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Maschinenbau FH / Uni

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Thomas Weber

unread,
May 13, 2003, 2:11:17 AM5/13/03
to
Hallo,

Ich möchte im Oktober mein Studium MB beginnen.
Ich bin eigentlich davon überzeugt, dass das an
einer FH tun werde, weil ich das Konzept sehr
ansprechend finde (praxisorientiert, relativ
straff organisierter Stundenplan, kleinere Gruppen
etc).
Jetzt höre ich von immer mehr Leuten, dass ich
mit meinem "normalen" Abi doch "gefälligst" an eine
Uni gehen soll, wenn ich denn schon die Möglichkeit
dazu habe. Das höre ich so oft, dass ich mittlerweile
schon etwas irritiert bin...
Ich dachte immer die FH hätte im technischen Bereich
einige Vorteile, zumal ich nach dem Studium auch einen
"halb-praktischen" Beruf ausüben möchte (ich aus-
schließlich im Büro).

Kann das jemand kommentieren?

Danke,
Tom

Anselm Proschniewski

unread,
May 13, 2003, 3:55:09 AM5/13/03
to
Thomas Weber wrote:

...

> Jetzt höre ich von immer mehr Leuten, dass ich
> mit meinem "normalen" Abi doch "gefälligst" an eine
> Uni gehen soll, wenn ich denn schon die Möglichkeit
> dazu habe. Das höre ich so oft, dass ich mittlerweile
> schon etwas irritiert bin...

Die Begründung ist zwar ziemlich "daneben", aber die Aussage selbst hat
schon ihren Sinn.

> Ich dachte immer die FH hätte im technischen Bereich
> einige Vorteile, zumal ich nach dem Studium auch einen
> "halb-praktischen" Beruf ausüben möchte (ich aus-
> schließlich im Büro).

Im Maschinenbau gibt es viele Tätigkeiten in Konstruktion und Versuch,
die früher von Zeichnern, Technikern und graduierten Ingenieuren
ausgeführt wurden. Dafür werden heute FH-Ingenieure eingestellt. Man
legt Wert auf "praktische" Fähigkeiten und Erfahrungen.

Daneben gibt es auch Jobs mit mehr "wissenschaftlichem" Touch, wo auf
solide Kenntnisse der Physik Wert gelegt wird, oder auf Erfahrung in
Organiation bzw. Management. Für solche Jobs stellt man gerne
TU-Absolventen oder promovierte Ingenieure ein, sie werden auch besser
bezahlt.

Wenn du also gute Abi-Noten hast, dann studiere an einer TU. Das dauert
etwas länger, aber man hat dann für die "besseren" Jobs die besseren
Aussichten und außerdem die Möglichkeit zur Promotion.

Natürlich schafft es auch immer wieder mal ein "FH-Mann", auf einen
solchen Job zu kommen, Hut ab, aber da braucht es Ellenbogen, Vitamin B
und Glück.

Anselm aus Stuttgart/Esslingen

Markus Nowald

unread,
May 13, 2003, 4:47:16 AM5/13/03
to
Hi Thomas,
ich habe Abi und studiere an einer FH. Fur mich ist die FH besser geeignet
da ich kein TheoMensch bin. Durch die zwei Praxissemester in der Industrie
bekommt man sehr guten Einblick wo man spater arbeiten mochte.

Ich wurde dir empfehlen, wenn du dir uneins bist, an einer Uni anzufangen
und nach dem Vordipl an eine FH zu wechseln. Dies ist aufjeden Fall leichter
als umgekehrt. Und wenn dir die Uni gefallt dann biste richtig dort.

Gruss
Markus


"Thomas Weber" <Tom...@gmx.net> wrote in message
news:3EC08C85...@gmx.net...

Michael Dahms

unread,
May 13, 2003, 7:29:19 AM5/13/03
to
Thomas Weber wrote:
>
> Ich möchte im Oktober mein Studium MB beginnen.

Gut.

> Ich bin eigentlich davon überzeugt, dass das an
> einer FH tun werde, weil ich das Konzept sehr
> ansprechend finde (praxisorientiert, relativ
> straff organisierter Stundenplan, kleinere Gruppen
> etc).

