ich sitze gerade daran, zu zeigen, dass eine gegebene Funktion
f(x,y)=y+1/2(x+y)(x+y+1) eine Bijektion ist. Ich dachte mir, es wäre
vielleicht günstig, zunächst die Umkehrfunktion von f(x,y) zu bilden. Ich
habe aber nirgends gefunden, wie man eine solche von einer Funktion, die von
zwei Variablen abhängt, berechnen kann. Es wäre nett, wenn mir jemand
weiterhelfen könnte.
Viele Grüße
Sascha
Eine Funktion hat nur dann eine Umkehrfunktion, wenn sie bijektiv ist.
Bijektivität liegt vor <=> die Funktion ist injektiv und surjektiv
1. Injektivität.
betrachte f(a,b) = f(c,d) und zeige, dass (a,b) = (c,d)
aber: f(-1,1) = 1 + 1/2*(-1+1)*(-1+1+1) = 1
f( -2,1) = 1 + 1/2*(-2+1)*(-2+1+1) = 1
Also ist f schon mal nicht injektiv, damit kann es auch nicht surjektiv sein und es gibt keine Umkehrfunktion.
(Es lassen sich jedoch vermutlich Def.- und Wertebereich so einschränken, dass f in diesen Bereichen dann bijektiv ist,
aber darauf zielte Deine Frage ja nicht ab)
Martin
Hmm, das sieht aus wie die Cantor-Abbildung Q -> N.
Versuche die Kehrfunktion mal so:
2*n = 2*y + (x+y)*(x+y+1) = 2*y + x^2 + 2*x*y + y^2 + x + y =
= 2*y + (x+y)^2 + (x+y)
d.h. für gegebenes n muß
2*n = u^2 + u + 2*y = u*(u+1) + 2*y = 2*[u*(u+1)/2] + 2*y =
= 2*T(u) + 2*y
--> n = T(u) + y , u = x + y
gelten, wobei T(u) die u-te Dreieckszahl ist.
--> Zu gegebenem n suche man die nächstkleinere Dreieckszahl T(u);
die Differenz n - T(u) liefert y, und u - y liefert x .
Grüße
Hermann
--
PS: Siehe dazu auch die letzten Postings von Paul Ebermann und mir im
Thread Frage zu ((u+u^2) / 2 ) - 1 = v^3 .
>
>Viele Grüße
>
>Sascha
>
>
>
mf
"Martin Fuchs" <ma...@mafu-online.de> schrieb im Newsbeitrag news:aamqr6$c227v$1...@ID-134512.news.dfncis.de...
Hallo Hermann,
ich kenne die Cantor-Abbildung zwar nicht, aber wie kann eine von 2 Variablen abhängige Funktion
von Q nach |N abbilden?
Martin
Rationale Zahlen haben einen Zähler und einen Nenner.
--
Janos Blazi
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Diese Vermutung ist leicht zu belegen. Wenn wit z.B. den Definitionsbereich
auf einen einzigen Wert (Tupel) beschränken...
"jb" <egro...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3ccf0...@news.newsgroups.com...
Da bei Umkehrfunktionen aus S -> T wird, gehe ich davon aus, dass bei einer
Abbildung f: N x N -> N die Umkehrabbildung durch f^-1: N -> N x N
beschrieben werden kann. Wie kann ich eine Vorschrift definieren, die als
Funktionswert ein Zahlenpaar liefert (das geht etwas über meine
Schulmathematik hinaus)? Muss ich zwei Vorschriften finden, je eine für x
und y, oder muss ich anders vorgehen?
Vielen Dank unterdessen für die bisherigen Antworten auf meine Frage
Sascha
Hallo Janos,
Cantor-Abbildung: Abzählen der positiven rationalen Zahlen y/x, x,y € N+ .
1/1, 2/1, 1/2, 1/3, 2/2, 3/1, 4/1, 3/2, 2/3, 1/4, 1/5, 2/4, 3/3, 4/2, 5/1, ...
Du hast recht: Q -> N ist mißverständlich, gemeint ist natürlich (N+)^2 -> N+ .
