ich habe gehört, dass Ärzte bei sehr starkem Lampenfieber/Angstzuständen (zb
als Redner bei Vorträgen) Betablocker verordnen.
Im Anwendungsbereich versch. Betablocker steht aber in der "Roten Liste"
kein Wort davon. Sondern meistens Blutdrucksenkung.
Heißt das, dass es gefährlich ist einen Betablocker bei niedrigem Blutdruck
(110/70) zu nehmen?
Gibt es etwas besseres um eine "scheiß egal"-Einstellung bei Vorträgen usw.
zu bekommen?
Baldrian hilft mir überhaupt nicht. Macht nur etwas müde/schummrig.
Gruß
Heiko
>ich habe gehört, dass Ärzte bei sehr starkem Lampenfieber/Angstzuständen (zb
>als Redner bei Vorträgen) Betablocker verordnen.
Kann helfen.
>Im Anwendungsbereich versch. Betablocker steht aber in der "Roten Liste"
>kein Wort davon. Sondern meistens Blutdrucksenkung.
Lampenfieber ist ja auch keine Krankheit - warum sollte der Hersteller
es dann für so etwas zulassen lassen?
>Heißt das, dass es gefährlich ist einen Betablocker bei niedrigem Blutdruck
>(110/70) zu nehmen?
Naja, wenn Dir schwarz vor den Augen wird weil der Druck weiter abfällt
dann ist der Vortrag auch im Eimer. Ich würde es nicht ausprobieren.
cu, Martin
--
Ubi bene ibi Colonia!
PS: please use REPLY-TO address
Hallo Heiko
"Scheissegal-Pillen" gibt es zur Genüge, zB Benzodiazepane wie Valium oder
Tavor. Allerdings können diese Medikamente recht schnell zu einer
körperlichen und psychischen Abhängigkeit führen, also Vorsicht, der Entzug
kann die Hölle sein. Bei behandlungsbedürftigen Angststörungen werden häufig
Antidepressiva verschrieben. In Verbindung mit einer Psychotherapie werden
damit gute Erfolge erzielt. Betablocker sind meiner Meinung nach zur
Behandlung von Angststörungen völlig unsinnig.
Gruß
Mateo
> Ich würde es nicht ausprobieren.
Ich würde es ausprobieren vor dem Vortrag. Wenn das gut geht, warum
nicht. Zum Lampenfieber gehört ja wohl ein hoher Puls und eine Adrenalin
Ausschüttung. Betablocker = Mittel der Wahl
Im Gegensatz zu den anderen Vorschlägen: "Echte" Homöopathie gibts nicht
mehr (S. Hahn) und Lampenfieber ist definitif keine Angststörung.
--
Think different
Sicher, schreibt sich leichter als man es tut!
Ist aber die einzige wirkliche Abhilfe!
Hals- und Wirbelsäulenbruch wünscht Jasper
"Heiko Lang" <spam-s...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ba8l8e$1qi$03$1...@news.t-online.com...
...
> >Ausschüttung. Betablocker = Mittel der Wahl
>
> Wichtig ist nur eine nicht zu hohe Dosierung, gerade wenn die Einnahme
> unregelmäßig (gegen Lampenfieber) erfolgt. Nicht mehr als 20-max.40mg!
Das wäre z. B. bei Mepindolol schon eine massive Überdosierung! ;-)
Die hast natürlich Recht, da aber von keinem bestimmten Betablocker die
Rede war, kann man mit deiner Dosierungsempfehlung natürlich wenig
anfangen. Ich nehme an, du meinst Propranolol (z. B. Dociton (R)), da
würde ich deiner Empfehlung zustimmen.
Um auf die Ursprungsfrage zurückzukommen: Der genannte Blutdruck muss
nicht unbedingt eine Kontraindikation darstellen, aber da die
entsprechenden Präparate allesamt rezeptpflichtig sind, wird der Frager
das Ganze ohnehin mit seinem Arzt besprechen müssen.
Tschüs, Jürgen
> 20-max.40mg!
20 mg Dociton z.B...oder?
--
Think different
> ich habe gehört, dass Ärzte bei sehr starkem Lampenfieber/Angstzuständen (zb
> als Redner bei Vorträgen) Betablocker verordnen.
Ein Freund von mir -Arzt- hat vor einer Podiumsdiskussion genau dies
gemacht. Das Medikament wirkt NICHT gegen die Angstzustände aber es
reduziert die körperlichen Symptome, wie z.B. Herzrasen. Bei der
Veranstaltung war er dann cool wie sonst etwas.
> Im Anwendungsbereich versch. Betablocker steht aber in der "Roten Liste"
> kein Wort davon. Sondern meistens Blutdrucksenkung.
Das ist die zugelassene Indikation ...
> Heißt das, dass es gefährlich ist einen Betablocker bei niedrigem Blutdruck
> (110/70) zu nehmen?
Das solltest Du nach Rücksprache mit einem Doc machen, sonst ist Dein
Blutdruck im Keller und Dein Vortrag fällt aus :-(
> Gibt es etwas besseres um eine "scheiß egal"-Einstellung bei Vorträgen usw.
> zu bekommen?
Eine "Scheiß egal"-Einstellung kommt bei Vorträgen ÜBERHAUPT NICHT gut
an. Für einen guten Vortrag ist die Aufregung davor wichtig. Die
Betablockereinnahme kann dafür sorgen, dass diese Aufregung nicht zu
heftigen körperlichen Symptomatiken führt!