Wenn das für Dich wichtige Argumente sind, nur zu! Die
Maschinenbau-Studiengänge, die ich an TUs kenne, sind aber auch
praxisorientiert und wohlorganisiert. Und wenn Du an eine kleine TU
gehst, sind die Gruppen auch nicht so groß.

> Jetzt höre ich von immer mehr Leuten, dass ich
> mit meinem "normalen" Abi doch "gefälligst" an eine
> Uni gehen soll, wenn ich denn schon die Möglichkeit
> dazu habe. Das höre ich so oft, dass ich mittlerweile
> schon etwas irritiert bin...

Du wirst einen wesentlichen Nachteil haben: Du hast keine Lehre. Da
wirst Du Schwierigkeiten haben, die wirklich praxisorientierten
Anspielungen in den Vorlesungen zu verstehen.

Michael Dahms

Ralf Pfeifer

unread,
May 13, 2003, 12:19:08 PM5/13/03
to
Thomas Weber wrote:
> Hallo,
>
> Kann das jemand kommentieren?

Probieren wir's 'mal: Als Ingenieur wirst Du vor allem
nach Zertifikaten beurteilt - Zeugnisse, Arbeitszeugnisse,
Diplome, Doktor-Titel. Je höher die Wertigkeit der
Zertifikate, um so besser kommst Du bei der Einstellung weg.

Vor ein paar Tagen wurde z.B. in meiner Firma ein Text aus
einer Zeitung herumgereicht, in dem stand: Audi zahlt
TU-Abgängern zwischen 43-50.000 Euro Einstiegsgehalt.
Glaube ich zwar nicht ganz, aber die FH-ler kriegen bestimmt
nicht mehr.

So, und nun setze Deine Prioritäten und dann triff die Wahl.


Gruß, Ralf.

Thomas Weber

unread,
May 13, 2003, 5:17:52 PM5/13/03
to
Danke für die Meinungen und Kommentare!

Ich seh grad da hat sich ein übler Tippfehler eingeschlichen:

> "halb-praktischen" Beruf ausüben möchte (ich aus-
> schließlich im Büro).

Ich wollte schreiben: *nicht* ausschließlich im Büro.


Hab ich das richtig verstanden, wenn ich jetzt an eine FH
gehe, habe ich *nie mehr* die Möglichkeit zu einem Doktortitel
zu kommen? - ???
(über solche Aspekte habe ich noch nie nachgedacht...)

Für mich persönlich ist nach wie vor das FH-Modell vom "akademisch
ausgebildeten Praktiker" sehr attraktiv und ich habe kein Problem
damit, mir mal "die Hände schmutzig zu machen".
Dagegen kann ich mir im Moment kaum vorstellen im Bereich Management
tätig zu sein.

Ich schätze ich bin an der FH schon richtig aufgehoben...

Grüße,
Tom

Stephan Lange

unread,
May 13, 2003, 5:31:35 PM5/13/03
to
Thomas Weber schrieb:

> Hab ich das richtig verstanden, wenn ich jetzt an eine FH
> gehe, habe ich *nie mehr* die Möglichkeit zu einem Doktortitel
> zu kommen? - ???

Geht schon, ist aber aufwendig. U.a. musst Du Pruefungen
nachholen.

> Für mich persönlich ist nach wie vor das FH-Modell vom "akademisch
> ausgebildeten Praktiker" sehr attraktiv und ich habe kein Problem
> damit, mir mal "die Hände schmutzig zu machen".

Als TU-Ing. sollte man damit auch keine Probleme haben. Die einzigen,
auf die so etwas zutrifft, sind meiner Erfahrung nach Wi.-Ings. (Und
von denen koennen sich das einige leisten und der Rest ist wie ein
Luftballon: einmal picksen und schon ist die Luft raus...)

> Dagegen kann ich mir im Moment kaum vorstellen im Bereich Management
> tätig zu sein.

Das magst Du anders sehen, wenn Du nach dem Studium erst mal
ein paar Jahre im Beruf steckst und feststellst, dass es auch
sehr viel Spass machen kann, nicht nur Sachen auszufuehren,
sondern selbst jenseits Deines momentanen Arbeitsfeldes zu
ueberlegen, Vorschlaege zu machen, durchzusetzen, zu
entscheiden, Verantwortung zu tragen, Personal zu fuehren
und last but not least auch ein wenig mehr Geld nach Hause
zu tragen.

