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Petroleum-Lampe?

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Holger Petersen

unread,
Nov 14, 2009, 5:29:45 AM11/14/09
to

Heute gab es in der Tageszeitung (Kieler Nachrichten) eine
Anzeige f�r einen neuen Pen, der Zeit und Menge der letzten
Insulin-Gabe auf dem Display darstellt.
Soweit so gut...
Als Notiz dann:

Funktioniert nur mit der speziellen Insuli-Sorte von $Hersteller

Kennt jemand die Folge-Kosten?

fragend, Holger

Willibert

unread,
Nov 14, 2009, 7:49:06 AM11/14/09
to
HumaPen Memoir von L., Anfangskosten ?
Folgekosten: keine, muss nach ca. 3 Jahren ausgetauscht werden, wenn die
Batterie leer ist.
Gruss,
Willibert

Holger Petersen schrieb:


> Heute gab es in der Tageszeitung (Kieler Nachrichten) eine

> Anzeige fᅵr einen neuen Pen, der Zeit und Menge der letzten

Nikolaus Bernhardt

unread,
Nov 23, 2009, 6:25:30 PM11/23/09
to
On Sat, 14 Nov 2009 10:29:45 +0000 (UTC), Holger Petersen
<h...@kbbs.org> wrote:

>Heute gab es in der Tageszeitung (Kieler Nachrichten) eine
>Anzeige f�r einen neuen Pen, der Zeit und Menge der letzten
>Insulin-Gabe auf dem Display darstellt.

Welchen gro�artigen Vorteil bringt dieses System gegen�ber einem
Diab-Tagebuch?

Wem Diab so egal ist, da� er kein Diab-Tagebuch f�hrt, dem hilft auch
Pen, der ihm die Daten hilft.

Wer so dement ist, da� er kein Diab-Tagebuch mehr f�hren kann, sollte
Unterstz�tzung von Menschen haben, die ein Tagebuch f�hren k�nnen.

Erst wenn ein 'System' BZ messen, die gegebenen Insu-Mengen
ber�cksichtigen und den Benutzer alarmieren kann, leuchtet mir der
Sinn sofort ein.

Nik

Christoph 1

unread,
Nov 23, 2009, 7:00:21 PM11/23/09
to
Nikolaus Bernhardt schrieb:

> Welchen gro�artigen Vorteil bringt dieses System gegen�ber einem
> Diab-Tagebuch?

Im Tagebuch steht es erst drin, wenn man es aufgeschrieben hat. Das
kann in der Hektik des Alltags vergessen werden. Im Speicher-Pen ist
es gespeichert, wenn die Dosis tats�chlich gespritzt wurde.

Ein zweistufiger Vorgang ist immer unterbrechbar. Es ist ein
Qualit�tsmangel in der Diabetestherapie, wenn man solch einen
unterbrechbaren Vorgang hat.

> Wem Diab so egal ist, da� er kein Diab-Tagebuch f�hrt, dem hilft auch
> Pen, der ihm die Daten hilft.

Diese Aussage von dir r�ttelt in keiner Weise an dem Vorteil eines
Pens mit Speicher. Sie ist eine unzul�ssige Abweichung vom
eigentlichen Thema mit einer dummen Herabsetzung der Menschen, die
anders denken als du.

> Wer so dement ist, da� er kein Diab-Tagebuch mehr f�hren kann, sollte
> Unterstz�tzung von Menschen haben, die ein Tagebuch f�hren k�nnen.

Ja und? Was hat diese Aussage mit dem genannten Pen zu tun?

> Erst wenn ein 'System' BZ messen, die gegebenen Insu-Mengen
> ber�cksichtigen und den Benutzer alarmieren kann, leuchtet mir der
> Sinn sofort ein.

Das ist Dummschwatz wieder besseren Wissens.

Viele Gr��e
Christoph

Joerg Moeller

unread,
Nov 24, 2009, 6:27:37 AM11/24/09
to
Nikolaus Bernhardt <nikolaus....@gmail.com> schrieb:

>Welchen gro�artigen Vorteil bringt dieses System gegen�ber einem
>Diab-Tagebuch?

Es beantwortet z.B. die Frage "habe ich mein morgendliches Basal schon
gespritzt oder nicht" recht eindeutig.

>Erst wenn ein 'System' BZ messen, die gegebenen Insu-Mengen
>ber�cksichtigen und den Benutzer alarmieren kann, leuchtet mir der
>Sinn sofort ein.

