ich habe von zwei verschiedenen Ärzten Spritzen gegen verspannte
Muskulatur bekommen (keine Sorge, im Abstand von Monaten, und die Ärzte
waren informiert).
Der eine spritzte Procain und der andere Meaverin.
Kann mir jemand sagen, was der Unterschied ist? Wirken beide gleich
muskellockernd oder ist eines besser bzw. nicht besser aufgrund
stärkerer Nebenwirkungen?
Man will halt ein informierter Patient sein :-)
Vielen Dank,
Bettina
Beides sind genau genommen keine "Muskellockerer",
sondern Lokalanästhetika (=örtliche Betäubungsmittel).
Wobei das alte Procain aus der Mode ist, weil es,
wenn davon zu viel zu schnell in den Kreislauf gelangt,
Procain die "Zündung des Herzens",
also den Taktgeber des Herzschlags,
sozusagen betäuben kann.
Dann gibt es Stolpern, vom AV-Block bis zum Herzstillstand -
und wer hat das schon gern,
nur weil ein paar Muskelverspannungen lockern wollte ...
Meaverin ist ein Klassiker, der zB in chirurg. Ambulanzen viel verwendet
wird
zur örtl. Betäubung der Haut und Muskulatur,
wenn Wunden versorgt und genäht werden sollen, usw.
Um konkret zu werden:
Ich würde mir kein Procain spritzen lassen.
Manuel
Grüße,
Bettina
Ich würde mir für so eine Bagatelle garnichts spritzen lassen.
Auch hat der liebe Gott vor die Therapie die Diagnose gesetzt.
An deiner Stelle würde ich mich fragen:
1) WARUM
verspanne ich bestimmte Muskeln oder Muskelgruppen?
(Der Muskel macht das ja nicht von sich aus,
DU bist der Verursacher).
2) WANN
verspanne ich jene Muskeln?
(Verhaltensmuster, Tageszeit, usw)
Berichte doch mal näher ...
Manuel
Bettina Wendt wrote:
> ich habe von zwei verschiedenen Ärzten Spritzen gegen verspannte
> Muskulatur bekommen (keine Sorge, im Abstand von Monaten, und die Ärzte
> waren informiert).
>
> Der eine spritzte Procain und der andere Meaverin.
> Kann mir jemand sagen, was der Unterschied ist? Wirken beide gleich
> muskellockernd oder ist eines besser bzw. nicht besser aufgrund
> stärkerer Nebenwirkungen?
Keines der beiden Medikamente ist prinzipiell besser oder schlechter.
Beide habe nahezu identische Nebenwirkungen. Keines der beiden Mittel
ist prinzipiell dem anderen überlegen (außer in der Aggressivität der
Pharmawerbung). Irgendwelchen einseitigen Werbeschrott für oder gegen
ein bestimmtes Mittel darfst Du getrost überlesen. Überdies solltest Du
berücksichtigen, daß es hierzugroup jede Menge Möchtegernmediziner gibt,
die keine Ahnung von Medikamenten haben, aber hier immer wieder ihren
Schrott abkippen müssen. Fragen zu Medikamenten richtest Du daher am
besten zuallererst an Deinen behandelnden Arzt.
Hinsichtlich der verspannten Muskulatur wäre es natürlich viel wichtiger
an den Ursachen zu arbeiten: Rückenschule, Krankengymnastik, geeignete
Sitzmöbel, Ausgleichssport (Schwimmen hilft meist sehr gut) etc. Wenn
die Schmerzen in der verspannten Muskulatur allerdings so stark sind,
daß diese Deine Bewegungen behindern, ist es durchaus besser sich
rechtzeitig eine Schmerzspritze setzen zu lassen oder Schmerzmedikamente
einzunehmen, sonst machst Du durch eine unbewußte Schonhaltung alles
noch viel schlimmer. Die Spritzen helfen allerdings gar nichts, wenn Du
nach der Schmerzfreiheit wieder dieselben ungeschickten Körperhaltungen
einnimmst, die schon zuvor zur Muskelverspannung geführt haben. Da ich
von Deinen obigen Schilderungen den Eindruck gewinne, daß Du öfters zum
Spritzen den Arzt aufsuchst, würde ich Dir doch mal ein begleitendes
Körperhaltungstraining/Krankengymnastik stark ans Herz legen.
