ich benötige mal ein paar Erfahrungen bzgl. einer Exostose im
Unterkiefer.
Seit Jahren schon habe ich diese 2 Knochenauswüchse im Unterkiefer und
sie stören mich schon lange nicht mehr. Dennoch war ich nun bei einem
Chirurgen, um mich diesbezgl. beraten zu lassen.
Natürlich habe ich nun einen Termin für eine Operation, obwohl ich dies
erstmal nicht wollte.
Angeblich kein Drama und wahrscheinlich nur 3 Tage krank, heißt es.
Nun hat mir aber ein Freund erzählt, dass es dabei große Risiken bzgl.
Entzündungen gibt und überhaupt auch die Schmerzen über viele Tage sehr
stark wären. Davon abgesehen, dass auch die Operation trotz Betäubung
ziemlich schmerzhaft sein soll. Die angekündigten 3 Tage seien auch eher
verharmlost.
In Anbetracht dessen, möchte ich die OP nun erstmal absagen.
Trotzdem würde mich mal interessieren, wie es nun wirklich ist.
Zufällig habe ich im Internet ein Foto gefunden, dass ziemlich genau
meine Exstose wiedergibt. Leider finde ich nichts über die OP an sich,
die Risiken und die Schmerzen.
Wer sich etwas auskennt und dieses Foto zur Beurteilung braucht, dem
maile ich es gerne zu.
Ich würde mich sehr über Rat und Hilfe freuen
Bernd
die Knochenwucherungen, die Du beschreibst liegen meistens lingual
(zungenseits) im Bereich der Eckzähne und sind symetrisch auf der linken und
rechten Kieferhälfte (Torus mandibulae). Diese Knochenwucherungen sind nicht
bösartig und wachsen sehr langsam. Sie behindern ab einer gewissen Größe
die Zunge, weil diese in ihrem Bett, dem Mundboden, weniger Platz hat und es
kann in Extremfällen zu Sprachbehinderungen und durch den Zungendruck auf
die Unterkieferfrontzähne zu "Verschiebungen" der Frontzähne kommen.
Zwingend ist eine Entfernung, wenn eine Unterkieferprothese geplant ist, da
diese Exostosen den Sitz der Prothese stören.
Sind die Exostosen klein, behindern nicht, oder ist keine prothetische
Versorgung im Unterkiefer geplant, kann man sie auch belassen und ab und zu
kontrollieren lassen. Der operative Eingriff kann problemlos in
Lokalanästhesie durchgeführt werden, wobei die Knochenwucherungen
abgemeiselt oder weggefräst werden. Die Schmerzen postoperativ halten sich
normalerweise in Grenzen, manche Patienten haben geringere Schmerzen als
z.B. nach einer Zahnextraktion. Teilweise kann es aber zu Blutergüssen im
Mundbodenbereich kommen, die etwas behindern und im Laufe von einer Woche
wieder verschwinden.
Gruß
Alexander
> Seit Jahren schon habe ich diese 2 Knochenauswüchse im Unterkiefer und
> sie stören mich schon lange nicht mehr.
mit der zeit gewöhnt man sich an alles, oder?
irgendwie steht der satz hier so, als ob es die regel wäre, dass einen
zwei jahre später etwas nicht mehr stört. aus irgendeinem grund
gefällt mir der satz überhaupt nicht!
(was nichts mit dem eigentlichen thema zu tun hat, aber ich muss es
einfach loswerden)
mfg
susi
In article <b3d4141.02022...@posting.google.com>,
metro...@gmx.at says...
> irgendwie steht der satz hier so, als ob es die regel wäre, dass einen
> zwei jahre später etwas nicht mehr stört. aus irgendeinem grund
> gefällt mir der satz überhaupt nicht!
Du hast natürlich schon recht.
Bei mir entstand diese Exsostose irgendwann nach meiner
Kieferorthopädischen Behandlung in der Jugend.
Damals habe ich die Veränderung verdrängt.
Später dann hielt ich es für möglich, dass der Kiefer diese Knubbel
gebildet hat, um eventuelle Schwachstellen zu verstärken. Hört sich
vielleicht blöde an, hat mir aber das Weiterverdrängen auch erleichtert.
Nun ja, man gewöhnt sich eben an Vieles.
Dabei fällt mir ein, dass auch mal eine Krebsvorsorge fällig wäre und
noch Einiges mehr.
Ich denke mal drüber nach:-)
Gruß
Bernd
In article <a5d7lc$4s1$05$1...@news.t-online.com>, A.W...@web.de says...
> kann in Extremfällen zu Sprachbehinderungen und durch den Zungendruck auf
> die Unterkieferfrontzähne zu "Verschiebungen" der Frontzähne kommen.
So schlimm ist es gottseidank nicht, sonst hätte ich es schon früher
machen lassen.
> Sind die Exostosen klein, behindern nicht, oder ist keine prothetische
> Versorgung im Unterkiefer geplant, kann man sie auch belassen und ab und zu
> kontrollieren lassen.
Welcher Arzt ist da der richtige?
Der Chirurg will gleich schneiden und mein Zahnarzt schaut zwar drauf,
fühlt sich aber nicht zuständig.
> Die Schmerzen postoperativ halten sich
> normalerweise in Grenzen, manche Patienten haben geringere Schmerzen als
> z.B. nach einer Zahnextraktion. Teilweise kann es aber zu Blutergüssen im
> Mundbodenbereich kommen, die etwas behindern und im Laufe von einer Woche
> wieder verschwinden.
Auf diese Antwort hatte ich gehofft:)
Im Freundes- und Bekanntenkreis hat man mir eher Angst gemacht.
Zahnextraktionen habe ich aber schon einige gehabt und fand es nicht
eher wenig tragisch.
Es ist aber auch eine Frage der Risiken. Die Chirurgin hatte es etwas
heruntergespielt. Möglicherweise ist es bei mir von Größe und Lage der
Exostose eher harmlos.
Fräsen und säbeln im Kopf ist halt doch immer in Bezug auf Risiko und
Nutzen eine Überlegung wert.
Ich werde die OP noch ein paar Monate herauszögern.
Im Frühjahr fällt einem das Sterben nicht so schwer:-)
vielen Dank für die Antwort
Gruß
Bernd
Gruß
Alexander
das finde ich cool
"metrophage says", dankeschön.
> > irgendwie steht der satz hier so, als ob es die regel wäre, dass einen
> > zwei jahre später etwas nicht mehr stört. aus irgendeinem grund
> > gefällt mir der satz überhaupt nicht!
>
> Du hast natürlich schon recht.
.
>
> > Nun ja, man gewöhnt sich eben an Vieles.
(sic!!!!!!!!!!!!!!!!!)
> Dabei fällt mir ein, dass auch mal eine Krebsvorsorge fällig wäre und
> noch Einiges mehr.
wozu? ist ja eh nur krebs. (lol)
>
> Ich denke mal drüber nach:-)
bitte!
>
> Gruß
> Bernd
mfg
susi