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Welcher Beta-Blocker bei einer Prüfung?

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Heiner Mertens

unread,
Mar 19, 2008, 5:16:56 AM3/19/08
to
Hallo Mediziner und Medizin-Wissende,

ich stehe vor einem mündlichen Examen.
Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,
riet mir ein Bekannter zu Beta-Blockern.

Meine zwei Fragen an Euch:

I) Hat hier jemand Erfahrung mit Beta-Blockern während einer Prüfung?
II) Zu welchem Beta-Blocker (Name, Dosierung) würdet Ihr raten?

Mit Dank
Heiner

Gottfried Stutz

unread,
Mar 19, 2008, 6:04:03 AM3/19/08
to

Heiner Mertens schrieb:


> Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
> dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,
> riet mir ein Bekannter zu Beta-Blockern.

Die kriminelle Rücksichtslosigkeit von Pharmavertretern erreicht immer
neue Höhen!

Heiner Mertens

unread,
Mar 19, 2008, 6:11:48 AM3/19/08
to
Gottfried Stutz schrieb:


Deine Paranoia interessiert hier niemand.

Susanne "Suse"Johnen

unread,
Mar 19, 2008, 6:36:02 AM3/19/08
to
Heiner Mertens wrote:

> Hallo Mediziner und Medizin-Wissende,
>
> ich stehe vor einem mündlichen Examen.
> Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
> dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,
> riet mir ein Bekannter zu Beta-Blockern.


Hallo Heiner,
Stress hin oder her; Medikamente sind kein Spielzeug;
solltest Du keine medizinische Notwendigkeit für den Beta Blocker haben
hoffe ich das Du die Finger von dem Zeug läßt.
Sei vernünftig, bereite Dich vor und manchmal hilft es wesentlich mehr sich
die Prüfer in Unterhosen vorzustellen, als Chemie einzupfeifen.
Fang abends einfach mit hochdosiertem Baldrian an, lerne Deinen Stoff und
dann drücke ich Dir echt fest die Daumen, das Du für Dein verdienstvolles
Lernen die Lorbeeren absacken kannst- alles andere ist Selbstbeschiß
Suse
--
Ach?

Ursula Winkler

unread,
Mar 19, 2008, 7:12:45 AM3/19/08
to
Susanne \"Suse\"Johnen wrote:

> ... abends einfach mit hochdosiertem Baldrian an

wirkt aber erst nach laengerfristiger Einnahme, nicht vor Akutsituationen.
Sollte letzteres vorliegen, geh zu Deinem Hausarzt, der Dir auch was
"Potenteres" verschreiben kann. Aber lass das dann nicht zur Gewohnheit
werden - nur rechtzeitige Vorbereitung kann Pruefungsangst
wirklich (ohne Nebenwirkungen) bekaempfen.

Gottfried Stutz

unread,
Mar 19, 2008, 7:43:03 AM3/19/08
to

Heiner Mertens schrieb:


> Deine Paranoia interessiert hier niemand.

Dann dope dich doch. Viel Spass mit den Folgen.

Susanne "Suse"Johnen

unread,
Mar 19, 2008, 8:19:49 AM3/19/08
to
Ursula Winkler wrote:


> wirkt aber erst nach laengerfristiger Einnahme, nicht vor Akutsituationen.

deswegen schrieb ich: fang damit an..
Und vermutlich meinst Du ab da:


> Sollte letzteres vorliegen, geh zu Deinem Hausarzt, der Dir auch was
> "Potenteres" verschreiben kann. Aber lass das dann nicht zur Gewohnheit
> werden - nur rechtzeitige Vorbereitung kann Pruefungsangst
> wirklich (ohne Nebenwirkungen) bekaempfen.

den OP
:-)

Aber inhaltlich stimme ich Dir zu :-)
Suse
--
Ach?

Susanne "Suse"Johnen

unread,
Mar 19, 2008, 8:21:24 AM3/19/08
to
Heiner Mertens wrote:



> Deine Paranoia interessiert hier niemand.

+Prust* auch wenn Du Recht hast,Du hast hier wegen angefragt wegen -im
Grunde-genommenen Prüfungsängste..
ob das jetzt Pharma oder Prüfung ist..
Angst ist Angst
;-()
Suse
--
Ach?

Steff Böckler

unread,
Mar 19, 2008, 8:56:59 AM3/19/08
to
Susanne "Suse"Johnen schrieb:

>> Deine Paranoia interessiert hier niemand.
>
> +Prust* auch wenn Du Recht hast,Du hast hier wegen angefragt wegen -im
> Grunde-genommenen Prüfungsängste..
> ob das jetzt Pharma oder Prüfung ist..

Mir scheint aber die Angst vor der Prüfung hier ist eine ganz reale und
nachvollziebar und geht auch nicht mit Verfolgungswahn einher. Ich finde
die Frage berechtigt, kenne aber leider keine passenden Beta-Blocker.

Meint ja nur
Steff

Susanne "Suse"Johnen

unread,
Mar 19, 2008, 9:15:38 AM3/19/08
to
Steff Böckler wrote:

>
> Mir scheint aber die Angst vor der Prüfung hier ist eine ganz reale und
> nachvollziebar

Deswegen schrieb ich ja auch das er im Grunde recht hat..

> und geht auch nicht mit Verfolgungswahn einher.

Naja.. bist Du sicher ;-= ;-)

> Ich finde
> die Frage berechtigt, kenne aber leider keine passenden Beta-Blocker.

Vielleicht auch weil BetaBloccker einfach nicht da hingehören?

> Meint ja nur
> Steff
Mein ja auch nur..
Suse
und nein- ich mag Prüfungen auch nicht
;-)
--
Ach?

Gottfried Stutz

unread,
Mar 19, 2008, 9:24:34 AM3/19/08
to

Susanne SuseJohnen schrieb:


> Steff Böckler wrote:
> > Mir scheint aber die Angst vor der Prüfung hier ist eine ganz reale und
> > nachvollziebar

>.


> Deswegen schrieb ich ja auch das er im Grunde recht hat..

Ihr haltet den Rat zum Betablocker als Prüfungsdoping also für seriös.
(Da es paranoid wäre, darin Pharma-Abzocke zu sehen.) Interessant!

Steff Böckler

unread,
Mar 19, 2008, 10:20:51 AM3/19/08
to
Gottfried Stutz schrieb:

Umgekehrt, überall Pharma-Abzocke zu wittern (und das auch noch in jedem
zweiten Thread hier unterzubringen) ist paranoid. So langsam kommt mir
aber ein Verdacht ...

> Ihr haltet den Rat zum Betablocker als Prüfungsdoping also für seriös.

Abgesehen von deiner Wortwahl, sehe ich kein Problem darin. Ob es das
Mittel der Wahl ist, sei dahingestellt. Ich höre aber nicht zum ersten
Mal, dass das Zeug gute Dienste leistet.

Gruss
Steff

Gottfried Stutz

unread,
Mar 19, 2008, 11:31:14 AM3/19/08
to

Steff Böckler schrieb:


> Gottfried Stutz schrieb:
> >
> > Susanne SuseJohnen schrieb:

> >> Steff B�ckler wrote:
> >>> Mir scheint aber die Angst vor der Pr�fung hier ist eine ganz reale und


> >>> nachvollziebar
> >> .
> >> Deswegen schrieb ich ja auch das er im Grunde recht hat..
> >

> > Ihr haltet den Rat zum Betablocker als Pr�fungsdoping also f�r seri�s.
> > (Da es paranoid w�re, darin Pharma-Abzocke zu sehen.) Interessant!


>
> Umgekehrt, überall Pharma-Abzocke zu wittern (und das auch noch in jedem
> zweiten Thread hier unterzubringen) ist paranoid.

Hier geht es aber nicht um "überall", sondern um den konkreten Fall
des OP. Da kann deine Bemerkung "Mir scheint aber die Angst vor der
Prüfung HIER ist eine ganz reale und nachvollziebar" nur bedeuten,
dass im Gegensatz zur Angst des OP, meine "Angst" nur eingebildet sei,
statt eine reale und nachvollziehbare Beschreibung der Situation --
nämlich dass die Pharmaindustrie Chemiekeulen als Prüfungs-Doping
anpreist (was übrigens von gewissen Keulen offiziell bekannt ist).


> So langsam kommt mir aber ein Verdacht ...

Nämlich...? (hoffentlich kein paranoider Verdacht!)


> > Ihr haltet den Rat zum Betablocker als Prüfungsdoping also für seriös.

> .
> Abgesehen von deiner Wortwahl, sehe ich kein Problem darin.

Darin sehe aber ich ein Problem, und das aus gutem Grund. Stichworte
NW und Ausschleichen.

Steff Böckler

unread,
Mar 19, 2008, 11:55:57 AM3/19/08
to
Gottfried Stutz schrieb:

>>>> Deswegen schrieb ich ja auch das er im Grunde recht hat..
>>> Ihr haltet den Rat zum Betablocker als Pr�fungsdoping also f�r seri�s.
>>> (Da es paranoid w�re, darin Pharma-Abzocke zu sehen.) Interessant!
>> Umgekehrt, überall Pharma-Abzocke zu wittern (und das auch noch in jedem
>> zweiten Thread hier unterzubringen) ist paranoid.
>
> Hier geht es aber nicht um "überall", sondern um den konkreten Fall
> des OP. Da kann deine Bemerkung "Mir scheint aber die Angst vor der
> Prüfung HIER ist eine ganz reale und nachvollziebar" nur bedeuten,
> dass im Gegensatz zur Angst des OP, meine "Angst" nur eingebildet sei,
> statt eine reale und nachvollziehbare Beschreibung der Situation --
> nämlich dass die Pharmaindustrie Chemiekeulen als Prüfungs-Doping
> anpreist (was übrigens von gewissen Keulen offiziell bekannt ist).

Und genau von letzterem war HIER keine Rede. Der OP hat von einem
Bekannten gesprochen.

Ich kenne einige, die Betablocker vor Prüfungen genommen haben. Die
Leben alle noch und ihnen geht es gut. Und vor allem, sie haben die
Prüfungen be- und überstanden. Ich kenne aber auch viele (mich
eingeschlossen), die sich gesagt haben, brauch ich nicht. Lieber den
Abend vorher nochmal einen draufmachen. Das entspannt auch. Und ich habe
gelernt, das Adrenalin gerade bei Streß dein Freund sein kann.

>> So langsam kommt mir aber ein Verdacht ...
>
> Nämlich...? (hoffentlich kein paranoider Verdacht!)

Ich frage mich ernsthaft welche Interessen du wirklich vertrittst.
(Und nein, das ist nicht paranoide weil ich nicht davon ausgehe, gegen
mich gerichtet zu sein)

>> > Ihr haltet den Rat zum Betablocker als Prüfungsdoping also für seriös.
>> .
>> Abgesehen von deiner Wortwahl, sehe ich kein Problem darin.
>
> Darin sehe aber ich ein Problem, und das aus gutem Grund. Stichworte
> NW und Ausschleichen.

Doch nicht bei einmaligem Gebrauch. Wie so oft hat man den Eindruck du
weißt nicht wovon du redest.

Gruss
Steff

Hier nochmal was zum nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Betablocker

(ja, klar, alles von der sog. "Pharmafia" unterwandert :-)

Andreas Froehlich

unread,
Mar 19, 2008, 12:08:36 PM3/19/08
to
Steff Böckler schrieb:

>
> Abgesehen von deiner Wortwahl, sehe ich kein Problem darin. Ob es das
> Mittel der Wahl ist, sei dahingestellt. Ich höre aber nicht zum ersten
> Mal, dass das Zeug gute Dienste leistet.

