Ich verfolge schon länger eurer NG und finde die meisten Themen sehr
interesant.
Nun aber zu meinem Problem:
Meine Tochter (12 Jahre), seit ihrem 6. Jahr Typ 1 und seit 3 1/2 Jahren
auf Intensiv
Therapie, hat Verhärtungen in beiden Oberarmen und -schenkel vom
spritzen.
Gibt es vielleicht eine Salbe, womit diese schneller wieder
verschwinden?
Das massieren nach dem Spritzen haut irgendwie nicht richtig hin.
Mit besten Grüßen, Klaus
Als Creme oder Salbe : Heparin 30.ooo mit Massage
Spritzstellen ständig wechseln. Bei Kindern kann man das
mit Hilfe eines aufgemalten Rasters tun.
Des weiteren müßte man klären ob irgendwelche Insulinunverträglickeiten
bestehen. Welches Insulin wird verwendet ?
Grüße HEIKO
>Nun aber zu meinem Problem:
>Meine Tochter (12 Jahre), seit ihrem 6. Jahr Typ 1 und seit 3 1/2 Jahren
>auf Intensiv
>Therapie, hat Verhärtungen in beiden Oberarmen und -schenkel vom
>spritzen.
>
>Gibt es vielleicht eine Salbe, womit diese schneller wieder
>verschwinden?
>Das massieren nach dem Spritzen haut irgendwie nicht richtig hin.
Das sind Spritzknubbel, die Du beschreibst. Insulin ist eine sehr stark
anabole Substanz. Immer wieder an die selbe Stelle gespritzt, führt
es zur örtlichen Fettzellmast, aus der dann auch noch, wenn immer
wieder rein gespritzt wird, die Insulin-Resorption unberechenbar wird.
Vor ein paar Monaten habe ich angeregt, es gibt keine bessere Methode
als das Wegmassieren (egal mit welchem Oel - im Sauerland würde man
Ballistol nehmen ;-).
... und im übrigen mit einem fixen Sytem die Spritzstellen variieren.
Der Oberarm als Injektionsstelle wird nicht gebraucht. Der Bauch (auch
durchs Hemd gespritzt - keine Infektionsgefahr, das ist publiziert) bietet
ein Riesenareal, um Spritzknubel zu vermeiden. Sissy - liest Du mit?
Hat einer das mal mit dem Wegreiben von Spritzknubbeln versucht? Ich
hab das damals mal so vorgeschlagen, weil es aus meiner Sicht keine
spezifische Salbe geben kann. Würde mich schon interessieren, ob der
Weg taugt.
Andere Frage: Wie schnell gehen Spritzknubbel ohne alles Zutun wieder
weg? Wer hat Erfahrung? Das ist ein ganz heißes FAQ-Thema!!!
Tschüß, Ulrich
Auch ich kenne dieses Problem mit den verhärteten Einstichstellen ,
da ich intensiv eingestellt bin ,d.h. ziemlich oft spritze , bleibt das
leider nicht aus.
Versuche es doch mal mit einer ganz einfachen Methode, ich halte beim
Duschen den Wasserstrahl auf die betroffen Stellen , somit werden diese
kräftig massiert und durchblutet , aber Vorsicht wenn man gerade erst
gespritzt hat ,denn dann beschleunigt es die Wirkung des Insulins doch
sehr.
Schöne Grüsse Ulla Lüdiger
Hallo Klaus,
habe bis vor ca. 5 Jahren auch in Oberschenkel und -arm gespritzt mit genau
dem gleichen Erfolg.
Seit dem gebe ich mir die Injektionen ausschließlich in den Bauch; ist am
Anfang zwar etwas ungewohnt, grundsätzlich ist diese Gegend aber
unempfindlicher gegen Schmerzen, es kommt zu keinen Verhärtungen, da das
"Spielfeld" groß genug ist und die Insulinaufnahme ist gleichmäßiger und
weniger von körperlicher Bewegung beeinflußt. Außerdem ist die
Wahrscheinlichkeit aus Versehen in eine Vene zu treffen viel geringer.
Praktisch ist die Stelle auch, weil man sich schnell mal im Stehen die Nadel
geben kann (nur eben das T-Shirt ein Stück aus der Hose ziehen) oder auch
unbemerkt im Sitzen (Kino, Restaurante etc.).
