One might wonder how many patients would have been saved a terrible fate
if the German "Rechtsstaat" would have done his duties properly...
Klehr wurde abgeschmettert. Nach 15 Jahren...
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=4621
[*quote*]
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TG-1 * Transgallaxys Forum 1 >
Das Forum fuer GalavitForum.de >
Die Akte Dr. Nikolaus Klehr >
Betrugsvorwurf: Anklage gegen "Krebsarzt"
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« on: November 15, 2008, 11:41:14 PM »
Zur Beweissicherung:
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Salzburg
MEDIZIN
14.11.2008
Betrugsvorwurf: Anklage gegen "Krebsarzt"
Ein in Salzburg praktizierender
deutscher "Krebsarzt" muss sich
vor Gericht verwantworten: Die
Staatsanwaltschaft hat gegen ihn
Anklage wegen Betrugsverdachts
erhoben: Er soll für "dubiose
Praktiken" viel Geld kassiert
haben.
Anlassfall: Tod eines krebskranken Slowenen
Ins Rollen kam der Fall nach dem
Tod eines krebskranken Slowenen:
Dieser ließ sich heuer im April und
Mai in der Praxis des deutschen
Arztes in Salzburg behandeln - um
fast 13.000 Euro.
Der Slowene starb eineinhalb
Monate nach seiner Rückkehr,
obwohl ihm der Arzt Genesung
oder Verlängerung des Lebens um
mindestens fünf Jahre versprochen
habe.
Meldung aus Slowenien an
österreichische Ärztekammer.
Ärzte sehen "Schwindel und Geldmacherei"
Nach dem Tod des Slowenen
sprachen slowenische Onkologen
von dubiosen Praktiken und
schalteten die österreichische
Ärztekammer ein. In einem
Expertengutachten wurde dem
Alternativmediziner "Schwindel,
Geldmacherei und Ausnützung des
Leids von Patienten" vorgeworfen.
Das Krebsgeschwür bei dem Mann
sei schon so ausgebreitet gewesen,
dass jede Operation aussichtslos
gewesen wäre. Einem anderen
Patienten soll der Arzt gesagt
haben, dass die bei einer
Röntgenuntersuchung festgestellte
Vergrößerung des Krebsgeschwürs
in seinem Körper "eine positive
Reaktion auf die (alternative,
Anm.) Behandlung" gewesen sei,
kritisierten die slowenischen
Onkologen in ihrem Gutachten
weiter.
Vier Fälle angeklagt
In der Anklageschrift wird dem
deutschen Arzt Betrug an vier
Patienten vorgeworfen. Eine
krebskranke Frau habe für die
Behandlung von Oktober 2002 bis
Juli 2003 rund 30.500 Euro
bezahlen müssen. Den anderen drei
Patienten verrechnete er offenbar
jeweils 11.000, 12.000 sowie
15.000 Euro.
Anzeige erstattet wurde von der
Ärztekammer Salzburg,
Bundespolizeidirektion Salzburg,
vom Amt der Salzburger
Landesregierung und dem LKH
Hartberg.
Beschuldigter wies bisher Schuld von sich
Der Beschuldigte hatte bisher
jegliche Schuld zurückgeweisen -
er sprach von "schlechter
Behandlung" anderer Ärzte und
"Nachlässigkeit" vonseiten der
Angehörigen. Zudem verwies er
auf seine Publikationen: Darin
habe er ausgeführt, dass die
Therapie mit Eigenblut auch eine
tumorreduzierende Wirkung
zukomme.
Der Anwalt des Krebsarztes war
am Freitag für eine Stellungnahme
gegenüber der APA vorerst nicht
erreichbar.
salzburg.ORF.at; 28.8.08
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Quelle:
http://salzburg.orf.at/stories/322157/
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ama
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Betrugsvorwurf: Anklage gegen "Krebsarzt"
« Reply #1 on: January 04, 2009, 12:07:01 AM »
Diesen Artikel dürfen wir dank der freundlichen Erlaubnis des Autors und
des Salzburger Fensters übernehmen:
http://www.salzburger-fenster.at/rubrik/lokales/2808/skandal-um-salzburger-krebsarzt-in_9897.html
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Salzburger Fenster
Home > 28/08 > Lokales > Archiv > SF28/08
Skandal um Salzburger „Krebsarzt" in Slowenien
Bereits drei Jahre Berufsverbot in Salzburg, Strafverfahren in Salzburg
und München
Der Präsident der bayerischen Ärztekammer nannte ihn ein
„erwerbsgetriebenes Ungeheuer“. Der deutsche „Krebsarzt“ Nikolaus Klehr
behandelt in Salzburg Patienten aus Osteuropa. Nach Todesfällen gehen
nun in Slowenien die Wogen hoch.
Ales Pate, Sohn eines verstorbenen Patienten des „Krebsarztes“, legte
dem Salzburger Fenster Rechnungen über insgesamt 12.683,51 Euro vor.
Der ehemals in Deutschland sehr prominente und ebenso umstrittene
„Krebsarzt“ Dr. Nikolaus Klehr behandelt in seiner Praxis in der
Franz-Josef- Straße derzeit vor allem Krebspatienten aus Slowenien. Nach
dem Tod mehrerer seiner Patienten beschäftigen sich nun slowenische
Medien, die slowenische Ärztekammer, Mediziner, allen voran die Ärzte
des Onkologischen Instituts Ljubljana (Laibach) und verbitterte
Angehörige in zahlreichen Leserbriefen mit dem „Scharlatan“ aus
Salzburg.