Jagut, er besteht dann die Prüfung, OK.

Aber was macht er dann im späteren Leben? Jedesmal wenn er in eine
Stresssituation kommt vorher das Zeug schlucken?

Und was ist, wenn er mal unverhofft in eine solche Situation kommt?

Ich hoffe mal, der OP ist kein Arzt oder hat eine ähnlich
verantwortunsvolle Position.

Andreas

Steff Böckler

unread,
Mar 19, 2008, 12:18:30 PM3/19/08
to
Andreas Froehlich schrieb:

>> Abgesehen von deiner Wortwahl, sehe ich kein Problem darin. Ob es das
>> Mittel der Wahl ist, sei dahingestellt. Ich höre aber nicht zum ersten
>> Mal, dass das Zeug gute Dienste leistet.
>
> Jagut, er besteht dann die Prüfung, OK.

Das ist schonmal viel Wert, denn bei Durchfallen kann die Angst beim
nächsten mal noch größer sein.

> Aber was macht er dann im späteren Leben? Jedesmal wenn er in eine
> Stresssituation kommt vorher das Zeug schlucken?

> Und was ist, wenn er mal unverhofft in eine solche Situation kommt?

Das sind so schöne hypothetische Fragen, die kein Mensch beantworten
kann. Was belegen sie? Ich bin kein Verteidiger von BBs und habe nie
welche genommen. Aber ich denke schon, dass sie einem die Spitzen der
Angst nehmen können (ganz weggnehmen können sie die eh nie). Und ich
würde mich nicht wundern wenn man gerade durch BBs lernt, kritische
Situationen zu meistern.

> Ich hoffe mal, der OP ist kein Arzt oder hat eine ähnlich
> verantwortunsvolle Position.

Warum eigentlich?

Nochmal, ich verteidige BBs hier nicht, sehe aber weder Grund zur
Verteuflung noch sie als Indiz für die "kriminellen Machenschaften" der
sog. "Pharmafia" heranzuziehen. Darauf bezog sich in erster Linie mein
Beitrag.

Gruss
Steff

Heiner Mertens

unread,
Mar 19, 2008, 12:51:53 PM3/19/08
to
Susanne "Suse"Johnen schrieb:


Halle Suse,

ich weiß, was Prüfungen sind - es ist ja nicht meine erste.
Ich weiß auch, wie ich dann vegetativ reagiere. Weiter weiß ich, dass
ich gegenüber anderen erheblich Nachteile habe. Ganz einfach, weil ich
mich in dieser Situation "nicht so gut verkaufen kann" wie jene anderen,
die eher weniger Wissen haben als ich.

Weiter weiß ich, dass Beta-Blocker z.B. bei Musik-Examenskandidaten
Standard sind beim Vorspielen. Auch ist mir bekannt, dass selbst Ärzte
zu großen Kongressvorträgen welche einnehmen, usw usw.

Mich interessieren einzig die zwei im ersten Posting gestellten Fragen:

I) Welcher Betablocker scheint der geeignetste zu sein?
(Mal abgesehen von Propranolol.

II) In welcher Dosierung sollte ich den BB einnehmen?

Heiner


gollum

unread,
Mar 19, 2008, 1:06:32 PM3/19/08
to
also die Frage des OP ist durchaus berechtigt. Betablocker dämpfen
allerdings keine Angst, sondern lediglich die vegetativen Folgen wie
Herzklopfen, Zittrigkeit und Blutdruckanstieg. Insofern ist der
Begriff "Doping" kompletter Blödsinn. Falls der OP unter solchen
Symptomen wirklich LEIDET, ist die Medikation garnicht so abwegig (es
geht nicht um Psychopharmaka wie z.B. Tranquilizer). Herz- und
Asthmakranke sollten allerdings Betablocker nicht aus solchen
paramedizinischen Gründen nehmen.

Nachdem ich irgendwo gelesen habe, daß Mikrochirurgen für noch
ruhigere Hände gelegentlich Betablocker versuchen, habe ich bei
internen Bewerbungsgesprächen gelegentlich einmalig 25-50mg Metoprolol
versucht. Persönliche Erfahrungen: Man ist blitzwach, außerlich
gelassen und ohne störende Streßreaktionen. Rückwirkend war ich
manchmal etwas frech, was aber wohl nicht an dem Medikament lag
sondern weil ich nichts zu verlieren hatte und es sich stets um
gegenseitige Bewerbungen handelte. Betablocker sind für Streßtypen
sicherlich vernünftiger als Psychopharmaka einzusetzen.

Das sollte man aber VORHER UNBEDINGT mit SEINEM Arzt besprechen. Das
ist keine juristische Absicherung sondern ein ernstgemeinter Rat und
die Dinger sind sowieso rezeptpflichtig. Streßsituationen mannhaft
durchzustehen ist kein Heldentum, denn solcher Streß war eigentlich
als Fluchtreaktion geplant. Da dieses in Prüfungen i.a. ausfällt, sind
die körperlichen Reaktionen auch nicht gerade gesundheitsförderlich.

Steff Böckler

unread,
Mar 19, 2008, 1:27:46 PM3/19/08
to
gollum schrieb:

> also die Frage des OP ist durchaus berechtigt.

Klar ist sie das. Habe ich doch nicht bestritten, im Gegenteil. Falscher
Addressat?

> Das sollte man aber VORHER UNBEDINGT mit SEINEM Arzt besprechen. Das
> ist keine juristische Absicherung sondern ein ernstgemeinter Rat und
> die Dinger sind sowieso rezeptpflichtig. Streßsituationen mannhaft
> durchzustehen ist kein Heldentum, denn solcher Streß war eigentlich
> als Fluchtreaktion geplant. Da dieses in Prüfungen i.a. ausfällt, sind
> die körperlichen Reaktionen auch nicht gerade gesundheitsförderlich.

unterschreib ...

Gruss
Steff

R.

unread,
Mar 19, 2008, 1:33:22 PM3/19/08
to
Am Wed, 19 Mar 2008 17:51:53 +0100 schrieb Heiner Mertens:

> I) Welcher Betablocker scheint der geeignetste zu sein?
> (Mal abgesehen von Propranolol.

Betablockade ist Betablockade, bei deiner Einzelfall-Bedarfsmedikation
dürfte der verwendete Wirkstoff eher nebensächlich sein.


> II) In welcher Dosierung sollte ich den BB einnehmen?

Vorher ausprobieren, weil die individuelle Wirksamkeit von
multiplen Faktoren abhängt. Gefährlich sind diese Medikamente
nicht, denn mehr als alle Betarezeptoren besetzen geht eh nicht
und dieser Zustand ist nicht problematisch. Wenn Mediziner vor
eher stärker blutigen Operationen aus diesem Grunde Betablocker
geben, dann erfolgt das im (ggfs. doppelten) Rahmen der üblichen
Tagesdosis. Im übrigen kann man Blutdruck und Pulsfrequenz messen.

Gottfried Stutz

unread,
Mar 19, 2008, 1:38:48 PM3/19/08
to

Steff Böckler schrieb:

> Und genau von letzterem war HIER keine Rede. Der OP hat von einem
> Bekannten gesprochen.

Der Bekannte muss ja selber kein Pharmavertreter sein, es genügt wenn
er um X Ecken die Pharma-PR aufgeschnappt hat. Von wem, wenn nicht der
Pharmafia, sollten denn solche Dopingmittel ursprünglich in Umlauf
gesetzt bzw. beworben werden?


> Hier nochmal was zum nachlesen:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Betablocker

Zitat daraus:
"In manchen Sportarten ist die Einnahme von β-Blockern nicht erlaubt;
sie stehen in Disziplinen, die eine hohe Konzentration und präzise
Bewegungen erfordern, als leistungssteigernde Substanzen auf der
Dopingliste."

Hört, hört! Also auch für Prüfungen gilt es offizell als Doping.

Steff Böckler

unread,
Mar 19, 2008, 1:53:18 PM3/19/08
to
Gottfried Stutz schrieb:

> Der Bekannte muss ja selber kein Pharmavertreter sein, es genügt wenn
> er um X Ecken die Pharma-PR aufgeschnappt hat. Von wem, wenn nicht der
> Pharmafia, sollten denn solche Dopingmittel ursprünglich in Umlauf
> gesetzt bzw. beworben werden?

So ähnlich dachte ich es mir schon, dass der Bekannte im Dienste der
"Pharmafia" arbeitet ohne es zu wissen. So perfide ausgeklügt ist also
schon deren System. Alles unbezahlte Agenten dieses Verseins. Sieh dich
vor, ich würde das ja nicht so laut ausplaudern ...

SCNR

> Zitat daraus:
> "In manchen Sportarten ist die Einnahme von β-Blockern nicht erlaubt;
> sie stehen in Disziplinen, die eine hohe Konzentration und präzise
> Bewegungen erfordern, als leistungssteigernde Substanzen auf der
> Dopingliste."
>
> Hört, hört! Also auch für Prüfungen gilt es offizell als Doping.

Deine persönlichen Schlußfolgerungen (im übrigen haarsträubende welche)
sind, auch wenn du sie öffentlich machst, nicht dasselbe wie
"offiziell"! Das Wort Doping hat in der hier genannten Prüfungssituation
nichts zu suchen und diffamiert damit pauschal Leute die schonmal BBs
nehmen.

Gruss
Steff


Steff Böckler

unread,
Mar 19, 2008, 1:59:31 PM3/19/08
to
Susanne "Suse"Johnen schrieb:

>> und geht auch nicht mit Verfolgungswahn einher.
> Naja.. bist Du sicher ;-= ;-)

Angst ist halt noch lange kein Wahn.

>> Ich finde
>> die Frage berechtigt, kenne aber leider keine passenden Beta-Blocker.
> Vielleicht auch weil BetaBloccker einfach nicht da hingehören?

Wohin denn? Richtig, das ist kein Spielzeug aber der OP ist auch kein
kleines Kind. Und wenn er unbedacht damit umgehen wollte, würde er hier
nicht Fragen.

Konkreter kann ich aber seine Fragen auch nicht beantworten, weswegen
ich mich weiterer Spekulatius enthalte.

Gruss
Steff

Andrea Straub

unread,
Mar 19, 2008, 2:21:11 PM3/19/08
to
Heiner Mertens schrieb:

Hallo Heiner,
habe zwar noch nie den Tipp mit den Beta-Blockern bei Prüfungen gehört:
aber man lernt ja immer dazu. Ich selbst nehme seit gut 4 Monaten den
Blocker "Nebilet", wegen Sinus-Tachykardien, er soll sehr gut
verträglich sein. Ich nehme zwischen einer viertel bis halben Tablette
pro Tag, wobei ich leider oft schusselig bin und es einfach vergesse. Am
Anfang war es schon gewöhnungsbedürftig, ich singe z.B. in einem Chor
und hatte plötzlich keine Luft mehr, daher würde ich die kleinste Dosis
nehmen am Anfang. Denn man steht evtl. schon etwas neben sich, und du
willst ja deine Prüfung nicht wie in einer Glocke erleben, oder?
Frage mich allerdings, mit welcher Begründung du bei deinem Arzt ein
Rezept bekommen willst? Bei mir wurde erstmal gründlich kardiologisch
untersucht....naja, viel Glück jedenfalls!
Gruß,
Andrea

Susanne "Suse"Johnen

unread,
Mar 19, 2008, 5:09:25 PM3/19/08
to
Heiner Mertens wrote:

> Hallo Mediziner und Medizin-Wissende,
>
> ich stehe vor einem mündlichen Examen.
> Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
> dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,

Hallo Heiner,
egal was Du machst um mit Deinem Spitzen klarzukommen..
ich drück Dir die Daumen für die Prüfung und hoffe einfach das Du einen
anderen Weg als die BB findest...
ich hoffe das war jetzt für egal wen ganz einfach und verständlich..
good Luck
Suse

Steff Böckler

unread,
Mar 19, 2008, 6:07:44 PM3/19/08
to
Susanne "Suse"Johnen schrieb:

>> Hallo Mediziner und Medizin-Wissende,
>>
>> ich stehe vor einem mündlichen Examen.
>> Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
>> dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,
>
> Hallo Heiner,
> egal was Du machst um mit Deinem Spitzen klarzukommen..

mit seinem bitte WAS?

