WM wrote:
> Am Mittwoch, 14. November 2018 23:41:52 UTC+1 schrieb Ralf Bader:
>> WM wrote:
>>
>> > Am Mittwoch, 14. November 2018 20:58:40 UTC+1 schrieb ich:
>> >
>> >> Hat man Sie schon mal danach gefragt, wie das Prädikat
>> >> /identifizierbar/ auf IN definiert ist?
>> >
>> > Die Zahl x ist identifizierbar <==> für x kann eine Dezimaldarstellung
>> > gefunden werden.
>>
>> Es ist ein elementares Sätzchen der Peano-Arithmetik (oder der
>> Zahlentheorie), daß jede natürliche Zahl eine Dezimaldarstellung besitzt.
>> Außerdem stellt sich die Frage, wie das "kann gefunden werden" mit Ihrer
>> anderweitigen Rabulistik über "physical constraints of numbers"
>> kompatibel sein soll.
>
> Das "kann gefunden werden" gilt selbstverständlich nur in einer idealen
> Mathematik.
In der gilt selbstverständlich auch, daß jede natürliche Zahl eine
Dezimaldarstellung besitzt. Somit ist der Begriff "identifizierbare Zahl"
sinnfrei. Der, von Ihnen selbstverständlich nicht erkannte, Hintergrund
meiner Frage war, in welchem Kontext dieser Begriff "identifizierbare Zahl"
sinnvoll sein soll. Es ist allerdings generell so, daß Ihre
Hirnleistungsfähigkeit für den Umgang mit Kontexten offenbar nicht
ausreicht. Wobei auch vollkommen unklar ist, was "kann gefunden werden"
heißen soll. Sei n die größte natürliche Zahl, so daß es 3 weitere
natürliche Zahlen x,y,z gibt mit x^n + y^n = z^n, bzw. 0, wenn es für jedes
n solche x,y,z gibt. An der Auffindung einer Dezimaldarstellung dieser Zahl
n wurde einige Jahrhunderte gearbeitet. Generell läßt sich jedes
mathematische Problem in die Form "finde die Dezimaldarstellung der durch
ein Prädikat P(n) eindeutig bestimmten natürlichen Zahl" bringen. Deshalb
ist dieses "für x kann eine Dezimaldarstellung gefunden werden" sinnfrei;
um ihm einen Sinn zu verleihen, muß man einen Kontext, etwa eine Theorie
bestimmter Notationsweisen für natürliche Zahlen, schaffen. Aber von
derartigen Dingen ahnen Sie nicht einmal etwas, sonst würden Sie sie ja
dümmlich befaseln. Die wahren Gründe für die Vollblödheit Ihres Unsinns
kommen in den hiesigen Monsterthreads ja überhaupt noch nicht zur Sprache.
>> Oder hat der Krampf mit den "isolierbaren"
>> und "identifizierbaren" Zahlen überhaupt nichts mit dem
>> "MatheRealismus" zu tun?
>
> Richtig. In der Realität existieren keine unendlichen Mengen. Deswegen ist
> der MatheRealismus für diese Diskussion irrelevant.
Der "MatheRealismus" ist allenfalls als Beispiel inkonsistenten Blödsinns
relevant.
>> Womit hat er dann zu tun?
>
> Der MatheRealismus berücksichtigt die Endlichkeit jedes realen
> Datenverarbeitungssystems.
Endlichkeiten jeglicher Art können im Rahmen der "idealen Mathematik"
bestens berücksichtigt werden.
>> > Die Zahl n ist isolierbar <==> n kann als erste Zahl eines
>> > Endabschnittes auftreten.
>>
>> Dann stellt sich die Frage, was ein Endabschnitt ist. Die geordnete Menge
>> der natürlichen Zahlen, die >= einer gegebenen sind, kann es dann nicht
>> sein, denn einen solchen gibt es zu jeder Zahl
>
> Das ist richtig,
Ich stelle die Frage, was ein Endabschnitt nun sein soll, verbunden mit der
Feststellung, daß die naheliegende Vermutung, was damit gemeint sein
könnte, offenbar unzutreffend ist. Und Sie antworten "das ist richtig". Was
ist denn nun ein Endabschnitt? Reicht Ihr Hirn zur Erfassung der Frage
nicht aus (immerhin reicht es ja aus, um abfällige Bemerkungen über anderer
Personen Hirnzustand in Ihr albernes Gefasel einzustreuen).