Gruß,
Mareike
Solchen Pauschalierungen sind in der Medizin selten hilfreich und
richtig,
in der Pharmakologie gleich gar nicht.
Richtig ist, dass Procain und Meaverin (Wirkstoffname: Mepivacain)
zwar ähnliche Wirkmechanismen haben aufgrund ähnlicher Molekülstruktur,
sich aber in Wirksamkeit, Wirkungsorten, Wirkdauer und allergischen
Reaktionen deutlich unterscheiden.
Alle sind letztendlich Abkömmlinge des Cocain,
Procain z.B. wurde bereits 1905 daraus synthetisiert.
Die Erstposterin fragt nach für und wider Procain versus Meaverin.
Ich nenne nur zwei markante Unterschiede:
1) Bei Procain kommt es, im Vergleich zu Meaverin
viel häufiger zu auch generalisierten allergischen Reaktionen.
2) Procain gehört zu den kurz wirksamen Lokalanästhetika (30 - 60 min),
Mepivacain zu den mittellang wirkenden LA (60 - 120 min).
Ich stimme dir zu bei deiner Feststellung,
dass gegen Muskelverspannungen LA übverhaupt nicht gespritzt werden
sollten,
sondern die Ursachen der Muskel-Fehlbelastungen geklärt und beseitigt
werden sollten.
Das erfordert von den Patienten aber Eigenleistung,
Selbstkritik und die Bereitschaft, etwas zu ändern.
Und das mögen die meisten Patienten gar nicht gern.
Manuel
Hallo,
diese Faktoren habe ich alle eliminiert. Ich habe 18 Sitzungen
Krankengymnastik, etliche Akupunktursitzungen, die verschiedensten
Schmerzmittel (Mydocalm, Katadolon), Chiropraktik, regelmäßig Sport
u.v.a. hinter mir, und immer noch so starke Schmerzen, dass die
Schmerztherapeutin inzwischen überlegt, mir Tramadol zu geben, was ich
bisher abgelehnt habe.
Ach ja, MRT und Röntgenbilder alles okay. Sogar zwei MRTs, einmal HWS
und einmal Schulterblatt.
Grüße,
Bettina
Schon mal Murmeltierfett/Murmeltieröl probiert?
Ich bin meine Schulter/Arm Beschwerden losgeworden, weil
oder obwohl ich damit eingerieben habe.
Geschadet hat es jedenfalls nicht.
Beschwerden waren diese typischen, die man vom Tennis oder
Volleyball kennt.
Was absolut nix genützt hat, war Behandlung mit Eisstift.
Gruß,
Matthias
Hallo Bettina,
du fragst nach Therapien.
Vorher sollte eine Diagnose gestellt werden. Wie lautet sie?
Falls alle entzündlichen Systemerkrankungen ausgeschlossen wurden
(einschließlich Polymyositis, Dermatomyositis usw), bleibt das heikle
Fibromyalgie-Syndrom übrig.
("Alles tut weh, aber der Doktor findet nichts Auffälliges").
Das FMS befällt rund 2% der Deutschen,
9 mal mehr Frauen als Männer, Altersmaximum 30 bis 60 J.
Wichtig: Alles Labor unauffällig!!
Zur diagnost. Eingrenzung gibt es die Kriterien des American College of
Rheumatology (ACR).
Geschulte Ärzte suchen nach den typischen schmerzhaften Druckpunkten.
Keine ursächliche Therapie bekannt.
Wenn du das FMS häöttest, wäre meine dringender Rat:
Nehme Kontakt auf mit einer der dt. FMS-Selbsthilfegruppen.
Wie also lautet die derzeitige Arbeitsdiagnose deines
betreuenden (Haus)Arztes?