Das „Salzburger Fenster“ wurde auf die Vorwürfe gegen den Arzt aus
Salzburg aufmerksam gemacht. Wir haben vor Ort in Ljubljana mit
Angehörigen und Ärzten gesprochen.
Ales Pate trauert um seinen Vater Peter Pate. Der 69-jährige an
Darmkrebs erkrankte Mann war Patient von Dr. Klehr in Salzburg und
verstarb kurz darauf.
„Er war wie ein Gott für uns“
Patienten und Angehörige klammern sich „an jeden Funken Hoffnung“und
bezahlen enorme Summen an Dr. Klehr – jetzt nennen sie ihn Scharlatan
In Bayern verlor der „Krebsarzt“ Dr. Klehr eine Unterlassungsklage gegen
einen Mediziner, der ihm vorgeworfen hatte, durch Vorspiegelung falscher
Tatsachen Hoffnung bei todkranken Patienten zu erwecken. Jetzt
wiederholen sich diese Vorwürfe in Slowenien.
Peter Pate während seiner Behandlung in der Salzburger Praxis von Dr.
Klehr. Die slowenischen Ärzte sahen bei ihm keine Aussicht auf Heilung.
Er verstarb kurz nach der Behandlung in Salzburg. / Foto: privat
Nach einer Sendung im staatlichen slowenischen Fernsehen über den
„Wunderheiler“ ging der Sohn mit einem Leserbrief an die Tageszeitung
„Delo“ vom 21. Juni dieses Jahres an die Öffentlichkeit. Er bezeichnete
darin Doktor Klehr als „Scharlatan“, der seinem Vater „Genesung oder
eine Verlängerung seines Lebens um mindestens fünf Jahre versprochen
hatte“. Eineinhalb Monate nach der Rückkehr aus Salzburg sei der Vater
dann verstorben.
Wir haben Ales Pate in Ljubljana getroffen, wo er sämtliche Angaben aus
dem Leserbrief bestätigte. Er konnte uns Rechnungen über insgesamt
12.683,51 Euro für die Behandlungen bei Dr. Klehr in Salzburg vorlegen.
Zudem musste der Vater 1.819 Euro für Nächtigungen in einem Hotel in
Salzburg während der 14-tägigen Behandlung im April und Mai dieses
Jahres aufbringen.
Ales Pate überließ uns auch den Befund der Universitätsklinik Ljubljana
vom 1. Februar dieses Jahres, unterzeichnet von drei Professoren, aus
dem hervorgeht, dass die Ärzte für den schwer krebskranken Mann wegen
sich ausbreitender Metastasen keine Heilungschancen mehr sahen. Sie
hielten jede weitere Operation für nicht mehr sinnvoll und empfahlen nur
mehr eine Symptombehandlung. „Trotzdem“, so Ales Pate „glaubten mein
Vater und ich mit blindem Vertrauen an die Versprechungen des Doktor
Klehr. Mein Vater nahm die Strapazen der Fahrten nach Salzburg und der
täglich sechs bis sieben Stunden dauernden Infusionen auf einem
unbequemen Stuhl auf sich. Wir waren geblendet von seinen Aussagen, die
Behandlung würde erfolgreich verlaufen.“
„35.000 Euro“
Franc Oblaks Lebensgefährtin starb nach einem Jahr Behandlung bei Doktor
Klehr. „Wir haben bis zuletzt an ihn geglaubt.“
Ähnlich klingt der Bericht von Franc Oblak, dessen langjährige
Lebensgefährtin Sonja Sorsak im Alter von 49 Jahren im Februar dieses
Jahres an Krebs gestorben ist. Auch ihr konnten die slowenischen Ärzte
keine Aussichten auf Heilung mehr machen. Trotzdem fuhren Franc Oblak
und Sonja Sorsak im Januar 2007 zu Dr. Klehr nach Salzburg. Franc Oblak
erinnert sich an die Versprechungen. Der Arzt habe wörtlich gesagt „ich
kann Ihnen keine Garantie geben, aber ich bin überzeugt, dass ich Sie
heilen kann.“ Franc Oblak: „Das hat uns Hoffnung gemacht.“ Im Laufe des
Jahres 2007 sind sie dann auch „einmal für zwei Wochen und mindestens
sieben bis acht Mal für eine Woche nach Salzburg zur Behandlung
gefahren“. Am Anfang sei tatsächlich eine leichte Verbesserung des
Zustandes seiner Lebensgefährtin eingetreten, dann aber eine rapide
Verschlechterung bis hin zum Tod im Februar dieses Jahres. Franc Oblak:
„Rund 35.000 Euro haben wir im Lauf dieses Jahres für die Behandlung in
Salzburg bezahlt. Das war uns nicht zuviel. Doktor Klehr war wie ein
Gott für uns. Wir haben bis zuletzt an ihn geglaubt.“
Tote Patienten
„Krebsheiler ist Scharlatan!“ Schlagzeile in der slowenischen
Zeitschrift „Jana“ vom 22. Juli 2008.
Die beiden obigen tragischen Fälle stehen nicht allein. Auch andere
Angehörige gehen nun mit ähnlichen Schilderungen an die Öffentlichkeit.
