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Sauerkraut

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Werner Fendt

unread,
Oct 21, 2003, 12:40:40 PM10/21/03
to
Hallo, stimmt dies, wenn man jeden Tag Sauerkraut ißt, ist leichte Diabetes
im Zaum zu halten?
Wer weiß was darüber?
Besten Dank!

MfG Fendt


Joerg Moeller

unread,
Oct 21, 2003, 3:28:09 PM10/21/03
to
"Werner Fendt" <Werner...@t-online.de> schrieb:

>Hallo, stimmt dies, wenn man jeden Tag Sauerkraut ißt, ist leichte Diabetes
>im Zaum zu halten?

Klar, wenn du nichts andere ißt...

("Leichte Diabetes" ist wie "ein bißchen schwanger")

mfg
Jörg

--
http://www.diabetesinfo.de/ Fachwissen über Diabetes mellitus;
besonders für interessierte Diabetiker und medizinisches Personal.
http://www.einsteiger.diabetesinfo.de/ Grundwissen über Diabetes, für
das man kein aufgeschlagenes Medizinlexikon braucht ;-)

Michael Wäsch

unread,
Oct 21, 2003, 4:47:03 PM10/21/03
to
Hi,

> Wer weiß was darüber?

Als ich vor 7 Jahren mit DM diagnostiziert wurde, las meine Mutter in irgend
so einem "Was Omi noch wußte"-Buch, daß der Genuß von Sauerkraut die
Bauchspeicheldrüse in bescheidenem Maße dazu anregen solle mehr Insulin zu
produzieren. Es solle auch abführend wirken.

Da ich nun T2 war und meine Mami Verstopfungsprobleme hatte, beschlossen wir
das anhand von Eigenversuchen mal zu testen anhand einer brüderlich
geteilten 1l-Flasche purem Sauerkrautsaft aus der Apotheke.

Resultat:

Bei meiner Mutter ging der BZ leicht runter (jooo, sie war damals noch
stoffwechselgesund), bei mir jedoch nicht.

Bei mir führte das Zeug sofort ab, bei ihr jedoch nicht.

Ja ok, ich glaub, daß war jetzt nicht wirklich die Antwort auf die Frage ...

Grüße,

Michael


Walter Knapitsch

unread,
Oct 21, 2003, 7:37:28 PM10/21/03
to
Werner Fendt <Werner...@t-online.de> wrote:

> Hallo, stimmt dies, wenn man jeden Tag Sauerkraut ißt, ist leichte Diabetes
> im Zaum zu halten?

Das ist wohl eher eine Legende, nicht wirklich neu, aber möglicherweise
zu erklären.

Wenn man nur Sauerkrauit isst, nimmt man NULL BE zu sich und in
Verbindung mit ausreichender Bewegung kann das einen leichten Diabetes
(Typ2) in Grenzen halten.
Wahrscheinlich kann man mit anderem BE-losen Grünfutter ähnliche
Wirkungen erzielen.

Aus meiner persönlichen Erfahrung unbestritten ist die abführewnde
Wirkung von Sauerkraut.
Ich kaufe es am Markt vom (möglicherweise) Erzeuger. Der verkauft es
unter dem Namen "Champagnerkraut" - "das Superkraut".
Als Salat mit (Kürbis)-Kernöl schmeckt es ausgezeichnet - und wirkt.

--
Tschau! Walter
"Kunst ist was man nicht kann, alles was man kann is ka Kunst".
(Johann Nestroy)

Jochen Ruhland

unread,
Oct 21, 2003, 9:51:53 PM10/21/03
to
Hi,

"Werner Fendt" <Werner...@t-online.de> schrieb:


> Hallo, stimmt dies, wenn man jeden Tag Sauerkraut ißt, ist leichte
> Diabetes im Zaum zu halten?

Unfug. Was ist "leichter Diabetes"? Typ I oder Typ II?

> Wer weiß was darüber?

Fritze?

Jochen

Gert Rudolph

unread,
Oct 22, 2003, 12:15:41 AM10/22/03
to

Hallo Werner!

Werner Fendt:

>Hallo, stimmt dies, wenn man jeden Tag Sauerkraut ißt, ist leichte Diabetes
>im Zaum zu halten?

"Ein leichter Diabetes", damit ist wahrscheinlich ein Typ-2b im Anfangs-
stadium gemeint, wird nur durch Ernährungsumstellung und Bewegung thera-
piert. Also weniger, vor allem fettärmer, essen und dafür mehr bewegen.
Dadurch soll das Körpergewicht reduziert und die Insulinwirkung verbessert
werden. Man nennt diese Therapie auch "Basistherapie".

