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Bauchspeicheldrüsenentzündung

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Níkola Heímpel

unread,
Nov 1, 2004, 7:03:19 AM11/1/04
to
Hallo,
mir wurde am Freitag nach Blutwerten etc. die Diagnose Pankreatitis
mitgeteilt, wozu ich nun ein paar Fragen an die Experten hätte...

Ich sollte vielleicht vorne anfangen (etwas länger):

vor 3 1/2 Wochen bekam ich aus heiterem Himmel starken Durchfall,
wässrig, gelb, ca. 20 mal am Tag. Dazu Bauchkrämpfe überall und
Übelkeit. Am ersten Tag auch noch einmaliges Erbrechen, dann nicht mehr.
Dafür kam sofort abends dann hohes Fieber (ohne Medikamente bis zu 40
Grad) mit Schüttelfrost dazu. Da das ganze leider mein
Hochzeitswochenende war, haben wir ausnahmsweise versucht, nach
Absprache mit dem Arzt (der auf eine normale Magen-Darm-Grippe tippte)
mit Immodium, Buscopan, Paracetamol etc. das ganze in Schach zu halten
(Durchfall war nicht zu bändigen, Schmerzen schon, Fieber ging bis auf
38.5 runter mit Fiebermittel, nicht weiter, weiterhin Schüttelfrost). Am
4. Tag dann schlagartig starke Bauchschmerzen, wie ich noch nie welche
hatte. Ich habe mich nur noch gekrümmt und geheult vor Schmerzen. Sowohl
Unterbauch als auch oben stark (Magengegend) Bauch aber weich, keine
Abwehrspannung, kein (nennenswerter) Temperaturunterschied
rektal/Achsel, und zwischendurch wars dann manchmal ganz gut. Hatte
inzwischen seit 4 Tagen nur noch Kamillentee und Elektrolytlösungen zu
mir genommen.

Tag 5 (Montag, endlich): zum Arzt, Kreislauf inzwischen
erwartungsgemäss ziemlich down. Ultraschall gemacht, war unauffällig,
kein auffälliger Druckschmerz. Blut abgenommen. Ergebnis am Tag darauf:
CRP stark erhöht (224!), Blutsenkung erhöht, Eisenmangel, Kaliummangel.
Leukos normal. Ich habe das Ergebnis per Telefon erhalten, da ich
inzwischen vom Hochzeitsort wieder nach Hause gefahren war. Der Arzt
meinte jedoch nur, dass CRP schon "ziemlich hoch" sei, und ich solle das
halt "vorsichtshalber" noch mal überprüfen, wenn ich wieder fit bin.
Dachte mir also nicht viel dabei. nur noch 38 Grad Fieber.
Weiterhin Durchfall und starke Schmerzen, zuhause in München den Arzt
herbestellt. Kam am ersten Tag leider nicht an, da unsere Klingel kaputt
war - habe ich erst nachträglich rausgefunden und daher vor Schmerzen
jammernd den Arzt verflucht. Am nächsten Tag: Bauch nochmal angesehen,
nichts auffälliges, starkes Schmerzmittel verschrieben. Durchfall geht
nach Tag 7 langsam zurück. Ich habe angefangen, wieder zu essen,
allerdings löst jeder Bissen und jeder Schluck starke Magenschmerzen
(dachte ich zumindest) aus. Also in der Woche drauf wieder zum Arzt, die
Schmerzen sind weiter da und mein Kreislauf sehr weit unten, ich bekomme
Tabletten zur Verminderung der Magensäureproduktion und den Rat zu
Schonkost. Schmerzen sind inzwischen (nach etwa 10 Tagen) deutlich
erträglicher. Schon seit 3 Tagen kein Fieber mehr.

Dann nochmal hin, um, wie vom anderen Arzt geraten, "irgendwann" die
Blutwerte nochmal zu überprüfen; auch, weil ich inzwischen mal
nachgelesen hatte, und mir der Wert doch sehr hoch vorkam. Der Arzt hier
hat dann die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, weil er meint, dass
so hohe Werte nicht von einer "normalen" Magen-Darm-Infektion sein
können, ich hätte die Werte sofort nochmal überprüfen lassen müssen
(tja, so klang das bei dem anderen Arzt eben nicht); nochmal
Ultraschall, wieder unauffällig; nochmal Blut abgenommen und mich sofort
zur Magenspiegelung geschickt, um ein Geschwür auszuschliessen (das war
dann 16 Tage nach Beginn der Schmerzen). Ergebnis: absolut unauffällig,
kein Hinweis auf Ulcus oder Gastritis.

Hm. Ich kam mir solangsam vor wie ein Simulant, denn die Schmerzen in
der Magengegend waren nach wie vor da, besonders nach dem Essen und
abends/nachts. Allerdings inzwischen nicht mehr unerträglich, sondern
eher störend, ich wachte auch nicht mehr nachts vor Schmerzen auf. Habe
dann zwei Tage halbwegs "normal" gegessen, bis mich die neuen Blutwerte
am Freitag erreichten: das meiste wieder im Normalbereich (wohl auch
CRP, aber Blutsenkung erhöht, und Bauchspeicheldrüsenwerte (ich vermute,
die Enzyme?) auch deutlich. Daher Diagnose Pankreatitis, ich solle
wieder aufhören, normal zu essen, bin jetzt wieder bei Kamillentee und
Zwieback und gedünsteten Karotten (ich kanns nicht mehr sehen). Weiter
störende Schmerzen im Oberbauch (unter den Rippen, Magengegend,
teilweise das Brustbein "hochziehend"), ab und zu noch krampfartige im
Unterbauch (links und rechts abwechselnd). Stuhl schon längst wieder
(sehr) fest, allerdings "drumrum" immer noch gelb und schleimig-flüssig
(sorry für die ausführliche Beschreibung..) Morgen Termin zum
Blutabnehmen und weitersehen.

Jetzt habe ich mich mal informiert, was Pankreatitis angeht, und bin
etwas verunsichert. Keine Angst, ich habe wie gesagt gleich morgen früh
einen Termin beim Arzt, wäre aber gern vorbereitet, ich vergesse sonst
gern die wichtigen Fragen. Also:

- wofür spricht das ganze im Zweifelsfall - akute oder chronische
Pankreatitis? Oder gibt es sogar eine andere Erklärung für die erhöhten
Werte (und die Schmerzen)? Besteht die Möglichkeit, dass diese
unglaublich starken Schmerzen vor inzwischen 3 Wochen der Beginn einer
akuten Pankreatitis waren (CRP an Schmerz-Tag 2 spricht evtl. dafür,
oder?) und damals nicht erkannt wurde?

- Der Arzt möchte mich morgen wahrscheinlich zum CT schicken. Ist das
nun für die Diagnose oder eher um zu sehen, ob die Bauchspeicheldrüse
Schaden genommen hat?

- reicht es, jetzt bei absoluter Schonkost zu bleiben - ich habe fast
überall von Nahrungskarenz bis zur Schmerzfreiheit (und die ist noch
weit weg) gelesen? Der Arzt hat gemeint, Kartoffeln und gedünstete
Karotten. Die vielen Seiten im Netz sagen, eher Zwieback und
Haferschleim am Anfang. Ich hab mich jetzt mal an die Kartoffeln und
Karotten gehalten (war ja eh nur für dieses lange Wochenende), kann ich
damit was falsch gemacht haben?

- der Darminfekt: wäre es möglich, dass das ein bakterieller Infekt war?
Sowas wie Campylobacter (von wegen plötzlicher, wässriger Durchfall,
Fieber, Schüttelfrost)? Meine Mutter und Schwester haben sich jedenfalls
angesteckt, bis auf die extremen Bauchschmerzen mit identischen
Symptomen. Haben das aber erst etwa 1 Woche nach mir gekriegt.
Stuhlprobe wurde letzte Woche erst gemacht (also nicht während des
Durchfalls), habe aber noch kein Ergebnis. Ich glaube aber, auf dem
Auftragschein stand nur Salmonellen und Shigellen zum testen, der Rest
war durchgestrichen).

- Ursache Pankreatitis: ich trinke kaum und selten Alkohol; die Gallen-
und Leberwerte sind absolut wunderbar und auch im Ultraschall war nix
dort zu sehen. Könnte ein starker bakterieller Infekt (z.B.
Campylobacter) eine Pankreatitis auslösen? Ich habe das an verschiedenen
Stellen (z.B. http://www.henselmann.de/pankreat.html) z.B. von
Campylobacter bei schwererem Verlauf gelesen, aber trau nie dem
Internet, und die Unibibliothek hat zu...

- sobald ich letzte Woche über halbwegs normal gegessen hatte, kamen
jeweils ca. 30min später Schwindelanfälle und extreme Zittrigkeit dazu.
Ausserdem dauernd eine Art Hungergefühl, das auch durch Essen nicht
wegging. Keine Ahnung, wie das mit dem Rest zusammenhängt.

Danke an alle, die bis hierher gelesen haben und vielleicht den ein oder
anderen aufklärenden Kommentar für mich übrig haben.

Gruss,
Nikola

PS: nein, ich denke nicht, dass mich Rohkost davon heilen wird oder
davor bewahrt hätte.

Stefan Fritze

unread,
Nov 6, 2004, 6:16:37 AM11/6/04
to
Níkola Heímpel schrieb:

>vor 3 1/2 Wochen bekam ich aus heiterem Himmel starken Durchfall,
>wässrig, gelb, ca. 20 mal am Tag. Dazu Bauchkrämpfe überall und
>Übelkeit. Am ersten Tag auch noch einmaliges Erbrechen, dann nicht mehr.

Was gabs denn zu essen?

>Ich habe angefangen, wieder zu essen,
>allerdings löst jeder Bissen und jeder Schluck starke Magenschmerzen
>(dachte ich zumindest) aus.

Da mißachtet jemand die Signale seines Körpers, obwohl sie mit höchster
Stärke kommen. Reichlich bescheuert, so ein Verhalten.

>ich bekomme
>Tabletten zur Verminderung der Magensäureproduktion und den Rat zu
>Schonkost.

Und von mir den Rat zu Rohkost. Das ist nämlich Schonkost. Kochkost
ist keine Schonkost sondern belastet und macht krank.

>Hm. Ich kam mir solangsam vor wie ein Simulant, denn die Schmerzen in
>der Magengegend waren nach wie vor da, besonders nach dem Essen und
>abends/nachts.

Ob das wohl etwas mit dem Essen zu tun hat?

>Daher Diagnose Pankreatitis, ich solle
>wieder aufhören, normal zu essen, bin jetzt wieder bei Kamillentee und
>Zwieback und gedünsteten Karotten (ich kanns nicht mehr sehen).

Warum muß es immer gekochter Scheiß sein?

>- reicht es, jetzt bei absoluter Schonkost zu bleiben

Bei dem, was *Du* darunter verstehst: nein.

>- sobald ich letzte Woche über halbwegs normal gegessen hatte, kamen
>jeweils ca. 30min später Schwindelanfälle und extreme Zittrigkeit dazu.

Und, sagt Dir das wirklich nichts?
Deine Ernährung taugt nur für den Mülleimer.

>PS: nein, ich denke nicht, dass mich Rohkost davon heilen wird oder
>davor bewahrt hätte.

Selbst jetzt noch äußerste Ignoranz.
Da kann man Dir wohl nur noch viel Glück wünschen.
Solltest Du es mal mit Rohkost probieren wollen, wäre es sehr zu
empfehlen, wenn Du die masochistische Schiene ("ich esse *das* jetzt,
auch wenn ich bei jedem Bissen Schmerzen habe") *sofort* aufgibst
und *nur* solche rohen Lebensmittel verzehrst, die Du ohne unangeneh-
me Erscheinungen essen kannst. Tipp: vorher dran riechen und nur
das kosten, was anziehend und lecker riecht.

Zur Pankreatitis und ihren Folgen frag mal in de.sci.medizin.diabetes.

Gruß
Stefan

Raimund Nisius

unread,
Nov 6, 2004, 1:21:28 PM11/6/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:

> Níkola Heímpel schrieb:


> >ich bekomme
> >Tabletten zur Verminderung der Magensäureproduktion und den Rat zu
> >Schonkost.
>
> Und von mir den Rat zu Rohkost. Das ist nämlich Schonkost. Kochkost
> ist keine Schonkost sondern belastet und macht krank.

Und wenn dann die Rohkost mehr Probleme schafft, als sie löst beschwert
sie sich beim Pseudonym Stefan Fritze. Viel Spaß beim Kotzen.

--
Gruß, Raimund
Mein Pfotoalbum <http://www.raimund.in-berlin.de>
Mail ohne Anhang an <Reply-To:> wird gelesen. Im Impressum der Homepage
findet sich immer eine länger gültige Adresse.

Stefan Fritze

unread,
Nov 6, 2004, 4:09:51 PM11/6/04
to
Raimund Nisius schrieb:

>Und wenn dann die Rohkost mehr Probleme schafft, als sie löst beschwert
>sie sich beim Pseudonym Stefan Fritze. Viel Spaß beim Kotzen.

Du lebst hier nur Deine ganz persönlichen Ängste aus. Bleib doch einfach
bei Deinen Pillen oder was immer es ist. Niemand zwingt Dich, Deine Ernäh-
rung umzustellen.

Für alle anderen:
Ich bin bereit, jedem hier, der sich für eine Minimalzeit von
zwei Wochen konsequent auf Rohkost umstellen möchte, persönlich mit all
meiner Erfahrung zu helfen. Ich ernähre mich seit über 10 Jahren zu
100% von roher Nahrung und weiß, was funktioniert und was nicht.

Das Angebot gilt! Bitte nur ernstgemeinte Anfragen.

Gruß
Stefan

Li

unread,
Nov 7, 2004, 10:30:37 AM11/7/04
to
Hallo Stefan,

mir hat gerade eine Öko-Freundin das Buch von Wandmaker(vergiss den
Kochtopf) geschenkt, als Antwort darauf, daß ich etwas abnahmen will und
mir das seit einem Jahr Bemühen nicht gelingt. Sie schwört auf die Natur
und hat ihre schlanke Linie damit wiedergefunden.

Bitte, gebe mir mal ein Beispiel wie so ein Tagesessen bei D i r
aussieht. Gespannte Grüsse Liddy

Stefan Fritze schrieb:

Happy Oyster

unread,
Nov 7, 2004, 2:37:53 PM11/7/04
to
On Sat, 6 Nov 2004 22:09:51 +0100, "Stefan Fritze" <spam...@arcor.de>
wrote:

Was meinen Sie, wozu Ihre Opfer bereit sein werden...?


Mit allerfreundlichstem Gruß

Aribert Deckers
--
Die ARD als Werkzeug für Produktreklame

http://www.ariplex.com/ama/ama_ard1.htm

Stefan Fritze

unread,
Nov 7, 2004, 3:41:33 PM11/7/04
to
Li schrieb:

>Bitte, gebe mir mal ein Beispiel wie so ein Tagesessen bei D i r
>aussieht. Gespannte Grüsse Liddy

Ich bin *kein* Obstrohköstler nach Wandmaker, wie man sicher
sofort sieht. Also ein paar Beispiele... ich esse nur zweimal am
Tag, daher:

Mittags
Fenchel, grüner Paprika, Mandarinen, Kakis, Bananen

Abends:
(süße) Mandeln, Oliven

--------------

Mittags
Kürbis, grüner Paprika, Cherimoyas, Datteln

Abends
Erdnüsse, Safus

--------------

Mittags
Diverse Kräuter, Stangensellerie, Himbeeren, Mangos

Abends
Paranüsse, Fenchel, Kräuter

--------------

Mittags
Gurken, Wassermelone, getrocknete Bananen

Abends
Avocados, Mandeln

--------------

Mittags
Diverse Kräuter, Stangensellerie, Erdbeeren, Honig

Abends
Thunfisch

--------------

Mittags
Fenchel, Pfirsiche, Bananen

Abends
Avocados, Oliven


Ich mache mir natürlich keine Pläne sondern wähle nach Geruch
aus, d.h. ich esse das, was am besten riecht. Und ich esse soviel,
bis es ein körperliches Halt-Signal gibt, z.B. Brennen im Hals
oder Umkippen des Geschmacks.
Die Menge liegt grob gesagt bei 500-1000g mittags und 300-700g
abends, alles zusammengerechnet.

Gruß
Stefan

Raimund Nisius

unread,
Nov 7, 2004, 4:46:29 PM11/7/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:

> Li schrieb:
> >Bitte, gebe mir mal ein Beispiel wie so ein Tagesessen bei D i r
> >aussieht. Gespannte Grüsse Liddy

> Fenchel, grüner Paprika, Mandarinen, Kakis, Bananen

> (süße) Mandeln, Oliven


> Kürbis, grüner Paprika, Cherimoyas, Datteln

> Erdnüsse, Safus


> Diverse Kräuter, Stangensellerie, Himbeeren, Mangos

Herkünfte:
Mittelmeer, Kleinasien und Amerika, Ostasien, Tropen, Südamerika,
Arabien, Südafrika, Südostasien, Mitteleuropa

> Ich mache mir natürlich keine Pläne sondern wähle nach Geruch
> aus, d.h. ich esse das, was am besten riecht. Und ich esse soviel,
> bis es ein körperliches Halt-Signal gibt, z.B. Brennen im Hals
> oder Umkippen des Geschmacks.

Soso, die Instinkte für diese Auswahl hast Du also von unseren Urahnen
ererbt. Nur schade, daß man noch nicht den steinzeitlichen Learjet
entdeckt hat.

Stefan Fritze

unread,
Nov 7, 2004, 5:08:45 PM11/7/04
to
>Stefan Fritze wrote:
>>Fenchel, grüner Paprika, Mandarinen, Kakis, Bananen
>>(süße) Mandeln, Oliven
>>Kürbis, grüner Paprika, Cherimoyas, Datteln
>>Erdnüsse, Safus
>>Diverse Kräuter, Stangensellerie, Himbeeren, Mangos
>
>Raimund Nisius kommentierte:

>Herkünfte:
>Mittelmeer, Kleinasien und Amerika, Ostasien, Tropen, Südamerika,
>Arabien, Südafrika, Südostasien, Mitteleuropa

Mach mal halblang.
Fast alles ist in Europa zu haben.

>Soso, die Instinkte für diese Auswahl hast Du also von unseren Urahnen
>ererbt. Nur schade, daß man noch nicht den steinzeitlichen Learjet
>entdeckt hat.

Wenn Du mal überlegst wie die Evolution verlief, erschließt sich
Dir sicher auch, warum jeder Mensch an Tropenfrüchte genetisch an-
gepaßt ist.
Die Sache mit der genetischen Anpassung ist in vielerlei Hinsicht
von größter Wichtigkeit. Sie ist der Schlüssel zur gesunden, artge-
rechten Lebensweise.

Gruß
Stefan

Message has been deleted

gunther

unread,
Nov 7, 2004, 8:14:53 PM11/7/04
to
"Raimund Nisius" <usene...@raimund.in-berlin.de> schrieb im
Newsbeitrag
..

>> Fenchel, grüner Paprika, Mandarinen, Kakis, Bananen
>> (süße) Mandeln, Oliven
>> Kürbis, grüner Paprika, Cherimoyas, Datteln
>> Erdnüsse, Safus
>> Diverse Kräuter, Stangensellerie, Himbeeren, Mangos
>
> Herkünfte:
> Mittelmeer, Kleinasien und Amerika, Ostasien, Tropen, Südamerika,
> Arabien, Südafrika, Südostasien, Mitteleuropa
>
>> Ich mache mir natürlich keine Pläne sondern wähle nach Geruch
>> aus, d.h. ich esse das, was am besten riecht. Und ich esse
>> soviel, bis es ein körperliches Halt-Signal gibt, z.B. Brennen
>> im Hals oder Umkippen des Geschmacks.
>
> Soso, die Instinkte für diese Auswahl hast Du also von unseren
> Urahnen ererbt. Nur schade, daß man noch nicht den
> steinzeitlichen Learjet entdeckt hat.

hi,
das ist ein immer wieder gern benutztes schein(heiliges) argument.
als wenn der urmensch sich damals absichtlich von solchen lecker
schmeckenden fruechten ferngehalten haette, aus "prinzip"
sozusagen. stattdessen hat der eben gefressen, was immer da war. er
war ja auch ein stueck bloeder, und brauchte sich um seinen
mundgeruch nicht so zu sorgen....wenn man einfach sein "angebot"
rundherum wahrnimmt, "erntet" man eben im supermarkt anstatt im
wald. na und? stell dir mal einen neandertaler bei plus vor. der
taete doch erstmal alles obst&gemuese (samt schale) fressen, dann
irgendwann rauskriegen, wie das mit der schokolade geht....ab da
beginnt der abstieg.
oder denk dir, im urwald haetten damals in nordnorwegen bananen
gestanden....haette die man echt haengenlassen? und auf die affen
gewartet?
glaube ich kaum.

--

mfg, gunni

gunther

unread,
Nov 7, 2004, 8:21:30 PM11/7/04
to
"Matthias Drux" <Matthi...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cmm6o6$8o7$02$1...@news.t-online.com
..
> Und vor allem frage ich mich, woher die zwei Mahlzeiten kommen.
> Der Verzehr zu Urzeiten wird eher allmählich über den Tag
> erfolgt sein. Ist unser Körper überhaupt an zwei üppige
> Mahlzeiten pro Tag angepasst?

hi,
ueberleg mal. das war ein hordenleben im herumwandern. man kam an
einen fressplatz (z.b. einen fruchtbaum oder beerenstraeucher) und
frass bis zum abwinken. dann wurde weitergezogen. je nach
"ausstattung" der gegend kann man so nur wenige guenstige
fressplaetze finden. so gehen heute noch unsere vetter, die
"waldmenschen", vor.
und eimer/einkaufswagen sind im urwald nicht so praktisch. dein
bester vorratsbehaelter ist dein magen, der lustigerweise bis zu 5
kg fassen kann. warum wohl? man frass soviel wie moeglich. leider
ist heutzutage der "gehalt" industriemaessig extrem ueberhoeht, ein
weizenmehl ist fast 100% staerke, dagegen ist der naehrwert von
holzaepfeln geradezu minimal.

--

mfg, gunni

Heinz Gutschner

unread,
Nov 8, 2004, 6:56:23 AM11/8/04
to

"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:418e9d02$0$20933$9b4e...@newsread2.arcor-

>
> Wenn Du mal überlegst wie die Evolution verlief, erschließt sich
> Dir sicher auch, warum jeder Mensch an Tropenfrüchte genetisch an-
> gepaßt ist.

Unsere Vorfahren haben sich nicht in den afrikanischen (!)Tropen entwickelt,
sondern in der Savanne. Viele der von "Stefan Fritze" erwähnten Früchte
wachsen dort gar nicht, sondern sind aus Mittel- und Südamerika und aus
Asien im Zuge der Urbanisierung vom Menschen übernommen und "domestiziert"
worden. Historisch ist dieses Argument also falsch.

Weiters bleibt "Stefan Fritze" die genetisch-molekularbiologische Antwort
schuldig, wie das Gastrointenstinalsystem eine Anpassung etwa an bestimmte
Nahrung (nicht) durchführt.


> Die Sache mit der genetischen Anpassung

... ist in diesem Kontext fachlicher unsinnig

HG


Raimund Nisius

unread,
Nov 8, 2004, 3:54:37 PM11/8/04
to
gunther <g-...@gmx.de> wrote:

> dein
> bester vorratsbehaelter ist dein magen, der lustigerweise bis zu 5
> kg fassen kann. warum wohl? man frass soviel wie moeglich.

Oder der Instinkt sagte einem, daß man das gerade nicht verträgt. Da
blieb man eben hungrig bis zum nächsten Baum...

> leider
> ist heutzutage der "gehalt" industriemaessig extrem ueberhoeht, ein
> weizenmehl ist fast 100% staerke, dagegen ist der naehrwert von
> holzaepfeln geradezu minimal.

Sag' ich doch, wenn man nach 10km schin wieder nur einen Holzapfelbaum
gefunden hat, steigt die Horde in eine Stonebus A320 und jettet auf den
anderen Kontinent mit den Safus.

Raimund Nisius

unread,
Nov 8, 2004, 3:54:38 PM11/8/04
to
gunther <g-...@gmx.de> wrote:


> > Soso, die Instinkte für diese Auswahl hast Du also von unseren
> > Urahnen ererbt. Nur schade, daß man noch nicht den
> > steinzeitlichen Learjet entdeckt hat.
>
> hi,
> das ist ein immer wieder gern benutztes schein(heiliges) argument.
> als wenn der urmensch sich damals absichtlich von solchen lecker
> schmeckenden fruechten ferngehalten haette, aus "prinzip"
> sozusagen. stattdessen hat der eben gefressen, was immer da war.

Und genau so können sich _keine_ Instinkte für Exotenfrüchte entwickeln.

Ralf Muschall

unread,
Nov 7, 2004, 6:07:24 PM11/7/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> writes:

> Fenchel, grüner Paprika, Mandarinen, Kakis, Bananen

^^^^^^^

> Paranüsse, Fenchel, Kräuter
^^^^^^^^^

Wieso sollen die, die erst seit der Erfindung des Hochseeschiffs
verfügbar sind, verträglicher sein als Kochkost (Kochtöpfe gibt es
seit mindestens 6700BC), Bratkost (Pitecanthropus oder eher) und
Getreide (als Gelegenheitsnahrung wahrscheinlich schon immer)?

