das kann man sehr gut mit Neuraltherapie nach Huneke behandeln.
Adressen von Neuraltherapeuten findest du im Branchentelefonbuch bei den
Ärzten und Heilpraktikern.
Allgemeine Infos bei www.neuraltherapie-online.de
Gute Besserung
Reinhard
Ich werde dir versuchen, ein bisschen weiterzuhelfen, da ich als
auszubildender zum Logopäden häufiger mit diesen Dingen zu tun habe:
Wenn ich mich recht erinnere, versorgt der N. Faciales die mimische
Muskulatur des Gesichtes. Bei einer Parese des Nerven lässt sich auch
(oftmals) mit mimischen Übungen eine langfristige Besserung erreichen.
Da es sich bei dir um eine schlaffe Lähmung handelt, lässt sich auch mit der
Hilfe von Eis eine Tonussteigerung (eine steigerung der Gesichtsmuskulatrur
erreichen).
Bedauerlicher Weise ist eine genaue Anleitung über eine Newsgroup schwierig.
:-)
Insbesondere sollten diese Massnahmen von einem ausgebildeten Logopäden oder
einem anderen fachlich Qualifizierten Therapeuten mit einer entsprechenden
Zusatzausbildung durchgeführt werden.
Die Gesichtsmassage ist Imho schon einmal ein guter Anfang. :-) Aber eine
genaue Prognose lässt sich ohne eine fundierte Diagnose über die Ferne sehr
schlecht stellen.
cu.
C.S.
Berufsfachschüler für Logopädie
Hi Peter,
ich kann dir leider keinen eigenen Erfahrungsbericht abgeben, aber mein
Exfreund hat kurz nach unserer Trennung darunter gelitten, und das hat bei
ihm "nur" zwei Wochen angehalten. Die Aerzte haben ihn auf Guertelrose
untersucht (die kannst du naemlich auch im Ohr bekommen und somit kann eine
Fazialisparese auftreten) aber das Ergebnis war negativ. Weiterhin wurde er,
nach anderen Bluttests usw. auch auf seine psychische Gesundheit untersucht,
bzw. es wurden ihm einige Fragen gestellt, und nachdem er erzaehlt hatte,
dass er gerade eine Trennung hinter sich hat (wir waren sehr lange zusammen)
sagten die Aerzte, dass sowas auch durch Stress und seelischen Kummer
entstehen kann...
Wie sieht es denn bei dir aus, du hast ja geschrieben, dass du nicht krank
warst, aber was ist mit deinem Seelenleben?! Hast du vielleicht vor kurzem
eine schwere Erfahrung (Trennung, Tod eines Bekannten o.ä) durchgemacht?! Es
muss nicht, KANN aber auch daran liegen..
Wuensche dir erstmal gute Besserung!!!
Stephanie
Hallo Peter,
hatte 1991 eine FP wg. Herpes Zoster im Rachenraum --> Entzündung des
die rechte Gesichtshälfte versorgenden Nervs --> dieser schwoll an und
drückte sich dadurch im Knochenkanal selbst die Blutversorgung ab -->
Absterben des Nervs.
Wäre der Nerv nicht abgestorben (dagegen gabs damals erstmal Cortison,
was wg. der Infektion allerdings abgesetzt werden mußte), hätte sich das
Ganze wohl innerhalb von (so wurde mir, wenn ich mich recht erinnere,
erklärt) 1 - 3 Wochen von selbst erledigt.
In meinem Fall allerdings mußte der Nerv erst mühsam nachwachsen.
Dies dauerte ca. ein 3/4 Jahr.
Wichtig, falls Dir so etwas auch passieren sollte:
Gesichtsgymnastik bis zum Umfallen!
Mein Arzt sagte dereinst, daß es bis zu einem halben Jahr dauern könne,
bis alles wieder ok sei, weswegen ich nach dieser Zeit Lust und Geduld
verlohr. Dies hatte zur Folge, daß gerade während des
Nervennachwuchszeitraums nicht genügend Anreize vorhanden waren, der
Nerv also nicht "lernte", was er wo zu versorgen hat. Daher habe ich
heute nur eine beschränkte Gesichtsbeweglichkeit (Unterlippe hängt
etwas, Mundwinkel rechts verziehen = eingeschränkt und rechtes Auge
kneift hierbei zusammen (Lachen sieht also nicht so toll aus),
Stirn runzeln rechts klappt nicht).