Sauerkraut kann dabei eine hervorragende Rolle spielen, denn Sauerkraut ist
nicht nur eine prima Heilnahrung bei Leiden an Magen und Darm, Sauerkraut
gilt nach übereinstimmender Meinung vieler Mediziner als ausgesprochen
bekömmlich und gesund. Der englische Weltumsegler James Cook hatte damit
bereits 1775 seine Schiffsmannschaft vor Darmfäule, Skorbut und anderen
Mangelkrankheiten bewahrt. Der berühmte Chirurg Ferdinand Sauerbruch empfahl
Sauerkraut nach Operationen zum schnellen Schließen und Heilen von Narben
und Pfarrer Sebastian Kneipp lobte es als Universalheilmittel bei Blutarmut,
Nervenschwäche, Magen-Darm-Geschwüren und selbst bei Magenübersäuerung. Als
weitere Indikationen werden oft genannt: Arteriosklerose, Rheuma, Gicht,
Leberschwäche, Verstopfung, chronisches Asthma und Wurmleiden vor allem bei
Kindern. Einen Großteil seiner Vorzüge verdankt das Sauerkraut der
rechtsdrehenden Milchsäure, die potentiellen Krankheitserregern das Leben
schwer macht. Milchsäurebakterien beugen Fäulnis nicht nur in Sauerkraut-
produkten vor, sondern auch im menschlichen Darm. Das bei der Gärung
entstehende Acetylcholin steigert die Blutzirkulation und bringt zusammen
mit verschiedenen Faserstoffen die Darmperistaltik auf Trab. Alle milch-
sauren Erzeugnisse harmonisieren auf wunderbare Weise das Magenmilieu,
gleichgültig, ob es zuviel Säure enthält oder zu wenig. Da die Kohlenhydrate
bereits abgebaut sind, kann Milchsäure die Bauchspeicheldrüse aktivieren und
damit die übrigen Verdauungsorgane entlasten, was für Diabetiker von hervor-
ragender Bedeutung ist. Sauerkraut ist reich an Vitamin C (15 bis 20 Milli-
gramm pro 100 Gramm), das die Abwehrkraft des Körpers gegen Infektionen er-
höht. Beim Pasteurisieren wird es allerdings beschädigt. Nennenswerte Mengen
der Mineralstoffe Calcium, Kalium, Natrium, Phosphor und Eisen machen die
ernährungsphysiologischen Tugenden dieses kalorienarmen Lebensmittels
komplett.

hth

Gert
--
http://www.olbi-web.de

Gert Rudolph

unread,
Oct 22, 2003, 12:20:53 AM10/22/03
to

Hallo Werner!

Werner Fendt:

Qualitativ gutes Sauerkraut ist hell, knackig, hat einen feinsäuerlichen
Geruch und einen angenehm würzigen Geschmack. Ist es unpasteurisiert, gärt
es als lebendige Speise auch im Kühlschrank nach und sollte bald genossen
werden. Für die Verwendung in der Küche sind der Phantasie kaum Grenzen
gesetzt. Ob roh und unvermischt für die Puristen, in kalten Salaten, in
Suppen, Aufläufen, als Füllung oder auch zum Gratinieren - immer erhalten
Sie ein ebenso leichtes wie herzhaftes und wohlschmeckendes Gericht.

Der französische Naturarzt Maurice Mességué singt in seinem zum Klassiker
gewordenen Buch "Die Natur hat immer recht" ein Loblied auf den "Armendok-
tor" und "König des Gemüsegartens", den Weißkohl. Nach leidenschaftlicher
Fürsprache erweist er am Ende in knappen Worten auch dem Sauerkraut seine
Referenz. "Man tut also nur gut daran, den Kohl in all seinen Erscheinungs-
formen zu sich zu nehmen, als Saft, Rohkost, gedünstet und sogar als Sauer-
kraut, unter der Bedingung, daß man diesem äußerst gesunden Gemüse nicht
allzu viele fette Würste hinzufügt". Dem ist nichts hinzuzufügen.

Gert Rudolph

unread,
Oct 22, 2003, 1:27:34 AM10/22/03
to

Das Oberlausitzer Nationalgericht ist Leberwurst und Sauerkraut. In einem
Scherzlied heißt es:
In Oderwitz, da hats geblitzt,
da hat der Blitz ein Haus derwischt,
da hamses wieder uff gebaut,
aus Laberwurscht und Sauerkraut.

Speisekarte eines Gasthofs meines Geburtsortes Kurort Jonsdorf. Sauerkraut
ist reichlich im Angebot:
http://www.powersystem.de/dammschenke/speisekarte.htm


Schnelle Sauerkrautsuppe
Zutaten:
2 EL Butter
2 EL Mehl
1 l Fleischbrühe
300 g Sauerkraut
250 g Kasseler ohne Knochen
100 g saure Sahne
3 TL geriebener Meerrettich
schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
Die Butter in einem Topf erhitzen, das Mehl darin anschwitzen und unter
ständigem Rühren mit dem Schneebesen die Brühe zugießen.
Das Sauerkraut etwas zerschneiden und unter die gebundene Brühe rühren. 20
Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.
Das Kasseler in kleine Würfel schneiden und in die Suppe geben.
Die Sahne und den Meerrettich in die Suppe rühren und mit Pfeffer
übermahlen. Suppe nach Belieben mit Petersilie dekorieren.
Dazu schmeckt geröstetes oder getoastetes Schwarzbrot.
Zubereitungszeit 30 Minuten
Pro Portion 260 kcal

Vaiante:
4 Scheiben Toastbrot toasten und in Würfel schneiden. 100 g mittelalten
Gouda reiben. Die vorbereitete Suppe in vier feuerfeste Suppentassen füllen
und die Brotwürfel darauf verteilen. Mit dem Käse bestreuen und unter dem
vorgeheizten Grill 5-8 Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.

-----------------------------------------------------------------------------
Feiner Sauerkrautsalat
Zutaten:
500 g Sauerkraut
l rote Zwiebel (60 g)
l Kopf Radicchio (200 g)
250 g Erdbeeren
1 gelbe Paprikaschote (200 g)
4 EL gehackte Walnußkerne (50 g)

Soße:
1 Becher Creme Fraiche (200 g)
3-4 EL halbtrockener Sherry
Salz, Pfeffer
l-2 EL Honig
etwas Zitronenmelisse

Zubereitung:
Sauerkraut zerpflücken. Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben
schneiden. Radicchio waschen, trocken tupfen und in Streifen schneiden.
Erdbeeren waschen, Grün herauszupfen und Erdbeeren halbieren. Paprikaschote
halbieren, Kerne und Trennwände entfernen und die Schote waschen. In feine
Streifen schneiden.
Soßenzutaten verrühren und unter die Salatzutaten mischen oder als Haube
daraufgeben.
Mit Zitronenmelisse garnieren.