Ralf
--
GS d->? s:++>+++ a+ C++++$ UL+++$ UH+ P++ L++ E+++ W- N++ o-- K- w--- !O M- V-
PS+>++ PE Y+>++ PGP+ !t !5 !X !R !tv b+++ DI+++ D? G+ e++++ h+ r? y?

Stefan Fritze

unread,
Nov 9, 2004, 12:27:49 PM11/9/04
to
[grüner Paprika, Paranüsse]
Ralf Muschall schrieb:

>Wieso sollen die, die erst seit der Erfindung des Hochseeschiffs
>verfügbar sind, verträglicher sein als Kochkost (Kochtöpfe gibt es
>seit mindestens 6700BC), Bratkost (Pitecanthropus oder eher) und
>Getreide (als Gelegenheitsnahrung wahrscheinlich schon immer)?

Weil sich die genetische Anpassung schon vor langer Zeit mit diesen
Lebensmitteln vollzogen hat.

Die Anpassung an Getreide hat sich dagegen noch nicht vollzogen,
da zu neu in der menschlichen Geschichte.

Ob sich eine Anpassung an steinzeitliche Kochmethoden vollzogen hat,
darüber darf debattiert werden.

Wenn man die Neuzeit-Erfindungen Milch und Getreide wegläßt, hat
man jedenfalls schon gute Aussichten auf Verbesserungen:
http://science.orf.at/science/news/122837

Gruß
Stefan

Philipp Pagel

unread,
Nov 9, 2004, 4:10:09 PM11/9/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:

> Wenn man die Neuzeit-Erfindungen Milch und Getreide wegläßt, hat
> man jedenfalls schon gute Aussichten auf Verbesserungen:

Und ich dachte immer Milch kommt von Kuehen und Getreide waechst
draussen - und nun lerne ich, dass sie vom Menschen erfunden wurden!

cu
Philipp

--
Dr. Philipp Pagel Tel. +49-89-3187-3675
Institute for Bioinformatics / MIPS Fax. +49-89-3187-3585
GSF - German National Research Center for Environment and Health
http://mips.gsf.de/staff/pagel

Stefan Fritze

unread,
Nov 9, 2004, 4:22:56 PM11/9/04
to
Philipp Pagel schrieb:

>Und ich dachte immer Milch kommt von Kuehen und Getreide waechst
>draussen - und nun lerne ich, dass sie vom Menschen erfunden wurden!

Wie wärs mit einem kleinen Feldversuch?
Du versuchst mit einfachen steinzeitlichen Werkzeugen (Steine, Speer)
ausgestattet, Dir Milch und Getreide in freier Natur zu beschaffen.

Die ganzen hochgezüchteten Ähren mußt Du freilich stehenlassen.
Die gab es in der Steinzeit nicht. Es gab nur wilde Gräser mit
kleinen und wenigen Körnern.

Und eine wilde Kuh wird Dir beim Versuch, sie zu melken, einen
freundlichen Huftritt verpassen.

Wenn Du zwei Stunden Getreide gepult hast, wirst Du vielleicht
nach Obst oder Gemüse suchen... Oder auf ein Wildschwein Jagd
machen. Alles wesentlich ergiebiger.

Gruß
Stefan

Susie Krause

unread,
Nov 9, 2004, 4:54:22 PM11/9/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:

>Wie wärs mit einem kleinen Feldversuch?
>Du versuchst mit einfachen steinzeitlichen Werkzeugen (Steine, Speer)
>ausgestattet, Dir Milch und Getreide in freier Natur zu beschaffen.
>
>Die ganzen hochgezüchteten Ähren mußt Du freilich stehenlassen.
>Die gab es in der Steinzeit nicht. Es gab nur wilde Gräser mit
>kleinen und wenigen Körnern.

<loriot> Ach? </loriot>

Und wie erklären wir uns dann das hier?

---schnipp---
Die steinzeitliche Stadt Çatal Hüyük

Der britische Archäologe James Mellaart entdeckte Mitte des
vergangenen Jahrhunderts im türkischen Ort Çatal Hüyük eine der
ältesten bekannten Steinzeitsiedlungen. [...] Weitere Funde lassen auf
den Anbau von Erbsen, Linsen und Getreide, Haustierhaltung, aber auch
Jagd schließen. [...] Dies alles deutet auf eine wesentlich weiter
entwickelte Kulturstufe, als man sie dem vermeintlich primitiven
Steinzeitmenschen bislang zusprechen wollte.
---schnapp---
http://www.discovery.de/de/pub/specials/liebenundleben/steinzeit/funde/catal_hueyuek.htm

... Steinzeit... soso.

Schauen wir mal weiter:

---schnipp---
Die sich daran anschliessende Jungsteinzeit war vor allem durch den
Anbau von Kulturpflanzen und die Viehhaltung gekennzeichnet. Rinder,
Schweine, Ziegen und Schafe wurden domestiziert.
---schnapp----

Sieh an, so blöd waren die Jungs damals ja gar nicht.

>Wenn Du zwei Stunden Getreide gepult hast, wirst Du vielleicht
>nach Obst oder Gemüse suchen... Oder auf ein Wildschwein Jagd
>machen. Alles wesentlich ergiebiger.

Lustig - die Steinzeit-Genossen hatten da wohl andere Vorstellungen.
Zumindest hatten sie, als sie endlich begriffen hatten, wie es geht,
anscheinend die Schnauze voll vom Jagen und Sammeln.

Bist Du eigentlich in allen Belangen so gut informiert?

Ach ja, da Du ja auch immer gerne gegen die Milch hetzt:
Seit rund 5000 Jahren sollte das für eine zunehmende Zahl von Menschen
kein Problem mehr sein:
http://de.news.yahoo.com/041108/336/4aa3h.html

Stefan Fritze

unread,
Nov 10, 2004, 3:29:19 AM11/10/04
to
Susie Krause schrieb:

>Und wie erklären wir uns dann das hier?
>
>---schnipp---
>Die steinzeitliche Stadt Çatal Hüyük
>
>Der britische Archäologe James Mellaart entdeckte Mitte des
>vergangenen Jahrhunderts im türkischen Ort Çatal Hüyük eine der
>ältesten bekannten Steinzeitsiedlungen. [...] Weitere Funde lassen auf
>den Anbau von Erbsen, Linsen und Getreide, Haustierhaltung, aber auch
>Jagd schließen. [...]

Wenn's eine Siedlung ist, dann ist es keine Jäger-Sammler-Gesellschaft
mehr, die umherzieht, sondern eine seßhafte Gesellschaft.

Und von seßhaften Menschen sprach ich nicht.

>Ach ja, da Du ja auch immer gerne gegen die Milch hetzt:
>Seit rund 5000 Jahren sollte das für eine zunehmende Zahl von Menschen
>kein Problem mehr sein:
>http://de.news.yahoo.com/041108/336/4aa3h.html

Ich lese da:
|Fast alle Säuglinge produzieren Laktase, ein Enzym, mit dem sie Milch-
|zucker spalten und so Milch gut vertragen können. Allerdings schaltet
|sich das zur Herstellung dieses Enzyms nötige Gen bei mehr als der
|Hälfte der Menschen nach der Kindheit ab: Sie entwickeln eine Laktose-
|Intoleranz und vertragen daher keine Milch mehr.

Also Finger weg von der Milch. Milch ist für Säuglinge da und auch
das nur, wenn sie von der selben Art stammt.

Gruß
Stefan

Robert Kunz

unread,
Nov 10, 2004, 6:22:41 AM11/10/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:

>Wie wärs mit einem kleinen Feldversuch?
>Du versuchst mit einfachen steinzeitlichen Werkzeugen (Steine, Speer)
>ausgestattet, Dir Milch und Getreide in freier Natur zu beschaffen.

Das war doch in der Steinzeit alles schon kein Problel mehr. Du
scheinst mir viel weiter zurück zu wollen. (Primaten? Vormenschen?)

servus
robby

Hast doch nicht die sci.anthropology.paleo abonniert!
tz tz tz!
Lesen bildet --- aber nur wenn man es auch MACHT

--
Wer ist General Failure und wie kommt der dazu meine Festplatte zu lesen?

Susie Krause

unread,
Nov 10, 2004, 4:04:19 PM11/10/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:

>Wenn's eine Siedlung ist, dann ist es keine Jäger-Sammler-Gesellschaft
>mehr, die umherzieht, sondern eine seßhafte Gesellschaft.

Dus sprachst von _Steinzeit_.

>>http://de.news.yahoo.com/041108/336/4aa3h.html
>
>Ich lese da:
>|Fast alle Säuglinge produzieren Laktase, ein Enzym, mit dem sie Milch-
>|zucker spalten und so Milch gut vertragen können. Allerdings schaltet
>|sich das zur Herstellung dieses Enzyms nötige Gen bei mehr als der
>|Hälfte der Menschen nach der Kindheit ab: Sie entwickeln eine Laktose-
>|Intoleranz und vertragen daher keine Milch mehr.
>
>Also Finger weg von der Milch. Milch ist für Säuglinge da und auch
>das nur, wenn sie von der selben Art stammt.

Es sei denn, man gehört zur "anderen" Hälfte der Menschheit, für die
Milch ein wertvolles Nahrungsmittel ist.


Stefan Fritze

unread,
Nov 10, 2004, 4:10:44 PM11/10/04
to
Stefan Fritze schrieb:

>>Wie wärs mit einem kleinen Feldversuch?
>>Du versuchst mit einfachen steinzeitlichen Werkzeugen (Steine, Speer)
>>ausgestattet, Dir Milch und Getreide in freier Natur zu beschaffen.
>
>Robert Kunz schrieb:

>Das war doch in der Steinzeit alles schon kein Problel mehr. Du
>scheinst mir viel weiter zurück zu wollen. (Primaten? Vormenschen?)

Ohne Seßhaftigkeit kein Getreideanbau. Ohne Tierhaltung keine Milch.
Ich meine die Zeit, wo man weder seßhaft war noch Tiere gehalten hat.
Ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder?

>Hast doch nicht die sci.anthropology.paleo abonniert!

Hab ich!
Aber 90% der Beiträge sind dümmliche und sinnlose Streitereien
und persönliche Fehden. Bis ich da eine ordentliche Filterliste habe...

Dann endlose Zitate, mit ewiger > > > > > > Einrückung.
Nervig, diese Gruppe.

Gruß
Stefan

Raimund Nisius

unread,
Nov 10, 2004, 4:51:45 PM11/10/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:

> >Wieso sollen die, die erst seit der Erfindung des Hochseeschiffs
> >verfügbar sind, verträglicher sein als Kochkost (Kochtöpfe gibt es
> >seit mindestens 6700BC), Bratkost (Pitecanthropus oder eher) und
> >Getreide (als Gelegenheitsnahrung wahrscheinlich schon immer)?
>
> Weil sich die genetische Anpassung schon vor langer Zeit mit diesen
> Lebensmitteln vollzogen hat.

Die Anpassung an südamerikanische Pflanzen können bestenfalls
Südamerikaner durchmachen, sofern eine Anpassung überhaupt norwendig
ist.


> Die Anpassung an Getreide hat sich dagegen noch nicht vollzogen,
> da zu neu in der menschlichen Geschichte.

Dann vollziehen wir halt gerade die Anpassung. Scheint nicht weiter wild
zu sein. Die Reiswein- und Croissantfraktion blüht und gedeiht
hervorragend. Aus evolutionärer Sicht sind da keine Ratschläge zum
erhalt der Art notwendig.

> Ob sich eine Anpassung an steinzeitliche Kochmethoden vollzogen hat,
> darüber darf debattiert werden.

Ein Rundgang durch die Friedhöfe genügt. Wer kocht, kann seine Enkel
noch heiraten sehen.

> Wenn man die Neuzeit-Erfindungen Milch und Getreide wegläßt, hat
> man jedenfalls schon gute Aussichten auf Verbesserungen:

Da gibt's nix zu verbessern.

Happy Oyster

unread,
Nov 11, 2004, 1:31:34 PM11/11/04
to
On Tue, 9 Nov 2004 18:27:49 +0100, "Stefan Fritze" <spam...@arcor.de>
wrote:

>[grüner Paprika, Paranüsse]

Das ist Idiotie.

Aribert Deckers
--
Tot durch Ryke Geerd Hamer

http://www.ariplex.com/ama/ama_ham2.htm

Happy Oyster

unread,
Nov 11, 2004, 1:32:27 PM11/11/04
to
On Wed, 10 Nov 2004 22:10:44 +0100, "Stefan Fritze"
<spam...@arcor.de> wrote:

>Ohne Seßhaftigkeit kein Getreideanbau.

Man muß Getreide nicht anbauen. Man kann essen, was man in der Natur
an Samen (einschließlich Gräsern) findet.

Aber Psychopathen lernen so etwas nie.

Ralf Muschall

unread,
Nov 9, 2004, 4:32:27 PM11/9/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> writes:

> [grüner Paprika, Paranüsse]
> Ralf Muschall schrieb:
>>Wieso sollen die, die erst seit der Erfindung des Hochseeschiffs
>>verfügbar sind, verträglicher sein als Kochkost (Kochtöpfe gibt es
>>seit mindestens 6700BC), Bratkost (Pitecanthropus oder eher) und
>>Getreide (als Gelegenheitsnahrung wahrscheinlich schon immer)?

> Weil sich die genetische Anpassung schon vor langer Zeit mit diesen
> Lebensmitteln vollzogen hat.

> Die Anpassung an Getreide hat sich dagegen noch nicht vollzogen,
> da zu neu in der menschlichen Geschichte.

Bitte mal wirklich vor dem Antworten die Frage lesen. Paprika und
Paranüsse gibt es seit ca. 500 Jahren, vorher war da der
unüberwindbare Atlantik dazwischen (von Indianern abgesehen, aber die
kannten Parika nur in scharf (unscharfe sind eigentlich erbkranke
Mutanten, die IIRC um 1960 herum gezüchtet worden sind) und haben sie
zu Soße verkocht). Getreide gibt es mindestens seit 10000 Jahren.

Stefan Fritze

unread,
Nov 11, 2004, 4:12:49 PM11/11/04
to
Raimund Nisius schrieb:

>Die Anpassung an südamerikanische Pflanzen können bestenfalls
>Südamerikaner durchmachen, sofern eine Anpassung überhaupt norwendig
>ist.

Es sollen alle Kontinente mal ein Kontinent gewesen sein...
Wenn dem nicht so wäre, hätte man wohl auch genetisch weit ver-
schiedenere Menschenrassen. Aber wie dem auch sei. Wenn ich an
Paranüsse nicht genetisch angepaßt wäre, dann würden sie mir
übel bekommen. Dies ist nicht der Fall.

>>Die Anpassung an Getreide hat sich dagegen noch nicht vollzogen,
>>da zu neu in der menschlichen Geschichte.
>
>Dann vollziehen wir halt gerade die Anpassung. Scheint nicht weiter wild
>zu sein. Die Reiswein- und Croissantfraktion blüht und gedeiht
>hervorragend. Aus evolutionärer Sicht sind da keine Ratschläge zum
>erhalt der Art notwendig.

Komisch, oben hast Du Dir noch Gedanken über die genetische Anpassung
an Paranüsse (bzw. südamerikanische Pflanzen) gemacht und jetzt willst
Du auf einmal eine fehlende Anpassung ignorieren und mal eben so durch-
machen? Das ist töricht.
Deine Argumentation ist in sich widersprüchlich.

Jedenfalls wünsche ich Dir viel Spaß mit Zöliakie, Allergien, Neuro-
dermitis, Diabetes I und so weiter. Leider werden weder wir noch unsere
nächsten Nachkommendas Ergebnis der Anpassung erleben. Dafür aber die
Probleme mit der Nichtangepaßtheit.
Das wird wie bei den Dinosauriern enden, diese Prognose gebe ich
schon jetzt.

>>Ob sich eine Anpassung an steinzeitliche Kochmethoden vollzogen hat,
>>darüber darf debattiert werden.
>
>Ein Rundgang durch die Friedhöfe genügt. Wer kocht, kann seine Enkel
>noch heiraten sehen.

Wer nicht kocht, wird noch die Enkel seiner Enkel heiraten sehen...
Aber warten wir's ab.

>>Wenn man die Neuzeit-Erfindungen Milch und Getreide wegläßt, hat
>>man jedenfalls schon gute Aussichten auf Verbesserungen:
>
>Da gibt's nix zu verbessern.

Für Leute, die sich krampfhaft an ihrer Exorphin-Nahrung festklammern,
bestimmt nicht.

Gruß
Stefan

Stefan Fritze

unread,
Nov 11, 2004, 3:57:27 PM11/11/04
to
Susie Krause schrieb:
>Dus sprachst von _Steinzeit_.

Ja, weil ich Steinzeit eben *nicht* mit Seßhaftigkeit assoziiere.
So war das bisher auch in der Paläologie. Seßhaftigkeit und Acker-
bau sind mit dem Neolithikum assoziiert.

>Es sei denn, man gehört zur "anderen" Hälfte der Menschheit, für die
>Milch ein wertvolles Nahrungsmittel ist.

Hahahaha, und Du hast eine Genanalyse bei Dir machen lassen, damit
Du weißt, zu welcher Hälfte Du gehörst, ja?

Gruß
Stefan

Heinz Gutschner

unread,
Nov 11, 2004, 4:30:52 PM11/11/04
to

"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4193d66b$0$22608$9b4e...@newsread4.arcor-online.net...

> Susie Krause schrieb:
>>Dus sprachst von _Steinzeit_.
>
> Ja, weil ich Steinzeit eben *nicht* mit Seßhaftigkeit assoziiere.
> So war das bisher auch in der Paläologie. Seßhaftigkeit und Acker-
> bau sind mit dem Neolithikum assoziiert.

Du bist ein Blödl.

"lithos" = Stein (altgriechisch), damit ist das Neolithikum die Neusteinzeit


HG

Susie Krause

unread,
Nov 11, 2004, 5:03:23 PM11/11/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:


>Es sollen alle Kontinente mal ein Kontinent gewesen sein...

Klar, vor rund 200 Millionen Jahren drifteten die Teile von Pangäa
auseinander. Nur mal zur Erinnerung: Die ersten Australopithecinen
(Vormenschen) erschienen vor ca. 4 Millionen Jahren. Von Steinzeit war
da übrigens noch lange nicht die Rede.

>Jedenfalls wünsche ich Dir viel Spaß mit Zöliakie, Allergien, Neuro-
>dermitis, Diabetes I und so weiter.

Das gab es früher(tm) auch alles schon, nur sind die Leute damals
daran verreckt, weil sie keine Ahnung hatten wie sie diese Krankheiten
behandeln sollten. Strafe Gotes und so'n Unsinn halt stattdessen...

>Das wird wie bei den Dinosauriern enden, diese Prognose gebe ich
>schon jetzt.

Ein Prophet! Lasst uns alle die rechte Sandale hochhalten!


Susie Krause

unread,
Nov 11, 2004, 5:16:20 PM11/11/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:

>>Dus sprachst von _Steinzeit_.
>
>Ja, weil ich Steinzeit eben *nicht* mit Seßhaftigkeit assoziiere.

Ja, *Du* vielleicht. Das Subject bringt mich dann aber doch sehr zum
Schmunzeln...

>So war das bisher auch in der Paläologie. Seßhaftigkeit und Acker-
>bau sind mit dem Neolithikum assoziiert.

Erste Siedlungen gab es bereits in der Altsteinzeit, aber
systematische Landwirtschaft wird tatsächlich als Startpunkt für die
Jungsteinzeit gesehen. Was aber wiederum nicht heißt, dass die
Menschen vorher keine Gräser und andere Saaten gegessen haben. Denn
sonst hätten sie ja nicht angefangen, diese Nahrungsmittel
systematisch zu züchten.

>>Es sei denn, man gehört zur "anderen" Hälfte der Menschheit, für die
>>Milch ein wertvolles Nahrungsmittel ist.
>
>Hahahaha, und Du hast eine Genanalyse bei Dir machen lassen, damit
>Du weißt, zu welcher Hälfte Du gehörst, ja?

Nö, denn ich vertrage Milchprodukte ja problemlos, esse sie gerne und
reichlich. Dafür brauche ich keine Genanalyse.


Message has been deleted

Raimund Nisius

unread,
Nov 11, 2004, 6:07:29 PM11/11/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:

> >Die Anpassung an südamerikanische Pflanzen können bestenfalls
> >Südamerikaner durchmachen, sofern eine Anpassung überhaupt norwendig
> >ist.
>
> Es sollen alle Kontinente mal ein Kontinent gewesen sein...

Zu der Zeit waren Säuger noch die Exoten, falls es sie überhaupt schon
gab.

> Wenn dem nicht so wäre, hätte man wohl auch genetisch weit ver-
> schiedenere Menschenrassen. Aber wie dem auch sei. Wenn ich an
> Paranüsse nicht genetisch angepaßt wäre, dann würden sie mir
> übel bekommen. Dies ist nicht der Fall.

Genauso steht's mit der Milch und dem Hackbraten. Bekommt mir bestens.

>
> >>Die Anpassung an Getreide hat sich dagegen noch nicht vollzogen,
> >>da zu neu in der menschlichen Geschichte.
> >
> >Dann vollziehen wir halt gerade die Anpassung. Scheint nicht weiter wild
> >zu sein. Die Reiswein- und Croissantfraktion blüht und gedeiht
> >hervorragend. Aus evolutionärer Sicht sind da keine Ratschläge zum
> >erhalt der Art notwendig.
>
> Komisch, oben hast Du Dir noch Gedanken über die genetische Anpassung
> an Paranüsse (bzw. südamerikanische Pflanzen) gemacht

Du behauptest, eine Anpassung sei im Falle der Getreide notwendig und
futterst munter Nüsse, an die Du nicht angepaßt sein kannst. Daraus
folgt, daß keine Anpassung notwendig ist. Wenn nicht bei den Paranüssen,
warum beim Getreide?

> und jetzt willst
> Du auf einmal eine fehlende Anpassung ignorieren und mal eben so durch-
> machen? Das ist töricht.
> Deine Argumentation ist in sich widersprüchlich.

Wenn man Deinen Standpunkt für bare Münze nimmt, wir seien nicht an
Getreide angepaßt, dann sind wir offensichtlich in der Anpassung, denn
wir mampfen das Zeug und vertragen es gut. Der Anteil im Genpool, der
Brot nicht verträgt ist sehr, sehr klein. Falls es so ein
Weizenunverträglichkeitsgen gibt oder gab, ist es mit dessen Trägern
schon praktisch ausgestorben. Das geht sehr schnell, wenn der
prähistorische Bauer sein Kind blau anlaufen sieht und nicht ahnt, daß
das vom so nahrhaften Fladenbrot kommt. Das Baby ist tot, das Gen wird
nicht vererbt. Fertig. Die anderen Kinder vertragen das Brot, und schon
sind die Menschen angepaßt.


> Jedenfalls wünsche ich Dir viel Spaß mit Zöliakie, Allergien, Neuro-
> dermitis, Diabetes I und so weiter.

Hätt' ich ja gerne, aber wie kriege ich das? Ich bin wohl überangepaßt?

> Leider werden weder wir noch unsere
> nächsten Nachkommendas Ergebnis der Anpassung erleben. Dafür aber die
> Probleme mit der Nichtangepaßtheit.
> Das wird wie bei den Dinosauriern enden, diese Prognose gebe ich
> schon jetzt.

Die starben an einem Meteoreinschlag, der den Golf von Mexiko
hinterließ. Könnte wirklich passieren, aber dagegen hilft keinerlei
Ernährung.

> >Ein Rundgang durch die Friedhöfe genügt. Wer kocht, kann seine Enkel
> >noch heiraten sehen.
>
> Wer nicht kocht, wird noch die Enkel seiner Enkel heiraten sehen...

Um *das* zu beweisen ist Burger pädophil?
Wenn die Mädchen der Reihe nach mit 13 geschwängert werden, klappt das
auch bei Kochkost bequem.

Ursula Winkler

unread,
Nov 12, 2004, 3:51:16 AM11/12/04
to
Stefan Fritze wrote:

> Wenn ich an .... nicht genetisch angepaßt wäre, dann würden sie mir


> übel bekommen. Dies ist nicht der Fall.

Bingo. Da haste selbst den Beweis geliefert fuer das, was Du heftigst
bestreitest: Da aber 99,9999% der Bevoelkerung Kochkost nicht uebel
bekommt, muss sie also daran durchaus genetisch angepasst sein.

Was taeten wir hier ohne Euch Kasperln.

Heinz Gutschner

unread,
Nov 12, 2004, 5:26:17 AM11/12/04
to

"Ursula Winkler" <ursula....@uni-graz.at> schrieb im Newsbeitrag
news:41947984...@uni-graz.at...

> Stefan Fritze wrote:
>
>> Wenn ich an .... nicht genetisch angepaßt wäre, dann würden sie mir
>> übel bekommen. Dies ist nicht der Fall.
>
> Bingo. Da haste selbst den Beweis geliefert fuer das, was Du heftigst
> bestreitest: Da aber 99,9999% der Bevoelkerung Kochkost nicht uebel
> bekommt, muss sie also daran durchaus genetisch angepasst sein.

Nein, dein Argument greift zu kurz, wird er sagen. Krankheiten, alle
natürlich, entstehen eben daraus, dass du nicht an Gekochtes angepasst bist.
JETZT redest du dir ein, gesund zu sein, aber in zehn, zwanzig Jahren
erwischt dich der Kochtopf! Wir Menschen kochen zwar vermutlich schon seit
vielleicht 1,8 Mio. Jahren, damals hatten wir noch ein Volumen von im
Durchschnitt 770 cm3 im Schädel (jetzt haben wir fast das Doppelte), unser
Darm hat in genau dieser Zeit kräftig an Länge verloren, aber an Kochkost
konnten wir uns nicht gewöhnen, weshalb wir krank werden. Ja, so weit so
blöd.

