoll ist,
rein juristisch zu argumentieren, denn hier geht es nach meinen
Verständnis um Berufsethik und pflegerischen Sachverstand.
>> Du beschreibst eindeutig organisatorische Defizite
>
> Yep.
>
>> und missbrauchst sie als Entschuldigung für fachliche Fehler
>> und menschenunwürdiges Handeln.
>
> Nö. Das ist keine Entschuldigung, das ist Realität.
Glücklicherweise nicht auf meiner Station. Afaik gibt es sogar
eine für das ganze Haus gültige Dienstanweisung, dass nachts aus
organisatorischen Gründen nicht gewaschen wird.
> Fändest du es menschenwürdiger, wenn Pat. bei solch
> organisatorischen Defiziten ungewaschen und hungrig bleiben?
Un- oder teilgewaschen? Ja. Du selber führst aus, dass die
Körperpfege zum Teil lediglich ein Pflegeritual ist, welches sich
in keiner Weise an den Bedürfnissen der Patienten orientiert.
Solange das so ist, kann ich den zwingenden Bedarf für nächtliches
Waschen nicht erkennen.
> Aber die Grundversorgung muß unter allen Umständen gewährleistet
> sein. Ich rede keinesfalls davon, nächtliche Waschungen als
> natürlichen Stationsablauf zu etablieren. Sowas _muß_ eine
> Ausnahme bleiben.
Solange alle anderen Ressourcen (Verzicht auf Rituale wie oben
beschrieben, abteilungs-/stationsübergreifende
Personalorganisation, Arbeitsablaufoptimierung etc.) nicht
ausgeschöpft sind, gibt es solch einen Ausnahemzustand, der lediglich
den einfachsten Weg beschreitet und imo die Würde des Menschen
verletzt, nicht.
> Dieter Roewert erwähnte am 24.08.2003:
>> Meiner Meinung nach müssen Nachtwaschungen im Heim als auch
>> im Krankenhaus heutzutage nicht mehr sein.
>
> Sie müssen und dürfen (als Mittel der Arbeitsorganisation) nicht
> sein. Nachtwaschen ist imo lediglich ein billiger Weg,
> organisatorische Mängel zu kompensieren, indem man sich den am
> wenigsten Widerstand, oder sogar Anerkennung (bei den Kollegen)
> verprechenden Weg sucht.
Dafür kriegst Du von mir ein Full Ack.
Dieter
> Dieter Roewert <did...@gmx.de> schrieb:
>
>>Stelle Dir mal vor, Du liegst im Krankenhaus und da kommt dann jemand um
>>3 Uhr mit einer Waschschüssel an.
>
> Wenn ich und meine Mitpat. vorher gefragt wurden sehe ich darin kein
> Problem. Macht man das gegen meinen Willen, bekommt derjenige ein
> ebensolches, aber ganz gewaltig.
Sehe ich genauso.
Es ist aber leider Gang und Gebe daß gerade die Pat./Bewohner nachts
gewaschen werden die sich dagegen nicht wehren können. Wie halt Demente,
Apalliker etc., denen man damit noch das letzte Quentchen einer
zeitlichen Orientierung nimmt.
Entgegengesetzt gibt es Pat./Bew. die gerne früh aufstehen (aus welchen
Gründen auch immer) und dementsprechend einer nächtlichen/
frühmorgendlichen Grundpflege positiv gegenüberstehen. Dann geschieht
dieses ja auf ausdrücklichen Wunsch und ist somit auch moralisch
vertretbar.
Dieter
>Es ist aber leider Gang und Gebe daß gerade die Pat./Bewohner nachts
>gewaschen werden die sich dagegen nicht wehren können. Wie halt Demente,
>Apalliker etc., denen man damit noch das letzte Quentchen einer
>zeitlichen Orientierung nimmt.
<sarkasmus>
Demenz ist wie ein zartes Pflänzchen. Wenn man sie nicht hin und
wieder etwas gießt (z.B. mit zeitlicher Desorientierung) verkümmert
sie am Ende noch...
</sarkasmus>
>Entgegengesetzt gibt es Pat./Bew. die gerne früh aufstehen (aus welchen
>Gründen auch immer) und dementsprechend einer nächtlichen/
>frühmorgendlichen Grundpflege positiv gegenüberstehen. Dann geschieht
>dieses ja auf ausdrücklichen Wunsch und ist somit auch moralisch
>vertretbar.
Ja, wenn die Mitpat. nicht gestört werden.
Trotz allem ein interessanter Thread; hat er doch endlich mal
aufgezeigt, wer die bösen sind: die andere Schicht!
mfg ;)
>> Das ist falsch. Sie haben diese Möglichkeit sehr wohl und wenn
>> sie sie nicht nutzen ist das deren Problem. Ich argumentiere
>> hier nicht auf der ethischen, sondern auf der juristischen
>> Schiene.
>
>Ich denke nicht, dass es hier (= angesichts dieses Themas, des
>betroffenen Personenkreises und in dieser Runde) sinnvoll ist,
>rein juristisch zu argumentieren, denn hier geht es nach meinen
>Verständnis um Berufsethik und pflegerischen Sachverstand.
Entschuldige, aber mit der Idee "steht im KrPflG" habe nicht ich
angefangen...
>eine für das ganze Haus gültige Dienstanweisung, dass nachts aus
>organisatorischen Gründen nicht gewaschen wird.
Das ist gut, damit ist man immer auf der sicheren Seite.
>> Fändest du es menschenwürdiger, wenn Pat. bei solch
>> organisatorischen Defiziten ungewaschen und hungrig bleiben?
>
>Un- oder teilgewaschen? Ja. Du selber führst aus, dass die
>Körperpfege zum Teil lediglich ein Pflegeritual ist, welches sich
>in keiner Weise an den Bedürfnissen der Patienten orientiert.
>Solange das so ist, kann ich den zwingenden Bedarf für nächtliches
>Waschen nicht erkennen.
Ack!
>> Aber die Grundversorgung muß unter allen Umständen gewährleistet
>> sein. Ich rede keinesfalls davon, nächtliche Waschungen als
>> natürlichen Stationsablauf zu etablieren. Sowas _muß_ eine
>> Ausnahme bleiben.
>
>Solange alle anderen Ressourcen (Verzicht auf Rituale wie oben
>beschrieben, abteilungs-/stationsübergreifende
>Personalorganisation, Arbeitsablaufoptimierung etc.) nicht
>ausgeschöpft sind, gibt es solch einen Ausnahemzustand, der lediglich
>den einfachsten Weg beschreitet und imo die Würde des Menschen
>verletzt, nicht.
Ganz meiner Meinung. Alles andere ist keine Ausnahme, sondern "Weg des
geringsten Widerstands"!
> Solche Nächte hatte ich auch schon. Und auch die, in denen nicht mal
> Zeit für eine kleine Pause war.
Ich kann nicht für andere sprechen.
> Da hast du recht. Aber für deine Aussage gilt das ebenso. Hab mal 20
> dekubitusgefährdete Pat., die alle 2 Stunden gelagert werden müssen,
Kommt bei uns nicht vor, da die Leute alle friedlich schlafen und nur
eine Person gelagert werden muss. Dann gibts noch 4 bettlägerige
Schwerstpflegefälle im geistigen Dämmerzustand, die müssen sowieso ab 5
oder 6 Uhr gewaschen werden und denen machts auch nichts aus.
> Wie großzügig...
> Von patientenorientierter Pflege hält man bei euch wohl nicht viel,
> hm?
Wenn jemand nachts gelagert werden muss oder vollgschissen ist, dann
wird gesäubert, ob derjenige jetzt schlafen will oder nicht. Alles
andere wäre seitens des Pflegepersonals reine Fahrlässigkeit - niemand
kriegt die Windeln gewechselt ohne den Hintern vorher gewaschen gekriegt
zu haben.
> Ich fass es nicht...
> Sag mal, von Schlaf-/Wachrhythmus hast du wohl noch nichts gehört,
> oder?
Eine Unterstellung, bei uns schläft niemand den Tag über durch, da die
frühen Morgenstunden zwar zur Nachtwache gehören, jedoch nicht mehr
"nachts" sind.
> In _Ausnahmefällen_ kann man sicher mal anfragen, ob die Betroffenen
> einverstanden sind nachts gewaschen zu werden. (_Anfragen_, nicht
> zureden)
Ich sagte doch, in Ausnahmefällen drückt man gerne mal ein Auge zu, wenn
die keine Lust haben. Das ist aber kein Dauerzustand, schon gar nicht im
Sommer.
> Wenn die Ausnahme allerdings zur Regel wird, dann ist es Sache der
> Stations-/Abteilungsleitung da einzuschreiten.
> (Stichwort: Entlastungsanzeige)
Die haben nur einen begrenzten Spielraum und können auch nichts
herzaubern.
> Nicht wenn man eine _gute_ Pflegefachkraft ist. (Dann weiß man
> nämlich, daß das Wohl des Pat. Vorrang hat)
Das heisst für dich wohl, alle ungewaschen liegen zu lassen, nur weil
der Zeitpunkt nicht passt!?
> Miese Pflege!
Ach bitte mach hier nicht einen auf Superpfleger. Man könnt glatt
meinen, du hättest keine Ahnung von der Materie und den realen Zuständen
in Heimen. Wir haben sehr gute Pflege und kommen bislang auch sehr gut
klar.
> Gut. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.
Ich glaube, du hast da was falsch verstanden, aber das scheint
heutzutage ein Virus zu sein.
> [Sehr viel über die pösen Nachtwächter]
Nein, nicht DIE bösen Nachtwächter. Aber ich gehe mal stark davon aus,
dass nicht jedet Nachtwächter pausenlos durch die Gegend rennt (am
besten noch mehr als der Frühdienst...). Sowas dürfte nämlich auch nicht
sein.
> Habt ihr denn schon einmal versucht sachlich miteinander zu reden?
Nein, der arme Nachtwächter fühlte sich missverstanden und leugnete, er
habe Anweisungen der PDL erfunden, aber das ist ein anderes Thema... :-)
>> Kommt bei uns nicht vor, da die Leute alle friedlich schlafen
>> und nur eine Person gelagert werden muss. Dann gibts noch 4
>> bettlägerige Schwerstpflegefälle im geistigen Dämmerzustand, die
>> müssen sowieso ab 5 oder 6 Uhr gewaschen werden und denen machts
>> auch nichts aus.
>
> Kapierst du es nicht, oder willst du es nicht kapieren?
Beim Lesen seiner letzten Beiträge stellte sich mir unausweichlich
die Frage nach Marcus' beruflichen Qualifikation. Damit mag ich ihm
aber Unrecht tun, denn auch von meinen Kollegen kommen ab und an
Äußerungen, man könne Sedierte doch ruhig nachts waschen, da es ihnen
nix ausmachen würde. Ich weiß dann auch nie, ob sie das wirklich
glauben oder ob sie die Fakten einfach nur ignorieren wollen.
>> Solche Nächte hatte ich auch schon. Und auch die, in denen nicht mal
>> Zeit für eine kleine Pause war.
>
>Ich kann nicht für andere sprechen.
Tust du doch, wenn du von der bösen Nachtwache redest.