„Seit rund zwei Jahren hören wir immer häufiger von Krebspatienten, die
nach Salzburg zu Doktor Klehr fahren“, berichtet die Krebsspezialistin
Doktor Olga Cerar vom Onkologischen Institut Ljubljana. Sie selbst kennt
persönlich „zwei Patienten, die zu Doktor Klehr gefahren sind und nach
seiner Behandlung gestorben sind“. Nach 35 Jahren als Ärztin versteht
Doktor Cerar diese Patienten: „Es gibt bei Krebserkrankungen eine letzte
Phase von wenigen Monaten, wo wir offen sagen müssen, dass wir keine
Heilungschancen mehr sehen. In dieser schwierigen Phase sind viele
Patienten für falsche Versprechungen empfänglich und klammern sich an
jeden Strohhalm Hoffnung.“
Doktor Jana Ocvirk, ebenfalls Ärztin am Onkologischen Institut
Ljubljana, weiß persönlich „von zehn Patienten, die bei Doktor Klehr in
Salzburg waren. Sie sind mit einer einzigen Ausnahme alle tot. Diese
Ausnahme ist ein Patient, der misstrauisch geworden ist, und die
Behandlung bei Doktor Klehr abgebrochen hat.“
Univ.-Prof. Doktor Matjaz Zwitter, Spezialist für Lungenkrebs und
Vorsitzender der Ethik-Kommission des Onkologischen Institutes
Ljubljana, ergänzt: „Wir kennen kein einziges Beispiel einer
längerfristigen Verbesserung oder Genesung durch diese Behandlungen.“
In Salzburg übt „Krebsarzt“ Doktor Klehr seine Tätigkeit bisher sehr
still und ohne öffentliches Aufsehen aus. Sein Betätigungsfeld liegt
hier vornehmlich bei Patienten aus Osteuropa. In der Anfangszeit kamen
viele polnische Patienten zur Behandlung nach Salzburg, jetzt kommen sie
zahlreich aus Slowenien.
In Deutschland erregte er allerdings in den 1990er Jahren enormes
öffentliches Aufsehen. Er wurde in der Regenbogenpresse als „Herr der
Killerzellen“ gefeiert. Dafür sorgten insbesondere Yvonne und
Klausjürgen Wussow. Mit dem bekannten Schauspieler trat er mehrmals
gemeinsam in Talkshows auf.
„Ungeheuer“ und „infame Strategie“
Doktor Olga Cerar vom Onkologischen Institut Ljubljana kennt verstorbene
Patienten von Dr. Klehr. / Fotos (3): Breidenbach
Kritisch beleuchtete erstmals das Magazin „Stern“ am 18. April 1996 das
Wirken des angeblichen Wunderheilers.
Das ARD-Magazin „Panorama“ widmete am 10. Dezember 1998 dem „dubiosen
Mediziner“ eine eigene Sendung. Dort wurde unter anderem über den Fall
einer an Leukämie erkrankten Frau berichtet, die nach einer 17.000 Mark
teuren Behandlung verstorben war. Der damalige Präsident der Bayerischen
Landesärztekammer, Dr. Hans Hege, nannte Klehr in dieser Sendung ein
„erwerbsgetriebenes Ungeheuer“ und einen „Scharlatan, der mit der
Hoffnung von Krebskranken Geld macht“. In der Sendung wurde auch die
Aussage eines ehemaligen Mitarbeiters von Klehr genannt, wonach dieser
mit seinen Behandlungen bis 1996 bereits rund 100 Millionen Mark
verdient hätte.
Drastisch urteilte bereits 1994 der damalige Gesundheitsreferent der
Stadt München, Dr. Hermann Schulte-Sasse. Herr Klehr verspreche
Patienten einen Behandlungserfolg, den er in keiner Weise einhalten
könne: „Diese Vorspiegelung falscher Tatsachen erweckt Hoffnung bei
todkranken Patienten, und dies halte ich für eine besonders unärztliche,
für eine besonders infame Strategie.“ Eine Klage Klehrs auf Unterlassung
dieser Aussage wurde vom Landgericht München am 26. Januar 1996
abgewiesen.
Drei laufende Verfahren in Bayern
Gegenwärtig sind in Bayern gegen Dr. Klehr, der nach wie vor auch in
München tätig ist, drei Verfahren anhängig. Bei der Regierung von
Oberbayern läuft laut Regierungsdirektor Heinrich Schuster ein
„pharmazierechtliches Verwaltungsstrafverfahren“. Bei der
Staatsanwaltschaft München laufen laut Oberstaatsanwalt Anton Winkler
zwei Verfahren. Eines wegen „Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz“.
Dabei gehe es darum, „dass dem Doktor Klehr bereits vor Jahren die
Erlaubnis zur Herstellung so genannter Blut-Zytokine entzogen wurde, und
der Verdacht besteht, dass er dies trotzdem tut“. Das zweite Verfahren
betrifft einen „Verstoß gegen das Heilmittelwerbegesetz“. Dabei geht es
laut Oberstaatsanwalt Winkler darum, „dass Herr Klehr auf seiner
Internet-Seite Versprechungen bezüglich Krebsbehandlungen macht, aber
solche Versprechungen darf man nicht abgeben“.