>
> Was taeten wir hier ohne Euch Kasperln.

Ja, es ist eine Art Entspannungstechnik, die einen machen autogenes
Training, wir beschäftigen uns mit Kasperl & Petzi, sozusagen karitativ,
damit die Burschen eine "Ansprache" haben

Grüße
Heinz

>


Ursula Winkler

unread,
Nov 12, 2004, 6:05:32 AM11/12/04
to
Heinz Gutschner wrote:

> Nein, dein Argument greift zu kurz, wird er sagen. Krankheiten, alle
> natürlich, entstehen eben daraus, dass du nicht an Gekochtes angepasst bist.
> JETZT redest du dir ein, gesund zu sein, aber in zehn, zwanzig Jahren
> erwischt dich der Kochtopf! Wir Menschen kochen zwar vermutlich schon seit
> vielleicht 1,8 Mio. Jahren, damals hatten wir noch ein Volumen von im
> Durchschnitt 770 cm3 im Schädel (jetzt haben wir fast das Doppelte), unser
> Darm hat in genau dieser Zeit kräftig an Länge verloren, aber an Kochkost
> konnten wir uns nicht gewöhnen, weshalb wir krank werden. Ja, so weit so
> blöd.

Auweia, ja, ich habe nicht daran gedacht, was ich mir fuer die Zukunft damit
antue - es ist auch schwer, jetzt schon "wissenschaftliche Argumente" dafuer zu
liefern, dass ich in 20 Jahren noch nicht wegen Kochkost vor mich hinsieche.
Andererseits verwelken auch Rohkoestler in aehnlichem Zeitrahmen, wobei
es aber mit dem Hirn wesentlich rapider zu gehen scheint (oder ist das nur Ausdruck
der Prae-homo-sapiens Lebensweise, bei der ein entsprechend entwickeltes
Grosshirn nur ein nutzloser Energiefresser waere?).

> > Was taeten wir hier ohne Euch Kasperln.
>
> Ja, es ist eine Art Entspannungstechnik, die einen machen autogenes
> Training, wir beschäftigen uns mit Kasperl & Petzi, sozusagen karitativ,
> damit die Burschen eine "Ansprache" haben

Das ist genau der Grund, warum ich mich hier auch taeglich auf meine
"Morgenlektuere" freue - nebenbei mein Fruehstueck aus verpoenter Kochkost
mampfend. Eigentlich sollte man auch denken, dass wir die Ansagen dieses
Duos schon in- und auswendig kennen sollten, aber sie sind doch immer wieder
aufs Neue fuer koestliche Abstrusitaeten gut, die einem selbst bei Aufbietung der
ganzen Phantasie nicht einfallen wuerden. Uns gehts da wie "Alice im
Wunderland".

Stefan Fritze

unread,
Nov 12, 2004, 2:03:02 PM11/12/04
to
Susie Krause schrieb:

>Erste Siedlungen gab es bereits in der Altsteinzeit, aber
>systematische Landwirtschaft wird tatsächlich als Startpunkt für die
>Jungsteinzeit gesehen.

Gut, dann reden wir doch von der selben Zeit.

>>Stefan Fritze schrieb:


>>Hahahaha, und Du hast eine Genanalyse bei Dir machen lassen, damit
>>Du weißt, zu welcher Hälfte Du gehörst, ja?
>

>Susie Krause schrieb:


>Nö, denn ich vertrage Milchprodukte ja problemlos, esse sie gerne und
>reichlich. Dafür brauche ich keine Genanalyse.

Die Aussage "ich vertrage x problemlos" kann ein Mensch, dessen Körper
sich in einem mehrfachen Toleranzzustand befindet, überhaupt nicht machen.

Das ist so, als wenn ein Raucher bestätigt, daß er die Zigaretten pro-
blemlos verträgt.

Gruß
Stefan

Stefan Fritze

unread,
Nov 12, 2004, 2:28:51 PM11/12/04
to
>>Stefan Fritze wrote:
>>Wenn dem nicht so wäre, hätte man wohl auch genetisch weit ver-
>>schiedenere Menschenrassen. Aber wie dem auch sei. Wenn ich an
>>Paranüsse nicht genetisch angepaßt wäre, dann würden sie mir
>>übel bekommen. Dies ist nicht der Fall.
>
>Raimund Nisius schrieb:

>Genauso steht's mit der Milch und dem Hackbraten. Bekommt mir bestens.

Auch hier:


Die Aussage "ich vertrage x problemlos" kann ein Mensch, dessen Körper
sich in einem mehrfachen Toleranzzustand befindet, überhaupt nicht machen.

Das ist so, als wenn ein Raucher bestätigt, daß er die Zigaretten pro-
blemlos verträgt.

>Du behauptest, eine Anpassung sei im Falle der Getreide notwendig und


>futterst munter Nüsse, an die Du nicht angepaßt sein kannst. Daraus
>folgt, daß keine Anpassung notwendig ist. Wenn nicht bei den Paranüssen,
>warum beim Getreide?

Weil Getreide vor dem Beginn des Ackerbaus kein wesentlicher Bestandteil
der menschlichen Ernährung gewesen sein kann. Viel zu mühsam zu beschaf-
fen. Getreide ist für Vögel da. Diese haben auch einen Reibmagen, um es
aufzuschließen. Meinetwegen kann man über einen Getreideanteil von 1-3%
in der menschlichen Ernährung diskutieren. Aber das, was wir heutzutage
verzehren, ist ein Vielfaches davon. Das haut nicht hin.

Zur Paranuß:
http://www.obst-gemuese.at/product/pages/paranuss.htm
|Paranüsse werden bis heute nicht kultiviert und werden nur von den wild
|im Amazonasgebiet wachsenden Bäumen eingesammelt.

Das klingt seeeeehr ursprünglich. Als Rohköstler liebt man ursprüngliche
Lebensmittel. Aber wo sich ihre Ursprünge verlieren, habe ich nicht her-
ausgefunden.

>Wenn man Deinen Standpunkt für bare Münze nimmt, wir seien nicht an
>Getreide angepaßt, dann sind wir offensichtlich in der Anpassung, denn
>wir mampfen das Zeug und vertragen es gut.

Ich würde Zöliakie nicht als "gut vertragen" bezeichnen. Zöliakie ist
eine versteckte Krankheit. Viel mehr Leute haben sie, als man von ihrem
Befinden her denken könnte.
Spezielle Probleme mit Gluten haben sehr viele Menschen.

>Der Anteil im Genpool, der
>Brot nicht verträgt ist sehr, sehr klein. Falls es so ein
>Weizenunverträglichkeitsgen gibt oder gab, ist es mit dessen Trägern
>schon praktisch ausgestorben.

Nein. Glutenintoleranz ist heutzutage sehr häufig, besonders bei
Kindern.

>Das geht sehr schnell, wenn der
>prähistorische Bauer sein Kind blau anlaufen sieht und nicht ahnt, daß
>das vom so nahrhaften Fladenbrot kommt. Das Baby ist tot, das Gen wird
>nicht vererbt. Fertig. Die anderen Kinder vertragen das Brot, und schon
>sind die Menschen angepaßt.

So schnell stirbt es sich mit Getreide eben nicht.

>>Jedenfalls wünsche ich Dir viel Spaß mit Zöliakie, Allergien, Neuro-
>>dermitis, Diabetes I und so weiter.
>
>Hätt' ich ja gerne, aber wie kriege ich das? Ich bin wohl überangepaßt?

Das war nicht persönlich gemeint. Hätte ich vielleicht anders aus-
drücken sollen. Etwa so:
Die Menschheit wird dann noch viel Freude an Zöliakie, Allergien,
Neurodermitis, Diabetes I, usw. haben.

<unsachlichen Quark gekürzt>

Gruß
Stefan

Moritz Friedrich

unread,
Nov 10, 2004, 2:12:50 PM11/10/04
to
Robert Kunz <rober...@t-online.de> wrote in message news:<9bu3p0d8h8qrslfql...@4ax.com>...

> "Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:
>
> >Wie wärs mit einem kleinen Feldversuch?
> >Du versuchst mit einfachen steinzeitlichen Werkzeugen (Steine, Speer)
> >ausgestattet, Dir Milch und Getreide in freier Natur zu beschaffen.
>
> Das war doch in der Steinzeit alles schon kein Problel mehr. Du
> scheinst mir viel weiter zurück zu wollen. (Primaten? Vormenschen?)
>
> servus
> robby
>
> Hast doch nicht die sci.anthropology.paleo abonniert!
> tz tz tz!
> Lesen bildet --- aber nur wenn man es auch MACHT

warum liest du dann nicht robby?

M.

Raimund Nisius

unread,
Nov 12, 2004, 7:44:43 PM11/12/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:

> >Raimund Nisius schrieb:
> >Genauso steht's mit der Milch und dem Hackbraten. Bekommt mir bestens.
>
> Auch hier:
> Die Aussage "ich vertrage x problemlos" kann ein Mensch, dessen Körper
> sich in einem mehrfachen Toleranzzustand befindet, überhaupt nicht machen.

Wenn ich kein Problem habe, kann ich das sehr wohl.

> Das ist so, als wenn ein Raucher bestätigt, daß er die Zigaretten pro-
> blemlos verträgt.

Raucher beklagen sich durch die Bank über Husten. Lange Raucher handeln
sich kaputte Lungen u.a. ein.

> >Du behauptest, eine Anpassung sei im Falle der Getreide notwendig und
> >futterst munter Nüsse, an die Du nicht angepaßt sein kannst. Daraus
> >folgt, daß keine Anpassung notwendig ist. Wenn nicht bei den Paranüssen,
> >warum beim Getreide?
>
> Weil Getreide vor dem Beginn des Ackerbaus kein wesentlicher Bestandteil
> der menschlichen Ernährung gewesen sein kann. Viel zu mühsam zu beschaf-
> fen.

Genau wie die Paranüsse. Die waren hierzulande gar nicht beschaffbar.

> Getreide ist für Vögel da. Diese haben auch einen Reibmagen, um es
> aufzuschließen.

Dafür haben wir Mühlen, die die Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde abschälen
und den Stärkekern extrem leicht verdaulich machen.

> Meinetwegen kann man über einen Getreideanteil von 1-3%
> in der menschlichen Ernährung diskutieren. Aber das, was wir heutzutage
> verzehren, ist ein Vielfaches davon. Das haut nicht hin.

Das selbe kannst Du mit den selben Argumenten über die Paranuß sagen.
Oder hast Du einen Reibmagen, der ausgerechnet Paranüsse knackt?


> Zur Paranuß:
> http://www.obst-gemuese.at/product/pages/paranuss.htm
> |Paranüsse werden bis heute nicht kultiviert und werden nur von den wild
> |im Amazonasgebiet wachsenden Bäumen eingesammelt.
>
> Das klingt seeeeehr ursprünglich. Als Rohköstler liebt man ursprüngliche
> Lebensmittel. Aber wo sich ihre Ursprünge verlieren, habe ich nicht her-
> ausgefunden.

Kaum eines der käuflichen Lebensmittel ist ursprünglich. Alleine schon
deshalb, weil unsere Vorfahren lieber ausreichend Obst und Gemüse haben
wollten als naturbelassen gen Frühjahr zu verhungern.

> >Wenn man Deinen Standpunkt für bare Münze nimmt, wir seien nicht an
> >Getreide angepaßt, dann sind wir offensichtlich in der Anpassung, denn
> >wir mampfen das Zeug und vertragen es gut.
>
> Ich würde Zöliakie nicht als "gut vertragen" bezeichnen. Zöliakie ist
> eine versteckte Krankheit. Viel mehr Leute haben sie, als man von ihrem
> Befinden her denken könnte.

Eine Krankheit, die mein Befinden nicht beeinträchtig ist mir
gleichgültig.

> Spezielle Probleme mit Gluten haben sehr viele Menschen.

Für geeignete Werte von "viel".

> >Der Anteil im Genpool, der
> >Brot nicht verträgt ist sehr, sehr klein. Falls es so ein
> >Weizenunverträglichkeitsgen gibt oder gab, ist es mit dessen Trägern
> >schon praktisch ausgestorben.
>
> Nein. Glutenintoleranz ist heutzutage sehr häufig, besonders bei
> Kindern.
>
> >Das geht sehr schnell, wenn der
> >prähistorische Bauer sein Kind blau anlaufen sieht und nicht ahnt, daß
> >das vom so nahrhaften Fladenbrot kommt. Das Baby ist tot, das Gen wird
> >nicht vererbt. Fertig. Die anderen Kinder vertragen das Brot, und schon
> >sind die Menschen angepaßt.
>
> So schnell stirbt es sich mit Getreide eben nicht.

Eben.

> >>Jedenfalls wünsche ich Dir viel Spaß mit Zöliakie, Allergien, Neuro-
> >>dermitis, Diabetes I und so weiter.
> >
> >Hätt' ich ja gerne, aber wie kriege ich das? Ich bin wohl überangepaßt?
>
> Das war nicht persönlich gemeint. Hätte ich vielleicht anders aus-
> drücken sollen. Etwa so:
> Die Menschheit wird dann noch viel Freude an Zöliakie, Allergien,
> Neurodermitis, Diabetes I, usw. haben.

Warum sollen die meisten Menschen, die keine Probleme damit haben, auf
Getreide verzichten? Und Diabetes kannst Du von *dieser* Liste
streichen.

> <unsachlichen Quark gekürzt>

Erst die Dinos ins Spiel bringen, und dann die beleidigte Leberwurst
spielen!

Klaus Cammin

unread,
Nov 13, 2004, 7:28:06 AM11/13/04
to
Stefan Fritze schrieb:

>> Raimund Nisius schrieb:
>> Genauso steht's mit der Milch und dem Hackbraten. Bekommt mir bestens.
[...]

>
> Das ist so, als wenn ein Raucher bestätigt, daß er die Zigaretten pro-
> blemlos verträgt.

Da gibt es einen signifikanten Unterschied:
Rauchen ist unnatürlich, natürlich wird man davon krank oder stirbt sogar.
Bzgl. Milchkonsum ist es genau anders rum.

Was für ein Dreckschwein bist Du doch, daß Du Dir anmaßt zu beurteilen oder
anderen vorzuschreiben, was natürlich ist. Hat es irgendeine Bedeutung, was
so'n paar kranke Hirne sich aus den Fingern über die Natur der Natur saugen?

Viele Grüße
Klaus

Rochus Otker

unread,
Nov 13, 2004, 9:25:15 AM11/13/04
to
>> Stefan Fritze wrote:
>> Getreide ist für Vögel da. Diese haben auch einen Reibmagen, um es
>> aufzuschließen.
[usw....]
Deine Argumentation: Was mich nicht umbringt und was _mir persönlich_
nicht schadet ist gut auch für Alle, ist doch wohl keine. Oder willst du
nur provozieren? So hart urteilen über dich wie Klaus Cammin würde ich
nicht.
Google unter _Getreide in der Steinzeit_ u.ä. Stichwörter:

http://www.scdiet.de/fragen/steinzeit.htm
Etwas Text:
Was wir von der Steinzeit lernen können
von Kenneth F. Kiple
Manche Wissenschaftler lehren mittlerweile (...), dass der Mensch (...)
viel gesünder leben würde, wenn er sich wie unsere steinzeitlichen
Vorfahren ernährte - wie die Jäger und Sammler:
Wir sollten uns endlich eingestehen, dass uns schon vor mindestens
40.000 Jahren ein optimaler Speiseplan einprogrammiert worden sei. (...)
Es gab Getreide in Form von Gräsern, Beeren, Samen, Nüsse, Pflanzen in
den Urformen sicherlich. Alles belegt, Besuch mal wieder ein Museum.
Rochus


Stefan Fritze

unread,
Nov 13, 2004, 11:39:19 AM11/13/04
to
>>>Raimund Nisius schrieb:
>>>Genauso steht's mit der Milch und dem Hackbraten. Bekommt mir bestens.
>>
>>Stefan Fritze wrote:
>>Auch hier:
>>Die Aussage "ich vertrage x problemlos" kann ein Mensch, dessen Körper
>>sich in einem mehrfachen Toleranzzustand befindet, überhaupt nicht machen.
>
>Raimund Nisius schrieb:

>Wenn ich kein Problem habe, kann ich das sehr wohl.

Du hast nicht verstanden, worum es geht.
Es geht um das Phänomen der Immuntoleranz.

>>Das ist so, als wenn ein Raucher bestätigt, daß er die Zigaretten pro-
>>blemlos verträgt.
>
>Raucher beklagen sich durch die Bank über Husten. Lange Raucher handeln
>sich kaputte Lungen u.a. ein.

Durch die Bank? Leider nein. Es gibt welche, die merken schlicht *nichts*.
Was langfristig passiert, darüber kann man bei Milch und Hackbraten übri-
gens auch spekulieren. Ich sage: langfristig geht es damit genau so berg-
ab wie wenn man raucht. Je nach Dosis halt.

>>Weil Getreide vor dem Beginn des Ackerbaus kein wesentlicher Bestandteil
>>der menschlichen Ernährung gewesen sein kann. Viel zu mühsam zu beschaf-
>>fen.
>
>Genau wie die Paranüsse. Die waren hierzulande gar nicht beschaffbar.

Das ist erst dann zu beantworten, wenn wir wissen, wie die Urformen der
Paranuß ausgesehen haben und wo sie verfügbar waren.

>>Getreide ist für Vögel da. Diese haben auch einen Reibmagen, um es
>>aufzuschließen.
>
>Dafür haben wir Mühlen, die die Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde abschälen
>und den Stärkekern extrem leicht verdaulich machen.

Wir sind an die Verwendung von Mühlen nicht genetisch angepaßt. Ebenso
wenig wie an die Verwendung von Mikrowellengeräten, usw.
Mühlen beschaffen keine fehlenden Verdauungsenzyme und sind daher nur
Selbstbetrug.

>Das selbe kannst Du mit den selben Argumenten über die Paranuß sagen.
>Oder hast Du einen Reibmagen, der ausgerechnet Paranüsse knackt?

Nüsse kann man kauen. Bei Getreide hat man damit wenig Erfolg. Mal
abgesehen vom Problem des Aufschlusses der im Getreide steckenden
Kohlenhydrate, der nur über Erhitzung gelingt, die dann wieder andere
unangenehme Wirkungen hat.

>Kaum eines der käuflichen Lebensmittel ist ursprünglich.

Das ist bedauerlich aber kein Grund, die käuflichen Lebensmittel durch
Erhitzung, Zerkleinerung, Vermischung, Würzen, Hinzugabe von Aromastoffen
usw. noch weiter von ihrer Ursprünglichkeit zu entfernen.

>Alleine schon
>deshalb, weil unsere Vorfahren lieber ausreichend Obst und Gemüse haben
>wollten als naturbelassen gen Frühjahr zu verhungern.

Tipp: Nüsse kann man über den Winter lagern.

>>Ich würde Zöliakie nicht als "gut vertragen" bezeichnen. Zöliakie ist
>>eine versteckte Krankheit. Viel mehr Leute haben sie, als man von ihrem
>>Befinden her denken könnte.
>
>Eine Krankheit, die mein Befinden nicht beeinträchtig ist mir
>gleichgültig.

Daß die Zöliakie das Befinden beeinträchtigt, merken viele Menschen erst
dann, wenn sie mal konsequent auf Getreide verzichten.

>>Die Menschheit wird dann noch viel Freude an Zöliakie, Allergien,
>>Neurodermitis, Diabetes I, usw. haben.
>
>Warum sollen die meisten Menschen, die keine Probleme damit haben, auf
>Getreide verzichten?

Weil es in erhitzter Form nährstoffarmer Nahrungsmüll ist. Und in roher
Form fast ungenießbar. Neolithische Ernährung mit hohem Getreide- und
Kuhmilchanteil ist Mangelernährung. Die Links zum 140. Mal spare ich
mir an dieser Stelle.

>Und Diabetes kannst Du von *dieser* Liste streichen.

Aufgrund der Probleme, die das Immunsystem mit Getreide hat, lasse ich
den Diabetes Typ I lieber noch auf der Liste drauf. An sich gehört auch
der Typ II auf die Liste (fällt mir gerade ein), weil erhitzte Getreide
mit ihrer höchst ungünstigen Wirkung auf den Blutzuckerspiegel eine der
Ursachen für Diabetes II sind. Aber eben nur eine.

Gruß
Stefan

Li

unread,
Nov 13, 2004, 1:23:30 PM11/13/04
to
Hallo Raimund,
Spass beiseite

besagter Mann (der Freundin) hatte Übergewicht und schlechte
Blutwerte(Fette), da er beruflich viel reisen musste und deshalb auch
oft junk (z.B. im Flugzeug) aß. Nach der Umstellung
- hautsächlich Obst, roh - hat er jetzt nach 3 Monaten 15 kg abgenommen
und traumhafte Blutwerte, wie ihm der Arzt bestätigte....
das ist doch was , oooder? Gruss Li


>>>Bitte, gebe mir mal ein Beispiel wie so ein Tagesessen bei D i r
>>>aussieht. Gespannte Grüsse Liddy
>>
>>Fenchel, grüner Paprika, Mandarinen, Kakis, Bananen
>>(süße) Mandeln, Oliven
>>Kürbis, grüner Paprika, Cherimoyas, Datteln
>>Erdnüsse, Safus
>>Diverse Kräuter, Stangensellerie, Himbeeren, Mangos


Stefan Fritze

unread,
Nov 13, 2004, 2:00:06 PM11/13/04
to
Rochus Otker schrieb:

>Deine Argumentation: Was mich nicht umbringt und was _mir persönlich_
>nicht schadet ist gut auch für Alle, ist doch wohl keine. Oder willst du
>nur provozieren? So hart urteilen über dich wie Klaus Cammin würde ich
>nicht.

Ich habe den Eindruck, Du bringst hier einige Autoren durcheinander.
Mit "was mich nicht umbringt... ist gut für alle" meinst Du vermutlich
Raimund, mit "urteilen über dich..." aber mich.
Mißverständlich zitiert hast Du leider auch, so daß daraus keine
Klärung erwächst.

>Es gab Getreide in Form von Gräsern, Beeren, Samen, Nüsse, Pflanzen in
>den Urformen sicherlich. Alles belegt, Besuch mal wieder ein Museum.

Beeren, Samen und Nüsse sind kein Getreide.
Danke für den online-Hinweis auf den GEO-Artikel. Das zitiert sich
in Zukunft dann leichter.

Gruß
Stefan

Susie Krause

unread,
Nov 13, 2004, 3:16:26 PM11/13/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:


>Die Aussage "ich vertrage x problemlos" kann ein Mensch, dessen Körper
>sich in einem mehrfachen Toleranzzustand befindet, überhaupt nicht machen.

Warum nicht? Was ist ein "mehrfacher Toleranzzustand"?

>Weil Getreide vor dem Beginn des Ackerbaus kein wesentlicher Bestandteil
>der menschlichen Ernährung gewesen sein kann.

Paranüsse auch nicht.

>Zur Paranuß:
>http://www.obst-gemuese.at/product/pages/paranuss.htm
>|Paranüsse werden bis heute nicht kultiviert und werden nur von den wild
>|im Amazonasgebiet wachsenden Bäumen eingesammelt.

Wie umständlich. Sicher waren die auch kein Bestandteil der
menschlichen Nahrung.

>Ich würde Zöliakie nicht als "gut vertragen" bezeichnen. Zöliakie ist
>eine versteckte Krankheit. Viel mehr Leute haben sie, als man von ihrem
>Befinden her denken könnte.
>Spezielle Probleme mit Gluten haben sehr viele Menschen.

Ich nicht. Im Gegenteil - ich habe Probleme mit rohem Obst. Schon
immer gehabt, sogar als Kleinkind.


Susie Krause

unread,
Nov 13, 2004, 3:31:49 PM11/13/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:

>Du hast nicht verstanden, worum es geht.
>Es geht um das Phänomen der Immuntoleranz.

Und das bedeutet?

>>Raucher beklagen sich durch die Bank über Husten. Lange Raucher handeln
>>sich kaputte Lungen u.a. ein.
>
>Durch die Bank? Leider nein. Es gibt welche, die merken schlicht *nichts*.

Vermutlich diejenigen, die trotz Rauchens 80 oder 90 Jahre alt werden
und von denen jeder Raucher (auch mit Husten) einen in der entfernten
Verwandtschaft zu haben scheint. Es sind nicht viele, denen es nichts
ausmacht, aber anscheinend gibt es sie.

>Was langfristig passiert, darüber kann man bei Milch und Hackbraten übri-
>gens auch spekulieren. Ich sage: langfristig geht es damit genau so berg-
>ab wie wenn man raucht. Je nach Dosis halt.

Wenn ich mit Milch und Hackbraten 80 oder 90 Jahre alt werde, dann
finde ich das prima. Besser so als nur noch auf rohem Gemüse rumkauen
zu müssen. Wie alt wird denn eigentlich der durchschnittliche
Rohköstler?

>>Genau wie die Paranüsse. Die waren hierzulande gar nicht beschaffbar.
>
>Das ist erst dann zu beantworten, wenn wir wissen, wie die Urformen der
>Paranuß ausgesehen haben und wo sie verfügbar waren.

Na, dann wäre ich da an Deiner Stelle aber vorsichtig. Vielleicht
stellt sich heraus, dass der Mensch daran nicht angepasst ist...

>Wir sind an die Verwendung von Mühlen nicht genetisch angepaßt.

