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Asthma und Fallschirmspringen ?

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O.Brandt

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Oct 3, 2000, 3:00:00 AM10/3/00
to
Hallo Leute,

kann mir jemand von Euch bei Folgender Frage helfen ?

Ich bin Forenmaster eines Forums zum Thema Fallschirmspringen.
Folgende Frage ging heute bei uns ein:


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Hallo Leute,
ein Besucher meiner Homepage, der sich über das Skydiven informierte und
unter Asthma leidet hat mich per Email gefragt,
wie sich das in diesem Sport auswirkt?
Er selbst ist momentan Drachenflieger und das Asthma bereitet ihm dabei
keine Probleme.
Da ich selbst kein Asthma habe und keine Springer mit Asthma kenne weiß
ich leider kein Rat.
Darum würde ich euch gern fragen, ob ihr evtl. genaueres dazu sagen
könnt?

Vielen Dank für eure Hilfe...

Gruß
Nimsiki
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Könnte es evtl. Probleme mit der Diffusion (stärkeres
Diffusionsdruckgefälle ??) durch den abfallenden Luftdruck geben ?
Hypämische (Anämische) Hypoxie ??

Vielen Dank im voraus !!

O.Brandt

http://www.fallschirm-springer.de/forum.html

Thomas Zimmermann

unread,
Oct 4, 2000, 3:00:00 AM10/4/00
to
O.Brandt <bra...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
39DA079A...@t-online.de...

> ein Besucher meiner Homepage, der sich über das Skydiven informierte und
> unter Asthma leidet hat mich per Email gefragt,
> wie sich das in diesem Sport auswirkt?

Hallo O. Brandt!

Der Volksmund fasst unter Asthma verschiedene Bronchial- und
Lungenerkrankungen zusammen. Das geht vom klassischen allergischen "Asthma
bronchiale" über die chronische asthmoide Emphysembronchitis bis zum sog.
"Herzasthma", also der Rechtsherzinsuffizienz.

Also lässt sich die Frage nicht pauschal beantworten.

Wichtig ist die Frage: Leidet der Sportler unter einer durch seine Krankheit
("Asthma") bedingte dauerhafte Verringerung der Lungenfunktion, sprich der
Gasaustauschfläche? Dann wird ihn der Aufenthalt in großer Höhe mit dem
dadurch verbundenen verminderten Sauerstoffpartialdruck in Schwierigkeiten
bringen.

Oder ist er ein klassischer allergischer Asthmatiker, der normalerweise
keine Atmungsprobleme hat, sondern nur im Anfall. Dann wird er auch dieim
Fallschirmspringen ueblichen Hoehen vertragen koennen, ausser, wenn ein
akuter Anfall eintritt. Diese Sorte von Asthmatikern kennen allerdings die
medizinischen Moeglichkeiten, einem Anfall ueber einen Zeitraum von 1-2
Stunden effektiv vorzubeugen, recht gut.

Wirklich hilfreich ist hier nur die exakte fliegerärztliche Untersuchung
unter Bercksichtigung der Asthma-Vorgeschichte. Im Zeifelsfall helfen Tests
im Body-Plethysmographen oder in der Unterdruckkammer weiter. Wer im
Grundsatz gewillt ist, weiterzuleben, wird seinem Fliegerarzt hierzu exakte
Angaben machen und hat kein Interesse daran, auf 12000 Fuss blau anzulaufen.
--
Mit freundlichen Gruessen

Thomas Zimmermann

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