Nein, BBs sind kein Gegenmittel gegen ViaDingsBums. Da muß man schon zu
stehen. Da ist kein Kraut gewachsen.

SCNR
Ste-FF

Hallo Heiner, ich drück dir trotzdem auch alle Daumen! Musik?

Hans-Walter Schmitt

unread,
Mar 19, 2008, 6:18:06 PM3/19/08
to
Heiner Mertens schrieb:

> Hallo Mediziner und Medizin-Wissende,
>
> ich stehe vor einem mündlichen Examen.
> Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
> dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,
> riet mir ein Bekannter zu Beta-Blockern.
>
> Meine zwei Fragen an Euch:
>
> I) Hat hier jemand Erfahrung mit Beta-Blockern während einer Prüfung?
> II) Zu welchem Beta-Blocker (Name, Dosierung) würdet Ihr raten?
>
> Mit Dank
> Heiner
Hallo Heiner,

ich wäre vorsichtig mit irgendwelchen Medikamenten vor Prüfungen.

Die Empfindlichkeit gegenüber Medikamenten ist individuell sehr
unterschiedlich.

Es wäre doch schade, wenn Du während der Prüfung statt der befürchteten
Stressreaktion eine mittelgradige Bradycardie hinlegst. :-)

Viele Grüße

Hannibal
(Der auch unter fürchterlicher Prüfungsangst leidet, aber nie
irgendwelche Medikamente dagegen genommen hat)

--
"Die Wahrscheinlichkeit, eine 6 zu würfeln ist 1/6.
Bei 6 Versuchen macht das 6x1/6 = 6/6 = 1
Mit 1 bezeichnet man die Wahrscheinlichkeit für ein sicheres Ereignis.
Das musst du aber nicht verstehen, Bub.", Otto

Benjamin Leubin

unread,
Mar 19, 2008, 6:20:29 PM3/19/08
to
Hallo Heiner und Susanne.


Susanne "Suse"Johnen wrote:
> manchmal hilft es wesentlich mehr sich die Prüfer in Unterhosen
> vorzustellen, als Chemie einzupfeifen.

[...]


> Fang abends einfach mit hochdosiertem Baldrian an

Deine Aussage ist doch ein glatter Widerspruch in sich!

Über die Verwendung von Medikamenten bei Prüfungsstress lässt sich
trefflich streiten. Während die einen eine medikamentöse Unterstützung
ohne Bedenken befürworten, beharren die anderen darauf, das grundlegende
psychologische Problem zu beheben.
Beide Ansichten sind aus meiner Sicht zu engstirnig: das
gewohnheitsmässige medikamentöse Unterdrücken von Prüfungsängsten ist
ganz sicher keine geschickte Lösung; jemandem in bestimmten, akuten
Situationen diese zu verweigern allerdings auch nicht.

Bei wiederholten und beträchtlichen Prüfungsängsten würde ich dazu
raten, das Problem mit psychologischer Hilfe anzugehen; der Leidensdruck
muss dafür allerdings schon ziemlich gross sein, denn sonst macht das
nach meiner Einschätzung nach nämlich eh niemand freiwillig. :-)
Steht nun jedoch in den nächsten paar Tagen eine Prüfung an, ist mit
psychologischer Hilfe wohl auch nicht mehr gross was zu machen, weshalb
man - je nach Ausmass - den Prüfungsängsten aus meiner Sicht durchaus
medikamentös begegnen könnte.

Eine Medikamentenempfehlung werde ich Heiner an dieser Stelle nicht
geben, da rezeptpflichtig. Ich rate dir aber, dich diesbezüglich an
deinen Hausarzt zu wenden.


HTH, Ben.

Message has been deleted

Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 5:15:08 AM3/20/08
to
Gottfried Stutz schrieb:

>
> Zitat daraus:
> "In manchen Sportarten ist die Einnahme von β-Blockern nicht erlaubt;
> sie stehen in Disziplinen, die eine hohe Konzentration und präzise
> Bewegungen erfordern, als leistungssteigernde Substanzen auf der
> Dopingliste."
>


Beta-Blocker wurden gern von Schützen eingenommen.
Dann wackelt / zittert der Sportschütze unter dem Leistungsdruck weniger.
Andererseits nahmen und nehmen Sportschützen gern "Zielwasser",
zur Beruhigung. Zum Beispiel einen Schnaps. Und Alkohol steht meines
Wissens nach nicht auf der Dopingliste.

Heiner

Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 5:23:53 AM3/20/08
to
gollum schrieb:

>
>
> Nachdem ich irgendwo gelesen habe, daß Mikrochirurgen für noch
> ruhigere Hände gelegentlich Betablocker versuchen, habe ich bei
> internen Bewerbungsgesprächen gelegentlich einmalig 25-50mg Metoprolol
> versucht. Persönliche Erfahrungen: Man ist blitzwach, außerlich
> gelassen und ohne störende Streßreaktionen. Rückwirkend war ich
> manchmal etwas frech, was aber wohl nicht an dem Medikament lag
> sondern weil ich nichts zu verlieren hatte und es sich stets um
> gegenseitige Bewerbungen handelte. Betablocker sind für Streßtypen
> sicherlich vernünftiger als Psychopharmaka einzusetzen.
>
>

Dank für Deine konkrete Antwort auf meine Fragen!

Aus meinem ersten und zweiten Posting kann gefolgert werden,
dass ich weder ein Psychopath bin noch ein Psychopharmaka-Junkie.
Auch bin ich in dieser med. Fachfrage offensichtlich auch kein völlig
unbedarfter Laie.

Ich weiß jetzt, dass jemand in ähnlicher Situation (Bewerbungsgespräch)
METOPROLOL angewandt hat.
Welche Dosis hast Du eingenommen?

Heiner

Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 5:29:16 AM3/20/08
to
R. schrieb:

>
> Betablockade ist Betablockade, bei deiner Einzelfall-Bedarfsmedikation
> dürfte der verwendete Wirkstoff eher nebensächlich sein.
>


Das ist das Infantile und auch Bornierte an einer NG:
Jeder plappert vor sich hin, ob er Ahnung hat oder nicht.

Du scheinst zur ersten Gruppe zu gehören.

Andernfalls wüsstest Du, dass es zum Beispiel kardio-selektive
Beta-Blocker gibt und weniger bzw. unselektive Blocker.

Heiner


Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 5:31:17 AM3/20/08
to
Susanne "Suse"Johnen schrieb:

DANKE!

HM

Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 5:42:50 AM3/20/08
to
Hans-Walter Schmitt schrieb:

>
> ich wäre vorsichtig mit irgendwelchen Medikamenten vor Prüfungen.
>
> Die Empfindlichkeit gegenüber Medikamenten ist individuell sehr
> unterschiedlich.
>
> Es wäre doch schade, wenn Du während der Prüfung statt der befürchteten
> Stressreaktion eine mittelgradige Bradycardie hinlegst. :-)
>


Deine Bedenken sind berechtigt und mir bewusst!

Ich will, gemeinsam mit anderen Ex.kandidaten,
die Prüfungssituation möglichst realistisch
in einer Art Rollenspiel simulieren und trainieren.

Nebenbei teste ich dann im Blindversuch (BB versus Placebo),
ob und wie ich mich subjektiv und aus Sicht der anderen fühle und verhalte.

Übrigens weiß ich auch, dass es NICHT ratsam ist, so gar keinen
Prüfungsstress zu zeigen gegenüber den Prüfern!
Denn diese Profs standen ja früher auch mal als "Delinquenten" vor
dieser Situation - und sie hatten natürlich auch Schiss.

Mir geht es nicht darum, angstfrei dahinzugehen. Ich will intellektuell
nur nicht behindert sein durch durch übermäßigen vegetativen Stress.

Heiner

Susanne "Suse"Johnen

unread,
Mar 20, 2008, 5:50:46 AM3/20/08
to
Benjamin Leubin wrote:

>
> Deine Aussage ist doch ein glatter Widerspruch in sich!

Nö, find ich nicht
Baldrian am Abend-erholsamer Nachtschlaf, damit Kraft das Ereigniss Prüfung
auf sich zu nehmen-
was widerspricht sich da?


> Über die Verwendung von Medikamenten bei Prüfungsstress lässt sich
> trefflich streiten. Während die einen eine medikamentöse Unterstützung
> ohne Bedenken befürworten, beharren die anderen darauf, das grundlegende
> psychologische Problem zu beheben.

Weder noch- ich halte BB einfach für den Elefanten der die Mücke
tottrampelt.


> Beide Ansichten sind aus meiner Sicht zu engstirnig: das
> gewohnheitsmässige medikamentöse Unterdrücken von Prüfungsängsten ist
> ganz sicher keine geschickte Lösung; jemandem in bestimmten, akuten
> Situationen diese zu verweigern allerdings auch nicht.

ok, das hastDu grade schön ausgeführt und ist gut nachvollziehbar.


> Bei wiederholten und beträchtlichen Prüfungsängsten würde ich dazu
> raten, das Problem mit psychologischer Hilfe anzugehen; der Leidensdruck
> muss dafür allerdings schon ziemlich gross sein, denn sonst macht das
> nach meiner Einschätzung nach nämlich eh niemand freiwillig. :-)

Genau.


> Steht nun jedoch in den nächsten paar Tagen eine Prüfung an, ist mit
> psychologischer Hilfe wohl auch nicht mehr gross was zu machen, weshalb
> man - je nach Ausmass - den Prüfungsängsten aus meiner Sicht durchaus
> medikamentös begegnen könnte.

+
JAHAAAAA- aber nicht mit Betablocker..
;-)
Der Mediziner der Heiners geringstes Misstrauen besitzt wird dem Burschen
auf seine Nachfrage mit Sicherheit etwas gutes vermitteln können..
Ich wünsche ihm einfach eine dicke Portion gute Nerven-UND nen fähigen Arzt
und der verschreibt ihm hoffentlich keine BB
:-)
Gut jetzt?schöne Grüße
Suse
Meine Rezept gegen Prüfungsängste(und davon hab ich ne Menge)
sind zwei breitgebaute Männer rechts und links am Ausgang, die mich daran
hindern das Gebäude fluchtartig zu verlassen..
:-)
Einer davon ist mein Chef- der Andere noch ein kostbares Quentchen mehr..
mein Mann
--
Ach?

Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 6:32:42 AM3/20/08
to
Susanne "Suse"Johnen schrieb:

>
> Weder noch- ich halte BB einfach für den Elefanten der die Mücke
> tottrampelt.
>> Beide Ansichten

Beta-Blocker sind auf keinen Fall Elefanten, eher sind es Mücken.
Elefanten, um in deiner Analogie zu bleiben,
wären Anxiolytika / Tranquilizer (z.B. Valium) und stärkere
Psychopharmaka.

Anders wäre die Sache bei BB zu beurteilen,
wenn sie über Monate und Jahre eingenommen werden sollen
(zum Beispiel wegen Bluthochdrucks).