Berufsverbot und Strafverfahren in Salzburg
Während die Salzburger Ärztekammer auf Anfragen des Salzburger Fensters
zu diesem Fall nur sehr ausweichend antwortet, erhielten wir in
Ljubljana Kenntnis davon, dass es bereits einen aufschlussreichen
Briefwechsel zwischen der slowenischen und der Salzburger Ärztekammer
gibt. Ein Schreiben der Salzburger Ärztekammer vom 18. April dieses
Jahres nach Slowenien liegt uns vor. Es heißt darin unter anderem: „Im
Jahr 2003 verdächtigte ihn die Disziplinarkommission von Oberösterreich
und Salzburg des ärztlichen Fehlverhaltens und verhängte eine vorläufige
Suspendierung. Diese Maßnahme wurde am 2. Juni 2006 zurückgezogen und
Dr. Klehr ist seither wieder befugt seinen Beruf als Mediziner auszuüben
… Wegen diverser Fakten ist ein Strafverfahren am Landesgericht Salzburg
mit der Aktenzahl Ref 46 Ur212/02b anhängig.“ Die damalige Suspendierung
Dr. Klehrs steht im Zusammenhang mit dem Tod einer von ihm behandelten
polnischen Patientin in Salzburg.
Beim Landesgericht Salzburg bestätigt Staatsanwältin Barbara Feichtinger
dieses seit dem Jahr 2002 anhängige Verfahren. Ermittelt wird wegen „des
Verdachts des Betrugs“. Der Akt würde derzeit beim Oberlandesgericht
Linz liegen. Das Gericht sei „in den Fall tief eingestiegen, wofür schon
die Bestellung von vier Gutachtern spricht“.
„Keine wissenschaftliche Studie bekannt“
Salzburgs Onkologie-Primar hält keinerlei Kontakt
Primar Univ.-Professor Richard Greil
Primar Univ.-Professor Richard Greil, Vorstand der Onkologischen
Abteilung der Salzburger Landeskrankenanstalten, kennt keine
wissenschaftliche Studie von Dr. Klehr.
SF: Herr Professor Greil, haben Sie fachlichen Kontakt mit Doktor Klehr?
Prof. Greil: Ich habe keinerlei Kontakt mit Herrn Dr. Klehr.
SF: Warum nicht?
Prof. Greil: Ein sinnvoller Kontakt setzt den Respekt der
wissenschaftlichen Wertigkeit der verwendeter Methoden, die Bereitschaft
zur Offenlegung von Behandlungsergebnissen, die Anerkennung der
Grundregeln bei der Entwicklung medizinischen Fortschrittes voraus.
Zentral ist die besondere Würdigung der existenziellen
Bedrohungssituation von Tumorpatienten in ihrer seelischen,
gesundheitlich-körperlichen, sozialen und finanziellen Integrität und
der ärztliche Auftrag, den Patienten in allen diesen Belangen vor
Schaden zu schützen.
SF: Ist Ihnen eine klinische Studie über die Behandlungsmethoden des
Doktor Klehr bekannt, die nach den anerkannten Regeln medizinischer
Wissenschaft wie Wiederholbarkeit, Nachvollziehbarkeit, öffentliche
Zugänglichkeit, behördliche Genehmigung und Genehmigung durch die
Ethik-Kommission erstellt wurde?
Prof. Greil: Es ist mir keinerlei derartige Studie bekannt. Das
internationale Verzeichnis der von anonymen und unabhängigen Gutachtern
auf wissenschaftliche Wertigkeit geprüften Publikationen (Pubmed)weist
keine klinische Studie unter der Federführung von Dr. Klehr aus, die
über den Erfolg bzw. die Ergebnisse der von ihm propagierten Methoden an
repräsentativen Patientengruppen berichten würde. Es sind mir auch keine
Darstellungen dieser „Therapien“ an international angesehenen
Fachkongressen, die quasi die Börse der Innovation in der Medizin
darstellen, bekannt.
Interview: Heinrich Breidenbach
„Die Patienten sind nicht an Krebs gestorben“
Angehörige und andere Ärzte schuld
Dr. Nikolaus Klehr / Foto: Internet
Wir erreichten den „Krebsarzt“ Nikolaus Klehr in seinem Urlaub am
Telefon. Er weist alle Vorwürfe zurück.
SF: Herr Doktor Klehr, es gibt in Slowenien schwere Vorwürfe von
Angehörigen verstorbener Patienten und von Medizinern gegen Sie. Sie
würden falsche Hoffnungen bei todgeweihten Patienten wecken und für
teures Geld in Salzburg letztlich unwirksame Behandlungen durchführen.
Dr. Klehr: Die Vorwürfe sind unbegründet. Ich erwecke keine falschen
Hoffnungen, die genannten Zahlen sind falsch. Meine Patienten werden gut
aufgeklärt. Die Zeitschrift „Jana“, in der diese falschen Darstellungen
publiziert wurden, muss eine Richtigstellung drucken.
SF: In der Zeitschrift werden auch sehr kritische Stellungnahmen
hochrangiger slowenischer Mediziner ihnen gegenüber zitiert.
Dr. Klehr: Es ist mir unverständlich, wie diese Kollegen sich auf ein
solches Schmuddelniveau herablassen können.
SF: Aber es sind doch Patienten kurz nach der Behandlung bei
Ihnen gestorben?
Dr. Klehr: Die beiden öffentlich genannten Patienten sind sicher nicht
an Krebs gestorben. Die Therapie eines slowenischen Arztes und die
Nachlässigkeit von Angehörigen haben zum Tod geführt. Mehr kann ich dazu
aus Gründen der ärztlichen Verschwiegenheitspflicht nicht sagen.
„Nicht publiziert“
SF: Können Sie mir eine anerkannte wissenschaftliche Publikation nennen,
welche die Erfolge Ihrer Behandlungen belegt?
Dr. Klehr: Vom Berliner Universitätsklinikum Charitè wurden unsere
Erfolge bestätigt.
SF: Können Sie mir die Namen der Autoren dieser Studie nennen, und wo
sie veröffentlicht wurde?