Du mußt nur aufpassen, nicht zu nahe am Nabel zu spritzen, da diese Gegend
sehr gut durchblutet ist und das Insulin dadurch im ungünstigen Fall zu
schnell wirken kann.
Die Verhärtungen an den Armen und Beinen vergingen bei mir nach einer
gewissen Zeit von selbst.
Grüße Tom!
na sowas. Ich habe schon lange nichts mehr von Dir gehoert.
Und jetzt lese ich von Dir in der Newsgroup.
Und da heisst es immer Computerfreaks vereinsamen.
C.U.
Matthias
--
--------
mailto:gera...@gmx.net
http://www.privat.wmo.de:8080/~m_rudde
ICQ UIN 4321154
Für die zahlreichen Antworten und Tips möchte ich mich im Namen meiner
Tochter
herzlich bedanken.
Grüße Klaus
Bei Kinder sind diese Verhaertungen insbesondere zu beobachten, wenn
haeufig in die selbe Stelle gespritzt wird. Kinder lieben es oft,
immer die gleiche, oft nur 5 Mark-Stueck-grosse Stelle zu spritzen.
Wenn dem bei Deiner Tochter so sei, dann hilft nur: Spritzstellen
wechseln, wechseln, wechseln (abends auch mal an die Gesaessseiten
kurz unterm Hueftknochen spritzen und v.a. morgens Spritzstellen am
Bauch verwenden - zwei Finger vom Nabel Abstand halten) und die
verhaerteten Stellen voellig in Ruhe lassen. Es dauert - bei Schonung
der verhaerteten Stellen - meist sehr lange, bis eine Besserung
auftritt.
Das Nicht-in-die-Verhaertungen-Spritzen ist noch aus einem anderen
Grund wichtig: Oft wird das in verhaertete Stellen gespritzte Insulin
nur schlecht bzw. unkalkulierbar resorbiert (in die Blutbahn
aufgenommen) und es resultieren unverstaendliche
Blutzuckerschwankungen daraus,
Wolfgang
Diabetes Zentrum Mergentheim
> leider gibt es keine Salbe, die die Verhaertungen wegzaubert,
> massieren hilft leider auch nichts.
Naja, wenn die Verhärtung noch nicht allzu wild ist, kann man diese mit
Lasonil (Bayer) recht gut wegkriegen, das ist eine
Heparinoid-Hyaluronidase-Salbe, ich bekam die meinigen am Bauch damit sehr
gut weg (etwa nach 1/2 Jahr). eine alte Verhärtung aus Jugendtagen dagegen
war damit nicht wirklich zu beeindrucken.
Ich täts probieren, Nebenwirkungen hat's, zumindest bei mir, keine gehabt.
>
> Das Nicht-in-die-Verhaertungen-Spritzen ist noch aus einem anderen
> Grund wichtig: Oft wird das in verhaertete Stellen gespritzte Insulin
> nur schlecht bzw. unkalkulierbar resorbiert (in die Blutbahn
> aufgenommen) und es resultieren unverstaendliche
> Blutzuckerschwankungen daraus.
Blöd ist nur, wenn man wie ich sehr leptosom ist, dann hat man bald keine
geeigneten Stellen mehr, in diesem Fall hat nur die Pumpe mit weichen
Teflonkathedern was gebracht, jetzt hängt das Ding an den wildesten
Stellen.
Tschau
eRIK
>Du mußt nur aufpassen, nicht zu nahe am Nabel zu spritzen, da diese Gegend
>sehr gut durchblutet ist und das Insulin dadurch im ungünstigen Fall zu
>schnell wirken kann.
Hallo,
mich interessieren praktikable Alternativen zur Beschleunigung der Resorption
traditioneller Human-Insuline, wenn jemand keine Insulinoide (sog. Analog-
Insuline) benutzen möchte.
Wovor Thomas eigentlich warnt, kann das empfohlen werden, um z.B. die
vermehrte morgendliche subcutane Insulinresistenz zu überwinden ?!
Wer hat Erfahrungen mit dem SBA (Spritz-Bauchnabel-Abstand ;-) ?
Tschüß, Ulrich
Hallo!
>Wer hat Erfahrungen mit dem SBA (Spritz-Bauchnabel-Abstand ;-) ?