Dann bist du noch nie in einer hektischen Situation gewesen, wo du es
nicht mit Sicherheit sagen konntest ob du gespritzt hast der nicht.
Sch�n f�r dich ;-)

Viele Gr��e,
J�rg

--
http://www.diabetesinfo.de/ Basiswissen f�r interessierte Diabetiker
http://www.einsteiger.diabetesinfo.de/ Einsteigerwissen �ber Diabetes
http://www.sidiary.de/ Diabetessoftware mal anders: einfacher ;-)
http://www.dsmd-faq.info/ Die FAQ-Liste von de.sci.medizin.diabetes

Nikolaus Bernhardt

unread,
Nov 24, 2009, 9:03:28 AM11/24/09
to
On Tue, 24 Nov 2009 01:00:21 +0100, Christoph 1 <Chris...@gmx.net>
wrote:

>Im Tagebuch steht es erst drin, wenn man es aufgeschrieben hat. Das
>kann in der Hektik des Alltags vergessen werden. Im Speicher-Pen ist
>es gespeichert, wenn die Dosis tats�chlich gespritzt wurde.

Okay, den Punkt sehe ich ein.

>Ein zweistufiger Vorgang ist immer unterbrechbar.

Wie bei so vielen Dingen des Lebens ...

>Es ist ein
>Qualit�tsmangel in der Diabetestherapie, wenn man solch einen
>unterbrechbaren Vorgang hat.

Das stimmt. Aber bei Tabletten, die man t�glich nehmen mu�, klappt das
auch ohne solche Systeme.

Ich kenne Blister, die mit dem jeweiligen Wochentag beschriftet sind.
Das hilft bei der Frage "Habe ich heute schon meine Tablette
_ent_nommen?". Wird eine Tablette jedoch nicht direkt _ge_nommen, kann
auch dieses System versagen.

>> Wem Diab so egal ist, da� er kein Diab-Tagebuch f�hrt, dem hilft auch
>> Pen, der ihm die Daten hilft.
>
>Diese Aussage von dir r�ttelt in keiner Weise an dem Vorteil eines
>Pens mit Speicher.

Stimmt.

Aber sie zeigt, da� auch dieses System (aus Patient und Pen) nicht
unfehlbar ist.

>Sie ist eine unzul�ssige Abweichung vom
>eigentlichen Thema mit einer dummen Herabsetzung der Menschen, die
>anders denken als du.

In vielen Diskussion ergeben sich Diskussionsf�den, die mitunter weit
divergieren. Das passiert nicht nur im Usenet.

Mein Diabetologe berichtet von Patienten, denen Diabetes meilenweit
achterlich vorbeigeht(er formulierte es drastischer), die sich nicht
darum k�mmern, ob sie messen, die sich nicht darum k�mmern, ob sie
spritzen und erst recht kein Tagebuch f�hren.

Nicht jeder Patient ist gut geschult und nimmt die Sache immer so
ernst, wie es w�nschenswert w�re.

Aber das mu� jeder selbst f�r sich entscheiden.

>> Erst wenn ein 'System' BZ messen, die gegebenen Insu-Mengen
>> ber�cksichtigen und den Benutzer alarmieren kann, leuchtet mir der
>> Sinn sofort ein.
>
>Das ist Dummschwatz wieder besseren Wissens.

1.) Woher wei�t Du, was ich (nicht?) wei�?

2.) Woher wei�t Du, was mir einleuchtet und was nicht?

In der Diabetikerschulung wurde (mir) vermittelt, da� ich selbst als
Mensch f�r den verantwortungsvollen Umgang mit Diabetes zust�ndig sei.
Das leuchtet mir ein.

In vielen anderen Bereichen des Lebens mu� ich ja auch alleine
klarkommen. Als Autofahrer mu� ich ja auch wissen, wie schnell ich
hier gerade fahren darf und verlasse mich nicht auf ein 'System', das
mich daran erinnert.

Ein geschriebener Einkaufszettel (meist 'schreibe' ich den nur im Kopf
und 'lese' ihn im Kopf wieder ab) hilft mir beim Einkauf, der
Supermarkt sagt mir auch nicht, wann ich zuletzt Brot eingekauft habe.

Sicherlich sind Systeme, die das leben einfacher (und auch sicherer)
machen, f�r manche Menschen von Vorteil, allerdings d�rfen sich andere
Menschen fragen, ob eine Innovation wirklich eine Innonation oder eher
eine Pseudo-Innovation ist.

Der Trick, Petroleumlampen zu verschenken, um dann am �l zu verdienen,
ist alt. Jeder Hersteller von BZ-Me�ger�ten verschenkt Ger�te, um so
Kunden zu binden. Und da� Hersteller mit (Pseudo-)Innovationen gerne
mal Kunden von anderen Herstellern abwerben, soll ja auch auf dem
Gebiet der Medizin vorkommen.

Die Frage nach dem Nutzen und vor allem nach wessen Nutzen, halte ich
f�r legitim. Zumal ich das Dokumentationssystem Papier nicht f�r so
ungeeignet halte.

