Martin
Gruß, Alfred Flaßhaar
Wie ist dann aber die doppelte Nullstelle von x^2 zu zählen?
> Wie ist dann aber die doppelte Nullstelle von x^2 zu z�hlen?
Und was gilt f�r f(x) = 0 ?
--
Helmut Richter
Ein Extrempunkt bei x_0 ist doch so festgelegt, dass f'(x_0) = 0 und ein
Vorzeichenwechsel von f'(x) in der Umgebung von x_0, oder?
Mit der Folge, dass für f(x) = 0 die ursprüngliche Aussage, dass zwischen
zwei Nullstellen stets ein Extrempunkt liegen muss, nicht stimmt.
Nein, ein lokales Extremum ist per Definition so, dass es eine Umgebung
von x_0 gibt, so dass die Einschränkung von f auf diese Umgebung bei x_0
ein globales Extremum hat.
--
Carsten Schultz (2:38, 33:47)
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Entscheidend für die Anwendbarkeit des Satzes von Rolle ist die Eigenschaft
des Intervalles, in dem die Funktion stetig (abgeschlossenes Intervall) und
differenzierbar (offenes Intervall) ist. Jetzt müßte es "klingeln"?
Gruß, Alfred Flaßhaar
Wo ist das Problem? Die Funktion f(x) = x^2 hat nur eine Nullstelle und ist
daher irrelevant für die Frage, was zwischen zwei Nullstellen ist.
Man kann es aber auch so auffassen, dass die doppelte Nullstelle der
Grenzfall von zwei verschiedenen Nullstellen ist, deren Abstand gegen 0
geht. Dann muss auch die dazwischenliegende Extremstelle mit der Nullstelle
zusammenfallen, und siehe da: f(x) hat bei 0 ein Minimum.
Grüße
Jutta
> Norbert Marrek wrote:
> > Am 10.01.2010 20:17, schrieb Martin Brehmer:
> >> Hallo
> >> Gegeben ist eine ganzrationale Funktion f.
> >> Ist folgende Aussage korrekt oder falsch:
> >> Zwischen zwei Nullstellen liegt ein Extrempunkt
> >>
> >> Martin
> >
> > Stimmt:
> > http://de.wikipedia.org/wiki/Satz_von_Rolle
> >
> Bleibt noch zu zeigen, da� die Voraussetzungen des Satzes erf�llt sind.
>
Eingentlich nicht, falls das "des Satzes" sich auf den Satz von Rolle
bezieht, da dieser nichts �ber Extrema aussagt, sondern sie lediglich
f�r seinen Beweis f�r den Fall nicht-konstanter Funktionen benutzt. Der
zum Rolle-Beweis und auch hier verwendbare Satz ist der Satz �ber die
Existenz von Minimum und Maximum stetiger Funktionen auf kompakten
Intervallen.
Und dessen Voraussetzungen sind f�r eine im konkreten Fall auf das
Intervall zwischen zwei Nullstellen eingeschr�nkte ganzrationale
Funktion sicher erf�llt.
(Entschuldige, Alfred, die Belehrung �ber etwas, was du nat�rlich wei�t,
aber missverst�ndlich ausgedr�ckt hast.)
Klaus-R.
Gru�, Alfred
x^3 = lim_{a->0+} x(x-a)(x-2a) ...
zwischen 0 und a liegt immer ein Maximum ...
Gruß,
Detlef
--
Dr. Detlef Müller,
http://www.mathe-doktor.de oder http://mathe-doktor.de
> >> Wie ist dann aber die doppelte Nullstelle von x^2 zu z�hlen?
> >
> > Und was gilt f�r f(x) = 0 ?
>
> Ein Extrempunkt bei x_0 ist doch so festgelegt, dass f'(x_0) = 0 und ein
> Vorzeichenwechsel von f'(x) in der Umgebung von x_0, oder?
> Mit der Folge, dass f�r f(x) = 0 die urspr�ngliche Aussage, dass zwischen
> zwei Nullstellen stets ein Extrempunkt liegen muss, nicht stimmt.
Nein, ein (lokaler) Extrempunkt liegt nach Definition bei x_0 dann vor,
wenn es eine Umgebung von x_0 gibt, �ber der die Funktion nicht sowohl
kleinere als auch gr��ere Werte als f(x_0) annimmt.
Dass f differenzierbar ist, wird dabei nicht vorausgesetzt.
Und wenn f in einer ganzen Umgebung von x_0 differenzierbar ist, ist
lediglich lediglich f'(x_0)=0 eine notwendige Bedingung; eine konstante
Funktion nimmt an jeder Stelle ihren Extremwert an.
Klaus-R.