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Strahlen aus dem All ;)

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#not #public

unread,
Dec 13, 2009, 6:47:52 AM12/13/09
to
Guten Tag, die Herren.

Ich suche eine Erklᅵrung zu folgender Frage :

Wenn ich meine digitale mini-camping Satelitenschᅵssel nicht 100%
akkurat ausrichte empfange ich nicht alle verfᅵgbaren Kanᅵle. Gleiches
gilt auch bei schlechtem Wetter.
Was ist die Ursache ? Liegen die Frequenzen weit auseinander das sie
unterschiedlich gebrochen werden ? Liegt es an der Polarisation ?

MfG

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 13, 2009, 7:22:30 AM12/13/09
to
#not #public schrieb:

Namen gibt's - die gibt's nicht.

> Guten Tag, die Herren.

Tach die Dame.

Ich habe keine wirklich Ahnung. Dazu fehlt mir da doch einiges an
NauHau. Ich denke die Antwort kriegst Du aber. Und da ich denke da
Du/Wir sie entsprechend geben, greife ich mal gleich mit einer weiteren
Gedankenspielfrage ein.

Kann man Schᅵsseln nicht auch als Kugel bauen? Gibt es Matierlaien die
fᅵr das entsprechende Frequenzband und Polarisation einseitig
durchlᅵssig sind. Also nur von aussen in die Kugel rein, auf der
Innenwand dann fokussierend auf den LNB reflektiert werden kᅵnnen?

Dahinterliegende Idee: Halt eine Kugel anstelle der Schᅵssel montieren
welche evtl. gleich mehrere Sateliten abgreifen kann ohne auch noch
justiert werden zu mᅵssen.

Wahrscheinlich gibt es jetzt die tausend *abers*:
Material/Frequenzbereich, Polarisation, Grᅵᅵe....

--
Glᅵck Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Uwe Hercksen

unread,
Dec 14, 2009, 12:16:31 PM12/14/09
to

Bodo Mysliwietz schrieb:

> Dahinterliegende Idee: Halt eine Kugel anstelle der Schᅵssel montieren
> welche evtl. gleich mehrere Sateliten abgreifen kann ohne auch noch
> justiert werden zu mᅵssen.

Hallo,

warum sollte man das tun, dann kann man ja nicht mehr die gleichen
Frequenzbereiche fᅵr mehrere Satelliten benutzen? Mᅵsste jeder Satellit
andere Frequenzen benutzen kᅵme man nicht weit mit den verfᅵgbaren
Frequenzen. Man benutzt ja schon bei den Satelliten horizontale und
vertikale Polarisation um die Frequenzen doppelt belegen zu kᅵnnen.

Bye

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 14, 2009, 1:51:07 PM12/14/09
to
Uwe Hercksen schrieb:

> Bodo Mysliwietz schrieb:
>
>> Dahinterliegende Idee: Halt eine Kugel anstelle der Schᅵssel montieren
>> welche evtl. gleich mehrere Sateliten abgreifen kann ohne auch noch
>> justiert werden zu mᅵssen.
>
> Hallo,
>
> warum sollte man das tun,

um die 360ᅵx360ᅵ Schᅵssel, ᅵhm, Kugel zu haben.

> dann kann man ja nicht mehr die gleichen
> Frequenzbereiche fᅵr mehrere Satelliten benutzen? Mᅵsste jeder Satellit
> andere Frequenzen benutzen kᅵme man nicht weit mit den verfᅵgbaren
> Frequenzen. Man benutzt ja schon bei den Satelliten horizontale und
> vertikale Polarisation um die Frequenzen doppelt belegen zu kᅵnnen.

Die Polarisationsebene selbst wᅵrde sich ja innerhalb der
halbdurchlᅵssigen Kugel nicht drehen, denn letztendlich wᅵrde die
genᅵberliegende Inneneite ja nur als "Halbschᅵssel" fungieren und aufs
Zentrum (LNB) fokussieren.
Imho wᅵre zu ᅵberlegen ob man auch eine LNB so konstruiren kann das die
Einstrahl quasi von ᅵberall, natᅵrlich Polarisiert, kommen kann.