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Nov 24, 2009, 9:28:56 AM11/24/09
to
On Tue, 24 Nov 2009 12:27:37 +0100, Joerg Moeller
<Joerg....@diabetesinfo.de> wrote:

>>Welchen gro�artigen Vorteil bringt dieses System gegen�ber einem
>>Diab-Tagebuch?
>
>Es beantwortet z.B. die Frage "habe ich mein morgendliches Basal schon
>gespritzt oder nicht" recht eindeutig.

[ ... ]

>Dann bist du noch nie in einer hektischen Situation gewesen, wo du es
>nicht mit Sicherheit sagen konntest ob du gespritzt hast der nicht.
>Sch�n f�r dich ;-)

Vielleicht ist mein Leben tats�chlich so ruhig (oder so strukturiert),
da� ich das (bislang -- Toi toi toi -- noch) nicht vergessen habe.

Ich gebe aber zu, da� ich diesen Akspekt �bersehen hatte. Liegt
vielleicht auch darin, da� ich bei vielen Dingen (Hosenstall zu?)
lieber doppelt sicher bin.

Nik

Joerg Moeller

unread,
Nov 24, 2009, 3:46:56 PM11/24/09
to
Nikolaus Bernhardt <nikolaus....@gmail.com> schrieb:

>>Dann bist du noch nie in einer hektischen Situation gewesen, wo du es
>>nicht mit Sicherheit sagen konntest ob du gespritzt hast der nicht.
>>Sch�n f�r dich ;-)
>
>Vielleicht ist mein Leben tats�chlich so ruhig (oder so strukturiert),
>da� ich das (bislang -- Toi toi toi -- noch) nicht vergessen habe.

Ich denke das hat eher mit Routine als mit Struktur zu tun. Je
routinierter ein bestimmter Handlungsablauf ist (z.B. morgendliches
Basal spritzen), desto weniger bewu�t nimmt man den wahr.

Und wenn dann noch ein bi�chen Hektik aufkommt (verschlafen,
Kaffeebecher in der einen Hand, Rasierer in der anderen...) kann es
echt vorkommen, da� man sich nicht mehr 100%ig sicher ist.

Ist mir fr�her mit ICT ein paarmal passiert, und da ich nicht
riskieren wollte meine 46 IE Basal doppelt intus zu haben hab ich es
lieber drauf ankommen lassen und h�ufiger kontrolliert.
(Bzw. sp�ter dann auf den Innovo gewechselt, der das auch schon
anzeigen konnte).

Schade nur, da� man den Humapen Memoir nicht konsequent
weiterentwickelt hat. Der hat ja zwei Metallkontakte, f�r die
urspr�nglich mal ein Auslesen am PC via Dockingstation vorgesehen war.
Das wird laut Lilly aber nicht weiterentwickelt.

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Holger Schmeken

unread,
Dec 10, 2009, 10:42:49 AM12/10/09
to
Hallo zusammen,

ich habe mir den HumaPen Memoir umgebaut damit ich ihn mit Levemir
Patronen nutzen kann. Ist leider etwas aufwändiger, denn

1. die Patronen sind länger als Lilly Patronen d.h. muss muss sich
beim Dreher einen ca. 1,4mm breiten Abstandsring anfertigen lassen.

2. man muss bei jeder Patrone das grüne Gewinde abnehmen.

Trotz der Nachteile bin ich mit dieser Lösung sehr zufrieden. Es kommt
vielleicht einmal im Jahr vor, dass ich mir nicht mehr sicher bin, ob
ich gespritzt habe oder nicht. Nun muss ich ihn dieser Situation
keinen Stress mehr befürchten.

Grüße,
Holger
http://www.glucosurfer.org

Holger Schmeken

unread,
Dec 14, 2009, 10:22:11 AM12/14/09
to

richard

unread,
Dec 18, 2009, 10:48:29 AM12/18/09
to
Nikolaus Bernhardt schrieb:

> On Tue, 24 Nov 2009 12:27:37 +0100, Joerg Moeller
> <Joerg....@diabetesinfo.de> wrote:
>
>>> Welchen gro�artigen Vorteil bringt dieses System gegen�ber einem
>>> Diab-Tagebuch?
>> Es beantwortet z.B. die Frage "habe ich mein morgendliches Basal schon
>> gespritzt oder nicht" recht eindeutig.
>
> [ ... ]

> Vielleicht ist mein Leben tats�chlich so ruhig (oder so strukturiert),


> da� ich das (bislang -- Toi toi toi -- noch) nicht vergessen habe.


Hmm, noch nie mit einem BZ von ~ 70 mg/dl Mittag gemacht und erst
nach dem Essen gespritzt? Bei solchen Gelegenheiten vergesse ich
regelma�ig den Bolus. :-( Da ich allerdings sehr regelm��ig Esse,
habe ich einen Alarm "Bolus vergessen" in der Pumpe der um 12:30
wenn kein Bolus um 12 :00...12:30 gegeben wurde loslegt. So kann
ich den Bolus nicht gleich ganz vergessen. :-)

Gru� Richard

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