>
>> Steht nun jedoch in den nächsten paar Tagen eine Prüfung an, ist mit
>> psychologischer Hilfe wohl auch nicht mehr gross was zu machen, weshalb
>> man - je nach Ausmass - den Prüfungsängsten aus meiner Sicht durchaus
>> medikamentös begegnen könnte.


Was in Euere Köpfe nicht rein will:

Ich will NICHT meine Prüfungsangst bekämpfen!
Die ist bei mir mutmaßlich nicht stärker (eher schwächer) als bei
anderen Prüflingen.
Ich will nur meine vegetativen Stresssymptome während der mündlichen
Prüfung so klein halten, dass ich optimal antworten und argumentieren
kann dem Prüfungsgremium gegenüber. Nicht mehr und nicht weniger.

Heiner


R.

unread,
Mar 20, 2008, 6:55:36 AM3/20/08
to
Am Thu, 20 Mar 2008 10:29:16 +0100 schrieb Heiner Mertens:

> Andernfalls wüsstest Du, dass es zum Beispiel kardio-selektive
> Beta-Blocker gibt und weniger bzw. unselektive Blocker.

Hast recht, bei Asthma ist Beta-2-Blokade kontraindiziert und
Carvedilol wirkt zusätzlich alphablokierend und falls der Blocker
intrinsische sympathomimetische Aktivität hat kann deine
Betarezeption bei niedrigem Sympathotonus stimuliert werden,
dann wirkst du eventuell besonders lustig auf die Prüfer.

Wenn du kardioselektive Blockade ohne ISA willst, dann nimmst
du wahrscheinlich Atenolol, Bisoprolol oder Metoprolol, wenn du
aber Esmolol willst, der wirkt nur einige Minuten, dann mußt du
eben einen Tropf mitführen.

Benjamin Leubin

unread,
Mar 20, 2008, 7:09:11 AM3/20/08
to

Susanne "Suse"Johnen wrote:
> Benjamin Leubin wrote:
>
>> Deine Aussage ist doch ein glatter Widerspruch in sich!
>
> Nö, find ich nicht

Doch, unbedingt.
Du rätst zu psychologischen Tricks (sich die Prüfer in Unterhosen
vorzustellen), da dies manchmal besser sei als Chemie, und empfiehlst im
nächsten Satz die Einnahem von Baldrian.

>> Steht nun jedoch in den nächsten paar Tagen eine Prüfung an, ist mit
>> psychologischer Hilfe wohl auch nicht mehr gross was zu machen, weshalb
>> man - je nach Ausmass - den Prüfungsängsten aus meiner Sicht durchaus
>> medikamentös begegnen könnte.
> +
> JAHAAAAA- aber nicht mit Betablocker..

So, sondern? Benzodiazepine würde ich nicht empfehlen, da kann der
Schuss gehörig nach hinten gehn!

Ben.

Benjamin Leubin

unread,
Mar 20, 2008, 7:16:36 AM3/20/08
to

Heiner Mertens wrote:
> Was in Euere Köpfe nicht rein will:
>
> Ich will NICHT meine Prüfungsangst bekämpfen!
> Die ist bei mir mutmaßlich nicht stärker (eher schwächer) als bei
> anderen Prüflingen.
> Ich will nur meine vegetativen Stresssymptome während der mündlichen
> Prüfung so klein halten, dass ich optimal antworten und argumentieren
> kann dem Prüfungsgremium gegenüber. Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn keine massiven Ängste vorliegen, werden sich auch die vegetativen
Auswirkungen in Grenzen halten.
In diesem Fall dann noch korrigierend einzugreifen, ist IMO absolutes
"fine tuning". Das will ich dir nicht verbieten, scheint aus meiner
Sicht allerdings etwas fraglich.

Naja, wie schon gesagt: Hausarzt.

ben.

Sebastian Reinecke

unread,
Mar 20, 2008, 7:23:04 AM3/20/08
to
Heiner Mertens schrieb:

> Das ist das Infantile und auch Bornierte an einer NG:
> Jeder plappert vor sich hin, ob er Ahnung hat oder nicht.

Man kann sich viel in 5min. bei Wikipedia oder so anlesen und hier tolle
Ratschläge verteilen. Es gilt das alte Prinzip: Wer zu seinen Aussagen
steht, kann sie auch unter seinem kompletten und richtigen Namen
verbreiten. Spinner und Schwätzer wählen dann eben Pseudonyme, Akronyme
oder Phantasmen.

Sebastian

R.

unread,
Mar 20, 2008, 7:23:49 AM3/20/08
to
Am Thu, 20 Mar 2008 12:09:11 +0100 schrieb Benjamin Leubin:

> So, sondern? Benzodiazepine würde ich nicht empfehlen, da kann der
> Schuss gehörig nach hinten gehn!

Tradon (Wirkstoff: Pemolin) soll sehr gut sein bei Extremsituationen
wie Prüfungen, Gerichtsverhandlungen, etc.

Gottfried Stutz

unread,
Mar 20, 2008, 7:36:11 AM3/20/08
to

Heiner Mertens schrieb:


> Andererseits nahmen und nehmen Sportschützen gern "Zielwasser",
> zur Beruhigung. Zum Beispiel einen Schnaps. Und Alkohol steht meines
> Wissens nach nicht auf der Dopingliste.

Das "Zielwasser" eignet sich im Strassenverkehr prima, um auf andere
Verkehrsteilnehmer zu "zielen"...
bei Treffern winken dem Sieger Punkte in Flensburg...

Gottfried Stutz

unread,
Mar 20, 2008, 7:41:07 AM3/20/08
to

Sebastian Reinecke schrieb:


> Es gilt das alte Prinzip: Wer zu seinen Aussagen
> steht, kann sie auch unter seinem kompletten und richtigen Namen
> verbreiten. Spinner und Schwätzer wählen dann eben Pseudonyme, Akronyme
> oder Phantasmen.

Pharmafia-Verfolgte auch.

Lars Braesicke

unread,
Mar 20, 2008, 7:51:35 AM3/20/08
to
Benjamin Leubin schrieb:

> Wenn keine massiven Ängste vorliegen, werden sich auch die vegetativen
> Auswirkungen in Grenzen halten.

Das ist durchaus interindividuell unterschiedlich, insbesondere auch,
inwieweit vegetative Symptome den einzelnen behindern oder nicht.
Daß Begleitsymptome einer Angst dem Prüfungserfolg abträglich sein
können, ist nachvollziehbar, da sie einfach stören, ablenken,
blockieren. Der Gedanke "Bloß schnell raus hier", passend zur
vegetativen Verfassung, kann Überhand nehmen und den Prüfungsstoff in
den Hintergrund drängen, daß an Abruf dessen nicht mehr zu denken ist.
Eine bemerkbare vegetative Symptomatik (Schwitzen, Rotwerden, Tremor)
vermittelt auch dem Prüfenden einen eher negativen Eindruck von
Unsicherheit.
Andererseits führt Stress auch zu einer verbesserten Reagibilität. Manch
einer ist in Prüfungssituationen schlagfertiger als sonst. Da reagiert
jeder anders.

> In diesem Fall dann noch korrigierend einzugreifen, ist IMO absolutes
> "fine tuning". Das will ich dir nicht verbieten, scheint aus meiner
> Sicht allerdings etwas fraglich.

Man bringt zu einer Prüfung nicht nur seine geistige, nein, auch seine
körperliche Verfassung möglichst auf ein Optimum (vom Äußeren ganz zu
schweigen). Ein bissel Feintuning schadet da nicht.

Lars

Stefan Bruening

unread,
Mar 20, 2008, 7:53:06 AM3/20/08
to
Heiner Mertens schrieb:

> Beta-Blocker wurden gern von Schützen eingenommen.
> Dann wackelt / zittert der Sportschütze unter dem Leistungsdruck weniger.
> Andererseits nahmen und nehmen Sportschützen gern "Zielwasser",
> zur Beruhigung. Zum Beispiel einen Schnaps. Und Alkohol steht meines
> Wissens nach nicht auf der Dopingliste.

Bei Wettkämpfen im Schießsport ist Alkohol durchaus verboten. Da gabs
mal vor ein paar Jahren so einen Fall bei den olympischen Spielen.

Du darfst sicherlich nicht das interne Vereinsmeiern der traditionellen
Schützenvereine als Maßstab nehmen. Der richtige Schiessport ist da
deutlich professioneller.

Gruss

Stefan

Benjamin Leubin

unread,
Mar 20, 2008, 8:12:15 AM3/20/08
to
Hallo Lars.

Lars Braesicke wrote:
> Benjamin Leubin schrieb:
>> Wenn keine massiven Ängste vorliegen, werden sich auch die vegetativen
>> Auswirkungen in Grenzen halten.
>
> Das ist durchaus interindividuell unterschiedlich, insbesondere auch,
> inwieweit vegetative Symptome den einzelnen behindern oder nicht.

Ja, das individuelle Empfinden ist an sich ein sehr gutes Stichwort.
Aber der OP gibt ja an, dass er definitiv nicht unter Prüfungsängsten
leidet resp. etwaige Ängste eher kleiner seien als bei anderen.

>> In diesem Fall dann noch korrigierend einzugreifen, ist IMO absolutes
>> "fine tuning". Das will ich dir nicht verbieten, scheint aus meiner
>> Sicht allerdings etwas fraglich.
>
> Man bringt zu einer Prüfung nicht nur seine geistige, nein, auch seine
> körperliche Verfassung möglichst auf ein Optimum (vom Äußeren ganz zu
> schweigen). Ein bissel Feintuning schadet da nicht.

Kann man machen, würde ich persönlich jedoch nicht. Ich bin da eher der
Typ, der bei grosem Bedarf etwas zum Grobtuning einnimmt[1]; gewisse
vegetative Unregelmässigkeiten wären mir glaub jedoch wurscht, da die im
Bezug auf das Endresultat einer Prüfung IMO nur eine marginale Rolle
spielen.
Kann irgendwo ja auch krankhaft werden, alle Eventualitäten und
körperlichen Kleinstsymptome zu 100% in Kontrolle bringen zu wollen;
irgendwo kommt es ja schliesslich auch auf gesundes Selbstvertrauen und
Eigenleistung an.


Benjamin


[1] Damit oute ich mich: ja, ich habe auch schon nachgeholfen.

Gottfried Stutz

unread,
Mar 20, 2008, 8:52:12 AM3/20/08
to

Benjamin Leubin schrieb:


> [1] Damit oute ich mich: ja, ich habe auch schon nachgeholfen.

So wie die Quacker heute "arbeiten", ist das wohl die Regel... da
wundert einen ja nichts mehr...

Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 9:16:18 AM3/20/08
to
Benjamin Leubin schrieb:

>
>
> Wenn keine massiven Ängste vorliegen, werden sich auch die vegetativen
> Auswirkungen in Grenzen halten.
> In diesem Fall dann noch korrigierend einzugreifen, ist IMO absolutes
> "fine tuning". Das will ich dir nicht verbieten, scheint aus meiner
> Sicht allerdings etwas fraglich.
>

Sag das mal einem Stress-Stotterer!
Oder einem Menschen, der knallrot anläuft unter psychosozialer
Belastung, oder einem, dem in solchen Situationen das Schwitzwasser
übers Gesicht läuft, usw usw.

Ich bin kein Mediziner, trotzdem erlaube ich mir den med. Hinweis:

All diese vegetativen Stress-Symptome sind dem menschlichen Willen
("Reiß Dich zusammen!") NICHT unterworfen.
Das vegetative Nervensystem mit Vagus und Sympathikus usw heißt so,
eben weil es nicht willentlich beeinflusst werden kann,
im Ggs. zum somatischen Nervensystem ("Runzel mal die Stirn!").