FH ist da nicht unbedingt ein absolutes Hinderniss. Aber ein
Tueroeffner ist das auch nicht.

> Ich schätze ich bin an der FH schon richtig aufgehoben...

Es gibt doch an Unis die Schuelertage, wo man sich mal genau
umsehen kann.

Andererseits, wenn Du Dich tatsaechlich an der FH richtig
aufgehoben fuehlst, dann wird das schon so sein und ich wuensche
Dir viel Erfolg. Sei Dir nur sicher, dass Du die FH nicht aus
Furcht vor der Uni waehlst. Man waechst mit seinen Aufgaben und
nach der FH hast Du keine Chance mehr, noch einmal an die Uni
als Student zu gehen. Sei Dir sicher, dass Du dann nicht sagst
"Haette ich mal...". Und Koepfe werden an der Uni auch eher selten
abgerissen.

MfG und alles Gute.

Stephan

Michael Dahms

unread,
May 14, 2003, 1:50:47 AM5/14/03
to
Thomas Weber wrote:
>
> Hab ich das richtig verstanden, wenn ich jetzt an eine FH
> gehe, habe ich *nie mehr* die Möglichkeit zu einem Doktortitel
> zu kommen? - ???

Du hast die Möglichkeit. Es ist aber schwieriger. Details kannst Du in
de.soc.studium ergoogeln.

Michael Dahms

Michael Dahms

unread,
May 14, 2003, 1:52:05 AM5/14/03
to
Stephan Lange wrote:
>
> Man waechst mit seinen Aufgaben und
> nach der FH hast Du keine Chance mehr, noch einmal an die Uni
> als Student zu gehen.

Hä? Wie meinst Du das? Ich kenne persönlich einige Leute, die nach der
FH an die Uni als Student gegangen sind.

Michael Dahms

Michael Hemmer

unread,
May 14, 2003, 2:47:20 AM5/14/03
to

In den technischen Lehramtsstudiengängen ist das fast die Regel. Echte
Studienanfänger gibt es da an der Uni kaum (nur später Umsteiger aus den
Diplomstudiengängen).

Gruß,

Michael

Stephan Lange

unread,
May 14, 2003, 3:29:09 AM5/14/03
to
Michael Dahms schrieb:

> Hä? Wie meinst Du das? Ich kenne persönlich einige Leute, die nach der
> FH an die Uni als Student gegangen sind.

Gut, "keine Chance" war zu hart ausgedrueckt.

Stephan

Michael Dahms

unread,
May 14, 2003, 3:47:46 AM5/14/03
to

Wie hast Du es denn gemeint?

Michael Dahms

Nils Christoph Peters

unread,
May 14, 2003, 5:42:06 AM5/14/03
to
In news:3EC16437...@gmx.de,
Stephan Lange <stepha...@gmx.de> typed:

>> damit, mir mal "die Hände schmutzig zu machen".

> Als TU-Ing. sollte man damit auch keine Probleme haben. Die einzigen,
> auf die so etwas zutrifft, sind meiner Erfahrung nach Wi.-Ings. (Und
> von denen koennen sich das einige leisten und der Rest ist wie ein
> Luftballon: einmal picksen und schon ist die Luft raus...)

Ähm, wie meinst du das denn ? Haben nach deiner Meinung Wiings zu wenig
technische Kenntnisse ?

tschö!
Nils Christoph

Michael Dahms

unread,
May 14, 2003, 8:07:25 AM5/14/03
to
Nils Christoph Peters wrote:
>
> Haben nach deiner Meinung Wiings zu wenig
> technische Kenntnisse ?

In der Regel zu wenig.

Michael Dahms, der selbst für W-Ings liest

Frank Meier

unread,
May 14, 2003, 8:34:17 AM5/14/03
to

"Thomas Weber" <Tom...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3EC08C85...@gmx.net...

Hallo Thomas,

habe hier noch brauchbare links für Dich
der einen einen großteil deiner Fragen beantworten dürfte.

http://www.einslive.de/daswort/diesendungen/aktionen_und_specials/welches_st
udium_ist_das_richtige_fuer_mich_.phtml
http://www.vdi.de/imperia/md/content/hg/technikundbildung/1.pdf


hier noch was zum Schmunzeln:

Brückenbau:
Worin besteht der unterschied Zwischen einem TH-Bauingenieur und einem
FH-Bauingenieur?
Ein TH-Bauingenieur baut eine Brücke, diese stürzt ein und er weiß warum.
Ein FH-Bauingenieur baut eine Brücke, diese stürzt nicht ein und er weiß
nicht warum.