Dr. Klehr: Es handelt sich um eine gutachterliche Stellungnahme in
unserem Auftrag, verfasst von einer Arbeitsgruppe. Wir haben sie nicht
publiziert.
Interview: Heinrich Breidenbach
Heinrich Breidenbach
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Anfragen bitte an
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ama
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Betrugsvorwurf: Anklage gegen "Krebsarzt"
« Reply #2 on: January 04, 2009, 12:08:16 AM »
http://www.salzburger-fenster.at/rubrik/lokales/2908/weiter-riesenwirbel-um-salzburger_9937.html
http://www.salzburger-fenster.at/rubrik/lokales/3608/-krebsarzt-neue-beschwerde_10507.html
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ama
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Betrugsvorwurf: Anklage gegen "Krebsarzt"
« Reply #3 on: January 04, 2009, 12:15:53 AM »
Diesen Artikel dürfen wir dank der freundlichen Erlaubnis des Autors und
des Salzburger Fensters übernehmen:
http://www.salzburger-fenster.at/rubrik/lokales/2908/weiter-riesenwirbel-um-salzburger_9937.html
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Salzburger Fenster
Home > 29/08 > Lokales > Archiv > SF29/08
Weiter Riesenwirbel um Salzburger "Krebsarzt"
Zahlreiche Medienreaktionen auf SF-Exklusivbericht und neue Vorwürfe
Entsetzte Röntgenärztin: „Krebskranke verschulden sich und nehmen
Kredite für Behandlung in Salzburg auf.“ Salzburgs Ärzte- Präsident Karl
Forstner zeigt sich über die Vorwürfe betroffen. Es mangle aber an
„konkreten Fakten“.
Das Onkologische Institut Ljubljana ist ein Zentrum der Kritik am
Salzburger „Krebsarzt“. Den Briefwechsel mit der Salzburger Ärztekammer
hat das Institut letzte Woche ins Internet gestellt. Foto: Heinrich
Breidenbach
Das „Salzburger Fenster“ hat in seiner letzten Ausgabe exklusiv in
Österreich über die schweren Vorwürfe von Angehörigen verstorbener
Patienten, Medien und Medizinern in Slowenien gegen den in Salzburg
tätigen „Krebsarzt“ Dr. Nikolaus Klehr berichtet. Der umstrittene und
früher in Deutschland „prominente“ Arzt behandelt in Salzburg
vornehmlich Patienten aus Osteuropa, derzeit vor allem aus Slowenien.
Dem Mediziner wird vorgeworfen für teures Geld Behandlungen anzubieten,
für deren positive Wirksamkeit es keinen wissenschaftlichen Nachweis
gebe, und damit vergebliche Hoffnungen bei schwer kranken Krebspatienten
zu wecken.
Dr. Klehr hat gegenüber dem Salzburger Fenster sämtliche Vorwürfe
zurückgewiesen.
In den slowenischen Medien ist in der letzen Woche intensiv mit Bezug
auf den Artikel im „Salzburger Fenster“ über den Fall berichtet worden.
Dabei sind auch neue Vorwürfe öffentlich geworden, unter anderem jene
von der Röntgenärztin Dr. Irena Sedonja aus dem Krankenhaus von Murska
Sobota. Ein Schreiben der Ärztin an das Onkologische Institut Ljubljana
liegt uns im Wortlaut vor. Die Ärztin berichtet darin von Patienten, die
„starke Verschuldung“ und die „Aufnahme von Krediten“ für Behandlungen
in Salzburg in Kauf nehmen, deren Krankheit aber trotzdem und entgegen
aller Hoffnungen „erbarmungslos fortschreitet“. Sie sei nach Berichten
ihrer Patienten „entsetzt“ darüber, wie Dr. Klehr ihre Befunde deutet.
Sogar das Wachsen von Tumoren würde er als positiv und „als Beweis einer
erfolgreich verlaufenden Behandlung“ interpretieren.
Die Tageszeitung „Delo“ berichtete von einem neuen Gutachten
slowenischer Mediziner über die Methoden des Dr. Klehr und von deren
Ankündigung, noch intensiver von der Österreichischen Ärztekammer
Aufklärung in dieser Causa zu fordern. Der bisherige Briefwechsel
zwischen der slowenischen und der Salzburger Ärztekammer wurde
mittlerweile vom Onkologischen Institut Ljubljana ins Internet gestellt.
Ärzte-Präsident: „Zu wenig konkrete Fakten“
Ärztepräsident Forstner: „Betroffen, aber an das Gesetz und die
Verschwiegenheitspflicht gebunden.“ Foto: Ärztekammer Salzburg
In Salzburg zeigte sich der Präsident der Ärztekammer Dr. Karl Forstner
„unglücklich“ über den Fall: „Es macht mich betroffen, wenn so schwere
Vorwürfe über fragwürdige Behandlungsmethoden und Rechnungslegung gegen
einen in Salzburg praktizierenden Arzt erhoben werden.“ Die Ärztekammer
könne aber nicht „nach Laune und subjektivem Empfinden in das Recht auf
freie Berufsausübung eingreifen, sondern ist an das Gesetz und die
Verschwiegenheitspflicht gebunden.“ Bis dato habe sich nur eine Frau bei
der Ärztekammer gemeldet, die die deutsche Übersetzung eines Leserbriefs
von Angehörigen eines verstorbenen Patienten in einer slowenischen
Zeitung übermittelt habe. Die Frau wollte anonym bleiben. Forstner: „Das
ist zu wenig.“
Der Ärzte-Präsident betont allerdings, dass er in seinem
Antwortschreiben an die slowenische Ärztekammer darauf hingewiesen habe,
dass die Kammer natürlich konkreten Fakten, die ihr von slowenischen
Ärzten zur Kenntnis gebracht werden, nachgehen und dem Gericht
übermitteln werde. Beim Salzburger Landesgericht ist gegen Dr. Klehr
seit dem Jahr 2002 ein Strafverfahren wegen „Verdacht des Betrugs“
anhängig. „Bis jetzt“, so Forstner, „sind uns mit Ausnahme des einen
Leserbriefes aus Slowenien keine konkreten neuen Fakten übermittelt
worden.“
Behandlungen trotz Verbot?