Ok, wissen tue ich diesbezᅵglich, nahezu nichts. Bin kein
Satelittengucker und somit nicht sonderlich ᅵber die Technik informiert.
Die Nutzung der Polarisationsebenen umd die Frequenzbᅵnder gleich
doppelt zu nutzen ist mir soweit klar, ich sehe nur nicht warum sich das
innerhalb der Kugel egalisieren sollte.

Achim Lesmeister

unread,
Dec 14, 2009, 3:04:11 PM12/14/09
to
Bodo Mysliwietz schrieb:

>> [...] Satelitenschᅵssel [...]


>
> Kann man Schᅵsseln nicht auch als Kugel bauen?

das wird schon daran scheitern, dass Sat-Schᅵsseln kein Kugelsegment
sind, sondern ein Paraboloid. In einer Kugel wᅵrden die (nahezu)
parallel eintreffenden Wellen nicht auf einen einzelnen Punkt reflektiert.

Gruᅵ
Achim

Uwe Hercksen

unread,
Dec 15, 2009, 6:39:48 AM12/15/09
to

Bodo Mysliwietz schrieb:

> Ok, wissen tue ich diesbezᅵglich, nahezu nichts. Bin kein
> Satelittengucker und somit nicht sonderlich ᅵber die Technik informiert.
> Die Nutzung der Polarisationsebenen umd die Frequenzbᅵnder gleich
> doppelt zu nutzen ist mir soweit klar, ich sehe nur nicht warum sich das
> innerhalb der Kugel egalisieren sollte.

Hallo,

auch wenn die Kugel mit den zwei Polarisationsebenen funktionieren
wᅵrde, die Idee ist unbrauchbar weil man mehrere Satelliten die den
gleichen Frequenzbereich benutzen damit nicht mehr trennen kann.
Ausserdem wᅵrde man auch noch das gesamte Hintergrundsrauschen vom
Himmel damit einfangen.

Mit den ᅵblichen Spiegeln kann man sogar mehrere verschiedene Satelliten
empfangen, sogar gleichzeitig weil nebeneinander mehrere Empfᅵnger LNBs
montiert sind. Die Wellen von mehreren Satelliten werden auf den jeweils
zugehᅵrigen LNB fokussiert.

Bye

Axel Berger

unread,
Dec 15, 2009, 5:42:00 AM12/15/09
to
*Achim Lesmeister* wrote on Mon, 09-12-14 21:04:
>das wird schon daran scheitern, dass Sat-Schnsseln kein Kugelsegment
>sind,

Es gibt mehr: Ein optischer Strhlengang ist reversibel, wohin w�rde ein
solches Konstrukt (geb�ndelt?) senden? Und dann ist eine handels�bliche
Sch�ssel ja mitnichten eine Halbkugel. Welche Ma�e h�tte sie, w�rde man
sie zur Vollkugel erweitern?

Achim Lesmeister

unread,
Dec 15, 2009, 1:37:13 PM12/15/09
to
Axel Berger schrieb:

> Es gibt mehr: Ein optischer Strhlengang ist reversibel, wohin w�rde ein
> solches Konstrukt (geb�ndelt?) senden? Und dann ist eine handels�bliche
> Sch�ssel ja mitnichten eine Halbkugel. Welche Ma�e h�tte sie, w�rde man
> sie zur Vollkugel erweitern?

man k�nnte sie gar nicht zur Kugel erweitern, unabh�ngig von der Gr��e.
Die Form der Sch�ssel ist nicht Teil einer Kugeloberfl�che, sondern eben
ein Paraboloid; genauer ein Rotationsparaboloid. (Der im Falle der
Sat-Sch�ssel noch ein wenig verzerrt wird, damit der LNB und sein
Tr�gerarm nicht das Signal abschatten.)