Wohl aber können Beta-Blocker jene Rezeptoren (= Schlüssellöcher)
blocken, an denen die Stresshormone Adrenalin und Nor-Adrenalin andocken.
Wenn also der Prüfling (oder Redner usw) sich der stressfördernden
Situation aussetzt, und gleichzeitig spürt, dass er wider Erwarten
ruhig(er) bleibt,
hat diese Selbstwahrnehmung wiederum einen beruhigenden Effekt auf den
Menschen. Der Circulus vitiosus wird durchgebrochen!

Heiner

Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 9:19:43 AM3/20/08
to
Lars Braesicke schrieb:

>
> Man bringt zu einer Prüfung nicht nur seine geistige, nein, auch seine
> körperliche Verfassung möglichst auf ein Optimum (vom Äußeren ganz zu
> schweigen). Ein bissel Feintuning schadet da nicht.
>


So sehe ich die Sache! Es geht um Optmierung.
(Ich benötige die Bestnote, aus verschiedenen Gründen.)

HM

Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 9:31:11 AM3/20/08
to
R. schrieb:


Was immer der Wirkstoff leistet, und wo immer er ansetzt,
Tradon (Wirkstoff Pemolin) ist in D nicht zugelassen.

Außerdem würde ich nie und nimmer zu einer Prüfung ein Psychopharmakon
einnehmen! Auch keinen Mini-Tranquilizer.

Der Prüfling muss in der Prüfung maximale Vigilanz haben,
also mental voll da sein.
Ein gewisser Stress ist für maximale Hirnleistung und Gedächtnisabfrage
sogar gut (das wurde hier schon von anderer Seite gesagt).

Heiner M

Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 9:58:40 AM3/20/08
to
Stefan Bruening schrieb:

>
> Bei Wettkämpfen im Schießsport ist Alkohol durchaus verboten. Da gabs
> mal vor ein paar Jahren so einen Fall bei den olympischen Spielen.
>
>

Hallo Stefan,

laut Dopingliste 2008 ist Alkohol nur bei einigen wenigen Sportarten
verboten. Dazu gehört das Bogenschießen und das Schießen im Modernen
Fünfkampf, nicht aber das allgemeine Sportschießen.

Betablocker (BB) dagegen sind beim Schießen ausdrücklich verboten,
sogar auch außerhalb des Wettkampfes.

BB sind laut dieser Liste interessanterweise auch im Schach verboten!
Das spricht für meine These, dass Betablocker sehr wohl "hirnmäßig"
günstig wirken können. Und was beim Turnierschach günstig wirkt,
sollte auch in der Prüfungssituation nützen.

Zumindest scheinen BB mental nicht zu schaden.
Denn was leistungsMINDERND wirkt, ist ja in der Dopingliste erlaubt:
Alkohol zum Beispiel in der Leichtatheletik und im Schach,
Coffein aber nicht.

Hier ist die neueste Dopingliste zu finden:
http://www.dopinginfo.ch/de/dmdocuments/doplis2008.pdf

Heiner M

Benjamin Leubin

unread,
Mar 20, 2008, 10:40:11 AM3/20/08
to
Hallo Heiner.


Heiner Mertens wrote:
>> Wenn keine massiven Ängste vorliegen, werden sich auch die vegetativen
>> Auswirkungen in Grenzen halten.
>

> Sag das mal einem Stress-Stotterer!
> Oder einem Menschen, der knallrot anläuft unter psychosozialer
> Belastung, oder einem, dem in solchen Situationen das Schwitzwasser
> übers Gesicht läuft, usw usw.

Ja, das sag ich dem schon, und zwar ohne mit der Wimper zu zucken. Wer
nämlich wegen psychosozialer Belastung knallrot anläuft, stottert oder
übermässig transpiriert, hat ein zugrundeliegendes, mehr oder wenig
stark ausgeprägtes Angsproblem.

> Ich bin kein Mediziner, trotzdem erlaube ich mir den med. Hinweis:
>
> All diese vegetativen Stress-Symptome sind dem menschlichen Willen
> ("Reiß Dich zusammen!") NICHT unterworfen.
> Das vegetative Nervensystem mit Vagus und Sympathikus usw heißt so,
> eben weil es nicht willentlich beeinflusst werden kann,
> im Ggs. zum somatischen Nervensystem ("Runzel mal die Stirn!").

Das ist nur teilweise richtig.

Du hast absolut recht mit der Aussage, dass man, wenn man e.g. zu
schwitzen beginnt, dies nicht willentlich wieder auf Kommando stoppen
kann, da vegetativ gesteuert.
Die grundlegende Ursache, welche einen aber überhaupt in den erregten
Zustand bringt, kann hingegen durchaus psychologischer Natur sein und
entsprechend willentlich gesteuert/beeinflusst werden (durch
psychologsiche Hilfe und nicht etwa à la "zusammenreissen").

Nehmen wir zur Verdeutlichung als Beispiel eine Person mit einer
Angststörung während eines Flugzeugfluges: die Ursache der Störung liegt
klar in der Psyche der Person (nämlich Angst); trotzdem kann sie
massivste vegetativ gesteuerte, körperliche Symptome aufweisen, welche
sie ohne die Angst nicht hätte.

> Wenn also der Prüfling (oder Redner usw) sich der stressfördernden
> Situation aussetzt, und gleichzeitig spürt, dass er wider Erwarten
> ruhig(er) bleibt,
> hat diese Selbstwahrnehmung wiederum einen beruhigenden Effekt auf den
> Menschen. Der Circulus vitiosus wird durchgebrochen!

Damit unterstützt Du meine Ausführungen oben und relativierst deine
eigene, anfangs gemachte Aussage...

BTW will ich dir einen Betablocker auch gar nicht abschwatzen, habe nur
Mühe damit, in diesem Fall hier Vorschläge für rezeptpflichtige
Medikamente zu machen.


Gruss, Benjamin

Sebastian Reinecke

unread,
Mar 20, 2008, 10:51:10 AM3/20/08
to
Gottfried Stutz schrieb:

> Pharmafia-Verfolgte auch.

Oh, Krankheitseinsicht! Der erste Schritt auf dem Wege zur Heilung
vieler psychischer Erkrankungen. Als nächstes solltest du dir jetzt
einen Therapeuten suchen.

Sebastian

R.

unread,
Mar 20, 2008, 11:26:06 AM3/20/08
to
Am Thu, 20 Mar 2008 14:31:11 +0100 schrieb Heiner Mertens:

>> Tradon (Wirkstoff: Pemolin) soll sehr gut sein bei Extremsituationen
>> wie Prüfungen, Gerichtsverhandlungen, etc.
>
> Was immer der Wirkstoff leistet, und wo immer er ansetzt,
> Tradon (Wirkstoff Pemolin) ist in D nicht zugelassen.

Falsch, Google sagt dir, die Tablettenform ist zugelassen, Zubereitungen
für i.v. Gabe unterliegen dem BTM-Gesetz - weil die Leber auf Dauer
zu sehr beansprucht wird, sollen nunmehr erst alle anderen Kandidaten,
wie etwa Ritalin (auch für Kinder in Dauermedikation), verordnet werden.



> Außerdem würde ich nie und nimmer zu einer Prüfung ein Psychopharmakon
> einnehmen! Auch keinen Mini-Tranquilizer.

Pemolin ist kein Tranqulizer,
Anwendungsgebiete:
Leistungs- und Antriebsschwäche, Mangelndes Konzentrationsvermögen,
Nachlassen der Gedächtnisleistung, Störung des Tag-Nacht-Rhythmus,
Ermüdungs- und Versagenszustände, Verzögerte Erholung nach Operation
und Krankheiten.

> Der Prüfling muss in der Prüfung maximale Vigilanz haben,
> also mental voll da sein.

Pemolin aktiviert die meisten Reserven der Hirnleistung, und zwar bei
gleichzeitiger optimaler psyschischer Beruhigung, man empfindet volle
Konzentrationsfähigkeit bei vollem Überblick, ist angstfrei und die
Ruhe selbst, bei der dem Hirnbedarf angemessenen vegetativen Leistung.

> Ein gewisser Stress ist für maximale Hirnleistung und Gedächtnisabfrage
> sogar gut (das wurde hier schon von anderer Seite gesagt).

Es gibt keine Fälle, in denen Pemolin als nicht (auch meßbar) mental ideal
leistungssteigernd gewirkt hätten, das Problem ist nur die Leberbelastung.

R.

unread,
Mar 20, 2008, 11:54:25 AM3/20/08
to
Am Thu, 20 Mar 2008 12:23:04 +0100 schrieb Sebastian Reinecke:

> Man kann sich viel in 5min. bei Wikipedia oder so anlesen und hier tolle
> Ratschläge verteilen.

Hörbücher sind auch gut.

> Es gilt das alte Prinzip:

Ach, alt müssen Prinzipien sein...

> Wer zu seinen Aussagen steht, kann sie auch unter seinem kompletten
> und richtigen Namen verbreiten.

Klar, kann, aber muß nicht, ich verzichte lieber darauf den Ruhm
meines Namens (Rolf Müller, übrigens) zu mehren.

> Spinner und Schwätzer wählen dann eben Pseudonyme, Akronyme
> oder Phantasmen.

Jawoll.

> Sebastian

Du alter (wichtiges Prinzip) Reinecke-Affe wirst uns schon die
Welt richtig schön machen.

Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 12:47:55 PM3/20/08
to
Benjamin Leubin schrieb:

>
> Du hast absolut recht mit der Aussage, dass man, wenn man e.g. zu
> schwitzen beginnt, dies nicht willentlich wieder auf Kommando stoppen
> kann, da vegetativ gesteuert.
> Die grundlegende Ursache, welche einen aber überhaupt in den erregten
> Zustand bringt, kann hingegen durchaus psychologischer Natur sein und
> entsprechend willentlich gesteuert/beeinflusst werden (durch
> psychologsiche Hilfe und nicht etwa à la "zusammenreissen").
>
>


Hallo Benjamin,

du hast natürlich recht.
Ich habe jetzt aber nicht die Zeit für irgendwelche
verhaltenstherapeutischen Interventionen.
Auch möchte ich nicht gern mein Persönlichkeit umstülpen.

Wir können die Diskussion zudem beenden, denn meine ursprünglichen zwei
Fragen wurden inzwischen von kompetenter Seite beantwortet:

Ich werde zuhause und in der Prüfungsvorbereitung mehrmals
testweise Propranolol ("Dociton") einnehmen und sehen, wie es mir geht.
Dosis beginnend mit 20 mg, steigernd bis 40 mg.
(Dociton hat lt. Rote Liste auch die Indikation Angstsyndrom.)

Mein Hausarzt gibt mir ein Ärztemuster,
will dafür meinen Erfahrungsbericht:
Sein Sohn bereitet sich auf ein med. Staatsexamen vor ...

Heiner


Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 12:50:48 PM3/20/08
to
R. schrieb:

>
>
> Falsch, Google sagt dir, die Tablettenform ist zugelassen, Zubereitungen
> für i.v. Gabe unterliegen dem BTM-Gesetz - weil die Leber auf Dauer
> zu sehr beansprucht wird, sollen nunmehr erst alle anderen Kandidaten,
> wie etwa Ritalin (auch für Kinder in Dauermedikation), verordnet werden.
>


Google sagt viel, wenn der Tag lang ist.

In der Roten Liste 2008 wird "Tradon" nicht geführt;
auch nicht dessen Wirkstoffname.

HM

Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 12:52:23 PM3/20/08
to
Heiner Mertens schrieb:

>
> In der Roten Liste 2008 wird "Tradon" nicht geführt;
> auch nicht dessen Wirkstoffname.
>


Kleine Korrektur:
Ich meinte die Rote Liste 2007.