Wie berichtet wurde in Salzburg gegen Dr. Klehr im Jahr 2003 ein
vorläufiges Berufsverbot verhängt. Dieses stand im Zusammenhang mit dem
Tod eines von ihm behandelten polnischen Patienten in Salzburg. Der
„Krebsarzt“ hat gegen das vorläufige Berufsverbot erfolgreich rechtliche
Schritte gesetzt und übt seit Juni 2006 seine Tätigkeit in Salzburg
wieder legal aus.
Dem „Salzburger Fenster“ liegt nun die gesicherte Information vor,
wonach am 4. Februar 2004 erneut eine von Dr. Klehr behandelte todkranke
junge polnische Krebspatientin in das Salzburger Landeskrankenhaus
eingeliefert werden musste. Die Ärzte konnten der jungen Frau nicht mehr
helfen und sie wurde am 7. Februar 2004 mit dem Rettungswagen nach Polen
zurück transportiert. Zu dieser Zeit hatte Klehr in Salzburg
Berufsverbot. Uns liegen noch keine gesicherten Informationen darüber
vor, ob dieser Vorfall damals überhaupt von den Salzburger Behörden
untersucht wurde, und zu welchen Ergebnissen und Konsequenzen eine
solche Untersuchung geführt hat.
Heinrich Breidenbach
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Betrugsvorwurf: Anklage gegen "Krebsarzt"
« Reply #4 on: January 04, 2009, 12:17:31 AM »
Diesen Artikel dürfen wir dank der freundlichen Erlaubnis des Autors und
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Salzburger Fenster
Home > 36/08 > Lokales > Archiv > SF36/08
"Krebsarzt": Neue Beschwerde
Witwe wandte sich an Ärztekammer: „Über 14.000 Euro für vergebliche
Hoffnungen“– Patient verstorben
Im Fall des in Salzburg tätigen deutschen „Krebsarztes“ Nikolaus Klehr
hat sich nach den Berichten im Salzburger Fenster die Witwe eines
verstorbenen Patienten bei der Ärztekammer gemeldet. Sie möchte im
anhängigen Strafverfahren als Zeugin aussagen.
Frau Marion Christofzik: „Es kostet viel Kraft, aber ich werde als
Zeugin aussagen, wenn ich geladen werde.“ Foto: Breidenbach
Ich habe an diesen Arzt nie geglaubt, aber ich konnte meinem schwer
kranken Mann doch die Hoffnung nicht nehmen“, sagt die in Villach
lebende Frau Marion Christofzik zum Salzburger Fenster. Sie trauert um
ihren Mann Gerhard, der im Mai dieses Jahres nach einem langen
Krebsleiden verstorben ist. Im Spätstadium der Krankheit hatte sich ihr
Mann Gerhard Christofzik mit letzter Hoffnung an den in Salzburg tätigen
„Krebsarzt“ Nikolaus Klehr gewandt und war von diesem behandelt worden.
Nachdem Frau Christofzik aus den Berichten im Salzburger Fenster
erfahren hatte, dass beim Landesgericht Salzburg ein Verfahren gegen Dr.
Klehr wegen „Verdacht des Betrugs“ anhängig ist, und dass die
Ärztekammer Fakten, die ihr zur Kenntnis gebracht werden, auch an das
Gericht weiter leitet, übermittelte sie letzterer eine Dokumentation
über die Behandlung ihres Mannes durch Dr. Klehr. Johannes Barth,
stellvertretender Direktor der Salzburger Ärztekammer, bestätigt
gegenüber dem SF den Eingang „einer Beschwerde einer Angehörigen eines
verstorbenen Patienten“. Die übermittelten Dokumente seien dem
Landesgericht Salzburg und der Disziplinarkommission der Ärztekammer
„zur weiteren Prüfung“ übergeben worden.
„Auf richtigem Weg“
Frau Christofzik hat auch dem Salzburger Fenster die Dokumentation
übergeben. Aus dieser geht unter anderem hervor, dass Herr Christofzik
wegen eines bereits metastasierenden Darmkrebses im Mai 2007 im
Landeskrankenhaus Villach mit einer schmerzlindernden Chemotherapie
behandelt wurde. Ein Röntgenbefund vom 31. Juli 2007 musste zahlreiche
neue Metastasen in Leber und Lunge feststellen.
Trotzdem habe laut Frau Christofzik Dr. Klehr noch Monate nach diesen
Befunden, nämlich beim ersten Kontakt am 22. November 2007, ihrem damals
bereits todgeweihten, schwerkranken Mann noch Hoffnungen gemacht: „Er
hat alle Befunde gekannt und sprach trotzdem davon, dass wir das in den
Griff bekommen werden, und dass er die Botenstoffe des Blutes auf die
Krebszellen ,abrichtet’, die dann die Wucherungen des Krebses stoppen
oder vernichten.“ Im Verlauf der Behandlung habe Dr. Klehr dann sogar
noch gesagt „wir sind auf dem richtigen Weg“.