Gruß
Hermann
--
(0,0) -> 0
(1,0) -> 1
(0,1) -> 2
(2,0) -> 3
(1,1) -> 4
(0,2) -> 5
usw.
OK, mit Cantor-Abbildung meinte ich die gleiche Funktion nur ohne Null - das
ist einfach die Abzählung der als Zahlenpaare (x,y) betrachteten positiven
rationalen Zahlen y/x entlang von Diagonalen im x-y-Punktgitter.
>Da bei Umkehrfunktionen aus S -> T wird, gehe ich davon aus, dass bei einer
>Abbildung f: N x N -> N die Umkehrabbildung durch f^-1: N -> N x N
>beschrieben werden kann. Wie kann ich eine Vorschrift definieren, die als
>Funktionswert ein Zahlenpaar liefert (das geht etwas über meine
>Schulmathematik hinaus)? Muss ich zwei Vorschriften finden, je eine für x
>und y ...
Ja. Für n |--> (x,y) suchst Du die größte Dreieckszahl T(u) <= n, dann
gilt
y = n - T(u)
x = u - y .
Die Dreieckszahlen sind T(0) = 0, T(1) = 1, T(2) = 3, T(3) = 6, T(4) = 10, ...
also gilt z.B. für
n = 3: T(2) = 3 --> y = n - T(2) = 0, x = 2 - 0 = 2 --> (2,0)
n = 4: T(2) = 3 --> y = 4 - T(2) = 1, x = 2 - 1 = 1 --> (1,1)
n = 5: T(2) = 3 --> y = 5 - T(2) = 2, x = 2 - 2 = 0 --> (0,2)
n = 6: T(3) = 6 --> y = 6 - T(3) = 0, x = 3 - 0 = 3 --> (3,0)
n = 7: T(3) = 6 --> y = 7 - T(3) = 1, x = 3 - 1 = 2 --> (2,1)
usw.
Grüße
Hermann
--
Das ist ein Mißverständnis. Ich habe nicht gemeint, daß Deine Beschreibung
mißverständlich war. Ich fand sie sehr klar.
Wenn f immerhin C^1 ist, und für einen Punkt x_0 gilt
det(J_f(x_0))<>0, wobei J_f die Jacobimatrix ist, dann ist f in
einer Umgebung von x_0 bijektiv. (Fundamentalsatz über inverse
Abbildungen)
HTH
Jürgen
Martin Fuchs schrieb:
> > ich sitze gerade daran, zu zeigen, dass eine gegebene Funktion
> > f(x,y)=y+1/2(x+y)(x+y+1) eine Bijektion ist. Ich dachte mir, es wäre
> > vielleicht günstig, zunächst die Umkehrfunktion von f(x,y) zu bilden. Ich
> > habe aber nirgends gefunden, wie man eine solche von einer Funktion, die von
> > zwei Variablen abhängt, berechnen kann. Es wäre nett, wenn mir jemand
> > weiterhelfen könnte.
>
> Eine Funktion hat nur dann eine Umkehrfunktion, wenn sie bijektiv ist.
>
> Bijektivität liegt vor <=> die Funktion ist injektiv und surjektiv
>
> 1. Injektivität.
>
> betrachte f(a,b) = f(c,d) und zeige, dass (a,b) = (c,d)
>
> aber: f(-1,1) = 1 + 1/2*(-1+1)*(-1+1+1) = 1
> f( -2,1) = 1 + 1/2*(-2+1)*(-2+1+1) = 1
>
> Also ist f schon mal nicht injektiv, damit kann es auch nicht surjektiv sein
Warum soll denn aus nicht injektiv nicht surjektiv folgen?
z.B. :
f: |R-> |R(>=0)
x |-> |x|
Ist nicht injektiv, aber surjektiv.
Gruß Christian
Um eine Aussage über die Surjektivität zu machen, müsste man dann auch noch
die Zielmenge kennen.
Gruß
Klaus
Tippfehler, soll natürlich heissen "damit kann es auch nicht bijektiv sein"
mf
Viele Grüße
Sascha
"Sascha Bub" <Sasch...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aampdi$ce4$02$1...@news.t-online.com...