HM

R.

unread,
Mar 20, 2008, 1:33:19 PM3/20/08
to
Am Thu, 20 Mar 2008 17:50:48 +0100 schrieb Heiner Mertens:

> Google sagt viel, wenn der Tag lang ist.

Na, na, diese Haltung hat google doch gar nicht verdient:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pemolin
"Es besitzt ähnliche Eigenschaften wie Methylphenidat und fällt
unter das Betäubungsmittelgesetz, ausgenommen in Tablettenform
mit einer Dosis von bis zu 20 mg pro Stück. In diesem Fall ist
kein BTM-Rezept nötig."

"Nebenwirkungen
Es besteht eine erhöhte Lebertoxizität, was die Arzneimittelkommission
der Deutschen Ärzteschaft bewog, eine Verordnungseinschränkung
herauszugeben. Es sollte erst ein Therapieversuch mit allen anderen
Psychostimulantien versucht werden (ggf. mit Amphetaminsaft).

Bei einigen Patienten kam es zu akutem Leberversagen.

Dies führte dazu, dass die Firma Lilly das Produkt vom Markt nahm.

Kurz darauf wurde es wieder auf den Markt gebracht.

Nun wurde die Herstellung des Medikaments wiederholt eingestellt,
ebenfalls wegen der hohen Lebertoxizität. (Stand: 1. Mai 2006) "

> In der Roten Liste 2008 wird "Tradon" nicht geführt;
> auch nicht dessen Wirkstoffname.

Manche Geschichten sind eben nicht so straight on, früher wurde
(vor einigen Jahren) Tradon jedenfalls reichlich verordnet, siehe
den offiellen Text http://www.akdae.de/20/20/Archiv/2000/20000211.html

Verordnungseinschränkungen für Pemolin (Tradon®) wegen des Risikos von
Leberschädigungen

aus Deutsches Ärzteblatt, Heft 6 vom 11.02.2000

Pemolin ist ein Psychostimulans, das im Rahmen einer therapeutischen
Gesamtstrategie zur Behandlung des hyperkinetischen Syndroms des
Kindesalters zugelassen ist, auch wenn es nach Meinung von Fachkreisen
hier nicht das Mittel erster Wahl darstellt. Seine Verschreibung unterliegt
nicht der Betäubungsmittelverordnung. Im Vergleich zu Methylphenidat tritt
der therapeutische Effekt von Pemolin deutlich verzögert ein. Da nicht alle
Patienten positiv auf Methylphenidat reagieren, wird es - auch nach Meinung
der B3-Kommission am seinerzeitigen BGA - als sinnvolle
Alternativmedikation angesehen.

Zum speziellen Nebenwirkungsprofil von Pemolin gehören Erhöhungen der
Leberenzymwerte und das Auftreten hepatotoxischer Reaktionen. Bei etwa
2 bis 3 Prozent der behandelten Patienten muss mit pathologischen
Erhöhungen der Leberenzymwerte für SGOT und LDH gerechnet werden. ..."

...
Ich wollte nur sagen: es muß nicht immer eine Betablockade sein ;)

Heiner Mertens

unread,
Mar 20, 2008, 3:25:56 PM3/20/08
to
R. schrieb:

> Am Thu, 20 Mar 2008 17:50:48 +0100 schrieb Heiner Mertens:
>
>> Google sagt viel, wenn der Tag lang ist.
>
> Na, na, diese Haltung hat google doch gar nicht verdient:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Pemolin
> "Es besitzt ähnliche Eigenschaften wie Methylphenidat und fällt
> unter das Betäubungsmittelgesetz, ausgenommen in Tablettenform
> mit einer Dosis von bis zu 20 mg pro Stück. In diesem Fall ist
> kein BTM-Rezept nötig."
>
>

Dazu dreierlei:

I ) Warum sollte ich (nur!) für ein Examen ein Medikament einnehmen,
das der Hersteller wegen Lebertoxizität (ausgerechnet!) vom Markt nahm?

II ) Die Rote Liste 07 schloss mit den Präparate-Anmeldungen im Aug. 06.
Wenn also Tradon wieder zugelassen wurde, dann nach diesem Datum.
Das könnte sein, wäre mir aber in jedem Fall zu riskant.
Merke: Ich mag eine sehr gute Examensnote,
aber noch mehr hänge ich an meiner intakten Leber.

III ) Für Oldie-Betablocker wie Propranolol (vulgo Dociton)
gilt dagegen der alte Persil-Spruch:
"Da weiß man, was man hat".

Lassen wir es gut sein mit meinem "Examen-Feintuning".

Heiner,
dankt Euch allen für Euere konstruktiv-kritischen Beiträge


R.

unread,
Mar 20, 2008, 4:11:26 PM3/20/08
to
Heiner Mertens:

> I ) Warum sollte ich (nur!) für ein Examen ein Medikament einnehmen,
> das der Hersteller wegen Lebertoxizität (ausgerechnet!) vom Markt nahm?

Millarden Leute nahmen es, ein/zwei starben daran, so wie mein
Urgroßvater starb, nachdem er Kamilletee trank.

Und kannst du nicht einfach normal lesen und erkennen, daß man den Kids
heute stattdessen eben Methylphenidat, also Ritalin, gibt, das ist das,
was auch die Jagdflieger-Piloten im WWII nahmen, ein Amphetaminderivat.

Pemolin wird aber von vielen Leuten extra gern genommen, deshalb
fiel es mir spontan ein, es ist ja auch noch nicht lange weg.

Fazit: Nimm einige Tropfen Kamillentee, D12, und einige Tropfen
Jungfernpisse (Vorsicht, Gewöhnungsgefahr) vor deiner Prüfung,
die in den Augen vieler anderer "nichts besonderes" ist (und
wofür man nicht extra mit Kanonen auf Ameisen schießen soll), und,
vor allem, bete zu deinem Herrn! Und dann sei gewappnet für die
wirklich wichtigen Stunden deines Lebens: die im Hospiz, erst
dann sollst du Kamillentee unterhalb der Potenz D10 wagen. Na ja,
wird schon werden...

Susanne "Suse"Johnen

unread,
Mar 20, 2008, 4:13:41 PM3/20/08
to
Benjamin Leubin wrote:

>
> Doch, unbedingt.
> Du rätst zu psychologischen Tricks (sich die Prüfer in Unterhosen
> vorzustellen),

yepp, das fördert nämlich den Abbau von Stress

> da dies manchmal besser sei als Chemie, und empfiehlst im
> nächsten Satz die Einnahem von Baldrian.

und das ist natürlich, für mich tatsächlich besser als Chemie..

>
>
>>> Steht nun jedoch in den nächsten paar Tagen eine Prüfung an, ist mit
>>> psychologischer Hilfe wohl auch nicht mehr gross was zu machen, weshalb
>>> man - je nach Ausmass - den Prüfungsängsten aus meiner Sicht durchaus
>>> medikamentös begegnen könnte.
>> +
>> JAHAAAAA- aber nicht mit Betablocker..
>
> So, sondern? Benzodiazepine würde ich nicht empfehlen, da kann der
> Schuss gehörig nach hinten gehn!

Ben, ich bin sicher das der Doc Deines geringsten misstrauen noch das ein
oder andere weiß..
Unser Dozent empfahl irgendwas mit G... säure.. ich komm nur leider vor
Ablauf der Ferien nicht an den guten Menschen dran,Montag in zwei Wochen
kann ich es Dir sagen- nur weiß ich nicht ob das dann für den Prüfling
nicht schon zu spät ist..
horrido und schönen Abend wünscht
Suse
--
Ach?

R.

unread,
Mar 20, 2008, 5:05:35 PM3/20/08
to
Heiner Mertens:

> I ) Warum sollte ich (nur!) für ein Examen ein Medikament einnehmen,
> das der Hersteller wegen Lebertoxizität (ausgerechnet!) vom Markt nahm?

Millarden Leute nahmen es, ein/zwei starben daran, so wie mein

Urgroßvater starb, nachdem er Kamilletee trank.

Und kannst du nicht einfach normal lesen und erkennen, daß man den Kids
heute stattdessen eben Methylphenidat, also Ritalin, gibt, das ist das,
was auch die Jagdflieger-Piloten im WWII nahmen, ein Amphetaminderivat.

Pemolin wird aber von vielen Leuten extra gern genommen, deshalb
fiel es mir spontan ein, es ist ja auch noch nicht lange weg.

Fazit: Nimm einige Tropfen Kamillentee, D12, und einige Tropfen
Jungfernpisse (Vorsicht, Gewöhnungsgefahr) vor deiner Prüfung,
die in den Augen vieler anderer "nichts besonderes" ist (und
wofür man nicht extra mit Kanonen auf Ameisen schießen soll), und,
vor allem, bete zu deinem Herrn! Und dann sei gewappnet für die
wirklich wichtigen Stunden deines Lebens: die im Hospiz, erst
dann sollst du Kamillentee unterhalb der Potenz D10 wagen. Na ja,
wird schon werden...

[supersede] ps., weil du das wahrscheinlich überlesen hast:
Besonders auch Hirnleistung (und nicht etwa blos Muskelleistung) ist
eine metabolische Funktion, die direkt von der Sauerstoffversorgung
abhängt - und wenn du dein kardiovaskuläres Leistungsvermögen
erfolgreich deckelst (z.B. durch Betblockade), dann werden natürlich
auch die (möglichen) Spitzen deiner Hirnleistung mit wegkastriert.

Gottfried Stutz

unread,
Mar 20, 2008, 8:07:04 PM3/20/08
to

R. schrieb:


> und wenn du dein kardiovaskuläres Leistungsvermögen
> erfolgreich deckelst (z.B. durch Betblockade), dann werden natürlich
> auch die (möglichen) Spitzen deiner Hirnleistung mit wegkastriert.

Auch das erklärt einiges über die gedopten Quacker.
Aber mein Ex-Hausarzt hat immernoch Bluthochdruck, so unfähig ist der.

R.

unread,
Mar 20, 2008, 9:20:25 PM3/20/08
to
Am Thu, 20 Mar 2008 17:07:04 -0700 (PDT) schrieb Gottfried Stutz:

> Aber mein Ex-Hausarzt hat immernoch Bluthochdruck, so unfähig ist der.

Fick ihn inn arsch.

Heiner Mertens

unread,
Mar 21, 2008, 3:01:26 AM3/21/08
to
R. schrieb:

> Heiner Mertens:
>
>> I ) Warum sollte ich (nur!) für ein Examen ein Medikament einnehmen,
>> das der Hersteller wegen Lebertoxizität (ausgerechnet!) vom Markt nahm?
>
> Millarden Leute nahmen es, ein/zwei starben daran, so wie mein
> Urgroßvater starb, nachdem er Kamilletee trank.
>
> Und kannst du nicht einfach normal lesen und erkennen, daß man den Kids
> heute stattdessen eben Methylphenidat, also Ritalin, gibt, das ist das,
> was auch die Jagdflieger-Piloten im WWII nahmen, ein Amphetaminderivat.
>
> Pemolin wird aber von vielen Leuten extra gern genommen, deshalb
> fiel es mir spontan ein, es ist ja auch noch nicht lange weg.
>


Das von Dir empfohlene Tradon ist ein Stimulans.
Als Examenskandidat bin ich aber schon genug aufgeputscht!
Etliche hier wollen mir ja deswegen und dagegen sogar Valium o. ä.
überbraten.
Was nun? Die "Experten" hier mögen sich bitte einigen:
Wollt Ihr mich zum Examen aufputschen oder sedieren?