Frau Christofzik will das auch vor Gericht als Zeugin bestätigen: „Es
kostet viel Kraft, aber wenn ich geladen werde, werde ich aussagen.“
„Schweigepflicht“
An Kosten für die Behandlung bei Dr. Klehr in Salzburg listet Frau
Christofzik auf: Reine Behandlungskosten 13.753,76 Euro, Laborkosten
730,61 Euro, dazu kommen noch die Übernachtungen in Salzburg mit 660
Euro. Insgesamt also 15.144,37 Euro. „Alle Rechnungen habe ich der
Salzburger Ärztekammer übergeben.“
Dr. Klehr wurde vom Salzburger Fenster zu einer Stellungnahme zu diesen
neuen Vorwürfen gebeten. Er meinte, er werde dies „angesichts des
zusätzlich andernorts durchgeführten interferierenden Therapieregimes“
sehr gerne tun. Leider aber sei er ohne die hierzu erforderliche
Vollmacht der Erben des Patienten „sowohl standesrechtlich als auch
allgemein juristisch“ an die Einhaltung „der mir obliegenden
Schweigepflicht gebunden“.
Prozess verloren
In München hat Dr. Klehr einen Prozess verloren. Es handelt sich dabei
um die Klage der Witwe eines verstorbenen Patienten auf Herausgabe der
Krankenakten. Laut Süddeutscher Zeitung konnten die Ärzte auch diesem
damals 63-jährigen Darmkrebspatienten keine Hoffnungen mehr machen, und
hatte sich dieser als „letzten Strohhalm“ an Klehr gewandt. Nach dem Tod
des Patienten hatte sich Klehr geweigert, die Patientenakten der Witwe
zu übergeben. Dies mit dem Argument, er sei auch über den Tod hinaus an
seine „Verschwiegenheitspflicht“ gebunden.
Die Münchner Richter verurteilten Klehr im März dieses Jahres in erster
Instanz zur Herausgabe „leserlicher Kopien sämtlicher
Krankenunterlagen“. Am 9. Oktober nun hat das Oberlandgericht München
die Berufung Klehrs gegen das Urteil endgültig und rechtskräftig
zurückgewiesen. Dr. Klehr muss die Prozesskosten bezahlen und die
Krankenakten des verstorbenen Patienten dessen Witwe übergeben.
Die auf Arzthaftungsrecht spezialisierte Münchner Rechtsanwaltskanzlei
„Waibl & Jobst“ betont gegenüber dem Salzburger Fenster, dass die Klage
auf Herausgabe der Krankenakten nur der erste Schritt in diesem Fall
gewesen sei und der Vorbereitung weiterer gerichtlicher Schritte diene.
Heinrich Breidenbach
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Eule
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Dr. Klehr ist nicht zu fassen: Warum ein zweifelhafter Krebsarzt weiter
praktizi
« Reply #5 on: November 06, 2011, 08:38:57 AM »
http://www.krebsforum-lazarus.ch/board5-pressemeldungen/264-jetzt-b5-aktuell-dr-klehr-ist-nicht-zu-fassen-warum-ein-zweifelhafter-krebsarzt-weiter-praktizieren-darf/
[*quote*]
http://www.br.de/radio/b5-aktuell/programmkalender/sendung121986.html
[*QUOTE*]
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Der Funkstreifzug
Heute, 06.11.2011
09.15 bis 09.29 Uhr
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Dr. Klehr ist nicht zu fassen: Warum ein zweifelhafter Krebsarzt weiter
praktizieren darf
von Claudia Gürkov
Redaktion: Carola Brand
Als Podcast verfügbar
Themen auf den Punkt gebracht
Betrachtungen zu aktuellen Entwicklungen aus Politik und Gesellschaft -
sonntags um 9.15 Uhr in B5 aktuell.
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Als Podcast verfügbar
http://cdn-storage.br.de/mir-live/MUJIuUOVBwQIb71S/iw11MXTPbXPS/_2rc_K1S/_AiS/_-rp5-rP/111106_0915_Der-Funkstreifzug_Dr-Klehr-ist-nicht-zu-fassen.mp3
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Thymian
Jr. Member
Posts: 165
RE: Dr. Klehr ist nicht zu fassen: Warum ein zweifelhafter Krebsarzt
weiter pra
« Reply #6 on: November 07, 2011, 11:15:33 AM »
[*quote*]
Der Funkstreifzug
Themen auf den Punkt gebracht
Stand: 04.11.2011
Betrachtungen zu aktuellen Entwicklungen aus Politik und Gesellschaft
Das Thema vom 6.11.2011
Dr. Klehr ist nicht zu fassen: Warum ein zweifelhafter Krebsarzt weiter
praktizieren darf
Das Geschäftsmodell von Versicherungen, Kosmetikherstellern und
Wunderärzten basiert auf zwei menschlichen Regungen: Angst und Hoffnung.
Wenn also ein todkranker Mensch, dem die Schulmedizin nicht mehr helfen
kann, Rettung bei einem Arzt sucht, der sich später als Scharlatan
herausstellt - kann man es ihm verdenken? Sicher nicht. Wohl aber den
Behörden und Verbänden, die es nicht schaffen selbst ernannten
Wunderheilern das Handwerk zu legen.
Umstrittene Therapie
So wie im Fall von Dr. Nikolaus Klehr. Seit 20 Jahren behandelt der
Dermatologe vor allem Krebspatienten mit einer Art Eigenbluttherapie.
