Ganzhinterseher schrieb:
> Dieter Heidorn schrieb am Mittwoch, 8. März 2023 um 18:15:52 UTC+1:
>> Ganzhinterseher schrieb:
>>> Dieter Heidorn schrieb am Dienstag, 7. März 2023 um 21:59:19 UTC+1:
>>>> Ganzhinterseher schrieb:
>>>
>>> Hier geht es nicht um analytische Grenzwerte
>> >> Doch, genau um den Grenzwert x = 0 der Folge der Stammbrüche (1/n) geht
>> es.
>
> Kann es aber nicht,
Kann es sogar sehr gut, da 0 kein Stammbruch ist. Also befinden sich
alle Stammbrüche rechts von der Null an Stellen x_n = 1/n.
> weil ℵo Stammbrüche und ihre endlichen Abstände auf der Strecke bleiben.
Natürlich befinden sie sich immer an dem Punkt in (0,1], der dem
Stammbruch 1/n entspricht. Der Grenzwert der Folge (1/n) ist 0 - der
Nachweis ist trivial, und könnte sogar dir gelingen. Du musst dich nur
von deiner falschen Intuition lösen, dass es einen "letzten Stammbruch"
gäbe. Den gibt es nicht, denn:
(1)
∀ n∈ℕ: | ℕ\{1, 2, 3, ..., n} | = ℵo,
Diese Beziehung überträgt sich auf die Menge SB der Stammbrüche:
∀ n∈ℕ: | SB\{1/1, 1/2, 1/3, ..., n} | = ℵo
>> Da ist einiges zu korrigieren:
>>
>> * Jede natürliche Zahl ist individuell definiert (siehe Peano-Axiome),
>> und somit auch jeder Stammbruch.
>
> Wären alle individuell definiert, so könntest Du einen herausgreifen, der in (0, 1]
> noch vorhanden ist, in 0 aber nicht mehr.
> Allein Du kannst es nicht. Das kann auch niemand sondt.
>
Ja, das ist das Schöne an unendlichen Mengen, speziell den induktiven
Mengen. Siehe dazu, was ich in meinem Parallelposting schrieb:
| Angenommen, es gibt eine letzte natürliche Zahl n_last und den
| dazugehörigen letzten Stammbruch 1/n_last.
| Es gilt, dass jede natürliche Zahl einen Nachfolger hat; d.h. es gibt
| eine natürliche Zahl n_last + 1 und einen dazugehörigen Stammbruch.
| Die Annahme, dass n_last die letzte natürliche Zahl sei, ist also
| falsch.
| Auch n_last + 1 ist nicht die letzte natürliche Zahl, denn ...
Dass du mit unendlichen Mengen nicht klar kommst, ist dein Problem -
aber dein Unverständnis widerlegt nicht die Mengenlehre.
>> * Zwischen den Stammbrüchen liegen reelle Zahlen, welche die
>> Zahlengerade vollständig ausfüllen - es gibt also keinen Platz für
>> deine schwurbeligen "dunklen Zahlen".
>
> Da[s] *sind* die dunklen Zahlen.
Reelle Zahlen sind nicht in deinem Sinne "dunkel", also "nicht-angebbar"
und "nicht zu ordnen". Wenn du sie als Punkt auf der Zahlengeraden
interpretierst, kannst du sie als solchen identifizieren und die
zugehörige Zahl damit ebenfalls. Eine Ordnung liegt ebenfalls vor.
Damit hat man dann auch einen Beweis für die Nicht-Existenz "dunkler
Zahlen auf der Zahlengeraden:
Die reellen Zahlen füllen die Zahlengerade vollständig aus - es gibt
also keinen Platz für "dunkle Zahlen".