>> Da hast du recht. Aber für deine Aussage gilt das ebenso. Hab mal 20
>> dekubitusgefährdete Pat., die alle 2 Stunden gelagert werden müssen,
>
>Kommt bei uns nicht vor, da die Leute alle friedlich schlafen und nur
>eine Person gelagert werden muss. Dann gibts noch 4 bettlägerige
>Schwerstpflegefälle im geistigen Dämmerzustand, die müssen sowieso ab 5
>oder 6 Uhr gewaschen werden und denen machts auch nichts aus.
Neulich im Taubstummenheim:
"Wer nicht will, daß ich sein Taschengeld für meine Karibikkreuzfahrt
verwende solle bitte einmal laut 'Ich will das nicht' rufen. Keiner?
Vielen Dank..."
>> Wie großzügig...
>> Von patientenorientierter Pflege hält man bei euch wohl nicht viel,
>> hm?
>
>Wenn jemand nachts gelagert werden muss oder vollgschissen ist, dann
>wird gesäubert, ob derjenige jetzt schlafen will oder nicht. Alles
>andere wäre seitens des Pflegepersonals reine Fahrlässigkeit - niemand
>kriegt die Windeln gewechselt ohne den Hintern vorher gewaschen gekriegt
>zu haben.
Aha. Und was hat das mit patientenorientierter Pflege zu tun?
>> Ich fass es nicht...
>> Sag mal, von Schlaf-/Wachrhythmus hast du wohl noch nichts gehört,
>> oder?
>
>Eine Unterstellung, bei uns schläft niemand den Tag über durch, da die
>frühen Morgenstunden zwar zur Nachtwache gehören, jedoch nicht mehr
>"nachts" sind.
Verstehe. Der Wille des Pat. wird von euch festgelegt. Na, so kann man
es natürlich auch machen...
>> Wenn die Ausnahme allerdings zur Regel wird, dann ist es Sache der
>> Stations-/Abteilungsleitung da einzuschreiten.
>> (Stichwort: Entlastungsanzeige)
>
>Die haben nur einen begrenzten Spielraum und können auch nichts
>herzaubern.
Nein, aber wenn sie nur auf dem Arsch sitzen und die Hände in den
Schoß legen wird sich garantiert nichts ändern.
>> Nicht wenn man eine _gute_ Pflegefachkraft ist. (Dann weiß man
>> nämlich, daß das Wohl des Pat. Vorrang hat)
>
>Das heisst für dich wohl, alle ungewaschen liegen zu lassen, nur weil
>der Zeitpunkt nicht passt!?
Ja. Ausnahmen sind die Fälle, die einer sofortigen pflegerischen
Intervention bedürfen.
>> Miese Pflege!
>
>Ach bitte mach hier nicht einen auf Superpfleger. Man könnt glatt
>meinen, du hättest keine Ahnung von der Materie und den realen Zuständen
>in Heimen. Wir haben sehr gute Pflege und kommen bislang auch sehr gut
>klar.
Sehr schön. Wäre allerdings noch schöner, wenn die Pat. das auch so
sehen könnten. Das tun sie natürlich, is scho recht...
> Ich mache hin und wieder auch Nachtdienst um eben diese Probleme nicht
> aus den Augen zu verlieren.
Ich kann nur von unserem Nachtdienst reden. Dass andere Arbeiten - z.B.
im Krankenhaus oder Psychiatrie - wesentlich belastender sind, werde ich
nicht bestreiten
> Dann mache dich mal kundig, mache mal ein paar Nächte.
Im Gegensatz zur Dir weiß ich ganz genau, was nachts getan wird, und was
nicht, also sprich für dich selbst und deine Nachtwächterzunft beser am
Stammtisch.
> Kapierst du es nicht, oder willst du es nicht kapieren?
Dummes rhetorisches Geschwätz ohne Argumente.
> Da stellt sich mir nun doch die Frage, wie du eine Ganzkörperpflege
> ausführst:
> Das ist schon einiges mehr als Stuhl entfernen und Gesäß waschen.
Eben weil es sich um zeitaufwändige Ganzkörperpflege handelt, ist es nur
kollegial, wenn die Nachtwache einspringt. Und wenn zwischendurch mal
die Hose voll wird, dann macht man keien Ganzkörperüflege, sondern
Intimpflege. Sollte Dir "Experten" das etwa unbekannt sein!?
> Kannst du das auch mal mit einer Uhrzeit belegen? Die oben angeführten
> Zeiten gehören für mich durchaus zur Nachtzeit.
5 oder 6 Uhr gehören nicht zu Nachtzeit, sondern zu den frühen
Morgenstunden. Früstück gibt gegen neun, so dass die Leute nach Erwachen
in aller Ruhe frühstücken dürfen.
> ?
nix verstehen, gell?
> Und deshalb lässt man das auf sich beruhen und reagiert sich an den
> Kollegen der Nachtschicht ab.
Es ist vielleicht dein merkwürdiger Sinn für Gerechtigkeit, die Dinge
totzuschweigen. Meiner ist es jedoch nicht!
> Verstehst du es nicht, oder willst du es nicht verstehen?
brabbelbrabbel
> Iss klaa.
Glaub ich nicht.
> Besser flsahc als gar nicht...
Nun, lesen kannst Du ja, aber das reicht, wie man hier deutlich sieht,
genau wie beim Hörvermögen nicht unbedingt für das angebrachte
Verständnis aus...
> Beim Lesen seiner letzten Beiträge stellte sich mir unausweichlich
> die Frage nach Marcus' beruflichen Qualifikation. Damit mag ich ihm
> aber Unrecht tun, denn auch von meinen Kollegen kommen ab und an
> Äußerungen, man könne Sedierte doch ruhig nachts waschen, da es ihnen
> nix ausmachen würde. Ich weiß dann auch nie, ob sie das wirklich
> glauben oder ob sie die Fakten einfach nur ignorieren wollen.
Die Gefahr des Wechsels von Nacht- zu Tagesschläfrigkeit ist mir wohl
bekannt. Doch ich habe bereits 1000mal wiederholt, dass dies bei uns
nicht eintritt. Du kannst gerne an meiner Qualifikation zweifeln, wenn
Dir diese Tatsache nicht passt, aber es ändert nichts daran.
> Tust du doch, wenn du von der bösen Nachtwache redest.
Ja, aber nicht von irgendeiner, sondern von einer, die ich kenne, und
deren Dienst ich kenne.
> Neulich im Taubstummenheim:
> "Wer nicht will, daß ich sein Taschengeld für meine Karibikkreuzfahrt
> verwende solle bitte einmal laut 'Ich will das nicht' rufen. Keiner?
> Vielen Dank..."
Erspar mir bitte Deine billige Polemik, indem du uns kriminalisierst.
> Aha. Und was hat das mit patientenorientierter Pflege zu tun?
Du bist also gegen das regelmäßigen pflegen der Patienten!? Interessant.
Vielleicht ersparst Du Dir tatsächlich Arbeit, indem Du das Argument
auuführst, dass Dir ein Demenzkranker im Endstatium kein Einverständnis
zum Waschen gegeben hat. Ok, dann lässt Du ihn halt im Dreck liegen und
hast ne ruhige Nacht, aber das ist wohl kaum das, was ich unter
Arbeitsmoral verstehe.
> Verstehe. Der Wille des Pat. wird von euch festgelegt. Na, so kann man
> es natürlich auch machen...
Nö, nur bestimmte Patienten haben keinen Willen mehr, da sie zu krank
sind und nur noch vor sich hindämmern. Der Durchfall ist schon auf dem
Bettlaken, aber Du würdest trotzdem gerne diskutieren, ob Du ighn den
Waschen darfst!? Ohjemine, Du versteckst Dich hinter einer
Scheinheiligkeit zur Verdeckung Deiner eigenen Faulheit. Kein Wunder,
dass Pflegekräfte schlecht angesehen werden!
> Nein, aber wenn sie nur auf dem Arsch sitzen und die Hände in den
> Schoß legen wird sich garantiert nichts ändern.
Unsere PDLs arbeiten mehr als fleißig mit. Es gab zugegebenermaßen aber
auch schon andere.
> >Das heisst für dich wohl, alle ungewaschen liegen zu lassen, nur weil
> >der Zeitpunkt nicht passt!?
>
> Ja. Ausnahmen sind die Fälle, die einer sofortigen pflegerischen
> Intervention bedürfen.
Danke, damit nehme ich alle bösen Dinge von oben zurück! Und du musst
bedenken, dass bei den schweren Pflegefällen diese Ausnahmen äußerst
regelmäßig vorkommen. Da muss mans halt herrichten.
> Sehr schön. Wäre allerdings noch schöner, wenn die Pat. das auch so
> sehen könnten. Das tun sie natürlich, is scho recht...
Korrektur, ich nehme nix zurück - du bist unbelehrbar!
< Äh, Du hast zwar mehr Verantwortung, da du alleine bist, doch glaube ich
kaum, dass sich die Nachtwache wegen übermäßiger Beschäftigung beklagen
sollte. "Wachbleiben" sollte da doch das größte Problem sein, oder?
<Patienten, die Windeln abreißen und samt Kot durch die Gegend werfen).
<Die Faulheit so mancher Nachtwache und etwaige persönliche
Querelen spielen da wohl eher eine entscheidende Rolle, als die
angebliche Besorgnis um das Wohlbefinden eines Bewohners/ Patienten
<Also ich finde es unverschämt, wenn man ohnehin die
ganze Zeit durch die Gegend hastet und sich dann noch durch die
Nachtwache Arbeit aufdrängen lassen muss, die sich scheinheilig hinter
ethischen Werten versteckt, obwohls ihr nur um das Rumkriegen der Nacht
geht.
Hallo Marcus,
da ich in der NG die Frage nach der Uhrzeit für die Körperpflege gestellt habe
fühle ich mich durch Deinen Beitrag ein wenig angegriffen.
Zum einen: glaubst Du wirklich, daß Patienten oder Bewohner nur am Tag Windeln
zerreißen, sich einkoten, Getränke ins Bett schütten und ähnliche Nettigkeiten.
Wenn ja, hast Du wohl noch nie Nachtdienst gemacht und dabei rede ich nicht von
hin und wieder ein oder zwei Nächten, sondern von einer vollen Stelle im
Nachtdienst.
Natürlich gibt es auch ruhige Dienste, keine Frage, aber kümmert es den Tagdienst,
wenn du ALLEINE 10 Patienten lagern mußt, denn auch nachts wird gearbeitet,
genauso wie am Tag!!!
Zum anderen geht es hier in erster Linie darum, daß wie es in der bisherigen
Diskusion schon oft erwähnt wurde, um vollpflegebedürftige Patienten,
meist noch demente dazu. Diese werden massiv in ihrer Nachtruhe gestört,
schlafen dann am Tag und abends werden sie medikamentös ruhig gestellt.
Das auf Kosten der Mobilität, denn tagsüber kommt niemand auf die Idee einen
Patienten zu wecken um ihn zu mobilisieren. Argumente der Kollegen:
Irgendwann muß der Patient ja mal schlafen.
Und ich denke auch, daß es eine reine Organisationsfrage ist.
Ich kenne jetzt 3 Krankenhäuser, mit unterschiedlichen Schwerpunkten,
in den beiden anderen Häuser gab es keine Nachtwaschung im routinemäßigen Ablauf.
Natürlich sind Sonderfälle wie eingekotete Patienten Aufgabe der Nachtwache,
dort eine Ganzwaschung durchzuführen.
Doch dort wurden nachts z.B. die Medikamente gestellt.