HM

f.arendt

unread,
Mar 21, 2008, 6:27:52 AM3/21/08
to
Heiner Mertens schrieb:

> Außerdem würde ich nie und nimmer zu einer Prüfung ein Psychopharmakon
> einnehmen! Auch keinen Mini-Tranquilizer.
>
> Der Prüfling muss in der Prüfung maximale Vigilanz haben,
> also mental voll da sein.


Da hätte ich jetzt Methylphenidat (Ritalin, Equasym, Medikinet)
vorgeschlagen.

Sollen wohl auch Menschen ohne Narkolepsi oder AD(H)S verschrieben bekommen.
Eine Vielzahl von Studenten nimmt es wohl.

Ist ganz nett...


VG
Frauke

Gottfried Stutz

unread,
Mar 21, 2008, 6:47:31 AM3/21/08
to

Sebastian Reinecke schrieb:


> Gottfried Stutz schrieb:
> > Pharmafia-Verfolgte auch.

> .
> Oh, Krankheitseinsicht!

Seit wann ist es eine Krankheit, wenn jemand von der Mafia verfolgt
wird, weil er über sie "auspackt"? War demnach z.B. Giovanni Falcone
krank?! Unverschämtheit!

R.

unread,
Mar 21, 2008, 7:51:59 AM3/21/08
to
Am Fri, 21 Mar 2008 08:01:26 +0100 schrieb Heiner Mertens:

> Das von Dir empfohlene Tradon ist ein Stimulans.
> Als Examenskandidat bin ich aber schon genug aufgeputscht!

Es aktiviert mentale Reserven bei gleichzeitiger psychischer
Entspannung, man ist die Ruhe selbst, obwohl die Birne optimal
durchblutet wird (dazu braucht es Puls und Blutdruck), und
das ist doch auch klar, oder meinst du die Jagdflieger wurden davon
fickrich und ließen sich abknallen. Übrigens ist bekannt, daß auch
heute US-Kampfpiloten bei bestimmten Einsätzen Ritalin nehmen.

> Wollt Ihr mich zum Examen aufputschen oder sedieren?

Weder noch, sondern mental optimal einstellen.

R.

unread,
Mar 21, 2008, 8:00:25 AM3/21/08
to
Am Fri, 21 Mar 2008 08:01:26 +0100 schrieb Heiner Mertens:

> Das von Dir empfohlene Tradon ist ein Stimulans.
> Als Examenskandidat bin ich aber schon genug aufgeputscht!

Es aktiviert mentale Reserven bei gleichzeitiger psychischer

Entspannung, man ist die Ruhe selbst, obwohl die Birne optimal
durchblutet wird (dazu braucht es Puls und Blutdruck), und
das ist doch auch klar, oder meinst du die Jagdflieger wurden davon
fickrich und ließen sich abknallen. Übrigens ist bekannt, daß auch

heute US-Kampfpiloten bei bestimmten Einsätzen Ritalin nehmen:
http://www.google.de/search?hl=de&q=amphetamin+US+pilot

> Wollt Ihr mich zum Examen aufputschen oder sedieren?

Weder noch, sondern mental optimal einstellen anstelle die
Blut- und Sauerstoffzufuhr zu drosseln.

Steff Böckler

unread,
Mar 21, 2008, 8:34:36 AM3/21/08
to
Gottfried Stutz schrieb:

Welch Vergleich. Auch Größenwahn ist eine Form der Paranoia.

Gruss
Steff

Gottfried Stutz

unread,
Mar 21, 2008, 9:17:43 AM3/21/08
to

Steff Böckler schrieb:
> Gottfried Stutz schrieb:
> >.
> > Sebastian Reinecke schrieb:
> >> Oh, Krankheitseinsicht!
> > .


> > Seit wann ist es eine Krankheit, wenn jemand von der Mafia verfolgt

> > wird, weil er �ber sie "auspackt"? War demnach z.B. Giovanni Falcone
> > krank?!
> .


> Welch Vergleich. Auch Größenwahn ist eine Form der Paranoia.

Was hat das mit Sebastians Bemerkung zu tun?

Steff Böckler

unread,
Mar 21, 2008, 10:24:02 AM3/21/08
to
Gottfried Stutz schrieb:

Habe ich Sebastian oder Dir geantwortet (oder seit wann heißt du
Sebastian - wo wir dann auch noch eine Persönlichkeitsstörung hätten)?

Gruss
Steff

Robert Harland

unread,
Mar 21, 2008, 11:00:31 AM3/21/08
to
> Hallo Mediziner und Medizin-Wissende,
>
> ich stehe vor einem mündlichen Examen.
> Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
> dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,
> riet mir ein Bekannter zu Beta-Blockern.
>
> Meine zwei Fragen an Euch:
>
> I) Hat hier jemand Erfahrung mit Beta-Blockern während einer Prüfung?
> II) Zu welchem Beta-Blocker (Name, Dosierung) würdet Ihr raten?

Die Tatsache, dass anwesende Mediziner den folgenden einfachen Trick nicht
kennen, läßt mich zwar an seiner Wirksamkeit zweifeln... Ich habe jedenfalls
gute Erfahrungen damit gemacht:

Morgens einfach ernsthaft kalt zu duschen verursacht im Körper Stress und
veranlasst ihn anschließend stressmindernde Substanzen auszuschütten, die
bis zu acht Stunden wirksam bleiben. Sollte für die mündliche Prüfung doch
reichen.

Da die Prüfung bis mindestens Dienstag wohl nicht ansteht, bleibt sogar noch
ein Zeitfenster, die individuelle Verträglichkeit und Wirksamkeit der
Methode zu testen. Dabei macht es natürlich Sinn, nicht gleich die
anspruchsvollsten Testsituationen auszuwählen, da sonst die Gefahr des
Mißerfolgs und einer entsprechenden negativen mentalen Verankerung besteht.

Soweit der Laie.


Heiner Mertens

unread,
Mar 21, 2008, 11:27:40 AM3/21/08
to
Robert Harland schrieb:

>
> Morgens einfach ernsthaft kalt zu duschen verursacht im Körper Stress
> und veranlasst ihn anschließend stressmindernde Substanzen
> auszuschütten, die bis zu acht Stunden wirksam bleiben. Sollte für die
> mündliche Prüfung doch reichen.
>


Dein These lautet:
Stress fördert die Ausschüttung stressmindernder Substanzen.
Worauf stützt du diese Behauptung? (Papiers? Quellen? Namen?)

Mir ist diese These neu; oder meinst du mit 'stressmindernden
Substanzen' die Endorphine?

Heiner M


Robert Harland

unread,
Mar 21, 2008, 11:33:05 AM3/21/08
to

Sorry! Ich kenne nur diesen Tipp. Die Zusammenhänge sind mir keinesfalls
klar...

Leo Oeler

unread,
Mar 21, 2008, 1:48:01 PM3/21/08
to
On Wed, 19 Mar 2008 10:16:56 +0100, Heiner Mertens <hein...@gmx.de>
wrote:

>Hallo Mediziner und Medizin-Wissende,
>
>ich stehe vor einem mündlichen Examen.
>Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
>dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,
>riet mir ein Bekannter zu Beta-Blockern.
>
>Meine zwei Fragen an Euch:
>
>I) Hat hier jemand Erfahrung mit Beta-Blockern während einer Prüfung?
>II) Zu welchem Beta-Blocker (Name, Dosierung) würdet Ihr raten?

Ich würde dir zum Psychologen raten.

Wolfgang Broeker

unread,
Mar 22, 2008, 4:56:03 AM3/22/08
to
Steff Böckler schrub[tm]:
> Habe ich Sebastian oder Dir geantwortet ...

Du hast einen Artikel in eine weltweit verbreitete Newsgroup gestellt.
Wenn Du jemandem gezielt antworten willst, schreib ihm eine E-Mail.

Gruß - Wolfgang

--
*** Eine der verbreitetsten Krankheiten ***
*** ist die Diagnose. Karl Kraus ***
*** Fri, 21 Mar 2008 20:17 +0100 ***

Wolfgang Broeker

unread,
Mar 22, 2008, 4:56:03 AM3/22/08
to
Sebastian Reinecke schrub[tm]:

> Man kann sich viel in 5min. bei Wikipedia oder so anlesen und hier tolle
> Ratschläge verteilen. Es gilt das alte Prinzip: Wer zu seinen Aussagen
> steht, kann sie auch unter seinem kompletten und richtigen Namen
> verbreiten. Spinner und Schwätzer wählen dann eben Pseudonyme, Akronyme
> oder Phantasmen.

In einer medizinischen Gruppe gibt es sehr wohl gute Gründe, pseudonym
zu posten. Das gilt für Fragesteller wie für kompetente Antwortgeber.

Gruß - Wolfgang

--
*** Eine der verbreitetsten Krankheiten ***
*** ist die Diagnose. Karl Kraus ***

*** Fri, 21 Mar 2008 20:14 +0100 ***

Steff Böckler

unread,
Mar 22, 2008, 5:05:46 AM3/22/08
to
Wolfgang Broeker schrieb:

> Steff Böckler schrub[tm]:
>> Habe ich Sebastian oder Dir geantwortet ...
>
> Du hast einen Artikel in eine weltweit verbreitete Newsgroup gestellt.
> Wenn Du jemandem gezielt antworten willst, schreib ihm eine E-Mail.

Danke für die "Belehrung", Netcop. In einem "Artikel" wie du es nennst,
kann man auch nicht verlangen, das er Bezug auf einen Vor-Beitrag nimmt.
Und selbstverständlich kann man anderen Teilnehmern gezielt aber
öffentlich antworten. Das war alles.

Hätte dies nach deinen Regeln nicht eine E-Mail werden müssen?

SCNR

Peter Zeller

unread,
Mar 22, 2008, 6:39:48 AM3/22/08
to
Heiner Mertens schrieb:

> Hallo Mediziner und Medizin-Wissende,
>
> ich stehe vor einem mündlichen Examen.
> Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
> dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,
> riet mir ein Bekannter zu Beta-Blockern.
>
> Meine zwei Fragen an Euch:
>
> I) Hat hier jemand Erfahrung mit Beta-Blockern während einer Prüfung?
> II) Zu welchem Beta-Blocker (Name, Dosierung) würdet Ihr raten?
>
> Mit Dank
> Heiner

Anscheinend will dir keiner deine Frage beantworten. Darum tu ich es:

ad primum: Ja, sehr viele.
ad secundum: Metoprolol 50mg nicht retardiert. Wirkung setzt nach ca.
30' ein und läßt nach weiteren 2 Stunden wieder nach.

Tertium datur: unbedingt vorher ausprobieren.

Literatur: Kielholz, Wirkung der Betablocker auf das limbische System

Peter

Gottfried Stutz

unread,
Mar 22, 2008, 7:02:44 AM3/22/08
to

Steff Böckler schrieb:


> Habe ich Sebastian oder Dir geantwortet (oder seit wann heißt du
> Sebastian - wo wir dann auch noch eine Persönlichkeitsstörung hätten)?

Es ging um angebliche "Krankheitseinsicht" in den angeblichen
Verfolgungswahn eines real Pharmafia-Verfolgten. Das hat mit
Grössenwahn überhaupt nichts zu tun.

Steff Böckler

unread,
Mar 22, 2008, 7:43:40 AM3/22/08
to
Gottfried Stutz schrieb:

Doch, dich selbst für den Falcone der "Pharmafia" zu vergleichen.
Schade, war wohl mit der Krankheitseinsicht nichts.

Du wirst verfolgt? Na, hoffentlich nicht mehr lange.

Ende.

