Unser Junge (6 Jahre) wird seit 3 Jahre regelmäßig durch eine Logopädin
„trainiert". Trotzdem ist der Knoten beim Sprechen noch nicht geplatzt.
Jetzt haben wir Kontakt zu einem Tomatis-Sprachzentrum in Eupen
(deutschsprachiges Belgien)(siehe z. B.:
http://www.brueckenbauer.ch/BB/INHALT/9718/18allta3.htm). Diese Therapie
soll die Mittelohrmuskeln trainieren.
Hat jemand Erfahrung mit der Tomatis-Methode? Gibt es auch in NRW
entsprechende Gruppen?
--
Dirk Henssen Hauset/Belgien (bei Aachen)
mailto:dirk...@euregio.net
http://gab-online.de
Wir (die Eltern) haben viele seiner Wörter und Worte nicht verstanden.
Andere Kinder gleichen Alters haben wir wohl verstanden. Auch die
Kindergärtnerinnen wiesen uns auf „nicht altersgemäße" Sprache hin.
Bei einem Besuch bei einer Ohrenärztin, die auch auf Sprachprobleme
spezialisiert ist, wurde als Diagnose „Konsonantenverschiebung,
funktionale Sprachstörungen" u. a. gestellt, das ich nicht mehr
wiedergeben kann. Die Ohrenärztin hat dann zu ersten spielerischen
Logopädistunden geraten.
Ich glaube nicht, daß unser Junge durch die anfänglichen Spielstunden
bzw. „Sprechschule", wie wir die Logopädiestunden nennen, unter Druck
gesetzt wird. Auch haben wir Ihn nie verbessert, sondern falsch
gesprochene Wörter nur einmal richtig wiederholt. Wir sind sehr froh,
daß er bislang keine Scheu zum Sprechen entwickelt hat, sondern uns und
anderen Kindern gegenüber dauernd erzählt. Bestimmte Buchstaben
kann er aber einfach nicht aussprechen bzw. kann es bei der Logopädin,
jedoch nicht in der Alltagssprache.
Der Ausdruck „Knoten geplatzt", stammt sinngemäß von einer
Schulpsychologin, die unserem Wunsch zustimmen mußte, unseren Jungen
nicht mit 5 Jahren (wie in Belgien üblich) einzuschulen. Sie meinte, daß
er die Sprache als Kommunikationsmittel noch nicht richtig entdeckt
hätte.
>Hat jemand Erfahrung mit der Tomatis-Methode? Gibt es auch in NRW
>entsprechende Gruppen?
In Koeln hat wohl letztens ein Tomatis-Zentrum aufgemacht. Ich kenne
die Methode nicht im Detail, aber nachdem was ich davon hoerte
(stundenlange Kopfhoerersitzungen mit speziell gefilterten Klaengen)
finde ich sie merkwuerdig und koente mir denken, das ohnehin unsichere
Kinder dadurch den Rest bekommen koennen. Konkret erzaehlte mir eine
Freundin von einem Sprachentwicklungsverzoegerten Kind, dessen
Symptomatik nach einer Tomatis-Therapie eher schlimmer wurde.
Aber das mag das klassische Gegenbeispiel sein das es bei jeder
Methode gibt, vielleicht gibt es auch etliche Erfolgsmeldungen (!?!?)
Holger
hdom...@metronet.de
> Dirk Henssen <dirk...@euregio.net> wrote:
> =
> >Tomatis-Therapie
> >
> >Jetzt haben wir Kontakt zu einem Tomatis-Sprachzentrum in Eupen
> >(deutschsprachiges Belgien)(siehe z. B.:
> >http://www.brueckenbauer.ch/BB/INHALT/9718/18allta3.htm). Diese Therap=
ie
> >soll die Mittelohrmuskeln trainieren.
> =
> Das interessiert mich persoenlich.
> Was ist das genau fuer eine Therapie? Ich kenne zwar einiges vom
> menschlichen Koerper aber von Mittelohrmuskeln habe ich noch nichts
> gehoert. (Ich muss an dieser Stelle allerding gestehen, dass es sehr
> viele Muskeln gibt von den ich noch nichts gehoert habe!)
> Wozu sind die da? Wenn Muskeln trainiert werden sollen, dann gehe ich
> davon aus, dass es sich um eine Muskelschwaeche handelt. Wenn aber
> eine Museklschwaeche vorliegt, wie kann diese festgestellt werden, so
> dass dann ein Training fuer diese Muskeln nuetzlich ist.
Ich nehem an, dass hier die beiden Muskeln gemeint sind, die die
Spannung der Geh=F6rkn=F6chelkette (bestehend aus Hammer, Ambo=DF und
Steigb=FCgel) fit halten sollen. Sie beginnen an Hammer, bzw. am
Steigb=FCgel und ziehen bei Kontraktionen den sog. Hammergriff (somit das=
Trommelfell) nach innen und kippen die Steigb=FCgelfu=DFplatte im ovalen
Fenster.
Wenn Ihr Links zum Thema (Tomatis/Anatomie)sucht, dann meldet Euch doch
noch mal!!
Eva Krian