---------------------------------------------------------------------------

Sauerkraut

Sauerkraut hat nur 17 kcal/100 Gramm und kann deshalb gut in Schlankheits-
kuren eingebaut werden. Eine Portion (150 Gramm) deckt ein Fünftel des
Tagesbedarfs an Kalium sowie 10 bis 15% dessen, was der Körper an Kupfer
(ein Sechstel), Mangan (ein Siebtel) und Eisen (ein Achtel) braucht. Bei den
Vitaminen fallen enorm hohe Mengen an Vitamin K auf, die zwischen 120 und
5600 Prozent der Tagesmenge - je nach Anbaugebiet und Kohlsorte - ausmachen
können. Ansonsten enthält Sauerkraut die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin
C sowie je ein Viertel an Vitamin B 6 und Folsäure. Die Umwandlung der
essentiellen (lebensnotwendigen) Aminosäure Methionin in Zystein läuft nur
ab, wenn ausreichend Vitamin B 6, Folsäure und Vitamin B 12 vorhanden sind.
Pro Portion werden noch 2,4 Gramm Milchsäure gemessen. Für mache Personen
(z.B. bei salzarmer Diät) ist wichtig zu wissen, daß 150 Gramm Sauerkraut
540 Milligramm Natrium enthalten.

Das Wichtigste über Sauerkraut:
Seine Milchsäure ist gut für Magen und Darm, sie stabilisiert auch die
Darmflora.
Ältere Menschen sollten Sauerkraut regelmäßig essen, da es die Verdauung und
damit die Aufnahme von Biostoffen verbessert.
Es kurbelt den Eiweißstoffwechsel an und festigt das Nervenkostüm.
Sauerkraut mit Sojabohnen oder etwas Fleisch beugt der Gefäßverkalkung und
damit dem Herzinfarkt vor.
Frauen, die die Pille nehmen, sowie Frauen mit Osteoporose sollten Sauer-
kraut mindestens einmal pro Woche genießen. Das Kollagengewebe wird fest und
damit auch die Knochenstruktur.
Die Blutbildung wird gefördert.

Einkauf und Verarbeitung
Am besten im Reformhaus oder beim Biobauern kaufen. Dort ist es salzärmer
und nicht auf überdüngtem Boden gewachsen. Manche Hausfrauen wässern das
Sauerkraut vor dem Kochen, um ihm die Schärfe und das Salz zu nehmen. Damit
spült man aber wichtige Biostoffe weg, die im Wasser gelöst sind. Verzichtet
lieber auf die salzige Wurst im Kraut. Sauerkraut schmeckt roh, als Salat
angemacht sehr fein. In dieser Form ist es am gesündesten. Meistens wird es
gekocht serviert. Man sollte es jedoch nicht länger als 20 bis 25 Minuten
sanft kochen lassen - sonst wird das Kraut mitsamt den Biostoffen zerkocht.
Ist die Versorgung mit Folsäure, Vitamin B 6 und Vitamin B 12 nicht ausrei-
chend, so kann es zu Gefäßverkalkung, Knochenschwäche und Herzerkrankungen
kommen. Aufgewärmtes Kraut schmeckt besonders gut, weil es dadurch weicher
wird.

Gert
--
http://www.olbi-web.de

Ottomar

unread,
Oct 22, 2003, 2:25:32 AM10/22/03
to
Ich kann mich noch erinnern,
wie hervorragend selbsterzeugtes Sauerkraut schmeckte. Meine Oma
setzte das nämlich regelmäßig an - Kein Vergleich mit der Fabrikware,
die wir heute in den Geschäften verkauft bekommen.

Leider ist Oma schon lange tot und ihr Rezept verschollen. Da ich mir
unbeschadet der Diskussion Wirkung/Nichtwirkung auf DM aus
kulinarischen Gründen gerne mal so ein Faß selber ansetzen wollte,
komme ich auf die Ursprungsfrage zurück:

HAT JEMAND NOCH SO EIN REZEPT AUS DER GUTEN ALTEN ZEIT ???

Regina Versen

unread,
Oct 22, 2003, 9:16:02 AM10/22/03
to
Hallo Jochen,

Jochen Ruland schrieb am Mi., 22.10.2003, 03:51:

>Unfug. Was ist "leichter Diabetes"? Typ I oder Typ II?
>
>> Wer weiß was darüber?
>
>Fritze?

In dessen Kreisen existieren derartige Seuchen nicht, weil er auf seine
Ernährung achtet. Er verzehrt den Weißkohl im Ganzen und wundert sich höchstens
über Schluckschwierigkeiten.

Grüße von Regina
--


Nur wer gegen den Strom schwimmt, gelangt zur Quelle.
http://www.nuvolina.page.ms

Heidrun Pilz

unread,
Oct 22, 2003, 12:30:25 PM10/22/03
to
Ottomar schrieb in im Newsbeitrag:

[...]

>... wie hervorragend selbsterzeugtes Sauerkraut schmeckte. Meine Oma

> HAT JEMAND NOCH SO EIN REZEPT AUS DER GUTEN ALTEN ZEIT ???

10 kg Kraut (feste Köpfe, frisch geerntetes Spätkraut...)
100 g Salz
Wacholderbeeren oder Dill, Möhrenscheiben oder Apfelschnitzel
(als Gewürzbeilagen), Kümmel,

In ein Fass oder Steintopf schichtweise das kleingeschnittene Kraut einlegen,
Mit der nötigen Menge Salz bestreuen...jede Lage so lange stampfen, bis
sich Saft absondert, dann Gewürze darübergeben...

So lange fortfahren, bis das Gefäß handbreit bis unter den Rand ohne Zwischen-
raum gefüllt ist.

Ein gebrühtes Tuch über das Kraut breiten, einen flachen Teller darauf legen und mit
einem sauberen Stein beschweren.

Das Kraut bleibt so lange in der Küche stehen, bis es anfängt zu gären...(Schaum-
bildung)... dann in den Keller stellen (so man einen hat...;))

Dauert ca. 3-4 Wochen, dann sollte die Gärung abgeschlossen sein...