Was nicht außer Acht zu lassen ist, ist die nächtliche Sterbebegleitung.
Sei es die Begleitung der Angehörigen oder des Patienten.(In den meisten Fällen beide)
Nachts wird häufiger gestorben als am Tag.
Jedenfalls finde ich es unerhört wenn man den Nachtwachen Faulheit unter
dem Deckmantel der Patientenfürsorge unterstellt!!!
Das ist einfach eine Frechheit.
Was Du in Deiner Argumentation völlig außer acht läßt, ich arbeite nicht in
einer stationären Pflegeeinrichtung!!! Es hadelt sich um ein Krankenhaus mit
ständig wechselndem Patientengut!
Schön, wenn bei Euch die Nächte immer gleich ablaufen, bei uns nicht,
Heute sind drei zu waschen, morgen vielleicht 17 und so ist es auch mit dem Lagern
und Windeln wechseln.
Und wenn Du glaubst jemand aus dem Nachtdienst würde einen Patienten "verdreckt"
liegen lassen aus Faulheit, dann hast Du echt kuriose Vorstellungen.
Was mich sehr freut ist, daß ich mit meiner Frage eine solche Diskusion
angeregt habe, auch wenn mein persönlicher Nutzen eher gering ist.
Daniela
> Nö, nur bestimmte Patienten haben keinen Willen mehr, da sie zu krank
> sind und nur noch vor sich hindämmern. Der Durchfall ist schon auf dem
> Bettlaken, aber Du würdest trotzdem gerne diskutieren, ob Du ighn den
> Waschen darfst!? Ohjemine, Du versteckst Dich hinter einer
> Scheinheiligkeit zur Verdeckung Deiner eigenen Faulheit. Kein Wunder,
> dass Pflegekräfte schlecht angesehen werden!
Sage mal, siehst Du den Sonnenschein noch?
Es wurde hier schon mehrfachst daraufhingewiesen, das bei pflegerischer
Notwendigkeit sehr wohl in der Nacht gewaschen wird.
Ich habe das Gefühl, das Du beim Lesen schon über Deine ach so
schlagkräftigen Gegenargumente nachdenkst ohne Dich mit dem Gelesenen in
irgendeiner Form auseinanderzusetzen zu wollen.
Dieter
--
Jraa Qh qnf yrfra xnaafg, xnaafg Qh jravtfgraf zvg Qrvarz Arjfernqre
hztrura
> Was mich sehr freut ist, daß ich mit meiner Frage eine solche Diskusion
> angeregt habe, auch wenn mein persönlicher Nutzen eher gering ist.
Warum eher gering?
Es wurde Dir bestätigt, das eine gesetzliche Grundlage für die
Grundpflege in der Nacht nicht besteht.
Das Nachtwaschungen trotzdem verpönt sind hat moralische Gründe und
bedingt sich zudem im Erhalt der zeitlichen Orientierung sowie im Erhalt
eines ungestörten Tages- und Nachtrhytmusses der uns anvertrauten
Patienten und Bewohnern.
Anderseits sollte jede pflegerische Einrichtung eine intern gültige
Arbeitsanweisung (oder auch Stellenbeschreibung) haben, die die
Tätigkeiten im Nachtdienst regeln.
Weiterhin sollte man schon erwarten, das ein solches Thema die Emotionen
in den pflegerischen Bereichen hochkochen läßt, da es auch in unserer
heutigen Zeit trotz angestrebter Vollmundigkeit eines jeden Menschen und
Bedürfnisentsprechung (Grundgesetz, Beiräte, Interessenvertretungen,
Qualitätssicherung ...) immer noch viele ewiggestrige schwarze Schafe
gibt.
Dieter
> Sage mal, siehst Du den Sonnenschein noch?
> Es wurde hier schon mehrfachst daraufhingewiesen, das bei
pflegerischer
> Notwendigkeit sehr wohl in der Nacht gewaschen wird.
Und wenn du lesen könntest, wüsstest du, dass ich genau daselbe von
Anfang an gesagt habe. Es bringt nichts, mir zu widersprechen und dies
dann als Eigenargument zu verkaufen, was schon bekannt ist udn von mir
gesagt wurde. Das ist ja gerade der Grund für die Nachtwaschungen. Du
brichst Dir keinen Zacken von der Krone, wenn du den Patienten dann
gleich ganz wäschst.
> Das ist ja gerade der Grund für die Nachtwaschungen. Du
> brichst Dir keinen Zacken von der Krone, wenn du den Patienten dann
> gleich ganz wäschst.
Nicht das Du Dich gerade wie ein verbocktes Kind aufführst?
Hast Du die anderen Postings wenigstens ansatzweise gelesen und probiert
zu verstehen?
Gestörter Tages/ Nachtrhytmus, zeitliche Desorientierung ....
Aber egal ich kann lesen und weiß nun, das die Patienten bei Euch
tagsüber nicht schlafen.
Da seid Ihr ja dann auch auf der sicheren Seite. :-O
fup2p gesetzt
> Hohoho, du scheinst ja gut zu wissen womit ich mich auskenne und womit
> nicht. An welchen Stammtisch habe ich dich denn kennengelernt?
> Muss in SWA gewesen sein. Das waren alles KFZler...
Hohoho, mit unserem Nachtdienst kennst Du dich gewiss nicht aus! Und Du
scheinst Dich als Pfleger ja so überlegen zu fühlen, um sogar über
KFZler herzuziehen. Das sind die richtigen - immer alles besser wissen,
aber nicht arbeiten wollen.
> Nein, Denkanstoss.
Dazu sollte man erstmal selbst denken können, um andere darauf
hinzuweisen. Die Angehörigen zahlen ein Heidengeld, damit ihre Eltern
verpflegt werden. Da kann man nicht mit Scheinargumenten kommen und
sagen "Ui, der Patient ist heute schlecht gelaunt, den kann ich nicht
waschen!". Ihr seid ja sogar gegen gutes Zureden, also WO bleibt da
allen Ernstes die Sorge um den Patienten. Bei Dir heisst es wohl
"Schade, der will nicht - na gut, dann geh ich wieder!" Und sowas
arbeitet in der Pflege! *tsts*
> Und deshalb wird der Patient so richtig wach gemacht. Und das sollte
> nicht so früh passieren.
Wann wäre denn für dich die richtige Uhrzeit und wie gründlich sollte
die Pflege dann in dieser Eile von statten gehen?
> >5 oder 6 Uhr gehören nicht zu Nachtzeit, sondern zu den frühen
> >Morgenstunden. Früstück gibt gegen neun, so dass die Leute nach
Erwachen
> >in aller Ruhe frühstücken dürfen.
>
> Falsch.
Was ist falsch? Andere Frühdienste fangen schon um 5 Uhr an zu arbeiten,
wir dagegen erst um 7 Uhr!
> Und warum schweigst du dich dann bei der zuständigen PDL aus?
Hab ich gesagt, es nicht getan zu haben? MEINE ach so arme Nachtwache
fühlte sich dadurch leider verraten und verkauft und zeigte keinerlei
Einsicht. Denn die Nachtwache weiß ganz genau, dass sie im Moment
unabkömmlich ist und man sie nicht so leicht ersetzen kann. Deswegen
erlaubt sie sich auch einige Dreistigkeiten, speziell dann, wenn sie den
Chef gut kennt. Die PDL ist dahingehend leider machtlos und drückt trotz
besseren Wissens beide Augen zu.
> Könntest du dich vielleicht etwas verständlicher artikulieren? Hier
> ist kein Krabbelzoo.
Du bist leider nun ma derjenige, der brabbelt. Kann ich auch nix für,
wenn du genau das kritisierst.
> Glauben kannst du ihn der Kirche.
Ich weiß es, du dagegen glaubst und polemisierst in der Hoffnung, deine
Rhetroik wäre hier nicht durchschaubar.
> Ach du arme, missverstandene Kreatur!*tätschel*Hier nimm einen Keks,
> das wird schon wieder.
Heititu, jetzt wirste ja richtig bissig... LOL
> Ah jetzt ja, du kommst aus fremden Welten!
Ich kanns nicht ändern, wenn du dich selbst unkritisch betrachtest und
nur das siehst, was du sehen willst. Dieser nichtssagende Kommentar
deinerseits hat nichst mehr mit Argumenten zu tun, sondern ist reine
Trollerei und gehört auch nicht mehr zum Thema.
> Aber egal ich kann lesen und weiß nun, das die Patienten bei Euch
> tagsüber nicht schlafen.
Scheinbar ist bei dir die Übertragung der Augenimpulse zum Gehrin
gestört, aber seis drum.
>> Tust du doch, wenn du von der bösen Nachtwache redest.
>
>Ja, aber nicht von irgendeiner, sondern von einer, die ich kenne, und
>deren Dienst ich kenne.
Wie kannst du den Dienst kennen? Seid ihr nachts zu zweit?
>> Neulich im Taubstummenheim:
>> "Wer nicht will, daß ich sein Taschengeld für meine Karibikkreuzfahrt
>> verwende solle bitte einmal laut 'Ich will das nicht' rufen. Keiner?
>> Vielen Dank..."
>
>Erspar mir bitte Deine billige Polemik, indem du uns kriminalisierst.
Ah ja, du arbeitest also in einem Taubstummenheim. Sorry, das konnte
ich ja nicht ahnen.
>> Aha. Und was hat das mit patientenorientierter Pflege zu tun?
>
>Du bist also gegen das regelmäßigen pflegen der Patienten!?
"Regelmäßig" ist also schon patientenorientiert? Meine Güte, das Leben
kann so einfach sein...
>> Verstehe. Der Wille des Pat. wird von euch festgelegt. Na, so kann man
>> es natürlich auch machen...
>
>Nö, nur bestimmte Patienten haben keinen Willen mehr, da sie zu krank
>sind und nur noch vor sich hindämmern.
Ich versteh dich nicht: Pferdemetzger ist doch so ein schöner Beruf.
Warum mußtest du dann ausgerechnet in die Pflege wechseln?
>> >Das heisst für dich wohl, alle ungewaschen liegen zu lassen, nur weil
>> >der Zeitpunkt nicht passt!?
>>
>> Ja. Ausnahmen sind die Fälle, die einer sofortigen pflegerischen
>> Intervention bedürfen.
>
>Danke, damit nehme ich alle bösen Dinge von oben zurück! Und du musst
>bedenken, dass bei den schweren Pflegefällen diese Ausnahmen äußerst
>regelmäßig vorkommen. Da muss mans halt herrichten.
Ich glaube langsam, daß du dir da etwas schönredest.
Wenn etwas regelmäsig ist, dann ist es per definitionem keine Ausnahme
mehr. Natürlich ist es irre schwer gegen Strom zu schwimmen, aber wenn
du so nach und nach deine Ideale verkaufst, was bleibt dir dann noch?
>> Sehr schön. Wäre allerdings noch schöner, wenn die Pat. das auch so
>> sehen könnten. Das tun sie natürlich, is scho recht...
>
>Korrektur, ich nehme nix zurück - du bist unbelehrbar!
Stimmt!
> Ich kanns nicht ändern, wenn du dich selbst unkritisch
> betrachtest und nur das siehst, was du sehen willst.
:o)
>> Aber egal ich kann lesen und weiß nun, das die Patienten bei Euch
>> tagsüber nicht schlafen.
>
> Scheinbar ist bei dir die Übertragung der Augenimpulse zum Gehrin
> gestört, aber seis drum.