Ich hatte insofern Glück, daß es dennoch nicht so schlimm aussieht -
Andere leiden z.T wohl deutlich.
Weiterer Fall im entferntesten Bekanntenkreis (weiblich, Mitte 30):
Dauer bis zur endgültigen Wiederherstellung auch > 1/2 Jahr. Restschäden
kaum sichtbar - nur, wenn man genau drauf achtet, ist eine gewisse
einseitige "Starrheit" zu bemerken. Hier störts den Gesamteindruch eines
gut aussehenden Gesichts nicht.
Also alles Gute und kräftig üben.
MfG Wolfgang
Hallo peter,
>bin 35 jahre und leide seit 2 wochen an einer peripheren
>fazialisparese. war vorher weder krank, noch kann ich mich erinnern,
>zugluft ausgesetzt gewesen zu sein. von heute auf morgen war sie da,
>im laufe des tages konnte ich meine linke gesichtshaelfte nicht mehr
>bewegen, mein linkes auge nicht zur gaenze schliessen und die linke
>seite meiner stirn, nicht mehr runzeln. der linke mundwinkel haengt
>herab, sprechen und essen bereiten mir schwierigkeiten.
Du beschreibst die typische Symptomatik einer peripheren FP.
>vom neurologen bekam ich 14 tage lang diclovit light kapseln, weiters
>mache ich selbst gesichtsmassage.
Daran ist nichts auszusetzen.
>laut neurologen, ist es schwierig zu sagen wie lange diese schlaffe
>laehmung andauert- wochen bis monate.
Stimmt nach meinen Erfahrungen auch. Bei meinen eigenen Patienten, die
ich in 22 Jahren als Allgemeinmediziner mit einer peripheren FP gesehen,
und allein oder in Zusammenarbeit mit HNO/Neurologen behandelt habe, lag
der kuerzeste Verlauf bei 4 Wochen und der laengste bei ueber einem
Jahr (Diabetikerin).
Ich halte mich in den letzten Jahren sehr mit der Behandlung zurueck.
Es sollte eine ausgiebige serologische Diagnostik erfolgen, da 90% der
pFP infektbedingt sind. Leider wird man nicht in jedem Falle fuendig.
Ggf. kann aber eine antibiotische Behandlung erforderlich werden
(bei positiver "Zeckenserologie" z.B.). Wichtig ist es in der Akut-
phase, die Hornhaut des betroffenen Auges durch eine einfache Augen-
salbe vor Austrocknung zu schuetzen.
Auf die frueher uebliche Reizstrombehandlung verzichte ich neuerdings
voellig. Bei Einsetzen der ersten Besserungszeichen verordne ich nur
noch ein Training der mimischen Muskulatur, das der Patient unter
physiotherapeuitischer Anleitung erlernt und zuhause selbstaendig weiter-
fuehrt.
Wenn sich eine geringe Besserung in den ersten 3 - 4 Wochen nicht ein-
stellt, muss von Fall zu Fall entschieden werden, ob eine ausgiebige
Diagnostik unter Einbeziehung eines MRT erfolgen muss.
Beim Neurologen solltest Du eigentlich in den richtigen Haenden sein.
Die pFP erfordert vom Patienten wie vom Behandler etwas Geduld.
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Habe selber vor vier Wochen das gleiche erlebt. Hatte zwei Tage vorher
Ohrenschmerzen und Nackenschmerzen auf der rechten Seite. Es war aber
keine Entzündung o.ä. im Ohr zu finden. Habe eine Woche im Krankenhaus
verbracht: Lumbalpunktion, Cortison- und Antibiotikatherapie. Die Befunde
sind alle negativ ausgefallen. Also keine Ahnung, woher es kam. Außerdem
habe ich einige Übungen machen müssen. Vor ca. 1 1/2 Wochen konnte ich
plötzlich wieder meinen Mundwinkel bewegen und mittlerweile ist es so gut
wie weg. Wenn ich meinen Mund spitz mache, dann kann man es schon noch
sehen. Und ich habe noch leichte Probleme mit meinem Auge, wenn ich z.B.
lange auf den Bildschirm schaue, oder Auto fahre.
Aber ich finde es schon komisch, daß es einfach auftritt und wieder weg
geht und kein Mensch weiß, woran es liegt!
Wünsche Dir auf jeden Fall gute Besserung!