>>> "Werden nun die Zahlen p/q in einer solchen Reihenfolge gedacht, [...] so kommt jede Zahl p/q an eine ganz bestimmte Stelle einer einfach unendlichen Reihe," [E. Zermelo: "Georg Cantor – Gesammelte Abhandlungen mathematischen und philosophischen Inhalts", Springer, Berlin (1932) S. 126]
>>>
>>> "Die so definirte unendliche Reihe hat nun das merkwürdige an sich, sämmtliche positiven rationalen Zahlen und jede von ihnen nur einmal an einer bestimmten Stelle zu enthalten." [G. Cantor, Brief an R. Lipschitz (19 Nov 1883)]
>>>
>> Genauer:
>>
>> |"Es hat nämlich die Funktion μ + ((μ + ν − 1) (μ + ν − 2))/2, wie
>> | leicht zu zeigen, die bemerkenswerte Eigenschaft, dass sie alle
>> | positiven ganzen Zahlen und jede nur einmal darstellt, wenn in ihr μ
>> | und ν unabhängig voneinander ebenfalls jeden positiven, ganzzahligen
>> | Wert erhalten.“
>> (G. Cantor: Ein Beitrag zu Mannigfaltigkeitslehr (1878).
>> Zu finden in: Georg Cantor: Gesammelte Abhandlungen, S. 132)
>
> Leider sind die Zahlen nicht zu finden. Nicht einmal die Stammbrüche.
>
Die Cantorsche Paarungsfunktion ergibt auch keine Brüche, sondern ordnet
jedem positiven Bruch eine natürliche Zahl zu:
f: ℕxℕ --> ℕ , f(μ,ν) = μ + ((μ + ν − 1)*(μ + ν − 2))/2
Die zu den Stammbrüchen 1/ν gehörigen natürlichen Zahlen, welche diese
bei der Abzählung erhalten, ergeben sich also für μ = 1 und ν∈ℕ.
>> Def.: Zwei Mengen A und B heißen gleichmächtig, wenn es eine bijektive
>> Abbildung f: A --> B gibt.
>
> Die gibt es aber nicht zwischen verschiedenen unendlichen Mengen.
Dann zeige doch einmal, dass die Abbildung der natürlichen Zahlen in die
Menge der geraden Zahlen G
f: ℕ --> G , f(n) = 2*n
nicht die von einer bijektiven Abbildung geforderten Eigenschaften
(Injektivität und Surjektivität) nicht besitzt.
>> Def.: Eine Menge A heißt unendliche Menge, falls sie gleichmächtig zu
>> einer echten Teilmenge ist. (Dedekind-Unendlichkeit)
>> [...]
>> Fazit: In der Mathematik gibt es eine konsistente Theorie des
>> Unendlichen.
>
> Ja, sie zeigt, dass kein Stammbruch in demselben Punkt aus der Funktion SBZ verschwindet
> wie ein anderer:
Schlechte Formulierung. Besser: "Kein Stammbruch verschwindet aus der
Zählung gemäß der Funktion SBZ in demselben Punkt wie ein anderer."
Und das ist auch nicht anders zu erwarten, da für verschiedene
natürliche Zahlen n und n' auch die Stammbrüche 1/n und 1/n' verschieden
sind.
> 1/n - 1/(n+) = 1/(n*(n+1)) > 0 [ist] für alle n ∈ ℕ endlich,
Dazu schrieb ich bereits am 01.03.2023, 18:11
|"2. Die Folge (d_n) der Differenzen je zweier aufeinander folgender
| Stammbrüche d_n := x_n - x_(n+1) hat den Grenzwert Null:
|
| lim d_n = 0
| n -> ∞
|
| 3. Die Summe der Differenzen je zweier aufeinander folgender
| Stammbrüche hat den Grenzwert 1:
|
| ∞
| ∑ d_n = 1
| n=1
Dein tiefschürfender Kommentar dazu:
|[WM] "Und was willst Du damit ausdrücken?"
Mit "sinnerfassend lesen" hast du es wohl nicht so...
> nicht nur für n ∈ ℕ_def.
Klar, denn ℕ_def = ℕ. Der Index "def" ist hyperfluid.
>> Die Stammbrüche liegen alle in (0,1] und nicht zwischen 0 und (0,1].
>
> Dann müssten sie auch alle an den Punkten in (0, 1], wo sie liegen, aus der Zählung SBZ verschwinden.
Das tun sie ja auch. SBZ misst aber die Mächtigkeit der Menge der
Stammbrüche links von x > 0, und daher ist SBZ(x) = ℵo.
Der Grund dafür ist dir schon n-mal genannt worden:
GOTO (1)
Dieter Heidorn