<3f4a6ef2$0$243$a961...@news.cityweb.de>, wobei der Trollvorwurf
natürlich dort wie hier kompletter Unfug ist.
> >Du bist also gegen das regelmäßigen pflegen der Patienten!?
>
> "Regelmäßig" ist also schon patientenorientiert? Meine Güte, das Leben
> kann so einfach sein...
Patientenorientiertheit und Regelmäßigkeit schließen sich bei Dir aus?
Interessant, vielleicht bist du ja der Pferdemetzger, der einfach zu
faul und zu wohlgenährt ist, und sich somit jede Auseinandersetzung mit
dem Patienten spart, da er ohnehin keine Lust hat, den Patienten zu
pflegen. Schuster bleibt bei deinen Leisten. Wenn du eine examinierte
Kraft bist, hast Du die Kenntnisse, um deine Pflicht zu erfüllen. Du
kannst Dir dann nicht die Ausrede erlauben, den Patienten 2 Wochen nicht
zu waschen, nur weil er gerade keinen Bock hat. Selbst tagsüber haben
die meisten keinen Bock auf die Pflege, da sie sich dann bewegen müssen,
was vielen verständlicherweise sehr schwer fällt (sonst wärens ja keine
Patienten, gelle?). Wir führen hier also eine Grindsatzdiskussion und
die hat nicht nur mit der Uhrheit zu tun. Viele würden sicherlich gerne
bis 10 oder 11 Uhr durchschlafen (wie von zu Hause gewohnt), aber erzähl
das mal dem Frühdienst!! Es ist definitiv IMMER zu früh oder unpassend!
Du wirst doch sicherlich darin übereinstimmen, dass Du die Unlust der
Leute zu deinen eigenen Gunsten nicht ewig durchgehen lässt, oder etwa
doch, du Superpfleger!?
> da ich in der NG die Frage nach der Uhrzeit für die Körperpflege
gestellt habe
> fühle ich mich durch Deinen Beitrag ein wenig angegriffen.
Nein, das war nicht beabsichtigt. Das Usenet ist zum Erfahrungsaustausch
da, und wenn ich schlechte Erfahrungen gemacht habe, dann muss es
woanders nicht genauso der Fall sein - im Krankenhaus gehts da
sicherlich hoch her und ich bin sicherlich niemand, der diese Leute vor
den Pranger stellt. Den Aufruhr kann ich mir nur dahigenend erklären,
dass ich bei vielen Leuten vielleicht doch einen wahren wunden Punkt
getroffen habe. Die Trollreaktionen einiger anderer Teilnehmer bestärken
das eigentlich nur.
> Zum einen: glaubst Du wirklich, daß Patienten oder Bewohner nur am Tag
Windeln
> zerreißen, sich einkoten, Getränke ins Bett schütten und ähnliche
Nettigkeiten.
Das gewiss nicht, aber ich kann nur von uns sprechen, und da gibts nur 4
Leute, die auch selbst nur im schlimmsten Fall dafür in Frage kommen.
> Natürlich gibt es auch ruhige Dienste, keine Frage, aber kümmert es
den Tagdienst,
> wenn du ALLEINE 10 Patienten lagern mußt, denn auch nachts wird
gearbeitet,
> genauso wie am Tag!!!
Das kann ich verstehen und ich finde das doch schon etwas happig, wenn
das einer alleine macht. Ich bin der letzte, der dich deswegen angreifen
würde.
> Zum anderen geht es hier in erster Linie darum, daß wie es in der
bisherigen
> Diskusion schon oft erwähnt wurde, um vollpflegebedürftige Patienten,
> meist noch demente dazu. Diese werden massiv in ihrer Nachtruhe
gestört,
> schlafen dann am Tag und abends werden sie medikamentös ruhig
gestellt.
> Das auf Kosten der Mobilität, denn tagsüber kommt niemand auf die Idee
einen
> Patienten zu wecken um ihn zu mobilisieren. Argumente der Kollegen:
> Irgendwann muß der Patient ja mal schlafen.
Das Ruhigstellen kenne ich auch - da haben wir aber meist nur eine von
den genannten 4 Leuten, bei der das hin und wieder nötig ist. Unsere
andere IMHO fleißigere Nachtwache macht es jedoch anders: Sie
verabreicht keine Chemie, sondern eine warme Tasse Milch, was
tatsächlich auch hilft und IMHO viel gesünder ist. Dieser Patient ist
tagsüber neurologisch bedingt ohnehin immer hellwach und turnt sich im
Bett richtig aus, so dass er abends eigentlich sowieso immer schlafen
kann, so dass diese sanfte Methode mit der Milch gerade noch greift,
wenns mal besonders ausufert.
> Und ich denke auch, daß es eine reine Organisationsfrage ist.
Dann brauchst du aber mehr Leute im Frühdienst - und das kostet. Oder
was meinst du, warum es keine zwei Leute im Nachtdienst gibt? Die
Desorganisation ist doch überall strukturbedingt vorhanden, wenn wir mal
ehrlich sind. (12 Tage am Stück Knochenarbeit zu leisten ist ohnehin
schon ungewöhnlich hinsichtlich anderer Berufe)
> Doch dort wurden nachts z.B. die Medikamente gestellt.
Bei uns auch, aber auch da machens einige, andere wieder nicht.
> Was nicht außer Acht zu lassen ist, ist die nächtliche
Sterbebegleitung.
> Sei es die Begleitung der Angehörigen oder des Patienten.(In den
meisten Fällen beide)
> Nachts wird häufiger gestorben als am Tag.
Ja, das rechne ich den Nachtwachen auch hoch an, dass sie diese
Verantwortung quasi zwangsläufig übernehmen. Unsere PDL hat sich bisher
auch dafür Zeit genommen, obwohl sie gar keinen Dienst hatte. Da unser
Pflegedienst überschaubar ist, kennt man die Patienten auch besser, so
dass eine persönliche Beziehung schon vorhanden ist.
> Jedenfalls finde ich es unerhört wenn man den Nachtwachen Faulheit
unter
> dem Deckmantel der Patientenfürsorge unterstellt!!!
> Das ist einfach eine Frechheit.
Wenn mans pauschalisiert, hast Du sicher recht, aber das war ja nicht
meine Absicht.
> Was Du in Deiner Argumentation völlig außer acht läßt, ich arbeite
nicht in
> einer stationären Pflegeeinrichtung!!! Es hadelt sich um ein
Krankenhaus mit
> ständig wechselndem Patientengut!
Wie gesagt, ich bin der letzte, der dich dann kritisieren würde. Du
wirst wahrscheinlich zum Waschen besonders eingespannt, da der
Frühdienst noch mehr als bei uns überlastet ist.
> Was mich sehr freut ist, daß ich mit meiner Frage eine solche
Diskusion
> angeregt habe, auch wenn mein persönlicher Nutzen eher gering ist.
Das ist scheinbar ein heißes Thema, womit sich zeigt, dass auch meine
Querelen in anderen Pflegeheimen nicht ganz so selten vorkommen!
> Schon wieder flachs: Fürsorglich ist der richtig Ausdruck. Kann es
> sein, dass du nicht weisst was das ist?
Wenn Du fürsorglich wärst, würdest Du die Leute vernünftig verpflegen
ohne jeden Tag den einen oder anderen mit dem Argument "der hatte keine
Lust" auszulassen. Du bist arm dran, wenn du nur auf diese Art dein
tägliches Arbeitspensum zu erfüllen in der Lage bist. Das ist eine
ernsthafte Diskussion ohne jegliche Ironie.
> Du polemisierst ja schon wieder nicht...
Verwechlse Ursache und Wirkung nicht. Auf jede Aktion folgt eine
Reaktion.
> Wer ist denn hier für Argumente nicht zugänglich?
Du im Krabbelzoo oder im Kindergarten - ganz nach Belieben. Es ist nicht
mein Problem, wenn Du dich von meinen persönlichen Erfahrungen danach
fühlst, als hätte man Dir ans Bein gepinkelt. Da muss an meinen Worten
wohl was wahres dran sein.
> Deine Unterstellungen entbehren nicht einer gewissen Komik.
> Da ich nicht in eine Flame - Gruppe umziehen will:
> Fup2poster
Dass es dir an Ernsthaftigkeit mangelt, ist mir klar. Schließlich hast
Du meine Kompetenz desöfteren angezweifelt, ja sogar die des gesamten
Pflegedienstes. Entsprechende Re(!)aktionen auf derartige infame
Bemerkungen sollten Dir als Person, die im sozialen Bereich tätig ist,
eigentlich einleuchend und ersichtlich sein. Wundern tuts mich
jedenfalls nicht und von mir aus können wir das jetzt beenden, da es
ohnehin schon lange vom Thema abweicht.
>> >Du bist also gegen das regelmäßigen pflegen der Patienten!?
>>
>> "Regelmäßig" ist also schon patientenorientiert? Meine Güte, das Leben
>> kann so einfach sein...
>
>Patientenorientiertheit und Regelmäßigkeit schließen sich bei Dir aus?
Yep. (Es sei denn, der Pat. wünscht dieses)
>pflegen. Schuster bleibt bei deinen Leisten. Wenn du eine examinierte
>Kraft bist, hast Du die Kenntnisse, um deine Pflicht zu erfüllen. Du
Davon kannst du ausgehen.
>kannst Dir dann nicht die Ausrede erlauben, den Patienten 2 Wochen nicht
>zu waschen, nur weil er gerade keinen Bock hat.
Viel besser: ich wasche ihn so, wie er das von zu Hause gewohnt ist.
>Viele würden sicherlich gerne
>bis 10 oder 11 Uhr durchschlafen (wie von zu Hause gewohnt), aber erzähl
>das mal dem Frühdienst!!
Warum nicht? Wenn morgens für diesen Pat. nichts ansteht...
>Du wirst doch sicherlich darin übereinstimmen, dass Du die Unlust der
>Leute zu deinen eigenen Gunsten nicht ewig durchgehen lässt, oder etwa
>doch, du Superpfleger!?
Ich geh sogar noch einen Schritt weiter: die Pat. kommen mir trotz
ihrer zeitweiligen Unlust entgegen, weil sie wissen daß ich ihnen auch
entgegenkomme.
Mach dir nicht die Mühe das zu verstehen, ist eh zu hoch für dich...
> Es bringt nichts, mir zu widersprechen...
Ja, deine Pat. können das mit Scherheit bestätigen...
> Ja, deine Pat. können das mit Scherheit bestätigen...
Nö, gutes Zureden gehört zum Job. Ich brauch dir glaube ich kaum
erzählen, was ich von dir halte, wenn du mich in eine derartige Ecke
steckst. Es wurde noch kein Patient über den Boden ins Badezimmer
geschliffen. So stellst du es mit ein paar anderen aber da.
> Mach dir nicht die Mühe das zu verstehen, ist eh zu hoch für dich...
Du leidest an einem Selbstbehauptungskomplex, sozialem Unvermögen
gegenüber Kollegen und bist ne faule Pflegekraft, die sich für super
toll hält. Applaus!
> Stimmt, er kann ja nicht mal ein Fup beachten.
Mein lieber Troll, er will es gar nicht erst.
> Was also wollen wir: die GEnesung und Gesundung der Patienten, oder
die
> erfüllte Waschung aller?