> aber der Schluss von "jeder Zahl" auf die Existenz einer
> vollendeten Unendlichkeit der Zahlenmenge führt offensichtlich auf
> Widersprüche und ist deswegen nicht tolerierbar. Es gilt nämlich
>
> ∀n, m ∈ ℕ: E(n) ∩ E(m) = E(m) ∩ E(n) und |E(n) ∩ E(m)| = aleph_0 (*)
>
> Diese wichtige Formel kann man nicht mit einem Hinweis darauf, dass "im
> Unendlichen" eben alles anders sei und die grundlegenden Gesetze nicht
> mehr gelten, abschmettern.
Häh?
>> >> Wenn Sie das geleistet haben, können Sie dann zeigen, welche
>> >> interessanten Sätze aus dieser Definition folgen.
>> >
>> > Isolierbare oder identifizierbare Zahlen bilden eine potentiell
>> > unendliche Menge. Sie können im unendlichen Schnitt der Endsegmente
>> > verschwinden.
>>
>> Sollen das jetzt interessante Sätze sein?
>
> Das hängt vom Standpunkt an.
Oder ab oder um oder auf, scheiß drauf.
> Sie bieten immerhin eine Möglichkeit, den
> Widerspruch zwischen E1 ∩ E2 ∩ E3 ∩ ... = { } und (*) zu überwinden und
> die potentielle Unendlichkeit der klassischen Mathematik (vor Cantor) mit
> der Auffassung einer Gott bekannten aktual unendlichen Allmenge zu
> vereinbaren.
>
> Der Standardsatz "Endabschnitt E_n ist Untermenge aller seiner Vorgänger,
> aber nicht aller seiner Nachfolger" ist jedenfalls keine akzeptable
> Lösung.
Mir kommt der Verdacht, daß Sie eine neue Wahnidee entwickelt haben
dahingehend, daß in dem "Standardsatz" die Wörter "Vorgänger"
und "Nachfolger" sich auf die, wegen der angesprochenen Kommutativität
veränderbaren, Positionen der E_i in dem Ausdruck
E1 ∩ E2 ∩ E3 ∩ ... beziehen; wenn man E2 ∩ E1 ∩ E3 ∩ ... schriebe, dann
wäre da ein "Nachfolger" umfassender als sein "Vorgänger". Das ist ein
weiteres Beispiel dafür, auf welche Abwege "Veranschaulichungen"
durch "Prozesse", "Supertasks" und dergleichen und die Vorstellung, man
würde die E_i sukzessive einen nach dem anderen zum Schnitt bringen,
führen. Also Ihre persönliche und für die Mathematik vollkommen belanglose
Unfähigkeit zum mentalen Umgang mit auch nur abzählbaren Unendlichkeiten.
Das ist ein Krampf, der mal wieder Ihre bisherigen Kaspereien in den
Schatten stellt. Übrigens gibt es in der Sprache von ZFC überhaupt
keine ... . Schon deshalb sind Behauptungen, die mit 3 Pünktchen
daherkommen, zwielichtig. Es gibt auch in ZFC keine Möglichkeit, die
Vereinigungsmenge von unendlich vielen frei flottierenden Mengen zu bilden
(das würde ZFC inkonsistent machen). Eine Vereinigungsmenge unendlich
vieler Mengen kann nur gebildet werden, wenn die zu vereinigenden Mengen
bereits Elemente einer Menge sind. Deshalb ist auch jegliches Rabulieren
darüber, daß IN durch Vereinigung seiner Anfangsabschnitte zustandekäme,
einfach Krampf. Denn dazu müßte bereits eine Menge, deren Elemente diese
Anfangsabschnitte sind, also faktisch IN, vorliegen.
tl;dr: Ihre Behauptungen über die "ideale Mathematik" (inklusive aller
konstruktivistischen Varianten) und angebliche Widersprüche (die mag es
geben, aber Sie haben keine entdeckt) sind Unsinn, Ihr "MatheRealismus" ist
inkonsistenter Krampf, und die einzig verbleibende Möglichkeit,
Ultrafinitismus, haben Sie explizit ausgeschlossen. Ihre mathematisch sein
wollenden Darbietungen sind ein Haufen idiotischen Schwachsinns.