das Problem ...

23 views
Skip to first unread message

Jens Kallup

unread,
Jul 7, 2021, 6:31:15 PMJul 7
to
Hallo Gemeinde,

was ist eigentlich das Problem der Mathematik in der Jetzt-Zeit?
Nun, man könnte hergehen und über Alles und Nichts diskutieren,
"ab"-schreiben, denken, etc..
Aber wie viele nicht Wissen, ist das Wissen der Mathematik so gut
wie erschöpft.
Alles wurde in irgend einer Form heraus gearbeitet oder auch wie
ich schon schrieb: diskutiert.
Das Problem ist, das viele "alte" wie auch "neue" Forscher und
Fachkräfte mit der 0 und 1 digitalen Welt geprägt sind.
Es wurden viele Ansätze gemacht viele digitale Architekturen zu
verbessern. Manchmal ergaben sich daraus auch wieder andere Probleme.
Heute, in der Zeit der Quanten-Computer-Forschung ist die Denkweise
des binären Systems (0 und 1) alter Schnee von Gestern.
Quantencomputer sind in der Lage weit aus mehr als 2 Zustände
darzustellen und/oder zu verarbeiten.
Soviel Punkte, wie auf einer Einheits-Kugel vom Radius einer Einheit,
sei es nun Meter oder Zentimeter, passen, soviel Zustände bzw.
Ergebnisse können erwartet werden.
Das macht natürlich die Programme die produziert werden können und
müssen nicht nur komplexer, sondern auch größer.
Viel größer als die Programme, die wir kennen, die wir auf unseren
Terabyte großen Festplatten abspeichern.
Daher ist bei vielen die "größer" Denkweise der erste Einfallswinkel,
der aufkommt.
Aber hier liegt der Fehler im Detail.
Nur durch "mehrere" kleine Schritte, kann ein "größeres" Problem
gelöst werden.
Da ist es nun egal wie groß Menga A oder Menge B ist.
Es geht dadrum, die Energie die entsteht so zu nutzen, das ein höchst-
maß and Qualität des Ergebnises erzielt wird.
Wenn möglich mit wenig Aufwand.
Aber ich bin mir sicher, wenn die ersten Quantenprogramme einen stable
Level erreicht haben, können diese Programme, die von Q-Computern
ausgeführt werden, und dem Menschen nützlich werden.
Daher würde ich keinen mehr ein reines Mathestudium empfehlen, weil, ja
alt Backen.
Vielmehr müsste ein Informatikstudium gewählt werden, in dem die KI
nicht zu kurz kommt.
Das bedeutet dann eine weitere Spezialisierung.
Big-Data kann ich auch nur bedingt empfehlen - was soll man mit uralt
Daten Filtern und anstellen?
bestehende Datenbanken können da nur als Referenz dienen, aber niemals
für gegenwärtige Entscheidungsmodelle.
Jeder Tag ist anders.
Was man anstreben sollte ist: "Wie rechnet und stellt man Daten dar,
die aus 3 Elementen bestehen?"
Das ist erst einmal eine Herausforderung, wohl wissend, dass das 10er
System der arabischen Zahlen schon recht gut ausgeklügelt ist. Aber
auch schon sehr alt ist. Vielleicht zu alt, um es aus den Köpfen der
Nachfolgegenerationen zu bannen.

Jens

Christian Gollwitzer

unread,
Jul 8, 2021, 4:33:23 AMJul 8
to
Am 08.07.21 um 00:31 schrieb Jens Kallup:
> Aber wie viele nicht Wissen, ist das Wissen der Mathematik so gut
> wie erschöpft.

Als Max Planck angefangen hat, Physik zu studieren, wurde ihm gesagt:
"Warum wollen Sie das machen, das lohnt sich nicht, in der Physik ist
alles bekannt!" - ein paar Jahre später hat er die Quantenphysik
mitbegründet und damit heutige Technologie erst ermöglicht.

Von daher wäre ich ganz vorsichtig mit solchen Aussagen.

Christian

neu...@tuhh.de

unread,
Jul 8, 2021, 4:37:24 AMJul 8
to
Großartig! Endlich sagt das mal Einer! Aber nun hast Du hoffentlich auch alles gesagt!

VG Siggi N.

Juergen Ilse

unread,
Jul 11, 2021, 6:16:51 AMJul 11
to
Hallo,

Jens Kallup <kallu...@web.de> wrote:
> was ist eigentlich das Problem der Mathematik in der Jetzt-Zeit?

Was meinst du damit? Es gibt noch reichlich ungeloeste Probleme in der
Mathematik, und das wird sich auch nicht aendern. Der Grund dafuer ist,
dass nach Goedel ein widerspruchsfeies Axiomensystem niemals vollstaendig
sein kann und ein vollstaendigess niemals widerspruchsfrei ist.
Als Folge davon gibt es immer "unentscheidbare Aussagen", also solche, die
man im aktuell verwendeten Axiomensystem (sofern dieses widerspruchsfrei
ist) weder beweisen noch widerlegen kann.
Fuer jede solche "unentscheidbare Aussage" A gilt, dass man sowohl A als
auch die Negation von A als zusaetzliches Axiom zum aktuellen Axiomen-
system hinzufuegen koenntwe, und in beiden Faellen wuerde man wieder ein
widerspruchsfreies Axiomensystem erhalten (wie gesagt sofern das Axiomen-
system ohne das jeweils zusaetzliche Axiom widerspruchsfrei war).
Basierend auf dieseem erweiterten Axiomensystem ergeben sich wiederum neue
noch ungeloete Probleme ... Die Mathematik wird also *niemals* "fertig"
in dem Sinne, dass es nichts mehr zu erforschen gaebe.

> Nun, man könnte hergehen und über Alles und Nichts diskutieren,
> "ab"-schreiben, denken, etc..
> Aber wie viele nicht Wissen, ist das Wissen der Mathematik so gut
> wie erschöpft.

Nein. Es wird niemals alles erforscht sein (siehe oben).

> Alles wurde in irgend einer Form heraus gearbeitet oder auch wie
> ich schon schrieb: diskutiert.

Nein. Diee Begruendung habe ich weiter oben genannt: sie folgt aus den
goedelschen Unvollstaendigkeitssaetzen.

> Das Problem ist, das viele "alte" wie auch "neue" Forscher und
> Fachkräfte mit der 0 und 1 digitalen Welt geprägt sind.

Du hast meiner Ansicht nach ein voellig falschees Bild von der Mathematik.

> Manchmal ergaben sich daraus auch wieder andere Probleme.
> Heute, in der Zeit der Quanten-Computer-Forschung ist die Denkweise
> des binären Systems (0 und 1) alter Schnee von Gestern.
> Quantencomputer sind in der Lage weit aus mehr als 2 Zustände
> darzustellen und/oder zu verarbeiten.

Irrelevant. Daran, was (im Sinne der Mathematik) berechenbar ist und was
nicht, wird dadurch nicht veraendert.

Auf den Rest deines Postings habe ich verzichtet, da ich keine Lust mehr
darauf habe, weitere Korrekturen zu schreiben.

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)

Hans Crauel

unread,
Jul 11, 2021, 6:58:02 AMJul 11
to
Juergen Ilse schrieb

> Was meinst du damit? Es gibt noch reichlich ungeloeste Probleme in der
> Mathematik, und das wird sich auch nicht aendern.

<https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_unsolved_problems_in_mathematics>

Hans
Reply all
Reply to author
Forward
0 new messages