Das ist ein Problem, das überall vorkommt. Individuelle Betreuung kommt
IMHO immer zu kurz.
> Täuscht es mich oder ist es langsam Zeit für eine Merkbefreiung mit
> entsprechender Einweisung?!
> Habe leider das Formular nicht zur Hand.
Wie willst du mit einem Formular, wenn dein Unvermögen ein Ausfüllen
desselbigen verhindert!?
>> Stimmt, er kann ja nicht mal ein Fup beachten.
>
> Mein lieber Troll, er will es gar nicht erst.
Würsdest du dich bitte mal über die Bedeutung des Wortes Troll,
welches du nun schon wiederholten Male in einem vollkommen
unpassenden Zusammenhang benutzt, informieren? Wenn du das z.B. via
Google nicht selber herausfinden kannst, helfe ich dir gerne weiter,
dann allerdings per E-Mail, weil das hier in <dsmp> nix zu suchen
hat.
Gruß, Walle
(Antworten erbitte ich an <answer_f...@walle.net>.)
--
[ http://walle.net ]
> Die Angehörigen zahlen ein Heidengeld, damit ihre Eltern
> verpflegt werden.
Verpflegt? Tippfehler oder Gruß von Herrn Freud?
> Da kann man nicht mit Scheinargumenten kommen
> und sagen "Ui, der Patient ist heute schlecht gelaunt, den kann
> ich nicht waschen!". Ihr seid ja sogar gegen gutes Zureden, also
> WO bleibt da allen Ernstes die Sorge um den Patienten. Bei Dir
> heisst es wohl "Schade, der will nicht - na gut, dann geh ich
> wieder!" Und sowas arbeitet in der Pflege! *tsts*
Marcus, denk doch mal darüber nach, ob nicht genau das (zumindest in
Grenzen) genau der richtige Pflegeansatz sein könnte: Ein Patient,
auch ein desorientierter oder dementer, lehnt eine Pflegemaßnahme,
die nach deinem Pflegeverstädnis objektiv angebracht wäre, ab - und
du lässt es trotzdem zu, führst deine Maßnahme nicht durch. Zumindest
vorerst. Vielleicht lässt es diese Maßnahme in einer oder in zwei
Stunden zu. Meinst du nicht, dass du langfristig mit solch einem
Vorgehen wesentlich mehr erreichen könntest?
In meinem Arbeitbereich, der sich in vielen Dingen sicherlich ganz
erheblich von deinem unterscheidet (med. Intensivstation = u.a.
andere andere Klientel, anderer Personalschlüssel, andere
medizinische und pflegerische Möglichkeiten), versuche ich es so zu
handhaben. Wenn z.B. ein Patient die Mundpflege verweigert, obwohl
sie nach objektiven Maßstäben dringend geboten wäre (wobei mit der
"richtigen" "Technik" die Häufigkeit dieser Verweigerung durchaus zu
reduzieren ist), dann stelle ich meine Bemühungen zunächst einmal
ein. Nach einer Weile versuche ich es dann erneut. Er will wieder
nicht? Ok, dann eben nicht. Bei dritten, vierten oder fünften Anlauf,
wenn der Patient wohlmöglich das Gefühl hat, dass er, sein Wille,
seine Angst vor einer invasiven Maßnahme respektiert worden sind,
klappt es dann plötzlich.
Die Frage ist: Was willst du mit deiner Pflege erreichen? Willst du
einen satten, sauberen Patienten? Dann mag dein Ansatz der richtige
sein. Ich will mit meiner Pflege etwas anderes: Einen Patienten mit
einem größtmöglichzen Maß an Würde und Selbstbestimmung. Ich will
meine Pflege nicht an ihm oder wohlmöglich sogar gegen ihn
durchzuführen, ich will *mit* ihm pflegen. Das verträgt sich aber
nicht mit einer nächtlichen Waschung, an der er angesichts der
Uhrzeit gar nicht aktiv teilnehmen kann, sondern bei der er
vermutlich nur passives Objekt ist. Wenn bei mir jemand um drei
Uhr am Bett erscheinen würde, um mich von oben bis unten zu waschen,
wäre ich ganz sicher auch wesentlich passiver als um neun, fünfzehn
oder zwanzig Uhr. Mein Pflegeverständnis verträgt sich auch nicht mit
der Idee eines stets sauberen Patienten. Meine Patienten stinken auch
mal oder sehen speckig aus, na und? Das tue ich übrigens auch ab und
an, insbesondere dann, wenn ich mich mal angeschlagen fühle.
Wenn du dich nun wieder moralisch entrüsten möchtest, ich sei wie
Hardy und Joerg auch nur einer dieser faulen Pfleger, ist mir das
herzlich egal. Ich weiß nämlich, dass das Unfug ist, ja, dass sogar
genau das Gegenteil der Fall ist. Und ich glaube, dass ich, und ich
nehme für mich in Anspruch, auch meine Patienten mit meinem Weg
besser leben können.
> In meinem Arbeitbereich, der sich in vielen Dingen sicherlich ganz
> erheblich von deinem unterscheidet (med. Intensivstation = u.a.
> andere andere Klientel, anderer Personalschlüssel, andere
> medizinische und pflegerische Möglichkeiten), versuche ich es so zu
> handhaben.
Stimmt, wir haben Altenpflege.
> Ok, dann eben nicht. Bei dritten, vierten oder fünften Anlauf,
> wenn der Patient wohlmöglich das Gefühl hat, dass er, sein Wille,
> seine Angst vor einer invasiven Maßnahme respektiert worden sind,
> klappt es dann plötzlich.
Darin stimme ich dir überein, und das meinte ich ja auch mit gutem
Zureden, was einige schon als Zwang verkaufen wollten und somit (wohl
aus Bequemlichkeit) gar nicht erst versuchten. Der Patient soll schon
merken, dass Du seine Unlust zu verstehen gewillt bist und auch wirklich
verstehst. Ich habe mich nur darüber ereifert, dass man dann gar nicht
weiter versucht, den Patienten dazu zu bringen, sondern die Arbeit
einfach der nächsten Schicht überlässt.
> Meine Patienten stinken auch
> mal oder sehen speckig aus, na und? Das tue ich übrigens auch ab und
> an, insbesondere dann, wenn ich mich mal angeschlagen fühle.
Gerade das will ich verhindern. Wer sauber ist, der fühlt sich auch
wesentlich wohler und kriegt keine Entzündungen. Auch psychologisch
gilt: Wer sich selbst überwindet und nicht nur im Bett rumliegt, sondern
sich etwas bewegt, auch wenn es ihm schwer fällt, der bleibt aktiver -
ohne die Gefahr, dass er dann nicht schlafen kann, weil die Bewegung ihn
schnell wieder ermüdet. Das ist auch eine Sache der Gewöhnung. Bei wems
nicht klappt mit dem Schlafen, der wird selbstredend auch umgehend
später versorgt. Es ist ja nicht so, dass man darauf keine Rücksicht
nimmt, deswegen gibts um 3 Uhr auch so oder so keine komplette Pflege,
auch nicht um 4. Nur die, die ohnehin regelmäßig um diese Uhrzeiten -
oder eher danach (meistens geht das nämlich bei allen gleichzeitig nach
4 Uhr los) - "voll" sind, werden dann auch gleich komplett gewaschen,
und können dann noch lange schlafen (bis 10 Uhr).
> Wenn du dich nun wieder moralisch entrüsten möchtest, ich sei wie
> Hardy und Joerg auch nur einer dieser faulen Pfleger, ist mir das
> herzlich egal. Ich weiß nämlich, dass das Unfug ist, ja, dass sogar
> genau das Gegenteil der Fall ist. Und ich glaube, dass ich, und ich
> nehme für mich in Anspruch, auch meine Patienten mit meinem Weg
> besser leben können.
Hardy und Joergs Verhalten entbehrt jeglichen Kommentars, da sie
aufgrund ihrer unterstellenden und aggressiven Reaktionen auf mein
Originalposting erst im Nachhinein von mir persönlich angegriffen
wurden, und mir blieb da gar nichts anderes übrig, als derart zu
urteilen, da ihr Verhalten meine Schlussfolgerungen höchstwahrscheinlich
leider nur bestätigt hat. Ansonsten gilt das, was ich auf Danielas
letztes Posting zusätzlich klargestellt habe.
> Würsdest du dich bitte mal über die Bedeutung des Wortes Troll,
> welches du nun schon wiederholten Male in einem vollkommen
> unpassenden Zusammenhang benutzt, informieren? Wenn du das z.B. via
> Google nicht selber herausfinden kannst, helfe ich dir gerne weiter,
> dann allerdings per E-Mail, weil das hier in <dsmp> nix zu suchen
> hat.
Ich muss nichts erklären, was Du schon weißt, und vor allen Dingen, was
wir beide wissen. Nun denn: Trolle (oder Elche) sind Kreaturen, die im
Usenet nur Unruhe stiften wollen und an einer ernsthaften und von
Rechthaberei befreiten Diskussion nicht interessiert sind. Es geht ihnen
lediglich um die Gewinnung von Aufmerksameit durch infame
Unterstellungen und Provokationen anderer Teilnehmer.
Oder aus meinem persönlichen Begriffslexikon:
------------------------------------------
Troll oder Elch
= jemand, der vorsätzlich Artikel und Nachrichten mit ärgerlichen
Inhalten veröffentlicht, Regeln und Chartas mißachtet und sich über die
Reaktionen freut. Bestes Gegenmittel: "Don't feed the Troll", d.h.
ignorieren und nicht mit den erwarteten wütenden Reaktionen "füttern". -
Die Bezeichnung Troll ist international und entstammt nicht
skandinavischen Sagenwelt, wo sie aber auch ganz passend untergebracht
ist. Ursprung ist der englische Begriff "trolling", der eine bestimmte
Form des Köderfischens bezeichnet. Ein Troll war ursprünglich ein
Posting, inzwischen kann das auch die Person dahinter sein.
Elch hat sich 1998 eingebürgert. Damals nervte ein User in deutschen
Newsgroups, der mit einem Elch in der Signatur und als Name in seiner ID
(
el...@darmstadt.netsurf.de) unterwegs war. Mit Nettsein wird niemand
berühmt ... .
Elch und Troll werden als Synonyme gebraucht, was nicht ganz berechtigt
ist. Ein Elch ist wirklich eine Person und kann auch aus Dämlichkeit
oder Sturheit, aber ohne Vorsatz handeln, ein Troll ist zunächst die
Nachricht und immer vorsätzlich. Eine Nachricht so zu verfassen, daß die
potentiellen Opfer alle auch anbeißen, sich schön aufregen und nicht
filtern ist eine Kunst, die viel Fingerspitzengefühl verlangt.
>Du leidest an einem Selbstbehauptungskomplex, sozialem Unvermögen
>gegenüber Kollegen und bist ne faule Pflegekraft, die sich für super
>toll hält. Applaus!
Du hast nicht die Spur einer Ahnung
von_Patientenorientierter_Pflege.Für dich ist wohl nur ein guter
Pfleger,wer_Kollegenorientiert_arbeitet.An deiner Stelle könnte man
wohl auch einen dressierten Affen an´s Krankenbett stellen.
--
Gruß
Markus
('!')
~
>> Ok, dann eben nicht. Bei dritten, vierten oder fünften Anlauf,
>> wenn der Patient wohlmöglich das Gefühl hat, dass er, sein
>> Wille, seine Angst vor einer invasiven Maßnahme respektiert
>> worden sind, klappt es dann plötzlich.