Kein Wissenschaftler hat je die Wirksamkeit bestätigt und es gab
Dutzende von Prozessen gegen den Arzt, der von manchen Medien als
Wunderheiler gehandelt wurde. Doch Dr. Klehr ist nicht zu fassen - er
praktiziert immer noch. In München und Salzburg betreut er Patienten aus
halb Europa. Patientenschutz? Fehlanzeige.
Jahrelanger Rechtsstreit
Während Behörden und Verbände zaudern, beweist eine Witwe aus Markt
Schwaben Zivilcourage. Sie verklagte Dr. Klehr, der ihren krebskranken
Mann behandelte, durch alle Instanzen. Knapp fünf Jahre nach dem Tod
ihres Mannes verurteilte der Bundesgerichtshof den Arzt, die Krankenakte
des Toten an die Familie herauszugeben und die Behandlungskosten zu
erstatten. Das Geld wurde jetzt überwiesen. Die Akte aber hütet Dr.
Klehr bislang ebenso eifersüchtig wie seine Approbation.
[*/quote*]
Quelle:
http://www.br.de/radio/b5-aktuell/sendungen/der-funkstreifzug/index.html
« Last Edit: November 07, 2011, 11:17:08 AM by Thymian »
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Drennhaak
Newbie
Posts: 1
Krebsarzt Klehr wegen Betrugs vor Gericht
« Reply #7 on: October 22, 2013, 01:10:52 PM »
ist das ein neues Verfahren gegen Klehr oder hat Klehr es geschafft, die
alten Verfahren gegen ihn so lange zu verzögern? Weiß Jemand etwas von
neuen Zeugen?
Der Bayerische Rundfunkt gibt in seiner Notiz keine näheren Angaben.
http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/krebs-arzt-prozess-100.html
Prozess
Krebsarzt vor Gericht
Der umstrittene Dermatologe behandelte unter anderem in München, Bad
Heilbrunn, Traunstein und Salzburg - auch mit einem angeblichen
Wundermittel. Am Dienstag (22.10.13) steht der Krebsarzt in Salzburg vor
Gericht - wegen Betrugs.
Stand: 22.10.2013
Der Mann führte auch Behandlungen mit Eigenblut durch. Dafür verlangte
er von den Krebspatienten hohe Geldsummen. 1996 entzog ihm die Regierung
von Oberbayern die Approbation, die er später wiedererlangte. Die
Staatsanwaltschaft Salzburg will ihm jetzt Betrug am Patienten
nachweisen.
Gibt es Filmberichte? Wer sind die Journalisten?
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Kartoline
Newbie
Posts: 1
Klehr wurde abgeschmettert. Nach 15 Jahren...
« Reply #8 on: February 25, 2014, 12:15:49 PM »
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/blutlabor-in-gruenwald-arzt-darf-krebs-killerzellen-nicht-mehr-herstellen-1.1897272
Kurz-URL
http://sz.de/1.1897272
[Zitat]
25. Februar 2014 08:32
Blutlabor in Grünwald
Arzt darf angebliche Krebs-Killerzellen nicht mehr herstellen
[...]
Dem Münchner Mediziner Nikolaus Klehr bleibt es weiterhin verboten, die
von ihm kreierten Eigenblut-Präparate in seiner Betriebsstätte in
Grünwald zu produzieren. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof
(VGH) entschieden. Der selbsternannte Krebsarzt liegt seit den 1990er
Jahren mit Gesundheitsbehörden und Justiz im Clinch: Im Mittelpunkt
stehen seine angeblichen Killerzellen gegen Krebstumore - ein weltweit
lukratives Geschäft.
Immer wieder lassen sich verzweifelte Patienten auf die sehr teure
Spezial-Therapie ein. Das Klinikum Großhadern hatte aber schon
frühzeitig festgestellt, dass es sich bei dieser vermeintlichen
Krebsfresser-Mixtur vor allem um "verdünntes angeronnenes Blutplasma"
handle.
[...]
Klehr klagte dagegen vor dem Verwaltungsgericht München - ohne Erfolg.
Nun, fast fünf Jahre nach der Entscheidung in erster Instanz, hat der
VGH den Antrag des Arztes auf Zulassung der Berufung ohne weitere
mündliche Verhandlung durch Beschluss abgelehnt.
Der 20. Senat hat keine ernstlichen Zweifel an der Richtigkeit der
Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Vor allem habe der Arzt der
Regierung jahrelang keine Sachkunde- und Zuverlässigkeitsnachweise für
verantwortliche Personen vorgelegt - die Behörde habe deshalb damals
nicht länger warten müssen. Der Widerruf sei somit verhältnismäßig. Auf
einzelne Punkte aus der Urteilsbegründung, die Klehr vor dem VGH
angreifen wollte, kommt es nach Auffassung des Senats gar nicht mehr an.
Rechtsmittel gegen diesen Beschluss (Az.: 20 ZB 11.1998) sind nicht
zugelassen.
[Zitat Ende]
Die Sprengkraft dieser Sache ist, daß sie keine hat. Sieht man das Datum
als Beginn der juristischen Auseinandersetzung, so fing die Rechtssache
1998 an. In den folgenden 15 Jahren konnte Klehr weitermachen. Die
aufgeflogenen Fälle belegen es.
Dieser "Rechtsstaat" hat 15 Jahre lang die Rechte der Kranken mit Füßen
getreten.
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[*quote*]
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http://www.meta-health.at
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