Gru�
Achim

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 15, 2009, 2:20:51 PM12/15/09
to
Achim Lesmeister schrieb:
> Axel Berger schrieb:
>
>> Es gibt mehr: Ein optischer Strhlengang ist reversibel, wohin wᅵrde ein
>> solches Konstrukt (gebᅵndelt?) senden? Und dann ist eine handelsᅵbliche
>> Schᅵssel ja mitnichten eine Halbkugel. Welche Maᅵe hᅵtte sie, wᅵrde man
>> sie zur Vollkugel erweitern?
>
> man kᅵnnte sie gar nicht zur Kugel erweitern, unabhᅵngig von der Grᅵᅵe.
> Die Form der Schᅵssel ist nicht Teil einer Kugeloberflᅵche, sondern eben

> ein Paraboloid; genauer ein Rotationsparaboloid. (Der im Falle der
> Sat-Schᅵssel noch ein wenig verzerrt wird, damit der LNB und sein
> Trᅵgerarm nicht das Signal abschatten.)

<pling> Der Groschen ist gefallen. Ebenfalls Uwes Antwort war hilfreich.

Roland Damm

unread,
Dec 15, 2009, 7:32:15 PM12/15/09
to
Moin,

Uwe Hercksen wrote:

> Mit den üblichen Spiegeln kann man sogar mehrere verschiedene Satelliten
> empfangen, sogar gleichzeitig weil nebeneinander mehrere Empfänger LNBs


> montiert sind. Die Wellen von mehreren Satelliten werden auf den jeweils

> zugehörigen LNB fokussiert.

Und wenn man genau das machen will, ist eine Kugel als Schüssel tatsächlich
nicht verkehrt, weil diese dann nämlich alle LNBs gleich gut (oder schlecht)
behandelt).

CU Rollo

Uwe Hercksen

unread,
Dec 16, 2009, 10:14:41 AM12/16/09
to

Roland Damm schrieb:

> Und wenn man genau das machen will, ist eine Kugel als Schüssel tatsächlich
> nicht verkehrt, weil diese dann nämlich alle LNBs gleich gut (oder schlecht)
> behandelt).

Hallo,

nur muß man dies Kugel mit mehreren LNBs wieder genau auf die Satelliten
ausrichten damit jeder LNB möglichst gut die Wellen von dem Satelliten
bekommt den er auch empfangen soll und möglichst wenig von den anderen.

Bye

Uwe Hercksen

unread,
Dec 16, 2009, 10:16:24 AM12/16/09
to

Bodo Mysliwietz schrieb:

> <pling> Der Groschen ist gefallen. Ebenfalls Uwes Antwort war hilfreich.

Hallo,

na das freut mich aber fᅵr den Groschen das er endlich auf dem Boden der
Tatsachen angekommen ist...

Bye

Axel Berger

unread,
Dec 16, 2009, 7:30:00 AM12/16/09
to
*Achim Lesmeister* wrote on Tue, 09-12-15 19:37:

>Die Form der Sch�ssel ist nicht Teil einer Kugeloberfl�che, sondern eben
>ein Paraboloid;

Ist ja richtig, aber das Segment ist so klein und ziemlich flach, da�
man den Unterschied zwischen Kugel und Paraboloid ruhig mal ignorieren
kann.

Stefan Sprungk

unread,
Jan 3, 2010, 3:27:05 PM1/3/10
to

Die Funkverbindung zwischen Satellit und Schᅵssel ist quasi Optisch. Das
bedeutet, das Phᅵnomene, wie Beugung, Brechung etc. zunᅵchst keine Rolle
spielen. Man behandelt diese Verbindung zunᅵchst wie gewᅵhnliche
Lichtstrahlen, die in einem Parabolspiegel einfallen. Beim einfallen
werden sie refelektiert und in einem Brennpunkt gebᅵndelt. Im Brennpunkt
sitzen eine oder mehrere Radioantennen, die dann auch zwischen den
Polarisationsebenen unterscheiden. Fᅵr Deine Frage jedoch ist lediglich
der Spiegel bzw. Schᅵssel und deren exakte Ausrichtung verantwortlich.
Bei schlechtem Wetter, dicke Regenwolken usw. werden die Radiostrahlen
durch Absorption, ᅵhnlich wie das Licht geschwᅵcht.

MFG Stefan

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