Aber an das gebetsmühlenartige Wiederholen von Unsinn schon, oder?
Mühlen gibt es seit rund 6000 Jahren.

>Ebenso
>wenig wie an die Verwendung von Mikrowellengeräten, usw.

Der Mensch kocht schon ziemlich lange:
http://www.netzeitung.de/wissenschaft/284174.html
Ob Mikrowelle oder Feuerstelle ist Jacke wie Hose.

>Mühlen beschaffen keine fehlenden Verdauungsenzyme und sind daher nur
>Selbstbetrug.

Um Stärke zu verdauen? Das entsprechende Enzym, um Stärke
aufzuschließen, haben wir alle im Speichel.

>Nüsse kann man kauen. Bei Getreide hat man damit wenig Erfolg.

Fallen Dir von der Rohkost schon die Zähne aus? Frisches Getreide kann
man durchaus kauen. Gequollenes oder gekeimtes auch. Außerdem kann man
es mahlen.

>Mal
>abgesehen vom Problem des Aufschlusses der im Getreide steckenden
>Kohlenhydrate, der nur über Erhitzung gelingt, die dann wieder andere
>unangenehme Wirkungen hat.

Unfug. Siehe oben.

>Tipp: Nüsse kann man über den Winter lagern.

Werden innerhalb kurzer Zeit ranzig und/oder schimmeln. Das ist dann
*richtig* ungesund.

Raimund Nisius

unread,
Nov 13, 2004, 3:32:46 PM11/13/04
to
Li <bah...@gmx.de> wrote:

> Spass beiseite

Mit Fritze ist nicht zu Spassen!

> besagter Mann (der Freundin) hatte Übergewicht und schlechte
> Blutwerte(Fette), da er beruflich viel reisen musste und deshalb auch
> oft junk (z.B. im Flugzeug) aß. Nach der Umstellung
> - hautsächlich Obst, roh - hat er jetzt nach 3 Monaten 15 kg abgenommen
> und traumhafte Blutwerte, wie ihm der Arzt bestätigte....
> das ist doch was , oooder?

Ohne Frage. Meine Antwort bezog sich auch ausschließlich auf Fritzens
Speiseplan, den er für *instinktiv* gesteuert hält. Seine Instinkte sind
erstunken und erlogen.

Der Mann Deiner Freundin ist ein Beispiel dafür, daß man mit Rohkost
Probleme hat, seinen Energiebedarf zu decken, selbst wenn man sich satt
ißt. In seinem Fall ist das ja erwünscht. Als Heilslehre für die
Menschheit taugt das garnichts.

Heinz Gutschner

unread,
Nov 13, 2004, 3:45:17 PM11/13/04
to

"Raimund Nisius" <usene...@raimund.in-berlin.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1gn7kj6.55j2wn1wcxjuoN%usene...@raimund.in-berlin.de...
> Li <bah...@gmx.de> wrote:
>

>
> Der Mann Deiner Freundin ist ein Beispiel dafür, daß man mit Rohkost
> Probleme hat, seinen Energiebedarf zu decken, selbst wenn man sich satt
> ißt. In seinem Fall ist das ja erwünscht. Als Heilslehre

wie jede Heilslehre

für die
> Menschheit

und für Kranke und Todkranke (!)

taugt das gar nichts. Im Gegenteil

HG

Stefan Fritze

unread,
Nov 14, 2004, 7:44:26 AM11/14/04
to
Susie Krause schrieb:

>Warum nicht? Was ist ein "mehrfacher Toleranzzustand"?

Ein Toleranzzustand gegenüber einer Vielfalt von giftigen Substanzen.

>>Zur Paranuß:
>>http://www.obst-gemuese.at/product/pages/paranuss.htm
>>|Paranüsse werden bis heute nicht kultiviert und werden nur von den wild
>>|im Amazonasgebiet wachsenden Bäumen eingesammelt.
>
>Wie umständlich. Sicher waren die auch kein Bestandteil der
>menschlichen Nahrung.

Tipp: die Menschheit war früher Jäger und *Sammler*.
Eine Menge von 200-300g Paranüssen roh gegessen macht stundenlang satt und
zufrieden. Man muß sie dazu weder mahlen noch erhitzen. Nur Knacken ist er-
forderlich. Übrigens wachsen Paranüsse in so einer Art Topf, in dem ca.
12-20 Stück enthalten sind. Das ergibt ziemlich genau eine Mahlzeit für
eine Person. Finde ich nett von Mutter Natur.

Dagegen der Aufwand mit Getreide:
aus wilden Gräsern mühsam zusammensammeln (in der Steinzeit gab es noch
keine hochgezüchteten Ähren), entspelzen (ohne Mähdrescher eine furchtbare
Arbeit), mahlen (üble Plackerei), zu Teig machen, würzen (sonst schmeckt
es nach Pappe), Backofen bauen, Feuer machen, vorheizen, backen. Wie furcht-
bar umständlich. Stundenlange Schinderei für eine Mahlzeit aus minderwer-
tiger Nahrung.

>Ich nicht. Im Gegenteil - ich habe Probleme mit rohem Obst. Schon
>immer gehabt, sogar als Kleinkind.

Dann bist Du schwer vergiftet. Wer kein Obst mehr verträgt, befindet
sich in einem gefährlich schlechten Gesundheitszustand.

Gruß
Stefan

Stefan Fritze

unread,
Nov 14, 2004, 7:34:15 AM11/14/04
to
>>Stefan Fritze schrieb:

>>Du hast nicht verstanden, worum es geht.
>>Es geht um das Phänomen der Immuntoleranz.
>
>Susie Krause schrieb:
>Und das bedeutet?

Es bedeutet, daß der menschliche Körper bei einer anhaltenden Ver-
giftung in der Toleranzzustand geht und die Gegenmaßnahmen einstellt,
in der Hoffnung, daß die Vergiftung auch mal ein Ende hat und dann
entgiftet werden kann.

>Wenn ich mit Milch und Hackbraten 80 oder 90 Jahre alt werde, dann
>finde ich das prima.

Ja *wenn*. Und *wenn* Du keine Hautkrankheiten und keine Allergien
durch die "gute" Milch bekommst, wie es vielen Menschen heute geht.

>Besser so als nur noch auf rohem Gemüse rumkauen
>zu müssen. Wie alt wird denn eigentlich der durchschnittliche
>Rohköstler?

Immer noch die selben dümmlichen Klischees vom Gemüse mümmelnden
Rohköstler. Hier steht die vollständige Nahrungspalette, die einem
Rohköstler zur Verfügung steht:
http://menschennahrung.de/11__Praxis/3__Nahrungspalette.html

Und in
Message-ID: <418e88e1$0$20939$9b4e...@newsread2.arcor-online.net>
hatte ich ein paar Beispiele für Mahlzeiten gegeben.

Wenn Du unfähig bist, das zur Kenntnis zu nehmen, dann scheidest
Du als Diskussionspartnerin in Zukunft aus. Diskussionen mit Leuten,
die nach einer Erläuterung nicht mal ansatzweise in der Lage sind,
den Standpunkt des anderen zu verstehen, sind sinnlos.

Um auf die Frage zurückzukommen: das Durchschnittsalter von Roh-
köstlern kann bisher nicht bestimmt werden, weil die Leute, die es
am längsten machen, gerade mal 70 sind. Aber so Richtung 120 dürfte
es gehen, wenn man sich einige Beispiele aus der Vergangenheit an-
sieht.
Und zwar 120 bei bester Gesundheit bis kurz vor dem Ende statt
chronischen Siechtums in den letzten Jahrzehnten des Lebens.

>Na, dann wäre ich da an Deiner Stelle aber vorsichtig. Vielleicht
>stellt sich heraus, dass der Mensch daran nicht angepasst ist...

Diese Frage solltest Du Dir mal lieber für Kuhmilch und Getreide
stellen.

>>Wir sind an die Verwendung von Mühlen nicht genetisch angepaßt.
>
>Aber an das gebetsmühlenartige Wiederholen von Unsinn schon, oder?
>Mühlen gibt es seit rund 6000 Jahren.

6000 Jahre sind für eine genetische Anpassung an veränderte Lebens-
umstände eine lächerliche Zeitspanne. Vergiß es. Genetische Anpassungen
benötigen ab 100.000 Jahren aufwärts.

>Der Mensch kocht schon ziemlich lange:
>http://www.netzeitung.de/wissenschaft/284174.html

Zitat:
|Diese Feuerstellen sind offenbar zum Kochen von Nahrung verwendet
|worden und dienten möglicherweise als Begegnungsstätte.

Merke: wenn in einem Text "offenbar" steht, dann heißt das, daß
man nur spekuliert. Es kann genau so gut sein, daß die Menschen
das Feuer damals nur zum Wärmen nutzten.

>Ob Mikrowelle oder Feuerstelle ist Jacke wie Hose.

Du kannst Dich gerne über die Wirkung von Mikrowellen auf Lebensmittel
(oder auf Dein Gehirn - Stichwort Mobilfunktelefone) informieren.
Mikrowelle ist *nicht* das selbe wie Kochtopf oder Feuerchen.

>>Mühlen beschaffen keine fehlenden Verdauungsenzyme und sind daher nur
>>Selbstbetrug.
>
>Um Stärke zu verdauen? Das entsprechende Enzym, um Stärke
>aufzuschließen, haben wir alle im Speichel.

Die übliche reduktionistische Sichtweise der Welt. Ich ziehe dagegen
eine ganzheitliche Betrachtung vor. Und diese sagt mir, daß Getreide
nicht nur aus Stärke besteht. Und Kuhmilch nicht nur aus Laktose.

>>Nüsse kann man kauen. Bei Getreide hat man damit wenig Erfolg.
>
>Fallen Dir von der Rohkost schon die Zähne aus? Frisches Getreide kann
>man durchaus kauen. Gequollenes oder gekeimtes auch.

Rohes Getreide schmeckt nur nach Pappe. Außerdem ist es von seinen
Inhaltsstoffen her wertloser Nahrungsmüll. Nüsse dagegen enthalten
jede Menge Mineralstoffe, Vitamine und Fette.

>Außerdem kann man es mahlen.

Sag mal, hat Deine Schallplatte einen Sprung?

>>Tipp: Nüsse kann man über den Winter lagern.
>
>Werden innerhalb kurzer Zeit ranzig und/oder schimmeln. Das ist dann
>*richtig* ungesund.

Du demonstrierst hier nur, daß Du keine Ahnung hast.
Ich lagere einige Nußsorten schon jahrelang bei mir zuhause, ohne
daß ein nennenswerter Anteil davon verdorben wäre.

Was mit erhitzten Nüssen aus dem Handel bei Lagerung passiert, dafür
übernehme ich allerdings keine Garantie. Ich kaufe nur Nüsse, die
wirklich roh sind.

Gruß
Stefan

Ralf Muschall

unread,
Nov 13, 2004, 5:53:55 PM11/13/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> writes:

>>Genau wie die Paranüsse. Die waren hierzulande gar nicht beschaffbar.

> Das ist erst dann zu beantworten, wenn wir wissen, wie die Urformen der
> Paranuß ausgesehen haben und wo sie verfügbar waren.

Schlimmstenfalls etwas kleiner als die heutigen, und in noch
unzugänglicheren Ecken des südamerikanischen Urwaldes.

> Mühlen beschaffen keine fehlenden Verdauungsenzyme und sind daher nur
> Selbstbetrug.

Reibmägen auch nicht.

> Nüsse kann man kauen. Bei Getreide hat man damit wenig Erfolg. Mal

Ich kaue gerade testweise Roggen - schmeckt fade, aber geht.

>>Eine Krankheit, die mein Befinden nicht beeinträchtig ist mir
>>gleichgültig.

Noch schlimmer - es ist gar keine Krankheit.

> Daß die Zöliakie das Befinden beeinträchtigt, merken viele Menschen erst
> dann, wenn sie mal konsequent auf Getreide verzichten.

Wie soll jemand, der sich wohlfühlt, Beeinträchtigungen bemerken, wenn
er auf etwas Deiner Ansicht nach schädliches verzichtet?

Ralf
--
GS d->? s:++>+++ a+ C++++$ UL+++$ UH+ P++ L++ E+++ W- N++ o-- K- w--- !O M- V-
PS+>++ PE Y+>++ PGP+ !t !5 !X !R !tv b+++ DI+++ D? G+ e++++ h+ r? y?

Susie Krause

unread,
Nov 14, 2004, 10:17:11 AM11/14/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:

>>>Stefan Fritze schrieb:

>Es bedeutet, daß der menschliche Körper bei einer anhaltenden Ver-
>giftung in der Toleranzzustand geht und die Gegenmaßnahmen einstellt,
>in der Hoffnung, daß die Vergiftung auch mal ein Ende hat und dann
>entgiftet werden kann.

Interessant - woher hast Du diese Erkenntnisse?

>Ja *wenn*. Und *wenn* Du keine Hautkrankheiten und keine Allergien
>durch die "gute" Milch bekommst, wie es vielen Menschen heute geht.

Du wirst lachen: Die Allergien bekomme ich, wenn ich zuviel rohes Obst
und Gemüse esse. Milch, Quark, Joghrut, Käse, dazu ein frisch
gebackenes Brot - alles überhaupt kein Problem. Aber gib mir irgendwas
mit reichlich Fruchsäuren und -zucker, dann wird's bunt.

>Immer noch die selben dümmlichen Klischees vom Gemüse mümmelnden
>Rohköstler. Hier steht die vollständige Nahrungspalette, die einem
>Rohköstler zur Verfügung steht:
>http://menschennahrung.de/11__Praxis/3__Nahrungspalette.html

Und? Welchen unterschied macht es, wenn ich die Würmer in den Äpfeln
mitesse? Bevor ich rohen Fisch esse, muss wohl auch einiges passieren.
Und der Rest ist ja wohl doch überwiegend rohes Obst und Gemüse. Nix
Klischee. BTW: Zu Deiner "vollständigen Nahrungspalette" gehört ja
wohl auch reichlich Getreide...

>Und in
> Message-ID: <418e88e1$0$20939$9b4e...@newsread2.arcor-online.net>
>hatte ich ein paar Beispiele für Mahlzeiten gegeben.

Ja, ziemlich viel Obst und Gemüse. Worin widerspricht das dem, was ich
gesagt habe? Abgesehen hätte ich keine Lust den ganzen Tag Hunger zu
schieben bei solch einer einseitigen Ernährung. Der Sättigungsfaktor
geht für mich bei rohem Obst und Gemüse gegen null.

>Wenn Du unfähig bist, das zur Kenntnis zu nehmen, dann scheidest
>Du als Diskussionspartnerin in Zukunft aus. Diskussionen mit Leuten,
>die nach einer Erläuterung nicht mal ansatzweise in der Lage sind,
>den Standpunkt des anderen zu verstehen, sind sinnlos.

*looool* Das musst ausgrechnet *DU* sagen.

>Um auf die Frage zurückzukommen: das Durchschnittsalter von Roh-
>köstlern kann bisher nicht bestimmt werden, weil die Leute, die es
>am längsten machen, gerade mal 70 sind. Aber so Richtung 120 dürfte
>es gehen, wenn man sich einige Beispiele aus der Vergangenheit an-
>sieht.

Wie kannst Du dann so überzeugt sein, dass man mit solcher Ernährung
tatsächlich älter wird? Von welcher Vergangenheit reden wir denn jetzt
überhaupt? Von der Steinzeit? Oder meinst Du mehr so die letzten 200
Jahre? Da fallen mir eigentlich ein paar Japaner ein die (trotz
fehlender Geburtsdaten) angeblich 120 Jahre alt geworden sein sollen.
In einem Intweview sagte mal eine 112-jährige, dass sie jeden Tag
einen Becher Sake trinkt - das sei ihr Rezept für ein langes Leben.

>>Na, dann wäre ich da an Deiner Stelle aber vorsichtig. Vielleicht
>>stellt sich heraus, dass der Mensch daran nicht angepasst ist...
>
>Diese Frage solltest Du Dir mal lieber für Kuhmilch und Getreide
>stellen.

Hatten wir doch gerade. Und offensichtlich *ist* der Mensch daran
angepasst, denn die meisten vetragen es ja ausgezeichnet.

>6000 Jahre sind für eine genetische Anpassung an veränderte Lebens-
>umstände eine lächerliche Zeitspanne. Vergiß es. Genetische Anpassungen
>benötigen ab 100.000 Jahren aufwärts.

Dann also auch keine Paranüsse und keine südamerikanischen Früchte.

>>Der Mensch kocht schon ziemlich lange:
>>http://www.netzeitung.de/wissenschaft/284174.html
>
>Zitat:
>|Diese Feuerstellen sind offenbar zum Kochen von Nahrung verwendet
>|worden und dienten möglicherweise als Begegnungsstätte.
>
>Merke: wenn in einem Text "offenbar" steht, dann heißt das, daß
>man nur spekuliert. Es kann genau so gut sein, daß die Menschen
>das Feuer damals nur zum Wärmen nutzten.

"Offenbar" bedeutet, dass es sich "offenbart" hat - also erkennbar
ist. Wieso sollten in der wärmenden Feuerstelle Essensreste liegen,
wenn man nicht versucht haben sollte, sie zu garen und dann zu essen?
"Wissenschaftler der Hebrew University of Jerusalem haben bei
Grabungen verbranntes Holz, Saatgut und Früchte neben benutzten
Feuersteinen gefunden, berichtet das Magazin «Science» in seiner
aktuellen Ausgabe." Saatgut und Früchte erscheinen mir in so einer
Umgebung etwas zu kostbar, als dass man sie nur verfeuert, damit es
warm wird.

>>Ob Mikrowelle oder Feuerstelle ist Jacke wie Hose.
>
>Du kannst Dich gerne über die Wirkung von Mikrowellen auf Lebensmittel
>(oder auf Dein Gehirn - Stichwort Mobilfunktelefone) informieren.
>Mikrowelle ist *nicht* das selbe wie Kochtopf oder Feuerchen.

*lol* Wie wäre es, wenn *Du* Dich mal über das Kochen mit der
Mikrowelle informierst.

Die Mobilfunktelefone lasse ich mal außen vor, das ist ja noch eine
andere ideologische Baustelle.

>>>Mühlen beschaffen keine fehlenden Verdauungsenzyme und sind daher nur
>>>Selbstbetrug.
>>
>>Um Stärke zu verdauen? Das entsprechende Enzym, um Stärke
>>aufzuschließen, haben wir alle im Speichel.
>
>Die übliche reduktionistische Sichtweise der Welt. Ich ziehe dagegen
>eine ganzheitliche Betrachtung vor. Und diese sagt mir, daß Getreide
>nicht nur aus Stärke besteht.

Und? Wo ist dann das Problem?

>Und Kuhmilch nicht nur aus Laktose.

Das hat ja niemand behauptet.

>>Fallen Dir von der Rohkost schon die Zähne aus? Frisches Getreide kann
>>man durchaus kauen. Gequollenes oder gekeimtes auch.
>
>Rohes Getreide schmeckt nur nach Pappe. Außerdem ist es von seinen
>Inhaltsstoffen her wertloser Nahrungsmüll.

Eben hast Du noch behauptet, dass es mehr enthält als nur Stärke.
Vielleicht entscheidest Du Dich mal, was Du eigentlich aussagen
willst.

>Nüsse dagegen enthalten
>jede Menge Mineralstoffe, Vitamine und Fette.

Die selbstverständlich im Getreide nicht enthalten sind... *lol*
Deswegen gibt es ja auch kein Weizenkeimöl und die ganzen Vitamine
sind natürlich auch nur im Brot, weil man sie nachträglich zufügt.
Sorry, aber Du bist echt zu komisch...

>>Außerdem kann man es mahlen.
>
>Sag mal, hat Deine Schallplatte einen Sprung?

Redest Du wieder von Dir selbst?

>Du demonstrierst hier nur, daß Du keine Ahnung hast.
>Ich lagere einige Nußsorten schon jahrelang bei mir zuhause, ohne
>daß ein nennenswerter Anteil davon verdorben wäre.

Woher weißt Du, dass sie nicht verdorben sind? Die Schimmelpilzgifte
kann man nämlich nicht sehen oder riechen, wenn sie nicht schon
wirklich geballt auftreten.

>Was mit erhitzten Nüssen aus dem Handel bei Lagerung passiert, dafür
>übernehme ich allerdings keine Garantie. Ich kaufe nur Nüsse, die
>wirklich roh sind.

Außer Erdnüssen, die allerdings gar keine Nüsse sind, kenne ich keine
Nussart, die vor Verkauf großartig erhitzt würde. Wir reden ja hier
nicht von Haselnusskrokant oder so...

Susie Krause

unread,
Nov 14, 2004, 10:33:01 AM11/14/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:


>Tipp: die Menschheit war früher Jäger und *Sammler*.
>Eine Menge von 200-300g Paranüssen roh gegessen macht stundenlang satt und
>zufrieden. Man muß sie dazu weder mahlen noch erhitzen. Nur Knacken ist er-
>forderlich. Übrigens wachsen Paranüsse in so einer Art Topf, in dem ca.
>12-20 Stück enthalten sind. Das ergibt ziemlich genau eine Mahlzeit für
>eine Person. Finde ich nett von Mutter Natur.

Mal gut, dass die EU kürzlich die Grenzwerte für Aflatoxine in
eingeführten Nüssen gesenkt hat. erade Paranüsse aus Südamerika waren
nämlich in der Vergangenheit höchst belastet. Jetzt sind sie ein
bißchen weniger belastet. Wenn Du die Dinger trotzdem noch regelmäßig
in größeren Mengen essen magst, wünsche ich jetzt schonmal viel Spaß
bei der Chemo...

>Dagegen der Aufwand mit Getreide:
>aus wilden Gräsern mühsam zusammensammeln (in der Steinzeit gab es noch
>keine hochgezüchteten Ähren), entspelzen (ohne Mähdrescher eine furchtbare
>Arbeit), mahlen (üble Plackerei), zu Teig machen, würzen (sonst schmeckt
>es nach Pappe), Backofen bauen, Feuer machen, vorheizen, backen. Wie furcht-
>bar umständlich. Stundenlange Schinderei für eine Mahlzeit aus minderwer-
>tiger Nahrung.

Klasse, dass das heute alles so viel einfacher ist. Der Mensch ist
schon ein faszinierendes Wesen, dass er für alle diese Probleme eine
Lösung gefunden hat, um ein wertvolles Nahrungsmittel verfügbar zu
machen.

>>Ich nicht. Im Gegenteil - ich habe Probleme mit rohem Obst. Schon
>>immer gehabt, sogar als Kleinkind.
>
>Dann bist Du schwer vergiftet. Wer kein Obst mehr verträgt, befindet
>sich in einem gefährlich schlechten Gesundheitszustand.

Sicher, von der Muttermilch sofort vergiftet - hätten wir die bloß
damals direkt weggelassen, dann bräuchtest Du Dich jetzt auch nicht
mit meinen Postings auseinandersetzen.

Raimund Nisius

unread,
Nov 14, 2004, 10:34:04 AM11/14/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:

> >>Stefan Fritze schrieb:
> >>Du hast nicht verstanden, worum es geht.
> >>Es geht um das Phänomen der Immuntoleranz.
> >
> >Susie Krause schrieb:
> >Und das bedeutet?
>
> Es bedeutet, daß der menschliche Körper bei einer anhaltenden Ver-
> giftung in der Toleranzzustand geht und die Gegenmaßnahmen einstellt,
> in der Hoffnung, daß die Vergiftung auch mal ein Ende hat und dann
> entgiftet werden kann.

Wenn man so leben kann, sind die Gifte ja nicht weiter schlimm. Im
übrigen weigerst Du Dich standhaft, auch nur ein Gift zu benennen. Es
gibt keins.

> >Wenn ich mit Milch und Hackbraten 80 oder 90 Jahre alt werde, dann
> >finde ich das prima.
>
> Ja *wenn*. Und *wenn* Du keine Hautkrankheiten und keine Allergien
> durch die "gute" Milch bekommst, wie es vielen Menschen heute geht.

Diese Menschen meiden halt Milchprodukte. So schwer ist das *heutzutage*
in *dieser Region* auch nicht.

> >Besser so als nur noch auf rohem Gemüse rumkauen
> >zu müssen. Wie alt wird denn eigentlich der durchschnittliche
> >Rohköstler?
>
> Immer noch die selben dümmlichen Klischees vom Gemüse mümmelnden
> Rohköstler. Hier steht die vollständige Nahrungspalette, die einem
> Rohköstler zur Verfügung steht:
> http://menschennahrung.de/11__Praxis/3__Nahrungspalette.html
>
> Und in
> Message-ID: <418e88e1$0$20939$9b4e...@newsread2.arcor-online.net>
> hatte ich ein paar Beispiele für Mahlzeiten gegeben.
>
> Wenn Du unfähig bist, das zur Kenntnis zu nehmen, dann scheidest
> Du als Diskussionspartnerin in Zukunft aus. Diskussionen mit Leuten,
> die nach einer Erläuterung nicht mal ansatzweise in der Lage sind,
> den Standpunkt des anderen zu verstehen, sind sinnlos.

Die Welt ist schlecht, Susie Krause viel schlechter, aber ICH bin
richtig böse!

> Um auf die Frage zurückzukommen: das Durchschnittsalter von Roh-
> köstlern kann bisher nicht bestimmt werden, weil die Leute, die es
> am längsten machen, gerade mal 70 sind. Aber so Richtung 120 dürfte
> es gehen, wenn man sich einige Beispiele aus der Vergangenheit an-
> sieht.

Gröhl!

