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Zeichen bei partieller Ableitung

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Peter Koller

unread,
Jun 4, 2003, 10:04:55 AM6/4/03
to
Hallo


wie spricht man das Zeichen (spiegelverkehrte 6) bei partiellen
Ableitungen? Soll es das gr. Delta sein?


Gruß Peter

Oliver Vogel

unread,
Jun 4, 2003, 10:13:28 AM6/4/03
to

Peter Koller wrote:
> wie spricht man das Zeichen (spiegelverkehrte 6) bei partiellen
> Ableitungen? Soll es das gr. Delta sein?

Ein großes Delta ist ein Dreieck.
Das Zeichen spricht man meiner Meinung nach als "d".

Wenn Du das Zeichen in TeX mal brauchen solltest, das ist \partial.

Gruß,

Oliver.

Simon Barner

unread,
Jun 4, 2003, 10:33:46 AM6/4/03
to
>> wie spricht man das Zeichen (spiegelverkehrte 6) bei partiellen
>> Ableitungen? Soll es das gr. Delta sein?
>
> Ein großes Delta ist ein Dreieck.
> Das Zeichen spricht man meiner Meinung nach als "d".
>
> Wenn Du das Zeichen in TeX mal brauchen solltest, das ist \partial.

... wir haben es als "partielles d" kennengelernt.

Simon

Peter Niessen

unread,
Jun 4, 2003, 12:53:33 PM6/4/03
to

"Peter Koller" <peterko...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag news:9vurdv01ag2ukfrdd...@4ax.com...

> Hallo
>
>
> wie spricht man das Zeichen (spiegelverkehrte 6) bei partiellen
> Ableitungen? Soll es das gr. Delta sein?

Das ist richtig: Es ist das kleine grichische Delta, im Gegensatz zum "d"
für das "normale" Differential. Es wird auch, um es typograpisch zu unterscheiden
meistens kursiv gesetzt. Eine besondere Aussprache ist mir nicht bekannt,
da normalerweise eh aus dem Kontext ersichtlich. Also "delta" x, y, z usw.
im Gegensatz zu "dx" für den anderen Fall.
mfg peter

Oliver Vogel

unread,
Jun 4, 2003, 3:47:56 PM6/4/03
to

Peter Niessen wrote:
>
> Das ist richtig: Es ist das kleine grichische Delta, im Gegensatz zum "d"
> für das "normale" Differential. Es wird auch, um es typograpisch zu unterscheiden
> meistens kursiv gesetzt. Eine besondere Aussprache ist mir nicht bekannt,
> da normalerweise eh aus dem Kontext ersichtlich. Also "delta" x, y, z usw.
> im Gegensatz zu "dx" für den anderen Fall.

Also, ich weiß nit wie das bei euch aussieht, aber bei mir sieht ein
kleines Delta anders aus.

Gruß,

Oliver.

Hermann Kremer

unread,
Jun 4, 2003, 4:38:04 PM6/4/03
to
Peter Niessen schrieb in Nachricht ...

>"Peter Koller" <peterko...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
>> Hallo
>>
>> wie spricht man das Zeichen (spiegelverkehrte 6) bei partiellen
>> Ableitungen? Soll es das gr. Delta sein?
>
>Das ist richtig: Es ist das kleine griechische Delta, ...

Sorry, nein ... es ist nicht das kleine Delta ...
Aussprache ist üblicherweise "d-partiell".
Im folgenden wird es als @ geschrieben.
-------------------------------------------------------------------------------------
Earliest Uses of Symbols of Calculus
Last revision: Oct. 5, 2001

Derivative.
The symbols dx, dy, and dx/dy were introduced by Gottfried Wilhelm
Leibniz (1646-1716) in a manuscript of November 11, 1675 (Cajori vol. 2, page
204).
.................
.................

Partial derivative.
The "curly d" @ was used in 1770 by Antoine-Nicolas Caritat, Marquis
de Condorcet (1743-1794) in "Memoire sur les Equations aux différence
partielles," which was published in Histoire de L'Academie Royale des Sciences,
pp. 151-178, Annee M. DCCLXXIII (1773). On page 152, Condorcet says:

Dans toute la suite de ce Memoire, dz & @z désigneront ou deux differences
partielles de z,, dont une par rapport a x, l'autre par rapport a y, ou bien
dz sera une différentielle totale, & @z une difference partielle. [Throughout
this paper, both dz & @z will either denote two partial differences of z,
where one of them is with respect to x, and the other, with respect to y, or
dz and @z will be employed as symbols of total differential, and of partial
difference, respectively.]

However, the "curly d" was first used in the form @u/@x by Adrien Marie Legendre in
1786 in his "Memoire sur la manière de distinguer les maxima des minima dans le
Calcul des Variations," Histoire de l'Academie Royale des Sciences, Annee M.
DCCLXXXVI (1786), pp. 7-37, Paris, M. DCCXXXVIII (1788). On page 8, it reads:

Pour éviter toute ambiguité, je répresentarie par @u/@x le coefficient de x
dans la différence de u, & par du/dx la différence complète de u divisée par
dx.

Legendre abandoned the symbol and it was re-introduced by Carl Gustav Jacob
Jacobi in 1841. Jacobi used it extensively in his remarkable paper "De
determinantibus Functionalibus" [appeared in Crelle's Journal, Band 22, pp.
319-352, 1841].

Sed quia uncorum accumulatio et legenti et scribenti molestior fieri solet,
praetuli characteristica
d
differentialia vulgaria, differentialia autem partialia characteristica
@
denotare.

The "curly d" symbol is sometimes called the "rounded d" or "curved d" or
"Jacobi's d". It corresponds to the cursive "dey" (equivalent to our d) in the
Cyrillic alphabet.
-------------------------------------------------------------------------------------

Sowohl bei Legendre als auch bei Jacobi wird es zusammen mit dem kleinen
Delta benutzt, es ist also ein eigenes Zeichen (möglicherweise ein altes Zeichen
für eine französische Münze, vom römischen "Denarius" abgeleitet).
Im isländischen Alphabet gibt es ein ähnliches Zeichen, das kleine "eth" .

Grüße
Hermann
--

Ralf Muschall

unread,
Jun 8, 2003, 10:03:33 AM6/8/03
to
"Hermann Kremer" <hermann...@online.de> writes:

> Delta benutzt, es ist also ein eigenes Zeichen (möglicherweise ein
> altes Zeichen für eine französische Münze, vom römischen "Denarius"
> abgeleitet).

Bei uns hieß es "del".

> Im isländischen Alphabet gibt es ein ähnliches Zeichen, das kleine
> "eth" .

Das ist aber irgendwie durchgestrichen (die Nordländer sind da ja
seltsam - erst schreiben sie Buchstaben hin, dann streichen sie sie
wieder durch). Und in der Mathematik wird es auch gebraucht - es ist
der konforminvariant modifizierte Differentialoperator im
GHP-Formalismus.

Ralf
--
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