Manuel
[Körperhaltungstraining, Sport]
> diese Faktoren habe ich alle eliminiert. Ich habe 18 Sitzungen
> Krankengymnastik, etliche Akupunktursitzungen, die verschiedensten
> Schmerzmittel (Mydocalm, Katadolon), Chiropraktik, regelmäßig Sport
> u.v.a. hinter mir, und immer noch so starke Schmerzen, dass die
> Schmerztherapeutin inzwischen überlegt, mir Tramadol zu geben, was ich
> bisher abgelehnt habe.
> Ach ja, MRT und Röntgenbilder alles okay. Sogar zwei MRTs, einmal HWS
> und einmal Schulterblatt.
Mir scheint, Du wurdest schon gründlich medizinisch durchgecheckt. Wenn
Du dennoch immer wieder Muskelverspannungen hast, wäre es vielleicht
sinnvoll mal ein Muskelentspannungstraining (zB progressive
Muskelrealxationstherapie nach Jakobsen) auszuprobieren. Hast Du so
etwas mal versucht? Bestimmte Körpertherapien werden mitunter auch von
den Krankenkassen übernommen oder teilfinanziert, wenn sie hinreichenden
Erfolg versprechen. Gerade Muskelrelaxationstraining wirkt häufig bei
Menschen, die in Ihrem Beruf viel Streß ausgesetzt sind und daher immer
unbewußt viele Muskeln an- und verspannen. Bevor Du Dich dauerhaft mit
Schmerzmitteln betäubst und unter den Nebenwirkungen leidest, wäre
vielleicht eine psychotherapeutische Habituationstherapie noch eine
Alternative. Die Idee dahinter kennst Du vielleicht von alltäglichen
Gegebenheiten: Wenn man lange genug neben einer lauten Landstraße wohnt,
hat man sich irgendwann so sehr an den Straßenlärm gewöhnt, daß man ihn
gar nicht mehr oder zumindest nicht als störend wahrnimmt. Ähnliches
kann man auch mit Schmerz machen, wenn Du ständig chronischem Schmerz
ausgesetzt bist, den Du nicht ursächlich bekämpfen kannst, kann man
durch psychotherapeutische Anleitung erlernen, sich an diesen Schmerz
weitestgehend zu gewöhnen, so daß man ihn nicht mehr wahrnimmt.
Psychotherapeutische Methoden dieser Art werden unter anderem bei
schmerzgeplagten Krebspatienten eingesetzt. Vielleicht wäre es auch
etwas für Dich? Frag doch mal Deinen Hausarzt danach. Ansonten solltest
Du auch weiterhin zum regelmäßigen Checkup zum Hausarzt. Wenn Du
allerdings schon derart gründlich untersucht wurdest, wie es Deine obige
Darstellung vermuten läßt, und man trotzdem noch nichts finden konnte,
würde ich zunächst an der Schmerzproblematik selber arbeiten und nicht
zu tausend weiteren Spezialisten überweisen. In erster Linie brauchst Du
ja wohl eine Schmerztherapie und kein ständiges Rennen von Pontius zu
Pilatus. Falls es eine zugrundeliegende körperliche Ursache gibt, wird
sie sich auf kurz oder lang ohnehin während des Checkups beim Hausarzt
bemerkbar machen.
Gruß,
Mareike
> Mir scheint, Du wurdest schon gründlich medizinisch durchgecheckt. Wenn
> Du dennoch immer wieder Muskelverspannungen hast, wäre es vielleicht
> sinnvoll mal ein Muskelentspannungstraining (zB progressive
> Muskelrealxationstherapie nach Jakobsen) auszuprobieren.
Ohne Kommentar.
> Die Idee dahinter kennst Du vielleicht von alltäglichen
> Gegebenheiten: Wenn man lange genug neben einer lauten Landstraße wohnt,
> hat man sich irgendwann so sehr an den Straßenlärm gewöhnt, daß man ihn
> gar nicht mehr oder zumindest nicht als störend wahrnimmt.
Das ist grober Unfug. Dauernde Lärmexposition, selbst wenn
sie als normal oder "dran gewöhnt" bezeichnet wird, führt zu
messbarer Gesundheitsverschlechterung, u.a. Hochdruck.