> Und zwar 120 bei bester Gesundheit bis kurz vor dem Ende statt
> chronischen Siechtums in den letzten Jahrzehnten des Lebens.

Und die sterben woran? An ihrer Gesundheit?

> >Na, dann wäre ich da an Deiner Stelle aber vorsichtig. Vielleicht
> >stellt sich heraus, dass der Mensch daran nicht angepasst ist...
>
> Diese Frage solltest Du Dir mal lieber für Kuhmilch und Getreide
> stellen.

Es bedarf keiner sonderlichen Anpassung. Weder für das eine, noch das
andere. Erst wenn man wie Du eine (noch notwendige) Anpassung
unterstellt, kommt man ins Schleudern, warum Paranuß im Gegensatz zu
Weizen genießbar sei.

> >>Wir sind an die Verwendung von Mühlen nicht genetisch angepaßt.
> >
> >Aber an das gebetsmühlenartige Wiederholen von Unsinn schon, oder?
> >Mühlen gibt es seit rund 6000 Jahren.
>
> 6000 Jahre sind für eine genetische Anpassung an veränderte Lebens-
> umstände eine lächerliche Zeitspanne. Vergiß es. Genetische Anpassungen
> benötigen ab 100.000 Jahren aufwärts.

Genetische Anpassung ist Selektion der für die Lebensbedingungen besten
Gene. Im Zweifel reicht eine Generation. Da bleiben halt von 10
Millionen Lebewesen 3 Familien übrig, aber die sind richtig fit.

> Zitat:
> |Diese Feuerstellen sind offenbar zum Kochen von Nahrung verwendet
> |worden und dienten möglicherweise als Begegnungsstätte.
>
> Merke: wenn in einem Text "offenbar" steht, dann heißt das, daß
> man nur spekuliert. Es kann genau so gut sein, daß die Menschen
> das Feuer damals nur zum Wärmen nutzten.

Das sind 2 Spekulationen auf einmal. Deine hat den Nachteil, daß sie ab
irgendeinem Zeitalter garantiert vorbei war. Sonst gäbe es heute keine
Backöfen.


> >Ob Mikrowelle oder Feuerstelle ist Jacke wie Hose.
>
> Du kannst Dich gerne über die Wirkung von Mikrowellen auf Lebensmittel
> (oder auf Dein Gehirn - Stichwort Mobilfunktelefone) informieren.
> Mikrowelle ist *nicht* das selbe wie Kochtopf oder Feuerchen.

In Bezug auf den Garprozess ist Mikrowelle das selbe wie Kochen. Auf
diesem Gebiet bin ich sehr genau informiert. Mehr als Wärme bekommen die
Mobilfunkwellen nicht hin.


> >>Mühlen beschaffen keine fehlenden Verdauungsenzyme und sind daher nur
> >>Selbstbetrug.
> >
> >Um Stärke zu verdauen? Das entsprechende Enzym, um Stärke
> >aufzuschließen, haben wir alle im Speichel.
>
> Die übliche reduktionistische Sichtweise der Welt. Ich ziehe dagegen
> eine ganzheitliche Betrachtung vor. Und diese sagt mir, daß Getreide
> nicht nur aus Stärke besteht. Und Kuhmilch nicht nur aus Laktose.

Meine Ganzheitlichkeit sagt mir, daß Getreide vor allem aus Stärke
besteht und das von Dir behauptete Gift nicht existiert. Das zeigt das
ganzheitlich betrachtete Leben der Menschen. Die fühlen sich mit Pizza
wohl.

> >Fallen Dir von der Rohkost schon die Zähne aus? Frisches Getreide kann
> >man durchaus kauen. Gequollenes oder gekeimtes auch.
>
> Rohes Getreide schmeckt nur nach Pappe.

Darum wird es bevorzugt zu lecker Brot und Kuchen verarbeitet.

> Außerdem ist es von seinen
> Inhaltsstoffen her wertloser Nahrungsmüll.

Quark.

> Nüsse dagegen enthalten
> jede Menge Mineralstoffe, Vitamine und Fette.
>
> >Außerdem kann man es mahlen.
>
> Sag mal, hat Deine Schallplatte einen Sprung?

Für Deine Dummheiten muß man nicht jedesmal eine andere Formulierung
suchen. Diese NG dient nicht Deiner Unterhaltung.

> Du demonstrierst hier nur, daß Du keine Ahnung hast.
> Ich lagere einige Nußsorten schon jahrelang bei mir zuhause, ohne
> daß ein nennenswerter Anteil davon verdorben wäre.

Hmmm, ob Du wirklich an abgelagerte Nüsse angepaßt bist? Früher(TM) hat
man die doch auch frisch von den Bäumen geknabbert. Stefan, ich fürchte
um Deine Gesundheit. Das ganze viele Lagergift!

Happy Oyster

unread,
Nov 14, 2004, 10:43:01 AM11/14/04
to
On 13 Nov 2004 12:28:06 GMT, Klaus Cammin <klaussei...@klaca.de>
wrote:


Für die Kinder, die an den Folgen dieses Wahnsinns gesundheitliche
Schäden erleiden oder sogar sterben, hat das fatale Folgen, sehr
geehrter Herr Cammin.

Das Tragen des Hakenkreuzes als Nazi-Symbol ist verboten. Aber Kinder
krepieren lassen durch solche Wahnsinnigen, das ist in Deutschland
erlaubt...

Mit freundlichem Gruß

Aribert Deckers
--
Tot durch Ryke Geerd Hamer

http://www.ariplex.com/ama/ama_ham2.htm

Klaus Cammin

unread,
Nov 14, 2004, 1:10:29 PM11/14/04
to
Happy Oyster schrieb:

> Für die Kinder, die an den Folgen dieses Wahnsinns gesundheitliche
> Schäden erleiden oder sogar sterben, hat das fatale Folgen, sehr
> geehrter Herr Cammin.

In der Tat. Man muß sich darüberhinaus die Folgen der Indoktrination von
Geburt an vergegenwärtigen, wovon man in deren Urkostfroum überzeugen kann,
wenn Eltern mit stolzgeschwellter Brust damit prahlen, wie sie ihre Kinder im
Rohkost-Sinne beeinflussen. :-((

> Das Tragen des Hakenkreuzes als Nazi-Symbol ist verboten. Aber Kinder
> krepieren lassen durch solche Wahnsinnigen, das ist in Deutschland
> erlaubt...

Mir wäre es lieb, wenn weder das eine noch das andere passiert.

Viele Grüße
Klaus

Stefan Fritze

unread,
Nov 14, 2004, 4:20:54 PM11/14/04
to
>>Stefan Fritze schrieb:

>>Mühlen beschaffen keine fehlenden Verdauungsenzyme und sind daher nur
>>Selbstbetrug.
>
>Ralf Muschall schrieb:
>Reibmägen auch nicht.

Die Natur hat dafür gesorgt, daß die Inhaber der Reibmägen die
Körner auch verdauen können. Ich dachte, das versteht sich von selbst.

>>Nüsse kann man kauen. Bei Getreide hat man damit wenig Erfolg. Mal
>
>Ich kaue gerade testweise Roggen - schmeckt fade, aber geht.

Rohes Getreide ist ziemlich unverdaulich. Daher die Erhitzung.
Dabei kommt aber auch nichts Gutes heraus. Man kann das drehen
und wenden wie man will. Getreide taugt nichts.

>>Eine Krankheit, die mein Befinden nicht beeinträchtig ist mir
>>gleichgültig.
>
>Noch schlimmer - es ist gar keine Krankheit.

Vorstufen von Krebs? Nur mal als Beispiel.

>>Daß die Zöliakie das Befinden beeinträchtigt, merken viele Menschen erst
>>dann, wenn sie mal konsequent auf Getreide verzichten.
>
>Wie soll jemand, der sich wohlfühlt, Beeinträchtigungen bemerken, wenn
>er auf etwas Deiner Ansicht nach schädliches verzichtet?

Er bemerkt, daß gewisse Probleme, die er schon als gottgegeben angesehen
hat, nach dem Weglassen von Getreide auf einmal verschwinden.
Zum Beispiel die ständig unsaubere Haut oder die Schuppen oder was immer
die individuellen Ausprägungen der Schwierigkeiten mit Getreide halt
sind.

Gruß
Stefan

Stefan Fritze

unread,
Nov 14, 2004, 3:41:48 PM11/14/04
to
>>Stefan Fritze schrieb:
>>Es bedeutet, daß der menschliche Körper bei einer anhaltenden Ver-
>>giftung in der Toleranzzustand geht und die Gegenmaßnahmen einstellt,
>>in der Hoffnung, daß die Vergiftung auch mal ein Ende hat und dann
>>entgiftet werden kann.
>
>Susie Krause schrieb:

>Interessant - woher hast Du diese Erkenntnisse?

Aus einem alten Rohkost-Buch. Google nach "Immuntoleranz" liefert
aber auch einiges, z.B.:
http://www.mta-l.de/imm/im_r028.htm
http://www.mta-l.de/imm/im_r030.htm

>Du wirst lachen: Die Allergien bekomme ich, wenn ich zuviel rohes Obst
>und Gemüse esse. Milch, Quark, Joghrut, Käse, dazu ein frisch
>gebackenes Brot - alles überhaupt kein Problem. Aber gib mir irgendwas
>mit reichlich Fruchsäuren und -zucker, dann wird's bunt.

Verstehe. Nein, das ist nicht zum Lachen. Das ist ein sehr schlechter
Gesundheitszustand. Wenn Du Dich mit denaturierten Lebensmitteln weiter
vergiftest, dann merkst Du nichts, weil Du in der Immumtoleranz bist.
Ißt Du dagegen etwas Natürliches, dann fängt Dein Körper sofort an, zu
entgiften. Entgiftung ist fast immer unangenehm.

Theoretisch kann es auch noch sein, daß Du gegen die Chemikalien aller-
gisch bist, mit denen Obst und Gemüse regelrecht überschwemmt wird.
Eine Gegenprobe mit Bioware verschafft Klarheit.
Wenn's dann auch noch bunt wird, dann sind es massive Entgiftungs-
erscheinungen.

>Und? Welchen unterschied macht es, wenn ich die Würmer in den Äpfeln
>mitesse?

Wie kamen wir jetzt auf die Würmer in den Äpfeln?

>Bevor ich rohen Fisch esse, muss wohl auch einiges passieren.

Nun hast Du Dir genau die Sachen ausgesucht, die Du nicht magst.
Fällt Dir das nicht auf?
Dabei gäbe es soooo viele wohlschmeckende und nahrhafte rohe Lebens-
mittel, z.B. Kakis, Mangos, Mandeln, Oliven, Haselnüsse, Tomaten,
Gurken, Macadamianüsse, göttliche Tropenfrüchte, und so weiter.
Aber nein, *Dir* fallen nur Äpfel, Würmer und Fleisch ein.

Na ja, jede sieht nur das, was sie sehen möchte. So war's und so wird
es sein.

>Und der Rest ist ja wohl doch überwiegend rohes Obst und Gemüse.

Keineswegs. Ich sehe da 6 Gruppen von Lebensmitteln, die teilweise
sehr stark von Obst und Gemüse abweichen.

>BTW: Zu Deiner "vollständigen Nahrungspalette" gehört ja
>wohl auch reichlich Getreide...

Nein. Das ist lediglich ein Punkt auf der Liste, nämlich in der
Gruppe 4 "Körner".
Ich selbst mag kaum Getreide und esse es bestenfalls 1-2 mal im Jahr.

>Ja, ziemlich viel Obst und Gemüse.

Selektive Wahrnehmung, siehe oben.

>Abgesehen hätte ich keine Lust den ganzen Tag Hunger zu
>schieben bei solch einer einseitigen Ernährung. Der Sättigungsfaktor
>geht für mich bei rohem Obst und Gemüse gegen null.

Und wieder hebst Du nur auf Obst und Gemüse ab. Wirklich eine sehr
selektive Wahrnehmung.
Ich esse lediglich 2x am Tag und bin satt. Ich schiebe keinen Hunger.
Wie Du an meinen Tagesplänen siehst, esse ich nur mittags Obst und
Gemüse, abends dann oft fett- und/oder eiweißhaltige Lebensmittel.
Diese sättigen ungemein - so daß das Frühstück entfallen kann.

>Wie kannst Du dann so überzeugt sein, dass man mit solcher Ernährung
>tatsächlich älter wird?

Weil ich und andere Rohköstler beobachten, daß Alterungserscheinungen
fast völlig zum Stillstand kommen. Und von den üblichen Krankheiten,
die meine kochende Mitwelt in meinem Alter hat, habe ich *keine*.

>Von welcher Vergangenheit reden wir denn jetzt
>überhaupt? Von der Steinzeit? Oder meinst Du mehr so die letzten 200
>Jahre?

Was steinalte Rohköstler angeht: die letzten 200 Jahre. Alles andere
verliert sich im Nebel der Geschichte. Einzelne Personen lassen sich
dann kaum noch orten.

>Da fallen mir eigentlich ein paar Japaner ein die (trotz
>fehlender Geburtsdaten) angeblich 120 Jahre alt geworden sein sollen.
>In einem Intweview sagte mal eine 112-jährige, dass sie jeden Tag
>einen Becher Sake trinkt - das sei ihr Rezept für ein langes Leben.

Wer sehr sparsam ißt, kann auch mit Kochkost alt werden, sofern das
Erbgut dafür vorhanden ist.
Aber sparsam essen ist in Deutschland nicht gerade in Mode. Und in
den USA auch nicht, wie man an den ungeheuerlichen Fettklöpsen sieht,
die es dort gibt (nur so nebenbei).

>>Diese Frage solltest Du Dir mal lieber für Kuhmilch und Getreide
>>stellen.
>
>Hatten wir doch gerade. Und offensichtlich *ist* der Mensch daran
>angepasst, denn die meisten vetragen es ja ausgezeichnet.

Da fast alle Menschen in einem mehrfachen Immuntoleranzzustand sind,
läßt sich eine derartige Aussage nicht machen.
Ob man etwas verträgt, merkt man hauptsächlich bei der ersten Kon-
frontation. Und da kotzen Babies die Kuhmilch aus, kriegen Schaum im
Bauch, Koliken, Durchfall, Blähungen, usw. Eigentlich sehr deutliche
Zeichen - man müßte sie nur interpretieren können.

>>6000 Jahre sind für eine genetische Anpassung an veränderte Lebens-
>>umstände eine lächerliche Zeitspanne. Vergiß es. Genetische Anpassungen
>>benötigen ab 100.000 Jahren aufwärts.
>
>Dann also auch keine Paranüsse und keine südamerikanischen Früchte.

Dazu muß erst geklärt werden, was deren Vorgänger sind. Lassen sich
diese Lebensmittel auf tropische Vorgänger zurückführen, sind wir
sehr wohl an sie angepaßt, weil auch wir Europäer aus den Tropen
stammen.

>>Merke: wenn in einem Text "offenbar" steht, dann heißt das, daß
>>man nur spekuliert. Es kann genau so gut sein, daß die Menschen
>>das Feuer damals nur zum Wärmen nutzten.
>
>"Offenbar" bedeutet, dass es sich "offenbart" hat - also erkennbar
>ist.

Nö, leider nicht. Sonst stünde nämlich eine sinnvolle Begründung
für diesen Schluß da. Achte auf Zeitungsberichte, in denen das
verräterische Wort "offenbar" steht. Es sind immer nur Vermutungen.

>Wieso sollten in der wärmenden Feuerstelle Essensreste liegen,
>wenn man nicht versucht haben sollte, sie zu garen und dann zu essen?

Weil man die Essensreste der Einfachheit halber ins Feuer geworfen
hat, statt sie auf den Kompost zu tragen?

>"Wissenschaftler der Hebrew University of Jerusalem haben bei
>Grabungen verbranntes Holz, Saatgut und Früchte neben benutzten
>Feuersteinen gefunden, berichtet das Magazin «Science» in seiner
>aktuellen Ausgabe." Saatgut und Früchte erscheinen mir in so einer
>Umgebung etwas zu kostbar, als dass man sie nur verfeuert, damit es
>warm wird.

"neben" Feuersteinen heißt nicht, "im" Feuer.
Abgesehen davon daß sich durch Erdverschiebungen das alles nach
tausenden von Jahren alles ein wenig anders angeordnet haben kann als
es damals war. Mit solchen Schlüssen sollte man sehr vorsichtig sein.

Wenn man zufällig Knochen in der Asche findet, schließt man dann
daraus, daß die Leute sich damals gegenseitig ins Feuer gestoßen
haben? Hoffentlich nicht!

>*lol* Wie wäre es, wenn *Du* Dich mal über das Kochen mit der
>Mikrowelle informierst.

Danke, schon passiert.

>>Die übliche reduktionistische Sichtweise der Welt. Ich ziehe dagegen
>>eine ganzheitliche Betrachtung vor. Und diese sagt mir, daß Getreide
>>nicht nur aus Stärke besteht.
>
>Und? Wo ist dann das Problem?

Es genügt nicht, Stärke verdauen zu können. Bei weitem nicht.

>>Und Kuhmilch nicht nur aus Laktose.
>
>Das hat ja niemand behauptet.

Aber man behauptet, daß es genüge, Laktose verdauen zu können und
alles wäre gut. Genau wie Deine Behauptung mit der Getreidestärke.
Daher mein Beispiel.

>>Rohes Getreide schmeckt nur nach Pappe. Außerdem ist es von seinen
>>Inhaltsstoffen her wertloser Nahrungsmüll.
>
>Eben hast Du noch behauptet, dass es mehr enthält als nur Stärke.

Sicher. Es enthält beispielsweise diverse Enzyminhibitoren, Phytin
und andere Gemeinheiten, die allesamt für einen Menschen sehr
schlecht verdaubar sind. Leider sind das keine Nährstoffe. Im Gegen-
teil: diese Substanzen blockieren sogar die im Getreide enthaltenen
wenigen Nährstoffe. Netter Text dazu:
http://www.gzl.com/sortiment/brot/
(Der Abschnitt "W A R U M N A T U R S A U E R T E I G ?")

>>Nüsse dagegen enthalten
>>jede Menge Mineralstoffe, Vitamine und Fette.
>
>Die selbstverständlich im Getreide nicht enthalten sind... *lol*

Richtig!

>Deswegen gibt es ja auch kein Weizenkeimöl und die ganzen Vitamine
>sind natürlich auch nur im Brot, weil man sie nachträglich zufügt.

Weizenkeimöl ist ein extrahiertes künstliches Nahrungsmittel.
Ich sprach nicht von Öl sondern von Getreide.
Schon wieder ein Ausweichmanöver Deinerseits.
Brot enthält bestenfalls ein paar B-Vitamine. Alles andere geht
bei 250°C kaputt.

>>Ich lagere einige Nußsorten schon jahrelang bei mir zuhause, ohne
>>daß ein nennenswerter Anteil davon verdorben wäre.
>
>Woher weißt Du, dass sie nicht verdorben sind?

Das läßt sich unschwer an Geruch und Geschmack erkennen.

>Die Schimmelpilzgifte
>kann man nämlich nicht sehen oder riechen, wenn sie nicht schon
>wirklich geballt auftreten.

Dann frage ich mal umgekehrt, woher *Du* folgendes hast:


>Werden innerhalb kurzer Zeit ranzig und/oder schimmeln. Das ist dann
>*richtig* ungesund.

Ach so? Ich dachte, die Schimmelpilzgifte kann man nicht sehen
oder riechen? Woher weißt Du das dann?
Ranzige Nüsse dürften wohl sehr einfach erkennbar sein. Aber sonst?
Du widersprichst Dir selbst.

>Außer Erdnüssen, die allerdings gar keine Nüsse sind, kenne ich keine
>Nussart, die vor Verkauf großartig erhitzt würde.

Macadamianüsse, Paranüsse, Walnüsse und Haselnüsse sind fast mit
Sicherheit erhitzt. Rohköstler wissen dies.

Gruß
Stefan

Stefan Fritze

unread,
Nov 14, 2004, 4:12:36 PM11/14/04
to
>>Stefan Fritze wrote:
>>Es bedeutet, daß der menschliche Körper bei einer anhaltenden Ver-
>>giftung in der Toleranzzustand geht und die Gegenmaßnahmen einstellt,
>>in der Hoffnung, daß die Vergiftung auch mal ein Ende hat und dann
>>entgiftet werden kann.
>
>Raimund Nisius schrieb:

>Wenn man so leben kann, sind die Gifte ja nicht weiter schlimm.

Immuntoleranz ist kein guter Zustand. Er bereitet den Boden für
Autoimmunerkrankungen aller Art, Allergien und Krebs.
Ein tolerantes Immunsystem erfüllt seine eigentlichen Aufgaben
nicht mehr. Das hat böse Folgen.

>Im übrigen weigerst Du Dich standhaft, auch nur ein Gift zu benennen.
>Es gibt keins.

Die Lebensmittelchemiker können Dir diverse Röstprodukte nennen,
die teratogen, kanzerogen und was sonst noch sind.
Alles in der "gesunden" Brotkruste oder Bratenkruste drin.
Und das war nur die Kruste. Man sollte nicht glauben, daß die anderen
Kreuzprodukte von Zuckern und Eiweißen, die bei niedrigeren Temperaturen
als 200°C enstehen, unschädlich seien.
Ansonsten: wie wärs mit Acrylamid? Reicht doch. Immer schön beim
Pommes-Essen daran denken, *lach*.

>>Ja *wenn*. Und *wenn* Du keine Hautkrankheiten und keine Allergien
>>durch die "gute" Milch bekommst, wie es vielen Menschen heute geht.
>
>Diese Menschen meiden halt Milchprodukte. So schwer ist das *heutzutage*
>in *dieser Region* auch nicht.

Ich finde, es ist eine törichte Strategie, ungesunde Nahrung erst
dann zu meiden, wenn offensichtliche Probleme auftreten.
Hast Du mal was von Prävention gehört? Ist bei den Ärzten momentan
schweeeer in Mode.

>Die Welt ist schlecht, Susie Krause viel schlechter, aber ICH bin
>richtig böse!

Mag sein. Wir sind hier nicht beim ProMarkt. ("Wir sind die Guten")
*ggg*

>>Und zwar 120 bei bester Gesundheit bis kurz vor dem Ende statt
>>chronischen Siechtums in den letzten Jahrzehnten des Lebens.
>
>Und die sterben woran? An ihrer Gesundheit?

An Alterssschwäche oder Unfällen. Das nenne ich normal.

>>>Na, dann wäre ich da an Deiner Stelle aber vorsichtig. Vielleicht
>>>stellt sich heraus, dass der Mensch daran nicht angepasst ist...
>>
>>Diese Frage solltest Du Dir mal lieber für Kuhmilch und Getreide
>>stellen.
>
>Es bedarf keiner sonderlichen Anpassung.

Beweis durch Behauptung. Putzig.
Da halte ich es doch lieber mit
http://www.mayo.edu/proceedings/2004/jan/7901r3.pdf
oder mit
http://www.sve.org/d/printmedien/zeitschrift_tabula/jahrgang_2002/1_2002/Spezial_Tabula_1-2002.pdf
http://www.scdiet.de/fragen/steinzeit.htm

>Genetische Anpassung ist Selektion der für die Lebensbedingungen besten
>Gene. Im Zweifel reicht eine Generation.

Oh oh. Eine Generation, das ist wirklich lustig. Frag mal einen
Biologen, der etwas von Genetik versteht, was er dazu sagt. Sei
darauf gefaßt, daß er Dich auslachen wird.

>Da bleiben halt von 10
>Millionen Lebewesen 3 Familien übrig, aber die sind richtig fit.

Wenn der Anpassungsdruck so extrem gewesen wäre, dann wäre die
Menschheit ausgestorben. 3 von 10 Millionen, überleg mal, was
das bedeutet. So viele Menschen gab es bis 8000 Jahren gar nicht
auf der Erde.

Übrigens, schöne Texte zur Erdbevölkerung:
http://www.ecopop.ch/A5BEVOELKWELT/weltbev.html
http://www.chemievorlesung.uni-kiel.de/1992_umweltbelastung/ausblick.htm

>>Merke: wenn in einem Text "offenbar" steht, dann heißt das, daß
>>man nur spekuliert. Es kann genau so gut sein, daß die Menschen
>>das Feuer damals nur zum Wärmen nutzten.
>
>Das sind 2 Spekulationen auf einmal. Deine hat den Nachteil, daß sie ab
>irgendeinem Zeitalter garantiert vorbei war. Sonst gäbe es heute keine
>Backöfen.

Sicher. Die Backöfen gibt es eben noch nicht so lange, daß eine
genetische Anpassung an ihre Erzeugnisse hätte stattfinden können.
Darum ging und geht es mir.

>In Bezug auf den Garprozess ist Mikrowelle das selbe wie Kochen. Auf
>diesem Gebiet bin ich sehr genau informiert. Mehr als Wärme bekommen die
>Mobilfunkwellen nicht hin.

Schön wärs. Allein die "hot spots" sagen uns schon, daß da etwas
anderes passiert als beim Kochen. Lokale Überhitzung hat auch das
Entstehen lokaler neuer chemischer Verbindungen zur Folge, die bei
normalem Kochen nicht entstanden wären.
Die Wärmezufuhr per Mikrowelle ist etwas völlig anderes als per
Kochtopf, wie schnell klar wird, wenn man versucht, ein Ei in der
Mikrowelle zu garen...

Du gehörst zu den Leuten, die sich ständig die Augen zuhalten, um
unangenehme und beunruhigende Erkenntnisse nicht sehen zu müssen.

