wer kann mir erklären was eine Gesichtsfelduntersuchung beim
Augenarzt ist. Ist sowas ein Test oder eine Behandlung?
Wie sieht diese Untersuchung aus und ist das unangenehm oder vielleicht
sogar schmerzhaft? Was passiert mit den Augen?
Vielen Dank für Eure Antwort
Christine
Ein Test, bei dem das Gesichtsfeld (der Bereich, in dem man was sieht)
geprüft wird. Man starrt in eine schwarze Halbkugel, in der in Abständen
an verschiedenen Stellen kleine Lichtlein aufleuchten und drückt, wenn
man sie sieht, einen Knopf (langweilig bis schmerzhaft langweilig).
Eine Einschränkung des Gesichtfeld im Randbereich oder zentral tritt bei
verschiedenen Augenerkrankungen auf (der Augenarzt weiß Details, wie er
auch erklärt oder vorführt, was das ist und wie es funktioniert).
--
Gerhard Frank
ich hatte mal eine Gesichtsfelduntersuchung. Es ging darum ,
herauszufinden,
ob der Bereich des Sehens von den Seiten her eingeschränkt ist (d.h., ob
man auch noch Dinge wahrnehmen kann, die sich im Augenwinkel abspielen).
Dazu musste ich in eine Art schwarzer Halbkugel blicken (Kopf auf einer
Haltevorrichtung abgestützt). In dieser Halbkugel waren zahlreiche kleine
Leuchtdioden
(oder sowas ähnliches) angebracht.
Dann wurde die Vorrichtung abgedunkelt und in gewissen Abständen leuchtete
irgendeiner
dieser Lichtpunkte auf (einige eher in der Mitte des Sehfeldes, dann wieder
welche weit
aussen). Für jeden gesehenen Lichtpunkt musste ich auf eine Taste drücken.
War also nicht unangenehm, war eine reine Konzentrationssache.
Alles Gute,
Martin
>wer kann mir erklären was eine Gesichtsfelduntersuchung beim
>Augenarzt ist. Ist sowas ein Test oder eine Behandlung?
Es ist eine Untersuchung, keine Behandlung. Sie ist weder unangenehm
noch schmerzhaft. Man schaut in eine Art Mikroskop und sieht Licht-
punkte aufblitzen. Bei jedem Lichtpunkt den man sieht, muß man einen
Knopf drücken. Der Augenarzt stellt dann fest, ob man alle Punkte
gesehen hat und kann danach das Gesichtsfeld beurteilen.
Viele Grüße! Hannelore
Hallo Christine,
>wer kann mir erklären was eine Gesichtsfelduntersuchung beim
>Augenarzt ist. Ist sowas ein Test oder eine Behandlung?
es ist ein Test, keine Behandlung.
Ein Auge wird abgedeckt, mit dem anderen starrt man auf einen
Punkt in der Mitte eins halbkugeligen Geraetes und fixiert diesen
Punkt. Dann blitzen kleine Dioden bzw. Lichtpunkte an den
Innenseiten dieser Kugel auf, die Du dann siehst. Du haelst
einen Drueckschalter in der Hand, auf den Du drueckst, wenn
Du meinst, ein Licht aufblitzen gesehen zu haben. Normaler-
weise drueckt man fuer jedes Licht einmal auf den Schalter.
Ziel der Untersuchung: Herauszufinden, ob Du bei starrer
Geradeaussicht ueberall was sehen kannst - ob also nicht
irgendwo eine Einschraenkung der Sehfaehigkeit vorliegt
(z.B. am aeusseren Rand Deines Sichtfeldes). Das kann
oben, unten, rechts oder links sein.
>Wie sieht diese Untersuchung aus und ist das unangenehm oder vielleicht
>sogar schmerzhaft? Was passiert mit den Augen?
sie ist nicht schmerzhaft, nur langweilig. Mit den Augen selbst
passiert gar nichts. Guck waehrend der Untersuchung auf den
zentralen Fixierungspunkt und drueck huebsch auf das Knoepf-
chen, wenn Du ein Licht erblickt hast. Mehr ist's nicht.