Übrigens der Chef von Daimler Chrysler, Herr Schrempp, kommt von einer FH


MfG


Michael Erwerle

unread,
May 14, 2003, 1:42:40 PM5/14/03
to
>> Als TU-Ing. sollte man damit auch keine Probleme haben. Die einzigen,
>> auf die so etwas zutrifft, sind meiner Erfahrung nach Wi.-Ings. (Und
>> von denen koennen sich das einige leisten und der Rest ist wie ein
>> Luftballon: einmal picksen und schon ist die Luft raus...)
>
>Ähm, wie meinst du das denn ? Haben nach deiner Meinung Wiings zu wenig
>technische Kenntnisse ?

nicht nur technische...
60% Schmied und 60% Industriekaufmann da kommt dann eben nur was raus, das man
zu 80% einsetzen kann

wenn es dann noch Kombinationen wie 20% Schmied 20% elektriker 20% Chemikant
30 % Industriekaufmann und 30% Sekretär ist...

naja, Erfahrungen und Kenntnisse sind da... aber wo setze man so jemanden
sinnvoll ein?

nur um das mal überspitzt auszudrücken...

Michael
I am not a bug I am a undocumented feature

Michael Erwerle

unread,
May 14, 2003, 1:53:38 PM5/14/03
to
>
>> "halb-praktischen" Beruf ausüben möchte (ich aus-
>> schließlich im Büro).
>
>Ich wollte schreiben: *nicht* ausschließlich im Büro.

ich denke, das haben alle so gelesen, sonst wäre der Kommentar: studier doch
BWL gekommen...

>
>Hab ich das richtig verstanden, wenn ich jetzt an eine FH
>gehe, habe ich *nie mehr* die Möglichkeit zu einem Doktortitel
>zu kommen? - ???
>(über solche Aspekte habe ich noch nie nachgedacht...)

es gibt Mittel und Weg um zu diesem Ziel zu kommen

>Für mich persönlich ist nach wie vor das FH-Modell vom "akademisch
>ausgebildeten Praktiker" sehr attraktiv

und Du bist als Abiturient Praktiker?
Mit Sicherjheit wirst Du nicht in 2 Praxissemestern zum Praktiker...

Und das ist kurz ausgerdückt die Kritik, die Du hören mußtest...

>und ich habe kein Problem
>damit, mir mal "die Hände schmutzig zu machen".

Wenn Du das Problem hättest... würe ich sagen studier BWL...

>Dagegen kann ich mir im Moment kaum vorstellen im Bereich Management
>tätig zu sein.

und weil Du Dir das heute nicht vorstellen kannst wählst Du die Option die Dir
das später schwerer macht?

Wenn Du als Single ausgehst und nicht erwartest was für einen schönen Abend zu
finden hast Du sicher auch prinzipiell kein Gummi mit, weil Du daran zu schwer
trägst?

Dein Hauptproblem wird später beim Einstieg sein:
Du konkurierst mit dem (halb) akademisch gebildeten Praktiker
bist aber nur (halb) akademisch gebildeter .... ja was denn?
und auf der anderen seite gibt es vielleicht noch als Konkurenten die
(voll) akademisch ausgebildten Theoretiker...

Wen ich an Deiner Stelle an die FH denken würde ginge ich vielleicht einen
Schritt weiter und würde mal die BA ins Auge fassen...

Nils Christoph Peters

unread,
May 14, 2003, 4:00:49 PM5/14/03
to
In news:20030514134240...@mb-m15.aol.com,
Michael Erwerle <merw...@aol.comkeinmuel> typed:

> nicht nur technische...
> 60% Schmied und 60% Industriekaufmann da kommt dann eben nur was
> raus, das man zu 80% einsetzen kann

Gerade die Kombination soll doch die Qualifikation eines Wiings
ausmachen. Das er in beiden Bereichen (BWL/Technik) umfangreiche
Kenntnisse besitzt und sich so auch in die Sichtweise eines BWLers oder
Maschbauer hineinversetzen kann und entsprechend dazwischen vermitteln
bzw. entscheiden kann.