>Meine Ganzheitlichkeit sagt mir, daß Getreide vor allem aus Stärke
>besteht und das von Dir behauptete Gift nicht existiert.

"vor allem" ist nicht "nur".

>Das zeigt das
>ganzheitlich betrachtete Leben der Menschen. Die fühlen sich mit Pizza
>wohl.

Ein dümmeres Argument gibt es kaum noch.
Es gibt eine Menge Raucher, die sich mit ihren Zigaretten wohl fühlen.
Leben sie also gesund?
Au weia! Das wird mir allmählich zu billig hier.

>>Rohes Getreide schmeckt nur nach Pappe.
>
>Darum wird es bevorzugt zu lecker Brot und Kuchen verarbeitet.

... was dann die üblichen Probleme erhitzter Kohlenhydrate mit
sich bringt, z.B. überschießende Insulinantwort. Und so weiter...
Diabetiker können ein garstig Lied davon singen.

>Hmmm, ob Du wirklich an abgelagerte Nüsse angepaßt bist?

Freilich. Steinzeitliche Vorratshaltung für den Winter. Deswegen
schmecken viele Nüsse erst im alten Zustand richtig gut.

Gruß
Stefan

Susie Krause

unread,
Nov 14, 2004, 5:40:28 PM11/14/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:

>Aus einem alten Rohkost-Buch. Google nach "Immuntoleranz" liefert
>aber auch einiges, z.B.:
>http://www.mta-l.de/imm/im_r028.htm
>http://www.mta-l.de/imm/im_r030.htm

Und was soll mir das jetzt sagen? Was haben die Seiten mit Rohkost zu
tun? Wie heißt das Rohkostbuch - und auf welche Quellen stützt es
sich?

>>Du wirst lachen: Die Allergien bekomme ich, wenn ich zuviel rohes Obst
>>und Gemüse esse. Milch, Quark, Joghrut, Käse, dazu ein frisch
>>gebackenes Brot - alles überhaupt kein Problem. Aber gib mir irgendwas
>>mit reichlich Fruchsäuren und -zucker, dann wird's bunt.
>
>Verstehe. Nein, das ist nicht zum Lachen. Das ist ein sehr schlechter
>Gesundheitszustand.

Seltsam - mir geht's ausgezeichnet. Zumindest solange ich nicht zuviel
rohes Gemüse esse. In Maßen geht alles - das sollte wohl auch die
Devise gesunder Ernährung sein. Alles in Maßen.

>Wenn Du Dich mit denaturierten Lebensmitteln weiter
>vergiftest, dann merkst Du nichts, weil Du in der Immumtoleranz bist.

Prima, solange ich nichts merke, gehts mir also gut.

>Theoretisch kann es auch noch sein, daß Du gegen die Chemikalien aller-
>gisch bist, mit denen Obst und Gemüse regelrecht überschwemmt wird.
>Eine Gegenprobe mit Bioware verschafft Klarheit.

Ist vollkommen egal. Gib mit fünf Biomöhren oder Äpfel und Du verlässt
zwei Stunden später fluchtartig den Raum.

>>Und? Welchen unterschied macht es, wenn ich die Würmer in den Äpfeln
>>mitesse?
>
>Wie kamen wir jetzt auf die Würmer in den Äpfeln?

Schau mal, was bei den Proteinhaltigen Lebensmitteln genannt wird - Du
wirst ja wohl kaum ernsthaft irgendwelche Insekten essen, oder? *würg*

>>Bevor ich rohen Fisch esse, muss wohl auch einiges passieren.
>
>Nun hast Du Dir genau die Sachen ausgesucht, die Du nicht magst.
>Fällt Dir das nicht auf?

Doch, sicher. Ich hätte auch genauso gut das Obst angeben können. Das
mag ich nämlich auch nicht. Aber ich gehe mal davon aus, dass kaum
jemand aus unserem Kulturkreis "naturbelassenen" rohen Fisch oder
Insekten essen wird. Es sei denn, er/sie will besonders hip und cool
wirken.

>Dabei gäbe es soooo viele wohlschmeckende und nahrhafte rohe Lebens-
>mittel, z.B. Kakis, Mangos, Mandeln,

Davon bekomme ich bei größeren Mengen Durchfall.

>Oliven,

Zeig mir die mal in naturbelassenem Zustand. Die kann man allenfalls
eingelegt essen.

>Haselnüsse,

Okay, aber in größeren Mengen - siehe Mandeln.

>Tomaten,

Von rohen Tomaten bekomme ich Ekelanfälle. Weg mit dem Glibsch. Nur
getrocknet oder gekocht.

>Gurken,

Okay, mit ordentlich Essig, Öl, Zucker und Dill.

>Macadamianüsse,

Zu fett.

>göttliche Tropenfrüchte,

Schmecken mir nicht. Ab und zu mal ja, aber Bananen nur gebacken.
Orangen nur gepresst. Von Kiwis bekomme ich Durchfall (zuviel
Fruchtsäure).

>>BTW: Zu Deiner "vollständigen Nahrungspalette" gehört ja
>>wohl auch reichlich Getreide...
>
>Nein. Das ist lediglich ein Punkt auf der Liste, nämlich in der
>Gruppe 4 "Körner".
>Ich selbst mag kaum Getreide und esse es bestenfalls 1-2 mal im Jahr.

Wie? Den wertlosen Müll?

>Und wieder hebst Du nur auf Obst und Gemüse ab. Wirklich eine sehr
>selektive Wahrnehmung.

Das Du ja auch hauptsächlich verzehrst. Salat etc. hefte ich mal unter
Gemüse ab. Was ich vom reelmäßigen Verzehr importierter Nüsse halte,
habe ich ja an anderer Stelle schon erwähnt.

>Ich esse lediglich 2x am Tag und bin satt. Ich schiebe keinen Hunger.
>Wie Du an meinen Tagesplänen siehst, esse ich nur mittags Obst und
>Gemüse, abends dann oft fett- und/oder eiweißhaltige Lebensmittel.
>Diese sättigen ungemein - so daß das Frühstück entfallen kann.

Ja, und ich würde davon nicht satt. Voll schon, aber nicht satt.

>Weil ich und andere Rohköstler beobachten, daß Alterungserscheinungen
>fast völlig zum Stillstand kommen. Und von den üblichen Krankheiten,
>die meine kochende Mitwelt in meinem Alter hat, habe ich *keine*.

Wie alt bist Du?

>Was steinalte Rohköstler angeht: die letzten 200 Jahre. Alles andere
>verliert sich im Nebel der Geschichte. Einzelne Personen lassen sich
>dann kaum noch orten.

Das können dann aber nicht so wahnsinnig viele sein, denn ab und an
liest man ja, dass mal irgendwo der älteste Mann oder die älteste Frau
gestorben sei. Das sind allerdings wohl keine Rohköstler.

>>Da fallen mir eigentlich ein paar Japaner ein die (trotz
>>fehlender Geburtsdaten) angeblich 120 Jahre alt geworden sein sollen.
>>In einem Intweview sagte mal eine 112-jährige, dass sie jeden Tag
>>einen Becher Sake trinkt - das sei ihr Rezept für ein langes Leben.
>
>Wer sehr sparsam ißt, kann auch mit Kochkost alt werden, sofern das
>Erbgut dafür vorhanden ist.

Aha.

>Aber sparsam essen ist in Deutschland nicht gerade in Mode. Und in
>den USA auch nicht, wie man an den ungeheuerlichen Fettklöpsen sieht,
>die es dort gibt (nur so nebenbei).

Naja, das ist aber eine andere Geschichte. Ich glaube *niemand* hier
verficht die These, das viel Essen auch viel hilft beim Altwerden.

>Da fast alle Menschen in einem mehrfachen Immuntoleranzzustand sind,
>läßt sich eine derartige Aussage nicht machen.

Woran machst Du das fest, dass das bei fast allen Menschen so sein
soll?

>Ob man etwas verträgt, merkt man hauptsächlich bei der ersten Kon-
>frontation. Und da kotzen Babies die Kuhmilch aus, kriegen Schaum im
>Bauch, Koliken, Durchfall, Blähungen, usw. Eigentlich sehr deutliche
>Zeichen - man müßte sie nur interpretieren können.

Habe ich eigentlich noch nie in dem Zusammenhang gehört. Babys kotzen
eigentlich alles mögliche mal aus - selbst Muttermilch - und das oft
nicht zu knapp und in hohem Bogen. Ergo: Kein hinreichender Beweis..

>>Dann also auch keine Paranüsse und keine südamerikanischen Früchte.
>
>Dazu muß erst geklärt werden, was deren Vorgänger sind. Lassen sich
>diese Lebensmittel auf tropische Vorgänger zurückführen, sind wir
>sehr wohl an sie angepaßt, weil auch wir Europäer aus den Tropen
>stammen.

Jetzt ruderst Du aber ganz schön. Tropische Vorgänger haben so
ziemlich alle Lebensformen, weil wir alle mal zusammen in der selben
Ursuppe gebadet haben. Darum geht's aber nicht. Sonst müsstest Du die
gleiche Argumentation nämlich beim Getreide auch akzeptieren.

>Nö, leider nicht. Sonst stünde nämlich eine sinnvolle Begründung
>für diesen Schluß da. Achte auf Zeitungsberichte, in denen das
>verräterische Wort "offenbar" steht. Es sind immer nur Vermutungen.

Das ist richtig, dass es letztlich nicht bis ins letzte Detail
bewiesen ist, weil niemand dabei war, als die Steinzeitler ihr Futter
ins Feuer gelegt haben. Und solange das so ist, wird kein ernst zu
nehmender Wissenschaftler mehr als ein "offenbar" von sich geben. Für
die Archäologie ist das aber schon ausreichend, wenn es "offenbar" so
ist. Das liegt an der Wissenschaft.

>Weil man die Essensreste der Einfachheit halber ins Feuer geworfen
>hat, statt sie auf den Kompost zu tragen?

Ich glaube kaum, dass die Jungs damals schon kompostiert haben. Wozu
auch?

>>"Wissenschaftler der Hebrew University of Jerusalem haben bei
>>Grabungen verbranntes Holz, Saatgut und Früchte neben benutzten
>>Feuersteinen gefunden, berichtet das Magazin «Science» in seiner
>>aktuellen Ausgabe." Saatgut und Früchte erscheinen mir in so einer
>>Umgebung etwas zu kostbar, als dass man sie nur verfeuert, damit es
>>warm wird.
>
>"neben" Feuersteinen heißt nicht, "im" Feuer.

Eben. Waum also verbranntes *neben* der Feuerstelle? Wenn sie die
Reste der Einfachheit halber ins Feuer geworfen hätten, lägen die
Reste nicht *neben* der Feuerstelle. Also: Das Essen ist angebrannt
und war ungenießbar. Das, was okay war, wurde gekocht verzehrt. Klingt
doch logisch.

>Abgesehen davon daß sich durch Erdverschiebungen das alles nach
>tausenden von Jahren alles ein wenig anders angeordnet haben kann als
>es damals war. Mit solchen Schlüssen sollte man sehr vorsichtig sein.

*lol* Du meinst, weil die Erde gebebt hat, ist das angebrannte
Kompostergut wieder aus der Feuerstelle gehüpft?

>Wenn man zufällig Knochen in der Asche findet, schließt man dann
>daraus, daß die Leute sich damals gegenseitig ins Feuer gestoßen
>haben? Hoffentlich nicht!

Wenn es Menschenknochen sind, würde ich auf eine Totenverbrennung
schließen.

>>*lol* Wie wäre es, wenn *Du* Dich mal über das Kochen mit der
>>Mikrowelle informierst.
>
>Danke, schon passiert.

Prima. Dann wirst Du ja jetzt hoffentlich nicht mehr so einen Unsinn
schreiben.

>>Und? Wo ist dann das Problem?
>
>Es genügt nicht, Stärke verdauen zu können. Bei weitem nicht.

Sondern?

>>>Und Kuhmilch nicht nur aus Laktose.
>>
>>Das hat ja niemand behauptet.
>
>Aber man behauptet,

Wer ist "man"?

>Sicher. Es enthält beispielsweise diverse Enzyminhibitoren, Phytin

Deshalb backt man das Getreide auch meistens. Dadurch wird unter
anderem das Phytin ausgeschaltet.

>und andere Gemeinheiten, die allesamt für einen Menschen sehr
>schlecht verdaubar sind. Leider sind das keine Nährstoffe. Im Gegen-
>teil: diese Substanzen blockieren sogar die im Getreide enthaltenen
>wenigen Nährstoffe. Netter Text dazu:
>http://www.gzl.com/sortiment/brot/
>(Der Abschnitt "W A R U M N A T U R S A U E R T E I G ?")

Da sagst Du es ja auch selbst. :-)

>>Deswegen gibt es ja auch kein Weizenkeimöl und die ganzen Vitamine
>>sind natürlich auch nur im Brot, weil man sie nachträglich zufügt.
>
>Weizenkeimöl ist ein extrahiertes künstliches Nahrungsmittel.
>Ich sprach nicht von Öl sondern von Getreide.

Du sprachst davon, dass im Getreide keine Fette enthalten seien.

>Schon wieder ein Ausweichmanöver Deinerseits.

Nö, nur eine gezielte Widerlegung Deiner Aussage.

>Brot enthält bestenfalls ein paar B-Vitamine. Alles andere geht
>bei 250°C kaputt.

Mein Brot backe ich bei 225 °C. Und für die restlichen Vitamine gibt's
eine schöne Scheibe Käse obendrauf. Gesunde Mischkost eben.

>>Woher weißt Du, dass sie nicht verdorben sind?
>
>Das läßt sich unschwer an Geruch und Geschmack erkennen.

Da wäre ich mir nicht so sicher. Aflatoxine sind nämlich in den
Mengen, in denen sie bereits schädlich wirken überhaupt nicht sicht-
und schmeckbar. Schimmel kann sich nämlich schon in Deiner Nuss
ausgebreitet haben, ohne dass Du irgendwas davon siehst. Der weiße
oder grüne Flaum ist nämlich nur die "Blüte", wenn die Nuss schon
komplett mit Schimmel durchzogen ist.

>>Werden innerhalb kurzer Zeit ranzig und/oder schimmeln. Das ist dann
>>*richtig* ungesund.
>
>Ach so? Ich dachte, die Schimmelpilzgifte kann man nicht sehen
>oder riechen? Woher weißt Du das dann?

Es gibt Laboruntersuchungen: "Der Grenzwert für Lebensmittel allgemein
beträgt gemäss der HyV Anhang 5 0.001 mg/kg für Aflatoxin B1."
(http://www.foodnews.ch/x-plainmefood/40_sicherheit/Mykotox_Aflatoxine.html)

>Ranzige Nüsse dürften wohl sehr einfach erkennbar sein. Aber sonst?
>Du widersprichst Dir selbst.

Nö.

>Macadamianüsse, Paranüsse, Walnüsse und Haselnüsse sind fast mit
>Sicherheit erhitzt. Rohköstler wissen dies.

Ach ja? Woher wissen denn das die Rohköstler? Das wäre ja mal ganz was
neues.

Níkola Heímpel

unread,
Nov 15, 2004, 3:35:51 AM11/15/04
to
Stefan Fritze wrote:
> Níkola Heímpel schrieb:
>
>>vor 3 1/2 Wochen bekam ich aus heiterem Himmel starken Durchfall,
>>wässrig, gelb, ca. 20 mal am Tag. Dazu Bauchkrämpfe überall und
>>Übelkeit. Am ersten Tag auch noch einmaliges Erbrechen, dann nicht mehr.
>
> Was gabs denn zu essen?
>
>>Ich habe angefangen, wieder zu essen,
>>allerdings löst jeder Bissen und jeder Schluck starke Magenschmerzen
>>(dachte ich zumindest) aus.
>
> Da mißachtet jemand die Signale seines Körpers, obwohl sie mit höchster
> Stärke kommen. Reichlich bescheuert, so ein Verhalten.
>
>>ich bekomme
>>Tabletten zur Verminderung der Magensäureproduktion und den Rat zu
>>Schonkost.
>
> Und von mir den Rat zu Rohkost. Das ist nämlich Schonkost. Kochkost
> ist keine Schonkost sondern belastet und macht krank.

So, etwas spät, aber darauf *muss* ich dann doch noch was sagen:

1. ich missachte die Signale meines Körpers?? nach einer Woche Durchfall
und ohne Essen habe ich LANGSAM wieder begonnen, zu essen. Und glaube
mir, das Signal meines Körpers war "Hunger" und Durst. Was machst Du
denn, wenn Du Durst hast, und jeder Schluck Tee im Nachhinein grausam
weh tut (und der Hausarzt nur ein Schmerzmittel verordnet?) Klar, wäre
mir oder noch besser dem Arzt das mit der Pankreatitis klar gewesen,
wäre die Situation anders gewesen, aber so...

2. ich weiss inzwischen, dass das damals ziemlich sicher eine akute
unerkannte Pankreatitis war, geht anscheinend glücklicherweise gerade
ohne Folgen zu Ende.

3. Ich vertrage noch jetzt Rohkost deutlich schlechter, falls es Dich
interessiert: als ich dann schliesslich wieder essen konnte, hat rohes
Obst oder Gemüse übelste Schmerzen ausgelöst, Zwieback dagegen geht
einigermassen. Du solltest Dir vielleicht gut überlegen, ob Rohkost das
Heilmittel für alle Zwecke und alle Lebenslagen ist. Schon mal versucht,
bei einer Pankreatitis mit Rohkost anzufangen? Inzwischen kann ich auch
teilweise wieder Salat und Obst essen, so langsam.

4. nein, das ganze war kein Essproblem - oder teilweise doch: eine
Salmonelleninfektion mit darauffolgender Pankreatitis und jetzt noch
Myokarditis. Schuld: wahrscheinlich ein rohes Ei im geschleckten Teig.
Soviel zur Rohkost immer und überall. Da esse ich meine Eier doch lieber
gekocht in Zukunft...

Gruss,
Nikola

Ansgar Esztermann

unread,
Nov 15, 2004, 7:59:37 AM11/15/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:
>
> Arbeit), mahlen (üble Plackerei), zu Teig machen, würzen (sonst schmeckt
> es nach Pappe),

Ach, Quark. Pure Gewohnheit. Ich verwende auch sehr wenig Gewürz, weil
ich lieber Kotletts mag, die nach Kotlett schmecken, als solche, die
nach Salz, Pfeffer, und was weiss ich sonst noch schmecken. Ich finde
die nicht fad -- viele Leute aus meinem Bekanntenkreis sind da ganz
anderer Ansicht. Und was das Brot anbelangt: Salz kommt rein, sonst
nichts. Wenn ich irgendwo im Walde lebte, wo es keines gibt, dann
ließe ich es halt auch weg.

A.
--
Ansgar Esztermann
Researcher & Sysadmin
http://www2.thphy.uni-duesseldorf.de/~ansgar

Ansgar Esztermann

unread,
Nov 15, 2004, 8:00:22 AM11/15/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:
>
> Immuntoleranz ist kein guter Zustand. Er bereitet den Boden für
> Autoimmunerkrankungen aller Art, Allergien und Krebs.
> Ein tolerantes Immunsystem erfüllt seine eigentlichen Aufgaben
> nicht mehr. Das hat böse Folgen.

Ja, da hast Du natürlich vollkommen recht. An Deiner Stelle würde ich
sofort auf 100% Kochkost umstellen.

Philipp Pagel

unread,
Nov 15, 2004, 9:53:20 AM11/15/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:

> Immuntoleranz ist kein guter Zustand. Er bereitet den Boden für
> Autoimmunerkrankungen aller Art, Allergien und Krebs.

Allergien und Autoimmunerkrankung sind ziemlich exakt das Gegenteil von
Immuntoleranz.

> Ich finde, es ist eine törichte Strategie, ungesunde Nahrung erst
> dann zu meiden, wenn offensichtliche Probleme auftreten.

Genau: Nahrung ist schlecht, lasst uns alle nur von der Liebe leben
;-)

> >Das zeigt das
> >ganzheitlich betrachtete Leben der Menschen. Die fühlen sich mit Pizza
> >wohl.

> Ein dümmeres Argument gibt es kaum noch.
> Es gibt eine Menge Raucher, die sich mit ihren Zigaretten wohl fühlen.
> Leben sie also gesund?
> Au weia! Das wird mir allmählich zu billig hier.

Also Stefan - nun bin ich aber enttaeuscht: Da verwendet mal jemand die
gleiche Argumantationsmehtode wie Du und dann gefaellt sie Dir auf
einmal nicht mehr...

cu
Philipp

--
Dr. Philipp Pagel Tel. +49-89-3187-3675
Institute for Bioinformatics / MIPS Fax. +49-89-3187-3585
GSF - German National Research Center for Environment and Health
http://mips.gsf.de/staff/pagel

Rene Tschirley

unread,
Nov 15, 2004, 10:36:29 AM11/15/04
to
Matthias Drux wrote:

> Wenn ich an gekochte Lebensmittel, Milchprodukte und Getreide nicht
> genetisch angepasst wäre, dann würden sie mir übel bekommen.
> Tun sie aber nicht.
>
> Ich danke Dir für Deine Bestätigung!

Nein, Du ignorierst nur die Tatsache, dass sie Dir uebel bekommen. Denn
das tun sie zweifelsohne. Denn taeten sie es nicht, gaebe es ja keine
Krankheiten unter den Menschen. Die kommen ja von der Unangepasstheit an
die Nahrung. Du vertraegst das Gekochte nicht, Du merkst es nur nicht.
Aber _er_ hat das Licht gesehen. _Er_ weiss Bescheid und prophezeit.

SCNR,
Rene

--
Dr.-Ing. René Tschirley
http://www.tschirley.com

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Rene Tschirley

unread,
Nov 15, 2004, 12:50:04 PM11/15/04
to
Matthias Drux wrote:

> Das ist wohl wie mit Drogen.

Ja, ganz genau, Du hast's auf den Kopf getroffen. Denn Getreide ist ja die
Droge schlechthin, noch vor dem Kochen. Die macht uns alle seit Tausenden
von Jahren glauben, ein frisch gebackenes Brot wuerde unglaublich lecker
schmecken. Und wahrscheinlich haben wir erst deshalb mit dem Kochen
angefangen.

Aber wie wir ja gelernt haben, ist das Lug und Betrug, das machen alles
die Endorphine im Getreide, denn jemand mit natuerlichen
Ernaehrungsinstinkt wuerde das Zeug nicht mal mit der Gabel anfassen, denn
das schmeckt ja schliesslich auch nicht.

Oh je, was mache ich nur mit dem leckeren Kaesebaguette, das hier vor sich
hin duftet? :-D

> Durch die Einnahme der "Kochkost" (TM by
> SF) kann der Mensch nicht mehr klar empfinden und merkt garnicht, daß es
> ihm schlecht geht, obwohl er sich wohl fühlt.

Praezise!

> Gut, daß uns unser GröEfaZ (Größter Ernährungsfachmann aller Zeiten) so
> unerbittlich erleuchtet.

Genau. Wir sollten ihm danken, ihn lobpreisen und ihm huldigen.
/me hebt auch die rechte Sandale.

Obwohl... Zahnbuerste und Zahnpasta kamen genauso wie Mundwasser, Seife
und Deo erst lange nach dem Kochtopf. Muessen wir denn darauf auch
verzichten??

Gruss,

Gaby Hornik

unread,
Nov 15, 2004, 1:36:45 PM11/15/04
to
Matthias Drux <Matthi...@t-online.de> schrieb:
> ""Stefan Fritze"" schrieb:
>
>> Wenn ich an Paranüsse nicht genetisch angepaßt wäre,
>> dann würden sie mir übel bekommen.
>
> Wenn ich an gekochte Lebensmittel, Milchprodukte und Getreide nicht
> genetisch angepasst wäre, dann würden sie mir übel bekommen.
> Tun sie aber nicht.

Du vergißt, daß du wegen deiner Ernährung nun nicht mindestens
120 Jahre alt werden wirst.



> Ich danke Dir für Deine Bestätigung!

Niemals. :->

Mfg, Gaby
--
Aus "Andromeda": "One head cannot contain all wisdom."
"The Olduvai Cycle" Systems University Archives
http://www.gabyhornik.de mailto:gaby....@gabyhornik.de
ICQ: 105106979

Message has been deleted

Heinz Gutschner

unread,
Nov 15, 2004, 1:50:47 PM11/15/04
to

"Matthias Drux" <Matthi...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cnancg$gf5$04$1...@news.t-online.com...
> "Rene Tschirley" schrieb:
>

> Gut, daß uns unser GröEfaZ (Größter Ernährungsfachmann aller Zeiten) so
> unerbittlich erleuchtet.
>

LOL; ich bin überzeugt, dafür hält er sich tatsächlich.

Grüße
Heinz


Stefan Fritze

unread,
Nov 15, 2004, 3:27:43 PM11/15/04
to
Susie Krause schrieb:

>Und was soll mir das jetzt sagen?

Was Immuntoleranz ist.

>Was haben die Seiten mit Rohkost zu tun?

Nichts. Immuntoleranz hat nichts mit Rohkost zu tun. Es ist einfach
etwas, das das Immunsystem tut, wenn es fortlaufend mit Toxinen kon-
frontiert wird.

>Wie heißt das Rohkostbuch - und auf welche Quellen stützt es sich?

Ist in diesem Zusammenhang irrelevant.

>Seltsam - mir geht's ausgezeichnet. Zumindest solange ich nicht zuviel
>rohes Gemüse esse.

Wer kein rohes Obst und Gemüse verträgt, ist schwer krank. Ich sags
gerne nochmal. Aber Du wirst sehen...