Gruss, Roland
--
Alternativmedizin kritisch betrachtet und Klinik-Aktuell unter:
http://www.vrzverlag.com
>Ein Auge wird abgedeckt, mit dem anderen starrt man auf einen
>Punkt in der Mitte eins halbkugeligen Geraetes und fixiert diesen
>Punkt. Dann blitzen kleine Dioden bzw. Lichtpunkte an den
>Innenseiten dieser Kugel auf, die Du dann siehst. Du haelst
>einen Drueckschalter in der Hand, auf den Du drueckst, wenn
>Du meinst, ein Licht aufblitzen gesehen zu haben. Normaler-
>weise drueckt man fuer jedes Licht einmal auf den Schalter.
>
Hallo,
wenn ich mich recht an meine Untersuchung erinnere, muß man wirklich immer
auf diesen Mittelpunkt starren. Bei mir hat das Gerät ab und zu ein paar Mal
gepiepst und ist stehengeblieben. Es wurde von einer Arzthelferin mit den
Worten "Immer auf den Punkt schauen" wieder in Gang gesetzt.
Wie merkt das Gerät das?
Eine kleine Anschlußfrage: Gibt es Lichtpunkte, die man eigentlich nicht
sehen kann (z.b. blinder Fleck oder ein Punkt völlig außerhalb) und deren
"Sehen" einen als Schummler entlarvt?
Danke
Jürgen
--
e^(i*pi) + 1 = 0
>Wie merkt das Gerät das?
Hinter dem dunklen Fleck in der Mitte versteckt sich eine Kamera. ;-)
>Eine kleine Anschlußfrage: Gibt es Lichtpunkte, die man eigentlich
nicht
>sehen kann (z.b. blinder Fleck oder ein Punkt völlig außerhalb) und
deren
>"Sehen" einen als Schummler entlarvt?
Ja gibt es. Wenn du trotzdem auf's Knöpfchen drückst, gibt es falsch
positive Antworten. Werden fein gezählt und notiert. ;-) Also nicht
schummeln. Es kommt sowieso raus.
Ines
Hallo Arno,
>>Hinter dem dunklen Fleck in der Mitte versteckt sich eine Kamera.
;-)
>Oder das Auge des Untersuchers ;-)
>Denk an die vielen Gutachten-Gesichtsfelder.
Ich kenne da doch liebe nette Augenärzt(in)e(n) die die dynamische der
statischen Perimetrie vorziehen, ob nun Gutachten oder nicht. Öhm, im
Raum rumguck.... ich verrate dir doch nicht wer das ist. ;-)
>Nur gelingt mir dieses Piepen noch nicht so....
Dann übt noch ein bisschen... piep, piep, piep.
>AAD?
Weiß noch nicht. PM?
Gruß
Ines
>Am Sun, 25 Feb 2001 15:31:32 -0500, schrieb Juergen Bethke
><Jo...@gmx.de>:
>
>>Wie merkt das Gerät das?
>Wenn es ein automatisches Gesichtsfeldgeraet war, hat es am Anfang der
>Untersuchung Lokalisation und Groesse des Blinden Flecks getestet. Im
>weiteren Verlauf der Untersuchung, werden mehrfach Lichtpunkte auf
>diese Stelle projeziert, die man dann eigentlich nicht wahrnehmen
>duerfte. Wenn man unruhig schaut, inzwischen die Kopfstellung
>gewechselt hat oder z.B. die Anfangseinstellungen ungenau waren, wird
>ein sogenannter Fixationsverlust registriert. Übersteigen diese einen
>gewisse Anzahl, gibt es meist einen Signalton.
>
>Weiterhin werden auch "falsch positive" und "falsch negative" Punkte
>registriert. Also immer nur schoen regelmaessig druecken reicht nicht
>;-)
>
Hallo,
danke für die Auskünfte.
Ich habe natürlich nicht vor zu schummeln, warum sollte ich auch?
Es hat mich nur interessiert, weil man mit etwas Übung ungefähr raten kann,
wann ein Lichtpunkt auftaucht. Nur manchmal lag ich daneben, oder ich habe
einen Punkt genau in der Bildmitte gesehen (aber eben nicht richtig
gesehen).
Und bei der ersten Untersuchung habe ich konsequent (unbeabsichtigt)
danebengeschaut. Es gibt eben Leute, die machen selbst bei narrensicheren
Geräten etwas falsch ;-).