In meinem Wiing-Studienführer steht: "Die Vereinigung von technischen
und wirtschaftlichen Verständnis in einer Person".

Ja, ich bin von meinem Wiing-Studium schwer begeistert ;-)

tschö!
Nils Christoph


Stephan Lange

unread,
May 14, 2003, 4:20:51 PM5/14/03
to
Michael Dahms schrieb:

> Wie hast Du es denn gemeint?

Der junge FH-Absolvent kommt mit dem Zeugnis aus der FH
und steht vor der Frage:

A) mache ich jetzt das, wofuer ich die letzten Jahre
geschuftet habe und suche mir einen Job und verdiene
_endlich_ mal richtiges Geld, oder
B) gehe ich mit dem FH-Zeugnis an die TU, lasse mir erklaeren,
dass das gerade mal als Vordiplom anerkannt wird und bin
auch die naechsten jahre "nur" Student und lebe von Bafoeg,
meinen Eltern und den Nebenjobs.

Und wenn man erst mal im Job ist, wird es unendlich schwer,
wieder eine Stufe zurueckzugehen.

So in etwa.

Stephan Lange

unread,
May 14, 2003, 4:23:06 PM5/14/03
to
Nils Christoph Peters schrieb:

> Ähm, wie meinst du das denn ? Haben nach deiner Meinung Wiings zu wenig
> technische Kenntnisse ?

Die meisten ja.

Stephan

Michael Erwerle

unread,
May 15, 2003, 12:19:22 AM5/15/03
to
>> nicht nur technische...
>> 60% Schmied und 60% Industriekaufmann da kommt dann eben nur was
>> raus, das man zu 80% einsetzen kann
>
>Gerade die Kombination soll doch die Qualifikation eines Wiings
>ausmachen. Das er in beiden Bereichen (BWL/Technik) umfangreiche
>Kenntnisse besitzt und sich so auch in die Sichtweise eines BWLers oder
>Maschbauer hineinversetzen kann und entsprechend dazwischen vermitteln
>bzw. entscheiden kann.

um in die Position "Entscheiden" zu können zu kommen muß aufgestiegen sein.
um aufzusteigen brauchst Du Verdienste und die erwirbt der jeweilige Spezialist
leichter.

also bleibt für den Einsteiger die Option vermitteln...
Nur hast Du bereits bei Überlegungen in den einzelnen Qualifikationen konträre
Positioenen
Der Verkäufer will sicher seine Kunden beliefern können also ist er an einem
vollen Lager interessiert
Der Controller sieht einen hohen Lagerbestand, das kostet Geld...

Der Produktionsingenieur will ein robustes Produkt
Der Entwicklungsingenieur will ein innovatives Produkt...

Demzufolge muß eben auch zwischen den Positionen der Spezialisten vermittelt
werden und das können dann wieder die Spezialisten besser...

Statt eines Wi Ings fände ich einen Ingeniör mit wirtschaftlichem Nebenfach
oder einen BWL er mit technischem Nebenfach ehrlich gesagt besser, so daß man
eines richtig kann und zumindest die Sprache des anderen beherrscht, mehr muß
nicht sein!

Der Ing muß keine Buchungen vornehmen können, es reicht wenn der im
Zweifelsfall die Kapitalströme grob nachvollziehen kann
und der BWL er muß keine Konstruktion machen können

>In meinem Wiing-Studienführer steht: "Die Vereinigung von technischen
>und wirtschaftlichen Verständnis in einer Person".

ohhhh Du kannst also technische Probleme verstehen und auch kaufmännische...
nur ich soll technische Probleme lösen, das ist etwas mehr als verstehen...
unser Disponent soll kaufmännische Probleme lösen...
wenn ich Verstämdnis suche gehe ich zum Psychologen

>
>Ja, ich bin von meinem Wiing-Studium schwer begeistert ;-)

dann amüsier Dich damit...
Meine Meinung: nicht Fisch nicht Fleisch

Anselm Proschniewski

unread,
May 15, 2003, 1:02:33 AM5/15/03
to

Einspruch ! Die WIs an der TU Darmstadt haben zu "meiner" Zeit ein
komplettes Maschinenbau-Vordiplom absolviert. Und dazu noch eine ganze
Reihe betriebswirtschaftlicher Fächer belegt. Das waren nur die Besten,
denn der Numerus Clausus war ja 1.0 (im Jahre 1982).