> Baldrian hilft mir überhaupt nicht. Macht nur etwas müde/schummrig.
Baldrian ist ja auch ein sehr mildes Beruhigungs-/Schlafmittel ...
Das letzte was Du vor einem Vortrag brauchst ist Schläfrigkeit oder
der Effekt von Benzodiazepinen. Wenn Du so etwas einnimmst, dann hast
Du zwar eine "Scheiß-egal"-Einstellung aber jeder, der Dich kennt
merkt das und fragt sich, was Du für Pillen einwirfst :-(
Gruß,
Thomas
PS Ich halte selber pro Jahr zwischen 15 und 25 Vorträge und bin
jedesmal aufgeregt ...
PPS Mein Doktorvater war auch noch im Alter von 60 vor Vorträgen
aufgeregt :-)
> Zeig am Anfang des Vortrages oder der Angelegenheit einfach
> dem Publikum dass du Lampenfieber hast und nimm dessen
> Re-Aktion entgegen. Das Lampenfieber/die Angst dürfte
> danach ihrer Quelle beraubt sein.
>
Finde ich auch sinnvoller, als irgendwelche Pillen einzuwerfen. Eher
eine Art "Konfrontationstherapie", so dass Du den Vortrag gut (!)
einuebst, am besten mit einem guten Freund/Freundin. Oder allein vorm
Spiegel, auch wenn Du Dir dabei am Anfang etwas albern vorkommen
solltest. Uebung ist auf Dauer wirklich das wirksamste Mittel gegen
Lampenfieber, und ein bisschen davon ist auch gut fuer den Vortrag :-)
BTW: Wenn Du da vorne stehst, bist Du erst mal der Experte; das Publikum
hat meist auch nicht mehr Ahnung als Du, eher weniger. Und die wenigsten
Vorgesetzten/Dozenten/whatever legen es darauf an, den Redner zu
verunsichern (und diejenigen, die es tun, sind sowieso Idioten ;-)).
Fuer den Fall, dass Du eine Frage nich beantworten kannst, ist es keine
Schande, dies auch zuzugeben. Also, mach' Dir nicht zu viel Stress, und
vor allem uebe fleissig :-)
Liebe Gruesse, und toi-toi-toi,
Tanja (der Vortraege inzwischen richtig Spass machen)
gegen diese Angstzustände ist kaum etwas gewachsen, dass man einem nicht
anmerkt.
Du könntest eine gute Flasche Cognac in Dir versenken.
Dann müsste Dir auch alles egal sein.
Nur wird man es Dir spätestens bei der Disskussion nach dem Vortrag anmerken
und Dich nicht mehr für zurechnungsfähig halten.
Anfangs war ich auch nervös bei Vorträgen.
Doch schon nach kurzer Zeit habe ich immer mehr Ruhe in meine Vorträge
bekommen.
Mein Trick war ganz einfach:
Wenn ich weiß, was ich sagen will und mir meiner Sache sicher bin, kann mir
nichts passieren. Das habe ich mir vor und während des Vortrags immer wieder
gesagt.
Außerdem, was soll schon schlimmes passieren?
Die Zuhörer werden einen schon nicht auffressen, oder?
Ein versauter Vortrag versaut nicht auch das ganze Leben.
Ich habe auch schon einige Vorträge von Professoren gehört, die äußerst
schlecht waren.
Da frage ich mich dann immer, warum ich mir dann in die Hose machen sollte.
Diese kleinen Mittelchen haben mir geholfen, die Nervosität vollständig zu
verlieren.
Heute spreche vor hunderten von Studenten ohne Mikrofon in einem Hörsaal mit
fast 700 Sitzplätzen und bin mir meiner Sache sicher.
Vielleicht solltest Du einfach lockerer an den Vortrag herangehen.
(Ist einfacher gesagt als getan, ich weiß.)
Was soll schon passieren?
Viel Erfolg bei Deinen nächsten Vorträgen.
Grüße
André Best
"Heiko Lang" <spam-s...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ba8l8e$1qi$03$1...@news.t-online.com...
Gruß
Heiko
>Hals- und Wirbelsäulenbruch wünscht Jasper
Knochensegler?
RR
--
Das dachte ich mir mal mit 'nem verhauten Rohling. Anschliessend war der
Aktenvernichter vernichtet...
(Rene Schickbauer in d.o.c.)
wenn ich vor Schulungen, Vorlesungen etc. wirklich wieder einmal komplett
nervös bin, dann teile ich dies dem Publikum mit, damit ist 1. gleich einmal
die Mauer zwischen dir und dem Publikum gebrochen und 2. dir ist um sehr
vieles leichter, denn die Leute wissen nun um deine Umstände und die
Tatsache, dass sie dich verstehen und nicht etwa weglaufen wird dir jede
Nervosität nehmen! Alles GUte Bianca xx
und was machst Du wenn die Nervosität, Unruhe und Angst(?) bereits 1-2 Tage
vorher da sind?
Ein paar Stunden vor - und bis zum Beginn der Veranstaltung ist es
allerdings am schlimmsten.
Wenn ich meinen Vortrag begonnen habe ist die Nervosität sofort weg! Daher
brauche ich es den Leuten nicht zu sagen.
Gruß
Heiko