Bei Entnahme beachten: Die Lake sollte immer 5 cm über dem Kraut stehen...

Dann gutes Gelingen und sollte sich das wirklich auf deinen Diabetes auswirken,
dann bitte um Rückmeldung... ;-)

MfG

Heidrun


Heidrun Pilz

unread,
Oct 22, 2003, 1:04:53 PM10/22/03
to
Karl-Heinz Zeller schrieb:

> > Verbindung mit ausreichender Bewegung kann das einen leichten
> > Diabetes (Typ2) in Grenzen halten.
>

> Da die Existenz eines "leichten" Diabetes angezweifelt wird,
> sollten wir es vielleicht einen "nicht insulinpflichtigen Typ 2
> Diabetes" nennen.

Ein tablettenpflichtiger Typ 2 ist auch nicht mehr "leicht", eher der noch
nicht tabletten- und insulinplichtige Diabetiker, also mit gestörter Glucose-
toleranz, der seinen Diabetes ohne Medikamente *managen* kann...
da hilft Sauerkraut sicher...;-)... oder ?

Ich kenne einige Typ 2b, die am Tag vor der Blutabnahme vermehrt Sauer-
kraut essen, um zu besseren Werten zu gelangen...(?)...;-)

Vielleicht haben sie das von ihrer Oma gehört...;-)?...

Grünen Bohnen und Spargel sagt man solch eine Wirkung auch nach...
Tobinambur soll gut sein für Diabetiker... anstelle von Kartoffeln-->? schmeckt
nicht besonders gut...;-(

MfG

Heidrun

Jochen Ruhland

unread,
Oct 22, 2003, 12:23:28 PM10/22/03
to
Hi,

"Ottomar" <ottomar...@schering.de> schrieb:


> HAT JEMAND NOCH SO EIN REZEPT AUS DER GUTEN ALTEN ZEIT ???

nichts leichter als das ... du kennst google?

http://www.schniedershof.de/m2631.html

Sauerkraut selbstgemacht
Zum Selbsteinsäuern besorge man sich in richtiger Art herangezogene
Krautköpfe. Kunstgedüngter Kohl ergibt keine haltbare Ware. Die wichtigen
Milchsäurebakterien werden geschädigt durch künstliche Stoffe (Salpeter,
Essigsäure, Schädlingsbekämpfungsmittel usw.), die noch in Spuren an den
Kohlköpfen haften. Zum Einlegen kann man sehr gut alte Steinguttöpfe
benutzen.

Die gut abgelagerten, mindestens zehn Tage alte Krautköpfe werden nun
geputzt, halbiert, die dickten Storzen herausgenommen und das Kraut
gehoberlt. Wenn Hobel oder Haushaltsmaschine fehlt, kann man auch einmal
aushilfsweise den Brotschneider benützen. Der Boden des Gefäßes wird mit
einigen Krautblättern belegt. Darüber kommt eine etwa 8 cm hohe Lage
feingehobeltes Kraut, dann eine kleine Handvoll Wacholderbeeren, einige
feingehobelte säuerliche Äpfel, streifig geschnittene Zwiebeln nach
Möglichkeit unausgereifte saure Weinbeeren (davon kann man auch auf den
Boden des Gefäßes verteilen, es fördert die Gärung), eine Handvoll kleine
Meerrettischwürfel und Salz. Hiervon aber nicht mehr soviel wie früher
üblich, sondern 10 bis 15 g auf das Kilo Kraut. Nach jeder Lage wird tüchtig
mit dem Stampfer gestampft.

Man fährt so fort, bis der Topf voll ist. Es dürfen keine Lücken entstehen.
Zuobertst legt man einige Krautblätter und ein gebrühtes Tüchlein, darauf
ein Holzbrettchen oder einen umgekehrten Teller und einen umgekehrten Teller
und einen schweren Stein, den "Sauerkrautstein". Es sollte ein Kieselstein
sein, kein Sandstein, weil dieser zerbröckelt.

Das eingelegte Kraut bleibt nun in einem Raum zwischen 16 und 18 grad
stehen. Weniger Temperatur behindert die Gärung. Zu ihrer Beschleunigung
kann man dem Kraut 1 Teelöffel saure Milch oder 1/2 Teelöffel Zucker
zusetzen. Nicht empfehlenswert ist der Zusatz von Hefe oder Sauerteig, weil
dann nicht die typische Milchsäuregärung entsteht. Wenn man am 2. Tag noch
einmal stampft, bildet sich schneller Saft. Wenn sich nach 3 Tagen noch
keine Flüssigkeit gebildet hat, kann man soviel frisches Wasser zugießen,
bis es leicht über dem Kraut steht. Die Gärung dauert 3 bis 4 Wochen.
Dazwischen wird ab und zu die schleimige Haut abgenommen und nötigenfalls
etwas Wasser nachgefüllt.

Soll das Kraut einen besonderes feines Aroma erhalten, kann man nach der
Gärung eine Tasse Apfelsaft mit dem Saft einer Zitrone darübergießen.

Jochen

Hans Andriessen

unread,
Oct 22, 2003, 2:37:22 PM10/22/03
to
Ottomar schrieb:

Hmmm, ich vesuch mich mal zu erinnern..
Sauerkraut kleinhobeln. (Hobel kann ich noch beschreiben)
Mit den Füßen eine Handbreit hohe Lage ins Faß einstampfen bis es
feucht wird.
Eine Handvoll Salz dazu (ja war ein sehr großes Fass), nach Geschmack
Lorbeerblätter und Lorbeernelken dazu.
Das Kraut mit einem Leinentuch zudecken, mite einem Schlüßigen
zweigeteilten Brett belegen, und darauf ein schwerer glattfächiger
Stein.