Anselm aus Stuttgart/Esslingen (hat nur ein MB-Diplom)

Michael Dahms

unread,
May 15, 2003, 1:52:15 AM5/15/03
to
Stephan Lange wrote:
>
> Der junge FH-Absolvent kommt mit dem Zeugnis aus der FH
> und steht vor der Frage:
>
> A) mache ich jetzt das, wofuer ich die letzten Jahre
> geschuftet habe und suche mir einen Job und verdiene
> _endlich_ mal richtiges Geld,

Wenn die Antwort 'ja' ist, war er an der richtigen Stelle.

> oder
> B) gehe ich mit dem FH-Zeugnis an die TU, lasse mir erklaeren,
> dass das gerade mal als Vordiplom anerkannt wird und bin
> auch die naechsten jahre "nur" Student und lebe von Bafoeg,
> meinen Eltern und den Nebenjobs.

Hm. An die Uni gehen bei uns die Leute, die ruck-zuck in 8 Semestern
durchs Studium gekommen sind.

Die einen suchen sich dann eine Uni, die spezielle 4-5semestrige
Aufbaustudiengänge anbieten. Und nach 12-13 Semestern sein Uni-Diplom
oder seinen Master zu haben, ist doch gar nicht schlecht.

Die anderen machen an einer geeigneten Uni ein paar
Anerkennungsprüfungen und promovieren direkt.

> Und wenn man erst mal im Job ist, wird es unendlich schwer,
> wieder eine Stufe zurueckzugehen.

Von der Tendenz her hast Du natürlich recht.

Unsere Schiffsbetriebstechniker machen das aber teilweise so: Eine
zeitlang fahren, dabei das Geld nicht ausgeben können, und dann wieder
eine zeitlang weiterstudieren.

Michael dahms

Michael Dahms

unread,
May 15, 2003, 1:59:53 AM5/15/03
to
Nils Christoph Peters wrote:
>
> In meinem Wiing-Studienführer steht: "Die Vereinigung von technischen
> und wirtschaftlichen Verständnis in einer Person".

Die Sache ist bloß die: Den BWL-Kram kann sich ein Ingenieur in
Nullkomma-Nichts nebenbei aneignen.

Michael dahms

Michael Dahms

unread,
May 15, 2003, 2:05:08 AM5/15/03
to
Anselm Proschniewski wrote:
>
> Die WIs an der TU Darmstadt haben zu "meiner" Zeit ein
> komplettes Maschinenbau-Vordiplom absolviert.

Das ist natürlich etwas anders.

Die für WIs der Uni/FH Flensburg ("Energie- und Umweltmanagement") poste
ich mal die URL:

http://www.uni-flensburg.de/eum/infos/allgemeineinfos.htm (Fächer ganz unten)

Michael Dahms

Niels Cölle

unread,
May 15, 2003, 4:28:47 PM5/15/03
to
Hallo Thomas!

Thomas Weber wrote:
>
> Ich dachte immer die FH hätte im technischen Bereich
> einige Vorteile, zumal ich nach dem Studium auch einen
> "halb-praktischen" Beruf ausüben möchte (ich aus-
> schließlich im Büro).

Welchen Beruf Du am Ende ausübst, liegt ausschließlich bei Dir. Ob Du
mit Deinem Diplom "Bleche zusammenbrätst" oder aus dem Ledersessel
hundert Ings springen lässt hat in der Regel mehr damit zu tun, ob Du
Deine Chancen richtig nutzt oder nicht, bzw. in welche Richtung Du mehr
Ambitionen hast.

Einige Kommilitionen sind von der TU an eine FH gewechselt, nachdem sie
sich mehrere Semester ohne großen Erfolg abgerackert hatten. An der FH
haben sie dann recht erfolgreich zu Ende studiert. Sie kamen mit der
eher schulmäßigen Organisation besser zurecht. (haben sie mir zumindest
erzählt)

Genauso hat ein FH-Absolvent an der TU seinen Dr. gemacht. Dabei wurden
ihm ca. 80% seiner Prüfungen anerkannt (übrigens auch für das
Hauptdiplom).

