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TENS bei Diabetischer Polyneuropathie

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Otto

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Jun 16, 2007, 1:18:53 AM6/16/07
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Hallo ihr Lieben ;-)
ich will das Sommerloch mal mit folgendem interessanten Artikel
stopfen. TENS ist eine Variante der Akupunktur, nur wird hier der Nerv
nicht mechanisch opder thermisch gereizt, sondern elektrisch.

http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do;jsessionid=59824FDC46978E61CABCEFCB98B2A608?articleId=4682
:

TENS bei diabetischer Polyneuropathie
Schon die antiken Griechen behandelten mit Stromimpulsen -
gegenwaertige Studien bescheinigen der Methode gute WirkungDie
transkutane elektrische Nervenstimulation, kurz TENS, wird von der
Deutschen Diabetes-Gesellschaft als Ergaenzung in der
Schmerzbehandlung bei diabetischer Neuropathie empfohlen. Bisherige
Studienergebnisse sind ermutigend.
Die Neuropathie ist eine der haeufigsten Langzeitkomplikationen bei
Diabetes. ,,Fast jeder zweite Diabetiker entwickelt eine Neuropathie",
so Dr. Bertram Disselhoff aus dem deutschen Wetzlar, Ende Februar auf
dem 11. Internationalen Wiener Schmerzsymposium. Die haeufigste
Manifestation stelle die distal-symmetrische Polyneuropathie dar.
Nicht selten verlaufe die diabetische Neuropathie chronisch-
schmerzhaft.

Multimodales Konzept

Wie Disselhoff erklaerte, stellt die diabetische Neuropathie mit ihrem
komplexen Erkrankungsbild eine besondere therapeutische
Herausforderung dar. Wichtig sei ein multimodales Therapiekonzept. Die
Einbeziehung nichtmedikamentoeser Verfahren wie der trans-kutanen
elektrischen Nervenstimulation (TENS) sei dabei sinnvoll. Bereits im
alten AEgypten und im antiken Griechenland wurde elektrischer Strom
zur Schmerzbehandlung verwendet: Damals kamen verschiedene Fischarten,
wie etwa der Zitterrochen, bei Gicht zum Einsatz. In der fruehen
roemischen Heilkunde wurden die elektrischen Impulse des Zitteraals
zur Behandlung von Arthritis und Kopfschmerzen eingesetzt. ,,Die
Wirkung von TENS duerfte vor allem auf einer Reduktion der spontanen
Impulssalven der sen-sorischen Axone, einer Umkehr der zentralen
Sensibilisierung, zentraler opioider­ger Schmerzreduktion und
Aktivitaetsminderung der dorsalen Rueckenmarksneurone beruhen",
erlaeuterte Disselhoff. Wichtig bei der TENS-Anwendung sei vor allem,
dass die Patienten ein leichtes Prickeln verspueren. Die Wirksamkeit
des Verfahrens wurde in verschiedenen Studien belegt, so der Experte.
Die Effekte zeigten sich auch bei einer Behandlung ueber einen
laengeren Zeitraum, wie Julka et al. vom Department of Medicine der
University of Southern California, Los Angeles, berichteten (J Foot
Ankle Surg 1998). In dieser Studie betrug die durchschnittliche
Anwendungsdauer 1,7 Jahre.

In Deutschland anerkannt

Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft hat TENS als akzessorische Therapie
anerkannt. Sie zaehlt zu den Therapieformen, die ,,in der Leitlinie zu
Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle der Neuropathie bei
Diabetes mellitus als Ergaenzung in der Schmerzbehandlung empfohlen
werden". TENS fuehre zu einer ,,signifikanten Verbesserung
neuropathischer Beschwerden (Evidenzklasse Ib = Evidenz aufgrund
mindestens einer randomisierten, kontrollierten Studie)", heisst es in
der Leitlinie. ,,TENS potenziert den analgetischen Effekt von Morphin
und Clonidin und reduziert den Opiatbedarf", erklaerte Disselhoff.
Eine interessante Option stelle aus seiner Sicht zudem die Kombination
mit einem Lidocain-Pflaster dar. Die bei der TENS verwendeten
Frequenzen liegen in der Regel zwischen 2 und 100 Hz. Die Stimulation
mit 50 bis 100 Hz wird (faelschlicherweise) als Hochfrequenz
bezeichnet, die niedrigfrequente TENS arbeitet mit 2 bis 10 Hz.
,,Welche Frequenz im Einzelfall die hilfreichere ist, kann nur durch
Ausprobieren ermittelt werden", betonte Disselhoff. Was die
Platzierung der Elektroden betrifft, sei das Anlegen im Schmerzareal
am effektivsten. Die Elektroden werden daher zumeist ueber dem N.
peronaeus am Fibulakoepfchen und proximal der Metatarsalkoepfchen
angebracht. Zum Einsatz kommen auch Socken- und Handschuhelektroden.
Eine weitere Option stelle die Wasserbad-TENS mit zwei Eimern
Leitungswasser fuer die beiden Extremitaeten dar. Disselhoff: ,,Das
Wasser dient als vergroesserte Elektrode, die Polung wird von Sitzung
zu Sitzung gewechselt. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass die
Haut austrocknet. Diese Behandlungsform eignet sich daher nur fuer
Patienten mit intakten Hautverhaeltnissen, die zu einer entsprechenden
Hautbeobachtung und -pflege imstande sind. Zusaetze ins Wasser sind
nicht zu empfehlen."

TENS vielseitig einsetzbar

Aufgrund der Allodynie sei das Anlegen der Elektroden im Schmerzareal
nicht immer moeglich. Als Alternative komme vor allem die Stimulation
im Bereich des Quadrizeps in Frage. Um bei einer Langzeitanwendung von
TENS der Gefahr einer Hautirritation und -schaedigung vorzubeugen,
sollten Geraete mit AKS-Schaltung verwendet werden, empfahl
Disselhoff. Abschliessend ging der Experte noch auf weitere
Einsatzmoeglichkeiten des Verfahrens ein: ,,TENS verbessert die
mikrovaskulaere Hautdurchblutung und wird in der Ulzerabehandlung
eingesetzt. Weiters hat sie sich auch bei alkoholischer
Polyneuropathie und bei therapierefraktaerer Angina pectoris als
hilfreich erwiesen."

Hier geht es um Schmerztherapie, z.B. um Ischiasschmerz:
http://www.schmerz-therapie-deutschland.de/pages/zeitschrift/z4_01/art_414.html

Gruss
Otto

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