>
> Darin stimme ich dir überein, und das meinte ich ja auch mit
> gutem Zureden, was einige schon als Zwang verkaufen wollten
>
> (...)
>
> Der Patient soll schon merken, dass Du seine Unlust zu verstehen
> gewillt bist und auch wirklich verstehst. Ich habe mich nur
> darüber ereifert, dass man dann gar nicht weiter versucht, den
> Patienten dazu zu bringen, sondern die Arbeit einfach der
> nächsten Schicht überlässt.
Sorry, wenn ich dir widerspreche, aber du hast dich an mehreren
Stellen so geäußert, dass du nur in Ausnahmefällen den Willen des
Patienten, auch den des Dementen oder Desorientierten, dem du
mehrfach diesen Willen sogar abgesprochen hast, an oberste Stelle
setzen würdest, sondern du in der Regel darum bemüht bist, dein
"Programm" ablaufen zu lassen: "Ich sagte doch, in Ausnahmefällen
drückt man gerne mal ein Auge zu". Auch "gutes Zureden" bedeutet doch
letztendlich nur, dass du den Willen des Patienten eben nicht
akzeptierst, sondern dass du ihn auf deine Linie bringen willst.
Fokussiert hast du das nach meinem Verständnis in dem Wort
"verpflegt", so dass ich alles in allem ich auch weiterhin davon
ausgehen, dass wir recht unterschiedliche Priotitäten setzen und auch
ein recht unterschiedliches Pflegeverständis haben.
Und um die Diskussion mal wieder auf ein objektiveres Niveau (Nein,
das Abgleiten ins Flamen ist nicht nur dir anzulasten.) zu bringen,
bitte ich dich, dir die Faulheitsvorwürfe gegenüber Joerg und Hardy,
die ich wirklich durch nichts begründet sehe, im weiteren Verlauf zu
verkneifen.
> Und jetzt an dieser Stelle EOT für mich.
Schade. Wenn wir es schaffen, die Diskussion mal wieder auf ein etwas
sachlicheres Niveau zu bringen, ist's doch ein sehr spannendes Thema,
gerade weil hier so unterschiedliche Auffassungen aufeinander
prallen.
Nach nochmaligen Nachlesen des Threads bin ich übrigens der Meinung,
dass es nicht alleine Marcus anzulasten ist, dass die Diskussion eine
so unsachliche Wendung genommen hat. Auch aus deiner, Joergs und
meiner Richtung kamen Bemerkungen, die sicherlich alles andere als
förderlich waren.
Markus Baumeister schrieb:
> .An deiner Stelle könnte man wohl auch einen dressierten Affen
> an´s Krankenbett stellen.
Genau das ist es, was einen "guten" von einem schlechten Pfleger
unterscheidet:
Die "guten" beherrschen mehr als nur die Technik, sie berücksichtigen
die Bedürfnisse des Patienten.
Tschüss, Rolf
> Auch "gutes Zureden" bedeutet doch
> letztendlich nur, dass du den Willen des Patienten eben nicht
> akzeptierst, sondern dass du ihn auf deine Linie bringen willst.
Und genau an diesem Punkt redest Du dich raus. Es ist dein Job, sich um
den Patienten zu bemühen, um diesen letztendlich pflegen zu können. Wer
das nicht kann, sollte was anderes machen. Zwang ist für mich allein,
wenn ich den Patienten gegen seinen Willen ins Badezimmer unter die
Dusche ziehe. Das ist genau das Bild, dass du und andere mir hier aus
reiner Diffamierung und Rechthaberei aufzudrücken versuchen. Wer schon
eine kleine Unterhaltung als Zwang missinterpretiert, ist sicherlich
nicht ganz koscher und keine gute Pflegekraft.
> Und um die Diskussion mal wieder auf ein objektiveres Niveau (Nein,
> das Abgleiten ins Flamen ist nicht nur dir anzulasten.) zu bringen,
> bitte ich dich, dir die Faulheitsvorwürfe gegenüber Joerg und Hardy,
> die ich wirklich durch nichts begründet sehe, im weiteren Verlauf zu
> verkneifen.
Wer mich als Pferdemetzger oder KFZler zu beledigen versucht (was
übrigens eher diese durchaus ehrenhaften Berufszweige als mich
beleidigt) und mir per mail schreibt, ich solle sterben, ist eindeutig
nicht ganz bei geistiger Gesundheit. Die Leute schaufeln sich selbst ins
Grab, ich kommentier das nur.
> Du hast nicht die Spur einer Ahnung
> von_Patientenorientierter_Pflege.Für dich ist wohl nur ein guter
> Pfleger,wer_Kollegenorientiert_arbeitet.An deiner Stelle könnte man
> wohl auch einen dressierten Affen an´s Krankenbett stellen.
Soweit ich hier mitgelesen habe, heisst patientenorientierte Pflege, den
Patienten im Dreck liegen zu lassen. Wer den Patienten regelmäßig
wäscht, ist automatisch ein Zuchtmeister. Wer ihm gut zuredet, der
versucht automatisch "seinen" Willen durchzusetzen und ist somit
ebenfalls ein Zuchtmeister. Sorry, aber auf diesem Level kommen wir
nicht weiter.
> Genau das ist es, was einen "guten" von einem schlechten Pfleger
> unterscheidet:
> Die "guten" beherrschen mehr als nur die Technik, sie berücksichtigen
> die Bedürfnisse des Patienten.
Das heisst, alles auf die nächste Schicht abschieben. Ist ja so bequem.
Wie kann jemand mit einer Ausbildung solch Schwarzweißmalerei
betreiben!? *tsts*
> Nach nochmaligen Nachlesen des Threads bin ich übrigens der Meinung,
> dass es nicht alleine Marcus anzulasten ist, dass die Diskussion eine
> so unsachliche Wendung genommen hat. Auch aus deiner, Joergs und
> meiner Richtung kamen Bemerkungen, die sicherlich alles andere als
> förderlich waren.
Danke für die Einsicht. Ich muss es mir wohl selbst ankreiden, dass sich
gewisse Äußerungen nicht ignoriert habe. Leider ist es aber ein reales
Thema und nicht nur just for fun.
> Und jetzt an dieser Stelle EOT für mich.
Mein Bedauern für deinen körperlichen Zustand, aber wie kommst Du
eigentlich darauf, dass ich Verletzte und Verwundete unter die Dusche
zerren würde!? Da ist eine Teilpflege schon allein zur Schonung der
Wunden angebracht - diese mindere Pflegemaßnahme hat also einen ganz
eindeutigen Grund - unabhängig davon, ob Du nun Lust hattest oder nicht,
denn diese Frage erübrigt sich in diesem Fall aufgrund des körperlichen
Zustandes.
>> Nach nochmaligen Nachlesen des Threads bin ich übrigens der
Ankreiden musst u.a. du dir, dass du mitgeprügelt hast. Du bist hier
nicht nur das unschuldige Opfer, du hast selber nicht zu knapp
ausgeteilt.
Und dass auch die anderen in dieser Runde dieses Thema sehr ernst
nehmen und dabei nur eine andere Meinung oder einen anderen
Blickwinkel haben, solltest du inzwischen mitbekommen haben.
>> Auch "gutes Zureden" bedeutet doch letztendlich nur, dass du
>> den Willen des Patienten eben nicht akzeptierst, sondern dass
>> du ihn auf deine Linie bringen willst.
>
> Und genau an diesem Punkt redest Du dich raus. Es ist dein Job,
> sich um den Patienten zu bemühen, um diesen letztendlich pflegen
> zu können. Wer das nicht kann, sollte was anderes machen.
Dass ich anders als du pflege, disqualifiziert mich für diesen Beruf?
Marcus, wenn du nicht in der Lage oder Willens bist, dich mit anderen
Ideen und Ansichten auseinanderzusetzen und stattdessen nur verbal
herumprügeln möchtest, dann schreibe das bitte auch so, dann können
wir diese Diskussion gerne beenden. Ich habe auf diese Niveau nämlich
keine Lust.
> Zwang ist für mich allein, wenn ich den Patienten gegen seinen
> Willen ins Badezimmer unter die Dusche ziehe. Das ist genau das
> Bild, dass du und andere mir hier aus reiner Diffamierung und
> Rechthaberei aufzudrücken versuchen.
Selbst, wenn dein Eindruck, den du mir unterstellst, stimmen
sollte (Er tut es nicht!): Was anders tust du mit Aussagen wie deiner
obigen?
> Wer mich als Pferdemetzger oder KFZler zu beledigen versucht
> (was übrigens eher diese durchaus ehrenhaften Berufszweige als
> mich beleidigt) und mir per mail schreibt, ich solle sterben,
> ist eindeutig nicht ganz bei geistiger Gesundheit. Die Leute
> schaufeln sich selbst ins Grab, ich kommentier das nur.
Bitte lies dir mal durch, was du deinen Diskussionpartnern im
Verlauf dieser Diskussion alles vor den Latz geknallt hast. Und
komme mir bitte nicht mit "Der hat aber angefangen"-Argumenten,
das wäre Kindergartenniveau.
>> Die "guten" beherrschen mehr als nur die Technik, sie
>> berücksichtigen die Bedürfnisse des Patienten.
>
> Das heisst, alles auf die nächste Schicht abschieben.
und weiter:
> Wie kann jemand mit einer Ausbildung solch Schwarzweißmalerei
> betreiben!?
Aha.
Spiegelrüberreichend, Walle
--
[ http://walle.net ]
>> Du hast nicht die Spur einer Ahnung von _Patientenorientierter_
>> Pflege.
>
> Soweit ich hier mitgelesen habe, heisst patientenorientierte
> Pflege, den Patienten im Dreck liegen zu lassen.
Das kann es (in begrenztem Umfang, den ich dir zu erklären versucht
habe) durchaus bedeuten, es auf diese Aussage zu reduzieren, ist
allerdings kompletter Unfug.
> Sorry, aber auf diesem Level kommen wir nicht weiter.
Allmählich sehe ich das auch so. :o(
> Ich habe mich nur darüber ereifert, dass man dann gar nicht
>weiter versucht, den Patienten dazu zu bringen, sondern die Arbeit
>einfach der nächsten Schicht überlässt.
Na ich bitte dich....
Das ist doch wohl jedem mehr als sonnenklar, daß man einem "Ich mag
heute nicht gewaschen werden" des Pat. nicht wochenlang nachgibt.
Irgendwann kommt dann ein "Jetzt habe ich schon so oft nachgegeben,
jetzt müssen sie mir aber auch mal entgegenkommen".
Wann das ist ist vom Einzelfall abhängig.
>> Meine Patienten stinken auch
>> mal oder sehen speckig aus, na und? Das tue ich übrigens auch ab und
>> an, insbesondere dann, wenn ich mich mal angeschlagen fühle.
>
>Gerade das will ich verhindern.
Warum? Ich finde daß jeder ein Recht drauf hat auch mal mies drauf zu
sein.
>Wer sauber ist, der fühlt sich auch
>wesentlich wohler
Ich sehe das eher umgekehrt.
>Auch psychologisch
>gilt: Wer sich selbst überwindet und nicht nur im Bett rumliegt, sondern
>sich etwas bewegt, auch wenn es ihm schwer fällt, der bleibt aktiver -
Richtig. "Wer sich selbst überwindet" ist aber eben nicht "Wer
überwunden wird"!