Heiner Mertens

unread,
Mar 22, 2008, 4:02:18 PM3/22/08
to
Peter Zeller schrieb:

>
> Anscheinend will dir keiner deine Frage beantworten. Darum tu ich es:
>
> ad primum: Ja, sehr viele.
> ad secundum: Metoprolol 50mg nicht retardiert. Wirkung setzt nach ca.
> 30' ein und läßt nach weiteren 2 Stunden wieder nach.
>
> Tertium datur: unbedingt vorher ausprobieren.
>
> Literatur: Kielholz, Wirkung der Betablocker auf das limbische System
>


Hallo Peter Zeller,

besten Dank für deine präzisen Antworten!

Ich hatte nicht mehr damit gerechnet, dass auch nur eine einzige
brauchbare Antwort auf meine zwei Fragen kommt.

Mein Respekt auch, dass Du sogar einen exakt passenden Literaturhinweis
parat hast.

Heiner M.


Gottfried Stutz

unread,
Mar 22, 2008, 6:38:51 PM3/22/08
to

Heiner Mertens schrieb:


> Mein Respekt auch, dass Du sogar einen exakt passenden Literaturhinweis
> parat hast.

FYI: Peter Zellers Infos sind (wie seine Literatur) auf dem Stand von
vor ca. 30 Jahren.

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 4:14:00 AM3/23/08
to
Heiner Mertens schrieb:
> Hallo Mediziner und Medizin-Wissende,
> ich stehe vor einem mündlichen Examen.

Als Mediziner?
Erste Frage des Prüfenden:
Welchen Betablocker nimmt man bei Prüfungsangst? *ggg*

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 4:17:01 AM3/23/08
to
Susanne "Suse"Johnen schrieb:

>> Deine Paranoia interessiert hier niemand.

> +Prust* auch wenn Du Recht hast,Du hast hier wegen angefragt
> wegen -imGrunde-genommenen Prüfungsängste..

Das ist nicht gesagt. Prüfungsängste die man auch von therapeu-
tischerSeite behandelt sind Bewertungsängst, also die Angst vor
dem Prüfenden oder anderen zu versagen; und man kann hier sicher
nicht mit Sicherheit davon ausgehen, dass Heiner genau diese hat.
Wie dem auch sei; wenn diese Angst kein generelles Problem sein
sollte finde ich, ist gegen dieses Doping nix einzuwenden.

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 4:19:26 AM3/23/08
to
Steff Böckler schrieb:

> Umgekehrt, überall Pharma-Abzocke zu wittern (und das auch noch in
> jedem zweiten Thread hier unterzubringen) ist paranoid. So langsam
> kommt mir aber ein Verdacht ...

Ihm passt das u.A. nicht weil man dadurch, dass man Medikamente z.T.
akzeptiert, den Ärzten Autorität anerkennt. Autorität die er selbst
gerne hätte, aber wegen seines psychosomatischen Leidens nicht haben
wird.

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 4:20:54 AM3/23/08
to
Heiner Mertens schrieb:

> ich stehe vor einem mündlichen Examen.

> Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
> dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,
> riet mir ein Bekannter zu Beta-Blockern.

Wie wär's mit einem kurrzeitig wirksamen nicht-sedierenen
Benzodiazepin wie Tavor?

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 4:22:32 AM3/23/08
to
Gottfried Stutz schrieb:

> ,,, Pharmaindustrie Chemiekeulen ...

Du benutzt dieses Bild um zu suggerieren hier würde Schaden
dadurch entstehen, dass man einmalig einen Betablocker nimmt?
Ja welchen denn?

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 4:24:39 AM3/23/08
to
Gottfried Stutz schrieb:

> Zitat daraus:
> "In manchen Sportarten ist die Einnahme von β-Blockern nicht erlaubt;
> sie stehen in Disziplinen, die eine hohe Konzentration und präzise
> Bewegungen erfordern, als leistungssteigernde Substanzen auf der
> Dopingliste."

Wo ist das Problem?
Er schadet sich durch die einmalige Nutzung nicht.

> Hört, hört! Also auch für Prüfungen gilt es offizell als Doping.

Türlich ist das doping,
aber an der Stelle geht das imho absolut in Ordnung.

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 4:26:08 AM3/23/08
to
Heiner Mertens schrieb:

> Beta-Blocker wurden gern von Schützen eingenommen.
> Dann wackelt / zittert der Sportschütze unter dem Leistungsdruck
> weniger. Andererseits nahmen und nehmen Sportschützen gern "Ziel-
> wasser", zur Beruhigung. Zum Beispiel einen Schnaps. Und Alkohol
> steht meines Wissens nach nicht auf der Dopingliste.

Achwo, das kommt auch von der Pharmamafia!!!111

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 4:27:58 AM3/23/08
to
Andreas Froehlich schrieb:

>> Abgesehen von deiner Wortwahl, sehe ich kein Problem darin.
>> Ob es das Mittel der Wahl ist, sei dahingestellt. Ich höre
>> aber nicht zum ersten Mal, dass das Zeug gute Dienste leistet.

> Jagut, er besteht dann die Prüfung, OK.
> Aber was macht er dann im späteren Leben? Jedesmal wenn er
> in eine Stresssituation kommt vorher das Zeug schlucken?

Du unterstellst, dass jegliche Stressituation für ihn den Stellenwert
der Prüfung hat. Der Ausgang der Prüfung kann einen entscheidenden
Einfluss auf das Leben haben; wie oft kommt sowas im Leben vor?

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 4:33:22 AM3/23/08
to
Susanne "Suse"Johnen schrieb:

> Fang abends einfach mit hochdosiertem Baldrian an, ...

Das ist scheiße weil es dämpft und mit dieser Dämpfung geht
auch eine Hemmung der kognitiven Funktioneneinher (Assozia-
tions-Hemmung).

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 4:35:52 AM3/23/08
to
Heiner Mertens schrieb:

> Das ist das Infantile und auch Bornierte an einer NG:
> Jeder plappert vor sich hin, ob er Ahnung hat oder nicht.
> Du scheinst zur ersten Gruppe zu gehören.
> Andernfalls wüsstest Du, dass es zum Beispiel kardio
> -selektive Beta-Blocker gibt und weniger bzw. unselektive
> Blocker.

Ach Gott, Du willst beraten werden, machst die Leute aber
dumm an. Glaubst Du damit kommst Du zum Ziel?

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 4:44:21 AM3/23/08
to
Benjamin Leubin schrieb:

> Über die Verwendung von Medikamenten bei Prüfungsstress lässt sich
> trefflich streiten. Während die einen eine medikamentöse Unterstützung
> ohne Bedenken befürworten, beharren die anderen darauf, das grundlegende
> psychologische Problem zu beheben.

Das kann man u.U. garnicht beheben. Wenn einer z.B. Psychosomatiker ist,
dann hat er eben enger gesteckte Leistungsgrenzen. Therapeuten die auf
dem Stand der Forschung sind würden da einen angepassten Lebenswandel
empfehlen (hallo Gottfried!), also sich nicht so oft an seine Grenzen
zu bringen und anzuerkennen, dass man im Leben nicht so viel leisten
kann wie andere.

> Bei wiederholten und beträchtlichen Prüfungsängsten würde ich
> dazu raten, das Problem mit psychologischer Hilfe anzugehen; ...

*Wenn* das Problem denn nur Bewertungsangst ist, dann lässt sich das
vollständig in den Griff bekommen - allerdings _nicht_kurzfristig_ vor
einer Prüfungssituation. Bewertungsangst allein gehört zum harmlosesten
was Therapeuten behandeln und solche Klienten sind eigentlich auch sehr
beliebt man da eine echte Erfolgs-Perspektive hat (im Gegensatz zu vie-
len anderen Klienten mit schweren Persönlichkeitsstörungen oder Psycho-
sen; die viele Therapeuten nur nehmen weil die Leute mit behandelbaren
Problemen wegbleiben weil dort der Leidensdruck nicht so groß ist).

> Steht nun jedoch in den nächsten paar Tagen eine Prüfung an, ist mit
> psychologischer Hilfe wohl auch nicht mehr gross was zu machen, weshalb
> man - je nach Ausmass - den Prüfungsängsten aus meiner Sicht durchaus
> medikamentös begegnen könnte.

100% ACK! Unter Umständen würde ich sogar zu einem nicht-sedierenden
Benzo wie Lorazepam oder Alprazolam raten (letzteres kann in Einzel-
fällen doch sedieren; muss man vorher probieren).

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 4:53:19 AM3/23/08
to
Heiner Mertens schrieb:

> Beta-Blocker sind auf keinen Fall Elefanten, eher sind
> es Mücken. Elefanten, um in deiner Analogie zu bleiben,
> wären Anxiolytika / Tranquilizer (z.B. Valium) und stärkere
> Psychopharmaka.

Tranquilizer sind kurzfristig angewendet völlig harmlos. Eine
Sucht ist z.B. bei Lorazepam frühestens nach zwei Monaten zu
erwarten und bei Alprazolam noch viel später (andere Benzos
wie Valium passen hier nicht weil die sedierend sind). Viele
Leute mit Flugangst (eine Form der Höhenangst - in dieser Form
schwer zu therapieren) bekommen das Zeug um einen längeren Flug
stressfrei zu überstehen.

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 5:00:04 AM3/23/08
to
Benjamin Leubin schrieb:

> Nehmen wir zur Verdeutlichung als Beispiel eine Person mit einer
> Angststörung während eines Flugzeugfluges: die Ursache der Störung
> liegt klar in der Psyche der Person (nämlich Angst); trotzdem kann
> sie massivste vegetativ gesteuerte, körperliche Symptome aufweisen,
> welche sie ohne die Angst nicht hätte.

Wobei Angststörung nicht gleich Angststörung. Eine sogenannte "ein-
fache Angststörung", also die Phobien, lassen sich gut in den Griff
bekommen während eine generalisierte Angststörung schwer bis garnicht
behandelbar ist (eine Ex-Kommilitonin und heutige Therapeutin meinte
mal: "Da flickst Du ein Loch, und da geht das nächste direkt wieder
auf.").

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 5:10:02 AM3/23/08
to
R. schrieb:

> Und kannst du nicht einfach normal lesen und erkennen, daß man den
> Kids heute stattdessen eben Methylphenidat, also Ritalin, gibt, das
> ist das, was auch die Jagdflieger-Piloten im WWII nahmen, ein Amphe-
> taminderivat.

In dem Zusammenhang fällt mir eine Frage ein:
Mein Großvater (den ich nie kennengelernt hatte - hat sich die Lunge
kaputtgeraucht ehe ich auf die Welt kam) war im WW-II auch Jagdflieger
(Stuka und später FW-190) und hat irgendwas bekommen das seine Leis-
tungsfähigkeit erhöhte und von dem er auch nach dem WW-II abhängig
blieb und was er bis zu seinem Tod genommen hat; könnte das dieses
Methylphenidat gewesen sein oder gab es noch andere Stoffe die in
Frage kämen und auch damals den Piloten gegeben wurden. Mein Vater
weiß nämlich nicht den Namen des Zeugs von dem mein Opa abhängig
war.

Nomen Est Omen

unread,
Mar 23, 2008, 5:12:05 AM3/23/08
to
Heiner Mertens schrieb:

> Etliche hier wollen mir ja deswegen und dagegen sogar
> Valium o. ä. überbraten.

Valium ist für Prüfungssituationen totale scheiße. Wenn
überhaupt würde ich ein kurzzeitig wirksames Benzo wie
Lorazepam oder Alphrazolam nehmen. Das Zeug ist kurzzei-
tig eingenommen weitgehend unproblematsich; eine Sucht
wäre erst nach Monaten zu erwarten.

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