>In Maßen geht alles - das sollte wohl auch die
>Devise gesunder Ernährung sein. Alles in Maßen.

Ich weiß... in Maßen vergiften ist immer ok. Nein danke, ohne mich.

>>Wenn Du Dich mit denaturierten Lebensmitteln weiter
>>vergiftest, dann merkst Du nichts, weil Du in der Immumtoleranz bist.
>
>Prima, solange ich nichts merke, gehts mir also gut.

Ich denke mal, wir können das an dieser Stelle beenden. Du bist nicht
imstande, in diesem Punkt zu sinnvollen Schlüssen zu kommen.

>Ist vollkommen egal. Gib mit fünf Biomöhren oder Äpfel und Du verlässt
>zwei Stunden später fluchtartig den Raum.

Aha, dann ist es also Dein Vergiftungszustand, wie bereits vermutet.

>>Oliven,
>
>Zeig mir die mal in naturbelassenem Zustand. Die kann man allenfalls
>eingelegt essen.

Naturbelassene Oliven gibt es nur bei wenigen griechischen Bauern
und natürlich bei Orkos.

>Von rohen Tomaten bekomme ich Ekelanfälle. Weg mit dem Glibsch. Nur
>getrocknet oder gekocht.

Du bist echt ein krasser Fall von Vergiftung.

>Ja, und ich würde davon nicht satt. Voll schon, aber nicht satt.

"würde", ja ja. Lauter Vorurteile.

>Wie alt bist Du?

Darauf gibt es in diesem Medium keine Antwort. Meine Privatsphäre
ist mir wichtig.

>>Da fast alle Menschen in einem mehrfachen Immuntoleranzzustand sind,
>>läßt sich eine derartige Aussage nicht machen.
>
>Woran machst Du das fest, dass das bei fast allen Menschen so sein
>soll?

Weil fast alle Menschen sich mit denaturiertem Essen täglich mehrfach
vergiften. Zusätzlich dann noch mit Alkohol, Zigaretten und anderen
krankmachenden Drogen.

>Jetzt ruderst Du aber ganz schön. Tropische Vorgänger haben so
>ziemlich alle Lebensformen, weil wir alle mal zusammen in der selben
>Ursuppe gebadet haben. Darum geht's aber nicht. Sonst müsstest Du die
>gleiche Argumentation nämlich beim Getreide auch akzeptieren.

Mach ich doch. Die Wildformen von Getreide sind Gräser mit wenigen
kleinen Körnern, die man mühsam rauspulen muß. Das kann kein großer
Ernährungsbestandteil gewesen sein.

>*lol* Du meinst, weil die Erde gebebt hat, ist das angebrannte
>Kompostergut wieder aus der Feuerstelle gehüpft?

Zum Beispiel. Dann hat sich noch hier und da etwas verschoben,
als es mal ein paar Erdrutsche infolge heftiger Regenfälle gab
und schon war alles durcheinander. Die Kosmetikabteilung war ins
Klo gerutscht und die Feuerstelle zum Altar. *lach*

>>Wenn man zufällig Knochen in der Asche findet, schließt man dann
>>daraus, daß die Leute sich damals gegenseitig ins Feuer gestoßen
>>haben? Hoffentlich nicht!
>
>Wenn es Menschenknochen sind, würde ich auf eine Totenverbrennung
>schließen.

Daran sieht man sehr schön, daß man immer nur die Schlüsse zieht, die
man für plausibel hält. Und was Kochköstler für Schlüsse ziehen, darüber
kann ich vom rohen Standpunkt aus oft nur lachen.
Also wenn schon, dann müßte so ein Ausgrabungsteam zu 50% mit Roh-
köstlern bestückt sein.

>Mein Brot backe ich bei 225 °C. Und für die restlichen Vitamine gibt's
>eine schöne Scheibe Käse obendrauf. Gesunde Mischkost eben.

Ungesunde neolithische Ernährung wie aus dem (Horror)Bilderbuch.
Ich prognostiziere, daß Du Dir das gesundheitlich nicht mehr lange
leisten können wirst.

>Schimmel kann sich nämlich schon in Deiner Nuss
>ausgebreitet haben, ohne dass Du irgendwas davon siehst. Der weiße
>oder grüne Flaum ist nämlich nur die "Blüte", wenn die Nuss schon
>komplett mit Schimmel durchzogen ist.

Du wirst ungläubig staunen - aber die verschimmelten Nüsse schmecken
meist am besten. Bitte nicht nachmachen. Wer sein Essen kocht, kann
sich auf seine Sinneseindrücke diesbezüglich nicht verlassen und sollte
besser die Finger von verschimmelten und ranzigen Lebensmitteln lassen.
Ich als Rohköstler muß davor keine Angst haben, weil meine Sinne mich
vor schädlichen Substanzen warnen. Das gilt auch für angeblich nicht
schmeckbare Aflatoxine. Die Wissenschaft ist in dieser Hinsicht einfach
nur dämlich, weil sie wie üblich auf isolierte Substanzen abhebt.

>>Ach so? Ich dachte, die Schimmelpilzgifte kann man nicht sehen
>>oder riechen? Woher weißt Du das dann?
>
>Es gibt Laboruntersuchungen: "Der Grenzwert für Lebensmittel allgemein
>beträgt gemäss der HyV Anhang 5 0.001 mg/kg für Aflatoxin B1."
>(http://www.foodnews.ch/x-plainmefood/40_sicherheit/Mykotox_Aflatoxine.html)

Aha, Du läßt Deine Nußvorräte zuhause also im Labor untersuchen.
Na, das erklärt Einiges. *fg*

>>Macadamianüsse, Paranüsse, Walnüsse und Haselnüsse sind fast mit
>>Sicherheit erhitzt. Rohköstler wissen dies.
>
>Ach ja? Woher wissen denn das die Rohköstler? Das wäre ja mal ganz was
>neues.

Weil sie es *spüren*. Dazu braucht man nämlich kein Labor. Man merkt
es einfach, wenn wieder erhitzter Murks im Spiel ist. Ein bißchen Er-
fahrung mit Rohkost vorausgesetzt.

Ansonsten schreib einfach einen beliebigen Anbieter von Macadamia-
Nüssen an. Sie werden Dir in den meisten Fällen bestätigen, daß ihre
Nüsse (leicht) geröstet sind, auch wenn sie nicht als geröstet verkauft
werden. Bekannte von mir haben dies schon getan und die entsprechenden
Antworten bekommen. Der Kochtopf lauert überall. *ggg*

Gruß
Stefan

Susie Krause

unread,
Nov 15, 2004, 4:19:39 PM11/15/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:

>Susie Krause schrieb:
>>Und was soll mir das jetzt sagen?
>
>Was Immuntoleranz ist.

Ja, ganz prima, dass es dieses Phänomen gibt. Wenn das nämlich nicht
der Fall wäre, würde der Körper nämlich Antikörper gegen seine eigenen
Zellen produzieren. Und das ist gar nicht gut.

>Nichts. Immuntoleranz hat nichts mit Rohkost zu tun. Es ist einfach
>etwas, das das Immunsystem tut, wenn es fortlaufend mit Toxinen kon-
>frontiert wird.

Ich denke, Du solltest die Begriffsdefinitionen nochmal genau lesen.

>>Wie heißt das Rohkostbuch - und auf welche Quellen stützt es sich?
>
>Ist in diesem Zusammenhang irrelevant.

Ist es nicht. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich Dir jeglichen
Blödsinn ohne Quellenangabe abnehme.

>>Seltsam - mir geht's ausgezeichnet. Zumindest solange ich nicht zuviel
>>rohes Gemüse esse.
>
>Wer kein rohes Obst und Gemüse verträgt, ist schwer krank. Ich sags
>gerne nochmal. Aber Du wirst sehen...

Komisch - ich bin kerngesund und fühle mich pudelwohl. Zumindest,
solange ich mich nicht einseitig ernähre.

>Ich denke mal, wir können das an dieser Stelle beenden. Du bist nicht
>imstande, in diesem Punkt zu sinnvollen Schlüssen zu kommen.

Du sprichst schon wieder von Dir selbst, hm?

>>Zeig mir die mal in naturbelassenem Zustand. Die kann man allenfalls
>>eingelegt essen.
>
>Naturbelassene Oliven gibt es nur bei wenigen griechischen Bauern
>und natürlich bei Orkos.

Wahrscheinlich schmecken die dann auch so, dass man sie gleich in den
Orkus geben möchte. Nee, lass mal, dann lieber ein paar schöne
eingelegte Kalamatas auf die Pizza...

>>Von rohen Tomaten bekomme ich Ekelanfälle. Weg mit dem Glibsch. Nur
>>getrocknet oder gekocht.
>
>Du bist echt ein krasser Fall von Vergiftung.

*lol* Du weißt, dass Tomaten Nachtschattengewächse sind, nicht?

>>Ja, und ich würde davon nicht satt. Voll schon, aber nicht satt.
>
>"würde", ja ja. Lauter Vorurteile.

Nö. Es fehlen nur einige essentielle Dinge, die bei mir zur Sättigung
führen. Allen voran Abwechslung und Würze.

>>Wie alt bist Du?
>
>Darauf gibt es in diesem Medium keine Antwort. Meine Privatsphäre
>ist mir wichtig.

*lol* Wovor hast Du denn Angst?

>Weil fast alle Menschen sich mit denaturiertem Essen täglich mehrfach
>vergiften. Zusätzlich dann noch mit Alkohol, Zigaretten und anderen
>krankmachenden Drogen.

Du meinst solchen Drogen wie abgelagerten, rohen Hanf?

>>Jetzt ruderst Du aber ganz schön. Tropische Vorgänger haben so
>>ziemlich alle Lebensformen, weil wir alle mal zusammen in der selben
>>Ursuppe gebadet haben. Darum geht's aber nicht. Sonst müsstest Du die
>>gleiche Argumentation nämlich beim Getreide auch akzeptieren.
>
>Mach ich doch. Die Wildformen von Getreide sind Gräser mit wenigen
>kleinen Körnern, die man mühsam rauspulen muß. Das kann kein großer
>Ernährungsbestandteil gewesen sein.

Jo, aber genau wie Deine Nüsse haben sich die Pflanzen
weiterentwickelt. Und während man an Deine Paranüsse erst rankam, als
man die neue Welt besiedelte, wurde Getreide schon etliche Tausend
Jahre vorher verspeist.

>Zum Beispiel. Dann hat sich noch hier und da etwas verschoben,
>als es mal ein paar Erdrutsche infolge heftiger Regenfälle gab
>und schon war alles durcheinander. Die Kosmetikabteilung war ins
>Klo gerutscht und die Feuerstelle zum Altar. *lach*

Was für ein Zufall...

>>Wenn es Menschenknochen sind, würde ich auf eine Totenverbrennung
>>schließen.
>
>Daran sieht man sehr schön, daß man immer nur die Schlüsse zieht, die
>man für plausibel hält.

Mehr als Schlüsse ziehen aus den Dingen, die man sieht, kann man als
seriöser Altertumsforscher nicht. Aber es gibt Indizien.

>Und was Kochköstler für Schlüsse ziehen, darüber
>kann ich vom rohen Standpunkt aus oft nur lachen.

Umgekehrt allerdings auch... *hrhr*

>Also wenn schon, dann müßte so ein Ausgrabungsteam zu 50% mit Roh-
>köstlern bestückt sein.

Ich fürchte, als Rohköstler wirst Du es in einem Ausgrabungsteam im
Iran nicht leicht haben.

>>Mein Brot backe ich bei 225 °C. Und für die restlichen Vitamine gibt's
>>eine schöne Scheibe Käse obendrauf. Gesunde Mischkost eben.
>
>Ungesunde neolithische Ernährung wie aus dem (Horror)Bilderbuch.
>Ich prognostiziere, daß Du Dir das gesundheitlich nicht mehr lange
>leisten können wirst.

Stelll Dir vor, ich leiste mir das schon seit über 30 Jahren. Und
seitdem mir niemand mehr rohes Obst und Gemüse aufzwingt, sondern ich
es nur noch esse, wenn ich mal wirklich Lust drauf habe, geht es mir
viel besser. Bis ich selbst anfing, für mein Essen zu sorgen, hatte
ich tatsächlich Probleme mit Neurodermitis. Seit mir keiner mehr
Äpfelchen schält und erwartet, dass ich sie esse, ist das wie
weggeblasen.

>Du wirst ungläubig staunen - aber die verschimmelten Nüsse schmecken
>meist am besten.

*kotz* Nochmals: Viel Spaß bei der Chemo in ein paar Jahren. Ich habe
schon einige selbst ernannte Gesundheitsapostel
(Vollwert-/Rohkostverfechter) kennengelernt, die sich irgendwann
wieder eingekriegt haben, weil ihr Körper diese Ernährung irgendwann
nicht mehr vertrug.

>Ich als Rohköstler muß davor keine Angst haben, weil meine Sinne mich
>vor schädlichen Substanzen warnen. Das gilt auch für angeblich nicht
>schmeckbare Aflatoxine. Die Wissenschaft ist in dieser Hinsicht einfach
>nur dämlich, weil sie wie üblich auf isolierte Substanzen abhebt.

*au weia* Naja, das gibt ja tatsächlich hoffnung, dass Du Dich bald in
d.s.m.m nicht mehr blicken lässt, wenn Du erstmal auf der Krebsstation
liegst. Dann gibts vielleicht noch lecker Haferschleim durch die
Magensonde...

>Aha, Du läßt Deine Nußvorräte zuhause also im Labor untersuchen.
>Na, das erklärt Einiges. *fg*

Brauchst gar nicht so scheinheilig zu grinsen: Außer ein paar
geschälten Mandeln zum Backen habe ich überhaupt keine Nussvorräte.
Wenn ich mal welche da habe, dann in so kleinen Mengen, dass ich sie
innerhalb von ein paar Tagen aufessen kann. Aber das kommt ziemlich
selten vor.

>>Ach ja? Woher wissen denn das die Rohköstler? Das wäre ja mal ganz was
>>neues.
>
>Weil sie es *spüren*. Dazu braucht man nämlich kein Labor. Man merkt
>es einfach, wenn wieder erhitzter Murks im Spiel ist. Ein bißchen Er-
>fahrung mit Rohkost vorausgesetzt.

Boah, da bin ich aber schwer beeindruckt. Mal gucken, wann Du Deinen
Schimmelpizkonsum zu spüren bekommst. Vielleicht bedaure ich Dich dann
auch ein bißchen - überleg' ich mir aber nochmal.

>Ansonsten schreib einfach einen beliebigen Anbieter von Macadamia-
>Nüssen an. Sie werden Dir in den meisten Fällen bestätigen, daß ihre
>Nüsse (leicht) geröstet sind, auch wenn sie nicht als geröstet verkauft
>werden.

Ja, und?

>Bekannte von mir haben dies schon getan und die entsprechenden
>Antworten bekommen. Der Kochtopf lauert überall. *ggg*

Skandalös sowas. Ich vermute aber, dass die Dinger geröstet einfach
besser schmecken. Vielleicht hilft's ja auch gegen Verderb.

Hannes Zach

unread,
Nov 16, 2004, 6:55:14 AM11/16/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:

>[...]

> Jedenfalls wünsche ich Dir viel Spaß mit Zöliakie, Allergien, Neuro-
> dermitis, Diabetes I und so weiter.
> Leider werden weder wir noch unsere
> nächsten Nachkommendas Ergebnis der Anpassung erleben. Dafür aber die
> Probleme mit der Nichtangepaßtheit.

Komisch. Da komm ich jetzt aber schon ins Grübeln...

Mein Urgroßvater starb lt. Sterbeurkunde mit 92. Ich kenne seine
Essgewohnheiten und seine potentiellen Krankheiten natürlich nicht (er
starb 1907), aber dass er ein Rohkostler war, wage ich hinsichtlich
der Ernährungsgewohnheiten seiner Kinder zu bezweifeln.

Meinen Großvater kannte ich noch, dieser wurde 85 Jahre alt, er starb
an einer Lungenentzündung; er hatte trotz Brot, Milch und
gekochtem/gebratenem Essen sein Leben lang weder Zöliakie, Allergie,
Neurodermitis, Diabetes, etc. Im Gegenteil erfreute er sich bis ins
hohe Alter bester Gesundheit. Mein Vater starb mit 87 an den Folgen
eines Infarkts - auch er hatte, wie sein Vater, trotz Brot, Milch,
etc., sein Leben lang weder Zöliakie, Allergie, etc.

Die ganzen (Groß)Tanten und (Groß)Onkel, von denen keiner unter 80
(ausgen. Krieg, Unfall) starb, will ich gar nicht aufzählen.

Und ich bin jetzt 55, erfreue mich bester Gesundheit und hatte trotz
etc. pp. mein Leben lang weder etc. pp.

Mein Sohn, meine Tochter essen was ich esse, trotzdem: Nichts was du
da aufzählst.

Irgendwo muss da bei den Zachs hinsichtlich "Nichtangepasstheit" wohl
ein gewaltiger Wurm drinnen sein...

> Das wird wie bei den Dinosauriern enden, diese Prognose gebe ich
> schon jetzt.

Derartige prognosen sind kein Kunststück. Dass irgendwann ein
derartiger Impakt stattfinden wird, sagt uns die Statistik.
Da muss ich Susie Krause jetzt leider berichtigen: "Pfeift auf eure
Sandalen und folget der Flasche."

>[...]

Hannes
--
Guckt man nicht dauernd hin, schon haben die Pferdefliegen ausgesummst
und dafür wappeln die Wappler. Bin schon gespannt, ob den Dominikanern
nur ein kurzes Aufflackern gegönnt ist und wer die Wappler beerben wird.
Werner Merk zu H.B. in <1gm0u8t.13b76fqe31g8zN%werne...@t-online.de>

Stefan Fritze

unread,
Nov 16, 2004, 2:15:58 PM11/16/04
to
Susie Krause schrieb:

>Mal gut, dass die EU kürzlich die Grenzwerte für Aflatoxine in
>eingeführten Nüssen gesenkt hat. erade Paranüsse aus Südamerika waren
>nämlich in der Vergangenheit höchst belastet. Jetzt sind sie ein
>bißchen weniger belastet. Wenn Du die Dinger trotzdem noch regelmäßig
>in größeren Mengen essen magst, wünsche ich jetzt schonmal viel Spaß
>bei der Chemo...

Wer gekocht lebt, soll ruhig an die seligmachende Wirkung von Grenz-
werten und Verboten glauben. Geschenkt.

>>Dagegen der Aufwand mit Getreide:

...


>Klasse, dass das heute alles so viel einfacher ist.

Wir sprachen nicht von heute sondern von der Vergangenheit, als es
die Technik noch nicht gab. Und weil es sie nicht gab, war es furcht-
bar mühsam, aus Getreide Nahrung zu machen. Und weil es so mühsam
war, haben unsere Vorfahren gewiß einfachere Möglichkeiten vorgezogen.
Folglich kann Getreide kein wichtiger Bestandteil der menschlichen
Nahrungspalette sein.
Was zu zeigen war.

>Der Mensch ist
>schon ein faszinierendes Wesen, dass er für alle diese Probleme eine
>Lösung gefunden hat, um ein wertvolles Nahrungsmittel verfügbar zu
>machen.

Getreide ist leider kein wertvolles Nahrungsmittel, im Gegenteil.
Es ist minderwertige neolithische Ernährung. Kein Vergleich mit
guter Steinzeit-Ernährung.

>>Dann bist Du schwer vergiftet. Wer kein Obst mehr verträgt, befindet
>>sich in einem gefährlich schlechten Gesundheitszustand.
>
>Sicher, von der Muttermilch sofort vergiftet - hätten wir die bloß
>damals direkt weggelassen, dann bräuchtest Du Dich jetzt auch nicht
>mit meinen Postings auseinandersetzen.

Du trinkst immer noch an der Brust Deiner Mutter? LOL

Gruß
Stefan

Stefan Fritze

unread,
Nov 16, 2004, 2:27:08 PM11/16/04
to
Níkola Heímpel schrieb:

>1. ich missachte die Signale meines Körpers?? nach einer Woche Durchfall
>und ohne Essen habe ich LANGSAM wieder begonnen, zu essen.

... und bei jedem Bissen und jedem Schluck Schmerzen. Das ist Miß-
achtung körperlicher Signale.

>Und glaube
>mir, das Signal meines Körpers war "Hunger" und Durst.

Kann schon sein - nur eben keinen Hunger auf den Mist, den Du gegessen
hast.

>Was machst Du
>denn, wenn Du Durst hast, und jeder Schluck Tee im Nachhinein grausam
>weh tut (und der Hausarzt nur ein Schmerzmittel verordnet?)

Weiter fasten, was denn sonst?
Oder vielleicht mal Wasser statt des idiotischen Tees trinken.
Wie kann man nur so süchtig sein, sich selbst in *so* einer Situation
noch Tee zu kochen statt einfach mal Wasser zu trinken? Unbegreiflich.

>3. Ich vertrage noch jetzt Rohkost deutlich schlechter, falls es Dich
>interessiert: als ich dann schliesslich wieder essen konnte, hat rohes
>Obst oder Gemüse übelste Schmerzen ausgelöst, Zwieback dagegen geht
>einigermassen.

Sehr interessant. Ich hätte dann vermutlich mal ein paar andere
Obst- und Gemüsesorten getestet und wäre vor allem meinen körper-
lichen Signalen gefolgt, d.h. ich hätte nur das gegessen, was anziehend
riecht *und* gut schmeckt. Aber Du ißt ja sogar, obwohl Du bei jedem
Bissen Schmerzen hast. Es dürfte daher zwecklos sein, Dir solche
Empfehlungen zu geben. Du vergewaltigst und mißhandelst Deinen Körper
offenbar gerne. Etwas mehr Selbstliebe würde Dir gut bekommen.

>4. nein, das ganze war kein Essproblem - oder teilweise doch: eine
>Salmonelleninfektion mit darauffolgender Pankreatitis und jetzt noch
>Myokarditis. Schuld: wahrscheinlich ein rohes Ei im geschleckten Teig.

Ja ja, die Rohkost war schuld. Ich weiß schon.
Ich empfehle Dir, Dein Essen in Zukunft 100%ig zu kochen. Aber Vorsicht!
So eine Ernährung führt normalerweise allein wegen des Vitamin-C-Mangels
in kurzer Zeit ins Grab.

Wer mit so ein paar Bakterien solche Riesenprobleme hat, ist schwer
krank. Das Ei hat das bloß ans Tageslicht gebracht.

Gruß
Stefan

Stefan Fritze

unread,
Nov 16, 2004, 2:11:20 PM11/16/04
to
>>Stefan Fritze wrote:
>>Immuntoleranz ist kein guter Zustand. Er bereitet den Boden für
>>Autoimmunerkrankungen aller Art, Allergien und Krebs.
>
>Philipp Pagel schrieb:

>Autoimmunerkrankung sind ziemlich exakt das Gegenteil von
>Immuntoleranz.

Für Autoimmunkrankheiten und Allergien könnte man das so sehen.
Genauer betrachtet ist ein Immunsystem, das sich in einer Mehrfachto-
leranz befindet, stark gestört und geht u.U. auf körpereigene Struk-
turen los.
Und auf echte Antigene geht es u.U. nicht los - das kann dann zu
Krebs führen.

> Ich finde, es ist eine törichte Strategie, ungesunde Nahrung erst
>> dann zu meiden, wenn offensichtliche Probleme auftreten.
>
>Genau: Nahrung ist schlecht, lasst uns alle nur von der Liebe leben
>;-)

Wenn Dir kein intelligenterer Kommentar einfällt, dann schreib lieber
gar nichts.

Gruß
Stefan

Susie Krause

unread,
Nov 16, 2004, 3:06:47 PM11/16/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb:

>Susie Krause schrieb:
>>Mal gut, dass die EU kürzlich die Grenzwerte für Aflatoxine in
>>eingeführten Nüssen gesenkt hat. erade Paranüsse aus Südamerika waren
>>nämlich in der Vergangenheit höchst belastet. Jetzt sind sie ein
>>bißchen weniger belastet. Wenn Du die Dinger trotzdem noch regelmäßig
>>in größeren Mengen essen magst, wünsche ich jetzt schonmal viel Spaß
>>bei der Chemo...
>
>Wer gekocht lebt, soll ruhig an die seligmachende Wirkung von Grenz-
>werten und Verboten glauben. Geschenkt.

Wer spricht von "seligmachend"? Deine Nüsse sind jetzt mit einer
mittelprächtigen Sicherheit etwas weniger häufig durch Schimmelpilze
vergiftet. Mehr steht dort oben nicht geschrieben. Ich würde mich
jedenfalls nicht von sowas ernähren wollen.

>>>Dagegen der Aufwand mit Getreide:
>...
>>Klasse, dass das heute alles so viel einfacher ist.
>
>Wir sprachen nicht von heute sondern von der Vergangenheit, als es
>die Technik noch nicht gab.

Und weil es sie nicht gab, haben findige Menschen sich hingesetzt und
etwas erfunden, um sich das Leben leichter zu machen.

>Und weil es sie nicht gab, war es furcht-
>bar mühsam, aus Getreide Nahrung zu machen. Und weil es so mühsam
>war, haben unsere Vorfahren gewiß einfachere Möglichkeiten vorgezogen.

Deswegen gibt es auch bis heute keine Mühlen und Backöfen, nicht wahr?
Wenn alle unsere Vorfahren so bequem gewesen wären, würden wir
vermutlich heute alle noch auf den Bäumen sitzen und in den Wald
kacken.