Die positiven Gefühle müssen aus einem selbst kommen, und sind ganz
sicher nicht von außen einpflanzbar.
Du kannst einen Alkoholiker "trockenlegen", indem du ihn vom Alkohol
isolierst. Aber zum Abstinenzler wird er nur dann, wenn _er sich
selber_ vom Alkohol isoliert.
Konstruieren wir doch mal einen Fall:
Pat. Müller ist mies drauf, will in Ruhe gelassen werden, mag sich
nicht waschen. Pfleger X kommt rein, will seine Arbeit schaffen und
bedrängt Hr. Müller solange, bis er doch gewaschen ist. Hr. Müller
bekommt so das Signal, daß seine Meinung irrelevant ist und kommt nur
noch mieser drauf.
Pfleger Y kommt in der nächsten Woche, nimmt die mise Stimmung wahr
(und ernst!) und bestärkt ihn. ("Klar Hr. Müller, wenn´s mir mies geht
hab ich auch zu nichts Lust"). Redet noch ein wenig mit ihm und geht
wieder. Hr. Müller fühlt sich ernstgenommen, erwacht langsam aus
seiner Lethargie, Pfleger Y nimmt das wahr und kommt irgendwann mit
"So, jetzt sollten wir aber wirklich mal im Bad verschwinden. Dann
fühlen Sie sich noch ein bißchen besser und ich kriege keinen Ärger".
Frage: bei wem fühlt sich Hr. Müller wohler und bei wem profitiert er
am meisten?
mfg
>>> Meine Patienten stinken auch mal oder sehen speckig aus, na
>>> und? Das tue ich übrigens auch ab und an, insbesondere dann,
>>> wenn ich mich mal angeschlagen fühle.
>>
>> Gerade das will ich verhindern.
>
> Warum?
Weil Marcus nicht einsehen kann, dass es dem Patienten
möglicherweise viel wichtiger ist, "Herr über sich selbst", als
stets frisch gewaschen zu sein?
> Bitte lies dir mal durch, was du deinen Diskussionpartnern im
> Verlauf dieser Diskussion alles vor den Latz geknallt hast. Und
> komme mir bitte nicht mit "Der hat aber angefangen"-Argumenten,
> das wäre Kindergartenniveau.
Auf jede Aktion folgt eine Reaktion. Wenn ich nur verstanden werden
kann, indem ich mich auf ein niedriges Niveau begebe, dann ist das
selbstredend eine Nötigung meiner Person. Aber die Verantwortung dazu
übernehme ich sicherlich nicht.
> Das ist doch wohl jedem mehr als sonnenklar, daß man einem "Ich mag
> heute nicht gewaschen werden" des Pat. nicht wochenlang nachgibt.
Ich sagte schon im Originalposting, dass man da ein Auge zudrücken kann.
Leider hat sich im Verlauf der Diskussion der Eindruck verstärkt, dass
sich dieses Augenzudrücken zum angeblichen Wohl des Patienten beliebig
hinziehen darf.
> Warum? Ich finde daß jeder ein Recht drauf hat auch mal mies drauf zu
> sein.
Das darf er, trotzdem muss er sich seinen Popo sauber machen lassen.
Alles andere wäre auch für Mitbewohner eine Zumutung.
> >Wer sauber ist, der fühlt sich auch
> >wesentlich wohler
>
> Ich sehe das eher umgekehrt.
Dann solltest du lieber Psychologe werden.
> Du kannst einen Alkoholiker "trockenlegen", indem du ihn vom Alkohol
> isolierst. Aber zum Abstinenzler wird er nur dann, wenn _er sich
> selber_ vom Alkohol isoliert.
Leider sind meine Patienten nicht in der Lage, sich selbst zu waschen
und es besteht altersbedingt auch kein Anlass zur Gesundung!!
> Konstruieren wir doch mal einen Fall:
> Pat. Müller ist mies drauf, will in Ruhe gelassen werden, mag sich
> nicht waschen. Pfleger X kommt rein, will seine Arbeit schaffen und
> bedrängt Hr. Müller solange, bis er doch gewaschen ist. Hr. Müller
> bekommt so das Signal, daß seine Meinung irrelevant ist und kommt nur
> noch mieser drauf.
Wenn Du mit deiner angeblich ganzheitlichen Pflege wirklich nur Kontakt
zu den Patienten aufnimmst, wenn du sie waschen willst, dann werden sie
sich bei Motivationsfragen so oder so überrumpelt fühlen.
> Frage: bei wem fühlt sich Hr. Müller wohler und bei wem profitiert er
> am meisten?
Selbstredend bei dem, der ihm gut zuredet. Ob nun X oder Y, beide
hättten dazu in der Lage sein müssen, ohne eine Woche zu warten, auch
wenn das mal in Kauf genommen werden darf (wie ich schon mehrmals
sagte). Aber es darf nicht jede Woche zu dieser Verschiebung kommen und
schon gar nicht mit dem Argument "der typ hatte keine Lust".
> Weil Marcus nicht einsehen kann, dass es dem Patienten
> möglicherweise viel wichtiger ist, "Herr über sich selbst", als
> stets frisch gewaschen zu sein?
Ich glaube kaum, dass ein Demenzkranker Herr oder Frau über sich selbst
ist, sonst würde er sich selbst verpflegen können. Du brauchst dich bei
solch oberflächlichen und ausweichenden Beispielen nicht über meine
Reaktion wundern.
> Und dass auch die anderen in dieser Runde dieses Thema sehr ernst
> nehmen und dabei nur eine andere Meinung oder einen anderen
> Blickwinkel haben, solltest du inzwischen mitbekommen haben.
Ich habe niemanden durch nichts gezwungen, sich von meinen Erfahrungen
in meinem Umfeld ans Bein pinkeln zu lasssen. Aber wer sich den Schuh
anzieht, ist selbst Schuld. Daniela hat beispielsweise deutlich
geschildert, was sie - alleine - zu tun hat und was nicht. Ich glaube
kaum, dass ich das nicht deutlich respektiert habe.
> Spiegelrüberreichend, Walle
Ich habe im Gegensatz zu euch nicht pauschalisiert.
> Erkläre mir doch bitte was an Rolfs Aussage Schwarzweißmalerei ist,
> ich möchte das Begreifen können.
Der Vorwurf der reinen Konzentration auf "technische" Vorgänge unter
Zwang des Patienten.
> Da hast du ganz sicher Recht. Nur hat das IMHO hier niemand behauptet.
Das ist eine Lüge, und das weißt Du auch. Ich begebe mich nicht noch
weiter auf ein rhetorisches Geplänkel hinab, indem ich Dir deine eigenen
Aussagen nochmal vorführe. Typische Ausweichtaktik und vortäuschen von
Unschuld.
Zum Thema Interpretation: Ich glaube, der Leser weiß ganz genau, worüber
wir hier reden. Ob nun duschen oder nicht, sollte doch klar sein: Bei
Verletzungen oder sonstigen Wunden, wird sicherlich niemand Seife
draufschmieren. Das hat aber nichts mit Rücksicht auf Psyche zu tun,
sondern mit Rücksicht auf die Regeneration des Körpers an derartigen
Stellen. Dein alberner Versuch, mir unter 180 Grad Drehung des bisher
von mir gesagten zu unterstellen, mir würde eine Ganzkörperpflege nur
unter der Dusche gelingen, ist somit komplett fehlgeschlagen.
> Es handelte sich hierbei um einen Erlebnisbericht mit Schilderung der
> Gefühle und nennen wir es Nöte.
Das ist aber eine ganz andere Situation unter ganz anderen Umständen.
Und das habe ich dir zu erklären versucht.
> Aber wieder hast du reagiert, als würde dich jemand verprügeln.
> Und da gibt es halt ein Sprichwort:
> Getroffene Hunde bellen.
> Und dieser Eindruck hat sich für mich durch den ganzen Thread gezogen.
> Ich mag mich da bestimmt täuschen, aber es schien so.
Yo, tapferer und einsamst verletzter Krieger, der seine Hand zum letzten
Schlag ausstreckt. Ich hab dir nur veranschaulicht, dass dein Versuch
des Verprügelns fehlgeschlagen ist - ja das sogar deine Motivation dazu
vollkommen irregeleitet ist! Es steht dir natürlich frei, mir in deinem
Nicht-Sehen-Wollen (nachträglich!) aufzusuggerieren, ich wäre in der
Opferrolle. Denk das nächste mal drüber nach, wenn du mir Morddrohungen
per mail zuschickst bzw. zubellst! Denn eigentlich ist dahingehend schon
alles gesagt worden. *wuff*
Hallo Daniela,
es gab eine Empfehlung von einer Kommision.
Die bezog sich hauptsächlich auf die "innere Uhr" des Menschen, ebenso auf
das "normale Aufstehverhalten".
In D beginnt i.d.R. der Arbeitstag zwischen 08.00 - 09.00 Uhr.
Die Leute stehen auf, so gegen 06.00 - 07.00 Uhr -> Morgentoilette ->
arbeit.
Wenn dies Jemand 30 Jahre so gemacht hatte, wie bitte willst Du es ihm
erklären :
Ich muss Sie jetzt waschen, ist zwar noch früh 03.00 Uhr, aber danach können
Sie ja weiterschlafen (*hauptsache ich kann bei der Übergabe sagen, X
Patienten gewaschen).
Das geht nicht (ausser vielleicht bei Bäcker, die es gewohnt sind um diese
Zeit aufzustehen).
Wir arbeiten in einem Dienstleistungsberuf, wenn der Pat/Bew. langschläfer
ist und erst um 10.00 Uhr aufstehen und Frühstücken möchte, dann muss dies
akzeptiert werden und nach den vorhandenen Möglichkeiten in den
Stationsablauf integriert werden.
Was mich nur wundert ist, das so eine Diskussion im Jahre 2003 a.d. noch
geführt wird (jetzt so auf den gesamten Blick des Threades).
schönen Gruss
Thomas
> Es heisst doch nicht, dass sich ausschließlich an den Bedürfnissen
> orientiert wird, sondern man berücksichtigt sie, baut sie ein.
Oh Wunder, dann sind nähern wir uns ja schon an.
> Erkläre mir bitte aus was du das herausliest.
Was hast du denn nicht verstanden? Wer ganzheitliche Pflege durchführt,
der hat weniger Probeme mit der Regelmäßigkeit der reinen
pflege-technischen Aspekte, deren Ausschließlichkeit man mir ja
vorgeworfen hat. Und gerade diese Unregelmäßigkeit hast Du ja zugunsten
des angeblichen Heils des Patienten propagiert! Mir ist die fehlende
Motivation vieler Bewohner/ Patienten bekannt und darauf muss man durch
gutes Zureden eingehen.
> Das ist das Problem. Dieser Eindruck hat sich, wie ich beim
> Threadnachlesen sehen konnte, nur bei dir verstärkt.
Wenn du dicht machst, wundert mich das nicht.
> Weisst du einklich was du da jetzt geschrieben hast?
> Ich hoffe nur, dass das nicht dein Ernst ist.
Ich kenne die Fakten genau, doch die Frage ist, was du wieder für
schlimme diffamierende Dinge hineininterpretierst. Wahrscheinlich, dass
wir die Patienten nicht mehr als menschliche Wesen ansehen oder
sonstwas.