Tschau
Hans
--
Ein Betriebssystem, sie zu knechten, sie alle zu finden,|
Fido:2:244/1634.2
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden | HAM: DK3CJ(@DB0GV)
Im Lande Redmond, wo die Schatten drohn. | Location: JO40jd
(frei nach J. R. Tolkien) | Using OS/2 V4.51

Michael Wäsch

unread,
Oct 25, 2003, 11:57:01 AM10/25/03
to
Hi,

> Ich kenne einige Typ 2b, die am Tag vor der Blutabnahme vermehrt Sauer-
> kraut essen, um zu besseren Werten zu gelangen...(?)...;-)

Oder man spritzt sich den akut hohen BZ einfach vorher weg oder Schnaps
etc.pp. Nur leider wird der Langzeitzucker davon auch nicht besser.

Grüße,

Michael


richard wagner

unread,
Oct 25, 2003, 4:38:02 PM10/25/03
to
On Wed, 22 Oct 2003 20:37:22 +0200
Hans Andriessen <HAndr...@t-online.de> wrote:

> Sauerkraut kleinhobeln. (Hobel kann ich noch beschreiben)
> Mit den Füßen eine Handbreit hohe Lage ins Faß einstampfen bis es
> feucht wird.

*gggggg*

Richard

richard wagner

unread,
Oct 25, 2003, 4:33:31 PM10/25/03
to
On 21 Oct 2003 23:25:32 -0700
ottomar...@schering.de (Ottomar) wrote:

Moin moin,

> Ich kann mich noch erinnern,
> wie hervorragend selbsterzeugtes Sauerkraut schmeckte. Meine Oma
> setzte das nämlich regelmäßig an - Kein Vergleich mit der Fabrikware,
> die wir heute in den Geschäften verkauft bekommen.

Ich kann mich noch erinnern wie bei "exSchwiegerpapa" so ein Blick ins Sauerkrautfass aussah! Zum Kotz....., abber geschmeckt hast das Zeug super, am besten kalt ala "Rohfraß". :-)))

Richard

richard wagner

unread,
Oct 25, 2003, 4:36:10 PM10/25/03
to
On Wed, 22 Oct 2003 18:30:25 +0200
"Heidrun Pilz" <hei...@gmx.de> wrote:


Moin moin,

> Ein gebrühtes Tuch über das Kraut breiten, einen flachen Teller darauf legen und mit
> einem sauberen Stein beschweren.
>
> Das Kraut bleibt so lange in der Küche stehen, bis es anfängt zu gären...(Schaum-
> bildung)... dann in den Keller stellen (so man einen hat...;))

Geeenauuu und das sieht wenig appetiedlich aus, aber lecker.:-)

Richard

richard wagner

unread,
Oct 25, 2003, 4:50:47 PM10/25/03
to
On Thu, 23 Oct 2003 16:30:07 +0200
Karl-Heinz Zeller <KH.Z...@web.de> wrote:

Moin moin,

> Hilft Sauerkraut sicher? Ich bin da kein Experte,

Dazu mal ein altes "Rezept" von einer "OMA nebenan" in meiner Jugendzeit.

Petersilie in Doppelkorn eingelegt, ne Zeit lang ziehen lassen, Filtern und vom Sud jeden tag ein paar Gläschen. Das hilft gegen Zucker. :-)

Doppelkorn ohne Petersilie sollte allerdings den BZ genau so senken.:-)))

Ob die Frau Diabetikerin war? Aber die hatte mit 90 noch alle eigenen UND gesunde Zähne! Nach jeder Mahlzeit einen harten Apfel und nen Köm vor dem Runterschlucken durch dir Zähne spühlen. Das war alles, nach eigener angabe hat SIE nie die Zähne geputzt!

Ob das jetzt alles stimmt? Ich kenne es halt nur so aus der Nachbarschaft b.z.w. ihren eigenen (?) Lügengeschichten.

Gruß Richard

richard wagner

unread,
Oct 25, 2003, 4:42:20 PM10/25/03
to
On 22 Oct 2003 13:16:02 GMT
regina...@aol.com (Regina Versen) wrote:


Moin moin Regina,

> In dessen Kreisen existieren derartige Seuchen nicht, weil er auf seine
> Ernährung achtet. Er verzehrt den Weißkohl im Ganzen und wundert sich höchstens
> über Schluckschwierigkeiten.

Falsch, es gibt dort keine Diabetiker, di es dort gab, sind der "natürlichen Auslese" zum Opfer gefallen! :-)

Richard

Heidrun Pilz

unread,
Oct 25, 2003, 6:38:54 PM10/25/03
to
Hallo Michael,

Michael Wäsch schrieb im Newsbeitrag:

[...Typ 2b]

> Oder man spritzt sich den akut hohen BZ einfach vorher weg oder Schnaps
> etc.pp. Nur leider wird der Langzeitzucker davon auch nicht besser.

... entschuldige, es geht hier um einen *sogenannten* "leichten" Diabetes, also,
den noch nicht tabletten- und insulinpflichtigen... ;-)

Da kann man eben nicht *wegspritzen*..., nein...;-) und Sauerkraut hilft sicher auch
dann nur für gute BZ-Werte, wenn man damit eine Mahlzeit *ersetzt*..., z.B. das
Abendbrot vor der *Blutentnahme*... ;-)

Die Langzeitwerte bekommt man aber nur *geregelt*, wenn man sich nicht selbst
betrügt, wem nützt das aber...? ... Dem Doc tut man damit bestimmt keinen Ge-
fallen... dem ist es sicher egal... er verordnet eben dann Tabletten...