Matthias
Das ist genau der Grund, weshalb man Procain in der Praxis nicht mehr
anwenden sollte. Passiert etwas, dann gilt die Anwendung als Kunstfehler.
>
> 2) Procain gehört zu den kurz wirksamen Lokalanästhetika (30 - 60 min),
> Mepivacain zu den mittellang wirkenden LA (60 - 120 min).
>
> Ich stimme dir zu bei deiner Feststellung,
> dass gegen Muskelverspannungen LA übverhaupt nicht gespritzt werden
> sollten,
> sondern die Ursachen der Muskel-Fehlbelastungen geklärt und beseitigt
> werden sollten.
>
> Das erfordert von den Patienten aber Eigenleistung,
> Selbstkritik und die Bereitschaft, etwas zu ändern.
> Und das mögen die meisten Patienten gar nicht gern.
>
> Manuel
>
Peter
Blödsinn. Procain wird bei bestimmten Therapien nach wie vor
standardmäßig angewendet. Insbesondere der entzündungshemmende Effekt
von Procain wird in der Praxis immer häufiger genutzt. Es gibt zB
Berichte, wonach Patienten, die aufgrund einer para gelaufenen
Chemotherapie eine schwere Unterarmentzündung entwickelt hatten, mit
Procain geholfen werden konnte. Die vermeintlich häufigeren allergischen
Reaktionen scheinen mittlerweile auch nicht mehr statistisch haltbar zu
sein und es wird gerüchteweise gemunkelt, daß diese "Allergiephobie" von
seiten der Pharmabranche damals bewußt lanciert wurde, um neuere
Produkte besser vermarkten zu können. Guck mal auf die Seiten der DGS
(Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie), da erlebt Procain gerade
seine neue Renaissance:
http://www.schmerz-therapie-deutschland.de/pages/zeitschrift/z4_00/art_411.html
Ganz abgesehen davon wird Procain in der Neuraltherapie (offensichtlich
die Behandlungsmethode, der sich die OP unterzog) standardmäßig
verwendet. Das ist allgemeines Lehrwissen der Medizin, was auch an den
Hochschulen so gelehrt wird, selbst wenn Neuraltherapie zur Kategorie
der "Alternativen Medizin" zählt. Man kann darüber diskutieren, ob
Neuraltherapie überhaupt sinnvoll ist, aber Deine pauschalisierte
Behauptung oben - sinngemäß - daß Procainanwendung ein potentieller
Kunstfehler wäre, ist schlichtweg falsch.
Im übrigen verstehe ich nicht, warum Du hier in dsmm nun beständig
wieder uralte Threads aufwärmst, Otto, Gottfried und Konsorten weiter
oben fortwährend zu Antworten provozierst (insbesondere nachdem gerade
etwas Ruhe um Otto eingekehrt war) und hier nun auch noch Manuel füttern
musst. Erzähle was Du willst, aber ich glaube Dir nicht, daß Du Arzt bist.
Gruß
Mareike
Schick mir deine Adress und ich schicke dir eine Kopie meiner Approbation.
Was bist du denn? Studentin?
Peter,
sie zitiert gern den "Gegenstandskatalog" -
steht wohl kurz vor oder nach dem Schlussexamen.
MW
> etwas Ruhe um Otto eingekehrt war) und hier nun auch noch Manuel füttern
> musst. Erzähle was Du willst, aber ich glaube Dir nicht, daß Du Arzt bist.
Gnarf. Muß man denn hier alle Aussagen an der Approbation festmachen.
Ad primam: Die Bayerische Ärztekammer dürfte Dir höchstwahrscheinlich
Auskunft über Herrn Zeller geben können.
Ad secundam: Ohne hier irgendwelchen Esospinnern das Wort zu reden, die
reine Approbation ist hierzulande weißgott kein Mittel zum
Kompetenznachweis. Ich verweiße exemplarisch auf das 30%
Beispiel: Mädchen->Osten->18Jahre->6 Jahre Studium->OMG!
Ad tertiam: Natürlich blafaselt Herr Zeller in diesem Zusammenhang.
