Ich würde mich über Hilfe zur Selbsthilfe freuen beim Versuch,
die Äquivalenz zu verstehen, die hier behauptet wird:
http://planetmath.org/encyclopedia/UncoditionalConvergence.html
Es wird darin definiert, dass eine konvergente Reihe Sum a_n
mit Summe s genau dann /unbedingt/ konvergiert, wenn für jede
Permutation p der natürlichen Zahlen gilt, dass Sum a_p(n)
konvergiert mit gleicher Summe s.
Eine angeblich äquivalente Definition ist diese:
Man betrachtet Ketten S1 c S2 c S3 c ... (c = Teilmengensymbol)
von endlichen Teilmengen von IN.
Wenn für jede solche Kette gilt, dass die Folge der Partial-
summen konvergiert, dann ist die Reihe unbedingt konvergent.
(Die zu einem Kettenglied S gehörende Partialsumme ist die
Summe aller a_n, n Element von S.)
Beim Hinschreiben beginne ich zu ahnen, was Sache ist, aber es
ist schon verblüffend, dass in der äquivalenten Definition
der Summenwert der Reihe gar nicht mehr erwähnt werden muss.
Gruß,
Rainer Rosenthal
r.ros...@web.de
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<wiekommeichdarauf>
Ich hatte mich gefragt, wie unser lieber Unendlichkeitsfeind
Prof. Dr. Wolfgang Mückenheim mit dem Phänomen umgeht, dass
es konvergente Reihen gibt, deren Summe davon abhängig ist,
in welcher Reihenfolge die Summanden aufgezählt werden.
Darum bin ich in das entsprechende Kapitel seines Buches [1]
gegangen und habe dort nicht nur das berühmte Beispiel der
alternierenden harmonischen Reihe gefunden, also
1 - 1/2 + 1/3 - 1/4 + 1/5 -+ ...
mit zwei interessanten Umordnungen, sondern auch den für mich
rätselhaften Satz, dass eine Reihe genau dann /unbedingt/
konvergiert, wenn sie /absolut/ konvergiert.
Da mir absolute Konvergenz geläufig war und ich bislang nichts
anderes wusste, als dass die Konvergenz der Reihe der Absolut-
beträge damit gleichbedeutend sei, dass man die Reihenglieder
beliebig umordnen dürfe, war ich erstaunt. Warum denn den
Begriff "unbedingt konvergent" einführen (noch dazu für Leute
in den ersten Semestern), wenn das ohnehin mit "absolut
konvergent" gleichbedeutend ist?
WikiPedia hat mich aufgeklärt:
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Im unendlichdimensionalen Raum sind die unbedingte Konvergenz
und die absolute Konvergenz nicht mehr äquivalent. Dies besagt
der Satz von Dvoretzky-Rogers, der nach Aryeh Dvoretzky und
Claude Ambrose Rogers benannt wurde. Präzise besagt er, dass
in jedem unendlichdimensionalen Banachraum eine unbedingt
konvergente Reihe existiert, die nicht absolut konvergiert.
Die Umkehrung, nach der jede absolut konvergente Reihe unbedingt
konvergiert, gilt auch im unendlichdimensionalen Fall.
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Immer neugieriger werdend, hat es mich über WikiPedia zu
PlanetMath.org verschlagen, also zu dem eingangs erwähnten
Link.
[1] Wolfgang Mückenheim, "Mathematik für die ersten Semester"
Oldenbourg Wissenschaftsverlag 2010, 2. Auflage, 2010
</wiekommeichdarauf>