Bewegung kann er ja nicht *verordnen*, das muss jeder für sich selbst entscheiden
und kein Doc wird es je *kontrollieren*... ;-)

Aber ein *gut* informierter Diabetiker weiss, was zu tun ist, ob er es tut, ist seine
eigene Entscheidung. Ich habe mich jedenfalls entschieden, im Sinne meines
eigenen Wohlbefindens...:-)

Schönes Wochenende

MfG
Heidrun

Michael Wäsch

unread,
Oct 25, 2003, 6:49:03 PM10/25/03
to
Hi,

> Da kann man eben nicht *wegspritzen*..., nein...;-) und Sauerkraut hilft
sicher auch
> dann nur für gute BZ-Werte, wenn man damit eine Mahlzeit *ersetzt*...,
z.B. das
> Abendbrot vor der *Blutentnahme*... ;-)

Wie wärs dann mit zum Arzt laufen statt mit dem Auto zu fahren?

> Aber ein *gut* informierter Diabetiker weiss, was zu tun ist, ob er es
tut, ist seine
> eigene Entscheidung.

Das trifft auf alle Typen des DM zu.

Grüße,

Michael


Hans Andriessen

unread,
Oct 26, 2003, 4:49:45 AM10/26/03
to
richard wagner schrieb:

<bg>
Ich stell mir gerade vor wie du dir vorstellst wie es zwischen den
Zehen hochquatschelt...
<bg/>
Und jetzt stell dir mal nen Pimpf vor der gerade malmit seitlich
ausgestreckten Armen den Rand des Fasses erreichen kann...

Gert Rudolph

unread,
Oct 26, 2003, 5:16:31 AM10/26/03
to

Hans Andriessen:

>Und jetzt stell dir mal nen Pimpf vor der gerade malmit seitlich
>ausgestreckten Armen den Rand des Fasses erreichen kann...

Nach dem Kriege diente eine meiner Tanten bei einem Bauern im Dorfe Des
Bauers Töchterlein war meine Klassenkameradin. Wir waren damals neun Jahre
alt. Nach der Schule begleitete ich öfters die Bauerntochter nach Hause,
Hoffnung habend, dass mir meine Tante etwas Essbares zustecken würde. Eines
Tages lud mich die Bauerntochter mit einem freundlichen Gruß ihrer
Großmutter zum Mittagessen ein. Mein Herz machte Freudesprünge und mein
Magen knurrte voller Vorfreude. Es gab Rühreier, Spinat und Speckmauke. Ich
fühlte mich im siebenten Himmel. Doch nach diesem opulenten Mahl kam die
böse Überraschung. Die Großmutter griff mich, schleppte mich ins Gewölbe,
zog mich splitterfasernackt aus und setzte mich in eine bereits gefüllte
Zinkbadewanne. Dann wurde ich von Kopf bis Fuß gründlich abgeschruppt. In
einem daneben stehenden Badezuber geschah gleiches mit meiner Klassen-
kameradin. Dann wurden wir beide in ein großes Holzfass gehoben, mussten uns
an den Händen fassen und im Kreis treten. Zwei Mägde hobelten Weißkraut, die
Großmutter gab es ins Fass und wir sollten das Kraut festtreten. Ab und zu
mussten wir stehen bleiben, dann streute die Großmutter Salz auf das Kraut.
Ich wußte nicht, wohin ich schauen sollte, denn ich schämte mich vor meiner
Klassenkameradin sehr.

Gert
--
Hinweis: Post an die eMailadresse im From wird ungelesen entsorgt. Reply-To
funktioniert. Permanent werden gefiltert: unvollständige Namen, Kleinschreiber
und Wadenbeißer.
http://www.olbi-web.de

Heidrun Pilz

unread,
Oct 26, 2003, 9:01:41 AM10/26/03
to
Hallo Michael,

Michael Wäsch <miwa...@web.de> schrieb:


> Wie wärs dann mit zum Arzt laufen statt mit dem Auto zu fahren?

Aber klar doch, ICH TUE DAS...;-)--> 400 m ja, ist keine Leistung, aber ein
Anfang...;-)

> Das trifft auf alle Typen des DM zu.

...aha, es soll aber Typ 1 geben, die sogar zum Briefkasten mit dem Auto
fahren... frei nach Churchill: *Sport ist Mord*...;-)


MfG
Heidrun P.

Michael Wäsch

unread,
Oct 26, 2003, 7:03:31 PM10/26/03
to
Hi,

> Aber klar doch, ICH TUE DAS...;-)--> 400 m ja, ist keine Leistung, aber
ein
> Anfang...;-)

Unter Fremdinsulin reicht mir das um 100 mg/dl runter zu kommen. Unter
Eigeninsulin ist der Effekt natürlich abgeschwächt. Da muß ich dann 800 m
laufen ;))

> ...aha, es soll aber Typ 1 geben, die sogar zum Briefkasten mit dem Auto
> fahren... frei nach Churchill: *Sport ist Mord*...;-)

So habe ich das in meiner sorgenfreien Zeit auch gehandhabt .))

Grüße,

Michael

Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim
Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.
Albert Einstein


Reindl Wolfgang

unread,
Nov 6, 2003, 7:41:05 PM11/6/03
to
Karl-Heinz Zeller wrote:


> > ("Leichte Diabetes" ist wie "ein bißchen schwanger")

ACK

> Gemeint sind wahrscheinlich */nicht/* /insulinpflichtige/
> /Typ-2/.

Genau das ist das Problem der populären Ansicht:

"schwere" [sic!] "Diabetis" [sic!] leigt dann vor, wenn "der Zucker"
[sic!] mit Insulin behandelt werden muß, wenn kein Insulin notwendi
ist (also bei vielen Typ 2) - dann handelt es sich um eine "leicht"
Form "der Diabetis" [sic!].