Die Natur hat diese Stelle extra für Diabetiker markiert - ich spritze
genau in den Bauchnabel. Man kann auch einen Korken draufstecken und
bei Bedarf Insulin mit einem Trichter nachfüllen...
ich habe aber auch von Fällen gehört, die immer 2 Daumenbreit um den
Nabel herumspritzen (-> diese Irren!)
Gruß
Michae...@kronach.baynet.de
http://www.kronach.baynet.de/~mlbirke0
IRC: Longasc - ICQ: 8624167
On 1998-03-14 Michae...@kronach.baynet.de said:
>Newsgroups: de.sci.medizin.diabetes
Hallo NG!
>Die Natur hat diese Stelle extra für Diabetiker markiert - ich
>spritze genau in den Bauchnabel. Man kann auch einen Korken
>draufstecken und bei Bedarf Insulin mit einem Trichter nachfüllen...
Ich würde das keinem raten!!
>ich habe aber auch von Fällen gehört, die immer 2 Daumenbreit um den
>Nabel herumspritzen (-> diese Irren!)
Die Mindestspritzentfernung zwei Finger um den Nabel ist wohl das
Richtige, und wer da der Irre ist??? lasse ich der NG beurteilen.
MfG Engelbert
>Die Mindestspritzentfernung zwei Finger um den Nabel ist wohl das
>Richtige, und wer da der Irre ist??? lasse ich der NG beurteilen.
Anscheinend ist hier mehreren Diabetikern komplett der Sinn für Ironie
abhanden gekommen - offensichtlicher geht das doch nicht... :-/
Das ist schon irgendwo traurig... <s>
On 1998-03-14 Michae...@kronach.baynet.de said:
Hallo Michael!
>>Die Mindestspritzentfernung zwei Finger um den Nabel ist wohl das
>>Richtige, und wer da der Irre ist??? lasse ich der NG beurteilen.
>Anscheinend ist hier mehreren Diabetikern komplett der Sinn für
>Ironie abhanden gekommen - offensichtlicher geht das doch nicht...
>:-/ Das ist schon irgendwo traurig... <s>
Das mit dem Korken war ja offensichtlich, aber direkt in den Nabel
zu spritzen kann ja doch einE JungdiabetikerIn mißverstehen, und
was dann?
MfG Engelbert
ev...@ccc.at schrieb:
Hallo,
ich denk mich tritt ein Pferd und knutscht ein Elch. Ich habe überhaupt
kein Verständnis für "ironische" Mitteilungen hier. Man sollte schlicht
und einfach darauf verzichten. Wer Witze erzählen will soll sich eine
"Witze NG" aussuchen.
interaktiver Gruß Helmut
>Anscheinend ist hier mehreren Diabetikern komplett der Sinn für
>Ironie abhanden gekommen - offensichtlicher geht das doch nicht...
>:-/ Das ist schon irgendwo traurig... <s>
Hallo Michael,
du glaubst dein Beitrag waere ironisch. Das wuerde heissen, dass du trotz
deines Wissens dich unwissend stellst oder etwas anderes sagst, als du
wirklich denkst und meinst das das dem Leser noch erkenntlich sei.
Mit dieser Methode versucht der Weise sich Unwissenden gegenueber, die sich
selbst fuer wissend und weise halten, fuer dumm zu stellen, um sie
schliesslich aus ihren Folgerungen ihre Unwissenheit und Torheit erkennen zu
lassen und zur rechten Weisheit anzuleiten. So ist die Sokratische
Definition.
Der Satz den du persoenlich wahrscheinlich als den "ironischsten" ansiehst,
"Trichter Bauchnabel usw." ist uebrigens Gegenstand der Forschung. Bei der
Transplantation eines intraperitonealen Dauerkatheders (Percuseal) in die
Pfortader zur schnelleren Insulinsubstitution durch eine externe
Insulinpumpe, wurden haeufig Verwachsungen (omentale oder peritoneale
Adhaesionen) des Katheders festgestellt. Aerzte haben nun versucht diesen
Katheder in die beim Erwachsenen nicht mehr benoetigten Gefaesse des
Bauchnabels zu transplantieren. Mit niedrigeren Komplikationsraten als ueber
die Pfortader. Das alles ist in der nicht ironischen,
klinisch-experimentellen Phase.
Na ja das ist so ein Problem mit der Ironie und der Weisheit. :-))
Gruesse von Ralph
Grüße aus 27711 Osterholz-Scharmbeck