>Folglich kann Getreide kein wichtiger Bestandteil der menschlichen
>Nahrungspalette sein.
>Was zu zeigen war.

Leider nicht gezeigt. Setzen, sechs.

>Getreide ist leider kein wertvolles Nahrungsmittel, im Gegenteil.
>Es ist minderwertige neolithische Ernährung. Kein Vergleich mit
>guter Steinzeit-Ernährung.

Dadurch, dass Du Unsinn wiederholst, wird er nicht richtiger.

>>>Dann bist Du schwer vergiftet. Wer kein Obst mehr verträgt, befindet
>>>sich in einem gefährlich schlechten Gesundheitszustand.
>>
>>Sicher, von der Muttermilch sofort vergiftet - hätten wir die bloß
>>damals direkt weggelassen, dann bräuchtest Du Dich jetzt auch nicht
>>mit meinen Postings auseinandersetzen.
>
>Du trinkst immer noch an der Brust Deiner Mutter? LOL

Wenn Du aufmerksamer lesen würdest, was ich schreibe, dann hättest Du
auch mitbekommen, dass ich von klein auf eine Aversion gegen rohes
Obst und Gemüse hatte. Völlig instinktiv sozusagen. Hab's nie
vertragen und es bereits als Kleinkind abgelehnt in größeren Mengen zu
essen.

Helen Rudewig

unread,
Nov 16, 2004, 3:08:35 PM11/16/04
to
Stefan Fritze wrote:
> Níkola Heímpel schrieb:
>> 3. Ich vertrage noch jetzt Rohkost deutlich schlechter...

>> 4. nein, das ganze war kein Essproblem - oder teilweise doch: eine
>> Salmonelleninfektion mit darauffolgender Pankreatitis

http://www.medizinfo.de/gastro/pankreatitis.shtml

>>und jetzt noch Myokarditis.

Sicher hat dich dein Arzt gut informiert und auch Google sagt dir
einiges:
Man muß zwei Formen der im Medizinerjargon als Myokarditis bezeichneten
Herzmuskelentzündung unterscheiden: zum einen die infektiöse, durch
Keime ausgelöste Entzündung, zum anderen die nicht infektiöse, die im
Rahmen einer anderen Grunderkrankung, wie z.B. dem Rheuma , auftritt...

Mit freundlichen Grüßen
Helen

Philipp Pagel

unread,
Nov 17, 2004, 2:49:12 AM11/17/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:
> >>Stefan Fritze wrote:
> >>Immuntoleranz ist kein guter Zustand. Er bereitet den Boden für
> >>Autoimmunerkrankungen aller Art, Allergien und Krebs.
> >
> >Philipp Pagel schrieb:
> >Autoimmunerkrankung sind ziemlich exakt das Gegenteil von
> >Immuntoleranz.

> Für Autoimmunkrankheiten und Allergien könnte man das so sehen.
> Genauer betrachtet ist ein Immunsystem, das sich in einer Mehrfachto-
> leranz befindet, stark gestört und geht u.U. auf körpereigene Struk-
> turen los.
> Und auf echte Antigene geht es u.U. nicht los - das kann dann zu
> Krebs führen.

Ich kann Dir nur bestaetigen, dass Du nicht die geringste Ahnung von
Immunbiologie hast. Kauf Dir mal ein Buch...

Níkola Heímpel

unread,
Nov 17, 2004, 3:15:59 AM11/17/04
to
Helen Rudewig wrote:

>>Níkola Heímpel schrieb:
>>

>>>4. nein, das ganze war kein Essproblem - oder teilweise doch: eine
>>>Salmonelleninfektion mit darauffolgender Pankreatitis
>
> http://www.medizinfo.de/gastro/pankreatitis.shtml
>

Danke, die ist schon fast vorbei.

>>>und jetzt noch Myokarditis.
>
> Sicher hat dich dein Arzt gut informiert und auch Google sagt dir
> einiges:
> Man muß zwei Formen der im Medizinerjargon als Myokarditis bezeichneten
> Herzmuskelentzündung unterscheiden: zum einen die infektiöse,

Danke für die Infos, wusste ich aber schon :-)
Bei mir ist es eben mit grosser Wahrscheinlichkeit eine von den
Salmonellen ausgelöste Myokarditis. Wenn es keine Myokarditis ist, dann
wissen die Mediziner bei mir momentan auch nicht weiter (war gerade 11
Tage im Krankenhaus mit der ganzen Sache)... mal abwarten, ob die
EKG-Veränderungen bleiben, hats geheissen.
Gruss,
Nikola

Uwe Bieling

unread,
Nov 17, 2004, 3:24:26 AM11/17/04
to
Stefan Fritze wrote:

> Wenn ich an
> Paranüsse nicht genetisch angepaßt wäre, dann würden sie mir

> übel bekommen. Dies ist nicht der Fall.

Zitat - Anfang.

Die Aussage "ich vertrage x problemlos" kann ein Mensch, dessen Körper
sich in einem mehrfachen Toleranzzustand befindet, überhaupt nicht machen.

Das ist so, als wenn ein Raucher bestätigt, daß er die Zigaretten pro-
blemlos verträgt.

Zitat - Ende.

Deine eigene Antwort in Message
<41951644$0$353$9b4e...@newsread2.arcor-online.net> (vom 12.11.03 um 20:03)

Sehr widersprüchlich, oder?

Ciao,
Uwe

Stefan Fritze

unread,
Nov 17, 2004, 3:19:06 AM11/17/04
to
Eine Ergänzung zum Thema Getreide...

Es gibt ein Buch von Loren Cordain mit dem Titel
"Das Getreide - Zweischneidiges Schwert der Menschheit"

Hier findet man es:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3929002353/qid%3D1100642231/028-5918644-1838117%22/302-2935066-4612058

Ich erlaube mir, die Kurzbeschreibung dieses Buches von Amazon zu
zitieren:
|Minderwertige Nahrung: Unser täglich Brot macht satt, aber krank.
|
|Hier ist Brot, es stärkt des Menschen Herz, daher wird es Brot des Lebens
|genannt... (Mathew Henry: 1662-1714, Kommentar zum Psalm 104), doch...
|
|Der Mensch lebt nicht vom Brot allein... (Die Bibel, Matthäus 4:4)
|
|Grundlage für dieses Buch ist ein wirklich bahnbrechender Aufsatz des US-
|Wissenschaftlers Loren Cordain, der 1999 auf Englisch in einem bedeutenden,
|aber sehr teurem wissenschaftlichen Magazin erschienen ist. Daher wurde ihm
|keine große Verbreitung zuteil. Die jetzt bei Novagenics erstmals auf Deutsch
|vorliegende Ausgabe wird vermutlich Schockwellen in der deutschen Ernährungs-
|wissenschaft und Medizin auslösen, denn sie stellt so ziemlich alles auf den
|Kopf, was uns der wissenschaftliche Mainstream dieser Bereiche bislang als
|gesunde Ernährung empfohlen hat.
|
|Auf der Grundlage von mehr als 340 Quellen legt Cordain überzeugend dar,
|warum die Menschheit auf Getreide nicht verzichten kann, doch das Getreide
|und damit hergestellte Produkte keinesfalls ideale Nahrungsmittel sind. Das
|Gegenteil ist der Fall: Häufiger Verzehr von Getreide und Getreideprodukten
|bildet die Grundlage für eine Vielzahl von ernsten Erkrankungen. Durch sie
|ausgelöste Vitamin- und Mineralstoffmängel führen zu Osteoporose, Entwick-
|lungsstörungen und einem geschwächten Immunsystem. Die Omega-6 Fettsäuren
|im Getreide lösen tiefgreifende Veränderungen im Fettstoffwechsel aus, von
|einer gesteigerten Oxidation des LDL-Cholesterins bis hin zu einem vermehrten
|Auftreten von Herz-Kreislaufkrankheiten. Abwehrproteine, mit denen sich
|Pflanzen gegen Fraßfeinde schützen, schädigen nicht nur Raupen und Käfer,
|sondern auch den Menschen: Auto-Immunerkrankungen wie Morbus Crohn, Zöliakie,
|Diabetes Mellitus, Rheuma und Arthritis, IgA Nephropathie (chronisches Nie-
|renversagen) bis hin zu Lupus und multipler Sklerose werden mit Getreide-
|verzehr in Verbindung gebracht, ebenso wie Allergien aller Art. Damit nicht
|genug, auch die enge Verbindung von Getreideverzehr und neurologischen Stö-
|rungen wie Epilepsie, Demenz, Schizophrenie und andere Nervenerkrankungen
|wird immer wahrscheinlicher.
|
|In der Geschichte der Menschheit ist der Getreideanbau und -verzehr ein
|relativ junges Phänomen. Entsprechend schlecht fällt die genetische Anpassung
|an diese Ernährung aus. Während einige (bereits gut adaptierte) Menschen im
|Laufe ihres Lebens kaum Probleme erfahren, haben viele andere mit rätsel-
|haften sowie medikamentös nicht oder nur schlecht behandelbaren Erkrankungen
|zu kämpfen. Die Lösung vieler Probleme ist vielleicht einfacher, als viele
|Ärzte sich vorstellen können.

Gruß
Stefan

Ansgar Esztermann

unread,
Nov 17, 2004, 4:28:08 AM11/17/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:
>
> Getreide ist leider kein wertvolles Nahrungsmittel, im Gegenteil.
> Es ist minderwertige neolithische Ernährung. Kein Vergleich mit
> guter Steinzeit-Ernährung.

Gibt es eigentlich irgendeinen nachvollziehbaren Grund, die
gut/böse-Grenze ausgerechnet zwischen Alt- und Jungsteinzeit zu legen?
Warum nicht zwischen Bronze- und Eisenzeit? Oder zwischen Valens und
Theodosius?

Ansgar Esztermann

unread,
Nov 17, 2004, 4:35:41 AM11/17/04
to
Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:
>
> |Der Mensch lebt nicht vom Brot allein... (Die Bibel, Matthäus 4:4)

Äh... Ich bin sicher kein Bibelkenner, aber das ist doch wohl anders
gemeint -- nämlich gerade so, daß Brot mit Nahrung _gleichgesetzt_
wird, und daß Nahrung eben nicht alles ist.


> |Grundlage für dieses Buch ist ein wirklich bahnbrechender Aufsatz des US-
> |Wissenschaftlers Loren Cordain, der 1999 auf Englisch in einem bedeutenden,
> |aber sehr teurem wissenschaftlichen Magazin erschienen ist. Daher wurde ihm

Hm. Bedeutend also. Welcher soll es denn sein:

|Maillet JM, Cordain L, Mallinckrodt C, et al.
|Post-cranial bone density, iron status and dietary intake in young
|women.
|FASEB JOURNAL 13 (4): A245-A245 Part 1 Suppl. S MAR 12 1999

|Cordain L, Watkins BA, Florant G, et al.
|A detailed fatty acid analysis of selected tissues in elk, mule deer,
|and antelope.
|FASEB JOURNAL 13 (5): A887-A887 Part 2 Suppl. S MAR 15 1999

|Cordain L, Miller J, Mann N
|Scant evidence of periodic starvation among hunter-gatherers
|DIABETOLOGIA 42 (3): 383-384 MAR 1999

Klingt alles nicht so passend.

Ursula Winkler

unread,
Nov 17, 2004, 7:21:27 AM11/17/04
to
Stefan Fritze wrote:

> Wir sprachen nicht von heute sondern von der Vergangenheit, als es
> die Technik noch nicht gab. Und weil es sie nicht gab, war es furcht-
> bar mühsam, aus Getreide Nahrung zu machen. Und weil es so mühsam
> war, haben unsere Vorfahren gewiß einfachere Möglichkeiten vorgezogen.
> Folglich kann Getreide kein wichtiger Bestandteil der menschlichen
> Nahrungspalette sein.
> Was zu zeigen war.

Was fuer eine brillante Beweisfuehrung. Wir sollten Stefan fuer den
Mathematik-Nobelpreis vorschlagen ;-)

Ursula Winkler

unread,
Nov 17, 2004, 7:24:52 AM11/17/04
to
Ansgar Esztermann wrote:

> Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:
> >
> > Getreide ist leider kein wertvolles Nahrungsmittel, im Gegenteil.
> > Es ist minderwertige neolithische Ernährung. Kein Vergleich mit
> > guter Steinzeit-Ernährung.
>
> Gibt es eigentlich irgendeinen nachvollziehbaren Grund, die
> gut/böse-Grenze ausgerechnet zwischen Alt- und Jungsteinzeit zu legen?
> Warum nicht zwischen Bronze- und Eisenzeit? Oder zwischen Valens und
> Theodosius?

Das ist fuer ihn der magische Zeitraum, in dem Eva nach dem Apfel gegriffen
hat: Mit anderen Worten, da vollzog sich fueri hn der Uebergang von
"artgerechter Ernaehrung" zur "Kochkost" u/o Getreidenahrung.

Ursula Winkler

unread,
Nov 17, 2004, 7:29:35 AM11/17/04
to
Stefan Fritze wrote:

> Oder vielleicht mal Wasser statt des idiotischen Tees trinken.
> Wie kann man nur so süchtig sein, sich selbst in *so* einer Situation
> noch Tee zu kochen statt einfach mal Wasser zu trinken? Unbegreiflich.

Anm.: Aber dieses ja nicht vorher kochen!

Message has been deleted

Heinz Gutschner

unread,
Nov 17, 2004, 8:03:56 AM11/17/04
to

"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:419a54c5$0$25325$9b4e...@newsread2.arcor-online.net...

> Susie Krause schrieb:
>>Mal gut, dass die EU kürzlich die Grenzwerte für Aflatoxine in
>>eingeführten Nüssen gesenkt hat. erade Paranüsse aus Südamerika waren
>>nämlich in der Vergangenheit höchst belastet. Jetzt sind sie ein
>>bißchen weniger belastet. Wenn Du die Dinger trotzdem noch regelmäßig
>>in größeren Mengen essen magst, wünsche ich jetzt schonmal viel Spaß
>>bei der Chemo...
>
> Wer gekocht lebt, soll ruhig an die seligmachende Wirkung von Grenz-
> werten und Verboten glauben. Geschenkt.
>
>>>Dagegen der Aufwand mit Getreide:
> ...
>>Klasse, dass das heute alles so viel einfacher ist.
>
> Wir sprachen nicht von heute sondern von der Vergangenheit, als es
> die Technik noch nicht gab. Und weil es sie nicht gab, war es furcht-
> bar mühsam, aus Getreide Nahrung zu machen. Und weil es so mühsam
> war, haben unsere Vorfahren gewiß einfachere Möglichkeiten vorgezogen.
> Folglich kann Getreide kein wichtiger Bestandteil der menschlichen
> Nahrungspalette sein.

Stefan Fritze erfindet die Kausalität neu

>>Der Mensch ist
>>schon ein faszinierendes Wesen, dass er für alle diese Probleme eine
>>Lösung gefunden hat, um ein wertvolles Nahrungsmittel verfügbar zu
>>machen.
>
> Getreide ist leider kein wertvolles Nahrungsmittel, im Gegenteil.
> Es ist minderwertige neolithische Ernährung. Kein Vergleich mit
> guter Steinzeit-Ernährung.

Und deshalb sind die Steinis, diese Blödmänner, auf die minderwertige Kost
umgestiegen


Philipp Pagel

unread,
Nov 17, 2004, 12:45:56 PM11/17/04
to
Ansgar Esztermann <ans...@thphy.uni-duesseldorf.de> wrote:
> Stefan Fritze <spam...@arcor.de> wrote:
> > |Grundlage für dieses Buch ist ein wirklich bahnbrechender Aufsatz des US-
> > |Wissenschaftlers Loren Cordain, der 1999 auf Englisch in einem bedeutenden,
> > |aber sehr teurem wissenschaftlichen Magazin erschienen ist. Daher wurde ihm

> Hm. Bedeutend also. Welcher soll es denn sein:

[...]


> Klingt alles nicht so passend.

Ich vermute er meint:

Cordain L.
Cereal grains: humanity's double-edged sword.
World Rev Nutr Diet. 1999;84:19-73.

Das Journal "World review of nutrition and dietetics" ist so unglaublich
bedeutend, dass es das ISI nichtmal in den Journal Citation Report
aufgenommen hat. Die Bibliothek der Yale Medical School, die nun
wirklich fast alles hat und sei es auch noch so exotisch verfuegt ueber
kein onine-Abo. Ob Yale wohl das Geld ausgegangen ist?

Der fragliche Band (Vol 84, 1999) kostet in Deutschland uebrigens 141,50
Euro, der betreffende Artikel kann fuer 30,- Euro als PDF file bezogen
werden - soviel zum Thema "sehr teuer".

Stefan Fritze

unread,
Nov 17, 2004, 1:30:09 PM11/17/04
to
Ansgar Esztermann schrieb:

>Gibt es eigentlich irgendeinen nachvollziehbaren Grund, die
>gut/böse-Grenze ausgerechnet zwischen Alt- und Jungsteinzeit zu legen?
>Warum nicht zwischen Bronze- und Eisenzeit? Oder zwischen Valens und
>Theodosius?

Steinzeitliche Ernährung bis kurz vor Anbruch der Ackerbauphase
ist das, was die Menschheit lange genug gemacht hat (bzw. machen
mußte), um daran vollständig genetisch angepaßt zu sein.

An die 12000 Jahre neolithischer Ernährung kann es wegen der Kürze
der Zeit keine vollständige genetische Anpassung geben. Bestenfalls
eine sehr rudimentäre Anpassung ist denkbar.

Kurz gesagt: man sollte sich entsprechend seinem Erbgut ernähren.
Und das ist älter, als man auf den ersten Blick schätzen würde.

Gruß
Stefan

Stefan Fritze

unread,
Nov 17, 2004, 1:40:04 PM11/17/04
to
Uwe Bieling schrieb:
>Sehr widersprüchlich, oder?

Nein. Ich habe fast alle Immuntoleranzen bei mir abgebaut.
Ich kann daher Aussagen der Art "ich vertrage x problemlos"
schon eher machen. Insbesondere kann ich nach dem Test eines
Nahrungsmittels die Aussage "ich vertrage x *nicht*" machen.
Die zweite Aussage ist naürlich einfacher zu machen als die
erste, weil für die erste Aussage ein Test von mindestens eini-
gen Wochen, besser Monaten erfolgen müßte.

Gruß
Stefan

Stefan Fritze

unread,
Nov 17, 2004, 1:34:02 PM11/17/04
to
Ansgar Esztermann schrieb:

>Hm. Bedeutend also. Welcher soll es denn sein:

Ich tippe, es ist:
|JAMES H.O 'KEEFE,JR,MD,AND LOREN CORDAIN,PHD
|
|Cardiovascular Disease Resulting From a Diet and Lifestyle at Odds
|With Our Paleolithic Genome:How to Become a 21st-Century Hunter-Gatherer
|Mayo Clin Proc .2004;79:101-108
http://www.mayo.edu/proceedings/2004/jan/7901r3.pdf

Aber wenn Du es genau wissen willst, dann schau in das Buch rein.

Gruß
Stefan

Ralf Muschall

unread,
Nov 15, 2004, 6:53:52 PM11/15/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> writes:

>>>Und zwar 120 bei bester Gesundheit bis kurz vor dem Ende statt
>>>chronischen Siechtums in den letzten Jahrzehnten des Lebens.

>>Und die sterben woran? An ihrer Gesundheit?

> An Alterssschwäche oder Unfällen. Das nenne ich normal.

Alterssschwäche gibt es nicht (das ist nur eine Ausrede für das
Nichtbenennen konkreter Krankheiten und Todesursachen bei alten
Leuten, denen keiner mehr nachkräht), und tödliche Unfälle gibt es
weniger als einen pro Jahr und tausend Einwohner. Du darfst jetzt ein
wenig rechnen.

> Schön wärs. Allein die "hot spots" sagen uns schon, daß da etwas
> anderes passiert als beim Kochen. Lokale Überhitzung hat auch das
> Entstehen lokaler neuer chemischer Verbindungen zur Folge, die bei
> normalem Kochen nicht entstanden wären.

Normalerweise hat man in einer Mikrowelle (museale Originale vom
Erfinder persönlich vielleicht ausgenommen) weniger lokale Überhitzung
als im Kochtopf. Allerdings brauchen manche Lebensmittel
(kurzgebratenes Fleisch, Pizza, Backwaren) genau diese ungleichmäßige
Erhitzung und werden deshalb in der Mikrowelle nichts.

> Die Wärmezufuhr per Mikrowelle ist etwas völlig anderes als per
> Kochtopf, wie schnell klar wird, wenn man versucht, ein Ei in der
> Mikrowelle zu garen...

Das geht im Prinzip, wenn man die Schale am Wegfliegen hindert (es
gibt gepanzerte Mikrowellenaufschlussgeräte für die Laboranalytik,
darin sollte man (bei geeigneter Energiedosierung) Eier kochen
können). Alternativ könnte man die Eiinnentemperatur messen und die
Leistung passend regeln (was wohl aufwendiger als ein Topf voll Wasser
ist).

Ralf
--
GS d->? s:++>+++ a+ C++++$ UL+++$ UH+ P++ L++ E+++ W- N++ o-- K- w--- !O M- V-
PS+>++ PE Y+>++ PGP+ !t !5 !X !R !tv b+++ DI+++ D? G+ e++++ h+ r? y?

Ralf Muschall

unread,
Nov 15, 2004, 7:02:03 PM11/15/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> writes:

> Die Natur hat dafür gesorgt, daß die Inhaber der Reibmägen die
> Körner auch verdauen können. Ich dachte, das versteht sich von selbst.

So ohne weiteres nicht, da der Generationszyklus von Getreide
schneller als der der Vögel ist und daher die Getreide schneller neue
Gifte entwickeln sollten als die Vögel die Enzyme dagegen, *wenn* das
irgendwie von der Natur "besorgt" wäre. Vermutlich verzichten die
Getreide auf so aufwendig zu synthetisierende Substanzen und
profitieren im Gegenschritt davon, dass diverse Tiere nicht alle
Körner verdauen, sondern einige dem Motto des vorigen Bundeskanzlers
unterwerfen.

>>Ich kaue gerade testweise Roggen - schmeckt fade, aber geht.

Zweiter heroischer Selbstversuch: Roggenkörner mit ein paar Milligram
Glutamat schmecken weniger fade ;-)

>>>Eine Krankheit, die mein Befinden nicht beeinträchtig ist mir
>>>gleichgültig.

>>Noch schlimmer - es ist gar keine Krankheit.

> Vorstufen von Krebs? Nur mal als Beispiel.

Wenn es eindeutige Vorstufen sind, beeinträchtigen sie das Befinden.
Wenn man irgendeine "sündhafte" Lebensweise zur Krebsvorstufe erklärt,
allerdings nicht.

Ralf Muschall

unread,
Nov 15, 2004, 7:17:09 PM11/15/04
to
"Stefan Fritze" <spam...@arcor.de> writes:

>>>6000 Jahre sind für eine genetische Anpassung an veränderte Lebens-
>>>umstände eine lächerliche Zeitspanne. Vergiß es. Genetische Anpassungen
>>>benötigen ab 100.000 Jahren aufwärts.

Da frage ich mich, wieso die ganzen Hunde so verschieden aussehen.

Und beim Menschen ist die erforderliche Anpassung sehr gering (es muss
z.B. lediglich ein Gen kaputtgehen, welches die Laktaseproduktion
nach Ende des Säuglingsalters abschaltet).

>>Dann also auch keine Paranüsse und keine südamerikanischen Früchte.

> Dazu muß erst geklärt werden, was deren Vorgänger sind. Lassen sich

Irgendwelche anderen (vermutlich weniger[1] schmackhafte, kleinere)
*südamerikanischen* Früchte.

[1] Bei Paprika Ansichtssache

> Weizenkeimöl ist ein extrahiertes künstliches Nahrungsmittel.
> Ich sprach nicht von Öl sondern von Getreide.
> Schon wieder ein Ausweichmanöver Deinerseits.
> Brot enthält bestenfalls ein paar B-Vitamine. Alles andere geht
> bei 250°C kaputt.

Brot wird unter 100°C gebacken, sonst wäre es nämlich wasserfrei.
Dass die Luft im Backofen drumherum heißer ist, steht auf einem
anderen Blatt. Die Nichtgleichgewichtsprozesse im Innern mag jemand
anders ausrechnen. Bei Pumpernickel mag es anders sein (das wird
unter Druck und lange gebacken, und der Dampf kann nicht raus).

> Dann frage ich mal umgekehrt, woher *Du* folgendes hast:

>>Werden innerhalb kurzer Zeit ranzig und/oder schimmeln. Das ist dann
>>*richtig* ungesund.


>
> Ach so? Ich dachte, die Schimmelpilzgifte kann man nicht sehen
> oder riechen? Woher weißt Du das dann?

Makroskopische Schimmelkulturen sieht man (allerdings erst eine ganze
Weile, nachdem es schon zu spät ist). Und gerade auf Nüssen hat man
gut Chancen, die richtig interessanten Arten (die dann 1ag5.pdb
basteln) zu kriegen.

Klaus Cammin

unread,
Nov 18, 2004, 3:58:44 AM11/18/04
to
> Nein. Ich habe fast alle Immuntoleranzen bei mir abgebaut.
> Ich kann daher Aussagen der Art "ich vertrage x problemlos"
> schon eher machen. Insbesondere kann ich nach dem Test eines
> Nahrungsmittels die Aussage "ich vertrage x *nicht*" machen.

Omnipotenz-Geschwafle und Herrenmenschen-Gehabe.

Viele Grüße
Klaus

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