Dabei ist Typ 2 eine genauso ernste Erkrankung wie Typ 1. Nur hat der
Typ 1 Diabetes bei unzureichender Behandlung sehr schnell dramatische
Auswirkungen, Typ 2 dagegen nicht. Im Gegenzug starten viele Typ 2
Diabetiker schon mit mehr oder weniger fortgeschrittenen Folgeschäden
in ihr Dasein als behandelte Diabetiker und haben daräberhinaus (und
ursächlich mit ihrem DM 2 zusammenhängend) noch eine Reihe
Risiko-Faktoren für die Entwicklung von Folgeschäden. Darum ist bei
Typ 2 Diabetikern eine gute Stoffwechselführung genauso wichtig wie
für Typ 1. Leider ist gerade bei den Typ 2 diese gute
Stoffwechselführung oft wesentlich schwerer zu erreichen als bei den
Typ 1.

Wolfgang

Oliver Much

unread,
Nov 7, 2003, 6:16:45 AM11/7/03
to
Reindl Wolfgang <wolfgan...@uibk.ac.at> writes:

> "schwere" [sic!] "Diabetis" [sic!] leigt dann vor, wenn "der Zucker"
> [sic!] mit Insulin behandelt werden muß, wenn kein Insulin notwendi
> ist (also bei vielen Typ 2) - dann handelt es sich um eine "leicht"
> Form "der Diabetis" [sic!].

"Du, ich habe leichten Zucker."
"Prima, dann sparst Du ja bald das Geld für neue Schuhe und Brillen".

richard wagner

unread,
Nov 7, 2003, 12:22:05 PM11/7/03
to
On Fri, 07 Nov 2003 01:41:05 +0100
Reindl Wolfgang <wolfgan...@uibk.ac.at> wrote:

Moin moin Wolfgang,

> Darum ist bei
> Typ 2 Diabetikern eine gute Stoffwechselführung genauso
> wichtig wie für Typ 1. Leider ist gerade bei den Typ 2
> diese gute Stoffwechselführung oft wesentlich schwerer zu
> erreichen als bei den Typ 1.

Darum ist es von den Ärzten b.z.w. Schulungspersonal
unverantwortlich Typ2 Diabetikern einzureden, "ist ja nicht
so schlimm, sie brauchen nur Tabletten und essen Sie mal
keinen Zucker mehr"! :-( Es ist absolut nicht verwunderlich
das die Kosten für Diabetiker immer schneller steigen, wenn
den Diabetikern nicht das richtige Werkzeug zu einer Guten
DM Einstellung in die Hand gegeben wird.

Dieses Werkzeug nennt sich Schulung, eine gute Schulung und
die kostet! Wozu Geld ausgeben, wenns "eh nicht soooo
schlimm ist".......Da wird wie so oft am falschen Ende
gespart!

Richard

Ingrid Benerts

unread,
Nov 8, 2003, 6:18:00 PM11/8/03
to
from: Phy...@veronika.ftn.de (Ingrid Benerts)

Hallo richard,

>Dieses Werkzeug nennt sich Schulung, eine gute Schulung und
>die kostet! Wozu Geld ausgeben, wenns "eh nicht soooo
>schlimm ist".......Da wird wie so oft am falschen Ende
>gespart!

Du kannst nur schulen, wer schulungsfaehig und schulungswillig ist.
Manchen kannste jeden Tag das gleiche runterbeten und die sagen ganz
erstaunt: "ach ja?" Und dann darfst Du nicht vergessen, dass viele von
ihren Gewohnheiten nicht anweichen koennen/wollen.
Ich frage mich ernsthaft, ob es gelegentlich nicht sinnvoller ist, den
Pastor das Sonntags von der Kanzel predigen lassen, als sich selbst 1
Stunde Muehe zu geben fuer absolut Null.


.. und Tschuess

Ingrid

Fido: 2:2449/184.24
2:2468/6020.15
E-Mail: Phy...@veronika.ftn.de

Ulrich Wissner

unread,
Nov 9, 2003, 6:29:05 PM11/9/03
to
"Ingrid Benerts" <Ingrid....@veronika.ftn.de> schrieb:

>from: Phy...@veronika.ftn.de (Ingrid Benerts)
>
>Hallo richard,
>
>

>Du kannst nur schulen, wer schulungsfaehig und schulungswillig ist.
>Manchen kannste jeden Tag das gleiche runterbeten und die sagen ganz
>erstaunt: "ach ja?" Und dann darfst Du nicht vergessen, dass viele von

Hallo Ingrid,
ich habe gerade eine Schulung mitgemacht und muss sagen, dass von 8
Teilnehmern zumindest 5 eigentlich ganz gut bei der Sache waren und
mir recht "schulungswillig vorkamen. Ich meinerseits hab sehr genau
zugehört und versuche mich soweit wie möglich daran zu orientieren.
Oft liegt es aber auch am "Lehrenden", wenn der Erfolg nur mässig ist.

Gruß
Ulli

>ihren Gewohnheiten nicht anweichen koennen/wollen.
>Ich frage mich ernsthaft, ob es gelegentlich nicht sinnvoller ist, den
>Pastor das Sonntags von der Kanzel predigen lassen, als sich selbst 1
>Stunde Muehe zu geben fuer absolut Null.

Absolut Null glaub ich eigentlich nicht.
Und wer nicht will.......


>
>
>.. und Tschuess
>
>Ingrid
>
>Fido: 2:2449/184.24
> 2:2468/6020.15
>E-Mail: Phy...@veronika.ftn.de

***** Gruesse aus dem Nordschwarzwald *****
Ulli

Ingrid Benerts

unread,
Nov 10, 2003, 6:57:00 AM11/10/03
to
from: Phy...@veronika.ftn.de (Ingrid Benerts)

Hallo Ulrich,

>ich habe gerade eine Schulung mitgemacht und muss sagen, dass von 8
>Teilnehmern zumindest 5 eigentlich ganz gut bei der Sache waren und
>mir recht "schulungswillig vorkamen. Ich meinerseits hab sehr genau

>zugehoert und versuche mich soweit wie moeglich daran zu orientieren.
>Oft liegt es aber auch am "Lehrenden", wenn der Erfolg nur maessig
>ist.