Wähle die Form des Studiums, mit der Du besser zurecht kommst. Um das
festzustellen, solltest Du die Schülerinformationstage verschiedener
Unis nutzen und Dich ein wenig schlau machen.

An der TU Clausthal bekommst Du meiner Meinung nach genau die richtige
Mischung aus Theorie und Praxis.

Laß Dich nicht irre machen
Niels Cölle

Michael Dahms

unread,
May 16, 2003, 1:30:28 AM5/16/03
to
Niels Cölle wrote:
>
> An der TU Clausthal bekommst Du meiner Meinung nach genau die richtige
> Mischung aus Theorie und Praxis.

ceterum censeo: Die TU Clausthal ist natürlich immer zu empfehlen!

Glück auf!

Michael Dahms

Anselm Proschniewski

unread,
May 16, 2003, 4:30:59 AM5/16/03
to
Michael Dahms wrote:
>
> Niels Cölle wrote:
> >
> > An der TU Clausthal bekommst Du meiner Meinung nach genau die richtige
> > Mischung aus Theorie und Praxis.
>
> ceterum censeo: Die TU Clausthal ist natürlich immer zu empfehlen!

Aber nicht für jeden: dort gibt es kein Sommersemester, dafür aber zwei
Wintersemester ;-)

Anselm aus Stuttgart/Esslingen (scnr)

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Ralf Pfeifer

unread,
May 17, 2003, 6:20:32 AM5/17/03
to
Kai Dörner wrote:
>>Vor ein paar Tagen wurde z.B. in meiner Firma ein Text aus
>>einer Zeitung herumgereicht, in dem stand: Audi zahlt
>>TU-Abgängern zwischen 43-50.000 Euro Einstiegsgehalt.
>>Glaube ich zwar nicht ganz, aber die FH-ler kriegen bestimmt
>>nicht mehr.
>>
>>So, und nun setze Deine Prioritäten und dann triff die Wahl.
>
>
> Soll er das jetzt nur vom Einstiegsgehalt abhängig machen? Ein bisschen
> dünn, oder?

Das Gehalt des Mitarbeiters tut einer Firma am meisten weh.
Und je mehr Schmerzen sie dabei auf sich nimmt, um so
angesehener muss die Qualifikation sein, für die das Geld
ausgegeben wird.


Gruß, Ralf.

"Malte H. Höltken"

unread,
May 19, 2003, 4:56:55 AM5/19/03
to
Michael Dahms schrieb:
[...]

> Unsere Schiffsbetriebstechniker machen das aber teilweise so: Eine
> zeitlang fahren, dabei das Geld nicht ausgeben können, und dann wieder
> eine zeitlang weiterstudieren.
>
> Michael dahms

Naja das höhrt sich eher nach Praxissemestern und Nebenjob an als nach
ernsthafter Unterbrechung des Studiums.....

Grusz,
Malte

Michael Dahms

unread,
May 19, 2003, 5:41:16 AM5/19/03
to
"Malte H. Höltken" wrote:
>
> Michael Dahms schrieb:
> [...]
> > Unsere Schiffsbetriebstechniker machen das aber teilweise so: Eine
> > zeitlang fahren, dabei das Geld nicht ausgeben können, und dann wieder
> > eine zeitlang weiterstudieren.
>
> Naja das höhrt sich eher nach Praxissemestern und Nebenjob an als nach
> ernsthafter Unterbrechung des Studiums.....

Die machen das nach dem Diplom.

Michael Dahms

Lutz Dekker

unread,
May 20, 2003, 5:48:37 PM5/20/03
to

Glück Auf!

Ja, ja und noch das Gerücht, daß es hier nur 20% Frauenanteil gibt und davon bei
70% auch nur "weiblich" im Perso steht. Ist schon klar.

In Clausthal kann man schon gut studieren. Es gibt viele kleine
Übungsgruppen, keine überfüllten Hörsäle, hin und wieder Sonnenschein und
sogar nette Frauen.
Wenn du nicht jeden Abend Party willst, sondern nur Dienstags und
Donnerstags, bist du hier genau richtig.

Gruß Lutz (Mb)

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