> Jetzt muss ich dich aber ernsthaft fragen: Liest du einklich die
> _gesamten_ Beiträge der anderen Poster? Ich darf mich mal selbst
> zitieren:
Du hast dir nur herausgenommen, wieder mal eine Richtung der
Interpretation meines Postings anzudeuten. Natürlich nicht eine
Interpretation deinerseits, sondern seitens anderer Mitleser.
> Es war ein Beispiel, das zum Nachdenken anregen könnte.
Es passt aber leider nicht in den Kontext.
> Schau mal in deinen Briefkasten, da habe ich dir erklärt was "geh
> sterben" heisst.
Natürlich kann man sich solche Unschulds-Interpretationen nur im Usenet
erlauben, gell!?
> Es wurde nie etwas anderes behauptet.
Eine Lüge, wie wir beide wissen.
> Ich glaube kaum, dass ein Demenzkranker Herr oder Frau über sich selbst
> ist, sonst würde er sich selbst verpflegen können. Du brauchst dich bei
> solch oberflächlichen und ausweichenden Beispielen nicht über meine
> Reaktion wundern.
>
Jetzt reicht es aber!
Ein Heimbeatmeter Patient der wohl noch "richtig im Kopf ist" sich aber
auch nicht selber pflegen kann, ist also nicht mehr Herr oder Frau über sich
selbst ???
Bitte wir haben es mit Menschen zu tun und nicht mit Vieh.
Thomas
> Das ist kein rhethorisches Geplänkel, sondern der Wunsch dich zu
> verstehen, wie du unsereinen so flachs interpretieren kannst.
> Und dazu benötige ich schon den konkreten Bezug, der aber im Kontext
> stehen sollte.
Mein "lieber" Hardy, ich habe von Beginn an deutliche Worte verwendet.
Wenn Du jetzt so tust, als ob wir uns alle nur falsch verstanden haben
und die gleiche Taktik anwendest, die ich in meinem Originalposting
schon kritisiert habe (wahrscheinlich ist das die Vorlage zu deiner
neuen Taktik), dann wäre das zwar zu begrüßen, doch es entspricht leider
nicht den Tatsachen. Wer selbst nicht versteht, was er von sich gibt,
dem ist nicht zu helfen.
> Wir arbeiten in einem Dienstleistungsberuf, wenn der Pat/Bew.
langschläfer
> ist und erst um 10.00 Uhr aufstehen und Frühstücken möchte, dann muss
dies
> akzeptiert werden und nach den vorhandenen Möglichkeiten in den
> Stationsablauf integriert werden.
Dann sage mir bitte, wie du sämtliche Patienten erst um 10 Uhr versorgen
willst, wenns um 12 bereits Mittagessen gibt. Ich finde diese Diskussion
überhaupt nicht skandalös und unzeitgemäß, sondern äußerst aktuell. Und
lange schlafen würden viele äußerst gerne. Ich verstehe auch nicht,
warum mittlerweile bereits 3 Uhr als Zeitpunkt zum Waschen genannt wird.
Solche Uhrzeiten stehen doch eigentlich nicht zur Diskussion.
> Bitte wir haben es mit Menschen zu tun und nicht mit Vieh.
Und wieder wird unterstellt, man würde die Leute nicht mehr als Person
sehen. Diffamierung pur!
* Thomas G. meinte:
> Was mich nur wundert ist, das so eine Diskussion im Jahre 2003 a.d. noch
> geführt wird (jetzt so auf den gesamten Blick des Threades).
Naja, eine Person ist in Bezug auf ihr Pflegeverständnis noch nicht in
diesem Jahrhundert angekommen[1], daher der Gegenwind, und zudem noch
argumentationsresistent, daher der Traffic… Außerdem erhitzt dieses
Thema IMO seit Jahr(zehnt?)en die Gemüter der Pflegenden, und hier in
dsmp wurde noch nie mit rosa Wattebäuschchen geworfen.
Aber nett, daß wir in 1-2 Tagen so viele Beiträge haben wie sonst in 1-2
Jahren. :o)
Herzliche Grüße,
Gero, Popcorn genießend
[1] z.B. Message-ID: <3f4cd57a$0$273$a961...@news.cityweb.de>
>> Weil Marcus nicht einsehen kann, dass es dem Patienten
>> möglicherweise viel wichtiger ist, "Herr über sich selbst", als
>> stets frisch gewaschen zu sein?
>
> Ich glaube kaum, dass ein Demenzkranker Herr oder Frau über sich
> selbst ist, sonst würde er sich selbst verpflegen können.
Stimmt, er ist es nicht, zumindest nicht in allen Bereichen. Genau
deswegen braucht er deine Unterstützung, deine Pflege. Was er jedoch
ganz sicher nicht braucht, ist das Gefühl, von dir bevormundet, von
dir abhängig und dir ausgeliefert zu sein. Letztere würde
möglicherweise sein Selbstwertgefühl - aber vielleicht meinst du ja,
Demente haben auch das grundsätzlich nicht mehr - empfindlich stören,
seine Regression fördern, seine Bereitschft zu Kooperation
reduzieren, seine Eigenmotivation verringern oderoderoder...
Hast du im Verlauf deiner Ausbildung mal Gelegenheit gehabt, in der
ambulanten Pflege zu arbeiten? Ich hatte vor kurzem das Glück, dort
mal wieder hineinschnuppern zu können. Eine Beobachtung, die mich
dort ganz besonders gefesselt hat, war, wie sehr die Patienten darauf
geachtet haben, dass *sie* in Ihrer Wohnung das Sagen haben. Das war
auch bei Patienten so, die ganz sicher nicht mehr alle Belange Ihres
Lebens selber im Griff hatten, die auch bei intimsten Dingen
Unterstützung benötigten. Sofern diese Unterstützung nach Ihren
Vorgaben geschah, war diese Unterstützung für sie trotzdem ok,
zumindest akzepabel. Wenn nicht, wurden die Pflegenden schlicht und
einfach aus der Wohnung verwiesen.
In einer stationären Pflegesituation ist ihnen diese Möglichkeit
durch die äußerenm Umstände genommen. Ist es dann nicht umso mehr
deine Aufgabe, ihnen das Gefühl, ihr Leben noch immer selber
bestimmen zu können, so lange wie möglich zu erhalten?
> Popcorn genießend
Hallo, du stiller Genießer, auch mal wieder mit an Bord?!
Gruß, Walle :o)
--
[ http://walle.net ]
> :>Ich glaube kaum, dass ein Demenzkranker Herr oder Frau über sich
selbst
> :>ist
>
> Ohne Worte
Mein lieber, dann kennst Du dich eindeutig nicht aus. Ich habe schon
desöfteren diese Leute im Treppenhaus nur mit einer Handtasche oder
Keksdose bestückt umherwandeln sehen, da sie nicht mehr wussten, wo sie
wohnen und wer sie überhaupt sind. Oftmals wollen sie ihre Eltern sehen,
obwohl sie selbst schon über 90 Jahre alt sind. Man führt sie dann
behutsam zurück in ihre Wohnung und beschäftigt sich ein wenig mit
ihnen, damit die Panik aus ihnen veschwindet. Oft haben sie dann selbst
den Vorfall kurze Zeit später wieder vergessen und sind dann nur noch
etwas hibbelig und desorientiert, aber das ist ein Dauerzustand, an dem
man leider nichts ändern kann. Bei einigen wundere ich mich, dass sie
trotz allem überhaupt noch das Klo finden und nicht ein einziges mal in
den Mülleimer oder sonstwohin urinierten. Angesichts der akuten
Verwirrtheit sind diese Leute dringend zu betreuen, gerade weil sie
nicht mehr Herr/ Frau über ihre Sinne sind. Wer glaubt, man würde die
Person dahinter nicht achten, der hat für mich einen Schaden und trollt
hier wirklich nur rum.
> Letztere würde
> möglicherweise sein Selbstwertgefühl - aber vielleicht meinst du ja,
> Demente haben auch das grundsätzlich nicht mehr - empfindlich stören,
> seine Regression fördern, seine Bereitschft zu Kooperation
> reduzieren, seine Eigenmotivation verringern oderoderoder...
Und wieder eine Unterstellung.
> Sofern diese Unterstützung nach Ihren
> Vorgaben geschah, war diese Unterstützung für sie trotzdem ok,
> zumindest akzepabel. Wenn nicht, wurden die Pflegenden schlicht und
> einfach aus der Wohnung verwiesen.
Du kennst wohl nur die leichten Fälle, die noch selbständig agieren
können.
> In einer stationären Pflegesituation ist ihnen diese Möglichkeit
> durch die äußerenm Umstände genommen. Ist es dann nicht umso mehr
> deine Aufgabe, ihnen das Gefühl, ihr Leben noch immer selber
> bestimmen zu können, so lange wie möglich zu erhalten?
Wirfst du mir, ich würde das nicht tun? Nein, sowas würdest du doch
nicht tun, oder?
* Walle meinte:
> Hallo, du stiller Genießer, auch mal wieder mit an Bord?!
Na so eine Show kann ich mir doch nicht entgehen lassen! *mampf*
*popcornrüberreich* Hier sind noch Plätze frei neben Hardy!
Gero, auf Hardys Wohl trinkend
und Walle gerade schmunzelnd im netdigest gelesen habend ;o)
> Also gut, jetzt reichts, dann sage ich es jetzt anders, ganz gegen das
> Prinzip, der Weise plonkt leise: Geh scheißen!
Ach? Wieder eine Deiner tiefgründig verschlüsselten Usenet-Weisheiten?
Wow, echt soziale Kommunikation! Da weiß ich ja jetzt bescheid, wie man
richtig mit den Leuten in der Pflege umgeht...
> @Walle: Sei mir nicht böse, aber jetzt steck ichs.
> Der Typ sucht ja nur Streit, das scheint seine einzige Intention
> zu sein.
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Streithammel in diesem
Land!?
>>>> Es heisst doch nicht, dass sich ausschließlich an den
>>>> Bedürfnissen orientiert wird, sondern man berücksichtigt
>>>> sie, baut sie ein.
>>>
>>> Oh Wunder
>>
>> Es wurde nie etwas anderes behauptet.
>
> Eine Lüge, wie wir beide wissen.
Nein, keine Lüge. Nur hast du dich sehr schnell in die Idee
verrannt, wir würden dir unter Ausnutzung aller erdenklichen
Möglichkeiten ans Bein pinkeln wollen, und dementsprechend in
viele Äußerungen Aussagen hineininterpretiert, die nie behauptet
wurden.
Dass diese Idee absurd, habe ich dir bereits per E-Mail zu
erklären versucht.
> Na so eine Show kann ich mir doch nicht entgehen lassen! *mampf*
> *popcornrüberreich* Hier sind noch Plätze frei neben Hardy!
Trollstammtisch!
> Nein, keine Lüge. Nur hast du dich sehr schnell in die Idee
> verrannt, wir würden dir unter Ausnutzung aller erdenklichen
> Möglichkeiten ans Bein pinkeln wollen, und dementsprechend in
> viele Äußerungen Aussagen hineininterpretiert, die nie behauptet
> wurden.
Jetzt benutzt Du schon meine Argumente! Köstlich, wie man den Ball
zurückspielt! :-)
> Dass diese Idee absurd, habe ich dir bereits per E-Mail zu
> erklären versucht.
Nein, da hattest du noch Einsicht gezeigt.