Procain ist in der Wirksam- und Verträglichkeit für periphere
Schmerztherapien neueren Präparaten gleichgestellt. Das
höhere allergene Potential soll wohl dasein, allerdings geht
das wohl unter. Es hat tatsächlich den Nachteil, daß die Anflutung
länger dauert und die Wirkdauer auch beschränkt ist. Amide sind
insofern besser. Das die Anwendung eines Medikamentes innert
seines Indikationsspektrums allerdings als Behandlungsfehler
gelten sollte, halt ich bis zum Beweis des Gegenteils für ein
Gerücht.
regards, S¹
--
“When a woman says nothing's wrong, it means everything's wrong. When
a woman says everything's wrong, it means EVERYTHING'S wrong. And when
a woman says something's not funny, you better not laugh your ass off.”
:-) Selbst dann würde ich Dir nicht glauben. Zeugniskopien bedeuten gar
nichts, das haben medizinische Einrichtungen immer wieder erfahren
müssen. Gerd Postel ist in dieser Hinsicht ja berühmt geworden, aber
auch heutzutage ist ein Stück Papier nicht das beste Mittel, um einen
Menschen und seinen Ausbildungsstand zu beurteilen.
http://www.spiegel.de/jahreschronik/0,1518,524380,00.html
Mir genügt, was ich inhaltlich in den Beiträgen der einzelnen User hier
erkenne. Hannibal, Martin, Lars, Max,... und wie sie alle heißen
brauchen mir keine Approbation zu schicken, damit ich ihnen glaube, daß
sie Medizin studiert haben. Man erkennt sich. Manuel hingegen kann
Statistiken aufzählen so viel er will und hocheloquente Sprüche machen,
ich würde ihn deswegen trotzdem nicht für einen Mediziner halten.
Du rechtfertigst Deinen Wissensstand zwar immer wieder mit einem hohen
Alter und dementsprechend veralteten Erkenntnissen, aber Dein Auftreten
und Verhalten entspricht auch unter Berücksichtigung dieser
Einschränkung nicht dem, was ich von solch einer Person erwarten würde.
Man muß das auch gar nicht an den Medizinkenntnissen festmachen.
Auffallend finde ich mitunter auch, daß Du immer wieder Sätze einfließen
läßt ("werde ich meiner Sekretärin zum Abtippen geben", Berichte von
millionenschweren Urlaubsvillen und Weinsorten, Hinweise auf Pelzmäntel
und andere Reichtümer, etc), die wohl Deine Zugehörigkeit zur
High-Society darstellen sollen. Dabei werden auch hinsichtlich des
Verhaltens immer wieder gewisse Klischees bedient, die zwar der Deutsche
Durchschnittsbürger einer High-Society typischerweise zuschreibt, die
aber in der Realität eher untypisch für solche Gesellschaftsschichten
sind. Dein Verhalten ist in dieser Hinsicht sehr abweichend von der
unterschwellig präsentierten Gesellschaftsschicht und Wortwahl sowie
Ausdrucksvermögen passen auch nicht recht dazu.
Ich muß zugeben, daß ich Dich hier lange Zeit für ein psychologisches
Experiment gehalten habe. Wie reagieren Gruppenteilnehmer auf jemanden
der behauptet xy zu sein, jedoch inhaltlich keinerlei Anzeichen davon
erkennen läßt? Sind Mediziner oder medizinische Gruppen anfälliger für
Täuschungen? Bestimmt eine interessante psychologische Fragestellung,
insbesondere, da gerade im deutschen Medizinsektor sehr starre
Hierarchieebenen herrschen und Chefarzttitel in Kombination mit
herrischem Auftreten bei der Therapieentscheidung desöfteren einen
höheren Wert besitzen als logische Argumente. Aber das angenommene
psychologische Experiment dauert mir nun schon zu lange, um als solches
plausibel zu sein. Wobei...eine ehemalige Schulkameradin erzählte mir
vor langer Zeit, daß sie in den Sommerferien ihres Psychologiestudiums
regelmäßig Kurs-Experimente durchführen müsse. Beim Thema "Zivilcourage"
wurden beispielsweise von Psychologiestudenten (welche als gewöhnliche
Bibliotheksbesucher getarnt waren) in der Landesbibliothek Bücher
entwzeigerissen und die Reaktion der anderen Besucher auf dieses
zerstörerische Verhalten vermerkt. Die Bibliothekare waren informiert
und notierten ebenfalls, wieviele Besucher zu ihnen gerannt kamen und
sich über die "Vandalen" beschwerten. Nachdem dieses Experiment
jahrelang(!) immer wieder in den Sommerferien durchgeführt wurde (auch
um einen zeitlichen Trend der "Zivilcourage" erfassen zu können), liefen
irgendwann die Besucher nur noch mit einem "schon wieder diese
Psychologiestudenten!" an den "Vandalen" vorbei. :-) Anyway...was Du nun
genau bist, weiß ich nicht, aber für einen Arzt halte ich Dich nach wie
vor nicht, ob mit Urkunde oder ohne. Wünsche Dir aber trotzdem noch ein
frohes neues Jahr. Vielleicht gibt es ja irgendwann eine Auflösung des
Rätsels.