8 Personen, das ist eine kleine Gruppe. Alles nur Typ 2?
In der Gruppe, wo ich zugehoert hatte, waren es 17. Alles Typ 2. Der
Referent hat sich allergroesste Muehe gegeben, muss ich schon sagen. Zum
Schluss konnten dann Fragen gestellt werden.
Und da meldet sich eine aeltere Dame: " mich haben sie (die Aerzte) im KH
total versaut und einen Pankreasabszess uebersehen. Dann mussten sie den
Pankreas herausnehmen, ich bekam Rhythmusstoerungen und jetzt muss ich 30
Tabletten am Tag nehmen und Kompressionsstruempfe tragen....
Das ging dann so weiter durch ihre ganze Krankengeschichte. Die
entscheidende Frage war dann, warum sie die 30 Tabletten nehmen soll und
dann noch immer Traubenzucker bei sich haben. Dann darf sie nichts
Gebratenes essen, wegen der Galle und noch so einige Dinge.
Eine andere bemerkte, dass noch nicht einmal die Schwetern mit ihrem
Testgeraet klar kaemen. Sie muesse deswegen auf jeden BZ-Test verzichten.
Ihre Frage war, warum sie unterzuckere, wo doch die Schwestern ihr immer
sagen wuerden, was und wieviel sie essen duerfe. Sie hat darauf hin einen
neuen Accu Check bekommen. Testen? Warum? Das Essen kaeme doch fertig aus
der Kueche und die Schwestern wuerden ihr sagen, wieviel sie spritzen
solle.

>Absolut Null glaub ich eigentlich nicht. Und wer nicht will.......

Ich hatte so den Eindruck. Dabei hat der Referent das sehr gut gebracht,
Overhead-Folien als Demonstration. Fuer jedes Insulin die Wirkkurve und
dann das Kurzzeitinsulin ueber die Kurve des Langzeitinsulins gelegt.
Die Mahlzeiten waren auf 1200 Kcal berechnet, weil alle uebergewichtig
waren. Bei "mag ich nicht, darf ich nicht, kann ich nicht" wurde ich dann
entlassen - leider. Einerseits war ich froh, denn man kann unmoeglich fuer
alle Variationen eine Loesungsvariate bringen, andererseits haette es mich
doch interessiert, wie der Diabetologe das gemeistert hat. Eine
Naehrwerttabelle hatte aber keiner und konnte damit auch nicht umgehen.
Ich bezweifele, dass die 10 Stunden auch nur einem der Runde etwas
gebracht hat. Die Vortraege waren ausgezeichnent, da gibt es kein Vertun,
nur die Leute konnten nicht geistig folgen.

richard wagner

unread,
Nov 10, 2003, 5:12:31 PM11/10/03
to
On Mon, 10 Nov 2003 00:29:05 +0100
Ulrich Wissner <ne...@uwissner.de> wrote:

Moin Ulrich,

> Oft liegt es aber auch am "Lehrenden", wenn der Erfolg nur
> mässig ist.

Das ist halt ein großes Problem! All zu oft wird nur wtwas
über fettarme Kost und "Sie müssen Abnehmen" geredet. Das
ist einfach zu knapp gehalten!Das WARUM dieses so wichtig
ist, muß Durch / herüberkommen und dazu muß schon etwas ins
"Eingemachte" des Stoffwechsels gegangen werden, so eine
schulung braucht dann halt ein paar Stunden mehr, etwa
150..++ Stunden! Ganz leicht ist das dann auch nicht zu
verdauen und viele Typ2 sind nicht mehr die Jüngsten.

Aber, ich wähle mal den Adolf(als Beispiel) , der ist auch
schon im späten Mittelalter und Liselore um Längen
(Altersmäßig) voraus. Na der kann aber Posten und hat
seinem DM auch ganz gut im Griff! :-))

Nicht alle Typ2 sind Asbach uralt, nicht alle auch wenn
schon im fortgeschrittenem alter senil!

Allerdings, diese schon beinahe Sprichwörtliche Fette
Schlampe neben mir im Wartezimmer mit ihrem berühmten
Spruch, "ich ab es ja nicht so schlimm, ich brauche nur
Tabletten UND Fresse Pralinen haufenweise, mein Zucker ist
NIE unter 400"....???

SO selber genau erlebt, SO selber ähnlich haufenweise
erlebt!

SO selber etwa zu 98% gegenüber (selber bekannten "gut
informierten/Eingestellten" Typ2)! Ihr Typ2 welche hioer in
dieser NG mitmacht, braucht doch schon beinahe keine Hilfe
mehr weil IHR es gerafft habt das IHR euch selber kümmern
müßt!

Kein DMP, kein Hausarzt, kein Facharzt, keine KK hann es
schaffen gegen Dummheit (falsch) , es gibt auch
intilligente "Dumme" = Unvermögen anzustinken! Gegen
wirklich "Unterbemittelte" natürlich auch nicht. :-((

Nur weil es aus Sicht der Ärzte, die schlaue Patienten nicht
gerade lieben und Kassen die Schulungskosten einsparen
möchten, Schulungen knapp gehalten werden, Patienten
vorsätzlich Verdummt werden, kann man daraus kaum schließen
wie groß die Gruppe der "Echten DUMMEN" wirklich ist!

> Oft liegt es aber auch am "Lehrenden", wenn der Erfolg nur
> mässig ist.

EBEN! Man kann wenn man will und seine Hausaufgaben
ordentlich vorbereitet, auch Menschen welche nicht 5 x abi
und im selben Jahr ihren Doc gemacht haben, ne Menge
beibringen. Es muß nur richtig rüber gebracht werden und in
der Umganssprache ervolgen.

Da ist noch sehr viel Nachhilfearbeit nötig!

Ricchard

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