Gruß
Mareike
fast allen Deinen Aussagen kann ich mich anschließen, nur hier bin ich
weiterhin skeptisch:
Sebastian Luettich wrote:
(...)
> Ad primam: Die Bayerische Ärztekammer dürfte Dir höchstwahrscheinlich
> Auskunft über Herrn Zeller geben können.
Bestimmt. Aber wer sagt denn, daß die Person, die hier unter dem Namen
"Peter Zeller" schreibt, mit der Person identisch ist, die die bayrische
Ärztekammer kennt? Ich bleibe bei meinem Zweifel an der Internetperson
"Peter Zeller". Da passt so vieles nicht.
Gruß und auch Dir ein frohes Neues,
Mareike
Dann ist die Sache für mich erledigt (Loriot). Was juckt mich dein Glaube.
Sie wird es nicht tun ohne meine Zustimmung.
> Peter Zeller wrote:
> (...)
>
>> Schick mir deine Adress und ich schicke dir eine Kopie meiner
>> Approbation.
>
>
> :-) Selbst dann würde ich Dir nicht glauben. Zeugniskopien bedeuten gar
> nichts, das haben medizinische Einrichtungen immer wieder erfahren
> müssen. Gerd Postel ist in dieser Hinsicht ja berühmt geworden, aber
> auch heutzutage ist ein Stück Papier nicht das beste Mittel, um einen
> Menschen und seinen Ausbildungsstand zu beurteilen.
> http://www.spiegel.de/jahreschronik/0,1518,524380,00.html
>
> Mir genügt, was ich inhaltlich in den Beiträgen der einzelnen User hier
> erkenne. Hannibal, Martin, Lars, Max,... und wie sie alle heißen
> brauchen mir keine Approbation zu schicken, damit ich ihnen glaube, daß
> sie Medizin studiert haben.
Bei Mareike glaubt man, dass sie Medizin studiert.
Schon ewig.
Grüeß,
Matthias
Beziehungsweise ohne die Zustimmung eines echten Dr. Peter Zeller.
SCNR - Wolfgang
P.S.: Ich bezweifle allerdings, dass Echtheits- oder reine Mitglied-
schaftsbestätigungen in Anstalten Öffentlichen Rechts an die
Zustimmung des betroffenen (Nicht-)Mitglieds gebunden sind.
--
*** Eine der verbreitetsten Krankheiten ***
*** ist die Diagnose. Karl Kraus ***
*** Thu, 10 Jan 2008 18:58 +0100 ***
Mareike Ziegler wrote:
> Peter Zeller wrote:
Erzähle was Du willst, aber ich glaube Dir nicht, daß Du Arzt bist.
wenn ich es richtig im Gedaechtnis habe, ist Peter
etwa Mitte 90.
Sollte ich jemals so alt werden und dann auch mit
dem technischen Fortschritt mithalten koennen,
werde ich bestimmt auch Beitraege schreiben, die dem
ein oder anderen nicht passen werden.
Und dies mit dem groessten Vergnuegen.
Michael Mueller